Aarau ist bisher glimpflich davongekommen

Aarau ist bisher glimpflich davongekommen | Der Landanzeiger

Die Ladengeschäfte sind geöffnet, die Aussenterrassen auch bei Regen gut besucht. Es kehrt wieder Leben in die Stadt ein. Wie aber geht es der Stadt nach über einem Jahr «Leben mit Corona»? Wie sieht der Stand der Dinge aus? Die Stadt Aarau lud zur Medienkonferenz ins Rathaus ein, bei der Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker eine Zwischenbilanz präsentierte.

Trotz Medienkonferenz ist es still im Rathaus. Die Schalter der Stadt sind zwar offen, aber nur das allernötigste Personal ist im Haus. Der Rest befindet sich im Homeoffice. Bald schon werden die Mitarbeitenden zweimal in der Woche getestet werden, denn die Stadtverwaltung hat sich für repetitive Corona-Tests angemeldet.

In den städtischen Alters- und Pflegeheimen sind bei den Bewohnern 90 Prozent geimpft. Erst 30 Prozent sind es bei den Angestellten, der Trend gehe aber nach oben, sagt Hanspeter Hilfiker. Bei der Stadtpolizei scheint man impfwilliger zu sein. Denn dort hat fast jeder mindestens die erste Impfdosis erhalten. Es gäbe nur Einzelne, die nicht wollen würden.

Hanspeter Hilfiker

Keine langen Leerstände
Vor der Medienkonferenz hat sich Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker noch mit Citymanagerin Romana Waller unterhalten. Aus dem Gespräch berichtet Hanspeter Hilfiker, dass bisher noch keine Konkurse bei den «Gwerblern» eingetreten sind, die direkt auf die Coronakrise zurückzuführen sind. Er stellt jedoch auch klar, dass man die Folgen von Corona erst zu einem späteren Zeitpunkt deutlich zu sehen bekommt. Hanspeter Hilfiker freut sich darüber, dass die Befürchtungen des Stadtrates, es könnte bei Ladenschliessungen lange Leerstände geben, nicht eingetreten sind. So zum Beispiel der frühere Herrenglobus, der bald zum Gesundheitszentrum wird oder das ehemalige Gossip, das ebenfalls bald wiederbelebt wird.

Die Stadt kommt den Gewerbetreibenden weiterhin mit dem Verzicht auf die Nutzungsgebühren für den öffentlichen Raum bis Oktober entgegen.

Bauprojekte vorangetrieben
Die «Lockdown-Zeit» hat die Stadt Aarau genutzt, um ihre eigenen Bauprojekte voranzutreiben. So zum Beispiel die Bauarbeiten an der Igelweid, die Lüftung beim Schützenhaus oder für den Bau eines neuen Foyers bei Saal 4 im KuK. Baufreudig bleiben die Aarauer auch im Privaten. Hanspeter Hilfiker sagt: «In den ersten vier Monaten 2021 hatten wir noch einmal mehr Baugesuche als in den gleichen Monaten 2020».

Littering und Lärm: Neue Hotspots melden
Und wenn man es Zuhause dann doch nicht mehr aushält, so sucht man sich Draussen und in der Natur Abwechslung. Dies führte im vergangenen Jahr zu mehr Lärmemmissionen und mehr Littering. In der Innenstadt werden nun die Kübel häufiger geleert und entlang der Aare wurden grössere Abfalleimer aufgestellt.

Es entstehen neue Hotspots wie aktuell im Spittelgarten. Sowohl Stadtpolizei als auch Werkhof sind auf die Problematik sensibilisiert. Anwohner*innen sollen sich bei der Stadt melden, wenn es Probleme gibt, so Hanspeter Hilfiker.

Hoffen auf zweites Halbjahr
Bis zu den Sommerferien sieht es in Sachen Veranstaltungen weiterhin trist aus. «Wir haben bereits relativ früh alle Veranstaltungen bis zu den Sommerferien abgesagt», sagt Hanspeter Hilfiker. «Deswegen ist es auch konsequent, eine Zusammenkunft von 6500 bis 8500 Leuten nicht zu erlauben. Vor allem, wenn beabsichtigt wird, die Massnahmen nicht unbedingt einzuhalten.» Die Rede ist von der Corona-Kundgebung mit Protestmarsch, die am 8. Mai hätte stattfinden sollen, die Stadt aber keine Bewilligung erteilt hat. Dass trotzdem Leute auftauchen, damit wird gerechnet. Man ist deshalb mit der Kantonspolizei in Kontakt.

Noch nicht abgesagt sind Anlässe wie die 1. August-Feier oder auch der Bachfischet. Hanspeter Hilfiker sagt: «Ich hoffe, dass sobald der Impfanteil grösser wird, auch der eine oder andere Anlass im zweiten Halbjahr stattfinden kann.»

Im KIFF wird trotzdem Kunst und Kultur geschaffen

Im KIFF wird trotzdem Kunst und Kultur geschaffen | Der Landanzeiger

Ein Saxophon, verschiedenste Schläger, Saiteninstrumente, ein paar Schuhe, ein Strohhut, eine Tafel Schokolade und unzählige Knöpfe, Schalter und Regler. Draussen scheint die Sonne, es wäre ein wunderschöner Frühlingstag, doch hier drinnen bekommt man das nicht mit. Hier, wo normalerweise Hunderte Menschen in den Genuss eines Konzertes kommen, Hunderte Menschen eine Party feiern, sind gerade zwei Musiker vertieft in ihre Arbeit. Auf der Bühne im KIFF haben Corinne und Christoph Huber für einige Tage ihren Arbeitsplatz eingerichtet. Denn in Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der Stadt Aarau stellt das KIFF Residenzen zur Verfügung.

Das KIFF ist zwar für die Öffentlichkeit geschlossen, aber das bedeutet nicht, dass es deswegen ganz still bleiben muss, so der Gedanke. Seit dem 15. Februar werden deshalb die Räumlichkeiten und die technische Infrastruktur von verschiedensten Künstlern genutzt. «Die Nachfrage war sehr gross – fast schon überraschend. Die Residenzen haben wir sehr spontan kommuniziert, fast zeitgleich mit Beginn der Residenzen und haben innerhalb weniger Tagen rund 30 Anfragen erhalten», erzählt Claudio Keller, der vom KIFF für die Residenzen zuständig ist. Vergeben werden konnten schliesslich zehn Residenzen.

Im KIFF wird trotzdem Kunst und Kultur geschaffen | Der Landanzeiger
Während ihrem Aufenthalt wurden die Geschwister Huber immer wieder von Filmemacher Shqipron Bobaj begleitet.

Im KIFF wird trotzdem Kunst und Kultur geschaffen | Der Landanzeiger

Eintauchen und aufblühen
«Das Angebot hier zu residieren ist grossartig und hilft uns sehr», sagen Corinne und Christoph Huber. «Hier können wir so richtig in die Arbeit eintauchen, darin versinken. Genau das bringt uns vorwärts. Der Tapetenwechsel tut sehr gut und die Technik und Akustik hier im KIFF sind natürlich hervorragend.» Am liebsten würden sich die beiden gleich einen ganzen Monat einquartieren. Und das geplante Album würden sie am liebsten auch gleich hier aufnehmen.

