Kon­trol­le der Aar­au­er Trink­was­ser­ver­sor­gung (Bild: zVg)

Erst­mals seit 1995 erhöht sich der Trink­was­ser­preis

Stadtrat genehmigt Erhöhung Wasserpreise

12. Dezem­ber 2018 | News

Eni­wa hebt in Abspra­che mit dem Preis­über­wa­cher per 1. Janu­ar 2019 erst­mals seit 1995 den Trink­was­ser­preis an. Der Stadt­rat Aar­au hat den ent­spre­chen­den Antrag geneh­migt. Haupt­grund für die Preis­an­pas­sung ist der Kosten­an­stieg in der Was­ser­ver­sor­gung bei rück­läu­fi­gem Trink­was­ser­ver­brauch.

Dank Effi­zi­enz­mass­nah­men und ver­än­der­ten Kon­sum­ge­wohn­hei­ten ist der Trink­was­ser­ver­brauch pro Kopf in der Schweiz trotz Bevöl­ke­rungs­wachs­tum rück­läu­fig.

Damit redu­zie­ren sich auch die ent­spre­chen­den Ein­nah­men aus dem Was­ser­ver­kauf. Gestie­gen sind die Betriebs- und Inve­sti­ti­ons­ko­sten für das Was­ser­netz.

Um die Ver­sor­gungs­si­cher­heit auf­recht­zu­er­hal­ten, inve­stiert Eni­wa lau­fend in den Unter­halt, die Erneue­rung und den Aus­bau der Infra­struk­tur. Für die Umwelt ist der rück­läu­fi­ge Was­ser­ver­brauch gut. 

Weni­ger Ver­brauch führt zu höhe­ren Kosten

Für Eni­wa bedeu­tet dies, mit gerin­ge­ren Mit­teln ein zuver­läs­sig funk­tio­nie­ren­des Netz zu finan­zie­ren und Mehr­ko­sten auf­zu­fan­gen.

Die Kon­zes­si­ons­ab­ga­be für die Grund­was­ser­ge­win­nung an den Kan­ton hat sich seit 1995 erhöht. Die Was­ser­ver­sor­gung kann nicht mehr kosten­deckend betrie­ben wer­den. Eni­wa muss­te für das Geschäfts­jahr 2017 einen Ver­lust hin­neh­men.

Ver­ur­sa­cher­ge­rech­te­re Preis­struk­tur

Der fixe Anteil (Grund­preis) wird erhöht, die varia­blen Kosten (Men­gen­preis) blei­ben unver­än­dert. Für eine vier­köp­fi­ge Fami­lie in einem Sechs­zim­mer- Ein­fa­mi­li­en­haus (Was­ser­kon­sum von jähr­lich 210 m3) stei­gen die Kosten für Trink­was­ser um rund 90 Fran­ken pro Jahr, respek­ti­ve um 28 Pro­zent.

Die Preis­an­pas­sung erfolgt in Abspra­che mit dem Preis­über­wa­cher und wur­de vom Stadt­rat Aar­au geneh­migt. Eni­wa darf mit der Trink­was­ser­ver­sor­gung kei­nen Gewinn erzie­len.

Die Was­ser­ver­sor­gung als wich­ti­ge Auf­ga­be

Trink­was­ser ist das wich­tig­ste Lebens­mit­tel, die Trink­was­ser­qua­li­tät ein zen­tra­ler Pfei­ler der Volks­ge­sund­heit.

Eni­wa über­nimmt die Ver­sor­gungs­auf­ga­be seit 1860 mit der Gewin­nung, dem Trans­port, der Spei­che­rung, der Qua­li­täts­kon­trol­le sowie der Ver­tei­lung von Trink­was­ser an Pri­vat­haus­hal­te, Gewer­be und Indu­strie.

Das kan­to­na­le Amt für Ver­brau­cher­schutz (AVS) atte­stiert der Eni­wa regel­mäs­sig eine ein­wand­freie Qua­li­tät.

GEM