Sym­bol­isch übergeben Regierungsrätin Franziska Roth und Regierungsrat Markus Dieth die frisch sanierte Aarauer Kaserne an hochrangige Mil­itärs  (Bilder: Kas­par Flück­iger)

Am Dien­stag wurde die ren­ovierte Kaserne feier­lich eingewei­ht

Kaserne ist saniert und bereit

12. Juli 2018 | News

Nach 35 Jahren war für die Kaserne Aarau eine Sanierung drin­gend nötig. Neb­st «Pin­sel­ren­ovi­a­tio­nen» und zusät­zlichen Steck­dosen für Smart­phones in den Mannschaft­sz­im­mern wur­den rund zwei Mil­lio­nen Franken investiert in den Brand­schutz, Heizung, San­itär- und Elek­troan­la­gen. Die sanierte Kaserne wird umgenutzt. Neu sind das Kom­man­do der Ter­ri­to­r­i­al Divi­sion 2 in Aarau eben­so sta­tion­iert wie das Rekru­tierungszen­trum (früher in Windisch) und das Kom­pe­tenzzen­trum Mil­itär­musik.

Zum ersten Mal seit 1983 wurde die Kaserne Aarau ren­oviert und saniert. Diese Arbeit­en haben rund zwei Mil­lio­nen Franken gekostet. Der Kan­ton Aar­gau als Mitbe­sitzerin hat rund 1,5 Mil­lio­nen Franken daran bezahlt, der Bund den Rest­be­trag. Am Dien­stag wur­den die sanierten Räum­lichkeit­en im Rah­men ein­er Feier im Bei­sein von Korp­skom­man­dant Daniel Baum­gart­ner, Regierungsrätin Franziska Roth, Mil­itärdi­rek­torin und Vorste­herin des Departe­ments Gesund­heit und Soziales, Regierungsrat Markus Dieth, Vorste­her Departe­ment Finanzen und Ressourcen sowie von Vertretern von Mil­itär und arma­su­isse Immo­bilien fes­tlich eingewei­ht.

Warum saniert das Mil­itär eine Kaserne, die es ver­traglich nur noch bis ins Jahr 2030 besitzt? Diese Frage schwang auch an der Feier vom Dien­stag mit. Oberst Rolf Stäu­ble beant­wortete sie im Gespräch mit dem Lan­danzeiger: «Schon nur aus Brand­schutz-Grün­den war diese Ren­o­va­tion drin­gend nötig, aber auch son­st drängte sich nach 35 Jahren an fast allen Eck­en und Enden eine Sanierung auf, dies kon­nte nicht mehr warten bis im Jahr 2030», so der Oberst. In Zukun­ft wer­den nicht mehr WK-Sol­dat­en die Kaserne nutzen, Aarau wird das grösste Rekru­tierungszen­trum der Schweiz­er Armee mit rund 10’000 Stel­lungspflichti­gen pro Jahr.

Neu ist auch das Kom­man­do der Ter­ri­to­r­i­al Divi­sion 2 in der Kaserne daheim, sowie das Kom­pe­tenzzen­trum Mil­itär­musik. Rund 90 Vol­lzeit­stellen bietet die Kaserne for­t­an.

Mil­itär mit starkem Beken­nt­nis zu Aarau

Korp­skom­man­dant und Chef Aus­bil­dung der Schweiz­er Armee, Daniel Baum­gart­ner, gab an sein­er Rede an der Ein­wei­hung vom Dien­stag ein starkes Beken­nt­nis zu Aarau: «Die Kaserne Aarau ist für uns wichtig, ein Rück­zug ist nicht geplant und wir möcht­en auch über das Jahr 2030 hin­aus in Aarau bleiben und den Ver­trag ver­längern.»

Dieses Beken­nt­nis hat auch der fast vol­lzäh­lig anwe­sende Stad­trat gehört. Die Stadt Aarau ist stark inter­essiert, das dem Bund und dem Kan­ton gehörende Kaser­nen-Are­al per 2030 oder noch früher zu übernehmen.

Stadt­präsi­dent Hanspeter Hil­fik­er (FDP) äussert sich direkt nach dieser Rede gegenüber dem Lan­danzeiger nicht ent­täuscht: «Wir sind froh, wenn die Kaserne Aarau gut und inten­siv genutzt wird», so Hil­fik­er. Für die Bevölkerung find­et am 21. Sep­tem­ber ein Tag der offe­nen Türen statt.

KF

Franziska Roth und Markus Dieth | Der Landanzeiger

Franziska Roth und Markus Dieth besichti­gen die Mannschaft­sräume in der Kaserne