Corinne Huber arbeitet nämlich gerade an ihrem ersten Soloalbum. Die Songs dafür hat sie während des Lockdowns geschrieben. Nun war die eigentliche Idee, die Songs mit einer Band aufzunehmen. Verschiedene Kollaborationen mit internationalen Künstlern wären eingeplant gewesen, mit Musikern aus London und Paris wären die Stücke erarbeitet worden. In der jetzigen Zeit ein Ding der Unmöglichkeit. Das Projekt wurde deshalb auf einen minimalistischen Rahmen heruntergebrochen und so arbeitet Corinne einzig mit ihrem Bruder Christoph am Album. Während ihrer Zeit im KIFF sind sie gerade mitten drin, die einzelnen Songs zu arrangieren und auszuarbeiten. Sie suchen die richtigen Sounds und spielen so Schritt für Schritt die Songs ein. Sie experimentieren, nehmen auf, hören es sich gleich an, vergleichen, besprechen, diskutieren, machen neu. Bis zu elf Stunden täglich verbringen die beiden im KIFF, tauchen in ihre Arbeit ein, blühen auf und vergessen alles um sie herum.

Ein Auf und Ab
Während sich Corinne und Christoph Huber auf der Bühne eingerichtet haben, sieht es bei den «Ellas» eine Woche später ganz andres aus. Das Schlagzeug steht einsam auf der Bühne, das Mikrophon mitten im Raum, an einer Wand steht ein Tisch mit Brot, Käse und Gemüse. Zentrum des Geschehens ist der Computer gegenüber der Bühne, bei dem gerade Bass- und Gitarrensounds aufgenommen werden. Auch die fünfköpfige Band hatte während der Pandemie genügend Zeit, um neue Songs zu schreiben. Nun arbeiten sie an einer Demoversion. Ob schliesslich ein Album oder eine EP entstehen wird, ist momentan noch nicht klar. Zur Unterstützung haben die «Ellas» zwei Gäste zu sich ins KIFF eingeladen, die die Rolle des Produzenten einnehmen, Feedback und Tipps geben und ihnen mit neuen Inputs und Ideen helfen, die Songs noch besser zu gestalten.

«Für uns als Musiker war die bisherige Coronazeit ein Auf und Ab. Mal sieht es so aus, als dürften wir bald wieder spielen, dann doch wieder nicht. Wir haben uns damit abgefunden und nutzen die Zeit, um an unseren neuen Sachen zu arbeiten. Das macht Spass und ist cool, aber wir sind dann schon mal wieder froh, wenn wir vor Publikum auf der Bühne stehen dürfen», so die «Ellas». Die Indie-Pop-Band hatte ihr bisher letztes Konzert am 11. Dezember im Rahmen der «Stubenkonzerte Aarau» im Kultur- und Kongresshaus. Seither heisst es abwarten. Umso mehr freuen sie sich über die Residenz-Möglichkeit im KIFF.

Im KIFF wird trotzdem Kunst und Kultur geschaffen | Der Landanzeiger
Die «Ellas» nutzen für ihre Aufnahmen nicht nur die Bühne, sondern den kompletten Saal.

Balsam für Künstlerseelen
«Ob wir nun in unserem Bandraum arbeiten oder hier im KIFF macht eben schon einen grossen Unterschied», so Sängerin Jorina Stamm. «Dass wir während der Residenz für unsere Arbeit sogar noch entlöhnt werden, tut natürlich auch sehr gut.» Durch die Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der Stadt Aarau gibt es nämlich 800 Franken pro Person beziehungsweise 2400 Franken fürs Projekt total. «Die Projektförderungsbeiträge der Stadt sind Balsam für die doch etwas verletzten Künstlerseelen», sagt auch Claudio Keller.

Im KIFF wird trotzdem Kunst und Kultur geschaffen | Der Landanzeiger
Die «Ellas» arbeiten während ihrer Residenz im KIFF an Demo-Aufnahmen.
Im KIFF wird trotzdem Kunst und Kultur geschaffen | Der Landanzeiger

Spannende Projekte
Für Claudio Keller ist klar, die Residenzen im KIFF sind ein grosser Erfolg. «In diesen Tagen sind viele spannende Projekte und Resultate entstanden. Und für uns alle ist es schön zu wissen, dass in diesem Kulturhaus auch wieder Kultur und Kunst geschaffen wird.»

Die bis dato letzte Residenz dauert noch bis zum 16. April und wird von Oscar de Franco genutzt. Noch sieht es nicht so aus, als ob das KIFF danach bald seine Türen wieder für mehr Personen öffnen dürfte. Gibt es also eine Verlängerung der Residenzen? «Eine Verlängerung der Residenzen wird momentan diskutiert», sagt Claudio Keller. Bis zum Redaktionsschluss stand aber noch kein Entschluss fest.

«Pont Neuf» wird 7 Millionen teurer

«Pont Neuf» wird 7 Millionen teurer | Der Landanzeiger

Seit Juli 2019 wird an der neuen Aarebrücke in Aarau gearbeitet. Der Bau der Brücke ist komplex und für alle Projektbeteiligten sehr anspruchsvoll. Neben der zeitlichen Verzögerung entstehen Mehrkosten. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat einen Zusatzkredit von 7,03 Millionen Franken. Damit wird die neue Aarebrücke voraussichtlich 40 Millionen Franken teuer.

Seit November 2019 laufen die Hauptarbeiten für die neue Aarebrücke in Aarau, zuvor wurde die Hilfsbrücke installiert. Bereits im Verlauf der ersten Arbeiten hat sich gezeigt, dass der Bau der Brücke komplex und für die Projektbeteiligten sehr anspruchsvoll ist. Die Projektbeteiligten waren konfrontiert mit Abweichungen in der Geologie, mit Mehraufwand beim Abbruch durch im Boden verbliebene Bauteile von früheren Bauwerken sowie mit verunreinigten Baumaterialien (wie Asbest oder verseuchtem Baugrund), die separat abgebrochen und entsorgt werden mussten.

Diese Mehraufwände führten zu Verzögerungen gegenüber dem ursprünglichen Terminprogramm und zu Mehrkosten sowohl in der Umsetzung, als auch in der Projektierung. Dabei haben die Mehrkosten in der Geologie sowie in den Aushub- und Abbrucharbeiten keinen Zusammenhang mit dem gewählten Brückenobjekt «Pont Neuf». Die Mehrkosten wären auch bei anderen Brückenkonzepten in ähnlichem Umfang angefallen.

Mehrkosten betreffen fast ausschliesslich Kanton
In der Botschaft an den Grossen Rat beantragt der Regierungsrat einen Zusatzkredit in der Höhe von 7,03 Millionen Franken. In diesem Zusatzkredit sind 1,08 Millionen Franken Kreditrisiko inkludiert. Gemäss aktueller Endkostenprognose erhöhen sich die Kosten für den Neubau damit auf 40,09 Millionen Franken.

