«Die Sanierung bringt Vorteile für alle»

«Die Sanierung bringt Vorteile für alle» | Der Landanzeiger

Der Kanton, vertreten durch Kantonsingenieur Dominik Studer, begrüsste die eingeladenen Gäste am Freitag, 12. August, bei der Aeschbachhalle in Aarau zum offiziellen Spatenstich. Regierungsrat Stephan Attiger erwähnte in seiner Kurzansprache: «Mit dem Projekt auf dieser Achse verfolgen wir die Ziele der Mobilitätsstrategie mobilitätAARGAU und fördern den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr.» Er ergänzte, dass der grösste Teil der neuen Verkehrsanlage auf der heutigen Strassenfläche und dem alten Trassee der WSB realisiert werden könne. Hanspeter Hilfiker, Stadtpräsident Aarau, der vertretend für die drei beteiligten Gemeinden eine Ansprache hielt, sagte: «Mit dem Spatenstich zur Neugestaltung der Buchserstrasse können die Potentiale der Verlegung der ehemaligen WSB auf das SBB-Trassee endlich ausgeschöpft werden; mit Vorteilen für alle, für den Langsamverkehr, für den öV und für den MIV.»

Die eigentlichen Bauarbeiten für das kantonale Grossprojekt starteten am Montag, 15. August, mit dem Teilprojekt 1 und dauern gesamthaft bis voraussichtlich Ende 2026. Das Teilprojekt 1 umfasst auf einer Länge von fast 400 Metern die Buchserstrasse in Aarau. Der Perimeter beginnt kurz nach dem Kreisel Gais und endet vor der Einmündung des Barbarawegs. Ausführung der Teilprojekte Die Teilprojekte 2 und 3 sind rechtskräftig, eine Einwendung im Teilprojekt 4 wurde weitergezogen. Das Teilprojekt 2 umfasst auf einer Länge von 346 Metern den Knoten Bavaria, das Teilprojekt 3 die Tramstrasse von der Südallee bis Steinfeld auf über 1119 Metern und das Teilprojekt 4 beinhaltet die Tramstrasse von Steinfeld bis Winkelweg auf rund 473 Metern. Die Ausführung des Teilprojekts 2 ist im Anschluss an die Bauarbeiten im Teilprojekt 1 ab Ende 2023 geplant. Die Ausführung der Teilprojekte 3 und 4 ist abhängig vom weiteren Verlauf der Beschwerden.

Alle Infos zum Grossprojekt und seinen Teilprojekten gibt es auf www.ag.ch.

Stadtrat will Steuerfuss um 3% senken

Stadtrat will Steuerfuss um 3% senken | Der Landanzeiger

Der aktualisierte Politikplan enthält im Gegensatz zum Vorjahr die zwischenzeitlich vom Souverän beschlossene Revision des Steuergesetzes. Er startet gegenüber dem letztjährigen Politikplan auf einer besseren Ertragsbasis bei den Steuern. Die erwarteten coronabedingten Steuerausfälle sind nicht eingetroffen. Dies hat das Nettovermögen am Anfang der Planperiode auf knapp 120 Mio. Franken anwachsen lassen.

Die Prognosen weisen in den Jahren nach der Steuersenkung Aufwandüberschüsse aus. In den vergangenen Jahren wurden bessere Ergebnisse erzielt, als es die Prognosen zeigten. Der Stadtrat erachtet es deshalb als angebracht, den Steuerfuss um 3% zu senken.

Die geplanten Nettoinvestitionen liegen in den Jahren 2022 – 2027 um nahezu 40 Mio. Franken höher als im letztjährigen Politikplan. Die mutmasslichen Nettoinvestitionen1 (70% der geplanten Investitionen) betragen bis im Jahr 2027 insgesamt 164,4 Mio. Franken bzw. durchschnittlich 27,4 Mio. Franken pro Jahr. Spitzenjahr ist das Jahr 2027 mit geplanten Nettoinvestitionen von 56,6 Mio. Franken. Grösstes Einzelprojekt ist das neue Oberstufenzentrum in der Telli. Von den erwarteten Kosten für die 1. Etappe von 134,6 Mio. Franken fallen 44,6 Mio. Franken in die Planperiode, 90 Mio. Franken in die Folgejahre 2028 und 2029. Die Selbstfinanzierung dürfte sich in der Planperiode in der Grössenordnung zwischen 15 und 16 Mio. Franken bewegen.

Im Politikplan aber noch nicht im Budget
Die Stadt verfügt heute über ein vielfältiges Leistungsangebot. Die im Budget 2023 vorgesehene Erweiterung dieses Angebots wird über die ganze Planperiode weitergeführt. Über das neue Angebot für die frühe Kindheit wird der Souverän noch entscheiden. Die Kosten von knapp 0,8 Mio. Franken sind deshalb im Politikplan ab dem Jahr 2023, nicht aber im Budget 2023, eingerechnet. Dies gilt auch für die Einführung der Tagesstrukturen. Dafür sind im Politikplan ab dem Jahr 2025 zusätzliche Mittel eingeplant.

Wie jedes Jahr bestehen bei mittel- und langfristigen Prognosen erhebliche Unsicherheiten. Diese liegen aktuell vor allem bei der konjunkturellen Entwicklung. Die Prognosen im Politikplan 2023 – 2027 basieren darauf, dass die Konjunktur stabil bleibt und sich die Bevölkerungszahlen weiter positiv entwickeln.

Budget rechnet mit Gesamtergebnis von 0,3 Mio. Franken
Die Steuergesetzrevision ist im Budget 2023 gemäss den Prognosen des Kantons sowie einer Schätzung von stabilen Mehrerträgen aufgrund der Steuerabschlüsse der letzten Jahre eingerechnet. Es basiert wie erwähnt auf einem reduzierten Steuerfuss von 94%. Das Budget rechnet mit einem Gesamtergebnis von 0,3 Mio. Franken. Mit dem Budget 2023 wird das Leistungsangebot der Stadt weiter ausgebaut. So mit der Verstetigung des City Managements und einer Kooperation mit Schweiz Tourismus, mit der Erhöhung des Kredits für projektbezogene Kulturförderung sowie mit einem Pilotprojekt zur Erhöhung von Sicherheit, Ruhe und Sauberkeit. Weiter sind zusätzliche Mittel für die Quartier- und Altstadtentwicklung sowie die Massnahmen gemäss dem vom Einwohnerrat bereits beschlossenen Städtischen Energiekonzept (SEK II) im Budget abgebildet.

Im Jahr 2023 plant die Einwohnergemeinde, ohne Spezialfinanzierungen, Nettoinvestitionen von 32 Mio. Franken und rechnet damit, dass rund 70% davon, somit 22,4 Mio. Franken, realisiert werden können. Das Schwergewicht der Investitionen liegt im Jahr 2023 unter anderem beim Beitrag an die Realisierung KiFF 2.0, dem Beitrag an das BGK Buchserstrasse / Tramstrasse und der Totalerneuerung der Aarebrücke.

Hier gelangen Sie zum Politikplan und zum Budget 2023.

«Wir möchten allen die Möglichkeit geben, den Wald ganz nah zu erleben»

«Wir möchten allen die Möglichkeit geben, den Wald ganz nah zu erleben» | Der Landanzeiger

Vreni Friker, waren Sie heute schon im Wald?
Vreni Friker: Ja, ich bin sehr viel im Wald. Unser Hund ist mir dankbar, wenn ich ihn im Schatten ausführe. Zudem sammle ich immer noch Tannzapfen für das Tannzapfenwerfen am Waldfest. Die Kinder dürfen sich freuen.

Das grosse, einwöchige Jubiläumsfest 100 Jahre WaldAargau in Unterentfelden steht vor der Tür. Wie ist der Stand der Vorbereitungen?
Wir sind auf Kurs. Der Aufbau des Festgeländes hat am Montag, 8. August begonnen. Ich bin stolz auf mein Team. Eine gute Zusammenarbeit ist für den Erfolg jeder Organisation wichtig, zumal der Endspurt der Vorbereitungen immer viele Details zu Tage bringt, egal ob erwartet oder unerwartet. Die Mitglieder des OKs arbeiten nahezu professionell. Wir haben eine gute Aufgaben- und Rollenteilung gewählt, arbeiten Hand in Hand und helfen uns gegenseitig.

