Edy Schneider übergibt an Nachfolger

Edy Schneider übergibt an Nachfolger | Der Landanzeiger

Nach fast 50 Jahren hat Edy Schneider den Club «Utopia» an seinen Nachfolger übergeben und hat den wohlverdienten Ruhestand angetreten.

«Die 50 wollte ich eigentlich noch erreichen », sagt Edy Schneider. Corona hat die Pläne des Clubbetreibers aber ziemlich auf den Kopf gestellt. Zuvor noch voller Tatendrang wurde er durch die Pandemie total ausgebremst. Und je länger das Utopia geschlossen bleiben musste, desto mehr gewöhnte sich Edy Schneider an das, was eigentlich erst diesen September hätte anfangen sollen: der Ruhestand. «Nach so langer Ruhephase noch einmal starten, wollte ich dann auch nicht mehr.» Er übergab sein geliebtes Utopia an seinen Nachfolger Marcel Giger weiter. Marcel Giger ist kein Unbekannter im Utopia. Er veranstaltete dort jeweils die Tanznacht40. Wenige Wochen nach dem Deal schlug das Schicksal zu: Anfangs Juni 2021 erlitt Edy Schneider einen Schlaganfall. «Ich konnte nicht mehr sprechen und nicht mehr schreiben, ich musste wieder laufen lernen und sah nur noch mit einem Auge», erzählt er. Glücklicherweise erholte sich Edy sehr schnell wieder. Heute merkt man ihm kaum an, was vor knapp fünf Monaten geschehen ist. Noch hat er etwas Gleichgewichtsprobleme, das Sprechen ist noch nicht ganz perfekt und der Geschmackssinn ist noch nicht zurück. «Ohne Geschmackssinn fällt mir meine Diät aber viel einfacher», witzelt der 70-Jährige. Seinen Humor und sein positives Denken hat er nicht verloren.

Vom Jugendclub zum Lokal mit Ü30 Parties
Am 11. September 2021 hätte er sein 50-Jähriges im Utopia gehabt. Mit gerade einmal 20 Jahren hat Edy Schneider damals den Utopia-Club übernommen. Dass er das «Uto» fast 50 Jahre lang leiten wird, hätte er damals nie gedacht. Zwei, drei Jahre vielleicht, so damals die Idee. Das Utopia ist Edy Schneider einfach immer mehr ans Herz gewachsen. Aber auch die Jugend. So war Edy Schneider nicht einfach nur Clubbetreiber, er war Anlaufstelle, Problemlöser und Berater für die Jugendlichen. In seinem Jugendclub Alkohol auszuschenken, das hat Edy Schneider immer abgelehnt. «Ich wollte den Jungen beweisen, dass es auch ohne Alkohol geht», sagt Edy Schneider, der selber nie Alkohol trinkt. Das wurde auf Dauer aber zum Problem. «Vor allem ab dem Zeitpunkt, an dem das Jugendhaus begonnen hat, Alkohol auszuschenken», schildert er. So kam er an den Punkt, an dem er sich entscheiden musste. Entweder aufhören oder eine komplette Änderung. Nach 40 Jahren als alkoholfreier Jugendclub wurde das Utopia zum Lokal mit Ü30 und Ü40 Partys. Und Edys Gäste waren plötzlich wieder dieselben, die schon ihre Jugendzeit im Utopia verbrachten. Ein grosses Klassentreffen quasi.

Er hätte sich gerne richtig verabschiedet
Mit diesem Konzept hat Edy Schneider das «Uto» nun an seinen Nachfolger übergeben. Die Partys wie «Best of 80s» oder die «Depeche Mode»-Party gehören weiterhin zum Programm. Auch das Personal wurde von Marcel Giger übernommen. Dem Utopia nachtrauern, das tut Edy Schneider nicht. Er geniesst seine Pension. Mehr Zeit zu zweit mit seiner Frau, mehr Zeit für Hobbys. Langweilig wird ihm bestimmt nicht. Trotzdem: Er hätte sich sehr gerne noch offiziell bei seinen Gästen verabschiedet. Dem Club ganz fernbleiben, das wird er aber nicht. Eines seiner Hobbys, das Singen, wird er an den Karaoke-Abenden im «Uto» weiterhin ausleben.

Aarau schafft Cupsensation

Aarau schafft Cupsensation | Der Landanzeiger

Die Herren 1 des Team Aarau haben im Cup-1/32-Final die Lions Konolfingen mit 8:7 nach Verlängerung besiegt. Als Lohn gastiert im 1/16-Final der amtierende Schweizermeister Floorball Köniz in der Schachenhalle. Leider zum ersten Mal als Verlierer vom Feld mussten die Damen 1.

Als Peter Byland nach gut zwei Minuten in der Verlängerung des Cup-1/32- Finals zum 8:7 ins Tor traf, verwandelte sich die Schachenhalle in eine Festhütte. Die Zuschauer bejubelten die Cup-Sensation gegen die oberklassigen Lions Konolfingen mit einer Standing Ovation.

