Zukunfts­raum Aar­au

«Stärkung der Region als laufender Prozess»

4. April 2018 | News

Vor etwas mehr als zwei Mona­ten wur­de die erste von drei Teil­pha­sen des Zukunfts­raums mit der Ergeb­nis­kon­fe­renz abge­schlos­sen. Dann wur­de es wie­der etwas stil­ler um das The­ma Zukunfts­raum. Die­se Zeit wur­de für eine Zwi­schen­bi­lanz genutzt. Mit den Gemein­de­am­män­nern, Gemein­de- und Stadt­prä­si­den­ten wird auf den Leit­bild­pro­zess zurück­ge­blickt und erste Pro­gno­sen wer­den gewagt.

Ziel­ge­rich­tet, kon­struk­tiv, und offen – mit die­sen Wor­ten beschrei­ben die Gemein­de­ober­häup­ter der fünf Zukunfts­raum-Gemein­den Dens­bü­ren, Aar­au, Suhr, Ober­ent­fel­den und Unter­ent­fel­den den Leit­bild­pro­zess. «Der Leit­bild­pro­zess habe ich als Pro­zess auf Augen­hö­he erlebt. Für Dens­bü­ren als ein­woh­ner­schwäch­ste Gemein­de war dies ein sehr wich­ti­ger Aspekt», sagt Dens­bü­rens Gemein­de­am­mann Roger Mey­er.

«Ich habe vie­le posi­ti­ve Reak­tio­nen zum Pro­jekt bekom­men. Von ver­schie­de­nen Teil­neh­mern wur­de signa­li­siert, dass es wich­tig ist, die Wei­ter­ent­wick­lung unse­rer Regi­on zu dis­ku­tie­ren», sagt Heinz Lüscher, Gemein­de­am­mann von Unter­ent­fel­den. Auch Stadt­prä­si­dent Hans­pe­ter Hil­fi­ker spricht von einer über­wie­gend posi­ti­ven Grund­hal­tung, die er erle­ben durf­te: «Ich den­ke, die Bevöl­ke­rung ist sich bewusst, dass ein Zusam­men­ge­hen in der Regi­on Sinn machen wür­de.»

Roger Mey­er emp­fin­det auch den Zeit­punkt einer sol­chen Dis­kus­si­on als rich­tig: «Wenn wir den Gross­raum Aar­au stär­ken wol­len, müs­sen wir uns in die­ser oder in der näch­sten Genera­ti­on mit der The­ma­tik aus­ein­an­der­set­zen. Der lau­fen­de Pro­zess fin­det in einer Zeit statt, in der die Gemein­den im Grund­satz gesund sind. Kei­ne der Gemein­den macht als Bitt­stel­ler oder aus einer aku­ten Not her­aus beim Pro­zess mit. So kann die Dis­kus­si­on ergeb­nis­of­fen geführt wer­den und jede Gemein­de kann für sich am Ende die Vor- und Nach­tei­le abwä­gen.»

«Der Leit­bild­pro­zess mit sei­nen Work­shops hat vie­le Begeg­nun­gen ermög­licht und dadurch Ver­trau­en geschaf­fen. Der Aus­tausch mit den Gemein­de- und Stadt­rä­ten der ande­ren Gemein­den hat eine gemein­sa­me Basis für die wei­te­re Zusam­men­ar­beit geschaf­fen. Dies wird auch in kurz­fri­stig lau­fen­den Pro­jek­ten ein­flies­sen kön­nen. Die Stär­kung der Regi­on ist ein lau­fen­der Pro­zess», sagt Mar­co Genoni, Gemein­de­prä­si­dent von Suhr.

Die erste Teil­pha­se, der Leit­bild­pro­zess, hat sich also bereits gelohnt. Die Erwar­tun­gen konn­ten erfüllt, eine gemein­sa­me Stoss­rich­tung erar­bei­tet wer­den. Auch die Stim­mung in den Gemein­den zum Zukunfts­raum schät­zen vier von den Fünf als grund­sätz­lich gut ein.