Wo sind Sie zurzeit noch stark gefordert?
Die Koordination der vielen verschiedenen Akteure ist eine grosse Herausforderung. Es sind aber viele Helferinnen und Helfer auf Platz, die uns beim Aufbau des Festgeländes sowie des Waldparcours, der 30 Erlebnisposten beinhaltet, tatkräftig unterstützen.

Wie und wo entstand die Idee, das Jubiläum so gross zu feiern und es unter das Motto «Wald ganz nah erleben» zu stellen?
Der Vorstand von WaldAargau führte einen Workshop durch, um das Ausmass der Jubiläumsfeierlichkeiten festzulegen. Es war sehr rasch klar, dass wir unser Jubiläum im Wald, «wo wir zu Hause sind», ausgiebig feiern möchten. Zudem bestand auch der Wunsch, den Aargauer Holzerwettkampf, welcher der grösste kantonale Wettkampf dieser Art in der Schweiz ist, in unsere Jubiläumsaktivitäten zu integrieren. Das Motto ist naheliegend. Wir möchten den Menschen die Möglichkeit geben, den Wald ganz nah zu erleben, indem wir ihnen die vielen verschiedenen Facetten aufzeigen.

Einer der Höhepunkte ist der Waldparcours mit 30 Erlebnisposten. Wie schwierig war es, die verschiedenen Themen zu finden und zu vereinen?
Die Ideen für die verschiedenen Posten reiften sehr schnell. Die grosse Herausforderung war vielmehr, die Standbetreuer zu finden, die sich eine ganze Woche lang Zeit nehmen, Tausenden von Interessierten ihr Fachwissen näherzubringen. Der Einsatz erfolgt mit viel Herzblut für das jeweilige Thema. Das macht das Ganze so authentisch. Nicht wenige nehmen Ferien für ihren Einsatz!

Sie haben Schulklassen eingeladen, direkt nach den Sommerferien den Waldparcours zu besuchen. Wie war der Rücklauf?
Wir sind sehr zufrieden! Es war uns ein grosses Anliegen, dass unsere Waldtage nicht mit einem anderen grossen Event am gleichen Wochenende stattfinden. Das ist uns bspw. im Hinblick auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest gelungen. Zudem werden am ersten Wochenende im September in Entfelden das 50-Jahr-Jubiläum der Jungschi Entfelden (CEVI) sowie dasjenige des Frei- und Hallenbads Entfelden ausgiebig gefeiert.

Was erhofft sich WaldAargau davon?
Persönlich bezeichne ich den Wald gerne als «grüne Lunge». Ich bin überzeugt, dass viele vor allem die frische Luft und auch die Ruhe im Wald geniessen, anderen dient er als Sportarena. Der Wald bietet aber nicht nur Erholung, sondern von der Wurzel bis zur Krone Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Pilze und Moose siedeln am Boden, Flechten an seiner Rinde, Vögel im Stamm und in der Baumkrone. Wildschweine, Füchse und Rehe suchen Schutz in seinem Dickicht. Was von einem Baum abfällt, dient vielen Tieren als Behausung oder Nahrung. Der Wald ist auch Arbeitsplatz und liefert uns den Rohstoff Holz, welcher Wärme liefert und in der Holzbranche zu Möbeln verarbeitet oder in Holzbauten eingesetzt wird.

Wie reisen diese vielen Schulklassen an?
Die meisten Schulklassen reisen mit dem öffentlichen Verkehr an. Einzig die Gäste der ZEKA Baden, die mit Personen mit teils körperlichen Beeinträchtigungen anreisen und teilweise auf einen Rollstuhl angewiesen sind, fahren mit dem Bus an unsere Waldtage. Die örtlichen Schulklassen kommen zu Fuss oder mit dem Fahrrad.

Am Ende der Jubiläumswoche stehen drei Festtage mit einem riesigen und abwechslungsreichen Programm an. Auf welche drei Höhepunkte freuen Sie sich am meisten?
Ich freue mich auf alle musikalischen Highlights, sei dies von den örtlichen Vereinen oder den Bands wie ChueLee am Freitag- und azTon am Samstagabend. Ein besonderer emotionaler Moment wird die CD-Taufe «Waldsongs ganz nah erleben» sein. Weitere Höhepunkte des Anlasses sind der Holzerwettkampf sowie die Arbeit der Skulpturenschnitzer, die Erlebnisposten sowie der Waldgottesdienst.

Warum wurde ausgerechnet Unterentfelden und das Gebiet um das Waldhaus Lättweiher für das Fest ausgesucht?
Ein Anlass dieses Ausmasses muss verschiedene Anforderungen erfüllen. Für den Holzerwettkampf, das Festzelt, die Verpflegungsstationen sowie für die sanitären Anlagen ist eine Fläche von rund zwei Hektaren notwendig. Über 3000 Schülerinnen und Schüler werden die Waldtage besuchen. Zudem werden 10’000 bis 15’000 Gäste aus nah und fern den Wald ganz nah erleben. Daher ist eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz erforderlich. Aus diesen Überlegungen wurden drei Standorte in die engere Auswahl miteinbezogen. Aus der Beurteilung ging hervor, dass sich der Standort Eggacher, Unterentfelden, am besten für den Anlass eignet.

Sie haben ein Budget von einer Million Franken für das Fest. Wer bezahlt das Ganze?
Es ist mir ein Herzensanliegen, allen Partnern, Sponsoren und Gönnern herzlich zu danken. Wir dürfen auf wohlwollende Unterstützungen des Swisslos-Fonds, unserer Hauptsponsoren der Aargauischen Kantonalbank, der Eniwa AG sowie vom Migros Kulturprozent zählen. Hinzu kommen viele weitere Partner, auch im Bereich des öffentlichen Verkehrs sowie der Medien. Die Aargauer Waldtage werden sehr geschätzt, da es nicht ausschliesslich um «Jubel, Trubel, Heiterkeit» in einem Festzelt geht, sondern weil nebenbei viel Wissen vermittelt wird. Mit der Beschaffung des Waldmobils, welches Bestandteil unserer Jubiläumsaktivitäten ist, können wir unseren Sponsoren eine Nachhaltigkeit für die nächsten zehn Jahre gewähren. Das können nicht viele Events von sich behaupten. Wichtig ist zu wissen, dass wir über keine Defizitgarantie des Kantons verfügen. Zu guter Letzt muss unser Verband das Seinige dazu beitragen.

Und trotzdem ist das ganze Festangebot gratis.
Ja, wir freuen uns auf viele interessierte Gäste, die mit mir die Leidenschaft zum Wald teilen. Das ganze Angebot, inklusive Unterhaltung, ist gratis. Wir schätzen es aber, wenn Sie unser reichhaltiges kulinarisches Angebot geniessen werden. Und darum ruf ich auf: «Uf bald im Wald!»

Sie sind seit 2014 Präsidentin von WaldAargau. Wie kam es dazu, und was ist der Hauptgrund, dass Sie sich so intensiv für den Wald einsetzen?
Ich habe im Jahr 2013, in meiner Funktion als Grossratspräsidentin, mit grosser Freude die Einladung zur Mitgliederversammlung angenommen. Diese Teilnahme hatte Folgen wie keine andere (lacht). Ich wurde später kontaktiert und angefragt, ob ich mir ein Präsidium vom Aargauischen Waldwirtschaftsverband, wie unser Verband damals noch hiess, vorstellen könnte. Ich bin sehr urban, jedoch neben dem Wald aufgewachsen. Ich war von klein an mit meiner Mutter im Wald. Gleiches tat ich mit unseren Söhnen. Unser älterer Sohn lernte den Beruf des Forstwartes. Das Lesen der Arbeitsberichte brachte mir die Waldwirtschaft näher. Also nahm ich mit grossem Interesse und grosser Freude das Angebot an.

