Mat­thi­as Stir­n­e­mann fuhr bei den Män­nern auf Rang 4 (Bil­der: zVg)

Swiss Bike Cup in Mut­tenz

Stirnemanns knapp am Podest vorbei

6. Sep­tem­ber 2018 | Sport

Bei bedeck­tem Him­mel war das Ren­nen in Mut­tenz für vie­le Fah­rer eine WM-Haupt­pro­be. Bei der Grä­ni­che­rin Kath­rin Stir­n­e­mann stimmt die Form für die Heim-WM. Sie wur­de 5., ihr Bru­der Mat­thi­as 4.

Kath­rin Stir­n­e­mann fuhr das Ren­nen über sie­ben Run­den äus­serst cle­ver und aktiv. Immer wie­der war sie in der Spit­zen­grup­pe im Lead. Zwei Run­den vor Schluss griff sie zusam­men mit der Ame­ri­ka­ne­rin Woo­d­ruff an, doch die Ame­ri­ka­ne­rin half zu wenig mit und Kath­rin hat­te nicht den Mut, schon so früh das Fina­le zu lan­cie­ren. Schluss­end­lich ent­schied der ein­zi­ge Anstieg im Wald über die Platz­ie­run­gen. Kath­rin kam als fünf­te ins Ziel und war damit beste Schwei­ze­rin: «Mut­tenz war wie immer ein sehr tak­ti­sches Ren­nen. Im kur­vi­gen Sin­gle­trail ent­lang der Birs sowie im Infield der Pfer­de­renn­bahn habe ich immer ver­sucht, an der Spit­ze zu fah­ren, um die Ande­ren zu etwas mehr Arbeit zu zwin­gen. Im letz­ten Anstieg sah ich dann Ster­ne… Eigent­lich woll­te ich heu­te noch etwas mehr, aber mit den Welt­klas­se­fah­re­rin­nen Huck (USA), Dah­le Fles­jaa (NOR), Woo­d­ruff (USA) und Michiels (BE) war die Kon­kur­renz am Berg zu stark. Aber die Form passt – ich traue mir an der Heim-WM viel zu!»

Risi­ko nicht belohnt

Ihr Bru­der Mat­thi­as star­te­te furi­os und kam nach der ersten von acht Run­den als Lea­der mit drei Sekun­den Vor­sprung ins Ziel­ge­län­de zurück. Durch sein Tem­po­dik­tat bil­de­te sich schnell eine Spit­zen­grup­pe von sechs Fah­rern, der Deut­sche Gluth und der Schwei­zer Rohr­bach ver­lo­ren aber zwei Run­den spä­ter den Kon­takt.

Die Vier­grup­pe mit den Schwei­zer WM-Fah­rern Andri Frisch­knecht, Tho­mas Lit­scher und Lukas Flücki­ger sowie Mat­thi­as Stir­n­e­mann har­mo­nier­te gut, jeder über­nahm sei­nen Teil Füh­rungs­ar­beit. Mat­thi­as griff in der letz­ten Run­de kurz vor der Ein­fahrt zum Sin­gle­trail im Wald an, doch das Loch wur­de wie­der zuge­fah­ren. Am höch­sten Punkt waren alle noch zusam­men, Mat­thi­as fuhr als Erster in die Abfahrt. Vor­ne fei­er­te Pun­cher Lit­scher dann den Sieg, Flücki­ger über­sprin­te­te Frisch­knecht.

Für die bei­den Scott-Sram-Team­kol­le­gen Frisch­knecht und Stir­n­e­mann blie­ben nur die Rän­ge drei und vier, was Team­chef Tho­mas Frisch­knecht berech­tigt kri­ti­sier­te. Der undank­ba­re vier­te Platz kom­men­tier­te Mat­thi­as wie folgt: «Nach der letz­ten Trai­nings­wo­che mit lan­gen Ein­hei­ten für das Swiss Epic fehl­te mir etwas die Sprit­zig­keit.»

WM-Ein­satz am Sams­tag

Kath­rin wird an der WM auf der Len­zer­hei­de einen kur­zen Fern­seh­auf­tritt als «SF-DRS-Exper­te» haben. Ihr Ren­nen wird dann am Sams­tag, 8. Sep­tem­ber um 12.30 Uhr sein. Ihr Bru­der Mat­thi­as ist trotz guter Form lei­der nur also Zuschau­er an der Heim-WM dabei.

ZVG

Kath­rin Stir­n­e­mann zeig­te in Mut­tenz ein gutes Ren­nen und wur­de 5.