Die Mehrkosten betreffen fast ausschliesslich den Anlageteil Aarebrücke, an welchen die Stadt Aarau keinen Kostenbeitrag zu leisten hat. Unter Berücksichtigung des inzwischen vom Bund gesprochenen Beitrags aus dem Agglomerationsprogramm AareLand von total 3,26 Millionen Franken muss die Stadt Aarau nun einen Beitrag von 9,02 Millionen Franken leisten. Aarau bewilligte 2014 einen Kredit von 9’867’000 Franken.

Ungenauigkeit im Kredit
Für den ursprünglichen Kredit war das generelle Projekt die Grundlage – das entspricht jedoch nicht im vollen Umfang der Genauigkeit eines Bauprojektes. Die damals dafür berücksichtigte Kostengenauigkeit von plusminus fünf Prozent entsprach nicht dem Stand des Projektes. Üblich ist eine Reserve von plus-minus zehn Prozent. Mittlerweile zeigt sich, dass mit den plus-minus zehn Prozent Reserven die Risiken des Baugrunds bei Grossprojekten (wie Tunnels und Brückenfundationen) zu wenig genau abgedeckt werden. Eine Kompensation der Mehrkosten aufgrund von Abweichungen im Baugrund im Rahmen des Projektkredites sind kaum möglich. Die Mehrkosten sind nicht vermeidbar – auch wenn sie früher erkannt worden wären.

Die Praxis der Kostengrundlage wurde in der Zwischenzeit geändert: Bei Kreditanträgen für neue Bauvorhaben wird die Kostengenauigkeit mit zusätzlichen Abklärungen auf der Basis eines Bauprojekts ermittelt. Damit wird eine Kostengenauigkeit von plus-minus zehn Prozent erreicht und die Risiken können besser eingegrenzt werden.

Baugesuch für «Dreiklang» bewilligt

Baugesuch für «Dreiklang» bewilligt | Der Landanzeiger

Die Stadt Aarau hat dem Kantonsspital Aarau kurz vor Ostern ein grosses Geschenk überreicht. Die Stadt bewilligte den Spitalneubau «Dreiklang». Der 569 Mio. Franken teure Neubau ist ein bedeutender Meilenstein für das KSA, die Stadt und die Region.

«Die Begeisterung über die erhaltene Baubewilligung ist riesengross», sagt KSA-Verwaltungsratspräsident Peter Suter. Der «Dreiklang» ist nicht nur ein Bauprojekt des Kantonsspitals Aarau, sondern ein Meilenstein für die Stadt Aarau, die umliegenden Gemeinden und den gesamten Kanton Aargau, schreibt das KAS in ihrer Mitteilung. Die zukunftsfähige Infrastruktur ermögliche es den Mitarbeitenden des Aarauer Spitals, auch weiterhin Spitzenlistungen zu erbringen und Medizin auf höchstem Niveau zu praktizieren.

Die Bevölkerung erhalte ein patientenfreundliches, nachhaltiges und effizientes Spital, auf das sie stolz sein könne, heisst es im Schreiben weiter. «Ein modernes und wettbewerbsfähiges Zentrumspital mit einem 24-Stunden- Betrieb in Aarau ist ein entscheidendes Element in der sicheren Gesundheitsversorgung des Kantons», erklärt Peter Suter weiter. Mit dem bewilligten Baugesuch sei die Basis für die Projektbeteiligten gegeben, um motiviert weiterzufahren.

Das Baugesuch für die Erstellung eines Spitalneubaus «Dreiklang» wurde am 1. Juli 2020 beim Stadtrat Aarau eingereicht. Gegen das Baugesuch, das vom 4. September 2020 bis 5. Oktober 2020 öffentlich aufgelegen hat, sind fristgerecht sechs Einwendungen eingegangen. Im Laufe des Baubewilligungsverfahrens konnten zwischen der Bauherrschaft und drei Einwendern einvernehmliche Lösungen gefunden werden, so dass diese ihre Einwendungen vor dem Entscheid zurückzogen. Drei Einwendungen (davon zwei gleichlautende) behandelte der Stadtrat und wies diese mit dem Bauentscheid vom 29. März 2021 ab. Der Spitalneubau soll bis voraussichtlich im Jahre 2025 bezugsbereit sein.

Niederlage im letzten Spiel vor den Playoffs

Niederlage im letzten Spiel vor den Playoffs | Der Landanzeiger

Vorletztes Wochenende ergatterten sich die Aarauer Spielerinnen vom Basketballclub Alte Kanti Aarau (BC AKA) den zweiten Saisonsieg und bestritten vergangenen Samstag das letzte Meisterschaftsspiel gegen Hélios Basket. Die 68:88-Niederlage widerspiegelt nicht den gesamten Spielverlauf, insbesondere im Angriff konnten die Aarauerinnen ihr Spiel erfreulicherweise verbessern.

Der BC AKA legte einen guten Start an den Tag – und dies, obwohl das Aarauer Kader dezimiert auftreten musste. Aufgrund gesundheitlichen Gründen konnte Dijana Milenkovic nicht am letzten Auswärtsspiel der regulären Saison teilnehmen. Im Angriff funktionierten die Aarauer Spielzüge um einiges besser als in den Spielen zuvor. Die Verteidigungswand von Hélios konnte besser gelesen werden und einige wichtige Punkte vielen dadurch in den ersten Spielminuten. Aarau ging in den ersten zehn Spielminuten leicht in Vorsprung (21:22). Einzig in der Verteidigung fand man keine gute Lösung gegen die grossen Innenspielerinnen von Hélios. Rund 18 offensive Rebounds erkämpfte sich die Heimmannschaft aufgrund kleiner defensiver Fehler der Aarauerinnen.
Im zweiten Viertel agierte die NLA-Mannschaft des BC AKA sehr diszipliniert und konnte dadurch zwischenzeitlich einen Vorsprung von acht Punkten erspielen (30:38). Kurz vor der Halbzeit riss der Faden leicht und Hélios konnte die Führung in die zweite Halbzeit mitnehmen (44:40).

19:0-Run von Hélios
Im dritten Viertel nutzte Hélios die kleinen Fehler der Aarauerinnen gnadenlos aus (61:48). Doch der BC AKA liess sich dies nicht gefallen und konnte fünf Minuten vor Spielende bis auf einen Punkt aufholen. In den letzten Minuten glitt die Kontrolle über den Ball den Aarauerinnen komplett aus der Hand und ermöglichte der Heimmannschaft einen 19-0 Lauf. Trotz starken Aktionen und besserer Wurfquoten musste sich der BC AKA in den letzten Minuten geschlagen geben.

SBLW Nächste Phase: Playoffs
Bereits anfangs Saison war klar, dass alle acht NLA-Damenmannschaften für die Playoff Viertelfinale qualifiziert sind. So trifft der letztplatzierte BC Alte Kanti Aarau (2 Siege) auf das erstklassierte Team BCF Elfic Fribourg (21 Siege). «Das letzte Spiel gegen Hélios gibt Zuversicht auf die kommenden Playoffspiele, auch wenn es schwer wird», so der Head Coach Velko Evgenievksi nach dem Spiel letzten Samstag. Im Viertelfinale gilt der Modus «Best-of- Three». So spielte der BC AKA gestern auswärts das erste Spiel dieser Viertelserie. Morgen empfängt der BC AKA dann für das zweite Spiel der Serie Fribourg zu Hause in der Tellihalle (ohne Zuschauer, live auf Youtube). Je nach Punktestand wird ein weiteres Spiel am Sonntag auswärts in Fribourg angesetzt.