Der Wald ist bei der Bevölkerung sehr beliebt, trotzdem will niemand Geld in die Hand nehmen und die Dienstleistungen wie Pflege und Unterhalt bezahlen. Diese Rechnung geht nicht auf. Was fordert WaldAargau von der Politik und der Bevölkerung?
Jede Arbeit, die im Wald verrichtet wird, muss ein Preisschild haben. Die Erwartungshaltung der Bevölkerung an den Zustand der Waldstrassen und andere Infrastrukturen ist sehr gross. Man vergisst, dass die Waldstrassen ursprünglich für die Waldbewirtschaftung erstellt wurden. Es war nicht vorgesehen, dass diese als Reitparcours, Bike- oder Laufstrecke dienen sollen. Auch Feuerstellen sowie anderweitige Freizeiteinrichtungen und viele Parkplätze müssen bewirtschaftet werden. Das kostet alles Geld. Wir erwarten eine kostendeckende Entschädigung. Mit der Erarbeitung des Leistungskatalogs bieten wir den Forstbetrieben die notwendige Grundlage für die Diskussionen mit den politischen Vertretern.

Wie bringen wir aus Ihrer Sicht künftig die verschiedenen Interessen rund um den Wald und seine Nutzung am besten unter einen Hut?
Wir erwarten von allen Playern einen respektvollen Waldbesuch! «Höflichkeit ist eine Zier, es liebt sie auch das Waldgetier.» – könnte man dichten. Zwecks Sensibilisierung wurde der Wald-Knigge erschaffen. Dieser fordert die Waldbesuchenden auf, ein paar einfache Hinweise und Regeln zu beachten, damit es dem Wald und uns allen gut geht. Den Wald-Knigge gibt es als Flyer, als Plakat und als Video.

Was wünschen Sie sich für die nächsten 100 Jahre für den Wald und Wald-Aargau?
Ich wünsche mir, dass mehr Holzbauten mit Holz aus unseren eigenen Wäldern gebaut werden. Holz ist einer der wenigen nachwachsenden Rohstoffe in unserem Land. Es soll nicht nur für Lebensqualität in Form von Wärme, sondern auch fürs Wohnen dienen. Der Wald wird uns dank anderen Baumsorten, die hitzeresistenter sind, auch in Zukunft vor Naturgefahren schützen und sauberes Trinkwasser liefern. Die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Försterverband, JagdAargau und anderen verwandten Interessenverbänden soll aufrechterhalten werden.

Eine Frage zum Schluss: Wenn Sie ein Baum wären, was wäre das für einer?
Ich wäre gerne eine Traubeneiche. Sie zählt zu den resilienten Bäumen, die gut mit den steigenden Temperaturen zurechtkommen.

Wald-Knigge: Zehn Tipps für einen respektvollen Waldbesuch.

Alle Infos zu den Waldtagen in Unterentfelden auf einen Klick.


Zur Person

Vreni Friker-Kaspar
Alter: ü60
Erlernter Beruf: Kauffrau
Tätigkeiten: Präsidentin WaldAargau und Geschäftsstellenleiterin Aargauischer Zivilschutzverband
Zivilstand: verheiratet
Aufgewachsen in: Schlieren/ZH
Lebt in Oberentfelden seit: 1989
Das mag sie: Geselligkeit mit Familie und Freunden
Das mag sie weniger: Ungerechtigkeit und Missgunst
Diesen Wunsch möchte sie sich noch erfüllen: Den Jakobsweg bis Santiago de Compostela – oder noch besser bis Finisterre – zu Ende marschieren.


Aufklärung und Prävention ist weiterhin nötig

Aufklärung und Prävention ist weiterhin nötig | Der Landanzeiger

«Es gab im Vergleich mit dem Vorjahr im Bereich der Aargauer Schulanlagen deutlich weniger Geschwindigkeitsübertretungen. Doch: Wir mussten kantonsweit 337 Bussen aussprechen, weil Motorfahrzeuglenkerinnen oder -lenker Fussgängern am Zebrastreifen den Vortritt verweigert haben. Das ist eindeutig zu viel», zog René Lippuner, Chef der Regionalpolizei Zurzibiet und Präsident der Aargauer Regionalpolizeien (VAG) vor einem Jahr eine gemischte Bilanz zur traditionellen, zwei Wochen dauernden «Aktion Schulbeginn». Besonders nachdenklich hat ihn gestimmt, dass von diesem rücksichtslosen Verhalten primär am Zebrastreifen stehende Schulkinder betroffen gewesen sind.

Prävention mit sichtbarer Präsenz an gefährlichen Stellen
Die Erfahrung zeigt, dass die Präventiv-Aktion Schulbeginn der Aargauer Regionalpolizeien Sinn macht und nach wie vor nötig ist. Entsprechend wird sie auch dieses Jahr durchgeführt. Von Montag, 8. August bis Freitag, 19. August 2022 werden die Repols an gefährlichen Stellen (Kreuzungen und Übergänge) sichtbare Präsenz markieren. Weiter werden wie in den Vorjahren im Bereich von Kindergärten und Schulanlagen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt sowie bei den Fussgängerstreifen das Vortrittsrecht überwacht.

Am Montag machten sich kantonsweit wieder mehrere hundert Kinder erstmals auf den Weg in den Kindergarten und für ebenso viele begann die reguläre Schulzeit. «Kinder sind erst ab einem Alter von 10 bis 12 Jahren fähig, die Geschwindigkeit und die Distanz von sich nähernden Fahrzeugen einzuschätzen. Und erst im Alter von acht bis neun Jahren können sie zuverlässig bestimmen, woher bestimmte Geräusche kommen sowie ein Bewusstsein für Gefahren entwickeln. Für die erwachsenen Verkehrsteilnehmer ist in den nächsten Wochen deshalb erhöhte Vorsicht und – vor allem – Rücksicht angesagt», erklärt Daniel Ringier, Leiter Abteilung Sicherheit der Stadt Aarau und Vizepräsident des VAG.

Auch dieses Jahr sollen erwachsene Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer daneben wieder mit Plakaten auf den Schulbeginn aufmerksam gemacht und zu erhöhter Vorsicht gemahnt werden. Der VAG ruft auch erneut den Grundsatz des Verhaltens vor Fussgängerstreifen in Erinnerung: «Der Leitsatz ‹Rad steht – Kind geht› hat sich bewährt. Wir bitten die motorisierten Verkehrsteilnehmer, diesem nachzuleben und keinesfalls vor Fussgängerstreifen lediglich das Tempo zu verlangsamen und Zeichen zu geben. Damit würde man die Kinder verwirren. Sie sind darauf getrimmt, erst loszulaufen, wenn die Autos vor dem Fussgängerstreifen angehalten haben», sagt Daniel Ringier.

Die Eltern, erklärt der VAG-Vizepräsident weiter, stünden ebenfalls in der Pflicht: «Sie sind von unseren Verkehrsinstruktorinnen und -instruktoren an Informationsabenden und mit entsprechenden Briefen mit der Problematik vertraut gemacht worden. Wir erachten es als wichtig, dass sie ihre Kinder nicht in Watte packen, sondern nach einer entsprechenden Anleitung den Schulweg allein erleben lassen. Nur so können sie möglichst rasch einen Sinn für die Gefahren entwickeln und sich an den Strassenverkehr gewöhnen.» Gar nichts halten die Fachleute von Elterntaxis: «Wir bitten die Eltern dringend, auf solche Transporte zu verzichten. Die Erfahrung zeigt, dass den Kindern damit kein Dienst erwiesen wird. Im Gegenteil: Die Gefährdung vor Schulen und Kindergärten wird durch Elterntaxis meist noch massiv erhöht.» Die Bilanz der Aktion vom Jahr 2021 zeigt, dass in diesem Bereich weiterhin Aufklärungs- und Handlungsbedarf besteht.

