Ideen und Inputs gesammelt

Ideen und Inputs gesammelt | Der Landanzeiger

Viele verschiedene Sitzgelegenheiten, die Stadtbibliothek hat Bücher ausgelegt, die Veloflick-Werkstatt steht bereit, Kaffee wird ausgeschenkt und der Pingpongtisch wird rege genutzt. Der Färberplatz vor der Markthalle ist richtig belebt. Es ist der 12. November, das Begegungscafé findet an diesem Tag zum letzten Mal statt. «Die Begegnungscafés bildeten den Auftakt zum zweijährigen Testbetrieb. Als nächstes gilt es all die Ideen und Inputs in ein Nutzungskonzept zu überführen», zieht City-Managerin Romana Waller ein positives Fazit. Die Ideen waren vielfältig: Kunst, Kultur, Börsen, einen Aufenthaltsraum ohne Konsumzwang, aber auch konkrete Vorschläge wie eine Kletterwand oder eine Pop Up Galerie wurden gesammelt. «Es waren etwa zehn konkrete Vorschläge, zu denen sich auch gleich Macherinnen und Macher bereit erklärt haben», freut sich Romana Waller. Ziel ist es nun, dass im Frühling mit dem neuen Nutzungskonzept gestartet werden kann. Nach Ablauf des zweijährigen Testbetriebs soll die definitive Nutzung feststehen.

Aber nicht nur die Nutzung der Halle soll sich verändern. Vor allem der Aussenraum wird einige Veränderungen erleben. «Dort sind es vor allem Sitzgelegenheiten und Begrünungen, die den Raum zwischen Färberhöfli und Obertor neu prägen sollen», so Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker. Die Bodenbemalung als Gestaltungselement wird bereits heute umgesetzt. Holzpodeste und einzelne Sitzgelegenheiten, grosse Töpfe mit Holzsitzstufen ummantelt – das sind Dinge, die anfangs 2023 umgesetzt werden sollen. Ergänzt mit dem neuen Nutzungskonzept wird sich dann zeigen, in welche Richtung sich die Markthalle und ihr Aussenraum wieter entwickeln wird.

«Wir rocken den MAG 2022»

Metzgerei Strässle MAG 2022 | Der Landanzeiger

An den Marktständen werden für Produkte geworben, die Menschen schlängeln sich den Graben entlang, Bekannte werden freudig begrüsst, angeregte Gespräche finden statt. Es riecht nach Magenbrot, Erdnüssen und Strässle-Bratwürsten. Glänzende Kinderaugen beim Eniwa-«Chöcherlistand », vom Weinzelt her hört man die Gläser beim Anstossen klingen. Endlich ist wieder MAG!

«In 85 Jahren, in denen es den MAG gibt, konnte er nur viermal nicht stattfinden. 1939 durch den Krieg, im 1970, weil der Vorstand eine Auszeit brauchte und in den letzten beiden Jahren durch Corona. Somit ist es der 81. MAG», sagt Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker bei seiner MAG-Eröffnungsrede am Donnerstag und spricht dem MAG-Verein ein Kompliment aus: «Ich möchte dem MAG-Verein gratulieren, dass sie den Mut hatten, so einen Traditionsanlass in professionelle Hände zu legen.»

2019 fand der Markt Aarauer Gewerbetreibender zum letzten Mal statt. 2020 hat die Kein Ding GmbH mit Marktleiter Mike Zettel die Organisation übernommen, nun – 2022 – konnte er sie zum ersten Mal durchführen «Wir haben lange warten müssen, um uns zum ersten Mal zu beweisen. Jetzt wollen wir den MAG rocken», freut sich Mike Zettel. Ein MAG für Aarau «Wenn wir so einen Traditionsanlass übernehmen, ist uns wichtig, einen MAG für Aarau zu gestalten. Er soll für uns keine Geldmaschinerie sein», stellt Mike Zettel zudem klar.

Verändert hat sich der MAG deshalb nur im Detail. Das Schlossplatz- und das Weinzelt wurden verlängert und bekamen einen Print aufgedruckt. Die Entfluchtungen wurden etwas geändert, wie auch die Administration und der Webauftritt.

Die MAG-Bühne stand in diesem Jahr nicht mehr in der Markthalle, sondern auf dem Schlossplatz, hinter dem Schlossplatzzelt. Ob letzteres die richtige Lösung sei? Darum drehten sich während dem MAG viele Diskussionen. Zwar froh, dass man sich nun in der Markthalle wieder in einer normalen Lautstärke unterhalten konnte, war vielen die Konzertbühne auf dem Schlossplatz zu versteckt. Aber genau um solche und weitere Fragen zu klären, haben Mike Zettel und sein Team nun Zeit bis zum nächsten 82. MAG, das sie «rocken» dürfen.

1 statt 3 Prozent Steuerfusssenkung

1 statt 3 Prozent Steuerfusssenkung | Der Landanzeiger

«Unser Ziel mit dem vorgelegten Budget ist, dass wir unsere definierte Finanzstrategie weiterverfolgen. Sie verfolgt drei Ziele: ein gesunder Finanzhaushalt, ein gutes Leistungsangebot und eine attraktive Steuerbelastung. Und genau das sehen wir in unserem Budget realisiert», so Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker im Einwohnerrat. Er schlägt dem Rat ein Budget mit einer Steuerfusssenkung um 3 Prozent auf 94 Prozent vor und rechnet mit einem Plus von 0,3 Mio. Franken. Die Selbstfinanzierung soll bei 16,6 Mio. Franken liegen und die Nettoinvestitionen belaufen sich laut Budget auf 22,4 Mio. Franken.

Der Stadtrat ist überzeugt von seinem vorgeschlagenen Budget, nicht aber der Einwohnerrat. Die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission schlug dem Einwohnerrat einen «Kompromiss» mit einer Steuerfusssenkung von einem Prozent auf 96 Prozent vor.

Wie viel Vermögen soll abgebaut werden und wofür?
Die Diskussion im Rat drehte sich dann um folgende Fragen: Wie hoch soll das Vermögen einer Stadt sein? Wie schnell soll das Vermögen abgebaut werden und wofür? Momentan hat Aarau ein Vermögen von ca. 120 Mio. Franken. «Die Stadt investiert viel in nächsten Jahren. So wird das Vermögen über die nächsten fünf Jahre mehr als halbiert», so beispielsweise Martina Niggli, Einwohnerrätin der Grünen. Tatsächlich betragen die geplanten Nettoinvestitionen bis im Jahr 2027 insgesamt 164,4 Mio. Franken. «In Anbetracht der hohen Ausgaben, würde ich die Einnahmen nicht reduzieren», argumentiert Martina Niggli weiter. Auch Nicola Müller von der SP sprach sich für den Kompromiss und einen Steuerfuss von 96 Prozent aus: «Wir geben lieber Geld für die anstehenden Generationenprojekte aus, als für eine Steuerfusssenkung. Trotzdem können wir mit einer Steuerfusssenkung um ein Prozent der Bevölkerung etwas zurück geben und ein Zeichen setzen.» Zu den genannten Generationenprojekten gehören beispielsweise das KIFF, das Stadion oder auch das Oberstufenzentrum.

