Stadtrat überarbeitet Marktsituation

Stadtrat überarbeitet Marktsituation | Der Landanzeiger

Bodenmarkierungen, definierte Abstände für Besucher und Marktfahrer und Einlass mit Tröpfchensystem – das alles wurde umgesetzt, damit der Markt am Graben auch während der CoronaZeit stattfinden kann. Durch die Abstandsregelung wurde mehr Platz benötigt. Der Markt wurde auf die Laurenzenvorstadt und den Schlossplatz ausgeweitet. Mehr Platz verleiht dem Markt mehr Luftigkeit. Genau das ist es, das der Einwohnerrätin Brigitte Vogt (FDP Aarau) gefällt. In ihrem Postulat bittet Sie den Stadtrat darum, «diese Luftigkeit auch nach Corona in geeigneter Form beizubehalten».
In seiner Stellungnahme schreibt nun der Stadtrat, dass eine neue offenere Marktaufstellung derzeit erarbeitet werde und dabei die Optionen zur Erweiterung des Marktareals geprüft werden. Alle Beteiligten, also das Gewerbe am Graben und Schlossplatz, Marktfahrerinnen und Marktfahrer des Wochenmarktes, Organisator Weihnachtsmarkt, MAG, Kulturhäuser usw., werden miteinbezogen.
Auch das in die Jahre gekommene Marktreglement von 1995 soll laut Stadtrat überarbeitet werden.

Weihnachtsmarkt in Frage gestellt
Im Postulat von Brigitte Vogt für die Fraktion der FDP muss vor allem aber der Aarauer Weihnachtsmarkt Kritik einstecken. Der Aarauer Weihnachtsmarkt habe sich nicht profiliert, sei «austauschbar». Ein neues Gesamtkonzept oder gar der Verzicht auf die Durchführung soll vom Stadtrat in Betracht gezogen werden. In seiner Stellungnahme schreibt der Stadtrat dazu: «Das Anliegen, die Rahmenbedingungen für den Weihnachtsmarkt grundsätzlich zu überdenken, wird vom Stadtrat unterstützt». Deshalb soll die Durchführung des Weihnachtsmarktes über Aarau Standortförderung öffentlich ausgeschrieben werden. Mit der Ausarbeitung eines Konzeptes und der folgenden Ausschreibung beabsichtigt der Stadtrat, die Einbettung des Weihnachtsmarktes im Stadtzentrum und die Abstimmung mit anderen Angeboten zu verbessern.

2022 mit neuem Konzept
Der Stadtrat beabsichtigt, den Weihnachtsmarkt im Jahr 2022 nach neuem Konzept durchzuführen. Die Ausschreibung soll im Frühling 2021 starten. Vorgängig wird ein Konzept zur Festlegung der Rahmenbedingungen und der Erwartungen ausgearbeitet. Die von der möglichen Durchführung des Marktes betroffenen Betriebe werden dabei miteinbezogen. Die Ausschreibung erfolgt in Zusammenarbeit mit Aarau Standortförderung. Die Leitung wird durch die neue City-Managerin wahrgenommen.

Unterstützung für ein gutes Alter

Unterstützung für ein gutes Alter | Der Landanzeiger

Der Verein 60 Plus Region Aarau hat das Ziel, die Gemeinsamkeit und Geselligkeit unter den über 60-jährigen Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt und Region Aarau zu fördern. Für seine Mitglieder gibt es Neuerungen und eine Kooperation mit der Organisation «Zuhause im Alter».

Ab dem 60. Altersjahr ist man natürlich noch längst nicht alt, nur schon etwas länger auf der Welt. Jedoch schätzt man in dem Alter eine gute Organisation und weiss, was man mag und was nicht. Der Verein 60 Plus Region Aarau zählt über 400 Mitglieder und hat das Ziel, die Gemeinsamkeit und Geselligkeit unter den über 60-jährigen Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt und Region Aarau zu fördern. Dazu gehören Ausflüge und Reisen, die aufgrund der Corona-Massnahmen im vergangenen Jahr ausfielen und wohl auch in den nächsten Monaten ausfallen werden.

Umso mehr gilt jetzt der Slogan «gemeinsam statt einsam» und dazu hat sich der Vereinsvorstand Neues einfallen lassen. Mit seinen langjährigen Partner-Unternehmungen und -Organisationen konnten Mitgliedervorteile für Einkäufe oder Dienstleistungen ausgehandelt werden.

Kooperation mit «Zuhause im Alter»
Wer wünscht sich nicht, im Alter möglichst ein selbstständiges Leben im eigenen Zuhause führen zu können und dabei niemandem zur Last zu fallen? Die Organisation «Zuhause im Alter» von Familie Vontobel mit ihrem Team in Schöftland hilft dabei, einen würdevollen und selbstbestimmten Lebensabend im eigenen Daheim zu ermöglichen! «Unsere Dienstleistungen richten sich an Seniorinnen und Senioren, die nicht pflegebedürftig sind, aber im Alltag Unterstützung benötigen oder diese beanspruchen möchten», erklärt Marianne Vontobel. Oft seien die eigenen Angehörigen nicht in der Lage, diese regelmässig zu leisten. «Hier springen wir mit massgeschneiderten Problemlösungen und kompetenter, kostengünstiger Unterstützung ein!» Die Mitglieder des Vereins 60 Plus Region Aarau werden durch die Partnerschaft mit den Dienstleistungen von «Zuhause im Alter» vernetzt und sie profitieren von einer einmaligen Vergünstigung. «Wir haben im Corona-Jahr immer wieder erfahren, dass sich unsere Mitglieder über Kontakte und Informationen sowie über Angebote freuen», führt Präsident Wolfgang Schibler (Buchs) aus. Zudem soll der Verein nichts Neues erfinden und aufbauen, sondern kooperieren und vernetzen. Marianne Vontobel und Wolfgang Schibler haben dasselbe Ziel: Seniorinnen und Senioren brauchen keine Bevormundung, sondern Begleitung und Unterstützung. «Von ihren Familien oder von Mitmenschen».

Mehr Informationen gibt es unter www.v60plus-aarau.ch und
www.zuhause-im-alter.ch


Mitglied werden und aktiv mitgestalten
Der Verein 60 Plus Region Aarau steht allen Seniorinnen und Senioren für eine Mitgliedschaft offen und freut sich über jedes neue Mitglied. Der Jahresbeitrag beträgt 40 Franken und für die Mitbestimmung findet jedes Jahr die Generalversammlung statt. Umfassende Informationen gibt es auf der Website www. v60plus-aarau.ch. Präsident Wolfgang Schibler steht auch gerne im persönlichen Gespräch für Auskünfte zur Verfügung, per Telefon unter 079 304 10 95 oder per Mail unter wolfgang.schibler@bluewin.ch.


Eine Basler Collage für die Keba

Eine Basler Collage für die Keba | Der Landanzeiger

Die Keba Region Aarau bekommt einen neugestalteten Eingangsbereich. Der Basler Künstler Timo Waldner vom Atelier wandART überzeugte mit seinem Projekt «Collage».

