Dr. Lorenz Stre­bel, Rechts­an­walt und Notar

Privatdarlehen: Sicherung durch Register-Schuldbrief?

Von | 26. Juni 2019 | Rat­ge­ber Recht

FRAGEIch habe von mei­nem Vater 2013 ein pri­va­tes Dar­le­hen von Fr. 170’000.– bekom­men. Einen Teil davon habe ich für den Kauf eines Ein­fa­mi­li­en­hau­ses ver­wen­det, weil mei­ne Eigen­mit­tel und der Bank­kre­dit (Hypo­thek) nicht reich­ten. Den Rest für die anschlies­sen­den Reno­va­ti­ons­ar­bei­ten. Einen Betrag von Fr. 70’000.– habe ich vor zwei Jah­ren zurück­be­zahlt. Nun pla­ne ich eine Hei­rat, und mein Vater will eine Sicher­heit für das Rest­dar­le­hen. Ich bin damit ein­ver­stan­den, aber wie kön­nen wir das machen?

ANTWORTSo wie ein Bank­kre­dit («Hypo­thek») mit einem Grund­pfand­recht (Schuld­brief) gesi­chert wird, kön­nen Sie auch das Pri­vat­dar­le­hen durch einen Schuld­brief auf Ihrem Ein­fa­mi­li­en­haus sichern.

Dazu müs­sen Sie bei einem Notar einen Pfand­ver­trag unter­zeich­nen. Dem Grund­buch­amt muss als Beleg neben dem öffent­lich beur­kun­de­ten Pfand­ver­trag auch der Dar­le­hens­ver­trag und die Quit­tung über die Teil­zah­lung ein­ge­reicht wer­den.

In Ihrem Fall rate ich zu einem Regi­ster-Schuld­brief. Die­ser exi­stiert rein elek­tro­nisch. 

Wenn Sie das gan­ze Dar­le­hen zurück­be­zahlt haben, dann kann Ihr Vater den Schuld­brief auf Sie über­tra­gen.

Das geht mit einem ein­fa­chen For­mu­lar, das ans Grund­buch­amt geschickt wird. Falls Sie spä­ter z.B. einen Bank­kre­dit auf­neh­men, dann kön­nen Sie den Schuld­brief eben­so ein­fach auf die Bank als Gläu­bi­ge­rin über­schrei­ben.

Rechts­fra­gen kön­nen gestellt wer­den an:

Dr. Lorenz Stre­bel, Rechts­an­walt & Notar, Bahn­hofstras­se 86, Post­fach, 5001 Aar­au
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