Pascal Witt­wers zwei Tore, reichten nicht, das Sai­son­ende hin­aus­zu­zö­gern (Bild: Nadja Hard)

Sai­son­ende für die Argovia Stars

Von | 8. März 2018 | Sport

Nach der unglücklichen Vor­ge­schichte um die For­faitnie­der­lage und den Weg­fall des Stammtorhüters ging es für die Argovia Stars am 1. März, auf der KEBA darum, nach der klaren Nie­der­lage vom Dienstag in Zuchwil die letzte Chance zu packen, in der Playoff-Halb­fi­nal­serie durch einen Sieg den Anschluss zu schaffen. 173 Zuschauer kamen, um bei dieser schwie­rigen Mis­sion dabei zu sein.

Attrak­tives Start­drittel

Das Spiel begann ganz anders als noch am ver­gan­genen Dienstag, die Argovia Stars waren von Anfang an kon­zen­triert und voll bei der Sache. Beide Mann­schaften ver­suchten, viel Druck zu machen, wodurch sich ein kurz­wei­liges Spiel ent­wi­ckelte. In der 4. Minute konnte das Heim­team ver­dient in Führung gehen, Wittwer war auf Pässe von Simmen und Scherwey erfolg­reich. Das Spiel ging aus­ge­gli­chen weiter, bis den Gästen aus dem Solo­thurn in der 10. Minute der Aus­gleich gelang. Als in der 12. Minute eine Strafe gegen die Aare­städter gepfiffen wurde, hatte man schon Angst, das Spiel würde zu Gunsten der Zuchwiler kippen. Diese Bedenken waren jedoch unbegründet, da Wittwer das Kunststück gelang, in der 13. Minute in Unter­zahl den erneuten Führungstreffer zu buchen. Kurz vor Ablauf der nächsten Strafe gegen die Argovia Stars, in der 16. Minute, fiel jedoch bereits wieder der Aus­gleich zum 2:2, wel­ches Resultat bis zur Drit­tels­pause Bestand hatte.

Starke Gegen­wehr im Mit­tel­drittel

Im zweiten Abschnitt hatten die Solo­thurner mehr vom Spiel. Die Aar­gauer wehrten sich jedoch nach Kräften und zeigten viel Cha­rakter und Lei­den­schaft. Die Spieler warfen sich in die Schüsse, der stark auf­spie­lende Torhüter Ramon Hüsser, der am Ende ver­dient zum besten Spieler seiner Mann­schaft gewählt wurde, ver­ei­telte zahl­reiche Mög­lich­keiten der Solo­thurner. So blieb es beim 2:2 nach einem Drittel, in dem nicht nur kein Tor fiel, son­dern auch keine Strafen aus­ge­spro­chen wurden.

Späte Ent­schei­dung im Schluss­drittel

Das dritte Drittel begann mit Vor­sicht auf beiden Seiten, keiner wollte den Fehler begehen, der dem Gegner den viel­leicht vor­ent­schei­denden Führungstreffer ermög­li­chen würde. In der 50. Minute gelang den Zuchwi­lern dann dieses omi­nöse Tor den­noch. In der Folge warfen die Stars noch mal alles in die Waag­schale und ver­suchten mit allen Mit­teln zum Aus­gleich zu kommen. Die Schieds­richter, die an diesem Abend nicht immer glücklich ope­rierten, gaben dann ab der 54. Minute gleich meh­rere Strafen gegen die Aar­gauer, nachdem in meh­reren klaren Situa­tionen gegen die Gäste keine sol­chen aus­ge­spro­chen worden waren. Dies führte dazu, dass dem EHC Zuchwil Regio in der 58. Minute bei dop­pelter Über­zahl der ent­schei­dende Treffer zum wohl ver­dienten 2:4 End­re­sultat gelang, wodurch das Sai­son­ende für die ent­täuschten Argovia Stars besie­gelt wurde.

Starke Saison für die Argovia Stars

Hätte jemand zu Beginn der Spiel­zeit darauf gewettet, dass sich die junge Mann­schaft der Argovia Stars in der Saison 2017/​2018 direkt für die Halb­fi­nals der Play­offs qua­li­fi­zieren würde, hätte er wohl einigen Gewinn machen können. Trotz des Wehr­muts­trop­fens der For­faitnie­der­lage im ersten Spiel der Serie mit den bekannten Folgen und der Unge­wiss­heit, wie die Play­offs sonst weiter gegangen wären, kann ein durch­wegs posi­tives Fazit gezogen werden. Die sehr junge Mann­schaft, die mehr­heit­lich mit Spie­lern aus dem eigenen Nach­wuchs besetzt ist, hat sich weiter erfreu­lich ent­wi­ckelt, die Mischung aus erfah­renen Führungsspielern und jungen auf­stre­benden Talenten stimmt. Dass die Stim­mung im Team gut ist, wurde durch den starken Cha­rakter, der in den Play­offs gezeigt wurde, deut­lich. Dem Trai­nerduo Wittwer und Wehrli, dem ganzen Betreu­er­stab und der Mann­schaft kann nur gra­tu­liert werden und man kann freudig darauf gespannt sein, wie die Ent­wick­lung aber der kom­menden Saison 2018/​2019 weiter geht.