Der Eingangsbereich der Keba Region Aarau soll neugestaltet werden. Dafür wurden Graffiti-Künstler eingeladen, Vorschläge einzureichen. Vier Projekte standen zur Auswahl, die Bevölkerung konnte per Online-Voting aktiv mitbestimmen, welches Projekt es sein soll. «An der Abstimmung haben 866 verschiedene Personen teilgenommen und jedem der vier Projekte zwischen 1 und 10 Punkte vergeben», erklärt Verwaltungsratspräsident Daniel Lüscher. «Unter den Wählern waren auch viele aus der Nachbarschaft der KEBA. Es freut mich besonders, dass sich unsere Nachbarn aktiv an der Gestaltung des Eingangsbereiches beteiligt haben.»

«Collage» hat überzeugt
Nun steht das Siegerprojekt fest. Mit 6991 Punkten, das zweitplatzierte Projekt erhielt 3319 Punkte, siegte «Collage» des Basler Künstlers Timo Waldner vom Atelier wandART deutlich. «Aus meiner persönlichen Sicht wären alle vier Projekte in Frage gekommen und hätten dem Eingang einen speziellen Touch verliehen. Am Siegerprojekt ‹Collage› gefällt mir aber besonders, dass es nicht nur ein einziges Sujet beinhaltet, sodass es auch nach mehreren Besuchen immer noch etwas Neues darauf zu entdecken gibt», sagt Daniel Lüscher.

Die Geschichte des Eislaufs darstellen
«Mittels gemalter ‹Notizzettel› wollen wir die Geschichte des Eislaufs in unserer Gesellschaft darstellen. Schlittschuhfahren ist wohl jedem ein Begriff, jedoch wissen wahrscheinlich die wenigsten über die historischen Hintergründe bescheid. Bei unseren Recherchearbeiten haben wir uns vertieft damit befasst und haben so äusserst interessantes Material zusammengetragen », erklärt Künstler Timo Waldner. Seit nun beinahe fünf Jahren betreibt er mit zwei Arbeitskollegen zusammen die Firma «Atelier wandART», von welcher sie hauptberuflich leben und künstlerische Projekte realisieren. Ihre Wurzeln sind dabei im Bereich der Street Art zu finden, weswegen Wandgestaltungen zu ihrem Tagesgeschäft gehört. «Wir realisieren schweiz- und europaweit Projekte in diesem Rahmen und sind stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen», sagt Timo Waldner. Mit der Keba haben sie nun eine neue Herausforderung gefunden. «Das Projekt als solches und insbesondere die Wandfläche hatte uns sehr angesprochen, ebenso die Thematik des Eislaufens.»

Umsetzung bis August 2021
Die Gestaltung wird in Handarbeit mittels Sprüh- und Dispersionsfarben umgesetzt. «Die angestrebte Bildsprache soll ein malerischer Naturalismus sein, welcher eine optische Illusion erzeugt und den Betrachter so besticht», erklärt Timo Waldner. Die Umsetzung des Projekts wird bis im August 2021 erfolgen, sodass der neue Eingangsbereich auf die nächste Saison hin bereit ist. «Timo Waldner wird uns demnächst den definitiven Plan vorlegen und ich freue mich darauf, die Entstehung des Werkes vor Ort miterleben zu dürfen», so Daniel Lüscher.

Eine Basler Collage für die Keba | Der Landanzeiger
Künstler Timo Waldner (links) mit seinem Atelierpartner Joel Bubeck.

Rekord-Babysegen am KSA

Rekord-Babysegen am KSA | Der Landanzeiger

Schöne Bescherung für das Kantonsspital Aarau: 2020 haben 2216 Babys das Licht der Welt erblickt – so viele wie noch nie in der Geschichte des KSA. 162 davon wurden im angegliederten Geburtshaus Nordstern geboren, rund ein Drittel mehr als im Vorjahr.

2020 – ein fruchtbares Jahr für die Abteilung Geburtshilfe und Perinatalmedizin am Kantonsspital Aarau: Erstmals überhaupt sind im KSA über 2200 Kinder zur Welt gekommen, insgesamt 2216. Das sind 112 mehr als im Jahr 2019 und gar 168 mehr als 2018. Damals knackte das KSA nach der Schliessung der Geburtshilfe Menziken erstmals die 2000-er-Marke. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 erblickten 1814 Neugeborene das Licht der Welt in der Frauenklinik des KSA.

Zweiter Rekord
Auch das Geburtshaus Nordstern, das von Hebammen geleitet wird, verzeichnete 2020 mit 162 Geburten einen Rekord – fast ein Drittel mehr als im Vorjahr mit 113. Es wurde 2018 eröffnet und bietet mit seiner Nähe zur Frauenklinik eine sichere Alternative zur Spitalgeburt.

Bei einer Erhebung aus dem Jahr 2019 zeigten sich 93 Prozent der betreuten Familien «sehr zufrieden» mit der Betreuung im Geburtshaus Nordstern, 6 Prozent «zufrieden» und lediglich ein Prozent «unzufrieden».

Ganzes Spektrum
Mit dem Geburtshaus, dem Perinatalzentrum sowie der Frauenklinik deckt das KSA das ganze Spektrum rund um Schwangerschaft und Geburt ab – inklusive Neonatalogie für Babys, die zu früh oder krank auf die Welt gekommen sind. Als eines von neun Spitälern in der Schweiz werden in Aarau bereits Frühchen ab der vollendeten 24. Schwangerschaftswoche medizinisch umfassend betreut.

Ab ins Gewimmel: Das gibt es zu entdecken

Ab ins Gewimmel: Das gibt es zu entdecken | Der Landanzeiger

Die Telli-Siedlung ist Sujet im Aargau Wimmelbuch. Was kann man in dem ganzen Gewimmel erkennen? Ein genauer Blick verrät so einiges.

Der Aargau hat sein eigenes Wimmelbuch bekommen. Gezeichnet hat es der als Lehrmittel-Illustrator bekannte Badener Julien Gründisch. Der Jurapark Aargau, das «Argovia Fescht», das «Rüebliland» – sie alle gehören zu den sieben Szenerien, die im «Aargau Wimmelbuch» abgebildet wurden. Egal wo man hinblickt, überall verstecken sich spannende und lustige Details. Hier wollen wir einen Blick auf eine ganz spezielle Seite werfen: die Aarau-Seite. Im Wimmelbuch findet die Szenerie in der Telli-Siedlung statt. Ganz Wimmelbuch-getreu ist richtig was los: Kinder spielen, man sonnt sich im Rasen, treibt Sport oder sitzt gemütlich zusammen, eine Gruppe Japaner knipst fleissig Fotos und einer hält dabei eine Karte von Baden in den Händen. In dem ganzen Gewimmel findet man Ausserirdische, «Kabi» der Aargauischen Kantonalbank (AKB), den Esel «Speedy» und ein Radio von Radio Argovia. Sie sind Sujets, die sich auf allen Seiten des Wimmelbuchs finden lassen.