Bis die Aarauer als Sieger vom Feld konnten, gab es einige bange Momente zu überstehen. Nach frühem Rückstand zog der Underdog bis zur 16. Minute auf 4:1 davon, ehe der Favorit aus dem Emmental kurz vor Ende des 1. Drittels auf 3:4 verkürzte. Ab dem zweiten Abschnitt war die intensive Partie, in der die Adler zu jeder Zeit auf Augenhöhe agierten, ein offener Schlagabtausch – mit dem besseren Ende für Aarau.

Als Lohn wird in den 1/16-Finals kein geringerer als der amtierende Schweizer Meister Floorball Köniz seine Aufwartung im Schachen machen. Aarau hat dieses Highlight mehr als verdient, schliesslich wurde der Cup in der vergangenen Saison unmittelbar vor dem Kracher gegen den damals amtierenden Meister SV Wiler-Ersigen abgebrochen. Das Cup-Duell gegen Köniz wird aller Voraussicht am 23. Oktober stattfinden.

Dank einem hart erkämpfen 8:4 gegen den UHC Burgdorf am Folgetag geht für die Adler der Höhenflug auch in der Meisterschaft weiter. Die Erfolgsstory weiterschreiben konnten auch die Junioren U16 (5:2 im Spitzenspiel gegen Winterthur United), die den Punktestand auf 12 Punkte erhöhen konnten und nun schon 3 Punkte Vorsprung auf das 2.-platzierte Frauenfeld ausweisen. Den ersten Saisonsieg einfahren konnten derweil die Junioren U18. Die Adler gewannen das Spiel gegen die Crusaders Zürich mit 4:2 Während bei den Damen das Fanionteam nach dem 0:2 im Spitzenspiel gegen Zurich Lioness zum ersten Mal in dieser Saison Federn lassen musste, qualifizierten sich die Damen 2 im Ligacup Damen (9:8 gegen Wild Dogs Sissach) für die nächste Cup-Runde. Das Game-Winning-Goal gelang auch hier erst in der Verlängerung.

Adlerinnen weiter ungeschlagen

Adlerinnen weiter ungeschlagen | Der Landanzeiger

Die Damen 1 des Team Aarau gingen eine Woche nach dem Heimsieg gegen die Red Ants Winterthur auch auswärts gegen die Zürich Oberland Pumas als Siegerinnen vom Platz. Die Aarauerinnen gewannen im zweiten Spiel der 1.-Liga-Grossfeld-Saison nach einem Zwei-Tore-Rückstand knapp mit 4:3. Gegen die bärenstarke Zürcher Torhüterin fanden die Adlerinnen erst im Mittelabschnitt ein Rezept. Ebenfalls siegreich waren die Herren 1 auswärts in Bern gegen die Bern Capitals Ost. Beim 6:3-Erfolg holten sich die Adler mit einer engagierten Mannschaftsleistung ohne zu glänzen die Saisonpunkte 4 bis 6. Die Entscheidung fiel auch in diesem Spiel erst kurz vor Schluss.

Neben den beiden Fanionteams ist eine weitere Mannschaft noch ungeschlagen: Die Junioren U21. Die ältesten Grossfeldjunioren des Vereins gingen auswärts gegen Eschenbach früh mit 2:0 in Führung, gaben den Vorsprung in der körperintensiven Partie aber noch vor der ersten Pause aus den Händen. Optimal lief es im Mitteldrittel, das die Aarauer vorentscheidend mit 4:0 für sich entscheiden konnten. Am Ende gewannen die Adler mit 9:3 und sicherten sich den dritten Sieg im dritten Spiel. Leider noch ohne Sieg und ohne Punkte stehen die Junioren U18 da. Gegen Floorball Uri setzte es vor eigenem Publikum eine 3:6-Niederlage. Besser lief es den Herren 3, die ebenfalls zu Hause zweimal als Sieger vom Feld gingen und auf eine erfolgreiche Woche zurückblicken. Die Kleinfeld-Adler holten an den ersten beiden Runden vier von möglichen acht Punkten und klassieren sich damit in der erweiterten Spitzengruppe der 5. Liga Gruppe 5. Auch die Junioren U16 knüpften (resultatmässig) da an, wo sie an der letzten Runde aufgehört hatten und schlugen Unihockey Fricktal mit 4:1. Bei den acht Partien der Kleinfeld-Junioren bekamen die Fans gleich 127 Team Aarau- Tore zu bestaunen. Die Junioren C1 (29:1 + 14:4), die Junioren C2 (21:1 + 19:0) und die Junioren D2 (19:1, 15:3) feierten allesamt Kantersiege, einzig die Junioren D1 (5:17, 5:11) mussten zweimal als Verlierer vom Platz.

Stadt will nicht verkaufen

Stadt will nicht verkaufen | Der Landanzeiger

Die grossrätliche Kommission für allgemeine Verwaltung (AVW) heisst den Verpflichtungskredit für den erforderlichen Mieterausbau und die jährlich wiederkehrenden Mietkosten betreffend Bezirksgericht Aarau, Obergerichtsbibliothek, Spezialverwaltungsgericht und Konkursamt im Eniwa-Verwaltungsgebäude an die Gerichte Kanton Aargau mit grosser Mehrheit gut.

