Ina Haller mit ihrem neuen Kri­mi «Aarauer Fin­ster­n­is» (Bild: Sarah Kün­zli)

«Aarauer Fin­ster­n­is» heisst der neue Kri­mi von Ina Haller

So finster kann Aarau sein

21. Feb­ru­ar 2019 | News

Ina Haller las an der Pre­mieren­le­sung im Café lit­téraire aus ihrem neuen Kri­mi «Aarauer Fin­ster­n­is».

Es ist bere­its der siebte Kri­mi von Ina Haller, der sich um Haupt­per­son And­ri­na Kauf­mann abspielt. Doch auch wenn man die ersten sechs Büch­er nicht gele­sen hat, ist «Aarauer Fin­ster­n­is» span­nend und schlüs­sig. Den Charak­ter And­ri­na lernt man schnell ken­nen, ihre Aktio­nen und Reak­tio­nen sind nachvol­lziehbar, auch wenn man ihre Vorgeschichte nicht im Detail ken­nt.

Die entsprechende Orte vor Augen haben

Was Ina Hallers «And­ri­na-Krim­is» noch span­nen­der macht, ist der Ort an dem sie spie­len: Aarau. In «Aarauer Fin­ster­n­is» über­legt sich And­ri­na beispiel­sweise wie sie nun am besten nach Rom­bach kommt: «Sie ging in -ihren Gedanken die Strecke durch. Bach­strasse, Bahn­hof­s­trasse Kasi­nos­trasse und danach durch die Aarauer Alt­stadt. Den schmalen Velostreifen über die Ket­ten­brücke fand sie abschreck­end. Sie würde mit dem Bus zur Hal­testelle Aarepark fahren und von dort laufen.» Genau so wie Pro­tag­o­nistin And­ri­na über­legt man sich auch als -Leser, welchen Weg man selb­st wählen würde. Die ver­schieden­sten Szenen kann man sich viel bess­er vorstellen, weil man den entsprechen­den Ort genau vor Augen hat.

Ina Haller hat­te bei «Schat­ten über dem Aar­gau», einem Vorgänger von «Aarauer Fin­ster­n­is», die Alte Kan­ti als Tatort bere­its im Visi­er, andere Orte besucht sie dann auch Mal «not­fallmäs­sig» beim Schreiben, um sich genau in Erin­nerung zu rufen, wie es dort aussieht. «Diese Orte dann nach­her zu besuchen, damit habe ich keine Mühe. Denn ich weiss ja, dass ich die ‹Täterin› war und dort nichts passiert ist», erzählt sie an der Lesung.

Neuer Ina Haller Kri­mi fol­gt im Herb­st

Neben dem Schreiben ist Ina Haller Vol­lzeit-Fam­i­lien­man­agerin. Sie ist ver­heiratet und hat drei Kinder, wobei die Älteste langsam in ein Alter kommt, um Mamas Krim­is zu lesen. «Sie ist schon länger am »Stür­men«. Das Buch, das dann im Herb­st rauskommt (kein And­ri­na-Kri­mi), darf dann auch sie lesen. Jugend­büch­er sind zwar manch­mal auch recht bru­tal. Aber es ist noch etwas anderes, wenn ‹Mama› die Leute in den Büch­ern umbringt», erzählt sie lachend.

Man darf sich also bere­its auf den Herb­st freuen, wenn ein weit­er­er Kri­mi von Ina Haller erscheint. Und wer die Lesung im Café lit­téraire ver­passt hat, hat am 15. März um 19 Uhr in der Bib­lio­thek in Uerkheim die näch­ste Gele­gen­heit Ina Haller zu hören.

SAH

Aarauer Fin­ster­n­is

Im Phar­maun­ternehmen JuraMed, das Andri­nas neuem Lebenspart­ner Enri­co Bianchi gehört, geschehen merk­würdi­ge Dinge. Als ein Mitar­beit­er unter mys­ter­iösen Umstän­den ver­schwindet und auch Enri­co in Gefahr gerät, stellt And­ri­na eigene Nach­forschun­gen an. Steckt Enri­cos zwielichtiger Jugend­fre­und dahin­ter? Oder hat ihr ehe­ma­liger Ver­lobter Mar­co Feller von der Kripo Aar­gau etwas damit zu tun? And­ri­na weiss nicht mehr, wem sie trauen kann – und muss schliesslich um ihr eigenes Leben fürcht­en.