Karl Gaut­schi ver­blüff­te die Gesell­schaft mit sei­nen Spei­se-Geschich­ten (Bild: Mar­kus Schenk)

Lite­ra­ri­sche Lecker­bis­sen im Suh­r­er Pop-up Restau­rant KUH

KUH-les Diner mit Karl Gautschi

3. April 2019 | News

Das Suh­r­er Pop-up Restau­rant KUH wie­der­hol­te letz­te Woche den lite­ra­ri­schen, abend­li­chen Lecker­bis­sen. Kein Gerin­ge­rer als Muster-Aar­gau­er Karl Gaut­schi gab sei­ne histo­ri­schen  Aspek­te zu den ein­zel­nen Spei­sen auf sehr humo­ri­sti­sche und inter­es­san­ter Wei­se zum Besten.

«Sag mir, was du isst und ich sage dir, wer du bist.» Die­se poin­tier­te Aus­sa­ge des fran­zö­si­schen Schrift­stel­lers Jean Ant­hel­me Bril­lat-Sava­rin hats in sich und hat es wohl auch Karl Gaut­schi ange­tan.

Das Suh­r­er Restau­rant KUH war voll besetzt am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag, als die­ser buch­stäb­lich sei­nen gedie­ge­nen «Senf» zu den ser­vier­ten Spei­sen gab. Gekom­men waren die vie­len Leu­te selbst­ver­ständ­lich einer­seits wegen des Essens, ande­rer­seits eben auch wegen Karl Gaut­schi, der zu jedem Gericht eine histo­ri­sche Betrach­tung mit ver­schie­de­nen humo­res­ken Aus­schwei­fun­gen wuss­te und die­se auf sei­ne Wei­se so vor­trug, dass die Leu­te auch gespannt zuhör­ten.

«Gerich­te mit Geschich­te», so das Mot­to des Abends. Eini­ge Bei­spie­le gefäl­lig: Zuerst wur­de ein Kir zum Apé­ro ser­viert. Benannt ist die­ser Weiss­wein mit Cas­sis  nach dem ehe­ma­li­gen Bür­ger­mei­ster von Dijon  Felix Kir. Die Geschich­te die­ses Man­nes ist eben­so inter­es­sant wie die­je­ni­ge von Juli­us Mag­gi, dem Erfin­der des Flüs­sig­ge­wür­zes, das mitt­ler­wei­len weit über 100 Jah­re über­lebt hat und des­sen Erfin­der stein­reich mach­te. 

Eben­falls stein­reich wur­den auch jene Leu­te, nach denen der Wal­dorf-Salat benannt wur­de, der nach dem Kir ver­spie­sen wur­de. Wal­dorf hiess letzt­lich nicht nur der in der KUH ser­vier­te Salat mit Sel­le­rie, son­dern auch eine bekann­te Cigar­ren­mar­ke. Selbst­ver­ständ­li­che hat­te auch das danach ser­vier­te Pou­let Maren­go sei­ne Geschich­te. Die­se geht auf Napo­le­on zurück, wel­cher begei­stert war von die­ser Spei­se. Über­haupt spiel­ten die Herr­scher bei vie­len Gerich­ten eine Rol­le. So auch beim abschlies­sen­den Cou­pe Roman­off, der auf die Zaren­fa­mi­lie Roman­off zurück­geht. Die­se sol­len Erd­bee­ren beson­ders geliebt haben. Bekann­te­ster Roman­off sei Peter der Gros­se gewe­sen, erklär­te Gaut­schi, der noch so man­che Geschich­te rund um die Spei­sena­men von sich gab. Eini­ge behielt er wohl noch für sich, denn es könn­te ja wie­der eine Fort­set­zung im KUH geben.

MS

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