Man erkennt aber unter den abgebildeten Personen auch solche, die es tatsächlich gibt. Auf der Aarau-Seite muss man dafür in die obere rechte Ecke blicken. Da spaziert ein Herr, markante Brille, das Hemd bis zum Bauchnabel aufgeknüpft. Es ist Stadtoriginal Hans Fischer, der im Wimmelbuch verewigt wurde.

Das Fussballstadion ist gebaut
FC Aarau Fans dürften sich ebenfalls über die Wimmelbuch-Seite freuen, denn gleich bei Hans Fischer wird auch ihre Stammbeiz abgebildet. Zwar nicht als Pub als solches, aber der Mann auf dem Hochrad, das auf Englisch übrigens Penny Farthing heisst, weist zweifellos auf die gleichnamige Beiz an der Bahnhofstrasse hin. Noch mehr Freude bereiten wird den Freunden des Aarauer Fussballs aber das neue Stadion. Denn im Wimmelbuch ist es tatsächlich schon gebaut. Oben links, gleich hinter Kabi und seiner Kartonbank erkennt man vier Hochhaustürme und einen Fussball.

«Wie kommt das denn hier hin?», fragt sich der Polizist in der Mitte der Doppelseite am unteren Rand. Denn das tropfenförmige Kunstwerk das da steht, schmückt normalerweise nicht die Telli. Das Original des «grossen Tropfens» steht im Rathauspark. Auch die Seilbahn, die von Kindern vom Telliblock nach unten gespannt wird, findet man in Aarau in der Kirchgasse.

Wimmelbuch gewinnen
Und was erkennen Sie in dem ganzen Gewimmel? Das «Aargau Wimmelbuch» erscheint im Verlag vatter&vatter und ist im Buchhandel erhältlich. Mit etwas Glück gewinnen Sie das Wimmelbuch bei der Landanzeiger-Verlosung.


Verlosung
Der Landanzeiger verlost 5 Exemplare des Aargau Wimmelbuchs

Wer gewinnen will, sendet ein Mail mit dem Betreff «Wimmelbuch», seiner Adresse und Telefonnummer an wettbewerb@landanzeiger.ch
Einsendeschluss: Sonntag, 17. Januar 2021
Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Ein Gewinn kann weder umgetauscht noch in bar ausbezahlt werden.


Wie weit sind Aaraus Millionen-Projekte?

Baustelle Kettenbrücke Aarau am 2. Januar 2021 | Der Landanzeiger

Kantonsspital, Kettenbrücke, Alte Reithalle, Bahnhof Süd: Ein Überblick über die vier grossen Neubauten.

2020 war ein Jahr mit besonderen Herausforderungen – gerade für das Kantonsspital Aarau. Trotzdem konnten die Arbeiten für den Spitalneubau Dreiklang im geplanten Zeitplan vorangetrieben werden. Im Januar 2020 gab der Regierungsrat grünes Licht zum Abschluss des Werkvertrags zwischen dem KSA und dem Totalunternehmer. Ende Juli 2020 konnte das Baugesuch für den Spitalneubau Dreiklang eingereicht werden.

Das Baufeld hat sich bedeutend verändert. Im Verlaufe des Jahres wurden das Haus 6 (Klinik für Rheumatologie, Physio- und Ergotherapie), Haus 16 (Ernährungs- und Diabetesberatung), Haus 15 (Kiosk) und im Dezember das Haus 35 (Schulungs- und Sitzungsräume) zurückgebaut. Die Kliniken und Abteilungen wurden in bestehenden Gebäuden des KSA untergebracht. Das einzige Provisorium auf dem Areal durfte am 30. November seine Eröffnung feiern: das Personalrestaurant «time out».

Im Januar 2021 wird das Baufeld nun dem Totalunternehmen übergeben und die Häuser 10 und 11 werden ebenfalls weichen (Abbruchbewilligungen liegen vor). Mitte Januar werden weitere Vorbereitungsarbeiten vorgenommen und weitere Bäume müssen weichen. Zu diesem Zeitpunkt wird das Baufeld eingezäunt und die Fusswege umgeleitet. Sobald die Baubewilligung eintrifft, starten die eigentlichen Bauarbeiten. Auch mit dem neuen Laborgebäude ging es 2020 vorwärts. Die technische Inbetriebsetzung erfolgt ab Januar 2021, ab März sind die ersten Umzüge und Inbetriebnahmen durch die Institute geplant. Im Juni soll das ganze Haus komplett in Betrieb sein. Die damit nicht mehr genutzten Häuser 19, 20 und 21 werden schliesslich ab Sommer 2021 zurückgebaut.

Baustelle KSA-Baufeld Januar 2021 | Der Landanzeiger
Das Baufeld von Haus 1 aus. Aufgenommen am 2. Januar 2021.

Thema Verkehr beschäftigt
So weit, so gut, wäre da nicht noch das Thema Verkehr. Sowohl für «Dreiklang » als auch für das gewünschte Parkhaus gibt es Einsprachen (dieselben Einsprecher). Gegen den Spitalneubau haben die Einsprecher grundsätzlich nichts einzuwenden, nur Verkehr wollen sie keinen. So befürchten gewisse Bewohner des Gönhardquartiers mehr Verkehr, wieder andere Quartiere befürchten Mehrverkehr, wenn der Zugang zum Spital nicht mehr durch das Gönhardquartier möglich wäre. «Zuerst müssen wir nun das Thema rund um Dreiklang lösen. Für die Einsprecher ist es rechtlich kein Nachteil, wenn sie Dreiklang nicht weiter behindern würden. Das KSA hat mehrmals und auch schriftlich zugesichert, alle Themen rund um den Verkehr innerhalb des Baugesuchs Mitarbeiterparking aufzunehmen», sagt Sergio Baumann, Leiter Departement Betrieb und Mitglied der KSA-Geschäftsleitung. Grundsätzlich könne das KSA all diese Themen nicht alleine lösen. Zudem wird das Verkehrsregime von Stadt und Kanton verantwortet. Da ist das KSA auch nur einer unter vielen Stakeholders.

Mit allen Einsprechern gegen Dreiklang fanden intensive Gespräche statt. Einige haben daraufhin die Einsprachen zurückgezogen. «Von daher gehen wir davon aus, dass wir die Baubewilligung für Dreiklang im Januar 2021 erhalten. Auch hoffen wir, vom grossen Goodwill, den wir in der Bevölkerung spüren profitieren zu dürfen, sodass diese unangefochten bleibt. Ist dem so, werden wir danach zusammen mit Stadt und Kanton ans Thema Verkehr / Mitarbeiterparking gehen. Da erwarten wir eine längere Durststrecke», so Sergio Baumann.

Das Neubau-Projekt Dreiklang sollte ohne Verzögerungen per 5. Mai 2025 fertig sein. Die Rückbauten und die Anpassung der Umgebung dauern dann nochmals etwas über ein Jahr, sodass Ende 2026 alles bereinigt sein sollte. «Bezüglich Parkhaus wäre es möglich », so Baumann «in den nächsten 18 Monaten eine einvernehmliche Lösung zu suchen. Danach wird der Bau innerhalb von maximal zwölf Monaten realisiert werden können. Das Jahr 2021 wird spannend.

