Zum The­ma: Ant­wort auf den Leser­brief von Josef Hau­ri, in der Aus­ga­be vom 21. Novem­ber

Leserbrief: Verlängerung WSB Schöftland – Sursee

28. Novem­ber 2019 | News

Geschätz­ter Herr Hau­ri

Sie regen an, die WSB nach Sur­see zu ver­län­gern. Ich weiss nicht, ob Sie schon lan­ge in Schöft­land woh­nen oder sogar dort auf­ge­wach­sen sind. Nun, ich kann Ihre Idee gut nach­voll­zie­hen, da ich in Schöft­land auf­ge­wach­sen bin und die Umstel­lung von der Bahn auf den Bus zwi­schen Tri­en­gen und Sur­see im Jah­re 1971 noch gut in Erin­ne­rung habe. Der dama­li­ge Sekun­dar­leh­rer Alfred Regez war ein vehe­men­ter Ver­fech­ter einer durch­ge­hen­den Bahn.

Die­sen Okto­ber brach­te, aus 60-jäh­ri­gem Anlass, die AZ einen inter­es­san­ten Arti­kel, wie sich das Su(h)rental für eine Bahn stark mach­te.

Betrach­tet man die Kar­te, stellt man fest, dass zwi­schen Schöft­land und Tri­en-gen die Dör­fer seit­lich an den Hän­gen gebaut wur­den und eine Bahn in der Tal­mit­te ent­lang der Suh­re kaum attrak­tiv wäre. Auch nach Tri­en­gen lie­gen die Dör­fer Büron und Geu­en­see alles ande­re als opti­mal ent­lang des noch bestehen­den Bahn­tras­sees. 

Dies war bestimmt mit ein Grund, dass die Strecke zwi­schen Tri­en­gen und Sur­see vor rund 50 Jah­ren auf den Bus umge­stellt wur­de. Das heisst, dass die Ort­schaf­ten im Su(h)rental heu­te mit dem Bus opti­mal erschlos­sen sind. In die­sen Dör­fern wünscht man sich kei­ne Bahn in der Tal­mit­te.

Inzwi­schen sind jeg­li­che Ein­trä­ge im Richt­plan des Kan­tons Aar­gau längst gelöscht und ein Zurück auf einen Bahn­be­trieb scheint auch lang­fri­stig kei­ne Opti­on zu sein. Auch auf natio­na­ler Ebe­ne – der Bund ist heu­te zustän­dig für Infra­struk­tur­bau­ten der Bah­nen – sind mit den Bahn­aus­bau­pro­gram­men von FABI/STEP kei­ne Pro­jek­te, auch nicht lang­fri­stig, in die­sem Raum ange­dacht.

Jürg Bit­ter­li, Pro­jekt­lei­ter öffent­li­cher Ver­kehr, Depar­te­ment Bau, Ver­kehr und Umwelt des Kan­tons Aar­gau