In Ober­ent­fel­den fällt Gemein­de­am­mann Mar­kus Bir­cher das Ein­schät­zen der Grund­stim­mung etwas schwie­ri­ger: «Auf­grund der Anzahl Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer aus unse­rer Gemein­de ist es in der Tat schwie­rig, eine Pro­gno­se abzu­ge­ben. Lei­der war die Betei­li­gung im Ver­gleich zu den ande­ren Gemein­den nicht sehr gross. Auch bei unse­rer Gemein­de­ver­an­stal­tung Ende Novem­ber konn­ten wir nur wenig neue Inter­es­sier­te begrüs­sen.»

Mehr­heits­fä­hi­ge Lösun­gen müs­sen gefun­den wer­den

Alle Fünf sind sich bewusst, dass es noch eini­ge Knack­nüs­se gibt, die es zu lösen gilt. «In allen Gemein­den sind die glei­chen Bedürf­nis­se und Äng­ste vor­han­den», sagt Roger Mey­er. «Die gröss­te Knack­nuss besteht in der Ver­schie­den­ar­tig­keit der Gemein­den. Da ist einer­seits das Urba­ne und ander­seits das Städ­ti­sche mit alten sehr unter­schied­li­chen Tra­di­tio­nen. Dabei geht es ganz klar um die Fra­ge der Selb­stän­dig­keit bezie­hungs­wei­se um den Ver­lust der eige­nen Iden­ti­tät», meint Mar­kus Bir­cher und Hans­pe­ter Hil­fi­ker führt aus: «In den Ver­an­stal­tun­gen in den letz­ten Mona­ten haben sich immer wie­der die The­men Iden­ti­tät, Schu­le, Orts­bür­ger oder Ver­wal­tungs­stand­or­te als wich­tig erwie­sen. Ich gehe davon aus, dass wir in den Fusi­ons­ana­ly­sen in die­sen Berei­chen mehr­heits­fä­hi­ge Lösun­gen fin­den und kom­mu­ni­zie­ren müs­sen.» Heinz Lüscher ist sich auch bewusst, dass man sich als Zukunfts­ge­mein­de auch vom einen oder ande­ren, zugun­sten einer grös­se­ren Ein­heit tren­nen muss. Auch er sieht The­men wie die poli­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on und die Orga­ni­sa­ti­on der Schu­len als sehr wich­ti­ge The­men in der näch­sten Pha­se.

Doch bevor es in die näch­ste Pha­se, die Fusi­ons­ana­ly­se, geht, müs­sen die Gemein­den dar­über abstim­men, ob sie den näch­sten Schritt über­haupt machen wol­len. «Wer jetzt aus­steigt, weiss nicht, zu was er nein sagt», steht für Roger Mey­er fest. Und auch für Mar­co Genoni steht fest: «Die Fusi­ons­ana­ly­se wird die wich­tig­sten Fra­gen beant­wor­ten, die bei der Erar­bei­tung des Leit­bil­des auf­ge­wor­fen wor­den sind. Daher gehört die­se Pha­se dazu. Erst die­se Ergeb­nis­se ermög­li­chen einen fak­ti­schen Ent­scheid, ob die Fusi­on in Fra­ge kommt oder nicht.»

SAH

Inter­views mit den Gemein­de­vor­ste­hern zum Zukunfts­raum

Marco Genoni, Suhr | Der Landanzeiger

Mar­co Genoni, Gemein­de­prä­si­dent, Suhr

Wie erleb­ten Sie die Zusam­men­ar­beit mit den ande­ren Gemein­den?
Der Leit­bild­pro­zess mit den vie­len Workshops/Grossgruppenveranstaltungen hat vie­le Begeg­nun­gen ermög­licht und dadurch Ver­trau­en geschaf­fen. Der Aus­tausch mit Gemeinderäten/Stadträten der ande­ren Gemein­den hat eine gemein­sa­me Basis für die wei­te­re Zusam­men­ar­beit geschaf­fen. Dies wird auch in kurz­fri­stig lau­fen­den Pro­jek­ten ein­flies­sen kön­nen. Die Stär­kung der Regi­on ist ein lau­fen­der Pro­zess.