«Der Vermögensabbau ist kein Argument, um die Steuerfusssenkung zu verhindern», ist Lukas Häusermann von der Mitte der Meinung. Und Stefan Zubler von der FDP nennt eine Steuersenkung von nur einem Prozent unglaubwürdig gegenüber dem Steuerzahler: «Steuern dürfen nicht auf Vorrat eingezogen werden. Wir können uns eine Steuerfusssenkung um drei Prozent Dank den Überschüssen in den letzten Jahren leisten.»

Schliesslich sprach sich der Einwohnerrat aber mit 28 Ja zu 16 Nein und einer Enthaltung für das Budget mit einem Steuerfuss von 96 Prozent aus. Zuvor lehnte er auch den vorgeschlagenen Steuerfuss von gleichbleibenden 97 Prozent ab. Das Budget kommt am 27. November an die Urne.

Ja zur Tagesschule und weiteren Geschäften
Desweiteren wurde dem Einwohnerrat am vergangenen Montag der «Gemeindevertrag über die Führung schulergänzender modularer Kinderbetreuung und Tagesschulen durch die Kreisschule Aarau-Buchs» und der «Projektierungskredit für den Modulbau der Tagesschule auf dem Areal Schulanlage Aare» vorgelegt. Die Kreisschule Aarau-Buchs (KSAB) soll mittels Gemeindevertrag beauftragt werden, eine Tagesschule zu betreiben. Die Tagesschule soll durch einen Modulbau auf einer freien Fläche des Schulareals Aare in Aarau zu stehen kommen. Sie bietet Platz für insgesamt 154 Kinder. Der Einwohnerrat hat sowohl dem Gemeindevertrag wie auch dem Projektierungskredit in der Höhe von 570’000 Franken zugestimmt. Der Einwohnerrat Buchs, wie auch die KSAB haben dem Vorhaben bereits zugestimmt. Die Volksabstimmung ist für den 27. November vorgesehen.

Zudem hat der Einwohnerrat an seiner Sitzung die Änderung des Personalreglements betreffend Anpassung der Lohnbänder gutgeheissen sowie das Nutzungs- und Gebührenreglement für das Kultur- und Kongresshaus. Alle Details zu diesen wie auch den anderen Geschäften gibt es auf www.aarau.ch.

Alle weiteren Informationen zu den Themen im Einwohnerrat

Stadteinwärts über die neue Kettenbrücke

Stadteinwärts über die neue Kettenbrücke | Der Landanzeiger

Seit Freitag rollt der Verkehr über die neue Kettenbrücke. Erst mal nur in eine Richtung: nämlich stadteinwärts. In die andere Richtung, stadtauswärts, wird es noch eine Zeit lang über die Hilfsbrücke gehen. Die Teileröffnung wurde in einem kleinen, aber feinen Rahmen am Freitag über Mittag mit Regierungsrat Stephan Attiger, Vizestadtpräsident Werner Schib und mit Vertretern des Kantons und der Arbeitsgruppe («Arge») Kettenbrücke gefeiert. Mitten auf der Brücke, wo es danach Wurst und Brot gab, durchschnitten Attiger, Schib und «Arge»-Vertreter Walter Wolf das Band.

In ihren Ansprachen waren sich alle einig: Von einem «wünderschönen Bauwerk», sprach Matthias Adelsbach, der stellvertretende Kantonsingenieur. «Ein so wunderschönes Bauwerk wollen wir nicht nur einmal einweihen, sondern zwei- oder dreimal», sprach Regierungsrat Stephan Attiger, der in Aarau vor allem «Danke» sagte für die Arbeit aller Beteiligten, inklusive der Jury und den Stimmbürgern, welche 2014 Ja sagten zum Projekt. Das Baukunstwerk darf gemäss Attiger mehr kosten als geplant. Am Schluss werden es über 40 Millionen Franken werden, sieben mehr als einst bewilligt.

Neues Wahrzeichen für Aarau
Von einem «neuen Wahrzeichen für Aarau» sprach Vizestadtpräsident Werner Schib, der fast schon wehmütig zurückblickte auf die letzten drei Jahre, als täglich zugeschaut werden konnte beim Abreissen der alten und Bau der neuen Brücke. Schon jetzt bereite die neue Brücke vielen Menschen Freude. «Ohne Brücke gäbe es Aarau nicht, das ist seit der Zeit der Kyburger so», erklärte Schib.

Gebaut wird die Brücke von der «Arge», bestehend aus den Firmen, Implenia, Meier + Jäggi, Rothpletz und Lienhard + Cie. Arge-Vertreter Werner Wolf wies darauf hin, dass die Brückenform nirgends einen rechten Winkel aufweist und dass jedes Bauteil ein Unikat sei. Wolf lobte insbesondere die Arbeit des Poliers Kurt Süess, der mit der Kettenbrücke «sein Meisterstück am Ende seines Berufslebens» geliefert habe. Nun fehlt noch die Gestaltung des Aareufers und Raum für Velo und Fussgänger. Ganz fertig wird die Brücke erst im Sommer 2023. Gefeiert wird dies vermutlich nicht nur über Mittag bei Wurst und Brot, sondern mit einem Fest für die Bevölkerung.

Gemeindevertrag für Tagesschule und neue Tagesstrukturen kommt vor die Räte

Gemeindevertrag für Tagesschule und neue Tagesstrukturen kommt vor die Räte | Der Landanzeiger

Der Wunsch nach einer schulergänzenden, modularen Kinderbetreuung und einer Tagesschule ist nicht neu. Doch jetzt geht es mit grossen Schritten voran. In den Einwohnerräten von Aarau und Buchs sowie im Kreisschulrat ist das Traktandum über den Gemeindevertrag für September terminiert, die Urnenabstimmung in Aarau und Buchs soll am 27. November stattfinden. Am Montagmorgen präsentierten die Verantwortlichen von Aarau, Buchs und der Kreisschule Aarau-Buchs den Gemeindevertrag, der die beiden Teile des Projektes und deren Umsetzung definiert.

