Die Keis­er Uni­ver­si­ty Sea­hawks gewan­nen im Dezem­ber zum ersten Mal in der Geschichte der Schule den Meis­ter­ti­tel (Bilder: zVg)

Fuss­ball

«Ich sehe meine Zukunft in den USA»

27. Dezem­ber 2019 | Sport

Laris­sa Weber aus Erlins­bach gewann in den USA mit den Keis­er Uni­ver­si­ty Sea­hawks die Womens Soc­cer Nation­al Cham­pi­onships.

Mit 10 Jahren begann sie beim FC Erlins­bach, heute spielt die 23-Jährige bei den Keis­er Uni­ver­si­ty Sea­hawks. Für den Fuss­ball ist Laris­sa Weber im August 2018 in die USA gereist. Dort lebt sie in West Palm Beach, Flori­da und geht dort auch aufs Col­lege. «Unsere Sai­son ist sehr hart», erzählt Laris­sa Weber. Für Heimweh bleibt da keine Zeit.

Im Früh­ling begin­nt das Train­ing, mit den inten­siv­en Vor­bere­itun­gen wird im Juli begonnen. Das heisst bis zu drei Mal täglich Train­ing. Während andere Teams extra früh oder spät trainieren, um der Sonne zu ent­fliehen, find­et das Train­ing von Laris­sa Weber und ihrem Team extra zur wärm­sten Uhrzeit statt. In Flori­da sind das Tem­per­a­turen von 40 Grad. «Für mich per­sön­lich war das am Anfang schon sehr krass, weil ich mir das ein­fach nicht gewohnt war», sagt sie. «Jed­er muss durch­hal­ten, jed­er kommt bei jedem Train­ing an seine Gren­zen. Das ist ein gross­er Unter­schied zu den Teams, in denen ich in der Schweiz spielte.»

Ein inter­na­tionales Team
Die Keis­er Uni­ver­si­ty Sea­hawks sind ein sehr an ange­se­henes Fuss­ball­team, bekan­nt für ihre harte Arbeit geniessen sie einen guten Ruf. Die Keis­er Uni­ver­si­ty Seah­waks sind aber auch ein sehr inter­na­tionales Team. 16 Schwedin­nen, zwei Nor­wegerin­nen, drei Dänin­nen, zwei Deutsche, eine Japaner­in, eine Spanierin, eine Nicaraguaner­in, eine Kanadierin, sechs Amerikaner­in­nen und Laris­sa Weber. Die vier Train­er aus Eng­land. «Es ist span­nend andere Kul­turen und Sprachen ken­nen­zuler­nen. Auch fuss­bal­lerisch ist es sehr inter­es­sant, weil jed­er seinen Spiel­style hinein­bringt», sagt Laris­sa Weber.

Sieg an der Nation­al Cham­pi­onships
Die harte Arbeit zahlte sich aus. Als Num­mer 2 in Sai­son ges­tartet, befan­den sich die Keis­er Uni­ver­si­ty Sea­hawks nach zwei Wochen bere­its auf Platz eins. Von 25 Spie­len haben sie nur eines ver­loren und holten sich anfangs Dezem­ber zum ersten Mal in der Geschichte der Schule den Meis­ter­ti­tel. 

«Es war ein unglaublich­es Gefühl, als erstes Team der Schule den Titel zu holen. Wir wur­den mit Sup­port und Glück­wün­schen richtig über­häuft», freut sich Laris­sa Weber.

Frauen­fuss­ball geniesst hohen Stel­len­wert
Die USA sind nicht unbe­d­ingt als DAS Fuss­bal­l­land bekan­nt. Ganz anders ist es aber beim Frauen­fuss­ball. Das Frauen­fuss­ball­team ist momen­tan das beste der Welt und der Frauen­fuss­ball geniesst einen sehr hohen Stel­len­wert. Laris­sa Weber hat noch für zwei weit­ere Jahre eine Spiel­berech­ti­gung. Solange geht auch noch ihr Bach­e­lor. Danach werde sie nochmals ver­suchen den Schritt zu den Profis zu machen. 2016 ist sie wegen ein­er Fussop­er­a­tion knapp daran gescheit­ert. «Wenn das nicht klap­pen sollte, ver­suche ich trotz­dem hier in den USA zu bleiben. Meine Zukun­ft sehe ich hier. Aber wie ich in den let­zten Jahren gese­hen habe, gehen Pläne nicht immer wie geplant auf.»

Um ihr Ziel zu erre­ichen ver­sucht sie in den näch­sten bei­den Saisons, so viele indi­vidu­elle Awards wie möglich zu gewin­nen und auch die Cham­pi­onships will sie mit ihrem Team wieder gewin­nen. «Über den Som­mer habe ich als Halbprofi in der zwei­thöch­sten Liga in Los Ange­les spie­len kön­nen. Das habe ich auch näch­sten Som­mer wieder vor und hoffe gut abschnei­den zu kön­nen, um eventuell in meinem let­zten Col­lege-Jahr gedraftet zu wer­den.»

SAH

Larissa Weber überglücklich über den Sieg | Der Landanzeiger

Laris­sa Weber über­glück­lich über den Sieg