Sensibilisierung steht im Vordergrund
Bei der Aktion Schulbeginn gehe es nicht darum, Bussen zu verteilen, erklären die Regionalpolizeien. Klar müsse und werde bei festgestellten Geschwindigkeitsübertretungen und anderen Verstössen gebüsst. Primär gehe es jedoch um die Prävention. Man wolle den Kindern in den ersten Tagen auf ihrem Schulweg die nötige Hilfestellung bieten und anderseits mit erhöhter Präsenz die erwachsenen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer für die erhöhten Gefahren sensibilisieren. Die Polizei will einerseits auf die Kinder helfend Einfluss nehmen und sie auf die Gefahren im Strassenverkehr hinweisen. Andererseits sollen rücksichtslose Motorfahrzeuglenker zur Rechenschaft gezogen und zu vernünftiger Fahrweise angehalten werden.

Weiter werden die Patrouillen auch die rad- und mofafahrenden Schüler auf ihrem Schulweg überwachen und bei krassen Übertretungen zur Rechenschaft ziehen. Ebenfalls kann die Ausstattung der Zweiräder überprüft werden.

Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität für die Senioren

Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität für die Senioren | Der Landanzeiger

Ein kurzer Weg, um in die Stadt zu gelangen, die Bushaltestelle direkt vor der Haustüre, kaum Verkehr und auch das Naherholungsgebiet ist wirklich nah. Dann ist da noch die wunderbare Gartenterrasse mit Blick über die Altstadt, den Schachen bis in den Jura – eine wunderschöne, ruhige Idylle im Aarauer Zelgliquartier. Die gute Lage des Seniorenzentrums auf Walthersburg ist nur einer der Gründe, weshalb seine Bewohnerinnen und Bewohner so gerne hier wohnen. «Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität – darauf legen wir sehr viel Wert», sagt Karin Frey, Geschäftsführerin des Seniorenzentrums auf Walthersburg. «Es ist uns ein Anliegen, dass die Seniorinnen und Senioren so lange wie möglich selbstständig leben können und dass wir ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und ihre Selbständigkeit unterstützen und erhalten. Das wird von den Seniorinnen und Senioren auch sehr geschätzt.»

Sein eigenes Reich gestalten
29 Wohnungen sind es insgesamt. Zur Verfügung stehen 21 Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen, 7 Dreieinhalb-Zimmer- Wohnungen und eine Ein-Zimmer- Wohnung, die alle rollstuhlgängig sind. Die Wohnungen sind das eigene Reich der Bewohnerinnen und Bewohner. Dank dem offenen Grundriss der Räume bieten sich viele Freiheiten zur individuellen Gestaltung mit der persönlichen Einrichtung. Küche und Bad sind funktionell und übersichtlich ausgestattet.

Ein eigenes Kellerabteil, Waschautomat und Wäschetrockner stehen im Untergeschoss zur Verfügung. Es gibt auch einen Wäscheservice für die Seniorinnen und Senioren. Auf Wunsch können sogar Tiefgaragenplätze und Bastelräume gemietet werden. Jede Wohnung enthält ein praktisches Reduit als Stauraum. Während die Parterrewohnungen über Gartensitzplätze verfügen, haben die Wohnungen in den oberen Stockwerken Balkone.

In einer der Erdgeschosswohnungen hat sich eine Bewohnerin 2020 ihren Traumgarten gestalten lassen. Ein grünes Paradies mit bunten Blumen, Kakteen und einem plätschernden Brunnen. Sie schätzt die Freiheit und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten sehr. Ein paar Türen weiter wohnt Lis Wehrli. Auch sie fühlt sich richtig wohl auf der Walthersburg. Sie schätzt den guten, freundschaftlichen Kontakt mit dem Leitungsteam und dem gesamten Personal sehr. «Ich fühle mich hier wohl und bin sehr zufrieden», sagt sie.

Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität für die Senioren | Der Landanzeiger
Zu Besuch bei Bewohnerin Lis Wehrli.
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Das öffentlich zugängliche Restaurant.

Alles vor Ort
Auf der Walthersburg geht immer etwas: Spiele, Singen, Sport und sonstige Freizeitaktivitäten werden regelmässig im Haus angeboten. Am Dienstag fährt der Milchexpress vor, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner einkaufen können, am Freitag ist es der Beck Maier, am Donnerstag ist der Coiffeursalon offen. Man muss also nicht mal unbedingt in die Stadt, um Lebensmittel einzukaufen. Zudem verfügt die Walthersburg auch über ein eigenes Restaurant, das öffentlich zugänglich ist.

Eine Inhouse-Spitex ist für die Seniorinnen und Senioren während 24 Stunden über einen Notfallrufknopf erreichbar und auch die Hauswartung ist vor Ort, was das selbstständige Wohnen weiter unterstützt. Insgesamt arbeiten 25 Personen im Seniorenzentrum.

Freie Wohnungen verfügbar
Das Seniorenzentrum auf Waltherburg ist eine Genossenschaft, die nicht gewinnorientiert ist. Die Stadt Aarau ist Eigentümerin der Liegenschaft. «In der Bevölkerung besteht noch immer der Eindruck, dass sich nur die «Reichen» das Leben auf der Walthersburg leisten können. Das ist nicht der Fall», ist es Karin Frey wichtig klarzustellen. Vor drei Jahren wurden die Preise zum letzten Mal angeglichen. «Wir sind bei den Preisen auf dem gleichen Niveau wie ähnliche Institutionen.»

Momentan leben 28 Seniorinnen und Senioren auf der Walthersburg. Derzeit hat es noch 2½- und 3½ Zimmer-Wohnungen mit Balkon oder Gartensitzplatz frei.

Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität für die Senioren | Der Landanzeiger
Die Gartenterrasse mit wunderbarem Ausblick.

Seniorenzentrum auf Walthersburg

Walthersburgstrasse 3
5000 Aarau
Telefon 062 832 02 02
info@seniorenzentrum.ch
www.seniorenzentrum.ch

Kreisschulvorstand: «Eltern-Taxis helfen den Kindern nicht»

Kreisschulvorstand: «Eltern-Taxis helfen den Kindern nicht» | Der Landanzeiger

Früher habe man auf dem Schulweg die Nachbarskatze gestreichelt, die Vögel singen hören oder eine kleine Schnecke beobachtet. «Früher war der Schulweg aufregend und spannend, heute ist er hektisch und gefährlich.» Zumindest sei das die landläufige Meinung, schreibt der Kreisschulvorstand Leerau. Aber: «Tatsächlich hat sich nur etwas verändert, es hat mehr Verkehr. Doch indem Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, bewahren Sie es nicht vor möglichen Gefahren und sorgen auch nicht für weniger Verkehr», schreibt der Schulvorstand im Aufruf, der im neusten Nachrichtenbulletin der beiden Gemeinde publiziert wurde.

Für die Kinder sei der Schulweg als Lebenserfahrung wichtig; er trage zur körperlichen und geistigen Entwicklung bei. Leider habe auch in Kirchleerau und Moosleerau die Anzahl der Elterntaxis zugenommen. «Dieses erhöhte Verkehrsaufkommen vor der Schule gefährdet alle anderen Kinder, die zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sind. Wir appellieren deshalb an Sie: Lassen Sie Ihre Kinder den Schulweg eigenständig zurücklegen – verzichten Sie auf Taxifahrten!» Der Aufruf schliesst mit dem Satz: «Wir möchten auf Kontrolleinsätze der Verkehrspolizei verzichten oder allfällige Halteverbote rund um die Schulhäuser vermeiden.»

Sechs-Streifen-Ausbau «Aarau Ost»

Sechs-Streifen-Ausbau «Aarau Ost» | Der Landanzeiger

Das sind die wesentlichen Veränderungen: Es werden verschiedene Lichtsignalanlagen (LSA) aufgestellt. Sie sind aufeinander abgestimmt und ermöglichen «grüne Wellen». Die LSA an der «Moor-Kreuzung» ist im Konzept eingeschlossen. Der Verkehrsfluss aus Zürich Richtung Aarau erfolgt auf einer kreuzungsfreien, separaten Fahrspur, analog heutiger Situation. Der Verkehrsfluss aus Zürich nach Hunzenschwil oder Rupperswil erfolgt doppelspurig bis zu einer Lichtsignalanlage, mit der Möglichkeit zum Abbiegen Richtung Hunzenschwil oder Rupperswil. Die Gegenrichtung von Aarau nach Zürich erfolgt ebenfalls auf einer kreuzungsfreien, separaten Spur, analog heutiger Situation. Der Weg von Aarau nach Hunzenschwil oder Rupperswil erfolgt über eine Spange bis zur LSA Richtung Hunzenschwil. Die bisherige Einfahrt von Hunzenschwil Richtung Bern wird aufrechterhalten. Die Einfahrt Richtung Zürich in den Grundzügen ebenfalls. Die Fahrt von Hunzenschwil Richtung Aarau oder Wildegg wird komplizierter, da diese zwangsläufig über die Spange in Rupperswil führt.