Die rätselhaften Aarauer Rathaussäle

Die rätselhaften Aarauer Rathaussäle | Der Landanzeiger

Hölzerner Täfer, geschnitzte Einhörner und mystische Wasserwesen umarmt von Blumengirlanden und Blättergeflechten, eine Supraporte mit dem Aarauer Adler abgebildet und dem Satz «Als man zalt von der Geburt Cristi 1520», Deckenmedaillons, die scheinbar genau beobachten, was unter ihnen geschieht. Würde sich der Aarauer Stadtrat momentan nicht nur digital besprechen, würde er sich in einem Raum treffen, auf den genau diese Beschreibung zutrifft: der Stadtratssaal im 2. Stock des Aarauer Rathauses. Aber auch im 1. Stock befindet sich ein Saal in genau diesem spätgotischen Stil.

Broschüre veröffentlicht
Da diese Räume für die Öffentlichkeit kaum zugänglich sind, widmet sich nun eine Broschüre der Ortsbürgergemeinde unter dem Titel «Die spätgotischen Säle des Aarauer Rathauses von 1519/1520» diesen beiden 500 Jahre alten «Schatzkammern». Auf 24 Seiten wurde all das Wissen über die beiden Säle gesammelt, das bis dato bekannt ist. «So umfassend wurde noch nie über die beiden Säle berichtet», sagt Stadtarchivar Raoul Richner, der neben Kunsthistorikerin Dominique Sigg für die Broschüre recherchiert hat. «Leider sind die Dokumentationen über die Säle nicht sehr vollständig, aber wir können uns ein grobes Bild machen, wie die Räume während all dieser Zeit verändert wurden.»

Fehlende Dokumentationen
Das Problem: Es gibt zwar Dokumente, die belegen, dass umgebaut, renoviert oder verändert wurde, aber was genau gemacht wurde, das fehlt in den Dokumenten. «Es wurde abgesägt, neu geschnitten, angemalt, wieder abgelaugt, dann zog die Hälfte des einen Saales ins Stadtmuseum in die sogenannte Rothpletzstube um und wurde dort als Wohnraum gebraucht. Medaillons verschwanden. Dann gab es wieder massive Renovationen im Rathaus, wobei zu den Sälen keine Sorge getragen wurde. Wir haben genau darüber auf 24 Seiten eine Übersicht gemacht», so Raoul Richner.

Indizien statt Beweise
Zwar konnten einige Rätsel gelöst werden, das grösste Rätsel, nämlich zum Schöpfer der Schnitzereien, konnten keine neuen Erkenntnisse gewonnen werden. «Aufgrund von Indizien haben wir lediglich eine Idee, wer der Urheber sein könnte», sagt Raoul Richner. Diese Indizien weisen auf Jörg Wild aus Luzern hin. Raoul Richner hat die Hoffnung aber noch nicht ganz aufgegeben, dass hier noch Licht ins Dunkle gebracht werden kann. «Vielleicht taucht irgendwo in irgendeinem Archiv irgendwann ein Zettelchen auf, das den Schöpfer der Schnitzereien doch noch aufdeckt.»

Interessierte können die Broschüre beim Stadtbüro, beim Stadtmuseum und bei aarau info gratis abholen.

Die rätselhaften Aarauer Rathaussäle | Der Landanzeiger
Mystische Wassergestalten zieren die Decke.
Die rätselhaften Aarauer Rathaussäle | Der Landanzeiger
Die Supraporte im Stadtratsaal.
50 Jahre Aerni – 50 Jahre Qualität | Der Landanzeiger
Täfer, Medaillons und Schnitzereien zieren die spätgotischen Säle des Rathauses.

Integrationszentrum in Aarau geplant

Integrationszentrum in Aarau geplant | Der Landanzeiger

Bis 2028 soll am Standort der heutigen Asylunterkunft an der Rohrerstrasse, das kantonale Integrationszentrum für Familien und Einzelpersonen mit Bleibeperspektive entstehen. Im Gegenzug werden in der Region Aarau kantonale Asylunterkünfte abgebaut. Der mehrstöckige Bau ist für 250 Personen ausgelegt und soll über 30 Millionen Franken kosten.

Der Regierungsrat hatte im Frühling 2019 beschlossen, ein Integrationszentrum für Familien und Einzelpersonen mit Bleibeperspektive zu schaffen. In diesem Zentrum sollen einerseits Personen untergebracht werden, die als Flüchtlinge anerkannt oder im Rahmen des beschleunigten Verfahrens vorläufig aufgenommen worden sind. Andererseits sollen auch Familien und Einzelpersonen betreut werden, die dem Kanton Aargau im erweiterten Asylverfahren zugewiesen werden und bei denen mit einer vorläufigen Aufnahme oder mit einer Anerkennung als Flüchtlinge zu rechnen ist.

Beste Voraussetzungen
Der Kanton hat bei der Evaluation seiner eignenen Grundstücke festgestellt, dass der Standort Rohrerstrasse Aarau die Voraussetzungen für ein kantonales Integrationszentrum am besten erfüllt. Einerseits von der Lage und der Erschliessung her, vor allem aber auch wegen den in Aarau bereits verfügbaren Betreuungs- und Versorgungsangeboten.
Die Beschulung der Kinder des Integrationszentrums ist im kantonalen Zeughaus vorgesehen, in dem bereits heute die Kinder der gegenüberliegenden Asylunterkunft den Unterricht besuchen.
«Für die Stadt Aarau entsteht keine zusätzliche Belastung», betont Regierungsrat Gallati, «weil im Gegenzug die Kapazität von 300 Unterbringungsplätzen in kantonalen Asylunterkünften vor allem in der Stadt und teilweise in den angrenzenden Gemeinden abgebaut werden.»

Region soll profitieren
Der Regierungsrat und die Stadt Aarau wollen das neue Integrationszentrum in enger Zusammenarbeit realisieren. Der Regierungsrat hat gegenüber der Stadt die Absicht bekundet, das Zentrum als Teil einer Quartierentwicklung voranzutreiben. Die Anliegen der Stadt betreffend «Rössligut» und «Torfeld Nord» fliessen in die weitere Projektarbeit mit ein. Stadt und Kanton prüfen zudem einen Flächenabtausch von schulisch genutzten Flächen. Damit sollen die Quartiere neue Entwicklungsperspektiven erhalten.

