Stefan und Sandra Haller mit ihrem Sohn Jason. Der vier­jäh­rige Car­port im Hin­ter­grund muss
einem behin­der­ten­ge­rechten Anbau wei­chen 
(Bild: Markus Schenk)

Der Land­an­zeiger besuchte die Familie von Jason Haller in Grä­ni­chen

Jason Haller erhält ein Zuhause!

25. Juli 2018 | News

Die Familie Haller in Grä­ni­chen ist erleich­tert. Dank einem Aufruf in den Medien gingen zahl­reiche gross­zü­gige Spenden ein. Zwar ist der Anbau bei weitem noch nicht gedeckt, doch zumin­dest kann man mit dem Bau beginnen. Auch sehr viele Land­an­zei­ger­leser spen­deten zugunsten des gelähmten Jason.

In seiner letzten Aus­gabe berich­tete der Land­an­zeiger über die beson­ders tra­gi­sche Geschichte des Grä­ni­chers Jason Haller, der nach einer miss­ra­tenen Ope­ra­tion im Uni-Kin­der­spital beider Basel für immer im Roll­stuhl sitzt. Er wohnt zur­zeit in Rei­nach im Alters­heim und möchte län­ger­fristig wieder nach Hause. «Mir gefällts zwar da recht gut, aber das Alters­heim ist sehr abge­legen und über­dies an einem steilen Hang, so dass ich mit dem Roll­stuhl nicht weit komme», sagt Jason zu seiner jet­zigen Wohn­si­tua­tion. Der Grä­ni­cher hat seine Schick­sals­schläge vor­bild­lich hin­ge­nommen und sich immer wieder auf­ge­rafft. Auch jetzt sitzt man einem auf­ge­stellten jungen Mann gegen­über, der erstaun­lich opti­mis­tisch wirkt. Er lässt sich nicht ein­fach bedienen, son­dern will mög­lichst selb­ständig sein und geht auch arbeiten. Diese Arbeit in der Stif­tung «Orte zum Leben» in Ober­ent­felden gefällt ihm sehr gut. Er inter­es­siert sich dort auch immer wieder für neue Tätig­keiten, die ihn for­dern.

Behin­der­ten­ge­rechter Zweckbau

Da Jason seit seiner Geburt behin­dert ist, braucht er auch stän­dige Betreuung. Zu Hause zu wohnen ist da wohl die ein­fachste und lang­fristig auch güns­tigste Lösung. Das Bau­ge­such für einen behin­der­ten­ge­rechten, ein­fa­chen Anbau an das bestehende Ein­fa­mi­li­en­haus wurde von der Gemeinde Grä­ni­chen ohne Anstände und sehr spe­ditiv bewil­ligt. Einzig die Finan­zie­rung war bis heute nicht gesi­chert, da ein sol­cher Bau nicht ganz billig ist.
Der Spen­den­aufruf in den Medien war not­wendig und stiess auf sehr grosses Echo – auch sei­tens der Land­an­zei­ger­leser. Bei unserer Zei­tung gingen allein rund 30 Mails mit zahl­rei­chen gross­zü­gigen Spen­den­ver­spre­chen ein und auch Hand­werker ver­spra­chen dem Land­an­zeiger Hilfe für die Hal­lers.

Mitt­ler­weilen sind immerhin 25 % der Kosten gedeckt oder zumin­dest ver­spro­chen. Die Familie Haller besitzt in Grä­ni­chen ein Ein­fa­mi­li­en­haus, das in den 50er-Jahren gebaut wurde. Der Wohn­be­reich inklu­sive Ein­gang befinden sich im Hoch­par­terre. Man muss dem­nach eine Treppe hoch steigen, um über­haupt ins Haus zu kommen. Das Bade­zimmer ist viel zu eng, so dass Jason mit seinem Roll­stuhl unmög­lich dort rein­kommt.

Der Anbau für Jason wurde vom Zen­trum für hin­der­nis­freies Bauen der Schweizer Para­ple­giker-Ver­ei­ni­gung in Muhen geplant. Es sieht eine Hebe­bühne beim Ein­gang vor. Danach kommt man in ein Entrée.

Via diesem gelangt man direkt ins behin­der­ten­ge­rechte Bade­zimmer und in das Zimmer von Jason. Neben dem Zimmer wird noch ein kleiner Balkon erstellt. Es han­delt sich dem­nach um einen sehr ein­fa­chen, aber zweck­mäs­sigen und vor allem behin­der­ten­ge­rechten Bau.

Eine Holz­bau­firma aus Moos­leerau wird dem­nächst mit dem Bau beginnen. Der Land­an­zeiger wird seine Leser weiter infor­mieren, damit diese auch genau wissen wie und wo ihre Gelder inves­tiert wurden. Jason Haller hofft, noch in diesem Jahr wieder zu Hause bei seiner Familie ein­ziehen zu können.

Der Familie Haller ist es ein echtes Anliegen, bei dieser Gele­gen­heit allen Spen­dern ganz herz­lich für ihre Unter­stüt­zung zu danken.

MS

Spen­den­aufruf

Wei­tere Spenden sind natür­lich sehr will­kommen. Zu richten sind sie an die Aar­gaui­sche Kan­to­nal­bank in Grä­ni­chen:  IBAN CH06 0076 1056 1766 5200 3

Ver­merk: Jason Haller

oder direkt beim Land­an­zeiger