Wie schät­zen Sie die Stim­mung Ihrer Gemein­de zum Zukunfts­raum nach die­ser ersten Teil­pha­se ein?
Das Leit­bild bil­det all­ge­mei­ne, gemein­sa­me Stoss­rich­tun­gen ab. Dabei sind jene Berei­che her­vor­ge­ho­ben wor­den, die in der näch­sten Pha­se ver­tieft wer­den sol­len.

In Suhr lau­fen aber vie­le für die Bevöl­ke­rung wich­ti­ge Pro­jek­te mit brei­ter poli­ti­scher Abstüt­zung. Die­se Arbei­ten blei­ben auch für den Gemein­de­rat von pri­mä­rer Bedeu­tung.

Ihre Ein­schät­zung: Wird Ihre Gemein­de auch bei der näch­sten Teil­pha­se dabei sein?
In Suhr hat eine ver­tief­te poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung bereits bei der Fra­ge statt­ge­fun­den, ob sich Suhr an der Aus­ar­bei­tung eines Leit­bil­des betei­li­gen soll. Das Ergeb­nis dafür war äus­sert knapp. Die näch­ste Teil­pha­se – die Fusi­ons­ana­ly­se – wird die wich­tig­sten Fra­gen beant­wor­ten, die bei der Erar­bei­tung des Leit­bil­des auf­ge­wor­fen wor­den sind. Daher gehört die­se Pha­se dazu. Erst die­se Ergeb­nis­se ermög­li­chen dem Suh­r­er Gemein­de­rat und der Suh­r­er Bevöl­ke­rung einen fak­ten­ba­sier­ten Ent­scheid, ob die Fusi­on in Fra­ge kommt oder nicht.
Der Gemein­de­rat wür­de einen posi­ti­ven Ent­scheid zur Fusi­ons­ana­ly­se begrüs­sen und wünscht sich eine kla­re Mehr­heit. Der Fusi­ons­ent­scheid wird erst in drei bis vier Jah­ren gefällt. Ich bin über­zeugt, dass alle Betei­lig­ten zu jedem Zeit­punkt die­ses Pro­zes­ses die nöti­ge kri­ti­sche Distanz haben und bei der Beur­tei­lung das Wohl von Suhr in den Vor­der­grund stel­len.

Hanspeter Hilfiker, Aarau | Der Landanzeiger

Hans­pe­ter Hil­fi­ker, Stadt­prä­si­dent, Aar­au

Wie erleb­ten Sie den Leit­bild­pro­zess?
Ich habe den Leit­bild­pro­zess als offen und kon­struk­tiv erlebt; die Ver­an­stal­tun­gen waren jeweils gut besucht und konn­ten in einer posi­ti­ven Stim­mung durch­ge­führt wer­den.

Wie erleb­ten Sie die Zusam­men­ar­beit mit den ande­ren Gemein­den?
Die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den fünf Gemein­den war jeder­zeit vor­bild­lich. Wir arbei­ten ja schon vie­le Jah­re erfolg­reich zusam­men. Die gemein­sa­men Arbei­ten im Zukunfts­raum haben aus mei­ner Sicht aber eine neue Qua­li­tät und zusätz­li­ches Ver­trau­en gebracht.

Wie schät­zen sie die Stim­mung in ihrer Gemein­de ein?
Ich habe in mei­nen Gesprä­chen über den Zukunfts­raum eine über­wie­gend posi­ti­ve Grund­hal­tung gespürt. Ich den­ke die Bevöl­ke­rung ist sich bewusst, dass ein Zusam­men­ge­hen in der Regi­on Sinn machen wür­de.

Wel­ches sind die gröss­ten Knack­nüs­se?
In den Ver­an­stal­tun­gen der letz­ten Mona­te haben sich immer wie­der die The­men Iden­ti­tät, Schu­le, Orts­bür­ger oder Ver­wal­tungs­stand­or­te als wich­tig erwie­sen. Ich gehe davon aus, dass wir in den Fusi­ons­ana­ly­sen in die­sen Berei­chen mehr­heits­fä­hi­ge Lösun­gen fin­den und kom­mu­ni­zie­ren müs­sen.

