Im Frühjahr 2020 ist Schluss: Bis dort­hin herrscht im Schuh­haus Stor­chen an der Lau­ren­zent­or­gas­se 8 in Aar­au noch Nor­mal­be­trieb

Besit­zer­fa­mi­lie ent­schliesst sich zu schwe­rem Schritt

Schuhaus Storchen schliesst in Aarau

25. Sep­tem­ber 2019 | News

Im Früh­jahr 2020 schlies­sen das Schuh­haus Stor­chen in Aar­au sowie die Schuh­häu­ser Frank in Möh­lin, Frick und Sissach ihre Läden, dies teil­te die Besit­zer­fa­mi­lie Frank am Frei­tag­abend mit. Obwohl das Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men finan­zi­ell auf sta­bi­lem Fun­da­ment ste­he, sei die­ser Schritt unver­meid­lich.

Die Stadt Aar­au ver­liert ein wei­te­res tra­di­tio­nel­les Schuh­haus: Das Schuh­haus Stor­chen an der Lau­ren­zent­or­gas­se 8. Doch auch die zur sel­ben Grup­pe gehö­ren­den Schuh­häu­ser Frank in Frick, Möh­lin und Sissach sind von der Schlies­sung betrof­fen. «Die zwölf Mit­ar­bei­te­rin­nen an allen Stand­or­ten sind bereits infor­miert», heisst es in der Mit­tei­lung, die die Besit­zer­fa­mi­lie Frank am Frei­tag­abend ver­schick­te.

Die Laden­ket­te wird seit 2012 von Nico­le Frank und ihrem Bru­der Oli­ver in drit­ter Genera­ti­on geführt. Seit Jah­ren lei­den die Franks unter sin­ken­den Umsät­zen bei unver­än­der­ten Kosten, heisst es wei­ter.

Online über­rol­le das Laden­ge­schäft
Beim Eta­blie­ren von neu­en Absatz­ka­nä­len und Ver­kaufs­in­stru­men­ten wer­de man von den Lie­fe­ran­ten kaum unter­stützt. Dadurch, dass Her­stel­ler vor allem sehr ange­sag­te Pro­duk­te gar nicht mehr an klei­ne­re Fir­men lie­fer­ten, wür­den deren Markt­chan­cen wei­ter tor­pe­diert.

Noch 2013 glaub­te die Fami­lie Frank dar­an, den Umschwung zu schaf­fen.

Mit der Eröff­nung einer zusätz­li­chen Ver­kaufs­fi­lia­le in Rhein­fel­den soll­te das Ein­zugs­ge­biet ver­grös­sert und die Ver­wal­tungs- und Betriebs­ko­sten auf mehr Stand­or­te ver­teilt wer­den. Doch auch die Expan­si­on führ­te nicht zum Erfolg. 2017 wur­den die Filia­le in Brugg und auch der Stand­ort Rhein­fel­den geschlos­sen.

Die Fami­lie hat auch den Ver­kauf der Fir­ma erwo­gen. «Da die Mit­be­wer­ber aber mit den glei­chen Pro­ble­men wie die Franks kämp­fen, beschäf­tig­ten die sich pri­mär mit dem eige­nen Fort­kom­men und zuletzt mit Zukäu­fen», schreibt das Unter­neh­men wei­ter.

Klas­si­sche Schuh­händ­ler ster­ben aus
Der Ent­schluss, das letz­te Kapi­tel zu schrei­ben, sei im Juli gefal­len. Exper­ten hät­ten von wei­te­ren finan­zi­el­len Efforts zum Erhalt des Unter­neh­mens abge­ra­ten. Viel­mehr steht jetzt die Geschäfts­auf­lö­sung im Vor­der­grund.

Bis zur Schlies­sung aller Laden­ge­schäf­te im Früh­jahr 2020 lau­fe der Betrieb nor­mal wei­ter. Die neue Herbst- und Win­ter­kol­lek­ti­on sei bereits ein­ge­trof­fen.

Text: Rapha­el Nad­ler
Bild: Sarah Künz­li