Olympiade war die allerbeste Reklame für die Schweiz!

Von | 1. März 2018 | Gedanken

In den let­zten vierzehn Tagen liefen die Fernse­her heiss – auch wenn die Wet­tkämpfe an der Olympiade oft mit­ten in der Nacht stat­tfan­den. Wir Schweiz­er fieberten mit «unseren» Vertretern und let­ztlich haben nicht «diese» gewon­nen, son­dern «wir». Was aber bleibt neben den Medaillen Pos­i­tives in Erin­nerung? Meine Part­ner­in hat mich belächelt, als ich die Eröff­nungs­feier schaute. Genau das war für mich faszinierend. Wie sind die andern, wie set­zen sie sich zusam­men und wie sind sie gek­lei­det? Da lief gar ein­er mit nack­tem Oberkör­p­er mit – her­rlich diese Ein­lage! Für ein­mal sind da alle Natio­nen nebeneinan­der fröh­lich und stolz. Für einen Augen­blick ste­ht die Völk­erverbindung und der Men­sch im Vorder­grund. Es ist friedlich, weil vielle­icht in diesem Moment keine Poli­tik­er ihre Fin­ger im Spiel haben. Wenn nun diese Olympiade gar einen friedlichen Kon­takt zwis­chen Südkorea, Nord­ko­rea und Ameri­ka nach sich zieht, ist das doch alle­mal erfreulich. Fair­er Wet­tkampf – das ist doch das, was wir alle wollen. Dop­ing und Pro­tek­tion­is­mus lassen die Spiesse unter­schiedlich lang wer­den und sind abzulehnen.

Für die Schweiz sind die Win­ter­spiele sehr wichtig. Die Medaillen wider­spiegeln let­ztlich unsere Möglichkeit­en im Bere­ich des Win­ter­sports. Wer möchte nicht ein­mal im Land des Olympiasiegers Ski­fahren? Die Medail­len­flut soll let­ztlich auch unseren Touris­mus stärken. 

Man sieht nun, was im Win­ter in der Schweiz so alles möglich ist. Erfreulich ist aber auch die Tat­sache, dass beispiel­sweise eine Sport­mit­telschule Engel­berg Früchte trägt, indem einige Medail­lengewin­ner­In­nen dort studier(t)en.In der grossen Euphorie sollte man nun die Hausauf­gaben nicht vergessen. Nun gilt es, Nach­wuch­sleute ser­iös und in der Bre­ite heranzuführen. 

Im Langlauf sieht es lei­der momen­tan hin­ter Dario Colo­nia nicht rosig aus. Unsere Bob­fahrer haben zu wenig Train­ingsmöglichkeit­en und die Bre­ite ist doch etwas gar dünn gewor­den. Da gibt es einiges zu tun. Die Schweiz sollte sich generell nicht auf den Lor­beeren aus­ruhen, son­dern den Fokus bere­its auf Peking richt­en. Auch die Chi­ne­sen sollen die Schweiz als Win­ter­sport­na­tion wahrnehmen und danach wenn möglich auch besuchen. Unsere Sportler sind Botschafter unseres Lan­des und deshalb ist es wichtig, dass sie sich fair und respek­tvoll gegenüber ihren Geg­n­er ver­hal­ten. Dop­ing und Miss­gun­st gehört doch nicht zu uns Schweiz­ern. Fair­ness ist ober­stes Gebot eines sportlichen Wet­tkampfes. Wichtig ist das auch im Hin­blick ein­er allfäl­li­gen Kan­di­datur unseres Lan­des. Das wäre für unser Land einge gute Sache. Alle Win­ter­sportan­la­gen ste­hen bere­its. Organ­isieren wir doch die ersten Win­ter­spiele des Herzens ohne Gigan­tismus, denn eine Olympiade sollte nie eine Frage des Geldes sein.