Der Gemeinderat Hunzenschwil ist der Ansicht, dass die vorgeschlagene Lösung als Verbesserung gegenüber der heutigen Situation mit vielen Rückstausituationen bezeichnet werden kann.

Ob die definitive Ausführung dieses nationalen Bauprojekts dann auch so realisiert wird, muss sich erst noch weisen, schreibt der Gemeinderat Hunzenschwil in seiner Mitteilung. Sicherlich wird sehr viel Verkehr von der Kreuzung genommen, so dass es gemäss Simulationen zu keinen Rückstaus mehr kommen soll. Rund 60 Prozent des Verkehrs verläuft auf der Achse Zürich – Aarau und umgekehrt

Aarau wird Austragungsort der Berufsweltmeisterschaften

Aarau wird Austragungsort der Berufsweltmeisterschaften | Der Landanzeiger

Die WorldSkills 2022 hätten vom 12. bis 17. Oktober in Shanghai stattfinden sollen. Aufgrund der Einschränkungen durch Corona mussten die Organisatoren die Berufs-Weltmeisterschaften jedoch Ende Mai absagen. Was für das 37-köpfige SwissSkills National Team wie eine bittere Pille schmeckte, hat sich inzwischen in «Zuckerwatte» verwandelt: Anstelle der WorldSkills in der grössten Stadt Chinas findet zwischen September und November 2022 ein dezentrales Ersatzformat unter dem Titel «WorldSkills Competition 2022 Special Edition» statt. 15 Länder machen mit und haben einzelne der 60 Berufe übernommen.

Die Schweiz richtet das grösste Kontingent der Wettkämpfe aus. Sie führt 13 von 60 Meisterschaften durch. Austragungsorte sind Aarau, Basel, Bern, Genf, Luzern und Montreux (siehe unten). Aus der Schweiz werden 37 junge Berufsleute an 34 Weltmeisterschaften ihre Fertigkeiten unter Beweis stellen. SwissSkills und die Berufsverbände sind nun in doppelter Hinsicht gefordert. Einerseits gilt es die 37 Schweizer Nationalmannschaftsmitglieder bestmöglich auf ihre Einsätze in der ganzen Welt vorzubereiten. Anderseits will die Schweiz als Veranstalter beste Voraussetzungen für alle Wettkämpfenden, Experten sowie ihre Begleitpersonen schaffen.

Grosser Einsatz
Dass die dezentralen «WorldSkills Competition 2022» stattfinden können, ist nicht zuletzt dem Engagement der Schweiz zu verdanken. SwissSkills hat gemeinsam mit anderen Landesverbänden bei WorldSkills International für dieses alternative Format geworben. Die Freude von André Burri, Geschäftsführer von SwissSkills, ist denn auch gross: «Es ist toll, dass die über 1000 jungen Berufsleute aus der ganzen Welt ihre Kompetenzen nun doch an WorldSkills zeigen können.»

Burri windet insbesondere den Schweizer Berufsverbänden ein Kränzchen, die mitgeholfen haben, die 13 Wettkämpfe hierher zu holen. «Wir spürten von Anfang an ein sehr grosses Engagement der Berufsverbände, welche die Durchführung in ihren Branchen möglich machen wollten.» Die Schweiz, so Burri, erhalte durch die «WorldSkills Competition 2022» ein zusätzliches Schaufenster für die Berufsbildung. Zusammen mit den 37 Schweizer Teilnehmenden werde so aufgezeigt, welchen Wert ein gutes Berufsbildungssystem für Wirtschaft und Gesellschaft habe.

Schlag auf Schlag
Bevor die WorldSkills Competition stattfinden, steht allerdings noch ein anderes grosses Highlight bevor. Zwischen dem 7. und 11. September finden in Bern die Schweizer Berufsmeisterschaften «SwissSkills 2022» statt. In 85 Berufen kämpfen 1150 junge Berufsleute um die Schweizer Meister-Titel, insgesamt werden sogar 150 Lehrberufe präsentiert.

www.swiss-skills.ch/worldskills2022


«WorldSkills Competition 2022» in der Schweiz

Aarau
12.10. bis 15.10. Drucktechnologe, Polygraf (visCampus, Aarau)

Basel
11.10. bis 14.10. Möbelschreiner, Bauschreiner und Zimmermann (Holz, Messe Basel)

Bern
7.9. bis 10.9. Formenbauer (im Rahmen der SwissSkills 2022 in Bern) 19.10. bis 22.10 Elektroniker (im Bbc Bern)

Genf
13.10. bis 16.10. Goldschmied (im CFP arts, Genf)

Luzern
10.10. bis 15.10. Bäckerei und Konditorei- Confiserie (Richemont Fachschule Luzern) 23.10. bis 26.10. Koch und Restaurant- Service (ZAGG, Messe Luzern)

Montreux
6.10. bis 9.10. Hotel-Rezeption (im Casino Barrière Montreux)


Aufruf zur Blutspende – es droht ein Versorgungsengpass in den Spitälern

Aufruf zur Blutspende | Der Landanzeiger

Kurz nach dem Start der Sommerferien sind die Blutreserven in den Kantonen Aargau und Solothurn ausserordentlich tief: «Wir haben 20 Prozent weniger Blut als wir brauchen. Das sind ca. 150 Spenden, die uns aktuell fehlen», stellt Barbara Mihm, Operative Leitung der Blutspende SRK Aargau-Solothurn, mit Besorgnis fest.

Ferienzeit gleich weniger Spenden
Dank den sommerlichen Temperaturen, der Ferienzeit und Sperrfristen von Ferienreisenden fehlen in der Region Aargau-Solothurn ca. 20 Prozent Blutreserven. Der Bedarf an Blutspenden bleibt unabhängig davon hoch.

«Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit, helfen Sie Ihren Mitmenschen und spenden Sie jetzt Blut», ruft Mihm zur Solidarität auf. Denn Blut ist nicht lange haltbar und kann nicht künstlich hergestellt werden. Nun muss der Rückstand aufgeholt werden, um die Spitäler weiterhin ausreichend versorgen zu können.

Wer kann Blut spenden?
Blutspenden kann jede Person, die bei der ersten Spende zwischen 18 und 60 Jahre alt ist, sich gesund fühlt und mindestens 50 kg wiegt. Gespendet werden kann in den Blutspendezentren in Aarau, Baden, Brugg, Muri, Solothurn, Olten, Zofingen, Grenchen und Baden sowie ab August bei zahlreichen Blutspendeaktionen in den Gemeinden (siehe www.blutspende-ag-so.ch/termine). Spendenden wird empfohlen, einen persönlichen Termin telefonisch im gewünschten Spendezentrum zu vereinbaren.

Hier finden Sie die direkt nächsten Termine zum Blutspenden

Rosen muss man lieben und pflegen wie die eigene Frau, sonst hat man sie nicht lange

Die Eden-Rose ist der Liebling unter den Rosen | Der Landanzeiger

Eine Führung vom «Rosenkavalier» Hans Stirnimann durch die Blütenbracht in seinem Garten ist ein Augenschmaus. 250 Rosenstöcke auf über 400 Quadratmeter Gartenfläche blühen zwischen Juni und Juli rund um sein Haus. Der Trienger «Rosenkavalier» zählt 20 verschiedene Rosensorten in Farben von Rot bis Weiss und leuchtendem Gelb oder Violett.