Kettenbrücke
Seit Februar 2020 rollt der Verkehr über die Hilfsbrücke, die spektakulären Abbrucharbeiten folgten und lockten unzählige Schaulustige an. Mit einer Hydraulikbaggerzange wurde der Beton verbissen. Das Abbruchmaterial landete in einer Mulde, die auf dem Wasser schwamm. Rund 2500 Kubikmeter Beton wurden abgebrochen. Kein Bau-Projekt war 2020 so sehenswert wie die Kettenbrücke.

Die Abbrucharbeiten sind bis auf den Pfeiler Nord fertig. Vor Weihnachten konnte zudem mit den ersten Betonarbeiten gestartet werden. Das Widerlager Süd sowie der Pfeiler Süd sind in Arbeit. Wenn die Widerlager und Pfeiler betoniert sind, wird der Hilfssteg fertiggestellt, damit mit dem Leergerüst für den Oberbau gestartet werden kann. Die Widerlager und Pfeiler dienen als Abstützung des Oberbaus, der in Etappen betoniert wird. Dafür wird ein Leergerüst in die Aare gestellt, damit das Schalen des Oberbaus und letztendlich die Betonieretappen möglich ist.

Eigentlich sollte die Kettenbrücke noch 2021 in Betrieb genommen werden. «Wir haben mit verschiedensten Schwierigkeiten wie Geologie und Altlasten zu kämpfen. Die Bauarbeiten weisen einen Verzug auf. Abklärungen sind am Laufen, wie und ob wir die Verzögerungen wieder gut machen können», sagt Bauleiter Roberto Scappaticci.

Baustelle Alte Reithalle Aarau | Der Landanzeiger
Die Alte Reithalle soll im Oktober 2021 eröffnet werden.

Alte Reithalle
Ganz sicher 2021 eröffnen will die Reithalle und man ist auf Kurs. Im November wurde das Überdach montiert, im Halleninnern laufen die Innenausbauarbeiten. Anschliessend wird die Theatertechnik installiert, wofür ein halbes Jahr benötigt wird. Die alte Reithalle soll im Oktober eröffnet werden. Im Gegensatz zu den anderen Bauprojekten ist die Reithalle nicht wirklich ein Neubau. Denn sie wird nicht komplett umgebaut, sondern primär ganzjahres- tauglich renoviert und mit den nötigen Installationen für eine vielseitige Nutzung ausgestattet. Das Gebälk der Halle wird auch nach dem Umbau zu sehen sein und auch der alte Verputz an den Wänden wird nach wie vor Zeugnis der langen Geschichte dieser Halle sein.

Baustelle Bahnhof Süd Aarau | Der Landanzeiger
Auch beim Bahnhof Süd schreiten die Beuarbeiten gut voran. Aufgenommen am 2. Januar 2021.

Bahnhof Aarau Süd
Beim Bahnhof Aarau Süd wird ein neues Gebäude erstellt, dies im Rahmen eines Baukonsortiums von Aargau Verkehr AG (AVA) und der Metro Immobilien AG, Aarau. Der Gebäudeteil von Aargau Verkehr AG (AVA) beinhaltet Räumlichkeiten für die Bahnleitstelle und die eigene Bahnverkaufsstelle. In den Obergeschossen befinden sich Büroräume für die Direktion sowie für Mietwohnungen. Ergänzt werden diese Flächen mit Verkaufsräumen im ersten Untergeschoss entlang der verbreiterten Personenunterführung. Der Gebäudeteil von Metro Immobilien AG, Aarau bietet im Untergeschoss Platz für Verkaufsläden. In den Obergeschossen werden ebenfalls Räumlichkeiten für Büro und Wohnraum erstellt. Zusätzlich wird die Bahnanlage erweitert. Gleis 12 und Gleis 13 entsprechen bereits den künftigen Anforderungen. Das Gleis 11 wird erweitert für längere Züge (120 Meter). Zudem werden die Rampen und Treppen ausgebaut und die Unterführung verbreitert.

Der Baubeginn war im Januar 2020. Seit März befinden sich die Bahnleitstelle und Bahnverkaufsstelle Aargau Verkehr in einem Provisorium. Im Juni wurde das fast 100-jährige Bahnhofsgebäude abgerissen. «Die Bauarbeiten sind auf Kurs», informiert Projektleiter Beat Engelhardt. Die Bohrpfahlwand und das Schutzgerüst zu den Geleisen von Aargau Verkehr sind erstellt, der Aushub für das Baufeld West ist in Arbeit. Zudem haben die Arbeiten zur Ausweitung der Personenunterführung begonnen. Im Februar 2021 starten dann die Baumeisterarbeiten im Baufeld West und im Baufeld Ost wird mit den Aushubarbeiten begonnen. Der Bahnhof Süd wird voraussichtlich im Winter 2023 /2024 fertig sein.

«Corona hat das Jahr auf den Kopf gestellt»

Stefan Jost und seine Frau Christina Jost | Der Landanzeiger

Stefan Jost ist Inhaber des Aarauer Geschäfts Küchenpunkt, seine Frau Christina führt den Laden an der Kronengasse. Zudem ist Stefan Jost der Präsident der Detailhandelsvereinigung «Zentrum Aarau». Im Interview blickt er auf das Corona-Jahr zurück, erzählt von seinem ersten Eindruck der City Managerin und wagt einen Ausblick auf das Jahr 2021.

Herr Jost, wie haben Sie das Corona-Jahr erlebt?
Stefan Jost: Wie alle anderen auch. Corona hat das ganze Jahr komplett auf den Kopf gestellt. Als wir während des Lockdowns im Frühling die Läden schliessen mussten, das war eine sehr schwere Zeit. Wir sind aber stolz auf unsere Läden, die diese schwierige Zeit gut verarbeitet haben. Die meisten haben auch die Schutzkonzepte vorbildlich umgesetzt, um keinen Anlass zu geben, die Massnahmen zu verschärfen.

Nun kam es trotzdem dazu, dass die Massnahmen verschärft wurden. Wer nicht Güter des dringenden und täglichen Bedarfs verkauft, muss bis am 22. Januar schliessen. Was halten Sie von der Massnahme?
Ich verstehe grundsätzlich, was damit erreicht werden muss. Die Umsetzung mit dem Lockdown im Aargau ist einfach unglücklich, da jetzt alle in die anderen Kantone fahren. Auch ist es eine Verzerrung des Wettbewerbes, wenn Spezialgeschäfte schliessen und dann grosse Ketten doch alles verkaufen dürfen.

Wie hart trifft euch das?
Diejenigen, die es trifft, ganz hart. Vier Tage vor Weihnachten ist das Geschäft geschlossen oder komplett eingebrochen. Es ist leider so, mit der Botschaft, dass die Geschäfte geschlossen sind, kommen auch keine Kunden in die Läden, die noch offen hätten. Es trifft somit jedes Geschäft, nur nicht die grossen Ketten. Ich bin auch der Meinung, dass den meisten gar nicht klar ist, dass wir auch fast den ganzen Januar geschlossen haben werden.

