Kathrin und Matthias Stirne­mann im Weltcup in La Bresse (F)

«Nur der Lohn stimmte nicht»

30. August 2018 | Sport

Auf Grund ihres 5. Platzes im Short­track durfte die Gränicherin Kathrin Stirne­mann aus der ersten Rei­he starten. Sie kam gut weg und ging auf Platz 2 hin­ter Jolan­da Neff in die Start­stei­gung. Doch ihre Beine dreht­en die ersten bei­den Run­den nicht wie gewünscht und Stirne­mann ver­lor Platz um Platz. Sie fiel zurück auf Rang 25. Ab der drit­ten von sechs Run­den fand sie ihren Rhyth­mus wieder und mit vier regelmäs­si­gen Run­den­zeit­en auf der tech­nisch und physisch sehr schwieri­gen Strecke kon­nte sie sich noch bis Platz 17 verbessern: «In den ersten bei­den Run­den fühlten sich meine Beine wie Klötze an. Die schwieri­gen Abfahrten bin ich heute noch top gefahren, aber irgend­wie war ich durch das viele Marschieren in den ersten bei­den Run­den verun­sichert.»

Ihr Brud­er Matthias Stirne­mann musste mit der Start­num­mer 59 weit hin­ten starten – zu weit hin­ten. Er musste im ersten lan­gen Sin­gle­trail anste­hen, marschieren, warten.

So erre­ichte er in der ersten Run­den nur die 38. Zeit und ver­lor auf die Spitzen­fahrer unaufhol­bare Zeit. Trotz­dem kämpfte er weit­er und hat­te endlich wieder Zug und Druck auf den Ped­alen. Platz um Platz kam er nach vorne. In der let­zten von sieben Run­den kämpfte er mit dem Spanier Valero um Platz 13, überholte diesen in der zweitlet­zten lan­gen Abfahrt. Vielle­icht zu mutig und zu «blau» fuhr er etwas zu schnell in den Rock­gar­den und fing sich vorne und hin­ten (!) je einen Plat­t­fuss ein. Auf dem Weg in die Tech­zone kam noch ein Sturz dazu. Zum Glück arbeit­eten die bei­den Mechaniker effizient und Matthias ret­tete noch den 19. Platz ins Ziel: «Heute kon­nte ich wieder fahren wie vor zwei Jahren – und dann das. Es darf ein­fach nicht sein. Mit mein­er Leis­tung bin ich sehr zufrieden. Nur der Lohn stimmte nicht, den hol ich mir in den näch­sten Ren­nen!».

ZVG