Wird Aar­au in der näch­sten Pha­se dabei sein?
Aar­au hat bereits zu Beginn des Pro­zes­ses die Geld­mit­tel für den gesam­ten Pro­jekt­ver­lauf gespro­chen. Die Zuver­sicht für die näch­ste Pha­se ist im Stadt­rat wie im Ein­woh­ner­rat sehr gross. Wir wer­den am 7. Mai dem Ein­woh­ner­rat Bericht erstat­ten. Ich freue mich auf die­se Dis­kus­si­on und auf die anste­hen­den Fusi­ons­ana­ly­sen im Zukunfts­raum.

Markus Bircher, Oberentfelden | Der Landanzeiger

Mar­kus Bir­cher, Gemein­de­am­mann, Ober­ent­fel­den

Wie erleb­ten Sie den Leit­bild­pro­zess?
Es hat ja ver­schie­de­ne Ver­an­stal­tun­gen gege­ben, bis das nun vor­lie­gen­de Leit­bild ver­ab­schie­det wur­de. Dabei war der Aus­tausch mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus den betei­lig­ten Gemein­den sehr span­nend und inspi­rie­rend.

Was war für Sie das High­light die­ser ersten Teil­pha­se?
Das war ganz klar der erste Work­shop, die Haupt­kon­fe­renz im letz­ten Herbst in Suhr. Der Aus­tausch mit den Teil­neh­me­rIn­nen aus Dens­bü­ren, Aar­au, Suhr, Unter- und Ober­ent­fel­den über Eigen­hei­ten und Gemein­sam­kei­ten war wirk­lich sehr span­nend. Offen­bar­te aber auch die teils noch gros­sen Dif­fe­ren­zen, die wohl nicht ein­fach unter einen Hut zu brin­gen sind.

Wie schät­zen Sie die Stim­mung Ihrer Gemein­de zum Zukunfts­raum nach die­ser ersten Teil­pha­se ein?
Auf­grund der Anzahl Teil­neh­mer und Teil­neh­me­rin­nen aus unse­rer Gemein­de ist es in der Tat schwie­rig, eine Pro­gno­se abzu­ge­ben.

Lei­der war die Betei­li­gung im Ver­gleich zu den ande­ren Gemein­den nicht sehr gross. Auch bei unse­re Gemein­de­ver­an­stal­tung Ende Novem­ber konn­ten wir nur wenig neue Inter­es­sier­te begrüs­sen.

Wo sehen Sie die gröss­te Knack­nuss des Zukunfts­raums?
Das dürf­ten wohl ganz klar die Ver­schie­den­ar­tig­keit der Gemein­den sein. Da ist einer­seits das Urba­ne und ander­seits das Städ­ti­sche mit alten sehr unter­schied­li­chen Tra­di­tio­nen. Dabei geht es ganz klar um die Fra­ge der Selb­stän­dig­keit bzw. um den Ver­lust der eige­nen Iden­ti­tät. Die Äng­ste vor mög­li­chen Schlies­sun­gen von Schul­stand­or­ten, Fusio­nen von Ver­ei­nen, Feu­er­weh­ren und vie­les mehr, müs­sen dabei sehr ernst genom­men wer­den.

Ihre Ein­schät­zung: Wird Ihre Gemein­de auch bei der näch­sten Teil­pha­se dabei sein?
Das hof­fe und wün­sche ich mir natür­lich sehr. Wie aber bereits erwähnt, habe ich das Gefühl, dass es in unse­rer Gemein­de rela­tiv ruhig ist. Die gros­sen Dis­kus­sio­nen haben noch nicht statt­ge­fun­den. Ich fän­de es aber scha­de, wenn nun bereits nach der Leit­bild­pha­se abge­bro­chen wür­de. Bei der anste­hen­den Fusi­ons­ana­ly­se wer­den nun eben die oben erwähn­ten heis­sen Eisen ange­packt und dabei hof­fent­lich Äng­ste abge­baut.

