Wenn eine Lupe nicht mehr aus­re­icht, helfen elek­tro­n­is­che Lese­hil­fen (Bilder: zVg)

Gesund­heit und Optome­trie

Makuladegeneration – eine umfassende Beratung hilft weiter

7. Novem­ber 2019 | Pub­lire­portage

Die optometrische Ver­sorgung ist das A und O, wenn schw­er­wiegende Augen­erkrankun­gen wie die Maku­lade­gen­er­a­tion auftreten. Roland Schö­nen­berg­er, dipl. Augenop­tik­er und Optometrist im Sehzen­trum in Suhr, ist auf solche Fälle spezial­isiert.

Roland Schö­nen­berg­er, was genau ist eine Maku­lade­gen­er­a­tion und wer kann davon betrof­fen sein?
Bei der Maku­lade­gen­er­a­tion wer­den zwei For­men unter­schieden: die trock­ene und die feuchte. Bei der trock­e­nen Form han­delt es sich um eine alters­be­d­ingte «Abnützung» wichtiger Sehzellen im Zen­trum des Auges, der soge­nan­nten Maku­la. Das bedeutet, dass wir ab einem gewis­sen Alter alle davon betrof­fen sein wer­den – einige früher und stärk­er, andere später und weniger stark. Es zeigt sich, dass vor allem Rauch­er, Per­so­n­en mit heller Augen­farbe und alle diejeni­gen, die ihre Augen ein Leben lang ungenü­gend vor dem Son­nen­licht geschützt haben, früher und stärk­er betrof­fen sind. Da die trock­ene Maku­lade­gen­er­a­tion ein Alterung­sprozess ist, gibt es dage­gen noch keine eigentliche Ther­a­pie. Der Schutz der Augen mit ein­er opti­malen Son­nen­brille ste­ht bei dieser Form im Vorder­grund. Auch eine gesunde, vit­a­m­in­re­iche Ernährung wird von Fach­leuten emp­fohlen. Bei der feucht­en Maku­lade­gen­er­a­tion liegt dage­gen eine Erkrankung des Sehzen­trums vor, die heute mit­tels Medika­menten, die üblicher­weise vom Auge­narzt direkt ins Auge gespritzt wer­den, ther­a­piert wird.

Sie haben sich auf die optometrische Ver­sorgung von Per­so­n­en mit ein­er Maku­lade­gen­er­a­tion spezial­isiert. Wie kön­nen Sie betrof­fe­nen Per­so­n­en helfen?
Grund­sät­zlich kann fast allen Per­so­n­en mit ein­er Maku­lade­gen­er­a­tion mit speziellen Brillen oder anderen Mit­teln geholfen wer­den – Voraus­set­zung dazu ist die Akzep­tanz der betrof­fe­nen Per­son, dass trotz der Hil­f­s­mit­tel das Sehen nicht mehr wie früher ist.

Wie gehen Sie vor?
Vielfach kom­men die Klien­ten mit der Diag­nose «Maku­lade­gen­er­a­tion» zu mir, ohne viele Ken­nt­nisse über diese Krankheit zu haben oder über­haupt zu wis­sen, was das für sie im All­t­ag und in Zukun­ft bedeutet. Bei diesen Per­so­n­en leiste ich zuerst ein­mal Aufk­lärungsar­beit, was in den meis­ten Fällen zu ein­er grossen Beruhi­gung seit­ens der Betrof­fe­nen führt. Viele haben Angst, voll­ständig zu erblind­en und dadurch ihre Selb­st­ständigkeit zu ver­lieren. Das ist glück­licher­weise bei ein­er opti­malen Ver­sorgung nur ganz sel­ten der Fall. Danach analysiere ich umfassend die All­t­agssi­t­u­a­tion der betrof­fe­nen Per­son, deren Prob­leme und Wün­sche. So kann ich mir ein genaues Bild machen, wo und wie ich helfen kann.

Welche Hil­f­s­mit­tel set­zen Sie dazu ein?
Zuerst opti­miere ich die bere­its beste­hen­den Brillen. Dank mod­ern­sten, com­put­ergestützten Geräten kann die noch vorhan­dene Sehkraft ermit­telt und vielfach verbessert wer­den. Selb­st wenn ich dadurch nur eine vorhan­dene Sehschärfe von 15 % auf 30 % steigern kann, erfahren die Betrof­fe­nen eine Ver­dop­pelung ihrer Sehkraft und dadurch eine deut­liche Verbesserung ihrer All­t­agssi­t­u­a­tion.

xxx | Der Landanzeiger


Zur Person

Roland Schö­nen­berg­er ist dipl. Augenop­tik­er SHFA und Optometrist CAS FHNW.

