Sozi­al­hil­fe­sta­tistik 2016 Kanton Aargau |

Sozi­al­hil­fe­quote bleibt bei 2,2 Pro­zent

Von | 14. Dezember 2017 | News

Im Kanton Aargau bezogen im Jahr 2016 14’523 Per­sonen ver­teilt auf 9088 Dos­siers Sozi­al­hilfe. Gegenüber dem Vor­jahr ent­spricht dies einer Zunahme von 4,3 Pro­zent bei den Dos­siers und 2,8 Pro­zent bei den unterstützten Per­sonen. Die Sozi­al­hil­fe­quote bleibt unverändert bei 2,2 Pro­zent. Sie liegt damit wei­terhin deut­lich unter der gesamt­schwei­ze­ri­schen Quote (2015: 3,2 Pro­zent). Dies zeigen die Resul­tate der Schwei­ze­ri­schen Sozi­al­hil­fe­sta­tistik des Bun­des­amtes für Sta­tistik (BFS).

Regio­nale Unter­schiede bei den Sozi­al­hil­fe­quoten

Im Kanton Aargau wei­chen die durch­schnitt­li­chen Sozi­al­hil­fe­quoten in kleinen Gemeinden deut­lich von den­je­nigen in grösseren Gemeinden mit Zen­trums­funk­tion ab. In den Gemeindegrössenklassen bis 4999 Ein­wohner vari­iert die Quote zwi­schen 1,2 und 1,6 Pro­zent, in der Klasse von 5000 bis 9999 Ein­wohner steigt sie dann auf 2,9 Pro­zent. In der Klasse mit über 20’000 Ein­wohner beträgt die Quote 3,3 Pro­zent und liegt damit nahe dem gesamt­schwei­ze­ri­schen Mittel. Auch bei den Bezirken zeigen sich deut­liche regio­nale Unter­schiede. Die Sozi­al­hil­fe­quoten liegen zwi­schen 1,3 Pro­zent im Bezirk Muri und 3,0 Pro­zent im Bezirk Aarau. Sozi­al­hil­fe­quoten über dem Kan­tons­durch­schnitt haben die Zen­trums­be­zirke Baden (2,4 Pro­zent), Zofingen (2,6 Pro­zent) und Kulm (2,5 Pro­zent).

Zunahme bei den Langzeitbezügern

Dos­siers mit einer Bezugs­dauer von fünf Jahren und mehr machen 17,7 Pro­zent der lau­fenden Dos­siers (2015: 16,4 Pro­zent), aber nur 7,4 Pro­zent der abge­schlos­senen Dos­siers aus (2015: 7,5 Pro­zent).

Es werden also verhältnismässig wenige Dos­siers mit einer Bezugs­dauer von mehr als fünf Jahren abge­schlossen. Das ist wie in den Vor­jahren ein Indiz dafür, dass es für Langzeitbezüger schwierig ist, einen Weg aus der Sozi­al­hilfe zu finden. Die Mehr­heit der Dos­siers weist aber wei­terhin eine Bezugs­dauer von weniger als zwei Jahren auf. Bei den lau­fenden Dos­siers sind dies 55,4 Pro­zent, bei den abge­schlos­senen Dos­siers 73,6 Pro­zent.

Jeder Sechste Ein-Eltern-Haus­halt ist auf Sozi­al­hilfe ange­wiesen

Neben der Sozi­al­hil­fe­quote, welche sich auf die ein­zelnen Per­sonen bezieht, wird seit einem Jahr auch die Haus­halts­quote berechnet. Mit Abstand die höchste Haus­halts­quote haben mit 18,1 Pro­zent die Ein-Eltern-Haus­halte mit einem oder meh­reren Minderjährigen (2015: 18,2 Pro­zent).

Dass Haus­halte mit Minderjährigen häufiger auf Sozi­al­hilfe ange­wiesen sind, zeigt sich auch im hohen Anteil der Minderjährigen an allen Sozi­al­hil­fe­be­zie­henden: Jede dritte unterstützte Person ist zwi­schen 0 und 17 Jahre alt.