Die Kommission AVW hat sich an den beiden Sitzungen vom 8. und 20. September mit dem Kreditbegehren für die geplanten baulichen Massnahmen und jährlich wiederkehrenden Mietkosten für das Eniwa-Verwaltungsgebäude befasst. Die Kommission für Justiz (JUS) hat im Rahmen eines Mitberichts bereits vorgängig dazu Stellung genommen und das Kreditbegehren knapp abgelehnt.

Notwendigkeit unbestritten
Das Bezirksgericht Aarau ist seit der Einführung der Familiengerichte in drei Gebäuden untergebracht. Diese Situation sowie die kritischen Platzverhältnisse und veralteten Infrastrukturen entsprechen nicht mehr den Anforderungen an einen zeitgemässen Gerichtsbetrieb. Die beiden Kommissionen JUS und AVW sind sich dieser Situation durchaus bewusst.

Gemäss Immobilienstrategie des Kantons Aargau verfolgt der Regierungsrat den Leitsatz «Eigentum vor Miete». Während die Kommission JUS den Verpflichtungskredit ablehnte, verlangte die Kommission AVW bei den Gerichten Kanton Aargau und dem Departement Finanzen und Ressourcen (DFR) weitere Angaben zum Vorgehen.

Der Kommission AVW wurde dargelegt, dass sich der Regierungsrat beim Verwaltungsrat der Eniwa AG mehrmals und sehr deutlich für einen Kauf der Liegenschaft eingesetzt hatte. Die Eigentümerin, die zu 95 Prozent der Stadt Aarau gehört, ist jedoch nicht gewillt, die Liegenschaft zu verkaufen.

Auslagerung erfordert Gesetzesänderung
Es wurden Voten geäussert, das Bezirksgericht könnte auch ausserhalb des Bezirkshauptorts angesiedelt werden. Dazu wäre jedoch eine Gesetzesänderung erforderlich: Im Gerichtsorganisationsgesetz (GOG) ist geregelt, dass sich der Standort der Gerichtsbehörden des Bezirks am jeweiligen Bezirkshauptort befindet.

Rückweisungsantrag abgelehnt
Ein aus der Kommission gestellter Rückweisungsantrag, verbunden mit dem Auftrag, ein entsprechendes Projekt auf dem Areal Schäferwiese in Aarau zu prüfen, wurde grossmehrheitlich abgelehnt.

Nachdem die Kommission JUS das Geschäft im Rahmen eines Mitberichts knapp abgelehnt und die Kommission AVW das Geschäft nun mit grosser Mehrheit gutgeheissen hat, wird der Grosse Rat voraussichtlich im November 2021 über das Geschäft entscheiden.

Erfolgreiche Aarauer Sportler geehrt

Erfolgreiche Aarauer Sportler geehrt | Der Landanzeiger

Corona hat auch die Aarauer Sportlerehrung 2021 beeinflusst. Anfänglich sollte die Feier anlässlich des zweiten Aarauer Fechtturniers stattfinden. Doch leider musste der Wettkampf in der Schachenhalle abgesagt werden. So kamen die Geehrten, aber auch die vielen Vertreterinnen und Vertreter der Aarauer Sportvereine und der Politik, in den Genuss einer speziellen Einführung in die traditionelle Sportart.

Erfolgreiche Aarauer Sportler geehrt | Der Landanzeiger
Der aufstrebende Aarauer Fechtclub gab zu Beginn der Ehrung Einblick in die Sportart.

Weltmeister (Curling Club Aarau), Olympiateilnehmer (Silvan Wicki, BTV Aarau) und Paralympics-Medaillengewinnerin (Nora Meister, Schwimmen) und unzählige Schweizer Meister und Medaillengewinnerinnen und -gewinner wurden am Samstag geehrt. «Ich bin begeistert und hoch erfreut über die tollen Resultate», sagte der abtretende Sportminister Daniel Siegenthaler. «Ihr seid Vorbilder und tolle Repräsentanten für unsere Stadt.» Damit dies so bleibt, investiert die Stadt regelmässig in die Infrastruktur. Zudem wird zurzeit auch das Gemeindesportanlagenkonzept erneuert. Dafür wurden Vereine, aber auch Private mit ins Boot geholt. Dass Corona auch den (Breiten-) Sport stark betrifft, zeigt die Tatsache, dass die Stadt bereits elf verschiedene Schutzkonzepte für die Benutzung der Sportanlagen erarbeiten musste.

Erfolgreiche Aarauer Sportler geehrt | Der Landanzeiger
Schwimmerin Nora Meister kam direkt vom Training zur Ehrung, die Sportminister Daniel Siegenthaler vornahm.
Erfolgreiche Aarauer Sportler geehrt | Der Landanzeiger
Für den gehörlosen Badmintonspieler Marvin Müller und seine Familie wurde die Ehrung in Gebärdensprache übersetzt.