«Unser Umsetzungsplan ist sportlich», sagte Kreisschulvorstandmitglied Rainer Ziesemer. Bereits ab Mitte 2023 sollen Lösungen definiert werden, ob und, wenn ja, wie die heutigen von Privaten geführten, modularen Tagesstrukturen schrittweise in die Kreisschule Aarau- Buchs übertragen werden. Diese sollen für Kinder ab Kindergarten bis und mit 6. Primarschulklasse angeboten werden. Es ist Gegenstand der Verhandlungen mit den bisherigen Anbietern, ob die Tagesstrukturen, die der Kreisschule übertragen werden, vorerst in den heutigen Horten bleiben können. Langfristig soll sich das Hortangebot aber auf dem Schulareal befinden, damit auch eine gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten möglich wird.

Die Einführung der Tagesschule und die Verbindung von Schulunterricht und ganztägiger Betreuung ist für viele Schulen absolutes Neuland, denn im Aargau bietet erst Baden eine Tagesschule in dieser Form an.
Der Besuch der Tagesschule und der modularen Tagesstrukturen ist freiwillig. Am Angebot der Tagesstrukturen können alle Schülerinnen und Schüler der Kreisschule teilhaben. Die Tagesstrukturen (Betreuungskosten) werden, wie üblich, von den Erziehungsberechtigten finanziert.
Die Tagesschule soll vorerst Platz für maximal sieben Klassen bieten, mit je 22 Kindern. Gerechnet werden mit 15 aus Aarau und 7 aus Buchs. Kinder aus Nachbargemeinden werden dann aufgenommen, wenn es freie Plätze gibt. Für sie müssten die Erziehungsberechtigten aber nebst den Betreuungskosten (rund 11’000 Franken pro Kind und Jahr) auch für das Schulgeld aufkommen. Bei Kindern mit Hauptwohnsitz Aarau oder Buchs entfällt das Schulgeld, da es eine öffentliche Regelschule ist.
Tagesschule und Kinderbetreuung sollen jeweils von Montag bis Freitag, von mindestens 7 bis 18 Uhr geöffnet sein. Während den Ferien ist zur Zeit keine Betreuung vorgesehen.

Gestartet werden soll im Sommer 2025 mit dem Kindergarten und der ersten bis dritten Klasse. Danach kommt einlaufend jedes Jahr eine neue Klasse hinzu, bis 2028 Vollbestand herrscht. Für den Modulbau, der auf dem Areal des Aareschulhauses in Aarau zu stehen kommen soll, rechnen die Verantwortlichen mit Kosten von rund 8,5 Millionen Franken. 960’000 Franken soll später der Kreisschulrat für die Erstausstattung und schon jetzt 320’000 Franken für die Umsetzungsphase der Tagesschule sprechen. Bei den Tagesstrukturen rechnen die Verantwortlichen mit wiederkehrenden Personalkosten von jährlich 45’000 Franken ab Mitte 2023, sowie wiederkehrende Ausgaben bei der Tagesschule von jährlich 480’000 Franken, aufgeteilt unter den Gemeinden, je nach Wohnsitz der Kinder.

Mehr Infos zum Projekt und den Kosten finden Sie direkt hier.

«Die Sanierung bringt Vorteile für alle»

«Die Sanierung bringt Vorteile für alle» | Der Landanzeiger

Der Kanton, vertreten durch Kantonsingenieur Dominik Studer, begrüsste die eingeladenen Gäste am Freitag, 12. August, bei der Aeschbachhalle in Aarau zum offiziellen Spatenstich. Regierungsrat Stephan Attiger erwähnte in seiner Kurzansprache: «Mit dem Projekt auf dieser Achse verfolgen wir die Ziele der Mobilitätsstrategie mobilitätAARGAU und fördern den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr.» Er ergänzte, dass der grösste Teil der neuen Verkehrsanlage auf der heutigen Strassenfläche und dem alten Trassee der WSB realisiert werden könne. Hanspeter Hilfiker, Stadtpräsident Aarau, der vertretend für die drei beteiligten Gemeinden eine Ansprache hielt, sagte: «Mit dem Spatenstich zur Neugestaltung der Buchserstrasse können die Potentiale der Verlegung der ehemaligen WSB auf das SBB-Trassee endlich ausgeschöpft werden; mit Vorteilen für alle, für den Langsamverkehr, für den öV und für den MIV.»

Die eigentlichen Bauarbeiten für das kantonale Grossprojekt starteten am Montag, 15. August, mit dem Teilprojekt 1 und dauern gesamthaft bis voraussichtlich Ende 2026. Das Teilprojekt 1 umfasst auf einer Länge von fast 400 Metern die Buchserstrasse in Aarau. Der Perimeter beginnt kurz nach dem Kreisel Gais und endet vor der Einmündung des Barbarawegs. Ausführung der Teilprojekte Die Teilprojekte 2 und 3 sind rechtskräftig, eine Einwendung im Teilprojekt 4 wurde weitergezogen. Das Teilprojekt 2 umfasst auf einer Länge von 346 Metern den Knoten Bavaria, das Teilprojekt 3 die Tramstrasse von der Südallee bis Steinfeld auf über 1119 Metern und das Teilprojekt 4 beinhaltet die Tramstrasse von Steinfeld bis Winkelweg auf rund 473 Metern. Die Ausführung des Teilprojekts 2 ist im Anschluss an die Bauarbeiten im Teilprojekt 1 ab Ende 2023 geplant. Die Ausführung der Teilprojekte 3 und 4 ist abhängig vom weiteren Verlauf der Beschwerden.

Alle Infos zum Grossprojekt und seinen Teilprojekten gibt es auf www.ag.ch.

Stadtrat will Steuerfuss um 3% senken

Stadtrat will Steuerfuss um 3% senken | Der Landanzeiger

Der aktualisierte Politikplan enthält im Gegensatz zum Vorjahr die zwischenzeitlich vom Souverän beschlossene Revision des Steuergesetzes. Er startet gegenüber dem letztjährigen Politikplan auf einer besseren Ertragsbasis bei den Steuern. Die erwarteten coronabedingten Steuerausfälle sind nicht eingetroffen. Dies hat das Nettovermögen am Anfang der Planperiode auf knapp 120 Mio. Franken anwachsen lassen.

Die Prognosen weisen in den Jahren nach der Steuersenkung Aufwandüberschüsse aus. In den vergangenen Jahren wurden bessere Ergebnisse erzielt, als es die Prognosen zeigten. Der Stadtrat erachtet es deshalb als angebracht, den Steuerfuss um 3% zu senken.

