Der erste Sub­aru 1600 4 WD mit Bern­hard Rus­si am Steuer,daneben seine Frau; ganz links Lorenz Frey und in der Mitte Buchau­tor Wern­er Bärtschi (Bilder: Markus Schenk)

40 Jahre Sub­aru Schweiz wurde tüchtig gefeiert

Subaru machte den Allrad in der Schweiz salonfähig

14. Feb­ru­ar 2019 | Mobil

40 Jahre sind es her, seit der erste Sub­aru auf den Schweiz­er Markt kam. Damals rev­o­lu­tionär war der All­radantrieb des Sub­aru 1600 4WD auf dem Schweiz­er Markt. Wegen seines nicht berauschen­den Ausse­hens belächelt, eroberte der All­rad-Kom­bi das Land im Sturm. Eine Ausstel­lung im Muse­um Emil Frey Clas­sics in Safen­wil zeich­net die Sub­aru-Erfol­gs­geschichte nach. Die Ausstel­lung wurde im Bei­sein des Sub­aru-Marken­botschafters Bern­hard Rus­si eröffnet.

Es war zweifel­los ein gutes Gespür, das die Import­fir­ma Streag AG (Emil Frey-Gruppe) mit dem Import der japanis­chen Marke Sub­aru hat­te. Und   s war ein ganz clev­er­er Schachzug, dass ein erfol­gre­ich­er Bergler namens Bern­hard Rus­si als Marken­botschafter einge­set­zt wurde. Ursprünglich hat man ihn aufge­boten, um für Jaguar Wer­bung zu machen. Es kam anders und Bern­hard Rus­si hat anlässlich des Jubiläums selb­st gesagt, dass er über all die Jahre gerne Marken­botschafter von Sub­aru war und immer noch ist.

Neben der Ausstel­lung erschien auch ein Jubiläums­buch, das anlässlich des Jubiläums vorgestellt wurde. Beze­ich­nend darin ist der Titel des Gruss­wortes von Wal­ter Frey: «Das per­fek­te Auto für die Schweiz». Bern­hard Rus­si titelte in seinem Gruss­wort: «Die Katze im Sack gekauft». Wie die Nonne zum Kind kam eben Rus­si zu Sub­aru. Das Buch ist sehr süf­fig geschrieben und mit vie­len schö­nen und aus­sagekräfti­gen Bildern verse­hen.

Sub­aru passte ide­al zur Schweiz
Was am Anfang noch kein­er wusste: Sub­aru passte bestens zur Schweiz. Er war ein Klet­ter­er, zudem geräu­mig und erst noch kostengün­stig zu haben. Dank viel Boden­frei­heit und zuschalt­barem 4-Rad-Antrieb blieb er wed­er auf Schnee und Eis, noch auf Wald­we­gen oder nassen Wiesen steck­en.

Der Fir­men­pa­tron Wal­ter Frey hat­te ein­mal mehr den richti­gen Riech­er, als er Bern­hard Rus­si als ide­al­er Marken­botschafter anheuerte. Der pop­uläre Abfahrtswelt­meis­ter und Olympiasieger aus Ander­matt präsen­tierte das Fahrzeug am 9. Feb­ru­ar 1979 in einem dreim­inüti­gen (!) TV-Spot. Offen­bar äus-serst glaub­würdig: Sein «Truck­li», wie er seinen Sub­aru abseits der Mikro­fone gele­gentlich nan­nte, eroberte die Schweiz im Nu: Bere­its zwei Jahre später war der 1600 4WD der meistverkaufte Kom­bi.

Der Anfang des All­rad­booms
Am Anfang stand das erschwingliche Allzweck­au­to vor allem bei der Bevölkerung in den Voralpen, dem Jura und im Bergge­bi­et hoch im Kurs. Erle­ichterte es ihnen doch die Trans­porte von Mate­r­i­al, Kind und Hund in die abgele­ge­nen Gebi­ete auch bei misslichen und schwieri­gen Strassen­ver­hält­nis­sen.

Der unschein­bare Per­so­n­en­wa­gen stand am Anfang des All­radler-Booms in der Schweiz. Bis dahin lag der 4 × 4-Mark­tan­teil bei weniger als einem Prozent und betraf auss­chliesslich Gelän­dewa­gen; heute ver­fügt jedes zweite verkaufte Fahrzeug in der Schweiz über dieses Antrieb­ssys­tem. Sub­aru, der 4 × 4-Pio­nier, hat diesen Boom mass­gebend aus­gelöst.

Bis Ende 2018 350’000 Sub­arus in der Schweiz verkauft
Im Dezem­ber 2018 wurde der 350’000. Sub­aru in die Schweiz einge­führt.

Der Impreza – das emo­tionale Auto
Mit dem Impreza GT Tur­bo baute Sub­aru auch ein emo­tionales Auto. Dieser war von den Ral­lye-Boli­den abgeleit­et, mit denen Sub­aru 1995, 2001 und 2003 die Fahrerw­er­tung der WRC-Welt­meis­ter­schaft gewann. Später beglück­ten die Japan­er ihre sportliche Fange­meinde mit dem WRX STI 4 × 4, ein­er Fahrmas­chine, die zulet­zt von einem 2,5-Liter-Boxerturbo mit 300 PS befeuert wurde. SUBARU gewann 1996, 1997 und 1998 auch noch die WRC-Marken-Welt­meis­ter­schaft.

All­rad-Pio­nier, Ral­lye-Sieger, Kul­tau­to
Die Son­der­ausstel­lung zum Jubiläum «40 Jahre Sub­aru in der Schweiz» im Muse­um Emil Frey Clas­sics in Safen­wil dauert bis am 4. Mai 2019. Zu sehen gibt es ver­schiedene Sub­aru-Mod­elle der let­zten 40 Jahre, darunter die Ral­lye-Autos von Welt­meis­ter Col­in McRae und Richard Burns sowie Bern­hard Rus­sis erster Sub­aru mit dem Kon­trollschild «UR 5000».

Öff­nungszeit­en und Ein­trittspreise unter www.emilfreyclassics.ch

PD/MS

Leg­endär: Die Sub­aru-Ral­lye-Fahrzeuge