Heinz Lüscher, Unterentfelden | Der Landanzeiger

Heinz Lüscher, Gemein­de­am­mann, Unter­ent­fel­den

Wie erleb­ten Sie den Leit­bild­pro­zess?
Als guter ziel­ge­rich­te­ter Pro­zess, es herrsch­te an den ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen eine offe­ne Stim­mung, die Betei­lig­ten haben sich mit viel Enga­ge­ment in die Dis­kus­si­on ein­ge­bracht.

Was waren Ihre Erwar­tun­gen an den Leit­bild­pro­zess?
Dass wir eine Dis­kus­si­on, nicht nur in den Gemein­de­rä­ten son­dern auch bei inter­es­sier­ten Men­schen aus der Bevöl­ke­rung in Gang brin­gen.

Konn­ten die­se erfüllt wer­den?
Ich mei­ne Ja

Was war für Sie das High­light die­ser ersten Teil­pha­se?
Die vie­len posi­ti­ven Reak­tio­nen zum Pro­jekt. Von ver­schie­de­nen Teil­neh­mern wur­de signa­li­siert, dass es ihnen wich­tig ist, die Wei­ter­ent­wick­lung unse­rer Regi­on zu dis­ku­tie­ren.

Wie erleb­ten Sie die Zusam­men­ar­beit mit den ande­ren Gemein­den?
Durch­wegs posi­tiv. Man begeg­net sich mit Respekt und will die Fra­gen der ande­ren ken­nen und wich­ti­ge Anlie­gen gemein­sam fest­hal­ten.

 

Wie schät­zen Sie die Stim­mung Ihrer Gemein­de zum Zukunfts­raum nach die­ser ersten Teil­pha­se ein?
Posi­tiv, selbst­ver­ständ­lich müs­sen vie­le Details in der näch­sten Pha­se geklärt wer­den. Ich den­ke, es herrscht auch Ver­trau­en in den Pro­zess.

Wie hat sich die erste Teil­pha­se auf Ihr Den­ken über den Zukunfts­raum aus­ge­wirkt?
Ich befas­se mich noch inten­si­ver mit den stra­te­gi­schen Fra­gen unse­rer Gemein­de.

Konn­ten Sie Beob­ach­tun­gen bei Teil­neh­mern Ihrer Gemein­de machen?
Ja, Mit­bür­ger die sich ein­brin­gen wol­len, die bereit sind zusam­men mit dem Gemein­de­rat die Zukunft zu gestal­ten.

Wie beglei­te­t/-e das The­ma Zukunfts­raum Ihre Gemein­de nach der ersten Teil­pha­se?
Der Gemein­de­rat muss die Fra­ge der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit der Bevöl­ke­rung inten­siv dis­ku­tie­ren, wir wol­len die Unterentfelder/innen, auch Kri­ti­sche, ein­be­zie­hen und damit posi­ti­ve Zei­chen für den wei­te­ren Ver­lauf des Pro­jek­tes set­zen.

Wo sehen Sie die gröss­te Knack­nuss des Zukunfts­raums?
Dass man als Zukunfts­raum­ge­mein­de sich auch vom einen oder andern, zugun­sten einer grös­se­ren Ein­heit tren­nen muss. Ich mei­ne The­men wie die poli­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on und die Orga­ni­sa­ti­on der Schu­len sind sehr wich­ti­ge The­men in der näch­sten Pha­se.

Ihre Ein­schät­zung: Wird Ihre Gemein­de auch bei der näch­sten Teil­pha­se dabei sein?
Ich glau­be ja. Dann müs­sen Details erar­bei­tet wer­den, die Ent­schei­dungs­grund­la­gen schaf­fen.

Roger Meyer, Densbüren | Der Landanzeiger

Roger Mey­er, Gemein­de­am­mann, Dens­bü­ren

Wie erleb­ten Sie den Leit­bild­pro­zess?
Als einen Pro­zess auf Augen­hö­he. Für Dens­bü­ren als ein­woh­ner­schwäch­ste Gemein­de war dies ein sehr wich­ti­ger Aspekt.

