Noch immer nur eine Vision: das neue Sta­dion des FC Aarau (Bild: zVg)

Neues FCA-Sta­dion im Tor­feld Süd |

«mein­sta­dion» macht Druck auf die Sta­di­on­bauerin HRS

Von | 1. März 2018 | News

meinstadion.ch GmbH for­dert: Ein neuer Grund­stück­kauf­ver­trag zwi­schen der Stadt Aarau und der HRS Real Estate AG soll letz­tere zur Rea­li­sie­rung des Sta­dions ver­pflichten. Eine Kon­ven­tio­nal­strafe zu Lasten der HRS und ein Kaufs­recht zu Gunsten der Stadt Aarau sollen die Grund­lagen für den Sta­di­onbau schaffen, falls die HRS ihrer Baupflicht nicht nach­kommt. Die Revi­si­ons­ar­beiten der Bau- und Nut­zungs­ord­nung sind ein­zu­stellen und erst bei Vor­liegen des gefor­derten Grund­stück­kauf­ver­trags wieder auf­zu­nehmen.

Eine Dele­ga­tion der Stadt Aarau ver­han­delt der­zeit mit HRS über den Bau des Fuss­ball­sta­dions im Tor­feld Süd. Die meinstadion.ch GmbH for­dert mehr Ver­bind­lich­keiten. Der Stadtrat bestimmt den Fahr­plan für die Revi­sion der Bau- und Nut­zungs­ord­nung (BNO). Damit ver­fügt er über einen starken Trumpf in den Ver­hand­lungen. Die Revi­si­ons­ar­beiten können und sollen ein­ge­stellt werden, bis ein neuer Grund­stück­kauf­ver­trag zwi­schen der Stadt Aarau und HRS besteht, und zwar ein Haupt­ver­trag (und nicht wieder ein neuer Vor­ver­trag, weil sich der alte Vor­ver­trag als wertlos erwiesen hat).

Der neue Ver­trag muss es der Stadt ermög­li­chen, die Bau­herrin bei Pflicht­ver­let­zung zu sank­tio­nieren und die Sta­di­on­par­zelle zu erwerben. So ist eine Kon­ven­tio­nal­strafe von min­des­tens 5 Mil­lionen Franken für den Fall fest­zu­schreiben, dass HRS der Baupflicht nicht nach­kommt, obschon eine rechts­kräf­tige Bau­be­wil­li­gung vor­liegt. Für diesen Fall ist auch ein Kaufs­recht zu Gunsten der Stadt zu begründen, damit diese die Sta­di­on­par­zelle erwerben und das Sta­di­on­pro­jekt selbst rea­li­sieren kann.

Michael Hun­ziker ver­weist im Namen der drei Geschäfts­führer von meinstadion.ch auf den Volks­ent­scheid vom 24. Februar 2008: «Heute vor zehn Jahren und zwei Tagen hat das Stimm­volk Ja zum Sta­di­onbau gesagt. Der Aus­gang der dama­ligen Abstim­mung ver­pflichtet den Aar­auer Stadtrat dazu, alle nötigen Mass­nahmen zu ergreifen, um den Bau sicher­zu­stellen. Da wir in den letzten zehn Jahren keine Fort­schritte erzielt haben, braucht es mehr Ver­bind­lich­keiten. Die BNO-Revi­si­ons­ar­beiten sind daher per sofort ein­zu­stellen, bis diese Bedin­gungen erfüllt sind.»

Keine zusätz­li­chen Gelder für Plan B

Liegt bis am 30. Sep­tember 2018 kein unter­zeich­neter, öffent­lich beur­kun­deter Grund­stück­kauf­ver­trag (Haupt­ver­trag, nicht Vor­ver­trag) zwi­schen der Stadt Aarau und der HRS Real Estate AG im Sinne von Ziffer 3.1 der All­ge­meinen Geschäfts­be­din­gungen von meinstadion.ch GmbH vor, werden alle ein­ge­gan­genen Spen­den­gelder zurück­er­statten.

 

«Es ist an der Zeit, dass HRS end­lich Farbe bekennt. Kann bis Ende Sep­tember 2018 die gefor­derte ver­trag­liche Grund­lage nicht geschaffen werden, ist die »Übung« abzu­bre­chen und ein neuer Standort zu eva­lu­ieren. Denn wer einen sol­chen Ver­trag in sieben Monaten nicht hin­kriegt, will nicht oder kann nicht.

In beiden Fällen gilt: Lieber ein Ende mit Schre­cken als ein Schre­cken ohne Ende.» erklärt Michael Hun­ziker die For­de­rungen von meinstadion.ch. Michael Hun­ziker prä­zi­siert weiter, dass aus­schliess­lich für den Plan A (oder Plan A-), für den eine rechts­kräf­tige Bau­be­wil­li­gung vor­liegt, 4 Mil­lionen Franken Spen­den­gelder gesam­melt werden.

Wird das Sta­di­on­pro­jekt hin­gegen mit dem Bau der Hoch­häuser ver­knüpft (neuer Plan B), werden nur 2 Mil­lionen Franken gesam­melt. Dieser Betrag von 2 Mil­lionen Franken ent­spricht dem, was im Jahr 2007 zwi­schen der Stadt Aarau und HRS vor­ver­trag­lich ver­ein­bart worden ist. Damit will die meinstadion.ch GmbH ihrer For­de­rung Nach­druck ver­leihen, den Sta­di­onbau nicht von der rechts­gül­tigen Bau­be­wil­li­gung der vier vor­ge­se­henen Hoch­häuser abhängig zu machen.

Die Annahme, dass die Bewil­li­gung bis zum geplanten Bau­be­ginn in der zweiten Hälfte 2019 vor­liegt, wird von meinstadion.ch wei­terhin als absolut uto­pisch bezeichnet.

Spen­den­stand: 1,45 Mil­lionen Franken

Beson­ders erfreut zeigen sich die Ver­ant­wort­li­chen der Spen­den­ak­tion ob des Spen­den­standes. Die ver­gan­genen Tage haben bewiesen, dass der Betrag auch nach rund 100 Tagen seit der Lan­cie­rung der Spen­den­ak­tion kon­ti­nu­ier­lich steigt. Bis heute hat meinstadion.ch 1,45 Mil­lionen Franken gesam­melt. Bis Ende April 2018 hofft man bei meinstadion.ch, die 2-Mil­lionen-Grenze zu errei­chen.