Für deren Pflege wendet er saisonal von März bis Oktober etliche Stunden pro Woche auf. «Im Frühjahr hat man immer mehr Arbeit», klärt der 73-jährige gelernte Coiffeur die Frage nach dem Arbeitsaufwand. Im November schneidet er die Triebe auf die Hälfte zurück und im März je nach Sorte auf zirka 15 bis 20 Zentimeter über dem Boden. Gedüngt wird ebenfalls im Frühjahr und vor der ersten Blüte.

Duft als Willkommensgruss
Starkregen vertragen die Rosen kaum, der Knopf kann bei starker Feuchtigkeit leicht faulen. «Man muss die Rosen lieben und pflegen wie die eigene Frau, sonst hat man sie nicht lange», meint der Hans mit einem verschmitzten Lächeln – für beides mag das zutreffen. Als Liebling unter seinen «Dornengewächsen» nennt er die «Eden-Rose», eine Kletterrose, die sich am Eingang zu seinem Anwesen emporrankt und einen leichten Duft als Willkommensgruss für Besucher verbreitet.

An den Verkauf von Rosen dachte er nie, er verschenkt sie lieber – ein echter Rosenkavalier eben. Glücklich und geehrt dürfen sich also jene schätzen, die in den Besitz einer Stirnimann-Rose gelangen.

Die Rosenzucht ist aber nicht das einzige Hobby des Jodlerveteranen vom Jodlerklub Echo Reitnau, seine Stimme ist weit über die Region hinaus bekannt. Wer die Gelegenheit bekommt, seinen Garten zu inspizieren, dem fallen Bananenstauden, Palmensetzlinge, Teichanlagen mit Seerosen und Hochbeete mit «Rüebli» oder Salatpflanzen auf. Und hinter den Rosenranken verstecken sich – man glaubt es kaum – Vogelvolieren. Hans Stirnimann ist eine sprudelnde Quelle an Geschichten, und reich an Lebenserfahrung. Als Coiffeur-Meister bildete er 23 Lehrtöchter bis zu seiner Pension aus, die erste heiratete er.

Fantasievolle Piratenwelt im Sommerlager in Paspels

Ein abenteuerliches Zeltlager | Der Landanzeiger

Vom Montag 4. bis Donnerstag 14. Juli verbrachte die Jubla Aarau ihr Sommerlager im bündnerischen Paspels nahe Thusis. 42 Kinder, 22 Leiterinnen und Leiter und ein fünfköpfiges Küchenteam genossen ein abenteuerliches Zeltlager unter dem Motto «Piraten». Mit viel Herzblut erschufen die motivierten Jublaleiter auf dem schön gelegenen Lagerplatz eine fantasievolle Piratenwelt mit Schiffen, Schatztruhen und einer Piratenflagge, die zuoberst auf dem Sarasani-Zelt im Wind flatterte. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatte die Jubla diesmal Wetterglück und fast das ganze, vielfältige Programm konnte unkompliziert im Trockenen stattfinden.

Das zertifizierte J&S Lager bietet jeweils viel Abwechslung. So erlebten die Kinder eine zweitägige Wanderung, zahlreiche Sport- und Bewegungsspiele und lernorientierte Programme wie «Erste Hilfe» oder «Navigieren». Schön wild zu und her ging es bei Raufspielen und in der Geisternacht. Entspannte und gemütliche Momente genossen die Kinder am besinnlichen Abend, beim «Selfcare»-Programm und immer wieder beim gemeinsamen Singen am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel.

Sommerlager in Paspels | Der Landanzeiger
Die Jubla Aarau verbrachte ihr Sommerlager
in Paspels.
Eine fantasievolle Piratenwelt | Der Landanzeiger
Auf dem Lagerplatz entstand eine fantasievolle Piratenwelt.

Zur Sensibilisierung der Kinder für einen nachhaltigen und gesunden Lebensstil, kochte das versierte Küchenteam unter der Leitung von ehemaligen Jublaleiterinnen dieses Jahr ausschliesslich vegetarisch. Kurzfristig organisierten die Leiterinnen und Leiter auch die Teilnahme von fünf ukrainischen Kindern aus der Region Aarau, welche sich trotz noch fehlender Sprachkenntnisse sehr gut in die Kindergruppe integrierten und das Zusammensein in der Natur sichtlich genossen.

Suhrenbrücke zügelt von Moosleerau nach Uerkheim und wird dort zur Uerkenbrücke

Die ehemalige Suhrenbrücke lagert in Uerkheim | Der Landanzeiger

Aktuell liegt auf der Gemeinde Bottenwil ein Baugesuch für eine Radwegbrücke über der Uerke auf. Die Bauherrschaft hat allerdings die Nachbargemeinde Uerkheim inne, denn die Brücke betrifft ihr Hochwasserschutzprojekt. Zur Erinnerung: Uerkheim wurde in den letzten zehn Jahren mehrmals von Hochwasser heimgesucht. Nach dem Ereignis vom 10. Oktober 2012 arbeitete der Gemeinderat ein Hochwasserschutzprojekt aus, das in einer Referendumsabstimmung 2013 abgelehnt wurde. Dasselbe geschah 2015 mit einem zweiten Vorschlag.

Dann kam das gravierende Ereignis vom 8. Juli 2017: Das Wasser der Uerke überflutete den ganzen Talboden und richtete grosse Verwüstungen an. Im Nachgang zum fatalen Ereignis entschied der Gemeinderat, ein umfangreicheres Hochwasserschutzprojekt im Uerkental zu planen, diesmal unter der Federführung des Kantons.

Kosten für Uerkheim: 2,35 Millionen – Brücke ist gratis
Das Vorhaben wird die Gemeinde Uerkheim 2,35 Millionen Franken kosten. Es handelt sich um einen Dekretsbeitrag an den Kanton in der Höhe von 40 Prozent der Nettokosten. Ein weiteres, weniger gravierendes Hochwasserereignis am 24. Juni 2021 sowie eine Infoveranstaltung des Gemeinderats könnten dazu beigetragen haben, dass das Uerkner Stimmvolk zur Einsicht gelangte, dass es dringend Massnahmen braucht, weil sich solche Unwetter häuften.

Und so genehmigte die «Gmeind« am 26. November 2021 das dritte Hochwasserschutzprojekt. Es ist insofern umfangreicher, als es ein Rückhaltebecken mit einem Damm über den Talboden vorsieht, und zwar westlich von der Uerke, am südlichen Dorfrand, im Bereich der ehemaligen Rosenzucht.

Somit würde der Veloweg entlang der Uerke zukünftig bei Hochwasser überschwemmt werden. Er muss also verlegt werden: Neu soll er den Nebenfluss der Suhre überqueren. Auf der anderen Seite soll der Weg den Hang hinauf, dann den Waldrand entlang und schliesslich hinunter ins Dorf führen. Darum braucht es eine Brücke über dem Bach, für die nun das Baugesuch aufliegt. «Da die Radwegbrücke auf dem Gemeindegebiet von Bottenwil stehen wird, muss das Gesuch dort behandelt werden», erklärt Hans Stadler, Gemeindeschreiber von Uerkheim, bei einer Besichtigung vor Ort beim Weiher Chänelhölzli.

Mitten auf dem Feld steht seit einigen Tagen eine 18 Meter lange und 3 Meter breite Brücke, in unmittelbarer Nähe zu ihrem zukünftigen Standort. Es ist die ehemalige Suhrenbrücke, die Mooslerau mit Attelwil verband. Das mehrere Jahre alte Bauwerk aus Metall und Holz wurde für den Transport nur teilweise in seine Bestandteile zerlegt. «Die Wiederverwendung einer bestehenden Brücke soll Ressourcen sparen», sagt Stadler. Sie soll noch mindestens 50 Jahre überdauern. Laut dem Gemeindeschreiber wurde die Brücke zudem kostenlos zur Verfügung gestellt – die Gemeinde und der Kanton tragen lediglich die Kosten für den Transport und die Montage. Das sei günstiger als der Bau einer neuen Brücke.