Seit 1995 hil­ft er Per­so­n­en mit Maku­lade­gen­er­a­tion und anderen Augenbeschw­er­den zu besserem Sehen.

Optimale Beleuchtung und eine spezielle  Brille sorgen für eine deutliche Verbesserung beim Lesen | Der Landanzeiger

Opti­male Beleuch­tung und eine spezielle Brille sor­gen für eine deut­liche Verbesserung beim Lesen

Weit­ere wichtige Bestandteile der Abklärung sind die Blendung und das ver­min­derte Kon­trast­se­hen. Bei ein­er Maku­lade­gen­er­a­tion ist eine Per­son nicht nur stark geblendet, son­dern ihr Kon­trast­se­hen ist zusät­zlich stark reduziert. Eine gewöhn­liche Son­nen­brille ist deshalb häu­fig nicht opti­mal. Um bei­des zu verbessern, gibt es heute viele Spezial­fil­ter­gläs­er. Da jede Per­son anders auf die einzel­nen Fil­ter­gläs­er reagiert, wer­den die am besten geeignet­sten zum Aus­pro­bieren mit­gegeben.

Und wenn dies alles noch nicht aus­re­ichend nützt?
Dann kom­men ver­grössernde Sehhil­fen zum Ein­satz. Darunter ver­ste­ht man Lupen, sehr starke Lese­brillen sog. Lupen­brillen, elek­tro­n­is­che Hil­f­s­mit­tel, Bild­schirm­le­segeräte. Sämtliche dieser Hil­f­s­mit­tel kön­nen kosten­los zum Testen mit nach Hause genom­men wer­den.

Was bezahlen die Krankenkassen und andere Insti­tu­tio­nen?
Aus der Krankenkassen-Grund­ver­sicherung erhält man jährlich einen Beitrag von CHF 360 an Brillen, wenn vom behan­del­nden Auge­narzt eine Bescheini­gung der Maku­lade­gen­er­a­tion vor­liegt. Die AHV übern­immt 75 % der Kosten von Lupen­brillen und leis­tet Beiträge bis zu CHF 2000 an elek­tro­n­is­che Hil­f­s­mit­tel. Bei stark ver­min­dert­er Sehschärfe hat man ausser­dem Anrecht auf eine «Hil­flose­nentschädi­gung leicht­en Grades» der AHV von CHF 235 im Monat. Meine Abklärung ist keine kassenpflichtige Leis­tung und muss von den Klien­ten sel­ber bezahlt wer­den. Eine umfassende Beratung inkl. Unter­suchung und Tests dauert in der Regel bis zu zwei Stun­den.

Eine let­zte Frage: Warum engagieren Sie sich beson­ders für die optometrische Ver­sorgung bei Maku­lade­gen­er­a­tion?
Unmit­tel­bar nach meinem Studi­um in Olten 1995 habe ich bei mehreren Augenop­tik­ern in der Schweiz gear­beit­et. Ich war täglich mit Spezialfällen kon­fron­tiert. Dadurch hat­te ich von Anfang an mit vie­len optometrischen Ver­sorgun­gen bei allen Arten von Augenbeschw­er­den zu tun. Das The­ma Maku­lade­gen­er­a­tion hat mich sei­ther nicht mehr los­ge­lassen. Ich habe mich stetig darin weit­erge­bildet und spezial­isiert. Heute betreue ich Klien­ten in der Region Suhr aber auch weit darüber hin­aus. Bei den von der Maku­lade­gen­er­a­tion betrof­fe­nen Per­so­n­en spricht sich meine umfassende Beratung schnell herum und es wer­den weite Wege in Kauf genom­men, wenn man Aus­sicht auf eine Verbesserung sein­er Sehsi­t­u­a­tion hat.

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Dien­stag bis Fre­itag
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ZVG

Kontakt

Sehzen­trum Augenop­tik Suhr
Roland Schö­nen­berg­er
Dipl. Augenop­tik­er, Optometrist (FH)
Mit­tlere Dorf­s­trasse 2
5034 Suhr

Tele­fon 062 842 67 85
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