Inter­view mit Köl­likens Gemein­deam­mann Mario Scheg­n­er

Mario Schegner: «Ich sehe Kölliken in 20 Jahren weiterhin als eigenständige Gemeinde»

12. Feb­ru­ar 2020 | News

Der Köl­lik­er Gemein­deam­mann Mario Scheg­n­er ist seit etwas mehr als zwei Jahren im Amt. Er ken­nt die Sor­gen, Nöte der Bürg­er, denn er wirkt schon seit über zehn Jahren auch aktiv in der Feuer­wehr mit und gilt auch son­st als sehr volk­snah. Im Gespräch mit dem Lan­danzeiger spricht er über die Her­aus­forderun­gen der Gemeinde, aber auch über seine Singkün­ste.

Mario Schegner ist seit 2018 Gemeinde- ammann von Kölliken  | Der Landanzeiger

Mario Scheg­n­er ist seit 2018 Gemein­deam­mann von Köl­liken (Bild: zVg)

Mario Scheg­n­er, welche Vorsätze haben Sie sich als Gemein­deam­mann für Köl­liken und für sich für das 2020 gefasst?
Mario Scheg­n­er: Gehen wir im All­t­ag ver­mehrt aufeinan­der zu und sprechen miteinan­der über anste­hende Fra­gen und Her­aus­forderun­gen welche uns beschäfti­gen. Eine zen­trale Rolle in diesen Gesprächen ist das Zuhören und das Ver­ste­hen meines Gegenübers. Nur wenn wir uns gegen­seit­ig ver­ste­hen und auf unsere Anliegen einge­hen, tra­gen wir aktiv zur gemein­samen Verbesserung des Prob­lems bei.

Und von welchen Vorsätzen haben Sie sich schon wieder ver­ab­schiedet?
Von keinen.

Köl­liken wächst stetig und daraus gibt es auch gewisse Prob­leme. Was bere­it­et Ihnen zurzeit schlaflose Nächte oder gar Bauch­schmerzen?
Wed­er schlaflose Nächte noch Bauch­schmerzen sind meine Begleit­er in der täglichen Arbeit als Gemein­deam­mann.

Wo liegen die grossen Her­aus­forderun­gen für die Gemeinde?
Eine richtig grosse Her­aus­forderung gibt es im Moment nicht. Es ist mehr ein Mosaik von Pro­jek­ten und Strate­gie-Entwick­lun­gen welche wir im Gemein­der­at disku­tieren, damit das Zusam­men­spiel in den näch­sten Jahren in den ver­schiede­nen Abteilun­gen und in der Gemeinde funk­tion­iert.

Kann die Infra­struk­tur der Gemeinde mit dem Tem­po des Wach­s­tums mithal­ten?
Ja – wir sind im Bere­ich der Schule am Pro­jekt «Erweiterung Farb­weg», welch­es für die Zukun­ft eine räum­liche Entspan­nung geben wird. Im Bere­ich der Ver­wal­tung sind wir in Arbeit zur zukün­fti­gen Aus­rich­tung.

Welche grossen Investi­tio­nen ste­hen zurzeit an?
Inten­siv wer­den uns die bei­de Pro­jek­te «Ver­net­zung Schule» und «Beschaf­fung Infor­matik­mit­tel» beschäfti­gen, welche koor­diniert auf den Schul­start im August 2020 bere­it sein müssen. Auch der Sanierungsstart bei der Vil­la Clara ste­ht ab Früh­ling 2020 an.

Gibt es eigentlich neue Pläne für den Dorf­platz?
Nein.

An der Haupt­strasse und gewis­sen Neben­strassen wird zurzeit wieder tatkräftig gebaut und saniert. Wie ist der Stand der Dinge und wann wird dieses Mil­lio­nen­werk zu Ende sein?
Die Sanierung der Haupt­strasse dauert noch bis Ende 2020 – evtl. noch bis Früh­ling 2021 – je nach Wet­ter­si­t­u­a­tion. Andere Bauw­erke an den Gemein­de­strassen sind fast fer­tig oder wer­den in diesem Jahr been­det.

Was läuft im Bezug auf die Schul­wegsicher­heit rund um den Kreisel?
Im ver­gan­genen Herb­st wur­den in Absprache mit dem Kan­ton an diversen Stellen Auf­nah­men des Verkehrs in Köl­liken gemacht. Diese Auswer­tung läuft noch. Wir ste­hen in direk­tem Kon­takt zu unseren Vertretern.

Das Ende der Son­der­müllde­ponie ist abse­hbar. Was wür­den Sie per­sön­lich am lieb­sten mit diesem Gelände machen wenn alles rück­ge­baut ist?
Der eingeschla­gene Weg – mit der Aus­gangslage des kan­tonalen Berichts (Frucht­fol­ge­fläche, Ver­net­zung­mass­nah­men und Wald) – ist auch aus mein­er Sicht die sin­nvoll­ste Nutzung für unsere Gemeinde.

Wo sehen Sie Köl­liken in 20 Jahren? Eigen­ständig, als ein Teil des Zukun­ft­sraums Aarau oder hat die Gemeinde mit Schöft­land fusion­iert?
Ich sehe Köl­liken in 20 Jahren immer noch als eigen­ständi­ge Gemeinde.

Mit Mani Mat­ter und DJ Bobo sind zwei promi­nente Bürg­er von Köl­liken. Welche der bei­den Musikrich­tun­gen bevorzu­gen Sie mehr?
Eher die Rich­tung von DJ Bobo.

Und von welchem Musik­er kön­nen Sie mehr Lieder sel­ber sin­gen?
Oje, meine Gesangskün­ste möchte nie­mand hören … Aber textlich kenne ich die Lieder von DJ Bobo bess­er als die von Mani Mat­ter.

Köl­liken hat viele «schöne Fleck­en». Wohin beg­ibt sich der Gemein­deam­mann um sich erholen zu kön­nen in sein­er Gemeinde?
In den Wald – ob zu Fuss oder per Bike. Im Som­mer bevorzuge ich unser Freibad.

Welche drei Wün­sche hät­ten Sie für Ihre Gemeinde, wenn eine gute Fee käme?
Eine sub­stanziell gute Gemein­deen­twick­lung beim Zuwachs der Ein­wohner­in­nen und Ein­wohn­er, weit­er­hin einen offe­nen und ver­trauensvollen Dia­log zur Bevölkerung und über alle Alters­grup­pen hin­weg viel Ver­ständ­nis und Miteinan­der im täglichen Leben.

Inter­view: Raphael Nadler

Zur Person

Mario Scheg­n­er (43 Jahre alt)
Beruf: Team­leit­er & Ereignis­man­ag­er
Lenkung Lokper­son­al, SBB
Zivil­stand: ver­heiratet, 2 Kinder
Partei: Partei­los
Im Gemein­deart seit: 1.1.2014
Gemein­deam­mann seit: 1.1.2018
Aufgewach­sen in: Buchrain LU
Lebt in Köl­liken seit: 1.4.2005
Das mag er: Reisen, gutes Essen, Tre­f­fen mit Fre­un­den, Feuer­wehr
Das mag er weniger: Stre­it, Unentschlossen­heit