Studie zeigt: Auch Patienten ohne Risiken können schwer erkranken

Studie zeigt: Auch Patienten ohne Risiken können schwer erkranken | Der Landanzeiger

Das Alter und bestimmte Risikoerkrankungen sind nicht zwingend der Grund für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkankung. So lautet eines der Ergebnisse einer jüngst publizierten Beobachtungsstudie aus dem Kantonsspital Aarau.

Das Kantonsspital Aarau (KSA) hat kürzlich als eines der ersten Spitäler in der Schweiz die Ergebnisse einer Beobachtungsstudie zu seinen ersten 100 Patientinnen und Patienten, die während der Corona-Pandemie im Spital in Aarau hospitalisiert werden mussten, publiziert. Vergleichbare lokale und retrospektive Studien zu COVID-19 und den damit hospitalisierten Patientinnen und Patienten sind bereits aus anderen Ländern bekannt, so bspw. aus dem chinesischen Wuhan (Frühphase der Pandemie), aus der Lombardei (ITA) oder aus New York (USA).

Im Fokus der Aarauer Studienbeobachtung standen lediglich solche männlichen wie weiblichen Patienten, die positiv auf COVID-19 getestet und hospitalisiert werden mussten. Das Fazit: Rund ein Drittel aller beobachteten stationären Patientinnen und Patienten im KSA zeigten schwere oder komplizierte Krankheitsverläufe, die entweder eine Intensivbehandlung notwendig machten oder zum Tode führten. Interessant ist, dass die Studie zeigt, dass ein sehr hohes Alter oder bestimmte vorhandene Grund, respektive Risiko- Vorerkrankungen, nicht zwingend zu diesen schweren Verläufen führen. Auch jüngere Personen (unter 60-Jährige) ohne schwere Grunderkrankungen können betroffen sein. Die Verweildauer sämtlicher stationären COVIDPatienten im Spital ist ausserdem vergleichsweise lang, so ein weiteres Ergebnis der Beobachtung.

Ob eine COVID-19-Erkrankung tendenziell einen schweren Verlauf nimmt, lässt sich insbesondere anhand von Entzündungs- und Blutsättigungswerten und dem allgemeinen klinischen Zustand des Patienten abschätzen, so die Studie. Die Studienautorinnen und -autoren des KSA erhoffen sich, dass ihre jetzt veröffentlichten Ergebnisse zusammen mit den Daten aus weiteren Schweizer Spitälern es künftig möglich machen werden, Risikomodelle für die Schweiz zu entwickeln, die eine noch bessere Verlaufsprognose ermöglichen und damit auch die Behandlung verbessern helfen. Die Studie wurde am 15. Juli 2020 im Swiss Medical Weekly publiziert.

Hier gehts zur Studie des Kantonsspitals Aarau https://smw.ch/covid-19

Aarefische nach Lockdown topfit

Kevin Affentranger | Der Landanzeiger

Nach Monaten mit abgesagten Meisterschaften und Wettkämpfen fand endlich wieder ein langersehnter Vergleich unter «Ernstbedingungen» statt. Der Schwimmclub Aarefisch, Aarau organisierte den Huber Mehrkampf-Cup im Schwimmbad Suhr-Buchs-Gränichen mit einem aufwendigen Schutzkonzept.

Wie erwartet domininierten am Vormittag die Schwimmerinnen und Schwimmer aus Aarau und Biel. So gewannen die Aarefische Kevin Affentranger über 200 m Brust und 200 m Delphin, und Federico Salghetti-Drioli, mehrfacher Schweizer Meister Open Water, über 200 m Freistil und 400 m Vierlagen. Bei der Mehrkampfwertung der Herren mit fünf selber gewählten Disziplinen über 200 m, 100 m und 50 m gewann David Radam aus Gränichen. Mitglied des Swiss Aquatics Nationalkaders, zusammen mit zwei punktgleichen Athleten aus Biel. Er siegte über 100 m Delphin, erzielte über 50 m Delphin eine neue persönliche Bestzeit und belegte bei seinen weiteren vier Starts jeweils den 2. Rang. Bei den Damen des Schwimmclubs Aarefisch zählten Anna Vismara, Mitglied Nationalkader Jugend, Meta Zimmermann und Nora Wick zu den Disziplinensiegerinnen. Letztere wurde bei den Damen 3. in der Mehrkampfwertung.

Affentranger und Wickihalter top
Robin Affentranger, deutlicher Sieger über 200 m Rücken und Dario Wickihalter, zwei Nationalkadermitglieder des Aarefisch starteten erst am Nachmittag. Cheftrainer Dirk Thölking war mit seinen Schützlingen ausgesprochen zufrieden und beurteilte die Leistungen der Aarefische mit 50% Bestzeitenquote durch alle Gruppen, als sehr gut.

Ebenfalls in Form waren Roman Mityukov, mehrfacher Schweizermeister und Rekordhalter aus Genf, der die Mehrkampfwertung der Herren gewann und Thierry Bollin, mehrfacher Schweizermeister und Rekordhalter aus Bern in der Sprintwertung.

