Der Ansturm auf einen der 16 Aar­gauer Nation­al­ratssitze im Par­la­ment ist gross – 496 Per­so­n­en kan­di­dieren (Bilder: zVg)

So viel wie nie zuvor: 496 Kandidierende für die 16 Aargauer Nationalratssitze

8. August 2019 | News

187 Kan­di­datin­nen und 309 Kan­di­dat­en stre­it­en sich um einen der 16 Aar­gauer Nation­al­ratssitze. Der Frauenan­teil auf den 36 Lis­ten beträgt total 37,7 Prozent, das ist 1,2 Prozent mehr  als noch vor vier Jahren.

Noch nie woll­ten so viele Aar­gauerin­nen und Aar­gauer in den Nation­al­rat. 496 Kan­di­datin­nen und Kan­di­dat­en haben sich frist­gerecht bis am 5. August angemeldet. Im Ver­gle­ich zu den Wahlen 2015 ist das eine Zunahme von 208 Kan­di­dieren­den. Erst­mals gibt es mit 36 Lis­ten (15 Haupt- und 21 Unterlis­ten) so viel Auswahl wie nie zuvor. Bei den let­zten Wahlen gab es 23 Lis­ten­vorschläge.

187 Frauen, 309 Män­ner
Es wur­den 187 Kan­di­datin­nen und 309 Kan­di­dat­en angemeldet (2015: 105 Kan­di­datin­nen und 183 Kan­di­dat­en), dies entspricht einem Frauenan­teil von 37,7 Prozent. Im Jahr 2015 betrug der Frauenan­teil noch 36,5 Prozent.

Für die Wahlen vom 20. Okto­ber kan­di­dieren im Aar­gau 85 Frauen mehr als noch vor vier Jahren. Auf den Lis­ten der Jung­parteien sind die Frauen mit 52 Prozent zwar in der Überzahl, doch je älter die Kan­di­dieren­den, desto klein­er der Frauenan­teil.

Jüng­ster Kan­di­dat wird erst 18
Der jüng­ste Kan­di­dat ist Nico Zobrist (JUSO) aus Unter­ent­felden, der sein 18. Alter­s­jahr erst wenige Wochen vor dem Wahlson­ntag erre­icht. Der älteste Kan­di­dat ist Max­i­m­il­ian Reimann (T65+) mit 77 Jahren aus Gipf-Ober­frick.

Mit Cori­na Eichen­berg­er (FDP, Köl­liken), Sylvia Flück­iger-Bäni (SVP, Schöft­land) und Ueli Giezen­dan­ner (SVP, Rothrist) treten drei langjährige Aar­gauer Poli­tik­er von der nationalen Bühne ab. Die 13 Bish­eri­gen (darunter auch Thomas Burgherr aus Wil­iberg)  treten für eine weit­ere Amts­dauer an.

Die Num­merierung der Lis­ten erfol­gt auf­grund des Stim­menan­teils bei den let­zten Nation­al­ratswahlen. Die Partei oder Grup­pierung, die im Jahr 2015 am meis­ten Stim­men auf sich vere­ini­gen kon­nte (SVP), erhält die Num­mer 1. Reicht eine Grup­pierung mehrere Lis­ten ein, die nach Region, Alter, Geschlecht oder Flügel der Grup­pierung aufgeteilt sind, so erhal­ten diese Lis­ten die gle­iche Num­mer und wer­den zusät­zlich mit einem kleinen Buch­staben gekennze­ich­net. Die Stamm­liste erhält den Buch­staben «a».

Elf Parteien schon 2015 dabei
Neu ein­gere­ichte Lis­ten erhal­ten die noch nicht belegten Num­mern; über die Zuteilung entschei­det das Los. Elf Parteien und Grup­pierun­gen, die sich bere­its an den Nation­al­ratswahlen 2015 beteiligten, haben auch 2019 einen Wahlvorschlag ein­gere­icht. Damit sind die Lis­ten­num­mern 01 bis 11 belegt. Vier Parteien und Grup­pierun­gen treten 2019 erst­mals zu den Nation­al­ratswahlen an.

Die Parteien haben bis am 12. August Gele­gen­heit, die Wahlvorschläge zu bere­ini­gen und Lis­ten­verbindun­gen bekan­nt zu geben. Die defin­i­tive Fas­sung der Nation­al­rat­slis­ten wird am 16. August im Amts­blatt pub­liziert.

Fol­gende Parteien beteili­gen sich zum ersten Mal: Freie Wäh­ler Aar­gau – Luzi Stamm – TEAM65+ – Die Unab­hängi­gen.

Fol­gende Parteien treten nicht mehr an: Sozial-Lib­erale Bewe­gung – www.Nichtwähler.ch – Inte­grale Poli­tik Aar­gau – Ecopop.

RAN

Der jüngste Kandidat: Nico Zobrist (17) aus Unterentfelden | Der Landanzeiger

Der jüng­ste Kan­di­dat: Nico Zobrist (17) aus Unter­ent­felden

Der älteste Kandidat: Maximilian Reimann (77) aus Gipf-Oberfrick | Der Landanzeiger

Der älteste Kan­di­dat: Max­i­m­il­ian Reimann (77) aus Gipf-Ober­frick