«Für den Stadtrat Aarau ist entscheidend, dass Planung, Umsetzung und Betrieb des Integrationszentrums in enger Abstimmung mit der Stadt erfolgen und insbesondere Sicherheits- und Stadtentwicklungsanliegen in den Quartieren Rössligut und Torfeld Nord berücksichtigt werden», so Stadtpräsident Dr. Hanspeter Hilfiker. «Mit neuen Sportanlagen für die Alte Kanti im Rössligut kann der Kanton mit der Freigabe des bisherigen Sportareals Hand bieten für die Weiterentwicklung der Idee eines Oberstufenzentrums in der Telli.» Stadträtin Angelica Cavegn Leitner betont ergänzend: «Zum erfolgreichen Betrieb des neuen Integrationszentrums erwartet der Stadtrat ein detailliertes Betriebskonzept unter Einbezug des Aussenraums sowie ein umfassendes Sicherheitskonzept.» Stadtpräsident Dr. Hanspeter Hilfiker hält zudem fest: «Der Stadt dürfen durch das neue Integrationszentrum keine zusätzlichen Kosten entstehen.»

Nutzungskonzepts
Für den Verlauf des Integrationsprozesses ist die Startphase mit Information, Standortbestimmung und Planung von Integrationsmassnahmen entscheidend. Im Zentrum können die Massnahmen frühzeitig und konzentriert, an einem Ort organisiert, und in einem für die Integration vorteilhaften Umfeld durchgeführt werden. Der Regierungsrat hat die Eckwerte des Nutzungskonzepts, das von den Departementen Volkswirtschaft und Inneres, Bildung, Kultur und Sport, Finanzen und Ressourcen sowie Gesundheit und Soziales gemeinsam entwickelt wurde, verabschiedet. Das Konzept deckt von Betreuung über Sicherheit bis zu Integration und Bildung alle für den Betrieb wichtigen Aspekte ab. Die Betreuung im Integrationszentrum wird während 24 Stunden sichergestellt.

Weiteres Vorgehen
Die involvierten Departemente werden eine Botschaft an den Grossen Rat zum Projektierungskredit für das Integrationszentrum Aargau ausarbeiten. Eine Behandlung im Grossen Rat ist für Herbst 2022 geplant. Ende 2024 ist die öffentliche Anhörung zum Bauvorhaben vorgesehen und Mitte 2025 die Beratung zum Ausführungskredit im Grossen Rat. Die bauliche Realisierung des Integrationszentrums soll in den Jahren 2026/2027 stattfinden.

Integration findet in den Gemeinden statt

Integration findet in den Gemeinden statt | Der Landanzeiger

Seit diesem Jahr arbeiten Sara Hadad und Louise Leibundgut als CO-Leiterinnen der Regionalen Integrationsfachstelle (RIF) Aarau zusammen. Welche Aufgaben haben die beiden zu erfüllen? Für welche Gemeinden sind sie zuständig? Und wie läuft die Zusammenarbeit bisher? Der Landanzeiger hat nachgefragt.

Wie kann ich mich freiwillig im Asylbereich engagieren? Wie schaffe ich es als Verein wirklich alle Einwohnerinnen und Einwohner einer Gemeinde zu erreichen? Gibt es in meiner Gemeinde jemanden, der mir als Neuzuzüger das Schulsystem erklärt, mich auf die Gepflogenheiten beim Wohnen, auf Deutschkurse oder Treffpunkte aufmerksam macht? Wie kann ich als Gemeinde den Austausch zwischen der einheimischen und der zugezogenen Bevölkerung fördern? Mit Sara Hadad und Louise Leibundgut hat die Region Aarau zwei Fachpersonen, die sich im Auftrag der Gemeinden Aarau, Buchs, Suhr, Hirschthal, Muhen und Unterentfelden und des Kantons um solche und weitere Anliegen kümmern.

Unter einem Dach
Die beiden bilden die Regionale Integrationsfachstelle Aarau (kurz: RIF Aarau), die als Teil der Sektion Gesellschaft der Stadt Aarau an der Heinerich-Wirri-Strasse 3 ansässig ist. Diese fasst die Angebote der Koordinationsstelle für Freiwilligenarbeit im Asylbereich (KFA) und der Mobilen Integration Region Aarau (MIRA) seit Beginn dieses Jahres unter einem Dach zusammen: Sara Hadad leitet KFA bereits seit 2016. Sie weiss, welche Angebote es für Asylsuchende gibt und kennt und vernetzt Organisationen für freiwilliges Engagement in diesem Bereich. Louise Leibundgut kam vor einem Jahr dazu als Leiterin der MIRA. Der Fokus der MIRA liegt auf der Beratung und Sensibilisierung von Akteuren der Regelstrukturen (Gemeindeverwaltungen, Vereine, Schulen, etc.) im Umgang mit Themen rund um Migration, Integration und Diversität – auch ausserhalb vom Asylbereich.

Die sechs beteiligten Gemeinden und der Kanton finanzieren das Projekt gemeinsam, die Steuerung erfolgt ebenfalls gemeinsam durch eine Steuergruppe, die von Stadträtin Angelica Cavegn präsidiert wird. Vizepräsidentin ist Gemeinderätin Irene Bärtschi aus Hirschthal.

Zeigt bereits Wirkung
Die Zusammenarbeit als Regionale Integrationsfachstelle Aarau läuft offiziell seit 1. Januar 2021 als Pilotprojekt und soll ab 1. Januar 2022 verfestigt werden. «Die enge Zusammenarbeit von Gemeinden, Kanton, Fachpersonen und zivilgesellschaftlichen Akteuren entfaltet in den sechs Gemeinden bereits Wirkung», sagt Louise Leibundgut. Sara Hadad ergänzt: «Mit unserer Zusammenarbeit hat sich gezeigt, dass es richtig ist, den Asylbereich nicht so strikt vom Ausländerbereich abzutrennen und stattdessen das Zusammenleben als Ganzes zu betrachten. Die Gemeinden der RIF Aarau sollen eine Ansprechstelle haben für jegliche Fragen im Bereich Integration, und nicht zuerst nach Status unterscheiden müssen.»

Stetig wieder anpassen
Jede Region ist wieder etwas anders, jede Gemeinde tickt etwas anders. In jeder Region und in jeder Gemeinde sind auch der Bedarf und die Gegebenheiten wieder etwas anders. Und so wird der Aufbau einer solchen regionalen Integrationsfachstelle auch nach dem Pilotprojekt nicht wirklich abgeschlossen sein. «Die Anforderungen an eine Integrationsfachstelle sind dynamisch und verändern sich stetig», so Louise Leibundgut. Und weiter: «Ebenso anspruchsvoll ist das konsequente Verfolgen des Regelstrukturansatzes innerhalb der Integrationsförderung. Der Kanton Aargau und somit auch unsere Fachstelle verfolgen in der Integrationsförderung den Regelstrukturansatz. Das heisst, dass keine separaten Sonderstrukturen aufgebaut, sondern bestehende Angebote gestärkt und Zugangsbarrieren abgebaut werden sollen. So zum Beispiel bei Vereinen, bei der Gemeindeverwaltung, in der Schule oder im Arbeitsmarkt. Die Gemeinden und der Kanton sehen die regionale Zusammenarbeit, wie sie mit der RIF Aarau umgesetzt wird, deshalb als ein langfristiges Angebot an, an dem wir dranbleiben und laufend Anpassungen vornehmen müssen.»