Motiviert für Aarau und die Region

Motiviert für Aarau und die Region | Der Landanzeiger

Per 1. Januar 2021 wurde die «Stiftung Standortförderung Aarau und Region» gegründet. Seither sind der Tourismus, das City Management, die Wirtschaftsförderung und die Geschäftsführung von «aarau regio» unter einem Dach. Nach einem Jahr als Wirtschaftsförderin beziehungsweise als City Managerin ziehen Alexandra Mächler und Romana Waller eine erste Bilanz und berichten über aktuelle und anstehende Aufgaben.

Alexandra Mächler hat mit ihrem Stellenantritt nicht nur die Wirtschaftsförderung der Stadt Aarau (60 Prozent) übernommen, sondern ist gleichzeitig auch Geschäftsführerin von «aarau regio» (40 Prozent) und übernimmt damit auch den Auftrag der Wirtschaftsförderung über die Stadtgrenzen hinaus. Als übergeordnetes Ziel, gilt es Aarau und die Region als vielfältigen und attraktiven Wirtschaftsstandort zu positionieren und weiterzuentwickeln. Dafür wird ein Strategiepapier erarbeitet. Das bedeutet für die Stadt Aarau, erstmals eine Strategie für die Wirtschaft zu erhalten. Da es sich bei der Wirtschaftsstrategie noch um einen Entwurf handelt, wird Alexandra Mächler im nächsten Jahr über die konkreten Strategien informieren.

Standortförderung erhält neue Webseite
Neben der Erarbeitung der Wirtschaftsstrategie lag der Fokus der Wirtschaftsförderung beim Vernetzen mit unterschiedlichsten Organisationen, Institutionen und Gremien. Ein Prozess der noch längst nicht abgeschlossen ist, wie Alexandra Mächler sagt. Auch konnten verschiedene Netzwerkanlässe und Workshops durchgeführt werden, auch in Zusammenarbeit mit Partnern. «Öffentlichkeitsarbeit ist in der Wirtschaftsförderung ein sehr wichtiges Thema. Deshalb freue ich mich ausserordentlich, dass wir als Aarau Standortförderung seit dem 1. September eine eigene Webseite haben und dort über unsere Angebote und Anlässe informieren können», freut sich Alexandra Mächler.

Eine der kommenden Herausforderungen sieht Alexandra Mächler in der Hotelthematik in Aarau. «Um Aarau als Kultur- und Kongressstandort zu etablieren, sind die Umstände nicht ideal. Dieses Problem wollen wir in den nächsten Jahren angehen», sagt sie.

Attraktiver Angebotsmix
Einen Monat nach Alexandra Mächler trat Romana Waller ihre Stelle als City Managerin (40 Prozent) an. Bei ihr steht die Entwicklung der Aarauer Innenstadt im Fokus. Auch sie erarbeitet in den ersten Monaten ihrer Tätigkeit eine Strategie für das City Management. Die Strategie umfasst dabei die Themen Immobilienmanagement, Innenstadtbelebung, Aufenthaltsqualität und Netzwerk. Bis Ende Jahr steht die Finalisierung der Strategiearbeit im Zentrum. Beim Thema Immobilienmanagement geht es vor allem darum, einen guten Angebotsmix zu schaffen und Leerstände zu verhindern. Dabei nimmt Waller eine beratende und unterstützende Funktion ein und sucht den Austausch mit Eigentümern, Verwaltern und Mietern. Diese Vermittlungsarbeit zeigt beispielsweise an der Metzgergasse seine Spuren, wo die «Boutique Brigitte Bürgisser» eröffnet werden konnte, der Drogerie, die von der Telli in den City Märt zieht oder auch am Graben, wo es in naher Zukunft einen Käseladen geben soll.

Auch geht es für Romana Waller bereits um die Planung rund um Weihnachten sowie Aktivitäten im 2022. «Aarau hat viel Potential und ist eine attraktive Stadt und ich freue mich weiterhin verschiedenste Projekte anzugehen», sagt sie.

Weitere Informationen gibt es auf der neuen Webseite
aarau-standortförderung.ch.

300 Abstellplätze für die Velos

300 Abstellplätze für die Velos | Der Landanzeiger

«Es ist ein freudiger Tag für alle Velofahrerinnen und Velofahrer», sagt Stadtrat Werner Schib. Er durfte vergangene Woche die neue Velostation «Ring am Bahnhof» eröffnen. 300 kostenlose Veloabstellplätze, 26 davon sind reserviert für die Stockwerkeigentümer des «Ring am Bahnhof»-Gebäudes, stehen den Velofahrenden zur Verfügung. Über eine Rampe gelangt man in die Velostation, die über den bestehenden Tiefgaragenrampen entstanden ist. Durch Doppelstockparker wird der Raum der Velostation optimal ausgenutzt.

Dach wird noch begrünt
Nachdem die Baubewilligung Ende 2020 erteilt wurde, ging es sehr schnell. Innerhalb von nur rund vier Monaten kam die neue Velostation zu stehen. Verbaut wurden rund 80 Tonnen Stahl sowie 80 Kubikmeter Beton. Das Dach der Velostation wird noch in diesem Herbst begrünt. Ebenfalls folgen noch einige optische Anpassungen an Stahl und Beton. «Eine Velostation ist aber nur gut, wenn sie auch gut erreichbar ist», sagt Werner Schib und kommt auf den Veloweg Torfeld Nord zu sprechen. Dieser wurde bereits Weihnachten 2020 eröffnet und bildet mit rund 300 Meter länge den Lückenschluss der Veloroute in den Stadtteil Rohr. Speziell am Veloweg: Er führt circa 40 Meter durch ein bestehendes Gebäude.