Die geplanten Nettoinvestitionen liegen in den Jahren 2022 – 2027 um nahezu 40 Mio. Franken höher als im letztjährigen Politikplan. Die mutmasslichen Nettoinvestitionen1 (70% der geplanten Investitionen) betragen bis im Jahr 2027 insgesamt 164,4 Mio. Franken bzw. durchschnittlich 27,4 Mio. Franken pro Jahr. Spitzenjahr ist das Jahr 2027 mit geplanten Nettoinvestitionen von 56,6 Mio. Franken. Grösstes Einzelprojekt ist das neue Oberstufenzentrum in der Telli. Von den erwarteten Kosten für die 1. Etappe von 134,6 Mio. Franken fallen 44,6 Mio. Franken in die Planperiode, 90 Mio. Franken in die Folgejahre 2028 und 2029. Die Selbstfinanzierung dürfte sich in der Planperiode in der Grössenordnung zwischen 15 und 16 Mio. Franken bewegen.

Im Politikplan aber noch nicht im Budget
Die Stadt verfügt heute über ein vielfältiges Leistungsangebot. Die im Budget 2023 vorgesehene Erweiterung dieses Angebots wird über die ganze Planperiode weitergeführt. Über das neue Angebot für die frühe Kindheit wird der Souverän noch entscheiden. Die Kosten von knapp 0,8 Mio. Franken sind deshalb im Politikplan ab dem Jahr 2023, nicht aber im Budget 2023, eingerechnet. Dies gilt auch für die Einführung der Tagesstrukturen. Dafür sind im Politikplan ab dem Jahr 2025 zusätzliche Mittel eingeplant.

Wie jedes Jahr bestehen bei mittel- und langfristigen Prognosen erhebliche Unsicherheiten. Diese liegen aktuell vor allem bei der konjunkturellen Entwicklung. Die Prognosen im Politikplan 2023 – 2027 basieren darauf, dass die Konjunktur stabil bleibt und sich die Bevölkerungszahlen weiter positiv entwickeln.

Budget rechnet mit Gesamtergebnis von 0,3 Mio. Franken
Die Steuergesetzrevision ist im Budget 2023 gemäss den Prognosen des Kantons sowie einer Schätzung von stabilen Mehrerträgen aufgrund der Steuerabschlüsse der letzten Jahre eingerechnet. Es basiert wie erwähnt auf einem reduzierten Steuerfuss von 94%. Das Budget rechnet mit einem Gesamtergebnis von 0,3 Mio. Franken. Mit dem Budget 2023 wird das Leistungsangebot der Stadt weiter ausgebaut. So mit der Verstetigung des City Managements und einer Kooperation mit Schweiz Tourismus, mit der Erhöhung des Kredits für projektbezogene Kulturförderung sowie mit einem Pilotprojekt zur Erhöhung von Sicherheit, Ruhe und Sauberkeit. Weiter sind zusätzliche Mittel für die Quartier- und Altstadtentwicklung sowie die Massnahmen gemäss dem vom Einwohnerrat bereits beschlossenen Städtischen Energiekonzept (SEK II) im Budget abgebildet.

Im Jahr 2023 plant die Einwohnergemeinde, ohne Spezialfinanzierungen, Nettoinvestitionen von 32 Mio. Franken und rechnet damit, dass rund 70% davon, somit 22,4 Mio. Franken, realisiert werden können. Das Schwergewicht der Investitionen liegt im Jahr 2023 unter anderem beim Beitrag an die Realisierung KiFF 2.0, dem Beitrag an das BGK Buchserstrasse / Tramstrasse und der Totalerneuerung der Aarebrücke.

Hier gelangen Sie zum Politikplan und zum Budget 2023.

Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität für die Senioren

Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität für die Senioren | Der Landanzeiger

Ein kurzer Weg, um in die Stadt zu gelangen, die Bushaltestelle direkt vor der Haustüre, kaum Verkehr und auch das Naherholungsgebiet ist wirklich nah. Dann ist da noch die wunderbare Gartenterrasse mit Blick über die Altstadt, den Schachen bis in den Jura – eine wunderschöne, ruhige Idylle im Aarauer Zelgliquartier. Die gute Lage des Seniorenzentrums auf Walthersburg ist nur einer der Gründe, weshalb seine Bewohnerinnen und Bewohner so gerne hier wohnen. «Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität – darauf legen wir sehr viel Wert», sagt Karin Frey, Geschäftsführerin des Seniorenzentrums auf Walthersburg. «Es ist uns ein Anliegen, dass die Seniorinnen und Senioren so lange wie möglich selbstständig leben können und dass wir ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und ihre Selbständigkeit unterstützen und erhalten. Das wird von den Seniorinnen und Senioren auch sehr geschätzt.»

Sein eigenes Reich gestalten
29 Wohnungen sind es insgesamt. Zur Verfügung stehen 21 Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen, 7 Dreieinhalb-Zimmer- Wohnungen und eine Ein-Zimmer- Wohnung, die alle rollstuhlgängig sind. Die Wohnungen sind das eigene Reich der Bewohnerinnen und Bewohner. Dank dem offenen Grundriss der Räume bieten sich viele Freiheiten zur individuellen Gestaltung mit der persönlichen Einrichtung. Küche und Bad sind funktionell und übersichtlich ausgestattet.

Ein eigenes Kellerabteil, Waschautomat und Wäschetrockner stehen im Untergeschoss zur Verfügung. Es gibt auch einen Wäscheservice für die Seniorinnen und Senioren. Auf Wunsch können sogar Tiefgaragenplätze und Bastelräume gemietet werden. Jede Wohnung enthält ein praktisches Reduit als Stauraum. Während die Parterrewohnungen über Gartensitzplätze verfügen, haben die Wohnungen in den oberen Stockwerken Balkone.

In einer der Erdgeschosswohnungen hat sich eine Bewohnerin 2020 ihren Traumgarten gestalten lassen. Ein grünes Paradies mit bunten Blumen, Kakteen und einem plätschernden Brunnen. Sie schätzt die Freiheit und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten sehr. Ein paar Türen weiter wohnt Lis Wehrli. Auch sie fühlt sich richtig wohl auf der Walthersburg. Sie schätzt den guten, freundschaftlichen Kontakt mit dem Leitungsteam und dem gesamten Personal sehr. «Ich fühle mich hier wohl und bin sehr zufrieden», sagt sie.

Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität für die Senioren | Der Landanzeiger
Zu Besuch bei Bewohnerin Lis Wehrli.
Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität für die Senioren | Der Landanzeiger
Das öffentlich zugängliche Restaurant.