Gute Noten für die Organisatoren
Rückmeldungen der teilnehmenden Vereine bescheinigten dieser ersten Veranstaltung unter besonderen Schutzbestimmungen eine hervorragende Organisation. Sportler, Trainer und Zuschauer verhielten sich sehr diszipliniert, was im Schiedsrichterbericht an Swiss Aquatics Erwähnung finden wird. Nicht zuletzt war das möglich dank Helfern, Sponsoren und dem Badipersonal.

In der Nacht vom 15./16. August findet dann im gleichen Schwimmbad die 4. Swim Night statt, ein Anlass für alle interessierten Schwimmerinnen und Schwimmer jeglichen Alters, die ein paar Längen in besonderer Athmosphäre schwimmen wollen.

«Öpfel meets Rüebli» – oder Ferien beim Nachbarn

«Öpfel meets Rüebli» – oder Ferien beim Nachbarn | Der Landanzeiger

Ganz nach dem Motto von Landei zu Landei lancieren Thurgau Tourismus und Aargau Tourismus eine gemeinsame Kampagne. Gemüse- und Obstkanton, unentdeckte Naturjuwelen und jede Menge erfrischende Gewässer sind nur eine kleine Auswahl an Gemeinsamkeiten beider Kantone.

Für ein besseres Kennenlernen des Öpfel- respektive Rüebli-Kantons bieten die jeweiligen Tourismusorganisationen gegenseitig freundschaftliche Reduktionen an. Und jetzt erst recht, wo von allen Seiten zu Ferien in der Schweiz plädiert wird, haben sich Aargau Tourismus und Thurgau Tourismus ganz bewusst für eine Zusammenarbeit entschieden. Ja, gesellig und gastfreundlich sind in der Tat beide Kantone und zu bieten haben sie auch mehr als Rüeblitorte und Most! Mit der Frage, ob die lieben AargauerInnen bereits den vielseitigen Apfelkanton kennen, locken die Thurgauer ihren Fast-Nachbarn in die Ostschweiz und umgekehrt. Ein äusserst attraktives Angebot mit freundschaftlichen Reduktionen wird den Gästen gegenseitig geboten. Buchen dürfen alle mit einer TG- oder AG-Postleitzahl im jeweiligen Partnerkanton. Die Aktion ist ab sofort buchbar und gültig für Aufenthalte bis 31. Dezember 2020.

Weitere Infos für Aargauer unter: www. thurgau-bodensee.ch/öpfelmeetsrüebli Weitere Infos für Thurgauer unter: www.aargautourismus.ch/oepfelmeets-ruebli oder bei aarau info, Metzgergasse 2, Aarau

Einen Blick in die Aarauer Zukunft werfen

Einen Blick in die Aarauer Zukunft werfen | Der Landanzeiger

Bereits die Abbrucharbeiten der Kettenbrücke haben zahlreiche Zuschauer angelockt. Altes und historisches verschwindet und wird durch Neues ersetzt, das will man mitverfolgen. Während von der Hilfsbrücke aus die Arbeiten an der neuen Brücke weiter mitverfolgt werden können, lockt die Kettenbrücke nun auch mit einem Blick in die Zukunft. Denn am Geländer der Hilfsbrücke befinden sich seit neustem drei verschiedene QRCodes.

Einen Blick in die Aarauer Zukunft werfen | Der Landanzeiger
Unter und über die neue Kettenbrücke
Einen Blick in die Aarauer Zukunft werfen | Der Landanzeiger
Der Blick der Kettenbrücke entlang Richtung Altstadt

«ÜberBrücken Sie die Zeit» steht dort bei den Codes. Scannt man einen dieser Drei dann mit der Kamera des Handys ein, bekommt man die Visualisierung der neuen Kettenbrücke zu sehen. Ein sonniger Tag, entlang der Aare spazieren Menschen, der Bus fährt gleich über die Brücke und im Hintergrund zu erkennen ist der Eniwa-Kraftwerkturm. Je nachdem welchen der drei Codes eingescannt wird, passt sich die Visualisierung dem Standort des Betrachters an. Nun kann hin und her geblickt werden und sowohl zoomen als auch ein Panoramablick sind möglich.

Wer nun keine Möglichkeit hat, zur Kettenbrücke zu reisen, dem soll der Blick in die Zukunft nicht verwehrt werden. Mit dem untenstehenden QRCode gelangen Sie zu einer der drei Visualisierungen.

Hier gibt es eine 3D-Visualisierung

Neues aus dem Wildpark Roggenhausen

Tierpfleger im Roggi | Der Landanzeiger

Sommer, Sonne, Ferienzeit – ein Besuch im Wildpark Roggenhausen lohnt sich nicht nur, weil es da bei Temperaturen um die 30 Grad spürbar angenehmer ist. Im Roggi gibt es derzeit auch ganz viele Tier-Kinder zu beobachten. Der Jöö-Effekt ist garantiert.

