Janis Nyf­fel­er (Bilder: Char­ly Zim­mer­li)

Kun­st­tur­nen

Schon wieder: Turnen als Gratwanderung

21. Mai 2019 | Sport

Mit diesen Worten wurde vor einem Jahr der Bericht der Zürcher Kun­st­turn­ertage 2018 betitelt. Damals aus dem Grund, weil das Tur­nen zwis­chen Ele­ganz auf Top­niveau und Ver­let­zung hin und her schwappt. Lei­der wird der Titel im Jahr 2019 wieder in der sel­ben Textform geschrieben. Während Paul sich mit gekon­nten Übun­gen in die Ausze­ich­nungsränge kämpfte, musste Janis ver­let­zt den Wet­tkampf been­den.

Der Auftritt im Pro­gramm 5 begann am Sam­stag 11. Mai für Janis Nyf­fel­er und Paul Pey­er gut. Bei­de Turn­er aus der Kun­st­turn­riege SATUS ORO (Oftrin­gen, Rothrist, Ober­ent­felden) kon­nten an die Leis­tun­gen der ver­gan­genen Wet­tkämpfe anknüpfen. Die neu erlern­ten Ele­mente gelan­gen und die Punk­te für diese gezeigten Schwierigkeit­en sind auf der Punk­tetabelle gesichert. Genau diese Schwierigkeit­en sind es, welche das Kun­st­tur­nen attrak­tiv für Turn­er und Zuschauer machen. Dabei ist der Turn­er mit Konzen­tra­tion und physis­ch­er Umset­zung auf das Äusser­ste gefordert. Ist der Absprung am Boden nicht opti­mal aus­gewinkelt, rächt sich dies beim Ein­tr­e­f­fen der Lan­dung. So geschehen bei Janis. Der junge Turn­er lan­dete flach­er als son­st. Dazu kam die Fed­er­wirkung des Feder­bo­dens und wirk­te mit voller Kraft auf den Ath­leten.

Die Kniev­er­let­zung zwang Janis den Wet­tkampf aufzugeben. Diese Sit­u­a­tion zeigt, dass die Grat­wan­derung auf diesem Niveau sehr schmal ist. Schnelle Gene­sung wün­scht die ORO-Riege.

Paul zeigte einen soli­den Wet­tkampf mit sicheren Ele­menten in den Übun­gen. Dank diesen sehenswerten Leis­tun­gen kon­nte er eine Ausze­ich­nung in Emp­fang nehmen.

CHZ

Paul Peyer | Der Landanzeiger

Paul Pey­er