Schweiz­er Strassene­in­grableitp­fos­ten  (Bild: zVg)

Schweiz­er Strassen

Nicht für alle Verkehrsteilnehmer gleich sicher

2. August 2018 | Mobil

Der Strassen­verkehr in der Schweiz gehört in viel­er­lei Hin­sicht zu den -sich­er­sten der Welt. Das zeigt das Sicher­heits­barom­e­ter 2018 der bfu-Beratungsstelle für Unfal­lver­hü­tung. Dieses legt auch offen, wo Verbesserungspoten­zial beste­ht: Fuss­gänger, Velo­fahrer und Kinder prof­i­tieren noch zu wenig von der Unfall­präven­tion. Finanzielle Anreizsys­teme wären ein möglich­er Ansatz, um die Verkehrsicher­heit zu erhöhen.

Immer weniger Tote und Schw­erver­let­zte: Diese erfreuliche Entwick­lung im Schweiz­er Strassen­verkehr geht weit­er, ins­beson­dere für die Aut­o­fahrerin­nen und Aut­o­fahrer.

Dies zeigt das neue bfu-Sicher­heits­barom­e­ter. Auch im inter­na­tionalen Ver­gle­ich schnei­det die Schweiz gut ab. Doch es gibt Schwach- punk­te: Töff­fahrer, Velo­fahrer und Fuss­gänger sind auf unseren Strassen gefährde­ter als in mehreren ver­gle­ich­baren Län­dern.

Auch Kinder kom­men bei Verkehrsun­fällen in der Schweiz über­mäs­sig oft zu Schaden, gemessen an anderen europäis­chen Staat­en.

Gute Geset­ze – Nach­holbe­darf beim Vol­lzug

Viele Präven­tion­sstrate­gien wer­den in der Schweiz schon sehr gut umge­set­zt. Das Niveau der Fahraus­bil­dung und Nach­schu­lungskurse ist hoch. Die geset­zlichen Vorschriften sind gut aus­gestal­tet. In manchen Bere­ichen kön­nte aber mehr kon­trol­liert wer­den. So ist die Schweiz etwa beim Fahren unter Alko­hole­in­fluss kein gutes Beispiel: 4 von 10 Aut­o­fahrern geben an, im let­zten Jahr min­destens ein­mal alko­holisiert gefahren zu sein. Dies­bezüglich ste­ht die Schweiz inner­halb Europas schlecht da.

Ver­hal­ten übers Porte­mon­naie steuern

Hoff­nun­gen set­zt die bfu in finanzielle Anreizsys­teme. Solche Präven­tion­sins-tru­mente wer­den in der Schweiz noch zurück­hal­tend einge­set­zt. Eine von vie­len Möglichkeit­en sind Ver­sicherung­sprämien, die das per­sön­liche Fahrver­hal­ten berück­sichti­gen. Auch reduzierte Motor­fahrzeug­s­teuern für Autos mit -guten Sicher­heitssys­te­men – etwa Not­brem­sas­sis­ten­ten – erscheinen sin­nvoll.

Alle angeschnallt?

Wenn ein Unfall passiert, lassen sich tragis­che Fol­gen oft durch die richti­gen Schutz­mass­nah­men ver­mei­den. Dazu gehören Sicher­heits­gurte und Velo­helme. Laut bfu-Sicher­heits­barom­e­ter schnallen sich 95 Prozent der Autolenkerin­nen und -lenker in der Schweiz an. Bei den Rück­sitz­pas­sagieren sind es 84 Prozent; im mehrjähri­gen Ver­gle­ich wer­den es immer mehr.

Schnell unter­wegs ohne Helm

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Zwischentitel01

Erst­mals zeigt das Sicher­heits­barom­e­ter die Helm­tragquote für E-Bikes: Auf schnellen E-Bikes, auf denen die Helm­tragpflicht gilt, sind 83 Prozent der Lenkerin­nen und Lenker mit Helm unter­wegs, Ten­denz steigend. Bei den weniger schnellen E-Bikes (ohne Hel­moblig­a­to­ri­um) stag­niert der Wert bei 66 Prozent. Aus Sicht der Verkehrsteil­nehmer ist dies zu wenig: Eine deut­liche Mehrheit würde ein Velo­helm-Oblig­a­to­ri­um für alle E-Bikes befür­worten. Auch bei gewöhn­lichen Velos beste­ht Verbesse- rungspoten­zial: 46 Prozent tra­gen einen Helm. Dieser Wert hat sich in let­zter Zeit kaum verän­dert.

Das bfu-Sicher­heits­barom­e­ter beschreibt jährlich das Niveau der Verkehrssicher­heit in der Schweiz und seine Entwick­lung. Erst­mals erschienen ist es 2017.

BFU