300 Abstellplätze für die Velos | Der Landanzeiger
Über 300 Veloabstellplätze verfügt die Station. Durch Doppelstockparker wird der Raum optimal ausgenutzt.

Weitere Parkierungsmöglichkeiten für Velos
«Weil das Velo bei den Aarauerinnen und Aarauern beliebt ist, wird die Velostation bald voll sein. Es wird weitere Veloparkierungsmöglichkeiten brauchen am Bahnhof», sagt Werner Schib. Deshalb werden bereits weitere Veloparkierungsmöglichkeiten eruiert und geprüft, damit auch sie zeitnah erstellt werden können.

Aarau: Die Kinder miteinbeziehen

Aarau: Die Kinder miteinbeziehen | Der Landanzeiger

So verschieden wie Kinder sind, sind auch ihre Bedürfnisse. Das sieht man auch auf dem Pausenplatz. Die einen brauchen einen Ball, eine Schaukel oder ein Klettergerüst, die anderen ziehen sich lieber zurück und geniessen ihr Pausenbrot mit etwas mehr Ruhe um sich herum. Auf einem Rundgang mit Stadträtin Franziska Graf und Pascal Müller, Leiter Betrieb und Unterhalt der Stadt Aarau werden an drei Beispielen genau diese verschiedenen Bedürfnisse veranschaulicht.

Beim Aareschulhaus entstand beispielsweise für 40’000 Franken eine naturnahe Anlage mit verschiedenen Büschen, Kies und Sandkasten. Jedes Kind durfte dabei eine Pflanze selber pflanzen. Beim Telli Schulhaus, einem der kleinsten Schulhausplätze im Vergleich zur Anzahl Kinder, mussten Geräte her. Der leere, ungenutzte Kiesplatz wurde für 60’000 Franken mit Trampolin, Kletterwand und Drehsitzen aufgewertet. Beim Schulhaus in Rohr kam dafür ein statisches Spielgerät zum Einsatz: Das Klettergerüst mit dem Projektnamen «Die Versuchsmaschine» kostete 120’000 Franken.

Bei jedem der drei Spielanlagen auf den Schulhausplätzen wurden die Kinder beziehungsweise die Eltern nach ihren Wünschen und Bedürfnissen befragt. Franziska Graf sagte dazu: «Es ist mir wichtig, dass nicht nur wir Erwachsene etwas für die Kinder und Jugendlichen machen, sondern dass die Kinder auch mitgestalten können. Denn gerade wenn es um ihre Spielplätze geht, sind sie die Experten.»

Aarau: Die Kinder miteinbeziehen | Der Landanzeiger
Der Pausenplatz in der Telli ist einer der Kleinsten. Dort wurde der Kiesplatz beim Tellischulhaus mit verschiedenen Geräten ausgestattet.
Aarau: Die Kinder miteinbeziehen | Der Landanzeiger
Stadträtin Franziska Graf und Pascal Müller, Leiter Betrieb und Unterhalt bei der naturnahen Anlage beim Aareschulhaus.

Nicole Burger: Wie aus dem Hut gezaubert

Nicole Burger: Wie aus dem Hut gezaubert | Der Landanzeiger

Nach vier Jahren Absenz im Aarauer Stadtrat drängt die SVP zurück in die Exekutive. Mit der Nomination von Nicole Burger ist der Ortspartei eine politische Überraschung gelungen, mit der noch vor Monaten niemand gerechnet hatte. Die vierfache Mutter und promovierte Juristin arbeitet im Teilzeitpensum für die Oberstaatsanwaltschaft.

Nicole Burger gilt als eine pragmatische, sachbezogene und lösungsorientierte Politikerin. Diese Fähigkeit hat sie als Kreisschulrätin wiederholt unter Beweis gestellt und zahlreiche Vorstösse eingereicht, die oft eine Mehrheit fanden. Nun will sie einen weiteren Schritt wagen und den Einzug in die Aarauer Exekutive versuchen. Einmal ganz abgesehen vom Wahlausgang, ist eines jetzt schon sicher. Durch Burgers Nomination versprechen die Stadtratswahlen nicht zum «Selbstläufer » zu werden. Aufgrund der Tatsache, dass Nicole Burger die Anerkennung und den Respekt über die Parteigrenzen hinweg geniesst, dürften ihre Chancen auf Erfolg durchaus intakt sein. Im Gespräch mit dem Landanzeiger legt die amtierende Kreisschulrätin dar, wieso sie einen der sieben Stadtratssitze besetzen möchte.