Was waren Ihre Erwar­tun­gen an den Leit­bild­pro­zess?
Wie es das Leit­bild sagt, soll­ten die Eck­da­ten auf einer hohen Flug­hö­he erar­bei­tet wer­den. Die Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner soll­ten den Pro­zess beglei­ten und mit­ge­stal­ten.

Konn­ten die­se erfüllt wer­den?
Ja, die Erwar­tun­gen an den Leit­bild­pro­zess konn­ten unter Beach­tung der Flug­hö­he erfüllt wer­den. Wich­ti­ge Eck­da­ten sind für den wei­te­ren Pro­zess erar­bei­tet, so die Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner wol­len, kann auf die­ser Basis wei­ter­ge­ar­bei­tet wer­den.

Was war für Sie das High­light die­ser ersten Teil­pha­se?
Die Erkennt­nis, dass in allen Gemein­den die glei­chen Bedürf­nis­se oder Äng­ste vor­han­den sind. Es scheint allen wich­tig zu sein, dass Tra­di­tio­nen in den jewei­li­gen Stadt- oder Dorf­tei­len wei­ter­ge­lebt wer­den kön­nen.

Wie erleb­ten Sie die Zusam­men­ar­beit mit den ande­ren Gemein­den?
Als sehr part­ner­schaft­lich und lösungs­ori­en­tiert. Alle The­men wur­den ange­spro­chen und konn­ten dis­ku­tiert wer­den.

 

Wie schät­zen Sie die Stim­mung Ihrer Gemein­de zum Zukunfts­raum nach die­ser ersten Teil­pha­se ein?
Grund­sätz­lich gut. Damit alle Aspek­te und Bedürf­nis­se aus den Gemein­den berück­sich­tigt wer­den konn­ten, wur­de in die­ser Pha­se oft über ähn­li­che The­men gespro­chen. Dadurch ent­stand der Ein­druck einer lan­gen und sich wie­der­ho­len­den Teil­pha­se. Für das Ergeb­nis brauch­te es aber die­se Zeit.

Wie hat sich die erste Teil­pha­se auf Ihr Den­ken über den Zukunfts­raum aus­ge­wirkt?
Wenn wir den Gross­raum Aar­au stär­ken wol­len, müs­sen wir uns in die­ser oder in der näch­sten Genera­ti­on mit der The­ma­tik aus­ein­an­der­set­zen. Der lau­fen­de Pro­zess fin­det in einer Zeit statt, in der die Gemein­den im Grund­satz gesund sind. Kei­ne der Gemein­den macht als Bitt­stel­ler oder aus einer aku­ten Not her­aus im Pro­zess mit. Dar­um ist der Zeit­punkt für die Dis­kus­si­on Zukunfts­raum jetzt rich­tig und da er ergeb­nis­sof­fen geführt wird, kann jede Gemein­de für sich am Ende die Vor- und Nach­tei­le abwä­gen.

Wo sehen Sie die gröss­te Knack­nuss des Zukunfts­raums?
Es sind die emo­tio­na­len The­men wie Schu­le, Orts- und Stras­sen­na­men sowie die Orts­bür­ger­ge­mein­den die genau geprüft wer­den müs­sen. Bei den Orts- und Stras­sen­nah­men haben wir bereits eine sehr gute und von allen getra­ge­ne Lösung. Bei den Schul­or­ga­ni­sa­tio­nen und den Orts­bür­ger­ge­mein­den sind gute Ide­en vor­han­den.

Ihre Ein­schät­zung: Wird Ihre Gemein­de auch bei der näch­sten Teil­pha­se dabei sein?
Das hof­fe ich doch. Denn wer jetzt Aus­steigt weiss nicht zu was er nein sagt. In der näch­sten Pha­se wer­den die rele­van­ten Details für einen Zusam­men­schluss erar­bei­tet. Bei den heis­sen Eisen wer­den Lösun­gen erar­bei­tet. Erst nach die­ser Teil­pha­se ist eine genaue Abwä­gung der Vor- und Nach­tei­le mög­lich.