Alles vor Ort
Auf der Walthersburg geht immer etwas: Spiele, Singen, Sport und sonstige Freizeitaktivitäten werden regelmässig im Haus angeboten. Am Dienstag fährt der Milchexpress vor, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner einkaufen können, am Freitag ist es der Beck Maier, am Donnerstag ist der Coiffeursalon offen. Man muss also nicht mal unbedingt in die Stadt, um Lebensmittel einzukaufen. Zudem verfügt die Walthersburg auch über ein eigenes Restaurant, das öffentlich zugänglich ist.

Eine Inhouse-Spitex ist für die Seniorinnen und Senioren während 24 Stunden über einen Notfallrufknopf erreichbar und auch die Hauswartung ist vor Ort, was das selbstständige Wohnen weiter unterstützt. Insgesamt arbeiten 25 Personen im Seniorenzentrum.

Freie Wohnungen verfügbar
Das Seniorenzentrum auf Waltherburg ist eine Genossenschaft, die nicht gewinnorientiert ist. Die Stadt Aarau ist Eigentümerin der Liegenschaft. «In der Bevölkerung besteht noch immer der Eindruck, dass sich nur die «Reichen» das Leben auf der Walthersburg leisten können. Das ist nicht der Fall», ist es Karin Frey wichtig klarzustellen. Vor drei Jahren wurden die Preise zum letzten Mal angeglichen. «Wir sind bei den Preisen auf dem gleichen Niveau wie ähnliche Institutionen.»

Momentan leben 28 Seniorinnen und Senioren auf der Walthersburg. Derzeit hat es noch 2½- und 3½ Zimmer-Wohnungen mit Balkon oder Gartensitzplatz frei.

Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität für die Senioren | Der Landanzeiger
Die Gartenterrasse mit wunderbarem Ausblick.

Seniorenzentrum auf Walthersburg

Walthersburgstrasse 3
5000 Aarau
Telefon 062 832 02 02
info@seniorenzentrum.ch
www.seniorenzentrum.ch

Aarau wird Austragungsort der Berufsweltmeisterschaften

Aarau wird Austragungsort der Berufsweltmeisterschaften | Der Landanzeiger

Die WorldSkills 2022 hätten vom 12. bis 17. Oktober in Shanghai stattfinden sollen. Aufgrund der Einschränkungen durch Corona mussten die Organisatoren die Berufs-Weltmeisterschaften jedoch Ende Mai absagen. Was für das 37-köpfige SwissSkills National Team wie eine bittere Pille schmeckte, hat sich inzwischen in «Zuckerwatte» verwandelt: Anstelle der WorldSkills in der grössten Stadt Chinas findet zwischen September und November 2022 ein dezentrales Ersatzformat unter dem Titel «WorldSkills Competition 2022 Special Edition» statt. 15 Länder machen mit und haben einzelne der 60 Berufe übernommen.

Die Schweiz richtet das grösste Kontingent der Wettkämpfe aus. Sie führt 13 von 60 Meisterschaften durch. Austragungsorte sind Aarau, Basel, Bern, Genf, Luzern und Montreux (siehe unten). Aus der Schweiz werden 37 junge Berufsleute an 34 Weltmeisterschaften ihre Fertigkeiten unter Beweis stellen. SwissSkills und die Berufsverbände sind nun in doppelter Hinsicht gefordert. Einerseits gilt es die 37 Schweizer Nationalmannschaftsmitglieder bestmöglich auf ihre Einsätze in der ganzen Welt vorzubereiten. Anderseits will die Schweiz als Veranstalter beste Voraussetzungen für alle Wettkämpfenden, Experten sowie ihre Begleitpersonen schaffen.

Grosser Einsatz
Dass die dezentralen «WorldSkills Competition 2022» stattfinden können, ist nicht zuletzt dem Engagement der Schweiz zu verdanken. SwissSkills hat gemeinsam mit anderen Landesverbänden bei WorldSkills International für dieses alternative Format geworben. Die Freude von André Burri, Geschäftsführer von SwissSkills, ist denn auch gross: «Es ist toll, dass die über 1000 jungen Berufsleute aus der ganzen Welt ihre Kompetenzen nun doch an WorldSkills zeigen können.»

Burri windet insbesondere den Schweizer Berufsverbänden ein Kränzchen, die mitgeholfen haben, die 13 Wettkämpfe hierher zu holen. «Wir spürten von Anfang an ein sehr grosses Engagement der Berufsverbände, welche die Durchführung in ihren Branchen möglich machen wollten.» Die Schweiz, so Burri, erhalte durch die «WorldSkills Competition 2022» ein zusätzliches Schaufenster für die Berufsbildung. Zusammen mit den 37 Schweizer Teilnehmenden werde so aufgezeigt, welchen Wert ein gutes Berufsbildungssystem für Wirtschaft und Gesellschaft habe.

Schlag auf Schlag
Bevor die WorldSkills Competition stattfinden, steht allerdings noch ein anderes grosses Highlight bevor. Zwischen dem 7. und 11. September finden in Bern die Schweizer Berufsmeisterschaften «SwissSkills 2022» statt. In 85 Berufen kämpfen 1150 junge Berufsleute um die Schweizer Meister-Titel, insgesamt werden sogar 150 Lehrberufe präsentiert.

www.swiss-skills.ch/worldskills2022


«WorldSkills Competition 2022» in der Schweiz

Aarau
12.10. bis 15.10. Drucktechnologe, Polygraf (visCampus, Aarau)

Basel
11.10. bis 14.10. Möbelschreiner, Bauschreiner und Zimmermann (Holz, Messe Basel)

Bern
7.9. bis 10.9. Formenbauer (im Rahmen der SwissSkills 2022 in Bern) 19.10. bis 22.10 Elektroniker (im Bbc Bern)

Genf
13.10. bis 16.10. Goldschmied (im CFP arts, Genf)

Luzern
10.10. bis 15.10. Bäckerei und Konditorei- Confiserie (Richemont Fachschule Luzern) 23.10. bis 26.10. Koch und Restaurant- Service (ZAGG, Messe Luzern)

Montreux
6.10. bis 9.10. Hotel-Rezeption (im Casino Barrière Montreux)


Das Grossprojekt beginnt im August

Das Grossprojekt beginnt im August | Der Landanzeiger

Die Kantonsstrassen (K 242 und K 210) in Aarau, Buchs und Suhr werden saniert und mit lärmarmen Asphaltbelägen ausgestattet. Für den Fuss- und Veloverkehr werden direkte, durchgehende und sichere Verbindungen erstellt. Damit die Reisezeiten auf den Buslinien verlässlicher werden, werden neue Busspuren und Massnahmen zur Busbevorzugung realisiert. Die Standorte der Bushaltestellen werden optimiert und hindernisfrei gebaut.