Dass eine Brücke ihren Standort wechselt, ist eine seltene Angelegenheit. «Wir hatten das grosse Glück, dass die Suhrenbrücke genau zu diesem Zeitpunkt abgebaut wurde und auch noch passt», sagt Stadler. Darum sei das Baugesuch betreffend Brücke vorgezogen worden. Noch warte der Kanton das Ende der Auflagefrist am 25. Juli ab. Danach müsse die Brücke an ihrem neuen Platz montiert werden. «Wir dürfen keine Zeit verlieren: Wenn wir das Material zu lange auf dem Feld stehen lassen, könnte es Schaden nehmen», sagt Stadler.

Noch dieses Jahr soll ein weiteres Gesuch folgen, das mit hoher Wahrscheinlichkeit den ganzen Rest der baulichen Massnahmen zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes umfassen wird. Der Baubeginn sei für das Jahr 2023 vorgesehen, und 2026 soll die letzte Etappe der Arbeiten zu ihrem Abschluss gebracht werden. Unter anderem muss auch die Kantonsstrasse angehoben und verschoben werden, damit sie künftig um den Damm führt. Ziel ist es, Wassermengen in der Grössenordnung eines 100-jährlichen Hochwassers abzuwenden.

Fast das ganze Land, auf dem der Damm gebaut werden soll, gehört der Gemeinde Uerkheim. Eine Parzelle ist im Besitz von Pro Natura Aargau – dort läuft seit zwölf Jahren ein Feuchtgebiet-Projekt. «Wir stehen betreffend Hochwasserschutzprojekt in Kontakt mit Pro Natura», sagt Gemeindeschreiber Peter Stadler. Das Ziel sei, mit dem Bau des Damms möglichst die Interessen des Naturschutzvereins nicht zu beschneiden.

Verhandelt wird jetzt, gebaut 2024

Visualisierung des Baus mit 31 altersgerechten Wohnungen | Der Landanzeiger

Noch gibt es in Kölliken zu wenig altersgerechte Wohnungen für Senioren, die aus dem Einfamilienhaus ausziehen und nach attraktivem Wohnraum für den Lebensabend suchen. Ältere Bewohner ziehen nicht selten auf der Suche nach einer geeigneten Wohnung vom Dorf weg. Das müssen sie bald nicht mehr, denn für die geplanten 31 hindernisfreien Wohnungen auf dem Areal der Villa Breitenegg soll in zwei Jahren der Spatenstich erfolgen. Im Frühling 2024 soll die Villa abgebrochen werden und an ihrer Stelle ein Neubau entstehen.

Park öffentlich zugänglich
Vom Neubau wird ganz Kölliken profitieren können. Der Park wird öffentlich zugänglich und mit Verweilbänkli ausgestattet. Die grossen Bäume werden stehen gelassen. Sie haben gemäss Projektbeschrieb «identitätsstiftenden Charakter für Kölliken» und werden erhalten. Auch soll sich die Liegenschaft künftig nicht mehr hinter Gebüsch verstecken, man soll durch einen «hohen Grad an Transparenz» sehen, dass hier ein öffentlich zugänglicher Park ist.

Baugesuch ist Antrag zum Höherbauen
Schon jetzt sind Bauprofile rund um die Villa aufgestellt, die das Volumen der künftigen Liegenschaft signalisieren. Auch wurden die Baugesuche «Vorentscheid zum Ersatzneubau» und «Abbruch Villa Breitenegg» eingereicht. Das ist kein verfrühter Übermut: Es handelt sich um ein baurechtliches Vorprojekt. Die Ortsbürgergemeinde, der das Grundstück gehört, und die verantwortliche Arbeitsgruppe «Breitenegg» möchte dadurch Planungssicherheit erhalten.

Denn: So, wie die neue Liegenschaft heute geplant ist, entspricht sie nicht überall den Richtwerten der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) bezüglich Gesamthöhe und Grenzabständen zum nördlich angrenzenden Grundstück sowie zu den SBB-Geleisen. Mit vier Stockwerken plus Attikageschoss würde der Bau etwa 15 Meter hoch, der Richtwert schreibt ein Maximum von 13,5 Metern vor. Dagegen könnten Einwendungen eingehen. Bereinigt man diese jetzt schon, so der Plan, kann in zwei Jahren ohne Verzögerung mit dem Bau begonnen werden. Das Vorprojekt stellt somit den Antrag dar, die Richtwerthöhe (aus ortsplanerischen Gründen) zu überschreiten. Eine solche Möglichkeit ist in der BNO für die Kernzone explizit vorgesehen.

Markus Matter, Vorsitzender der Arbeitsgruppe, nennt die Begründungen, welche die neue Höhe rechtfertigen sollen: «Das Gewinnerprojekt von Kathrin Simmen Architekten hat das Gebäude so konzipiert, dass der Park grösstenteils erhalten bleiben kann. Statt mehr Fläche vom Park zu nehmen, wurde in die Höhe gebaut.»

Verhandlungen über Grenzabstände und Zufahrtstrasse
Die SBB haben zum Näherbaurecht, zur Grenzbereinigung und der Platzgestaltung Richtung Geleise gegenüber der «Breitenegg»-Arbeitsgruppe bereits eine «positive Stellungnahme» abgegeben, wie Matter sagt.

Mit den Nachbarn nördlich der Villa Breitenegg wird nebst dem Grenzabstand noch ein weiteres Thema diskutiert: Die Bauherrschaft sieht das gemeinsame Privatsträsschen auf dem anschliessenden Grundstück als einzig mögliche Zufahrt zur künftigen Tiefgarageneinfahrt.

Die Ortsbürgergemeinde erwarb das Grundstück und die Villa Breitenegg 2008. «Unser Anliegen ist es, an dieser guten Lage gleich beim Bahnhof ein gutes Wohnbauprojekt für die Gemeinde zu realisieren», sagt Markus Matter.

Bis zum geplanten Baubeginn im Frühling 2024 dient die Villa Breitenegg als kantonale Flüchtlingsunterkunft. Die Anzahl der Personen, die dort wohnen, wird dem Kölliker Kontingent an aufzunehmenden Personen angerechnet. Nach der Aufhebung der Unterkunft müssen also neue Wohnmöglichkeiten gefunden werden.

«Do esch öises Läbe» – Bottenwil frischt sein Erscheinungsbild auf

So sieht das neue Logo der Gemeinde Bottenwil aus | Der Landanzeiger

Das Logo trägt die Farben des Wappens der Gemeinde: Rot, Grün und Weiss. Darauf abgebildet ist, vor einer hügligen, ländlichen Umgebung, das Gemeindehaus von Bottenwil. Daneben steht ein Brunnen. Dieser steht sinnbildlich für die vielen Brunnen im Dorf, das nur Quellwasser hat. «Das zeugt von besonderer Lebensqualität», sagt Gemeindeammann Silvan Bärtschi. Zudem sei Bottenwil stolz auf seine intakte Natur und sich seiner Identität als ländliche Gemeinde mit schönen Naherholungsgebieten bewusst.

Man ziehe nach Bottenwil, weil man sich bewusst für das Dorf entscheidet, sagt Bärtschi. Darum heisst der Slogan: «Do esch öises Läbe». Allein im letzten Jahr konnte die Gemeinde ein Bevölkerungswachstum von 5 Prozent verzeichnen. «Aktuell steht kaum Wohnraum leer, doch es sind einige Bauprojekte für das kommende Jahr im Gang», ergänzt er. Das neue Logo soll Bottenwil zu einem ansprechenden und modernen Erscheinungsbild verhelfen. Dieses blieb laut dem Gemeindeammann während der letzten 40 Jahren immer dasselbe: Das Wappen, meist begleitet vom Aufdruck «Gemeinde 4814 Bottenwil».

Den Anstoss für das neue und somit auch erste Logo von Bottenwil habe die neue Website der Gemeinde gegeben, so Bärtschi. Diese sei zwar noch in der Entstehungsphase und gehe erst im Herbst online, doch das Logo wird jetzt schon verwendet – vorerst nur auf der offiziellen Korrespondenz, sei es brieflich oder digital, und zu einem späteren Zeitpunkt auch auf der neuen Website.

