Eli­sa­beth Krä­hen­bühl stösst mit Dani­el Sie­gen­tha­ler auf ihren 100. Geburts­tag an (Bild: Sarah Künz­li)

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag fei­er­te Eli­sa­beth Krä­hen­bühl ihren Geburts­tag

S’Grosi feiert ihren 100. Geburtstag

25. April 2018 | News

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag fei­er­te Eli­sa­beth Krä­hen­bühl, bes­ser bekannt als s’Telli Gro­si, ihren 100. Geburts­tag. Zur Fei­er des Tages über­brach­ten ihr Stadt­rat Dani­el Sie­gen­tha­ler und Stadt­wei­be­lin Moni­ka Ram­sey­er die besten Wün­sche, Blu­men­sträus­se und Geschen­ke.

«Mei­ne Kin­der nann­ten mich schon immer ein­fach Gro­si und so war ich dann plötz­lich bei allen nur noch als Gro­si bekannt. Mei­nen rich­ti­gen Namen wis­sen vie­le gar nicht», erzählt Eli­sa­beth Krä­hen­bühl. «Und jetzt bin ich auch noch das Hero­sé-Gro­si.»

Ein Talent fürs Aus­wen­dig­ler­nen

Eli­sa­beth Krä­hen­bühl ist noch kein Jahr im Pfle­ge­heim Hero­sé zu Hau­se. In der Hin­te­ren Vor­stadt auf­ge­wach­sen, wohn­te sie die letz­ten 34 Jah­re an der Rüt­matt­stras­se, war dort im Team des ABAU-Stüb­lis und genoss die wun­der­schö­ne Umge­bung der Tel­li. Dort wie auch nun im Pfle­ge­heim Hero­sé ist Eli­sa­beth Krä­hen­bühl bekannt für das Vor­tra­gen von Gedich­ten. «Ich mag Gedich­te und lern­te immer schon sehr ring aus­wen­dig. Im Moment ler­ne ich Gedich­te von Fried­rich Wal­ti», sagt Eli­sa­beth Krä­hen­bühl bewies ihre «Aus­wen­dig­lern­kün­ste» mit einem zwei­mi­nü­ti­gen Gedichts­vor­trag, ihrem Lieb­lings­ge­dicht, in dem es ums Altern geht. Ihre Gäste, unter denen auch Stadt­rat Dani­el Sie­gen­tha­ler sass, waren platt und applau­dier­ten begei­stert. «Schön, dass Sie auch mit 100 Jah­ren noch so fit sind», freut sich Dani­el Sie­gen­tha­ler für sie und Eli­sa­beth Krä­hen­bühl ent­geg­net: «Aber sehen Sie», sie zeigt auf ihre Haa­re, «die sind von selbst gekom­men. Die sind nicht gefärbt.»

Lan­ge genug Steu­ern gezahlt

Dani­el Sie­gen­tha­ler und Moni­ka Ram­sey­er über­ga­ben dem Geburts­tags­kind Geschen­ke, gros­se Blu­men­sträus­se, etwas Süs­ses, Wein, einen Gut­schein… Da war Eli­sa­beth Krä­hen­bühl fast etwas sprach­los und frag­te: «Das ist alles von der Stadt?», was Dani­el Sie­gen­tha­ler beja­te. «Ich habe auch lan­ge genug Steu­ern gezahlt», sagt die 100-Jäh­ri­ge keck, lacht und bedank­te sich herz­lich. «Sagen Sie dem gan­zen Stadt­rat Dan­ke von mir.»

Der erste der ihr zum 100. Geburts­tag gra­tu­lier­te, war ihr Pfle­ger. «Er hat mich umarmt und mein­te er hät­te noch nie eine 100-Jäh­ri­ge im Arm gehabt», erzählt Eli­sa­beth Krä­hen­büh­ler lachend. Im Pfe­ge­heim Hero­sé fühlt sie sich rich­tig wohl. «Alle sind so nett hier. Das Per­so­nal ist ein­fach super», schwärmt sie.

«100 Jah­re. Jetzt fan­ge ich wie­der bei Null an», sagt sie. Den Rest ihres Geburts­ta­ges ver­brach­te Eli­sa­beth Krä­hen­bühl mit ihren Kin­dern, ihren Enkel­kin­dern und ihrem zwei­jäh­ri­gen Uren­kel.

SAH