Nun starten am 2. August die Installations- und Vorbereitungsarbeiten beim Teilprojekt 1. Das Teilprojekt 1 umfasst auf einer Länge von fast 400 Metern die Buchserstrasse in Aarau. Der Perimeter beginnt kurz nach dem Kreisel Gais und endet vor der Einmündung des Barbarawegs. Die Installations- und Vorbereitungsarbeiten dauern rund zwei Wochen. In der Woche vom 15. August wird mit den eigentlichen Bauarbeiten gestartet.

Das entsteht an der Buchserstrasse
Mit dem Gestaltungsplan Torfeld Süd wurde auf der Nordseite – bis zur Florastrasse – bereits Platz für den Strassenausbau gesichert. Der südliche Gehweg bleibt bestehen, die angrenzende Verkehrsfläche ist aufgeteilt in einen Velostreifen, je Richtung eine Fahrbahn für den motorisierten Individualverkehr, einen Mehrzweckstreifen und eine Busspur, die auch den Velofahrenden zur Verfügung steht. Eine Baumreihe trennt den Fussgängerbereich vom Strassenraum.

Die rund 110 Jahre alte Hängebuche im früheren Garten der Villa Oeler bleibt erhalten. Die Einengung der Verkehrsfläche wird für eine Fussgängerquerung mit Mittelinsel und als Dosieranlage für den motorisierten Individualverkehr genutzt. Für den Bus ist eine Busbevorzugung mit Lichtsignalanlage vorgesehen.

Von der Florastrasse bis zum Barbaraweg fehlt auf der Nordseite der Platz für den Ausbau. Daher wird bis zum Kreisel Bavaria im bestehenden Strassenraum eine Kernfahrbahn mit beidseitigem Gehweg realisiert.

Das Grossprojekt beinhaltet insgesamt vier solcher Teilprojekte.

Weitere Informationen zum Grossprojekt finden Sie hier.

«Vielfalt» und «gute Stimmung» werden sehr geschätzt

«Vielfalt» und «gute Stimmung» werden sehr geschätzt | Der Landanzeiger

750 Menschen arbeiten bei der Stadt Aarau, aufgeteilt auf ungefähr 460 Vollzeitstellen. Davon wiederum sind un- gefähr 150 bis 200 Vollzeitstellen bei den städtischen Pflegeheimen. Die anderen sind Gärtner, Polizisten, arbeiten auf dem Bauamt und dem Steueramt, gut 200 Funktionen führen sie aus. Über 60 Prozent arbeiten Teilzeit, über 60 Prozent sind Frauen. Zudem werden bei der Stadt Aarau 52 Lernende ausgebildet. Bei einem Medienrundgang gaben Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker und Marianne Iseli, Leiterin Personal einen Einblick in vier Berufssparten. «Dadurch, dass wir eine grosse berufliche Vielfalt haben, haben wir auch ganz viele Mitarbeitende, die schon 20, 30, 40 Jahre bei uns arbeiten. Manche haben sogar die Lehre bei uns absolviert und sind seither bei der Stadt ge- blieben», erzählt Marianne Iseli.

Als erstes wurde Pascal Aebi besucht. Er ist Stellvertretender Sektionsleiter des Stadtbüros und er gehört zu jenen, die bereits die Lehre bei der Stadt absolviert haben. Das Stadtbüro ist in zwei Bereiche aufgeteilt: den Empfang und die Einwohnerkontrolle. Bei der Einwohnerkontrolle werden alle An- und Abmeldungen gemacht, auch eine neue ID kann hier beantragt werden. Der Empfang ist für alle die erste Anlaufstelle, ob sie nun einen Termin mit jemandem haben, zur Einwohnerkontrolle wollen oder auch Grüngutvignetten oder Parkkarten beziehen wollen. «Hier an den Schaltern gefällt mir der Kundenkontakt am besten. Die Dankbarkeit, wenn man den Anwohnern helfen kann, das macht am meisten Spass», so Pascal Aebi. Ebenfalls am Empfang werden auch Fundgegenstände abgegeben. «Das Fundbüro ist wahrscheinlich der grösste Teil hier am Empfang», sagt Pascal Aebi. Täglich kommen Fundgegenstände hier an. Vom Kommissionenwagen über den Kinderwagen zu Kleidern bis zur Boombox oder der Kamera hier landet alles, was in Aarau liegen geblieben ist. «Manchmal sind wir nicht ganz sicher, ob die Dinge wirklich verloren gegangen sind oder jemand sich einfach die Entsorgung sparen wollte», so Pascal Aebi. Ein Jahr lang bleiben die Fundgegenstände hier. Wenn auch der Finder den Gegenstand nicht möchte, wird die Fundsache nach fünf Jahren am Flohmarkt verkauft. Dies geschieht nun auch am 6. August.

Tonnenschwere Dekoration
Ein Stockwerk höher arbeitet Marco Andreoli. Er ist Leiter der Abteilung Finanzen und schon sein 14 Jahren bei der Stadt Aarau tätig. In der ehemals öffentlich zugänglichen Stadtkasse kommt man heute nicht mehr einfach so an den Schalter. Intern wird die Abteilung aber immer noch Stadtkasse genannt. An die alten Zeiten erinnert ein grosser Schranktresor mitten im Raum. Der sichert nicht mehr viel Wertvolles, ist mehr nur noch 3000 Kilo schweres, dekoratives Schmuckstück. Etwas Geld, ein paar Goldvreneli, der goldene Maienzugbecher und Schlüs- sel werden hier in diesem Tresor aufbewahrt. «Diesen Tresor zu knacken, lohnt sich definitiv nicht», sagt Marco Andreoli lachend. Die Sektion Finanzen ist verantwortlich für die Führung des Finanzhaushaltes der Stadt Aarau. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Zahlung von Rechnungen und Löhnen, die Einforderung von Guthaben, die Bewirtschaftung der Liquidität sowie die Überarbeitung der strategischen Finanzplanung. «Ich habe mit Kredi- toren und Debitoren zu tun, habe anspruchsvolle und einfachere Aufgaben, habe mit dem Stadtrat in Bezug auf Jahresabschluss und Budget zu tun. Diese Vielfältigkeit und die Stadt Aarau als Arbeitgeber schätze ich sehr», sagt er. Ab August übernimmt Marco Andreoli die Gesamtleitung der Abteilung Finanzen und Steuern.