Zwar liess sich der neue Platzhirsch im Roggi und sein Gefolge am Tag des Besuchs nicht blicken (zu heiss waren die Temperaturen, die Rothirsche zogen sich in den kühleren Wald zurück), aber man ist sehr zufrieden mit Rothirsch Silvio. Der zurückhaltende Bursche hat seine Aufgabe gemeistert und dem Wildpark Rothirsch-Nachwuchs geschenkt. Silvio hat im Februar 2019 die Nachfolge von Rothirsch Aaro eingenommen.

Kleiner Tipp: Silvio verzieht sich gerne in die Ecke seines Geheges Richtung Wildschweine. Dort kann der Prachtskerl mit seinem wachsenden Geweih gut beobachtet werden.

Die Rothirsche liessen sich nicht blicken, dafür genossen aber die Damhirsche ihre Ruhe im Schatten der Bäume, bevor auch die sich in den Wald verzogen. Und auch da gibt es putzigen Nachwuchs. Sie sind im vergangenen Monat auf die Welt gekommen.

Wildschweine im Roggi | Der Landanzeiger
Die 18 Wildschweinkinder können richtige Rabauken sein … doch bei 30 Grad geniessen auch sie ein Nickerchen im Schatten

Immer spannend zu beobachten, sind die Wildschweine. Die zwei Wildschwein-Mütter haben im Februar einmal zehn und einmal neun Babys auf die Welt gebracht. Eines, es war auch das Schwächste, hat es nicht geschafft. Die 18 Wildschweinkinder können für richtig Action sorgen.

Vergangene Woche frisch geschlüpft sind vier Pfauenbabys. Gut behütet von Mama erkunden sie Gras und Gebüsch. Pfauenbabys sind im Roggenhausen nicht selten, dass es aber gleich vier aufs Mal sind, das ist eher selten.

Minipigs im Roggi | Der Landanzeiger
Leckerschmecker Eis-Überraschung bekommen die Minipigs

Grossen Spass an der Hitze hatten die Minipigs. Denn sie bekamen zum ersten Mal in diesem Sommer, für die drei Kleinen sogar das erste Mal in ihrem Leben, einen eisigen Snack. Randen, Bananen, Birnen, Karotten umhüllt von Eis. Damit sind sie um die zwei, drei Stunden beschäftigt.

Ponys haben sich gut eingelebt
Sie sind definitiv keine Tierkinder mehr, aber trotzdem neu im Roggenhausen: Die Pony-Jungen Max, Moritz und Archie. Als Pony Morengo im Oktober 2019 starb, kamen die zwei Shetlandpony-Zwillinge Max und Moritz ins Roggi. Im Februar 2020 starb auch Mira. Archie hat die Gruppe wieder vervollständigt. Die drei haben sich wunderbar eingelebt, kommen gut miteinander aus, sind kinderlieb und freuen sich auf jeden Besuch.

Vor zwei Monaten haben auch die Steinböcke Nachwuchs bekommen. Wie auch die flauschigen Schafe, die im März Junge bekommen haben.

Schäfchen im Roggi | Der Landanzeiger
Flauschig und süss sind die jungen Schäfchen

Die Tierpfleger im Roggi haben auch sonst etwas zu feiern: Sie verabschieden Lehrlingstochter Cheyenne Keller, die nach drei Jahren im Roggenhausen erfolgreich ihren Abschluss gemacht hat. Sie wird im August bei einer Tierklinik in Staffelbach starten.

aarau info informiert Gäste und vermittelt Übernachtungen

BnB in der Altstadt | Der Landanzeiger

Das bewährte «Besucherzentrum» aarau info ist weit mehr als Auskunftsbüro. Das Dienstleistungszentrum für Aarauerinnen und Aarauer sowie für Gäste von Nah und Fern heisst willkommen, koordiniert Übernachtungen und informiert über Ausflüge – auch in den Sommerferien.

Wie gewohnt bedient das Team von aarau info auch während diesen Sommerferien Daheimgebliebene und Gäste kompetent und freundlich. Wer einen Ausflug in der Nähe plant, das OpenAir Kino Aarau besuchen oder auf einer Stadtführung Aarau entdecken will, ist genau richtig!

Öffentliche Führungen

Mit dem Velo die Aarauer Quartiere entdecken
Letzte Plätze! Donnerstag, 16. Juli, 18 Uhr, 22 Franken
Die idyllischen Wohnviertel und Naherholungsgebiete rund um den Altstadtkern kennen lernen und erfahren, warum Aarau die Bezeichnung «Gartenstadt» verdient.

Altstadtrundgang
Samstag, 18. und 25. Juli, 13 Uhr, Dauer 75 Minuten, 18 Franken
Spüren Sie in den Altstadtgassen den Geist längst vergangener Zeit und erfahren Sie, wie sich Aarau zur modernen Stadt mit hoher Lebensqualität entwickelt hat.

Der Turm und seine Kerker
Mittwoch, 22. Juli, 18 Uhr, Dauer 75 Minuten, 18 Franken
Tauchen Sie im Obertorturm ins mittelalterliche Leben ein und lernen Sie die beschwerlichen Aufgaben dessen einstiger Bewohner kennen.

