Wichtiger Schritt für die Zukun­ft: Die Stiftung «Orte zum Leben» kauft den Gara­gen­be­trieb von Mar­tin Soll­berg­er. Stiftungsrat­spräsi­dentin Sabine Sut­ter-Suter, Mar­tin Soll­berg­er, Geschäfts­führer Mar­tin Bhend und Daniel Schnee­berg­er, Bere­ich­sleit­er Arbeit, haben vor weni­gen Tagen den Ver­trag unterze­ich­net (Bild: Raphael Nadler)

Bis 2021 sollen drei Grosspro­jek­te real­isiert wer­den – eines davon ist ein Wohn­haus mit 25 Plätzen

Investitionen für fast 11 Millionen

13. Juni 2019 | News

Am 1. Jan­u­ar 2020 übern­immt die Stiftung «Orte zum Leben» den Gara­gen­be­trieb Soll­berg­er inklu­siv Tankstelle und Waschan­lage in Ober­ent­felden. Zudem wird die Stiftung die neu kan­tonalen Kan­ti­nen «Buchen­hof», «Behmen» und «Tel­li» in Aarau führen.

Die Stiftung «Orte zum Leben» hat vom Kan­ton Aar­gau im März des let­zten Jahres den Zuschlag zur Schaf­fung von zusät­zlichen 22 Wohn- und 42 Tagesstruk­tur­plätzen erhal­ten. Diese sollen bis ins Jahr 2021 vor allem im Raum Ober­ent­felden real­isiert wer­den.

Um dies zu real­isieren, sind Investi­tio­nen von 10,8 Mil­lio­nen Franken geplant. Für 6 Mil­lio­nen entste­ht ein neues Wohn­haus mit 25 Plätzen, für weit­ere 2,8 Mil­lio­nen wird der Gara­gen­be­trieb Soll­berg­er gekauft und 2 Mil­lio­nen wer­den in den Umbau des «Kafi-Träffs» in Staufen gesteckt.

Wenn die Lan­deigen­tümerin, die Gemeinde Ober­ent­felden, zus­timmt, so real­isiert die Stiftung das neue Wohn­haus zwis­chen der beste­hen­den Liegen­schaft und der Garage Soll­berg­er. Für die Umset­zung dieses Vorhabens hat die Stiftung «Orte zum Leben» einen pri­vat­en Investor gefun­den. Das Haus wird von der Stiftung mit Vorkauf­s­recht gemietet und kann später bedarf­s­gerecht auch weit­er­ver­mi­etet oder gekauft wer­den. Zudem lässt die Struk­tur des Haus­es zu, dass es pro-blem­los als Mehrfam­i­lien­haus umgenutzt wer­den kön­nte.

Nach­folge geregelt
Im Sinne ein­er Nach­fol­geregelung verkauft Mar­tin Soll­berg­er seinen Gara­gen­be­trieb nach 41 Jahren an die Stiftung, ganz im Wis­sen, dass neb­st dem Gara­gen­be­trieb auch Tankstelle und Waschan­lage weit­erge­führt wer­den. In dieser Liegen­schaft haben die Ver­ant­wortlichen genü­gend Raum zur Real­isierung der neu bewil­ligten Arbeit­splätze.

Mar­tin Soll­berg­er wird kün­ftig unter­stützend mithelfen, dass die Stiftung in der für sie neuen Branche Fuss fassen kann und erst­mals auch prak­tis­che Aus­bil­dungsplätze für Men­schen mit Beeiträch­ti­gun­gen im Auto­mo­bil­bere­ich anbi­eten kann. Die Liegen­schaft bringt der Stiftung auch Ein­nah­men, denn die bei­den oberen Stöck­en sind bere­its seit vie­len Jahren fremd­ver­mi­etet und sollen es auch bleiben.

Vor weni­gen Tagen erhielt die Stiftung den Zuschlage zur Über­nahme der kan­tonalen Kan­ti­nen «Behmen», «Buchen­hof» und «Tel­li» in Aarau per 1. Jan­u­ar 2020. Das bedeutet, dass die Stiftung um 47 Mitar­bei­t­ende (37 Klien­ten und 10 Per­son­al) wach­sen wird. Wer­den alle Pro­jek­te wie geplant umgset­zt, so wächst die Stiftung in den näch­sten drei jahren um rund 100 Klien­ten. 

330 Men­schen nutzen «Orte zum Leben»
Mit dem Zuschlag des Kan­tons zur Schaf­fung neuer Wohn- und Arbeit­splätze steigt auch der Per­son­albe­stand der Stiftung um rund 50 Per­so­n­en. Zurzeit wohnen und arbeit­en in der Stiftung «Orte zum Leben» an den Stan­dorten Lenzburg, Staufen und Ober­ent­felden rund 330 Men­schen, begleit­eten von 330 Fach­per­so­n­en. Die Stiftung «Orte zum Leben» (vor­mals Stiftung für Behin­derte Aarau-Lenzburg) betreut seit 1977 Men­schen mit beson­derem Betreu­ungs­be­darf auf der Grund­lage des Betreu­ungs­ge­set­zes des Aar­gaus. Die Erwach­se­nen beziehen eine 100-prozentige IV-Rente.

RAN