Synergien nutzen
«Integration findet vor Ort in den Gemeinden statt», sagt Andreas Ruf, der beim Kanton (Amt für Migration und Integration) für die Gemeindezusammenarbeit zuständig ist. Im ganzen Kanton existieren Stand heute sechs Regionale Integrationsfachstellen, denen insgesamt rund 60 Gemeinden angeschlossen sind, und sieben Koordinationsstellen für Freiwilligenarbeit im Asyl- und Flüchtlingswesen. Wie dies nun im Raum Aarau geschieht, sollen beide Bereiche auch in den anderen Regionen unter einem Dach zusammengeführt werden, um Synergien zu nutzen und die regionale Kooperation zwischen staatlichen Stellen, Fachpersonen und Zivilgesellschaft zu stärken.

Der Kanton unterstützt die beteiligten Gemeinden finanziell beim Aufbau und Betrieb dieser Regionalen Integrationsfachstellen im Rahmen des Kantonalen Integrationsprogramms (KIP) und der Verbundaufgabe Integration. In den kommenden Jahren möchte der Kanton diese Zusammenarbeit weiter verstärken. Weitere interessierte Gemeinden können sich den bestehenden oder im Aufbau befindlichen regionalen Strukturen anschliessen.

Weitere Informationen gibt es auf: www.integrationregionaarau.ch und auf www.ag.ch/rif.

Absage Bankett und Morgenfeier

Absage Bankett und Morgenfeier Maienzug 2021 | Der Landanzeiger

Die Maienzugkommission hat aufgrund des Corona-Virus und der damit verbundenen Planungsunsicherheit entschieden, auf das Bankett und die Morgenfeier 2021 zu verzichten. Das schreiben die Verantwortlichen am Donnerstag, 4. März in einer Mitteilung.

Der 2. Juli soll gleichwohl in einem würdigen Rahmen und mit feierlichen Akzenten stattfinden. Die Stadt Aarau verzichtet aufgrund der aktuellen Lage auf eine reguläre Durchführung des Maienzugs 2021.

In der Maienzugkommission werden aktuell sämtliche Optionen für einen «Maienzug-light» geprüft und diskutiert. Die Stadt wird wiederum auf feierliche Akzente setzen und den Fokus auf die Kinder legen. Eine entsprechende Kommunikation erfolgt zu gegebener Zeit.

Der Stadtrat und die Maienzugkommission bedauern, dass 2021 auf das Bankett und auf die Morgenfeier verzichtet werden muss. Sie danken für das Verständnis und freuen sich auf den Maienzug-light.

Bundesrat Berset lobte den Aargau

Bundesrat Berset lobte den Aargau | Der Landanzeiger

Der Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati empfing am 25. Februar Bundesrat Alain Berset in Aarau. Gemeinsam besuchten sie das Seniorenzentrum «Auf Walthersburg» in Aarau, eines der 106 Pflegeinstitutionen im Kanton, die in diesen Tagen mit der Zweitimpfung versorgt werden. Anschliessend fand im Grossratsgebäude in Aarau ein kurzer Austausch statt.

Die Themen des Besuchs waren die epidemiologische Lage, die Impfkampagne, die erweiterte Teststrategie (repetitives Testen) und die Zusammenarbeit von Bund und Kantonen in der Pandemiebekämpfung. Bundesrat Berset wurde unter anderem begleitet von Anne Lévy, Direktorin Bundesamt für Gesundheit BAG, und Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG. Von Seiten Kanton Aargau empfingen Regierungsrat Jean-Pierre Gallati, Grossrat Dr. Severin Lüscher, Kantonsärztin Dr. Yvonne Hummel, Andreas Obrecht, Leiter Impfkampagne und PD Dr. Christoph Fux, Chefarzt am Kantonsspital Aarau, die Gäste.

Weitere Öffnungsschritte
Der Bundesrat hat am 24. Februar über das weitere Vorgehen informiert und eine schrittweise Öffnung ab dem 1. März beschlossen. Als Erstes sollen Aktivitäten mit geringem Übertragungsrisiko ermöglicht werden. Wenn es die epidemiologische Lage erlaubt, erfolgt der nächste Öffnungsschritt am 22. März. Vorgängig ist wieder eine Anhörung der Kantone vorgesehen.

Der Aargauer Regierungsrat begrüsst den Entscheid des Bundesrats, die Schutzmassnahmen vorsichtig und zeitlich über mehrere Wochen gestaffelt zu lockern. Das Erreichte der letzten Wochen soll nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Der Regierungsrat ist sich bewusst, dass damit Bevölkerung und Wirtschaft weiterhin von einschneidenden Beschränkungen betroffen sind. Er setzt sich deshalb dafür ein, dass besonders stark betroffene Wirtschaftsbereiche, wie zum Beispiel die Gastronomie, mit dem nächsten Lockerungsschritt wieder vollständig öffnen können, wenn es von der epidemiologischen Lage her zu verantworten ist.

Aargauer Impfkampagne
Die kantonale Impfkampagne beruht auf drei Pfeilern: Erstens betreibt der Kanton bisher neun regional verteilte Impfstandorte, die jeweils einem Spital angeschlossen sind. Die Eröffnung des zehnten und letzten Impfstandorts in der Hirslanden Klinik in Aarau ist für März vorgesehen. Zweitens setzt die Impfkampagne auf aktuell zehn mobile Einheiten, die Pflege- und später Betreuungsinstitutionen anfahren und vor Ort versorgen.

Damit erreicht die Impfung Personen, die sich nur unter grossen Anstrengungen extern impfen könnten. In der zweiten Welle der Covid-19-Pandemie waren über die Hälfte der Todesfälle in Pflegeheimen zu verzeichnen, was die Bedeutung der mobilen Impfteams unterstreicht. Die Versorgung der 106 Pflegeinstitutionen ist logistisch aufwendig und benötigt mehr Zeit als die Impfung in Impfzentren.

Drittens werden frühestens ab Mai, wenn die Kantone grössere Impfstofflieferungen erhalten werden, auch die Hausarztpraxen und Impfapotheken beliefert. Damit soll eine wohnortsnahe Versorgung sowie eine weitere Kapazitätssteigerung sichergestellt werden. Aktuell verfügt der Kanton Aargau über Kapazitäten, um zirka 35’000 Personen pro Woche zu impfen. Aufgrund des begrenzt verfügbaren Impfstoffs finden zurzeit aber nur etwa 9000 Impfungen pro Woche statt.

Teststrategie wird erweitert
Neben der Impfkampagne, dem Contact Tracing sowie den Massnahmen zur Reduktion von sozialen Kontakten ist wiederholtes Testen von asymptomatischen Personen ein weiterer wichtiger Pfeiler in der Pandemiebekämpfung. Mindestens 50 Prozent der infizierten Personen sind asymptomatisch. Um vermehrt Ansteckungsketten über asymptomatische Personen zu unterbrechen, müssen diese erkannt werden. Das ist nur mit häufigem und wiederholtem Testen möglich sowie konsequenter Isolation der infizierten Personen.

