Jasons Som­mer­wun­sch:  Bald wieder nach Hause  (Bild: zVg)

Mit 21 Jahren im Altersheim?!

18. Juli 2018 | News

Der Gränich­er Jason Haller hat­te beson­ders Pech in seinem kurzen Leben. Mit 21 Jahren lebt er deshalb heute im Alter­sheim. Er möchte gerne nach Hause. Das kann er nur, wenn sein Zuhause roll­stuhlgängig wird und dazu fehlt das Geld. Der Lan­danzeiger möchte helfen.

Das Schick­sal Jasons begann schon im Alter von sechs Monat­en, als eine Fehlbil­dung ein­er Vene im Gehirn fest­gestellt wurde und er in Paris not­fallmäs­sig operiert wer­den musste. Da bekam er einen sogenan­ten «Shunt», das ist ein kün­stlich­er Hirn­wass­er-Ablauf mit­tels eines Schlauch­es vom Gehirn bis in den Bauch. Es fol­gten weit­ere Oper­a­tio­nen am Gehirn, vier an den Beinen und zwei an den Füssen. Der Knabe brauchte viel Phys­io­ther­a­pie, Geduld und Kraft und hat­te oft schlimme Schmerzen. Trotz­dem kon­nte Jason mit sechs Jahren den Kinder­garten und danach die Schule besuchen.

Veloun­fall mit zwölf Jahren

Mit zwölf Jahre ereilte Jason das Schick­sal erneut, indem er bei einem Veloun­fall ein schw­eres Schädel-Hirn-Trau­ma und drei Gehirn­blu­tun­gen erlitt. Er lag vier Wochen im Koma und musste viele Wochen im Spi­tal bleiben. Aber auch davon hat er sich einiger­massen erholt.

Seit seinem Schu­la­b­schluss arbeit­et Jason in ein­er geschützten Werk­statt und stellt ver­schiedene Teile für die Indus­trie her. Die Arbeit gefällt ihm sehr gut.

Weit­ere Oper­a­tio­nen im ver­gan­genen Jahr

Im Okto­ber 2017 musste Jason Haller erneut wieder an den Füssen operiert wer­den. Es sollte die let­zte Oper­a­tion sein, um wieder sich­er gehen zu kön­nen. Bei der Oper­a­tion miss­lang die Rück­en­mark­narkose (PDA) und sei­ther sitzt er quer­schnittgelähmt im Roll­stuhl. Auch die Blase und der Darm funk­tion­ieren nun nicht mehr.

Seit Novem­ber 2017 bis Juni 2018 war Jason in der Reha im Para­plegik­erzen­trum in Basel. Es war eine lange und sehr harte Zeit, aber Jason hat gel­ernt, mit dem Roll­stuhl umzuge­hen und sich selb­ständig anzuziehen.

Er ist jet­zt 21 Jahre alt und wohnt zurzeit in einem Alters- und Pflege­heim in Reinach AG.

Erst wenn der An- und Umbau bei seinen Eltern in Gränichen fer­tig ist, kann er wieder nach Hause zu sein­er Fam­i­lie.

Seit anfangs Juli geht Jason auch wieder 50 % arbeit­en. Ein Roll­stuhltrans­port vom SRK holt ihn jeden Mor­gen ab und bringt ihn nach der Arbeit auch wieder zurück. Da nie­mand die Ver­ant­wor­tung übernehmen will, wird Jason Haller auch nicht gross finanziell unter­stützt.

Die Rechtss­chutzver­sicherung sein­er Eltern hat zwar den Fall aufgenom­men, aber die Erfol­gsaus­sicht­en sind ger­ing.

Um wieder bei sein­er Fam­i­lie wohnen zu kön­nen, muss das Zuhause roll­stuhlgängig umge­baut wer­den. Lei­der fehlt aber den Eltern das nötige Geld dazu. Geplant wäre ein Anbau mit Schlaf-/Wohnz­im­mer und ein roll­stuhlgängiges Badez­im­mer sowie ein sep­a­rater Ein­gang mit Hebe­bühne. Die IV übern­immt nur einen kleinen Teil der Kosten. Jason Haller ist deshalb für jeden Franken Spende dankbar. Beacht­en Sie die Hom­page: www.go4jason.ch.

Spenden sind hochwillkom­men

Der Lan­danzeiger unter­stützt Jason Haller mit dieser Geschichte und spendet gle­ich die ersten 500 Franken. Wer spendet mit? Spenden bitte dem Lan­danzeiger mit­teilen. Wir veröf­fentlichen diese in ein­er späteren Aus­gabe.

MS

Spenden sind erbeten:

Aar­gauis­che Kan­ton­al­bank,
5722 Gränichen

IBANCH06 0076 1056 1766 5200 3

Ver­merk: Jason Haller