Die Roto­dur AG, Haupt­sitz in Gränichen

Eine Erfol­gs­geschichte aus Gränichen

Rotodur AG – 50 Jahre Hartmetall-Kompetenz

31. Okto­ber 2019 | Pub­lire­portage

Die Roto­dur AG, Spezial­istin in der Her­stel­lung von Hart­met­all-Bauteilen, feiert 2019 ihr 50-jähriges Jubiläum. Das Gränich­er Unternehmen beherrscht von der Rohling­sh­er­stel­lung über das Sin­tern bis hin zur Bear­beitung die gesamte Prozess­kette. Roto­dur AG set­zt seit 50 Jahren auf den Werk­platz Schweiz.

1967: Start-up in einem Keller
Mit 27 Jahren wagte Paul Füch­slin mit zwei Part­nern den Schritt in die Selb­st­ständigkeit. Die Erfol­gs­geschichte des dama­li­gen Start-ups Roto­dur AG begann in einem Keller mit zwei gebraucht­en Rund­schleif­maschi­nen, in die damals viel Geld investiert wer­den musste. Heute, 50 Jahre später, ver­fügt das Unternehmen über 30 hoch qual­i­fizierte Mitar­beit­er und einen Maschi­nen­park, der auf die Hart­met­al­lver- und -bear­beitung per­fekt zugeschnit­ten ist. 20 Mitar­beit­er entwick­eln und pro­duzieren in Gränichen. Zehn Mitar­beit­er arbeit­en am Stan­dort Biel, wo unter anderem auch cen­ter­less geschlif­f­ene Hart­met­all-Werk­stücke hergestellt wer­den.

Paul Füch­slin (Mit­be­grün­der, VR-Präsi­dent und Haup­tak­tionär) sagt zu seinem Schritt in die Selb­ständigkeit: «Ich hat­te damals mit 27 Jahren einen sicheren Arbeit­splatz als Pro­duk­tion­sleit­er. Gle­ich­wohl habe ich mir gesagt, jet­zt oder nie. Wenn ich heute – 50 Jahre später – auf die Entwick­lung des Unternehmens zurückschaue, war es die richtige Entschei­dung.»

Beherrschung der kom­plet­ten Prozess­kette
Die eigentliche Kernkom­pe­tenz des Unternehmens liegt in der Beherrschung der kom­plet­ten Prozess­kette: von der Hart­met­allpul­ver-Auf­bere­itung über das Pressen der Grün­linge und das Vor- und Fer­tigsin­tern der Teile bis hin zum Fer­tig­bear­beit­en der Hart­met­all­w­erk­stücke. Wenn es tech­nisch erforder­lich ist, bear­beit­et die Roto­dur AG auch das Träger­ma­te­r­i­al dazu.

Paul Füch­slin: «Zu Beginn hat­ten wir uns noch zu 100 Prozent auf das Bear­beit­en von Hart­met­all­w­erk­stück­en konzen­tri­ert, und zwar auf das Aussen- und Innen­schleifen. Die Hart­met­all­rohlinge mussten wir extern beschaf­fen. Doch wir woll­ten uns weit­er­en­twick­eln und den Wertschöp­fung­sprozess erweit­ern.»

Rolf Füch­slin: 

«Die Erfolgsgeschichte ist sicher auch, dass wir die gesamte Prozesskette abdecken. Wir werden von Industrie-Unternehmen unterschiedlichster Branchen angefragt, für die wir anwendungsspezifische Hartmetall-Bauteile herstellen.»

«Unsere Pro­duk­te gehen typ­is­cher­weise in Indus­triesek­toren, wo sie hohen Belas­tun­gen und Ver­schleiss aus­ge­set­zt sind. Dabei wer­den die Anforderun­gen an Halt­barkeit, die Kom­plex­ität und Präzi­sion immer anspruchsvoller. Ein bedeu­ten­der Anwen­dungssek­tor unser­er Lösun­gen liegt im Bere­ich der Stanztech­nik. Stich­worte sind Stanz­ma­trizen, Prägew­erkzeuge, Form- und Lochstem­pel sowie Ziehw­erkzeuge. Aber auch Maschi­nen­teile für die Tex­tilin­dus­trie oder die grafis­che und chemis­che Indus­trie stellen wir aus Hart­met­all her. Für beson­ders hoch beanspruchte Schleifan­wen­dun­gen fer­ti­gen wir auch Schleif­dorne aus Hart­met­all anstelle von Vergü­tungsstahl.»