Wasser in Aarau – einst und heute
Samstag, 25. Juli, 11 Uhr, Dauer 75 Minuten, 18 Franken
Dieser Stadtrundgang führt Sie dem Lauf des Stadtbachs entlang zu Mühlen, Brunnen und Wasserrinnen und bringt Ihnen die Bedeutung des Wassers für Aarau und seine Bevölkerung von der Stadtgründung bis heute näher.

Führung gewinnen
Aarau info verlost drei Mal zwei Tickets für den Altstadtrundgang jeweils am ersten Samstag im Monat um 13 Uhr. 

Senden Sie eine E-Mail mit Ihren Angaben und dem Stichwort «Altstadtrundgang» bis am 21. Juli an mail@aarauinfo.ch. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

Auskünfte und Anmeldungen bei aarau info, Metzgergasse 2, Aarau, Telefon 062 834 10 34 oder mail@aarauinfo.ch.

FC Aarau wechselt den Trainer

Stephan Keller | Der Landanzeiger

Der FC Aarau befindet sich in einer Umbruchphase. Dabei ist die Trennung von Cheftrainer Patrick Rahmen nur ein Schritt, der den FCA in erfolgreiche Bahnen bringen soll. Mit Stephan Keller steht nun ein Trainer an der Seitenlinie, der die Jugend fördern wird.

Zuletzt war es ein Auf und Ab. Nach dem heldenhaften 5:4-Erfolg gegen Leader Lausanne folgte eine 1:4-Niederlage beim SC Kriens. Die Verantwortlichen beim FC Aarau zogen danach die Reissleine und stellten den erfolglosen Trainer frei.

An der Seitenlinie steht damit ein alter Bekannter: Der 41-jährige Stephan Keller war bereits als Spieler (2004) sowie in den letzten drei Jahren als Assistenztrainer im Brügglifeld aktiv. FCA-Präsident Philipp Bonorand ist überzeugt vom neuen Trainer: «Wir wollen längerfristig etwas aufbauen.» Bei diesen langfristigen Zielen ist die Handschrift Bonorands gut zu erkennen: Das Jahr 2020 brachte dem FCA nicht nur ihn als neuen Präsidenten, sondern auch einen neuen Geschäftsführer und einen neuen Trainer.

Bald werden die Spieler-Verträge ausgehandelt, wobei die Zeichen bei François Affolter, Giuseppe Leo, Damir Mehidic und Marco Schneuwly nicht auf Verlängerung stehen. Markus Neumayr hat den Club bereits verlassen. Um die verbleibenden Routiniers wie Elsad Zverotic oder Olivier Jäckle wird also eine Mannschaft gebildet, mit der nicht der sofortige Aufstieg angepeilt wird.

Xoán Castiñeira ist der neue Intendant

argovia philharmonic | Der Landanzeiger

Mit Xoán Castiñeira hat das argovia philharmonic einen Nachfolger für Intendant Christian Weidmann gefunden werden. Die Verantwortlichen sind glücklich, zusammen mit Castiñeira die nächsten Schritte für eine erfolgreiche Zukunft des Aargauer Leuchtturms einzuleiten.

Die freigewordene Stelle des Intendanten des argovia philharmonic stiess auf grosses Interesse. 36 Personen aus den verschiedensten Bereichen der Musik bewarben sich. Ungefähr die Hälfte aus dem nahen und fernen Ausland, die andere Hälfte aus der Schweiz. Die Findungskommission prüfte die Bewerbungen in zahlreichen Sitzungen, führte Gespräche mit sechs Bewerbern und entschied sich schliesslich einstimmig und im Einvernehmen mit dem Chefdirigenten Rune Bergmann und dem Vereinsvorstand, Xoán Elías Castiñeira Varela als neuen Intendanten vorzuschlagen. Der Vorstand hat diesem Antrag an seiner Sitzung vom 12. Juni 2020 einstimmig zugestimmt.

Lebt seit 2013 in der Schweiz
Xoán Castiñeira wurde 1983 in Galizien geboren. Nach seinem Schulabschluss widmete er sich dem Klavierstudium und erwarb 2006 an der katalanischen Musikhochschule in Barcelona den Bachelor of Music, gefolgt vom 2008 erlangten Master of Music in Advanced Musical Studies an der Royal Holloway University in London. Sein Klavierstudium schloss er 2012 mit dem Diplom als Konzertpianist am Chicago College of Performing Arts ab. Seit 2013 lebt Xoán Castiñeira in der Schweiz; nach zwei Jahren als stellvertretender Geschäftsführer der Vertriebs AG der J.S. Bach-Stiftung wurde er im Juli 2015 zum geschäftsführenden Intendanten der J.S. Bach St. Gallen AG befördert, deren Geschicke er seither erfolgreich leitet. Vom März 2017 bis August 2018 absolvierte er an der Universität St. Gallen ein Nachdiplomstudium in General Management, das er als Executive MBA abschloss. Er spricht neben seiner Muttersprache Galizisch natürlich auch Spanisch und Katalanisch, beherrscht Englisch und Deutsch fliessend in Wort und Schrift und versteht unsere Mundart problemlos. Er ist verheiratet und Vater einer einjährigen Tochter.