Von welchen Seiten haben Sie bisher Unterstützung erfahren?
Im Rahmen der Hilfsprogramme des Bundes und der Stadt konnte, wer wollte, Unterstützung bekommen. Der Haken an der Sache, es sind Schulden. Die Kredite müssen zurückbezahlt werden.
Was uns aber besonders gefreut hat, ist das, was nach dem Lockdown im Frühling folgte. Die Leute unterstützen vermehrt das lokale Gewerbe. Auch die Zentrums-Gutscheine wurden rege genutzt. So verschenkten beispielsweise Firmen, anstelle des Weihnachtsessens, ihren Mitarbeitenden Gutscheine, damit sie sich selbst ein Weihnachtsgeschenk machen konnten. Das schätzen wir sehr.

Wie haben die Vermieter auf eure schwierige Situation, gerade während des Lockdowns, reagiert?
Beim Zusammenspiel von Vermietern und Ladenmietern gab es alle möglichen Szenarien. Die einen haben die Mieten komplett erlassen, andere haben eine gestaffelte Miete eingeführt, wieder andere haben gar nicht auf die Situation reagiert. Klar, die Vermieter können auch nichts für die Situation, aber ich bin der Meinung, wenn beide mit einem blauen Auge aus der Situation herauskommen, ist ihnen mehr geholfen, als wenn einer beide blauen Augen abkriegt.

Reichte die bisherige Unterstützung, die ihr bekommen habt?
Ja. Wir hätten uns aber gefreut, dass man für den Detailhandel pragmatische Lösungen gefunden hätte. Wir hätten zum Beispiel während der Adventszeit gerne Weihnachtshäuschen aufgestellt, damit wir auch Ladenfläche draussen gehabt hätten. Diese Idee wurde aber nicht unterstützt.

Wie haben die anderen Zentrumsmitglieder die bisherige Corona-Zeit erlebt?
Wer vor dem Lockdown bereits einen Onlineshop hatte, war sicher im Vorteil. Heute verfügen die meisten Geschäfte über diese Möglichkeit und können so auch auf diesem Weg mithalten – ohne geht es kaum noch. Wir haben aus den Reihen der Mitglieder keine negativen langfristigen Folgen herausgehört.
Seitens Zentrum haben wir die sozialen Medien verstärkt genutzt und unter dem #aaraueinkaufen die Beiträge der Mitglieder verbunden.

Corona ist aber nicht das einzige, das im Jahr 2020 geschehen ist. Ihr habt auch eine City Managerin bekommen. Hattet ihr bereits genügend Zeit einander kennen zu lernen?
Die City Managerin ist Teil von Aarau Standortmarketing und für uns die wichtigste Ansprechperson. Es ist ein neues Berufsmodell, das viel Entwicklungspotential hat. Es ist für uns alle Neuland und wir werden das Berufsfeld zusammen formen. Die ersten Kontakte mit Romana Waller waren sehr positiv und wir unterstützen uns gegenseitig. Denn wir wollen, dass sie Erfolg hat.

Wie ist der erste Eindruck?
Für uns war es wichtig, in diesem Job jemanden zu haben, der die Anliegen des Detailhandels versteht. Da hat die Auswahlkommission mit Romana Waller eine bestens qualifizierte Person gefunden. Wir sind absolut happy mit Romana. Der Start ist ihr absolut gelungen und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

Was erhofft ihr euch von der City -Managerin?
Für uns ist wichtig, dass Leerflächen wieder besetzt werden können. Es soll keine einseitige Nutzung entstehen, sondern einen guten Ladenmix haben. Sie ist mit den Liegenschaftsbesitzern und der Stadt in Kontakt, mit der -Gastronomie, mit dem Gewerbe, dem Citymärt und uns und wird somit zum Bindeglied. Wir sind eine Stadt und -jeder profitiert von jedem und genau das unterstützt Romana Waller in ihrer Aufgabe als City Managerin.

Wo sehen Sie momentan Handlungsbedarf?
Beim Veloverkehr. Ich begrüsse es, dass die Leute vermehrt mit dem Velo in die Stadt kommen. Damit die Velos nicht willkürlich überall hingestellt werden, braucht es aber gerade in der Altstadt öffentliche Veloständer. Der Veloverkehr müsste mehr gelenkt werden, damit es einerseits verkehrsmässig sicherer ist und andererseits die Betriebe durch den Veloverkehrt nicht gestört werden.

Welche Themen werden das Zentrum 2021 beschäftigen?
Momentan überlegen wir uns, ob es die Organisation Zentrum Aarau weiter in dieser Form braucht. Viele Geschäfte nutzen wohl die Plattform, wollen sich aber nicht beteiligen und verweigern eine Zusammenarbeit grundsätzlich. Da stellt man sich schon die Frage, ob ein Verein noch die richtige Organisation ist und ob man sich dafür weiterhin ehrenamtlich engagieren will. Zwar findet jeder gut, was wir machen, aber sich engagieren, will niemand. Wenn wir niemanden finden, der die Organisation mit allem Drum und Dran auf sich nimmt, wird auch beispielsweise das Night Shopping nicht mehr stattfinden können. Es ist nichts, was vom einen auf den anderen Tag geschehen wird, aber wir vom Vorstand beschäftigen uns mit der Zukunft des Zentrums.

Was wünschen Sie sich für 2021?
Ich wünsche mir, dass jedes Geschäft bei uns Mitglied wird, die Zentrumsgutscheine als Zahlungsmittel akzeptieren und wir eine gute Lösung für die Zukunft des Detailhandels finden.

Vorfreude: MAG 2021 wird geplant

Vorfreude: MAG 2021 wird geplant | Der Landanzeiger

Wer plant, schürt Hoffnung! Der Markt Aarauer Gewerbetreibender (MAG) 2021 ist vom 30. September bis 3. Oktober vorgesehen. Die Ausschreibung zur Teilnahme erfolgt im Januar.

Der MAG 2020 mit dem Auftrag zur erstmaligen Organisation durch Mike Zettel von Kein Ding GmbH Dulliken fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. Die zeitgerechte Absage bewahrte Organisator und Verein vor finanziellem Schaden aus Verbindlichkeiten durch abgeschlossene Verträge. An seiner ordentlichen Planungssitzung im November beschloss der Vorstand, am Mandat an Mike Zettel festzuhalten, die Durchführung des MAG 2021 vorzusehen und die Ausschreibung zur Teilnahme im Januar zu veröffentlichen. Alle für dieses Jahr geplanten Aktivitäten und Veränderungen sollen 2021 umgesetzt werden. Der Vorstand ist sich auch bewusst, dass möglicherweise aufgrund der Ansammlung von verschobenen Gewerbeausstellungen in der Region die Akquisition der angestrebten Zahl an Ausstellern und Beizenbetreibern schwierig werden könnte. Der MAG 2021 findet wie gewohnt in der Woche nach dem Bachfischet von Donnerstag, 30. September bis Sonntag, 3. Oktober statt. Die Ausschreibung für Teilnehmende wird im Laufe des Januars auf der Website www.mag-aarau.ch zu finden sein. Bisherige Aussteller werden direkt bedient.