Die ersten Tests im Rahmen des Pilotprojekts sind in ausgewählten Institutionen seit dem 3. März vorgesehen. Die Pilotphase dauert voraussichtlich vier Wochen mit Durchführung von rund 3000 bis 4000 Tests pro Woche. Die Teilnahme am repetitiven Testing ist für alle Personen der beteiligten Institutionen freiwillig.

«Aarau nimmt wieder Schwung auf»

«Aarau nimmt wieder Schwung auf» | Der Landanzeiger

Der Frühling steht vor der Tür, die Fachgeschäfte dürfen wieder geöffnet haben. Die Stimmung bei Zentrum Aarau, der Vereinigung der Aarauer Fachgeschäfte, ist definitiv heiterer als noch vor ein paar Wochen, man ist motiviert. «Aarau nimmt wieder Schwung auf», heisst sodann auch das passende Motto ihres Jahresplans, der an der Generalversammlung vergangene Woche vorgestellt wurde. Geplant sind wie jedes Jahr verschieden gemeinsame Aktivitäten über das ganze Jahr verteilt.

Frühlings-Hingucker
So werden sich die Ladengeschäfte vom 2. bis 5. April an der Schnitzeljagd des Naturamas beteiligen und ihre Schaufenster zur Verfügung stellen. Danach wird es vom 6. bis 11. April blumig: Unter dem Namen «Blumen- KunstwerkStadt» wollen die Aarauer Floristen gemeinsam mit den beiden Handwerksbetrieben Steinbildhauerei Aeschbach und Schmiede zu Aarau nach Ostern einige Orte der Stadt mit verschiedenen Hinguckern schmücken. Die Stadt soll ausserhalb des Kunsthauses während einer Woche einige objekthafte Höhepunkte erhalten, die das künstlerische Handwerk ortsansässiger Betriebe zeigen. Die Ladengeschäfte werden diese Idee mitunterstützen und die Schaufenster mit Blumendeko hervorheben.

Kein Nightshopping
Anfangs Sommer ist eine Modewoche angedacht. Die Details dazu müssen noch geklärt werden. Was dann im Herbst 2021 wieder stattfinden wird, ist der Stadtoutlet am 25. September. Die Läden laden mit Ständen vor den Läden und buntem Markttreiben zum Schoppen und zur Schnäppchenjagd ein. In der Adventszeit werden dann auch wieder die Gassen mit Tannenbäumen und Weihnachtsbeleuchtungen geschmückt, auch die Schaufenster laden zum Bummeln ein. Verbunden wird das ganze wieder mit einem Kundenwettbewerb.

Was 2021 definitiv nicht stattfinden wird, ist das Nightshopping. «Der Anlass hat eine Dimension angenommen, für die wir die Verantwortung, den finanziellen und personellen Aufwand nicht mehr tragen können, unter anderem wegen den immer mehr werdenden Auflagen wie dem Entsorgungskonzept, den Corona-Schutzkonzepten für alle und die Verwendung von Mehrweggebinden.»

Erste Vision-Version
City Managerin Romana Waller nutze die Generalversammlung, um den Mitgliedern ihren Vorschlag einer gemeinsamen Vision für Aarau vorzustellen. Sie stellte klar: «Es ist noch nichts in Stein gemeisselt. Es ist ein Vorschlag, eine erste Version, die ich euch gerne präsentieren möchte.» In ihrer Vision unter dem Titel «Bewusst vielfältig» will sie Trends wie «Nachhaltigkeit » und «bewusstes Einkaufen» einbinden und Anreize im Angebotsmix schaffen. Ziel ist es zudem mehr Frequenzen in die Innen- und Altstadt zu bringen. «Wir sind momentan dran Pop-Up-Konzepte zu entwickeln und auch die Markthalle soll aktiviert werden. » Die Aufenthaltsqualität soll erhöht werden, indem Erlebnisse geschaffen werden. «Es sind einige Projekte am Laufen. So zum Beispiel der Weihnachtsmarkt, der neu aufgegleist wird. Aber auch eine interessante Idee für ein Setzlings- und Gartenflohmarkt liegt auf meinem Tisch.»

Elektromobilität für jeden!

Elektromobilität für jeden! | Der Landanzeiger

Die City Garage GmbH ist Ihr Nissan-Partner in und um Aarau und sie kennen sich gerade deshalb im Bereich Elektromobilität bestens aus. Seit dem 1. März ist nun auch die Marke «JAC» neu und offiziell in der City Garage GmbH vertreten.

Die Elektromobilität ist im Kommen und sie ist wichtig. Dennoch schrecken viele noch vor dem Umstieg zurück. Neben vielen Mythen, dürfte auch der Preis eine entscheidende Rolle spielen. Der JAC wirkt genau dem entgegen, denn mit JAC wird Elektromobilität für jeden erschwinglich. In der City Garage liegt das Einführungsangebot bei nur 23’789 Franken inklusive Batterie – ein unschlagbares PreisLeistungsVerhältnis!

Nachhaltig unterwegs
Wer einen JAC fährt, setzt ein deutliches Statement zur CO2Senkung und geniesst dabei ein unbeschwertes Fahrgefühl. Denn der JAC liefert schon ab der ersten Umdrehung sein maximales Drehmoment und beschleunigt vollkommen unterbrechungsfrei. Ob Wallbox, öffentliche Ladestation oder Haushaltssteckdose: mit dem neuen JAC sind Sie nachhaltig unterwegs und beim Tanken so flexibel wie Sie es möchten.

Exklusives Design
Der eS2 bietet viel Auto fürs Geld: Der Innenraum überzeugt durch edle Ausstattung und Komfort. Die roten Ziernähte an Armaturenbrett und Sitzen akzentuieren das ansprechende Design. Das hochwertig verarbeitete Leder am Lenkrad sorgt für Griffigkeit. Die Ledersitze, mit der designgebenden Perforierung, untermalen die sportliche Note des JACs. Die Komfortsitze sind in der Höhe einstellbar und können beheizt werden. Sie bieten guten Halt und ein rückenschonendes, bequemes Sitzgefühl, auch bei längeren Fahrten.
Über die Smartphone-Schnittstelle können Apps von Mobiltelefonen über die innovative MirrorLinkTechnologie genutzt werden, die sich komfortabel über den Touchscreen bedienen lassen. Der elegantsportliche Innenraum überzeugt ausserdem durch sein geräumiges Platzangebot. Die Rücksitzbank lässt sich geteilt umklappen und bietet genug Stauraum, um auch Transporte durchzuführen.
Lernen Sie JAC kennen und besuchen Sie die City Garage GmbH in Aarau.

City Garage GmbH

Delfterstrasse 12
5000 Aarau
www.citygaragegmbh.ch

Reinhard Ahlborn ist neuer Geschäftsführer

Reinhard Ahlborn ist neuer Geschäftsführer | Der Landanzeiger

Reinhard Ahlborn führt seit dem 1. März die Geschäfte der beiden AMAG Betriebe Aarau und Baden. Der 52-Jährige hat verschiedenste Funktionen im Garagengewerbe erfolgreich wahrgenommen und ist ausgewiesener Branchenprofi.