60-Prozent-Anstellung
Xoán Castiñeira wird seine Stelle am 1. September in einem Teilpensum von 60 Prozent antreten und damit auch die volle Verantwortung für die Intendanz des argovia philharmonic übernehmen. Für seinen jetzigen Arbeitgeber, die J.S. Bach St. Gallen AG, bleibt Xoán Castiñeira vorläufig operativ verantwortlich. Die Verantwortlichen des argovia philharmonic sind davon überzeugt, mit Xoán Castiñeira einen hoch qualifizierten Nachfolger für Christian Weidmann gefunden zu haben und heissen ihn schon heute herzlich willkommen.

www.argoviaphil.ch

Spannende Filmabende unter freiem Himmel

OpenAir Kino Aarau | Der Landanzeiger

Das stimmungsvolle und abwechslungsreiche Aarauer OpenAir Kino gibt es dieses Jahr wieder vom 16. Juli bis 31. August auf der Pferderennbahn im Schachen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Einem schönen Kinoabend steht also nichts im Weg.

Emotionale Momente voller Witz, Spannung und Romantik – die vielfältigen Filmwelten ziehen die Zuschauer immer wieder in ihren Bann. Die Open Air Kino Saison 2020 startet in Aarau am Donnerstag, 16. Juli mit dem Film «Das perfekte Geheimnis» auf der Pferderennbahn in Aarau. Die Filmabende finden bei jedem Wetter statt – ausser bei Sturm. Gestartet wird jeweils um 18.30 Uhr mit der Öffnung der OpenAir Restauration. Die Abendkasse öffnet um 19 Uhr und die Vorführungen beginnen mit dem Eindunkeln.

Neu: ermässigte Tickets ausschliesslich online Tickets kosten regulär 16 Franken – mit der Coop Supercard 12 Franken. Vergünstigte Tickets, unter Angabe der Coop Supercard, sind neu nur noch online erhältlich und in einer limitierten Anzahl. Über Ticketcorner und an der Abendkasse ist die Coop-Vergünstigung nicht möglich.

Empfehlung des OpenAir-Kino-Betreibers
«Mindful» ist eine kostenlose Check-in-App, mit oder ohne Kontaktdatenpflicht! So kann mitgeholfen werden, die COVID-19-Pandemie in der Schweiz zu kontrollieren und eine zweite Welle zu verhindern. Viele Unternehmen aus der Gastro-, Unterhaltungs- und Freizeit-Szene haben sich bereits für die digitale Check-in-Lösung entschieden. Um sich anzumelden, lädt der Gast einmalig die «Mindful App» herunter. Nach Öffnen der App erfolgt keine Registrierung mit persönlichen Daten. Der Gast akzeptiert lediglich, später eine Push-Nachricht zu erhalten, falls sich in seinem Umfeld ein positiv getesteter Kunde aufgehalten hat: 100% anonym

Keine Herbstrennen – Geschäftsführerin geht

Pferderennen im Aarauer Schachen | Der Landanzeiger

Der Aargauische Rennverein gibt bekannt, dass auch die diesjährigen Herbstrennen in Aarau abgesagt werden müssen. Zudem muss der Verein eine neue Geschäftsführerin oder einen neuen Geschäftsführer suchen. Die Amtsinhaberin verlässt den Verein Ende September.

Im März dieses Jahres musste der Aargauer Rennverein aufgrund von Corona die traditionellen Aarauer Frühlingsrenntage absagen. Optimistisch blickten die Verantwortlichen Richtung Herbst und hofften, dann wieder Rennen durchführen zu können. «Wer hätte gedacht, dass sich drei Monate später die Situation zwar etwas entschärft hat, aber der Virus Covid-19 immer noch auf der ganzen Welt omnipräsent ist», fragt der ARV in seiner Mitteilung.

Der Vorstand hat aufgrund der neuesten Lockerungen des Bundes die Lage des letzten Herbstrenntages neu beurteilt. Die weiterführenden Auflagen, wie die 300-Personen-Sektoren bei Grossveranstaltungen, die anhaltenden Unsicherheiten betreffend 2. Welle und die in der Schweiz wieder täglich ansteigenden Zahlen von Neuinfektionen lassen eine realistische Durchführung der Herbstrennen nicht zu. Zu viele Fragen bleiben offen und auch das Risiko eines grösseren finanziellen Verlusts. Schweren Herzens haben die Verantwortlichen deshalb entschieden, nun auch die restlichen Aarauer Pferderennen im Corona-Jahr absagen!

«Im Moment bleibt uns der Trost, dass der Verein finanziell stabil bleiben kann und alles daran setzt, für 2021 wieder vier tolle Rennsonntage planen zu können», schreibt der ARV weiter. «Geführte Gespräche mit Sponsoren stimmen uns sehr zuversichtlich.»