Mutationen im Vorstand
Rainer Zulauf wird nach 15 Jahren das Präsidium des MAG-Vereins abgeben. Seinem Engagement und seiner MAG-Leidenschaft ist es zu verdanken, dass die Organisation in den Jahren 2005 und 2006 nicht kollabierte. Die Hinterlassenschaft bestand aus einer langen und fest zementierten Tradition im städtischen Jahreskalender und aus unbezahlten finanziellen Verpflichtungen der Vorgängerorganisation. Rainer Zulauf hat sich mit Namen und Hingabe sowie seinem Vorstandsteam den Herausforderungen gestellt und dafür gesorgt, dass der MAG-Verein mit seinen rund 100 Mitgliedern heute finanziell auf gesunden Beinen steht und Verdruss der Freude gewichen ist. Auch Hanspeter Liniger verlässt nach über zehnjähriger MAG-Tätigkeit den Vorstand. Fabian Koch, Marcel Suter und Christoph Urech stellen sich weiterhin zur Verfügung. Zudem ist der Vorstand derzeit für Ergänzung des Vorstandes und Bestellung des Präsidiums bemüht. Ob die Jahresversammlung am 22. Februar wird stattfinden können, ist ungewiss. Auf die Organisation des MAG 2021 würde die Verschiebung keinen Einfluss haben. Mit der Vorfreude kann begonnen werden. 

Corona darf Entwicklung der Altstädte nicht stoppen

Corona darf Entwicklung nicht stoppen | Der Landanzeiger

Das Leben in den Innenstädten ist durch Corona noch gefährdeter als je zuvor. Der Detailhandel steht vor einer grossen Prüfung und die zielgerichtete Entwicklung der Altstädte darf durch Corona nicht aufgehalten werden. Dafür setzt sich die Interessengemeinschaft Aargauer Altstädte ein.

2015 wurde der Verein Aargauer Altstädte von 12 Aargauer Altstädten und dem Flecken Bad Zurzach als Interessengemeinschaft gegründet. Das Ziel ist die gemeinsame Förderung und Stärkung der Altstädte und der Zweck besteht darin, zuhanden der beteiligten Gemeinden Grundlagen zu schaffen, mit welchen die zugeschnittenen Massnahmen, welche die Attraktivität der Aargauer Altstädte für die Bewohner, das Gewerbe und die Kunden erhalten respektive steigern, weiterentwickelt werden können. Als Grundlage für Einstieg und Vorgehen wurde von Fachleuten und dem Vorstand ein konfektionierter Entwicklungsprozess ausgearbeitet. Dass die gegenseitige Information und der Erfahrungsaustausch eine wichtige Funktion der Interessengemeinschaft sind, wird am Beispiel der seit 2018 mit dem Musterprozess arbeitenden Stadt Brugg dokumentiert. Gerade, weil die Ziele, die Inhalte und Massnahmen in jeder Stadt anders sein werden, sind Pilotstädte wichtig. Der Prozess allerdings ist für alle konfektioniert und gleich. Die Städte erarbeiten Fakten, die für alle zugänglich sind.

Das Jahr 2020 wurde im gemeinsamen Handeln der IG Aargauer Altstädte durch Corona gebremst. Treffen für Diskussionen und Workshops mussten ausfallen und in den Städten haben sich durch die Pandemie die Prioritäten geändert. Auch der traditionelle Altstadtgipfel mit den Stadtammännern musste ausgesetzt werden. Diese Situation ist äusserst bedauerlich, denn die Entwicklungen in den Alt- und Innenstädten ist gerade auch wegen den wirtschaftlichen Corona-Auswirkungen dringlich. In den Innenstädten steigt die Zahl der leerstehenden Läden, Traditionsunternehmen schliessen und die Nutzung der Flächen ist kaum abzuschätzen.

Workshops auf 2021 verschoben
Geplant war die Aufnahme der Tätigkeiten in zwei Bereichen. Einerseits soll die Installation des «City-Managements» in verschiedenen Städten angeschoben oder – wie in den Fällen Rheinfelden und Aarau – begleitet werden. Diese neue Funktion braucht Umschreibung der Aufgaben, Eingliederung in die städtische Organisation, Finanzierungsmodelle und Kontrollinstrumente. Andererseits gewinnt die gemeinsame Entwicklung der Liegenschaften zunehmend an Bedeutung. Der gemeinsam mit der Öffentlichen Hand, den privaten Immobilienbesitzern und Mietern anzugehende Prozess umfasst neben der Nutzung und Entwicklung der Liegenschaften die zusätzlichen Bereiche wie Entwicklung der Strassen und Plätze. Die Workshops mit Referaten von Fachleuten und Beteiligten sollen im April 2021 nachgeholt werden können.

Zusammenarbeit mit Gewerbe
Ein zweiter Schritt zur gesteuerten Entwicklung der Liegenschaften soll ein kuratierter Bericht «Nutzung der Erdgeschosse im Veränderungsprozess» bieten. Dafür wurde auch eine Kooperation mit dem Aargauischen Gewerbeverband vereinbart. Die Aufgabe besteht darin, eine zugängliche Plattform anzubieten, um an die vielen Massnahmen zu kommen, die die Dorfkern- und Stadtentwicklung im Bereich der Erdgeschossnutzung ausmachen. Die Plattform soll allen zur Verfügung stehen, die sich mit dem Problem der Nutzung der Erdgeschosse im Veränderungsprozess auseinandersetzen. Das Resultat des Projekts ist also ein Inventar von Massnahmen, Lösungsansätzen oder Beispielen, aus welchen der Betroffene (Kurator) auswählen kann, um seine Entwicklungsstrategie für das Erdgeschoss am besten zu unterstützen.

Die IG Aargauer Altstädte will auch immer wieder das Bewusstsein fördern, dass die zufällige Entwicklung der Altstädte meist nicht zum gewünschten Resultat führt.

Wer ein Nutzungsziel erreichen will, muss die Entwicklung steuern und die Beteiligten involvieren. Es bleibt zu hoffen, dass der Schwung durch Corona nicht gänzlich gebrochen wird und die Prozesse 2021 wieder in Fahrt kommen. 

Gerade in Krisenzeiten wichtig

Jugendarbeit Aarau | Der Landanzeiger

Trotz Krisenzeiten haben Kinder und Jugendliche wichtige Entwicklungsaufgaben zu meistern: Wertebildung, Körperempfinden, Selbst- und Fremdbild, Sexualität … Bei der Jugendarbeit geht es um diese Themen sowie darum, soziale Fähigkeiten zu üben, Abgrenzung von den Erwachsenen zu leben und Selbständigkeit zu entwickeln. Zwar sind Kinder und Jugendliche in ihrer körperlichen Gesundheit durch Corona kaum bedroht, aber die anhaltenden und sich nun wieder verschärfenden Massnahmen beeinträchtigen ihr psychisches und soziales Wohlbefinden deutlich.