Ahlborn absolvierte als Grundstein seiner Karriere eine kaufmännische und technische Ausbildung im Automobilhandel. Danach folgten ein Studium der Wirtschaftswissenschaften sowie ein MBA. Reinhard Ahlborn bringt viel Branchenerfahrung und einen hohen Leistungsausweis in der Automobilindustrie mit: Gestartet als Juniorverkäufer bei der BMW Group, kam er 2001 in die Schweiz, um die Händlerentwicklung von BMW Schweiz zu leiten, war dann acht Jahre Niederlassungsleiter von BMW Dielsdorf und nach der Leitungsfunktion für Elektromobilität & New Mobility Services zuletzt als Head of Corporate Sales & Mobility Services tätig.

Seine Freizeit verbringt Reinhard Ahlborn so oft wie möglich mit Familie und Freunden. Zudem treibt er gerne Sport – in diesem Jahr steht unter anderem ein Marathon auf seinem Plan. Als Outdoorfan verbringt er darüber hinaus möglichst viel Zeit in der Natur und neben Wandertouren in der Schweiz zählen Reisen in fremde Länder zu seinen Interessen.

Reinhard Ahlborn sagt: «Ich freue mich sehr, Teil der AMAG-Familie sein zu dürfen und die Zukunft beim Marktführer in der Schweiz aktiv mitgestalten zu können. Wir haben uns in Baden und Aarau hohe Ziele gesetzt, die ich gemeinsam mit meinem Team angehen möchte. Eine wunderbare Aufgabe, in der vor allem Menschen im Mittelpunkt stehen.»

Gold, Bronze und ein Schweizer Rekord

Gold, Bronze und ein Schweizer Rekord | Der Landanzeiger

An den Hallen Schweizermeisterschaften in Magglingen wurde der BTV-Aarau-Sprinter Silvan Wicki seiner Favoritenrolle gerecht und gewann die 60 Meter in neuer Schweizer Rekordzeit. In 6.59 Sekunden unterbot Wicki den Schweizer Rekord über 60 m von Pascal Mancini (Estavayer) und Cédric Grand (Genf) um 1 Hundertstelsekunde. Mit diesem Sieg kürte er sich bereits zum dritten Mal in Folge zum Schweizer Meister über 60 m. Mit seiner Zeit katapultierte sich der BTVAthlet zugleich auf Rang 4 der europäischen Bestenliste.

Valentina Rosamilia (18) lief in ihrer ersten Hallen-SM bei den Aktiven über 800 m auf Rang 3. Der Final war hochkarätig besetzt. Rosamilia setzte sich von Beginn weg an die Spitze und sorgte für ein schnelles Rennen, wurde dann von Lore Hoffmann und Selina Rutz-Büchel überholt, sicherte sich im Zweikampf mit Selina Fehler dann aber den dritten Platz. Damit erweitert die zweifache Doppel-Nachwuchsschweizermeisterin der Jahre 2019 und 2020 (400 m und 1000 m) ihr Palmarès. Mit ihrer Zeit von 2:05.52 Min. lief Rosamilia so schnell wie noch nie zuvor, verpasste jedoch die EM-Limite um nur zwei Hundertstelsekunden.

AKB steuert 2 Millionen Franken bei

AKB steuert 2 Millionen Franken bei | Der Landanzeiger

Trotz andauernder Corona-Pandemie, welche die Kulturbranche hart trifft, nimmt das Neubauprojekt KIFF 2.0 Fahrt auf. Als Hauptsponsorin konnte die Aargauische Kantonalbank für das Projekt gewonnen werden.

Die geschätzten Gesamtkosten des Neubauprojektes KIFF 2.0, inklusive allen zukünftigen wie auch bereits getätigten Projektentwicklungskosten sowie die Betriebsausstattung des Neubaus, werden basierend auf der Grobkostenschätzung aus der Überarbeitung des Architekturwettbewerbs zurzeit auf rund 25 Millionen Franken geschätzt. Davon sind rund 21 Millionen Franken Erstellungskosten.
Im letzten Halbjahr wurden die beiden Projektierungskreditanträge an die Stadt Aarau und an den Swisslos-Fonds des Kantons Aargau von je 900’000 Franken genehmigt. Aktuell sind für über 75% der Gesamtkosten des Neubauprojektes KIFF 2.0 Absichtserklärungen der öffentlichen Hand und von privaten Geldgeberinnen und Geldgeber vorhanden.

Sponsoring am richtigen Ort
Als Hauptsponsorin konnte das KIFF die Aargauische Kantonalbank gewinnen. Nach Gesprächen im Herbst 2020 hat die Bankleitung im vergangenen Dezember einen Unterstützungsbeitrag von 2 Millionen Franken für das Neubauprojekt KIFF 2.0 zugesichert. Dazu Dieter Widmer, Direktionspräsident der AKB: «Der Kanton Aargau ist geprägt durch ein vielfältiges Kulturschaffen und ein breites Kulturangebot. Für uns als die Bank der Aargauerinnen und Aargauer, ist es ein grosses Anliegen genau diese kulturelle Vielfältigkeit aktiv zu unterstützen. Sponsoring am richtigen Ort, bedeutet für uns mehr als nur einen finanziellen Beitrag zu sprechen. Mit dem KIFF 2.0 engagieren wir uns für einen kulturelle Leuchtturm, welcher das Zusammenleben der Menschen in unserem Kanton auf ganz besondere Art und Weise bereichern wird.»

Wichtiger Schritt
Das KIFF freut sich über das Vertrauen der Aargauischen Kantonalbank und auf die zukünftige Zusammenarbeit. Vereinspräsidentin Gisela Roth: «Das Engagement ist für uns ein wichtiger Schritt. Es freut uns sehr, dass wir die regional verankerte Bank für das Generationenprojekt gewinnen konnten.» Im laufenden Jahr werden von Seiten KIFF noch weitere Bemühungen unternommen, um die Restfinanzierung des Neubauprojektes KIFF 2.0 zu sichern. Unter anderem wird ein Patronatskomitee gegründet und im Bereich Stiftungsfundraising auf mögliche Partnerinnen und Partner zugegangen.

Eröffnung Herbst/Winter 2024
Trotz Coronakrise erachtet es das KIFF als wichtig, das Projekt und damit die Zukunft des Kulturhauses voranzutreiben. Es ist geplant, im 4. Quartal 2021 die Unterlagen für den Baukredit bei der Stadt Aarau und dem Swisslos- Fonds des Kantons Aargau für das Neubauprojekt KIFF 2.0 einzureichen. Der Zeitplan sieht vor, dass der Umzug von der alten Futterfabrik in das neue Kulturhaus und die anschliessende Eröffnung des neuen KIFF im Herbst/ Winter 2024 stattfinden werden.
Mitte September 2020 konnte mit dem Vorprojekt gestartet werden und soll noch in diesem Quartal abgeschlossen werden. Anschliessend wird die Planung des Bauprojektes gestartet, welche voraussichtlich bis im Herbst 2021 dauern wird.

Neuigkeiten zum Neubauprojekt KIFF 2.0 werden jeweils publiziert auf
www. kiff2024.ch.