Geschäftsführer gesucht ARV-Geschäftsführerin Béatrice Kovacs hat ihre Kündigung auf Ende September eingereicht. Der Vorstand bedauert den Weggang sehr und schreibt die Stelle demnächst aus. Der ARV bedankt sich bei Béatrice Kovacs herzlich für ihr Engagement zu Gunsten des ARV und des Pferderennsports. Béatrice Kovacs war seit 1. Juli 2015 im Amt.

Circus Knie plant, im September nach Aarau zu kommen

Zirkus Knie | Der Landanzeiger

Der Circus Knie hat sich entschlossen, ab 4. September die Tournee 2020 aufzunehmen. Die Premiere soll in Bern stattfinden. Vom 30. September bis 4. Oktober plant der Zirkus auch in Aarau zu sein. Mit dabei auch Ursus & Nadeschkin, mit dem gebürtigen Aarauer Urs Wehrli.

Für das treue Deutschschweizer Knie-Publikum gibt es gute Neuigkeiten. Die Direktion des Circus Knie hat beschlossen, ab dem 4. September eine verkürzte Tournee durch die Deutschschweiz zu machen. Das gab Circus Knie in einer Mitteilung bekannt. Das Programm für die Tournee steht schon lange und alle Artisten stehen in den Startlöchern. 12 Städte stehen auf dem Programm, darunter auch Aarau.

Leider musste der Circus Knie in diesem sehr speziellen Jahr auf die Gastspiele in der Romandie und im Tessin verzichten. Es war keine einfache Entscheidung, aber nötig, um die verkürzte Tournee und die damit verbundene Reisezeit möglichst effizient zu planen, schreibt das Unternehmen weiter.

Das preisgekrönte Clownduo Ursus & Nadeschkin kehrt nach 18 Jahren zum Circus Knie zurück und wird als einer der Höhepunkte der Tournee 2020 angepriesen. Die beiden werden sich in der Manege – wie immer – komplett neu erfinden und sich an Kunststücken und Dressuren heranwagen, die einzig für den Circus Knie geschaffen sind, schreibt der Zirkus in der Vorschau.

Da die Kurz-Tournee völlig anders aussieht, als anfänglich geplant, können alle bereits gekauften Tickets für die Gastspiele ab sofort zurückgegeben werden. Wer Tickets online bei ticketcorner.ch oder beim Ticketcorner Call Center gekauft haben, sendet diese direkt an Ticketcorner zurück. Wer sein Ticket an einer Vorverkaufsstelle erworben hat, kann dieses dort wieder zurückgegeben. Bei einer abgesagten Veranstaltung gilt eine Rückerstattungsfrist von 30 Tagen ab Veranstaltungsdatum.

Die Familie Knie hofft, dass man sich bald wieder den magischen Momenten der Manege widmen kann. «Es haben alle den Applaus des Publikums vermisst und freuen sich umso mehr darauf», schreibt der Zirkus. 

Tourneeplan 2020
Bern, 4. – 20. September
Langenthal, 22. – 23. September
Thun, 25. – 27. September
Aarau, 30. September – 4. Oktober
Buchs (SG), 6. – 7. Oktober
Chur, 9. – 11. Oktober
Zürich, ab 14. Oktober
St. Gallen, 10. – 18. November
Wil (SG), 20. – 22. November
Rapperswil, 25. – 29. November
Zug, 4. – 6. Dezember
Luzern, 9. – 31. Dezember

Ein Maienzug für die Geschichtsbücher

Maienzug 2020 grossartige Blumendekos | Der Landanzeiger

Ja, der Maienzug in seiner gewohnten Form wurde abgesagt. Aber nein, so ganz kann und will Aarau nicht auf den schönsten Tag im Jahr verzichten.

Der Maienzug 2020 war anders, er wird so oder so in die Geschichte eingehen aber auch er war wunderschön. Grosser Anziehungspunkt waren die wunderbar geschmückten Brunnen. So viel geschmückt wie in diesem Jahr, wurde noch nie. Aber auch traditionelle weisse Kleider und Blumenkränze waren an diesem Freitag viel zu sehen.

Wer das Bankettessen nicht in einem privaten Rahmen einnehmen wollte, traf sich in einem Restaurant oder nahm an einem der angebotenen Bankette teil. Der Maienzug 2020 war in seiner aussergewöhnlichen Art schön zu erleben. Doch es sind sich alle einig: Man freut sich auf 2021, um dann hoffentlich wieder einen stinknormalen Maienzug zu erleben.

Das Projekt «Auberge» hat überzeugt

Die Visualisierung des Siegerprojekts «Auberge»: rechts das neue Pflegeheim, links kommt später das neue Wohnheim | Der Landanzeiger

«Im Projekt zum Neubau des Pflegeheims Herosé muss vieles berücksichtigt werden. Die Bewohner und ihre Angehörigen, die Funktionalität und der Arbeitsprozess, die Nachbarschaft und das Quartier, das Herzoghaus unter Denkmalschutz und der Park mit dem Teich und den Bäumen. All das musste Hand in Hand geplant werden », schildert Stadträtin Angelica Cavegn die Herausforderungen.