Auch künftig beschäftigen
«Den Jugendlichen fehlen natürlich die Freizeitangebote und auch die Corona-Fallzahlen beschäftigen sie. Aber es sind auch Themen wie die durch Corona erschwerte Lehrstellensuche oder dass sie wegen des teilweise verpassten Schulstoffs während dem Lockdown jetzt in der Schule Mühe haben, mitzukommen. Das alles macht ihnen Sorgen», weiss Christoph Rohrer, Teamleiter der Jugendarbeit Aarau. Welche sozialen und psychischen Auswirkungen die Coronazeit auf die Jugendlichen haben wird, das werde sich aber erst noch zeigen. «Das wird uns sicher zukünftig noch mehr beschäftigen», sagt Christoph Rohrer.

Studien des Bundes haben auf jedenfall festgestellt: «Junge Menschen fühlen sich häufiger unglücklich». Die Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) können gerade da einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dies abzufedern. Sie fördert zudem weiter die Solidarität der jungen Menschen, die viel zur Bewältigung der Pandemie beiträgt. «Deshalb ist es wichtig», schreibt der Dachverband der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, «dass diese Angebote der non-formalen Bildung nicht nur offen bleiben, sondern von den Gemeinden gar gestärkt werden.»

Knifflige Situation für Jugendarbeit
Mit den aktuellen Massnahmen ist die Situation für die Jugendarbeit Aarau knifflig geworden. Die gratis Workshops, die anlässlich der «Winterweile» Mitte Dezember gestartet wären, können nun nicht durchgeführt werden und auch der neue Jugendtreffpunkt für Jugendliche ab 16 Jahren im Flösserplatz musste wieder geschlossen werden. Der Jugendtreff Wenk ist wegen den Betriebsferien ebenfalls für zwei Wochen geschlossen. Christoph Rohrer sagt: «Wir werden im Januar die Situation neu beurteilen müssen. Denn eine langfristige Planung ist unter diesen schnell wechselnden Umständen nicht möglich.»

Rad- und Fussweg Torfeld Nord wird vorzeitig freigegeben

Rad- und Fussweg Torfeld Nord | Der Landanzeiger

Die Bauarbeiten am Rad- und Fussweg im Torfeld Nord schreiten erfreulich schnell voran. Die rund 300 Meter lange Verbindung zwischen der Rohrerstrasse und dem bereits bestehenden Rad- und Fussweg im Torfeld Nord wird zu Weihnachten zur Benützung freigegeben.

Ein aussergewöhnliches Rad- und Fusswegprojekt der Stadt Aarau steht kurz vor der Fertigstellung. Die letzte Etappe der Verbindung zwischen dem Bahnhof und dem Stadtteil Rohr verläuft rund 40 Meter durch ein bestehendes Gebäude und quert das Gleis der Aarauer Weinkellerei, bevor der Weg wieder auf das bestehende Strassennetz trifft. Für den Gebäudedurchbruch waren umfangreiche Umbauarbeiten der bestehenden Schreinerei und Harmonikawerkstatt erforderlich. Die Jugendarbeit Aarau wird die hierbei entstandene Trennwand im Frühling 2021 noch durch ein Gestaltungsprojekt aufwerten.

An der Rohrerstrasse wurde die Wegweisung zum neuen Radweg bereits ergänzt. Am Bahnhof Aarau wird die Wegführung und Wegweisung für Velofahrer in den nächsten Monaten noch angepasst. Die Freigabe des neuen Rad- und Fusswegs erfolgt zunächst provisorisch mit Baustellensignalisation, da noch wenige Restarbeiten ausstehen, die jedoch die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen.

Einschulungsklassen werden vorerst wieder eingeführt

Vor rund einem Jahr hat die Kreisschulpflege Aarau-Buchs auf Antrag aller Primarschulleitungen die Einschulungsklassen aufgehoben. Nach einem Entscheid des kantonalen Departements Volkswirtschaft und Inneres muss das Angebot geführt werden, weil es namentlich im Zweckartikel der Satzungen genannt ist.

«Die Kreisschule Aarau-Buchs ist eine integrative Schule, in der möglichst alle Schülerinnen und Schüler in Regelklassen unterrichtet werden.» Aufgrund dieses Grundsatzes in den strategischen Leitsätzen der Kreisschule Aarau-Buchs, der rückläufigen Schülerzahlen in Einschulungsklassen und eines entsprechenden Antrags der Geschäfts- und Schulleitung hat die Kreisschulpflege das Angebot der Einschulungsklasse aufgehoben. Die Kinder werden in der Regelklasse unterrichtet. Die Klassenlehrperson und heilpädagogische Förderlehrpersonen begleiten Kinder mit erhöhtem Förderbedarf situativ.

Hätte nicht aufgehoben werden dürfen
Gegen diese Aufhebung des Angebots wurde am 20. März 2020 bei der Gemeindeabteilung des DVI eine Beschwerde eingereicht. Seit dem 3. November 2020 liegt der Entscheid des Kantons vor. Das Angebot hätte aufgrund einer Formulierung im Zweckartikel der Satzungen nicht aufgehoben werden dürfen. Namentlich erwähnte Angebote im Zweckartikel sind als solche zu führen.

Die Kreisschulpflege begrüsst diese -juristische Klärung und nimmt den Entscheid des DVI an. Die Einschulungsklasse soll per Schuljahr 2021/ 22 wieder in das schulische Angebot aufgenommen werden. Aktuell erhebt die Schule den Bedarf bei Kindern des zweiten Kindergartenjahrs und der ersten Klasse Primarschule. Voraussichtlich wird die Einschulungsklasse im Schulhaus Schachen in Aarau sowie eine allfällige zweite Klasse im Perimeter Buchs geführt.

Kreisschule strebt Anpassung der Satzungen an
Es ist für eine Schule wichtig, ihre Angebote bedarfsgerecht ausrichten zu können. Gerade im Förderbereich sollen die schulischen Angebote auf den situativen Bedarf der Kinder angepasst werden können. Dabei gilt es, nebst der rechtlichen Verpflichtung, vor allem auch pädagogische und organisatorische Gründe für oder gegen die Führung eines schulischen Angebots zu berücksichtigen.
Die Schule braucht dafür einen gewissen Handlungsspielraum. Aus diesem Grund wird die Kreisschulpflege den Prozess zur Anpassung des Zweckartikels in den Satzungen lancieren. Spezialklassen, wie die Einschulungsklasse, unterliegen einem volatilen Bedarf und sollen nicht länger namentlich im Zweckartikel erwähnt sein. Die Kreisschulpflege wird einen entsprechenden Antrag ausarbeiten. Über Satzungsänderungen entscheiden die Einwohnerräte von Aarau und Buchs abschliessend.

Neues Unterwerk: Baubeginn im Herbst 2021

Neues Unterwerk | Der Landanzeiger

Die Eniwa AG plant und realisiert zwischen der Erlinsbacherstrasse und dem Kraftwerkskanal ein neues Unterwerk. Im Januar 2021 erfolgt die öffentliche Auflage des Projekts.