Nicole Burger, worin liegt Ihre Motivation, sich dieser Wahl zu stellen?
Nicole Burger: Ich selbst war überrascht, vielleicht sogar etwas überrumpelt, als mich die Findungskommission der SVP Aarau-Rohr anfragte, ob ich bereit für eine Nomination sei. Dieses Szenario hatte ich bis dahin schlicht nicht auf meinem Radar. Als Mutter, berufstätige Frau und Kreisschulrätin habe ich stets viel zu tun. Nach einer kurzen Bedenkzeit und viel Zuspruch von Freunden, Bekannten und Politikerinnen habe ich mich entschlossen, diese Herausforderung anzunehmen.

Sie sagen es selbst: Bereits jetzt haben Sie eine grosse Arbeitsbelastung durch zahlreiche Tätigkeiten, Funktionen und ihre private Situation. Wie wollen Sie eine weitere Aufgabe schaffen, ohne dabei andere zu vernachlässigen?
Burger: Es ist klar, dass ich im Falle einer Wahl mein derzeitiges Teilzeitpensum beim Kanton aufgeben würde. Privat haben wir – mein Mann und ich – bereits in der Vergangenheit Lösungen gefunden, so dass die «Last» des Familienmanagements nicht allein auf meinen Schultern lastet. Wir haben eine funktionierende Aufgabenteilung, insbesondere was den Haushalt und die Kinderbetreuung anbelangt. Es ist aber durchaus denkbar, dass mein Mann noch die eine oder andere Aufgabe zusätzlich übernimmt. Aber das diskutieren wir dann, wenn es so weit ist.

Sie werden als moderate, mehrheitsfähige und sachbezogene Politikerin bezeichnet. Wie viel «SVP» steckt denn noch wirklich in Ihnen?
Burger: (lacht) Selbstverständlich vertrete ich eine bürgerliche Politik. Es gibt aber gerade in der Lokalpolitik und insbesondere im Schulwesen Themen, die nicht parteipolitisch abgehandelt werden können. Da braucht es eben die Bereitschaft, auf andere Positionen zuzugehen, um einer tragfähigen Lösung den Weg zu bereiten. Dies ist in einer Stadtregierung wie jener in Aarau nicht anders. Natürlich soll im Vorfeld der Entscheidungsfindung kontrovers diskutiert werden. Es geht um den Wettbewerb der Ideen. Im Idealfall ergibt sich am Ende eine Lösung, mit der alle leben können.

Was ärgert Sie in der Politik am meisten?
Burger: Wenn guten Lösungen aus rein ideologischen Gründen der Weg verbaut wird. Ich finde es schade, dass zukunftsträchtige Projekte oder pragmatische Lösungen verworfen werden, weil sie nicht ins eine oder andere Parteiprogramm passen. Dieses ideologische Blockdenken kann mich manchmal schon an den Rand der Verzweiflung bringen.

Gehören Sie mit dieser Einstellung nicht eher zum progressiven, «netten» Flügel Ihrer Partei?
Burger: Ich halte weder etwas von Parteiflügeln noch von netter Politik, wie Sie es formulieren. Es geht um Lokalpolitik, und da wird nicht alles so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Für mich ist ein politischer Entscheid entweder nützlich und zielführend für das Allgemeinwohl oder eben nicht. Ich kann aber auch eine Hartnäckigkeit an den Tag legen, wenn ich von einer Idee überzeugt bin. Das wissen meine Kolleginnen und Kollegen im Kreisschulrat.

Wieso sollen die Aarauerinnen und Aarauer Ihren Namen auf den Wahlzettel schreiben?
Burger: Damit sichergestellt ist, dass das gesamte politische Spektrum unserer Stadt auch in der Exekutive vertreten ist. Keine einzelne Partei hat das alleinseligmachende Wissen für sich gepachtet. Es geht mir auch um die ausgewogene Zusammensetzung der Stadtregierung. Regierungsarbeit besteht nun einmal aus Kompromissen, und das ist gut so. Am Ende, und dafür setze ich mich ein, soll die Bevölkerung das letzte Wort haben.

Verschiedentlich wurde die Kritik geäussert, dass Aarau aus den Quartieren Gönhard und Zelgli heraus regiert wird. Sie selbst bewohnen ein Einfamilienhaus im Zelgli. Können Sie diese Kritik nachvollziehen?
Burger: Durchaus. Andererseits ist jede und jeder der Gewählten, ob links oder rechts, jung oder alt, männlich oder weiblich, der gesamten Bevölkerung verpflichtet und nicht nur der eigenen Wählerschaft. Zumindest entspricht dies meinem Verständnis der Politik.

Ihr Ehemann Simon Burger ist ebenfalls aktiv in der Lokalpolitik und hatte den Sprung in den Stadtrat 2017 verpasst. Entmutig Sie das nicht?
Burger: Nein, das entmutigt mich nicht. Wer nicht bereit ist zu verlieren, sollte gar nicht erst zur Wahl antreten. Natürlich würde ich mich riesig über eine Wahl freuen. Aber es wäre weder ein Weltuntergang noch eine Schmach, wenn es nicht reichen würde. Ich gebe mein Bestes, um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler zu gewinnen. Wenn das nicht reicht, so werde ich dies ohne Wenn und Aber akzeptieren. Letztlich ist mir wichtig, meinen Teil zum Milizsystem beizutragen. Dieses Engagement ist nicht an eine Stadtratswahl gebunden. Auch als Kreisschulrätin kann ich mich einbringen und dazu beitragen, dass unser Schulsystem gestärkt wird.