Das Projekt «Auberge» konnte die Jury im Projektwettbewerb überzeugen. Für das Siegerprojekt verantwortlich sind die Büros Arge Meier Gadient Architekten mit Rogger Ambauen, die bereits das Buchser Alterszentrum Suhrhard gebaut haben.

Mit Schwimmbad und Dementgarten
Überzeugt hat das fünfstöckige, Z-förmige Gebäude durch seinen Grundriss. Es entstehen Rundläufe entlang der kranzförmigen Zimmeranordnung. Zusammen mit den geschickt gesetzten grösseren und kleineren Kernen entstehen auf der Station verschiedene Spazierwege, die nie in einer Sackgasse enden. Aufgelockert wird das ganze mit Ausblicken durch Aufenthaltsräume mit Logien und Sitznischen. «Viele Flächen sind flexibel nutzbar und nicht schon durch den Grundriss fix definiert », sagt Stadtbaumeister Jan Hlavica.

Auch Rupert Studer, Leiter der städtischen Abteilung Pflegeheime, sieht darin einen grossen Vorteil: «Wir brauchen Individualität. Wir wissen zwar was heute ist und können erahnen, was in zehn Jahren sein wird. Aber wie es in 20, 40, 50 Jahren aussieht wissen wir nicht. Das Siegerprojekt bietet die Möglichkeit genau darauf zu reagieren», sagt er. Im Erdgeschoss sind die öffentlichen und gemeinschaftlichen Nutzungen angeordnet. Dort befindet sich auch der eingeschossige Anbau für ein kleines Schwimmbad. Auch ein seperater Dementgarten soll errichtet werden.

Grossteil des Parks bleibt erhalten
Die Holz-Beton-Hybridkostruktion wird von der Jury bezüglich grauer Energie als gut eingestuft. Das Projekt überzeugte die Jury auch durch seine Platzierung der Baukörper. Das neue Pflegeheim wird nordöstlich anstelle der heutigen Alterssiedlung gebaut. Die Anzahl der Pflegeplätze bleibt gleich. Trotzdem sind die Baukörper sehr kompakt, weshalb das Projekt deutlich unter dem Durchschnitt liegende Flächen- und Volumenkennwerte aufweist.

So kann auch der öffentliche Park in der Mitte des Areals weitgehend erhalten bleiben. Der Teich aus dem 19. Jahrhundert wird etwas verkleinert und einige grosse Buchen im Norden des Parks müssen für den Bau weichen, werden aber durch gleichwertige Bäume ersetzt. «Es ist ein Altersheim, aber es hat einen wohnlichen Charakter», fasst Jan Hlavica zusammen. «Der Neubau weist eine Eigenständigkeit als Körper auf, ist aber eingebunden in die ganze Situation auf dem Areal. Mit dem Bau des neuen Pflegeheims soll voraussichtlich nach der Volksabstimmung über den Baukredit 2022 im Jahr 2023 begonnen werden.

Ausstellung noch heute offen
Alle zwölf Projekte, die es in die engere Wahl geschafft haben, können noch bis Donnerstag, 2.7.2020, von 16 bis 19 Uhr an der Bleichemattstrasse 43 betrachtet werden.

MAG 2020 – nicht durchführbar!

MAG 2020 – nicht durchführbar | Der Landanzeiger

Der Markt Aarauer Gewerbetreibender (MAG) findet dieses Jahr nicht statt. Der MAG-Vorstand unterstützt den Antrag von Mikel Zettel, der mit seiner Firma Kein Ding GmbH mit der Organisation beauftragt ist.

Die Hoffnung währt am längsten, die Geduld wurde aber nicht belohnt. Der MAG 2020 wird trotz zunehmender Teilnehmerzahlen und gutem Programm abgesagt. «Die Auflagen können nicht eingehalten werden und die Seele des traditionellen Herbstanlasses müsste derart eingeschränkt werden, dass Erlebnis und Wirtschaftlichkeit arg bluten würden», erklärt Mike Zettel mit Wehmut. Der MAG-Vorstand will seinen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie leisten und für Aussteller und Organisator Planungssicherheit schaffen. «Diese Entscheidung fällt wirklich nicht leicht», meint MAG-Präsident Rainer Zulauf. Mit gutem Gewissen hätte er einer Durchführung aber nicht zustimmen können. «Wir hoffen auf das Verständnis von Ausstellern und Besuchern und packen mit Freude die Organisation der Ausgabe 2021 an, die vom 30. September bis 3. Oktober stattfinden wird». Die Standgebühren werden bis auf eine kleine Organisationsabgabe zurückbezahlt. 

MAG erst dreimal abgesagt 
Seit der Gründung im Jahre 1937 musste der MAG erst dreimal abgesagt werden. 1939 war der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges der Grund dafür, von 1940 bis 1944 fand er aber statt. 1953 pausierte der MAG zum zweiten Mal, Grund war die Konzentration der Festlichkeiten im Herbst auf das Jubiläum «150 Jahre Kanton Aargau» in Aarau. 1971 verordnete der MAG-Vorstand eine «Denkpause» und verzichtete auf eine Durchführung, Gründe waren die Konjunktur, das abnehmende Interesse der Aussteller sowie «Verkehrsprobleme». 