Um die Hochspannung des Vorliegernetzes auf das Niveau des Mittelspannungsnetzes der Eniwa zu transformieren, sind entsprechende Einrichtungen und Bauten notwendig, die nun alle zentral im neuen Unterwerk zusammengefasst sind. Heute befinden sie sich beim und im Eniwa-Kraftwerk an der Aare. Für den Betrieb des Unterwerkes sind auch entsprechende Stromleitungen nötig. Sie werden vom heutigen zum neuen Standort umgelegt, respektive verlängert. Dazu sind in der Umgebung umfangreiche Bauarbeiten nötig.

Mehr als nur ein Unterwerk
Das neue Gebäude wird nebst Transformatoren und Schalter auch weiteren Einrichtungen Platz bieten: Eine Transformatorenstation stellt die Stromversorgung des umliegenden Quartiers sicher. Auf dem Dach ist eine Solaranlage vorgesehen. Für die beim heutigen Unterwerk angesiedelte Mauerseglerkolonie werden Nistkästen platziert. Ein Besucherraum mit einer Ausstellung zur Geschichte der Stromproduktion an der Aare, welcher im Rahmen von Kraftwerksbesichtigungen besucht werden kann. Ein Raum für die abgesetzte Leitstelle für Kraftwerk und Netz.

Ausserdem entsteht auf dem Unterwerksteil einen öffentlich zugänglichen Vorplatz mit Exponaten der Stromerzeugung sowie Blick auf den Kanal und die Stadt Aarau.

Terminplan
Ab dem 14. Dezember 2020 wird profiliert. Die öffentliche Auflage startet ab dem 4. Januar 2021. Baubeginn ist für Herbst 2021 geplant und der Abschluss des Projektes für Herbst 2023 vorgesehen. Nach der Inbetriebnahme des neuen Unterwerks kann mit dem geplanten Kraftwerksneubau begonnen werden.

Golatti-Rohbau ist fertig

Golatti-Rohbau ist fertig | Der Landanzeiger

Die Bauarbeiten zur Sanierung der Station Milchgasse des Pflegeheims Golatti schreiten voran. Die Rohbauarbeiten sind fertig. Jetzt läuft der Innenausbau.

Zwischenwände werden eingebaut. | Der Landanzeiger
Zwischenwände werden eingebaut.

Anfang Februar 2020 erfolgte der Baustart zur Sanierung der drei Häuser der Milchgasse 29, 33 und 35. Im November konnten die Rohbauarbeiten abgeschlossen werden. Nahtlos geht es weiter mit dem Innenausbau. Haustechnische Installationen werden eingebaut und Zwischenwände erstellt. Der Ausbau dauert noch bis im Sommer 2021. Ab Januar 2021 werden die Fenster ausgewechselt und im Frühjahr startet die Fassaden-Renovation. Die drei Häuser sollen im 3. Quartal 2021 fertig saniert sein und können anschliessend von den Bewohnerinnen und Bewohnern wieder bezogen werden. Die Sanierung führt zu einer verbesserten Wohn- und Pflegesituation.

Diverse Leitungen im Rohbau. | Der Landanzeiger
Diverse Leitungen im Rohbau.

Das Stimmvolk bewilligte am 19. Mai 2019 den Baukredit von 7.8 Millionen Franken für die Sanierung der Station Milchgasse des Pflegeheims Golatti. 

«Stadtwächter» Brauerei plant Ausbau

«Stadtwächter» Brauerei plant Ausbau | Der Landanzeiger

In der Aarauer Telli soll der neue Produktionsstandort der «Stadtwächter» Brauerei Aarau AG entstehen. Zur Finanzierung dieses Ausbaus der lokalen Bierproduktion laden die «Stadtwächter» Personen aus der Region und darüber hinaus ein, Aktien der Brauerei Aarau AG zu zeichnen.

Vor rund drei Jahren lancierten neun begeisterte Aarauer das Stadtwächterbier. Seither ist es ihnen gelungen, die Brauerei stetig weiterzuentwickeln. Trotz Corona-Krise kam die Produktion diesen Sommer bereits an die Kapazitätsgrenze. Um in Zukunft die Nachfrage nach dem regionalen Bier zu decken und die Kostenstruktur zu optimieren, planen die «Stadtwächter» mit der Entwicklungsstrategie 2022 einen grossen Ausbauschritt. Dabei wird die Produktionsmenge gegenüber heute verfünffacht. Dieser Ausbauschritt ist mit einer grösseren Produktionsanlage an einem neuen Standort verbunden.

Platz für die nötige Infrastruktur
Diese Vergrösserung der Produktion wird durch Erhöhung des Aktienkapitals finanziert. Mit einer Publikumsaktion solle möglichst viele Liebhaber Mitbesitzer der Brauerei Aarau AG werden. Aktionärinnen und Aktionäre kommen (je nach Geschäftsverlauf) in den Genuss einer Naturaldividende und entscheiden an der Generalversammlung mit über die Geschicke der Brauerei und der lokalen Bierkultur. Sie investieren zudem in die Region, schaffen neue Arbeitsplätze und ermöglichen ein tolles, regional produziertes Getränk.

Geplant ist, das «Stadtwächter» künftig an der Weihermattstrasse 80 in Aarau zu brauen. Das Areal, auf dem einst Gäste im Restaurant Go West bewirtet wurden, eignet sich hervorragend als neuer Standort. Der Ersatzbau und Teile des bestehenden Gebäudes bieten Platz für die nötigen Infrastrukturen und eventuell auch einen Eventraum.

Für den Rampenverkauf ist das Areal mit Velo, ÖV und Auto bestens erschlossen. Das Telliquartier befindet sich in einer grossen Umbruchphase. Weitere Entwicklungsprojekte wie der Neubau des KIFF oder das Hangaarareal beleben das Quartier. In diesem Umfeld fühlt sich ein Brauereibetreib wohl. Der Verbleib der «Stadtwächter» in Aarau ist auch ein Bekenntnis zum Standort. Die Brauerei Aarau AG plant zusammen mit der Grundeigentümerschaft, dieses Projekt bei erfolgreichem Abschluss der Finanzierungrunde in Angriff zu nehmen.

Zeichnungsabsichten sammeln
Für eine erfolgreiche Kapitalerhöhung, ist die Brauerei Aarau AG darauf angewiesen, die Zeichnungsabsichten der neuen Aktionärinnen und Aktionäre zu kennen. Daher sammeln sie bis am 31. Dezember 2020 Zeichnungsabsichten auf der Weibseite www.stadtwaechter.ch/aktien. Im neuen Jahr startet die eigentliche Emission. Die auf der Webseite eingetragenen Zeichnungsinteressen werden bevorzugt. Ansonsten gilt first come, first serve. Oder auf Braudeusch: wer zuerst kommt, braut zuerst. Die Dokumentation zu Aktienzeichnung mit allen wesentlichen Informationen gibt es unter: www.stadtwaechter.ch/aktien.