Ali­na Granwehr aus Wil, Final­istin Girls U18, an der AKB Swiss Junior Tro­phy (Bilder: Fabio Baranzi­ni)

Ten­nis

Schweizer Festspiele bei den Juniorinnen

5. Feb­ru­ar 2020 | Sport

Céline Naef gewin­nt die AKB Swiss Junior Tro­phy in Ober­ent­felden. Für sie ist es der bis­lang grösste Titel auf der ITF-Tour. Bei den Junioren kon­nte sich der Fran­zose Math­is Debru in die Siegerliste ein­tra­gen lassen.

Als Schweiz­er Ten­n­is­fan war es eine Freude, einen Blick auf das Tableau der Junior­in­nen an der AKB Swiss Junior Tro­phy zu wer­fen. Denn diese Konkur­renz war in diesem Jahr fest in Schweiz­er Hand. Zum ersten Mal seit acht Jahren kamen alle vier Halb­fi­nal­istin­nen im Einzel aus der Schweiz. Ali­na Granwehr, Céline Naef, Julie Sap­pl und Karoli­na Koza­ko­va stiessen in die Vorschlussrunde vor. Diese vier überzeugten auch im Dop­pel, standen sie doch alle­samt im Final. Dies sehr zur Freude von Turnierdi­rek­tor Fred­dy Blat­ter. «Es ist toll, dass die Schweiz­erin­nen in diesem Jahr so stark gespielt und die Chance genutzt haben, in der Heimat wichtige Punk­te zu sam­meln. Genau dafür organ­isieren wir dieses Turnier seit mit­tler­weile elf Jahren», so Blat­ter.

Naef agiert vari­anten­re­ich­er
Im End­spiel der Junior­in­nen kam es zum Duell zweier frisch gekürter Schweiz­er­meis­terin­nen. Ali­na Granwehr, Titel­trägerin in der Kat­e­gorie U18, trat gegen Céline Naef, Schweiz­er­meis­terin U16, an. In der Anfangsphase entwick­elte sich ein offen­er Schlagab­tausch. Granwehr war die akti­vere Spielerin, die ver­suchte, mit ihren harten Schlä­gen das Spielgeschehen zu dik­tieren. Naef hielt mit fein­er Klinge dage­gen. Sie überzeugte in der Defen­sive, streute immer wieder geschickt Slice­bälle ein und vari­ierte das Tem­po.

Beim Stand von 5:4 für Naef hiel­ten die Ner­ven von Granwehr nicht mehr. Mit drei Dop­pelfehlern und einem leicht­en Vorhand­fehler schenk­te sie Naef das Break und damit den ersten Satz. Die 14-Jährige kon­nte diesen Schwung gle­ich mit­nehmen und spielte auch im zweit­en Durch­gang äusserst solide. 

So war auch der zweite Durch­gang eine sichere Beute von Naef, die sich am Ende mit 6:4, 6:1 durch­set­zen kon­nte. «Ich bin sehr zufrieden mit dem ganzen Turnier, vor allem weil ich meine beste Leis­tung im Final abrufen kon­nte», so Naef. «Ich hat­te mir vorgenom­men, um jeden Punkt zu kämpfen und stets aggres­siv zu bleiben. Das ist mir richtig gut gelun­gen.»

Sebesta stärk­ster Schweiz­er
Céline Naef, die sich in diesem Jahr nun vor­wiegend auf die U18-Kat­e­gorie konzen­tri­eren wird, feiert in Ober­ent­felden ihren bis­lang grössten Einzel­er­folg auf der ITF-Tour. Dank diesem Titel – notabene ohne Satzver­lust – und der Finalqual­i­fika­tion im Dop­pel an der Seite von Karoli­na Koza­ko­va wird sie in der Junioren­wel­tran­gliste einen grossen Sprung nach vorne machen.

Bei den Junioren kon­nten die Schweiz­er Vertreter nicht der­art stark auftrumpfen wie die Schweiz­erin­nen. Für einen Licht­blick sorgte allerd­ings Jan Sebesta. Er kämpfte sich als unge­set­zter Spiel­er bis in die Halb­fi­nals vor und schaffte es dort als einziger, dem späteren Sieger Math­is Debru einen Satz abzunehmen. Der Fran­zose war in dieser Woche der stärk­ste Spiel­er. In einem attrak­tiv­en End­spiel mit vie­len spek­takulären Ball­wech­seln set­zte er sich gegen Neo Nied­ner (D) mit 6:3, 6:4 durch. «Es war eine grossar­tige Turnier­woche mit tollen Final­spie­len. Das Niveau war in diesem Jahr enorm hoch und wir durften am Final­t­ag erfreulich viele Zuschauer begrüssen», zeigte sich Turnierdi­rek­tor Fred­dy Blat­ter zufrieden.

FBA

Finalist Neo Niedner (D) und der Sieger bei den Boys U18 Mathis Debru (F) | Der Landanzeiger

Final­ist Neo Nied­ner (D) und der Sieger bei den Boys U18 Math­is Debru (F)