Die erste MAG-Durchführung für den mit der Organisation beauftragten Mike Zettel reiht sich mit der Absage in die historisch schwierigen Momente der MAG-Geschichte. Der MAG-Vorstand versichert allerdings Mike Zettel seine volle Unterstützung bei Planung und Durchführung des MAG 2021, welcher vom 30. September bis 3. Oktober stattfinden wird.

Video: Maienzug zu Corona-Zeiten

Video-Botschaft des Stadtrates Aarau zum Maienzug in Corona-Zeiten | Der Landanzeiger

Liebe Aarauerinnen, liebe Aarauer

Das Jahr 2020 wird in die Geschichtsbücher eingehen – und somit auch unser Maienzug. Erstmals seit 1944 wird das wichtigste Aarauer Fest aufgrund des Corona-Virus nicht stattfinden können. Der Stadtrat und die Maienzugkommission bedauern diesen Ausfall ausserordentlich und setzen umso mehr auf feierliche Akzente.

Der 3. Juli wird mit Böllerschüssen begrüsst. Die Beflaggung und die geschmückten Brunnen sorgen für das festliche Kleid. Auf die Kinder wartet anstelle des Festumzu- ges ein besonderer Schulabschluss. Wer nicht auf das traditionelle Essen verzichten möchte, kann ein Bankett-Menü nach Hause bestellen oder bei ausgesuchten Gastro- betrieben vor Ort konsumieren. Ausserdem nimmt Sie aarau info mit auf eine Tour der besonderen Art.

Der Stadtrat und die Maienzugskommission

Dr. Hanspeter Hilfiker
Stadtpräsident

Daniel Roth
Stadtschreiber

Suzanne Marclay-Merz
Präsidentin Maienzugskommission

Video-Botschaft des Stadtrates Aarau zum Maienzug in Corona-Zeiten | Der Landanzeiger
Bild anklicken um das Video anzusehen

Link zur Videobotschaft

Heisse Zeiten im Naturama

Regierungsrat Alex Hürzeler, die Fotografen Mathias Braschler und Monika Fischer sowie Denis Vallan, Leiter des Bereiches Museum und Sammlungen im Naturama in der Ausstellung «Heisse Zeiten: Klimaportraits» | Der Landanzeiger

Mit einer Vernissage hat das Naturama Aargau am 25. Juni 2020 die neue Sonderausstellung «Heisse Zeiten: Klimaportraits» eröffnet. Das Schweizer Fotografenteam Braschler/Fischer hat 22 Menschen portraitiert, die darüber berichten, wie sie weltweit mit den Folgen des Klimawandels leben müssen.

Im Zentrum der vom Naturama Aargau kuratierten Ausstellung «Heisse Zeiten: Klimaportraits» sind 22 grossformatige Portraits von Menschen, die den Klimawandel hautnah erleben. Das mit dem World Press Photo Award ausgezeichnete Schweizer Fotografenteam Braschler/ Fischer hat auf jedem Kontinent und in jeder Klimazone Aufnahmen gemacht und mit den Portraitierten gesprochen. Kurzfassungen der Interviews sind in der Ausstellung zu lesen und zu hören. So wird eindrücklich nachvollziehbar, wie vielfältig die Effekte des Klimawandels sind und worunter die Betroffenen leiden.

Einzelpersonen als auch Schulklassen
An der Vernissage betonte der Vorsteher des Aargauer Departementes Bildung, Kultur und Sport, Regierungsrat Alex Hürzeler, den Bildungsauftrag des Naturamas und zeigte sich überzeugt, dass neben Einzelpersonen auch viele Schulklassen die Ausstellung besuchen werden.

Monika Fischer vom Fotografenteam Braschler/Fischer sprach über ihre Motivation für das Projekt: «Mit unseren Bildern geben wir denen eine Stimme, die sonst nicht angehört werden. Allen Portraitierten haben wir versprochen, über ihr mit dem Klimawandel verbundenes Schicksal zu berichten. » «Dass jeder und jede von uns zur Verlangsamung des Wandels beitragen, ist ein Akt der Fairness gegenüber denen, die weltweit massiv darunter leiden », ergänzte Mathias Fischer.

Der Schäfer Christian Kaufmann aus Grindelwald, mit dessen Bild das Naturama für die Ausstellung wirbt, berichtete, wie er die klimatischen Veränderungen erlebt. «Der Fieschergletscher, der auf dem vor zehn Jahren aufgenommenen Foto von mir zu sehen ist, ist mittlerweile dort kaum noch zu sehen. Mit meinen Schafen konnte ich über den Gletscher damals das Tal queren. Weil das Eis geschmolzen ist, geht das nicht mehr. Den Fluss, der jetzt dort fliesst, können meine Tiere nicht überwinden. Meine Arbeit ist deutlich schwieriger geworden, manchmal fast unmöglich.»