Wie beurteilen Sie Ihre Chancen, am 26. September als siebte Stadträtin gewählt zu werden?
Burger: Es stehen vier neue Kandidatinnen und Kandidaten zur Auswahl. Somit beträgt meine Chance rein rechnerisch 25 %. Ausserdem stehen gute bisherige Stadträtinnen und Stadträte zur Auswahl, die als «ungefährdet » gelten. Letztlich entscheidet die Mobilisierung der eigenen Wählerschaft sowie der Zusatzstimmen. Ich wünsche mir vor allem eine hohe Wahlbeteiligung, damit das Resultat, wie auch immer es dann ausschaut, alle Aarauerinnen und Aarauer im Stadtrat repräsentiert.

Es ist Halbzeit in der Telli

Es ist Halbzeit in der Telli | Der Landanzeiger

Seit eineinhalb Jahren werden die Telli-Hochhäuser an der Delfterstrasse (Telli B und C) energetisch saniert. Nun ist die Hälfte geschafft. Das feierten die Tellianerinnen und Tellianer am Samstag mit einem Halbzeitfest.

Bagger steuern, Märliecke, Foodtrucks, Vernissage und Konzert, Führungen und Besichtigungen – Am Samstag sagte die AXA Anlagestiftung als Bauherrin allen Anwohnern der Telli mit einem Halbzeitfest «Danke». Ein paar Tage zuvor wurden die Medien eingeladen, sich einen Überblick zu verschaffen, wie weit die Sanierung fortgeschritten ist. Man sei im Zeitplan, sagt Gesamtprojektleiter Julian Kommer. Die ersten Wohnungen sind fertig, das Baugerüst und die Krane ziehen von Telli B immer weiter nach Telli C. Sobald die Montage der Balkone an der Reihe ist, heisst es für die Bewohner, zehn Tage die Wohnung verlassen. «Gerade diese Hauptsanierung ist extrem durchgetaktet. Man muss sich das wie Fliessbandarbeit in der Automobilindustrie vorstellen, bei der jeder Handwerker seinen Handgriff hat», erklärt Julian Kommer. Pro Tag werden so vier Balkone montiert.

«218 von 220 Wohnungen konnten bisher fristgerecht wieder an die Bewohner übergeben werden», ist Julian Kommer zufrieden. Bei zweien verzögerte sich die Übergabe um ein paar wenige Tage, da es reingeregnet hatte und der Parkett ausgewechselt werden musste. Das nasse Wetter sorgt auch bei der Dachsanierung für Probleme. Regnet es, können die Schweissarbeiten für die Abdichtungen nicht gemacht werden. So kam es zu Verzögerungen und das Baugerüst steht etwas länger als geplant. Wirklich beeinflussen würde dies die Bewohner aber nicht. Bei den Attikawohnungen können dadurch aber die Terrassen noch nicht vollumfänglich genutzt werden.

Wünsche miteinbezogen
Im Frühling 2023 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dazu gehört auch die Umgebungsgestaltung. Am Halbzeitfest konnten die Tellianer auch einen ersten Blick auf die Umgebungsgestaltung werfen. In einem partizipativen Verfahren durften die Anwohner ihre Anliegen und Bedürfnisse platzieren. So wünschten sie sich, dass der ehemalige Kleintierzoo zum Treffpunkt für verschiedene Interessengruppen wird. Bistro, Werkräume, Trainingsräume, draussen ein Pétanque- Platz und Hochbeete. Zudem wollen die Tellianer den Tennisplatz behalten, im Winter möglicherweise eine Eisbahn daraus machen und das Bassin, das es schon vor der Sanierung gegeben hat, mit Wasserspielen ergänzen. Einen Naturlehrpfad, verschiedene Spielplätze, eine Art Pumptrack und WC-Anlagen gehören ebenfalls zu den Wünschen und wurden in die Planung der Umgebungsgestaltung miteinbezogen. Nun haben sie, wie auch die verschiedenen Stakeholder noch einmal die Möglichkeit ihre Meinung kundzutun. Im September soll die Baueingabe stattfinden.

Rütmattstrasse auch?
Momentan wird eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, um auch an der Rütmattstrasse zu sanieren. Auch dort ist die AXA Eigentümerin von sechs Wohneinheiten (Rütmattstrasse 3, 4, 7, 8, 9, 10). Aber eben nicht die Einzige. Einzelpersonen, die Genossenschaft Abau und die Aargauische Pensionskasse – auch sie sind Eigentümer. Dazu kommt, dass der Ausbaustandart dementsprechend individuell ist. Deshalb wird nicht im gleichen Umfang saniert werden können, wie an der Delfterstrasse.

