Die Zuhö­ren­den erfuh­ren von den Pro­fis viel Inter­es­san­tes über den Wald  (Bild: Yvon­ne Büti­ko­fer)

Wald­um­gang der Gemein­de Ober­ent­fel­den

Schwarzkittel und Buchdrucker

27. Sep­tem­ber 2018 | News

In Ober­ent­fel­den ist die Bevöl­ke­rung alle zwei Jah­re zu einem von Gemein­de und Forst­be­trieb orga­ni­sier­ten Wald­um­gang ein­ge­la­den. So konn­te Gemein­de­rat Kevin Fri­ker im Wal­len­land beim Hof von Fami­lie Lis­ser über 80 Bür­ge­rIn­nen begrüs­sen.

Nament­lich will­kom­men hiess er auch Kurt Häf­li­ger, Vize­am­mann Unter­ent­fel­den, Hans­pe­ter Lüem, Vize­am­mann Grä­ni­chen, Patrik Brug­ger, Gemein­de­rat Muhen, David Bür­ge, Gemein­de­rat Safen­wil, Erwin Städ­ler, Kreis­för­ster (Forst­kreis 4) sowie Roger Wirz, Stadt­för­ster Aar­au. Spe­zi­ell stell­te er den Anwe­sen­den auch den neu­en Revier­för­ster, Seve­rin Dom­men, Forst­amt Köl­li­ken – Safen­wil – Gemein­de Ober­ent­fel­den vor.

Obmann und Päch­ter Hans­pe­ter Lan­dis obliegt die Jagd­ge­sell­schaft im Tann mit fünf Päch­tern. Jagd­auf­se­her ist Hans Gugel­mann. Im Gebiet Wal­len­land refe­rier­ten Hans­pe­ter Lan­dis zusam­men mit zwei sei­ner Päch­ter, Roger Stei­ner und Hans­pe­ter Frank in drei The­men­blöcken über das Schwarz­wild aus der Sicht der Jagd­ge­sell­schaft betref­fend Orga­ni­sa­ti­on, Kon­flik­ten, Infra­struk­tur und Kosten der Wild­schä­den. Aus Sicht der Jagd­ge­sell­schaft hat­te die­se in der Ver­gan­gen­heit ein rei­nes Reh­wild­re­vier mit 200 ha Wald. Gejagt wur­de nur im Wald. Schwarz­wild, so Lan­dis, habe man seit 2015. Die Schwarz­kit­tel zer­wüh­len nicht nur Wie­sen, sie lockern erfreu­li­cher­wei­se im Wald auch den Boden auf. Ziel sei es, so Hans­pe­ter Lan­dis, einen gesun­den, trag­ba­ren Wild­schwein­be­stand zu erhal­ten, sowie Schä­den in der Land­wirt­schaft auf einem erträg­li­chen Stand zu hal­ten.

Hans­pe­ter Frank refe­rier­te mit­tels einer Info­ta­fel über den Lebens­raum der Wild­schwei­ne, das Ver­hal­ten, Ver­meh­rung und Ernäh­rung der Tie­re.

Refe­rent Roger Stei­ner demon­strier­te anhand der Info­ta­fel, was man als Jäger alles braucht: Moder­ne Waf­fen, ent­spre­chen­de Muni­ti­on sowie wei­te­re Hilfs­mit­tel. Revier­för­ster Seve­rin Dom­men löste am näch­sten Posten die Rin­de vom Baum­stamm, um die Lar­ven des «Buch­druckers», einer Bor­ken­kä­fer­art, sicht­bar zu machen.

Trocken­heit scha­det dem Wald

Beim letz­ten Posten äus­ser­te sich Kreis­för­ster Erwin Städ­ler ein­drück­lich zum The­ma Wald­bo­den. Von April bis Sep­tem­ber sei 60 % weni­ger Nie­der­schlag gefal­len als nor­ma­ler­wei­se. Ein Stück frei­ge­leg­ter Wald­bo­den von einem Meter Tie­fe mach­te jedem klar, wie aus­ge­trock­net der Boden ist, des­sen Beschaf­fen­heit für den Wald emi­nent wich­tig sei. Viel Was­ser und wenig Säu­re sind ide­al. Wenn es in den kom­men­den Jah­ren so wei­ter­ge­he, wer­de es Bäu­men wie der Fich­te und der Ler­che nicht mehr gut gehen.

So plä­dier­te Urs Gsell, För­ster von Muhen, Hirsch­thal und Hol­zi­ken für ein «Ja» zur Volks­in­itia­ti­ve am 25. Novem­ber: «Ja für euse Wald».

Der von der Gemein­de offe­rier­te Imbiss «Ghackts mit Hörn­li» beim Wald­haus Tann kam sehr gut an, und bei den von den Land­frau­en gebacke­nen Kuchen wur­de herz­haft zuge­langt. Die Musik­ge­sell­schaft Ober­ent­fel­den war­te­te mit einem Ständ­chen auf und run­de­te den gelun­ge­nen Anlass musi­ka­lisch ab.

YB