Entworfen wurde das Logo vom Zofinger Unternehmen Former Grafik. «Uns war wichtig, ein regionales Unternehmen mit guten Referenzen zu beauftragen», sagt Bärtschi. Ein Ausschuss des Gemeinderats – bestehend aus dem Gemeindeammann selbst und Gemeinderätin Miriam Dietschi – habe sich während sechs Monaten ungefähr vier Mal mit den Grafikern getroffen, um das Logo gemeinsam zu entwickeln.

Etwas Authentisches, das zum Dorf passt
«Wir wollten etwas Authentisches, das unser Dorf grafisch und mittels Slogan gut repräsentiert, aber auch ein bisschen verspielt ist», sagt Bärtschi. Nach einigen Entwürfen der Grafiker – davon einige zu verspielt, andere hingegen zu nüchtern – sei man dem Ziel Schritt für Schritt nähergekommen. Und schliesslich habe sich der gesamte Gemeinderat für das neue Logo ausgesprochen.

Das Grossprojekt beginnt im August

Das Grossprojekt beginnt im August | Der Landanzeiger

Die Kantonsstrassen (K 242 und K 210) in Aarau, Buchs und Suhr werden saniert und mit lärmarmen Asphaltbelägen ausgestattet. Für den Fuss- und Veloverkehr werden direkte, durchgehende und sichere Verbindungen erstellt. Damit die Reisezeiten auf den Buslinien verlässlicher werden, werden neue Busspuren und Massnahmen zur Busbevorzugung realisiert. Die Standorte der Bushaltestellen werden optimiert und hindernisfrei gebaut.

Nun starten am 2. August die Installations- und Vorbereitungsarbeiten beim Teilprojekt 1. Das Teilprojekt 1 umfasst auf einer Länge von fast 400 Metern die Buchserstrasse in Aarau. Der Perimeter beginnt kurz nach dem Kreisel Gais und endet vor der Einmündung des Barbarawegs. Die Installations- und Vorbereitungsarbeiten dauern rund zwei Wochen. In der Woche vom 15. August wird mit den eigentlichen Bauarbeiten gestartet.

Das entsteht an der Buchserstrasse
Mit dem Gestaltungsplan Torfeld Süd wurde auf der Nordseite – bis zur Florastrasse – bereits Platz für den Strassenausbau gesichert. Der südliche Gehweg bleibt bestehen, die angrenzende Verkehrsfläche ist aufgeteilt in einen Velostreifen, je Richtung eine Fahrbahn für den motorisierten Individualverkehr, einen Mehrzweckstreifen und eine Busspur, die auch den Velofahrenden zur Verfügung steht. Eine Baumreihe trennt den Fussgängerbereich vom Strassenraum.

Die rund 110 Jahre alte Hängebuche im früheren Garten der Villa Oeler bleibt erhalten. Die Einengung der Verkehrsfläche wird für eine Fussgängerquerung mit Mittelinsel und als Dosieranlage für den motorisierten Individualverkehr genutzt. Für den Bus ist eine Busbevorzugung mit Lichtsignalanlage vorgesehen.

Von der Florastrasse bis zum Barbaraweg fehlt auf der Nordseite der Platz für den Ausbau. Daher wird bis zum Kreisel Bavaria im bestehenden Strassenraum eine Kernfahrbahn mit beidseitigem Gehweg realisiert.

Das Grossprojekt beinhaltet insgesamt vier solcher Teilprojekte.

Weitere Informationen zum Grossprojekt finden Sie hier.

Die Hunde im Feriengepäck

Die Hunde im Feriengepäck | Der Landanzeiger

Es regnet gerade auf dem Campingplatz im Tessin, von dem sich Beatrice und Jürg Huber via Telefon melden. Mit dabei sind ihre beiden Hunde Murphy und Snoopy. Bald neun Jahre hat das Safenwiler Ehepaar die beiden Havaneser-Mischlinge und seit fast ebenso langer Zeit verreist es mit ihnen in die Ferien.

Als die beiden sich ihre Hunde zutaten, wären sie eigentlich gerade ferientechnisch etwas freier geworden. Die zwei Kinder waren im Teenageralter, es mussten nicht mehr kindertaugliche Ferienziele oder -unterkünfte gebucht werden. Doch in Beatrice Huber schlummerte der Wunsch, sich Hunde zuzulegen. Seither beeinflussen die beiden Vierbeiner die Feriendestinationen der Familie Huber. «Einmal haben wir die Hunde in den Ferien in ein Tierhotel gegeben», sagt Beatrice Huber, «sonst aber nehmen wir sie immer mit.» Das Kompliziertheits-Niveau hänge sicher auch von der Grösse des Hundes ab: «Eine Dänische Dogge könnten wir bestimmt nicht so unproblematisch überallhin mitnehmen, wo wir unsere Hunde bereits dabeihatten.»

Mit Hunden Ferien zu planen, sei gar nicht so anders als mit Kindern, sagt Jürg Huber: «Wir müssen sehr viel einpacken und hoffen, wir vergessen nichts.» Denn auch wenn Hunde nicht täglich ihre Wäsche wechseln, ist ihre Reisetasche im Kofferraum von stolzer Grösse. Darin müssen Futter, Fress- und Wassernäpfe, Frottiertücher, Regenmänteli, Hundeleinen, Körbchen und eine Hundeapotheke Platz haben.

Der Campingplatz, das Hundeparadies
Camping sei ideal, um mit Hunden Ferien zu machen, sagt das Frauchen. Bis der ideale Platz für dieses Jahr gefunden wurde, lief die Suchmaschine heiss. Sie suchte erst am Zugersee, dann am Aegerisee und telefonierte sich dann durch die See-Campings nach dem Süden, doch entweder war die gewünschte Dauer nicht verfügbar oder Hunde waren nicht erlaubt. Erst am Luganersee wurden sie fündig. Man sei etwas freier in Campingferien, sagt Beatrice Huber. Buche man ein Hotel oder eine Ferienwohnung, sei es oft nicht erlaubt, die Hunde alleine in der Unterkunft zu lassen. Oft zu Recht, denn in einer fremden Unterkunft könnten Hunde auf die Idee kommen, den Boden oder Gegenstände zu markieren. «Wir nehmen deshalb immer die Hundekörbe mit, denn was ihnen gehört, markieren sie nicht.» Im Wohnwagen können die Hunde auch einmal alleine gelassen werden und das Paar kann kurze Besorgungen ohne die Vierbeiner machen, was praktisch ist.

Im Tessin sei man übrigens sehr hundefreundlich und in den meisten Restaurants seien Hunde erlaubt.

Hundeguetzli als Geste des Hotels
In Sachen Hotelbuchung mit Hunden sind Hubers bereits Experten. «Auf der Buchungsplattform klicke ich das Kriterium ‹mit Hunden› an, dann erscheinen schon mal nur hundefreundliche Hotels», sagt Beatrice Huber. Einst waren sie in einem Hotel in Bad Ragaz, «dort wurden uns extra ein Fressnapf, Hundeguetzli und Hundedecken bereitgestellt», sagt sie. Auch ins Ausland durften Murphy und Snoopy schon mitreisen. Dafür sind sie gegen Tollwut geimpft und haben eigene Haustierausweise. So stand den Deutschlandferien nichts im Weg.

Nehmen die beiden Vierbeiner ebenfalls wahr, dass sie in den Ferien sind? «Natürlich ist ihnen bewusst, dass sie woanders sind», sagt Jürg Huber, «denn an jedem anderen Ort verhalten sie sich wieder anders.» Wer bisher gezögert hat, mit seinem Wauwau zu verreisen, dem raten sie einstimmig: «Geh!» Es sei weniger problematisch, als man sich das vorstelle. Das Wichtigste sei, den Hund gut zu kennen, zu wissen, wie er in verschiedenen Situationen reagiere. So merke man auch, wann ihm auf Reisen etwas nicht passt. «Für die erste Reise mit dem Hund sollte man nicht gerade drei Wochen Ferien buchen, um sich selber nicht zu überfordern», sagt Beatrice Huber. Ein Kurztrip sei für den Anfang besser.