«Vielfalt» und «gute Stimmung» werden sehr geschätzt | Der Landanzeiger
Mit Marco Andreoli in der «Stadtkasse»

Spannende Vielfalt
«Vielfältigkeit» ist auch bei den beiden Landschaftsgärtnern Alexander Erdin und Flavio Wüthrich der Grund, wes- halb ihnen ihr Job so gut gefällt. Alexander Erdin ist seit einem Jahr bei der Stadt Aarau. Flavio Wüthrich ist seit 13 Jahren bei der Stadt angestellt. Sie arbeiten bei der Abteilung Stadtgrün beim Werkhof und sind gerade dabei die Rabatten am Zollrain zu pflegen. Diese haben die vorherigen Kiesflächen ersetzt. Während im Winter der Winterdienst im Fokus liegt und im Herbst das Blätterlauben zu ihren Hauptaufgaben gehört, ist es im Sommer vor allem das Wässern. «Wir haben sehr viel junge Bäume gesetzt, die nun noch Unterstützung mit Wässern brau- chen. Zwei von uns sind immer unterwegs deswegen«, erklären die beiden.

«Vielfalt» und «gute Stimmung» werden sehr geschätzt | Der Landanzeiger
Flavio Wüthrich und Alexander Erdin bei der Rabatte am Zollrain.

Teamwork wird geschätzt
Auch im Kultur- und Kongresshaus stehen im Sommer etwas andere Arbeiten als sonst auf dem Programm. Die Veranstaltungspausen werden hier nämlich gerade für Unterhaltungsarbeiten genutzt. Im Obergeschoss werden die Böden frisch gemacht und im grössten Saal wird auf stromsparende LED-Birnen bei den Kronleuchtern umgestellt. Zudem ist Beat Suter, der bereits seit 22 Jahren bei der Stadt Aarau arbeitet, gerade mit der jährlichen Wartung der Scheinwerfer beschäftigt. Michael Zander ist der technische Leiter im KUK und seit 2000 bei der Stadt angestellt. Seine Aufgabe besteht vor allem in der Schnittstelle zu den Veranstaltern. Rund 300 Veranstaltungen fin- den hier während 10,5 Monaten statt. Neben neun Festangestellten kann das Team auch auf 25 zusätzliche Bühnenhelfer zählen. «Ohne diese 25 Helfer könnten wir die Flut an Veranstaltungen nicht gewährleisten«, so Michael Zander. Die Mitarbeiter im KUK schätzen besonders die Teamarbeit und das Gemeinsame bei ihrer Arbeit. «Die gute Stimmung im Team ist ausschlaggebend für den den Erfolg des Betriebs«, so Beat Suter.

«Vielfalt» und «gute Stimmung» werden sehr geschätzt | Der Landanzeiger
Beat Suter und Michael Zander im Kultur- und Kongresshaus.

Stadt erwirbt Perle an der Aare

Stadt erwirbt Perle an der Aare | Der Landanzeiger

Fünf Minuten zu Fuss in die Altstadt oder an den Bahnhof, direkt an der Aare gelegen. Im Garten wachsen Rosen und Tomaten, die 17 Wohnungen sind begehrt, günstig und in gutem Zustand. Mit dem Kauf des Mühlematthofs kann die Stadt Aarau eine richtige Traumliegenschaft bald ihr Eigen nennen. Dabei ging es beim Kauf der Liegenschaft für rund 7 Millionen Franken gar nicht unbedingt darum, das Liegenschafts-Portfolio beziehungsweise das Finanzvermögen zu vergrössern. «Nicht der Ertragswert der Liegenschaft hat uns zum Kauf motiviert, sondern die ganz spezifische Lage des Grundstücks», sagt Stadtrat Hanspeter Thür bei einer Begehung des Areals.

Der Mühlematthof hat noch gefehlt
Schaut man sich nämlich die Eigentumsverhältnisse zwischen Philosophenweg und Mühlemattstrasse an, erkennt man, dass die Parzelle mit dem Mühlematthof die einzige ist, die noch nicht der Stadt gehört. Und hier kommt das Projekt «Aufwertung Aareufer Süd» als Kauf-Anreger ins Spiel. Denn dieses Projekt beinhaltet die Sanierung der Mühlemattstrasse und des Philosophenwegs der Aare entlang. Das Ziel des Projekts: Die Mühlemattstrasse so aufzuwerten, damit dort eine gute Veloverbindung entstehen kann und sich Velofahrer und Spaziergänger entlang der Aare nicht mehr so doll in die Quere kommen. Mehr Platz für die Mühlemattstrasse, mehr Platz für den Philosophenweg und mittendrin ein Mühlematthof, der das Vorhaben der Stadt verkomplizieren würde, wenn die Parzelle, auf der er steht, nicht auch Eigentum der Stadt wäre. «Genau das war der Motivator für die Verhandlungen zum Kauf der Liegenschaft», so Hanspeter Thür. Den günstigen Wohnraum im Mühlematthof will die Stadt auch in Zukunft beibehalten.

Stadt erwirbt Perle an der Aare | Der Landanzeiger
Zwischen Mühlemattstrasse und Philosophenweg ist der Mühlematthof (weiss) noch das Einzige, das bisher nicht der Stadt (rot) gehörte.

Am 20. Juni hat der Einwohnerrat dem Kauf der Liegenschaft zugestimmt. Noch kann das Referendum gegen den Entscheid ergriffen werden. Nach dem bisherigen Feedback rechnet der Stadtrat aber nicht damit. Die Referendumsfrist läuft am 25. Juli ab.

Aarau trotzte dem Regen

Maienzug Aarau 2022 Bilder | Der Landanzeiger

Endlich, endlich konnten ihn die Aarauerinnen und Aarauer wieder feiern – ihren geliebten Maienzug. Das dieser 2022 in seiner gewohnten, traditionellen Form und nicht wie in den vergangenen Jahren als «light»-Version gefeiert werden konnte, freute die Maienzügler so sehr, dass sie auch der Regen nicht vom Feiern abgehalten hat. Hauptsache Maienzug! 

Die Maienzügler trotzen nicht einfach nur dem Regen, sie versuchen ihn gar zu ignorieren. So wehte am Morgen bereits die Schweizer Fahne auf der Stadtkirche, was bedeutet: Schönwetterprogramm. Das Bankett wurde demzufolge nicht in der Turnhalle im Schachen durchgeführt, sondern auf der Schanz.

Um dem Regen noch besser auszuweichen, wurde das Bankett auf 13 Uhr verschoben. Sowohl das Bankett bei Schönwetter, wie auch das bei Schlechtwetter waren bereits im voraus ausverkauft. 

Dass man den mutigen Schritt gemacht hat und trotz teils starkem Regen am Morgen das Schönwetterprogramm beschlossen hat, wurde von der Aarauer Bevölkerung sehr geschätzt.

Grosser Jubel erhielt Stadträtin und Maienzugskommissionspräsidentin Silvia Dell’Aquila für diesen Entscheid. Sie selbst richtete das Wort, noch vor der Rede von Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker, an die Maienzüglerinnen und Maienzügler auf der Schanz: «Nach zwei Jahren Unterbruch, wollten wir unbedingt draussen mit Ihnen allen hier feiern. Es ist eine riesen, riesen Freude! Schön sind Sie alle hier!»