Die Spezialisten des Unternehmens sind in der Lage, anspruchsvollste Geometrien, Passungen, Innenbohrungen, Aussengewinde wie auch Innengewinde in engen Toleranzen zu fertigen.

Bedeu­ten­der strate­gis­ch­er Schritt in 1987
Der strate­gis­che Schritt in die Hart­met­all­her­stel­lung wurde 1987 ini­ti­iert: «Das war aus heutiger Sicht ein ganz wichtiger Entscheid, um unser Unternehmen vom reinen Loh­nun­ternehmen zu einem Tech­nolo­gie­un­ternehmen weit­erzuen­twick­eln. Denn erst seit der Her­stel­lung unser­er eige­nen Hart­met­alle kön­nen wir zu 100 Prozent ziel­gerichtet die Werk­stof­feigen­schaften auf das Anforderung­spro­fil hin aus­richt­en. Das war zuvor in diesem Umfang nicht möglich.

Gründer und Inhaber Paul Füchslin (links) und Geschäftsführer Rolf Füchslin | Der Landanzeiger

Grün­der und Inhab­er Paul Füch­slin (links) und Geschäfts­führer Rolf Füch­slin

Ab diesem Moment war es uns möglich, auf höch­stem Qual­ität­sniveau im Bere­ich von Hart­met­all­bauteilen mitzuwirken», sagt Paul Füch­slin.

Rolf Füch­slin: «Bis 1987 hat­ten wir hohe Kom­pe­tenz im Bear­beit­en von Hart­met­allen: Erodieren, Schleifen, Läp­pen, Honen usw.

Doch wir hat­ten keinen wirk­lichen Ein­fluss auf das Grund­ma­te­r­i­al. Wir kon­nten nicht immer das passende Hart­met­all beschaf­fen. Wenn die Basis, also das Grund­ma­te­r­i­al, nicht opti­mal ist, dann kön­nen Sie nicht das 100-pro- zentige Werk­stück fer­ti­gen. Aber das war immer unser Ziel. Genau das änderte sich mit unser­er eige­nen Hart­met­all­her­stel­lung fun­da­men­tal.»

Hochkarätiger Schweiz­er Maschi­nen­park
Das Unternehmen ver­fügt über einen Maschi­nen­park, der per­fekt auf die Hart­met­all­bear­beitung zugeschnit­ten ist. Rolf Füch­slin: «Wir haben zum grössten Teil Schweiz­er Werkzeug­maschi­nen. Im Rund­schleif­bere­ich ver­fü­gen wir über Stud­er- und Kel­len­berg­er-Maschi­nen. Agie-Charmilles-Senk- und Drahterodi­er-Maschi­nen run­den den Maschi­nen­park ab. Im 2019 investierten wir in eine CNC-ges­teuerte Hauser-Koor­di­nat­en-Schleif­mas­chine. Den Erodier­bere­ich erweit­erten wir durch eine Agie-CUT-P350-Drahterodier­mas­chine und eine Agie-FORM–P350-Senkerodiermaschine. Mit diesem Maschi­nen­spek­trum sind wir auf einem sehr hohen Fer­ti­gungs­grad im Bear­beit­en von HM-Bauteilen angekom­men.»

Kom­pe­ten­zspek­trum wächst kon­tinuier­lich
Rolf Füch­slin über die Zukun­ft des Unternehmens:

«Aufgrund der Erweiterung unseres Kompetenzspektrums nehmen die Anfragen stetig zu, das stimmt mich zuversichtlich für die zukünftige Entwicklung unseres Unternehmens.»

Paul Füch­slin ergänzt: «Das ist genau so, ich denke, dass Hart­met­all für unter­schiedlich­ste Anwen­dun­gen immer inter­es­san­ter wird, bei denen bish­er nie­mand daran gedacht hat­te, sie aus diesem Mate­r­i­al zu fer­ti­gen. Die Anwen­dungs­bre­ite ver­grössert sich, deshalb wird unser Auf­tragsvol­u­men zunehmen. Nicht zulet­zt aus diesem Grund haben wir in den Maschi­nen­park wieder mas­siv investiert.
     

«Gerade auch mit den jüngsten Investitionen und dem hervorragenden Know-how unserer Mitarbeiter blicken wir in unserem 50. Jubiläumsjahr positiv in die Zukunft.»

Text: Sil­vano Böni, SMM
Bilder: Ras­mus Frei, deskall.ch

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Nord­strasse 2
5722 Gränichen

Tele­fon 062 855 27 27
rotodur-graenichen@rotodur.ch
www.rotodur.ch