Die geplante Revi­sion des Stromver­sorgungs­ge­set­ztes hat Ein­fluss auf pri­vate Anla­gen (Bild: zVg)

Neues Gesetz: Der Anschluss ans Strom­netz soll für Solar­be­treiber teur­er wer­den

Schlechte Nachricht für private Solarstrom-Betreiber

21. Feb­ru­ar 2019 | Bauen & Wohnen

Eigentlich möchte der Bund erneuer­bare Energie ja aus­bauen. Ein neues Gesetz bestraft nun aber gemäss einem Bericht des «Tage­sanzeiger» jene, die pri­vat in Foto­voltaik investiert haben.

Die geplante Revi­sion des Stromver­sorgungs­ge­set­zes stösst auf Wider­stand, weil mit der vorge­se­henen Öff­nung des Strom­mark­ts Schweiz­er Ökostrom durch schmutzi­gen Bil­ligstrom aus dem Aus­land unter Druck ger­at­en kön­nte. Die Strom­tar­ife sollen sich kün­ftig stärk­er danach aus­richt­en, welche Anschlus­sleis­tung der Kunde bezieht. Pri­vate Haushalte, die etwa mit ein­er Solaran­lage selb­st Strom pro­duzieren, bezahlen so allen­falls mehr für ihren Anschluss. Heute sei ihr -Beitrag an die Net­zkosten zu ger­ing, -argu­men­tiert der Bun­desrat.
Als Folge davon müssen die Verteil­net­ze um- und aus­ge­baut wer­den. Diese Net­zkosten sind vor­wiegend fixkosten­lastig. 

Deshalb sollen die Stromkun­den neu für die Leis­tung bezahlen, die ihnen zu jedem Zeit­punkt im Netz max­i­mal zur Ver­fü­gung ste­ht.

Der Wirtschaftsver­band Swiss­cle­an­tech hat dazu Berech­nun­gen angestellt: Für den Besitzer eines Ein­fam­i­lien-haus­es mit einem jährlichen Strom-ver­brauch von 5000 Kilo­wattstun­den entstün­den je nach Tar­ifgestal­tung über die 25-jährige Lebens­dauer der Anlage ungedeck­te Kosten von bis zu 11000 Franken.

ZVG/KF