Ein riesiger Dank richtete Sie an all jene, die zum Gelingen des Banketts auf der Schanz beigetragen haben. Speziell dem Gasthof zum Schützen und ihrem ganzen Team, die in diesem Jahr zum ersten Mal für das Bankett zuständig waren und bei den Mitarbeitenden des Werkhofs, die dafür sorgten, dass die Tische und Bänke möglichst trocken waren. Dem Schützen-Team und dem Werkhof wurde auch von den Bankettbesuchenden ein riesiges Dankeschön mit viel Jubel und Geklatsche ausgedrückt.

«Der Hut gefällt mir am besten»

«Der Hut gefällt mir am besten» | Der Landanzeiger

Mit Sicherheitsnadeln werden die Strümpfe an der Turnhose befestigt. Die Pluderhose wird darübergezogen. Die Hosenknöpfe zu schliessen – gar nicht so einfach. Danach kommt das Hemd mit Rüschen um den Hals und den Handgelenken, darüber dann der Wams. Den Hut noch auf den Kopf und der Gurt für die Standarte und komplett ist das Kostüm der Standartenträgerin. Und dieses passt Greta Lorani wie angegossen. Nur beim Sitzen sei die Hose etwas eng, sagt sie. Aber das würde schon gehen, versichert sie der Stadtweibelin Monika Ramseyer bei der Kostümanprobe. «Am besten gefällt mir der Hut», sagt die Elf-Jährige stolz.

Greta wohnt mit ihren Eltern Susann und Kay im Scheibenschachen in der Aarenau. Sie besucht die 5. Klasse bei Meret Wipf im Aareschulhaus. In ihrer Klasse hätten sich rund die Hälfte für das Amt des Standartenträgers gemeldet, erzählt sie. Per Losentscheid wurde Greta die Ehre zuteil. Standartenträger oder Standartenträgerin wird stets jemand aus der 5. Klasse, das Schulhaus wechselt von Jahr zu Jahr.

Was genau auf sie zukommen würde, das war Greta gar nicht so recht bewusst, gesteht sie bei der Kostümanprobe. «Aber jetzt finde ich es spannend», sagt sie. Denn Greta mag es sehr, sich in andere Rollen zu versetzen. Nach den Sommerferien wird sie deswegen einen Jugend-Theaterkurs der Bühne Aarau besuchen. Aber zuerst folgt am morgigen Maienzug der Auftritt als Standartenträgerin.


«Der Hut gefällt mir am besten» | Der Landanzeiger
Am Freitag findet der Maienzug statt.

Endlich wieder Maienzug!

Geschmückte Brunnen, weisse Kleider, Blumenkränze und strahlende Gesichter. Am Freitag findet endlich wieder ein traditioneller Maienzug statt. Die schönsten Fotos vom Fest finden Sie am Freitag auf unserer Webseite www.landanzeiger.ch.

Hier geht es zu den Fotos vom Maienzug 2022.


Ein neues Leben für Saras Herz

Ein neues Leben für Saras Herz | Der Landanzeiger

Sara W. glaubt nicht an Zufälle. «Das Schicksal hat für uns einen Weg vorgesehen und Herausforderungen sind da, um sie zu meistern», sagt die 57-Jährige. Ihre positive Einstellung hat die selbständige Heimleiterin durch ihre schwersten Stunden getragen. Im Herbst 2021 wird bei der Solothurnerin nach einer harmlosen Kieferentzündung zufällig ein Herzklappenfehler entdeckt. Keine drei Monate später wird Sara W. operiert. Anfang Januar 2022 wird ihr eine mechanische Aortenklappe eingesetzt. «Die Diagnose war ein Schock, sie stellte mein Leben auf den Kopf. Doch im HerzZentrum Bern habe ich mich von Anfang an gut aufgehoben und vor allem kompetent beraten gefühlt.» Seit 30 Jahren schon sind die Hirslanden-Herzkliniken und -Herzzentren eine renommierte Adresse für Herz-Patientinnen und -patienten. In der Schweiz wird denn auch jede fünfte herzmedizinische Behandlung in einer der sieben auf Herzmedizin spezialisierten Hirslanden-Kliniken durchgeführt.

«Es geht um mehr als ein Herz»
Routine und Erfahrung haben auch Sara W. überzeugt. Keine Sekunde hat sie an der Operation gezweifelt. Ihre Sorgen galten eher der Zwillingsschwester, mit der sie zusammen in einer WG wohnt und ein enges Verhältnis pflegt: «Zuerst wollte ich sie mit der Diagnose nicht belasten.» Auf Anraten ihres Arztes habe sie sie schliesslich doch eingeweiht. «Auch weil ich im Reinen sein wollte vor der OP.» Sorgen und Ängste der Angehörigen werden im HerzZentrum Bern sehr ernst genommen, sie spielen laut Saras behandelnden Ärzten eine zentrale Rolle in jedem Genesungsprozess. «Bei uns geht es nie nur um ein Herz, wir versuchen den Patienten und auch seine Angehörigen immer ganzheitlich zu betreuen und sie in die Behandlung mit einzubeziehen», betont Prof. Dr. med. Lars Englberger, Facharzt für Herz- und thorakale Gefässchirurgie, der neben dem HerzZentrum Bern auch in der Hirslanden Klinik Aarau tätig ist.

Rückblickend hat Saras Schwester einen grossen Teil zur Genesung beigetragen, aber nicht nur. «Kraft tanken konnte ich nicht erst zuhause, sondern bereits in der Klinik.» Die persönliche und kompetente Betreuung in der Hirslanden Klinik und auch darüber hinaus hat massgeblich dazu beigetragen, dass sich die 57-Jährige heute fit und gesund fühlt. «Das Team arbeitet fachbereichsübergreifend zusammen, um den besten Behandlungsweg für die Patientinnen und Patienten zu ermöglichen», sagt Englberger.

Sara W. wollte unbedingt die Pension erleben, zusammen mit ihrer Zwillingsschwester. «Das Schicksal hat es gut gemeint mit mir. Die Ärztinnen und Ärzte der Hirslanden haben mir nicht nur ein neues Herz, sondern ein neues Leben geschenkt.»

Ein neues Leben für Saras Herz | Der Landanzeiger

Hirslanden Klinik Aarau

Schänisweg
5001 Aarau
Telefon 062 836 70 00
www.hislanden.ch/aarau-herz

Rund um die Uhr für Sie da:
Notfall Zentrum 062 836 76 76