Tolles FCA Junioren Fussballcamp

Tolles FCA Junioren Fussballcamp | Derr Landanzeiger

In der letzten Sommerferienwoche fand im Aarauer Schachen das beliebte FC Aarau Junioren Fussballcamp statt. Mit dabei waren 262 Kids, davon 36 Mädchen. Wie immer besuchten auch die FCA-Stars das Camp. «Trotz schwierigen Witterungsverhältnissen hatten wir eine tolle Woche ohne namhafte Unfälle», zog OK-Präsident Thomas Valli ein positives Fazit.

Stadion, Brücke und Spital stehen hier bereits

Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger

Im Aarauer Rathaus kommt es regelmässig zu Änderungen und Anpassungen, von denen die Bevölkerung kaum etwas mitbekommt. Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker gewährte einen Einblick.

Wer ins Aarauer Rathaus eintritt, stellt schnell fest, hier verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart. Da die dicken Mauern des sogenannten Turms Rore, des mittelalterlichen Bergfrieds, um den herum das Rathaus gebaut wurde. Dort der neue Eingangsbereich mit Glas, Metall und modern geschwungenen Sitzgelegenheiten. An den Wänden, im öffentlich zugänglichen Teil, hängen Bilder aus der eigenen Sammlung, die zweimal pro Jahr gewechselt werden. Im eher dunklen, gotischen Stadtratszimmer fällt eine Schnitzerei auf, die, geschmückt mit dem Aarauer Wappenadler, die Jahreszahl 1520 trägt. Daneben stehen die schwarzen Ledersessel und ein Grossbildschirm. Auch hier trifft neu auf alt.
Angrenzend und nur durch eine kleine Holztüre getrennt, der Archivraum, in dem die Stadtrats-Protokolle der letzten 40 Jahre in gebundener Form gelagert werden.
Der Stadtpräsident hat ein kleineres Büro als seine Vorgänger. Es ist modern eingerichtet. Vom Bürotisch aus blickt Hanspeter Hilfiker auf ein riesiges, mit Bleistift gezeichnetes Bild von Max Matter, seinem einstigen Zeichnungslehrer an der Kantonsschule. Im Rücken hängen sechs grosse, bewusst verschwommene Farbfotos von Werner Erne, aufgenommen an der Streetparade.

Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Das Aarauer Rathaus steht seit über 500 Jahren an diesem Ort.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Die Kapellglocke auf dem Rathaus läutet hier seit 1762 viertelstündlich.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Im altehrwürdigen Stadtratszimmer im Rathaus werden alle wichtigen Entscheide getroffen.




Vorbei an der Ahnengalerie der ehemaligen Stadtoberhäupter geht es zum Nordbalkon, mit dem schönen Ausblick auf Halde, Aare und Hungerberg. Nach einem Besuch im neusten Sitzungszimmer, dem vierten im Haus, gehts ab in den Estrich. Direkt unter dem Dach steht das eindrückliche Stadtmodell. Dieses zeigt Aarau und Rohr im Massstab von 1:500 und entstand in den Jahren 1960 bis 1981. Es wird immer wieder ergänzt. Im Gegensatz zur Wirklichkeit sind hier das Fussballstadion, das neue Spitalgebäude, die Pont Neuf oder auch die Erweiterung des Polizeikommandos bereits gebaut. Zum Abschluss zeigte Andi Jurt, Standortleiter Betrieb und Unterhalt, im Keller des Rathauses die betriebseigene Produktionsanlage für umweltschonendes Putzmittel.

Stadtpräsident Dr. Hanspeter Hilfiker blättert in einer gebundenen Ausgabe der Stadtratsprotokolle der letzten 40 Jahre.

Andi Jurt zeigt die Anlage, in der die Stadt Aarau ihr eigenes Putzmittel produziert, mit dem sie 80 Prozent aller Arbeiten erledigen kann.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Die Fahne des Füsilier-Stadtbataillons 57 hat ihren letzten Platz im Rathaus.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Teile der mittelalterlichen Mauer des Rathauses sind bis drei Meter dick.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Den Mitarbeitenden der Stadt stehen vier E-Bikes zur Verfügung.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Die Stadt besitzt auch eine Gartenanlage, die an das Rathaus angrenzt.

Absage der Bundesfeiern Stadt Aarau und Gemeinde Schöftland

Absage 1. August-Feier Aarau 2021 | Der Landanzeiger

Die Stadt Aarau und die Gemeinde Schöftland haben mitgeteilt, dass wegen den schlechten Wetterprognosen für Sonntag, 1. August die geplanten Bundesfeiern abgesagt werden müssen. Es ist am Nationalfeiertag wiederholt mit Regen und teilweise auch mit kräftigen Gewittern zu rechnen.

Die Absagen betreffen die Feier der Stadt Aarau «Unter den Linden» in Aarau-Rohr, sowie die Feier der Gemeinde Schöftland beim «Blick zur Heimat».

Wenn es das Wetter zulässt, wird Schöftland aber sein Höhenfeuer beim «Blick zur Heimat» um ca. 22 Uhr trotzdem entzünden.

Beschwerde gegen Neubau mit Vergleich erledigt

Beschwerde gegen Neubau mit Vergleich erledigt | Der Landanzeiger

Die Erleichterung bei den Verantwortlichen des Kantonsspitals Aarau, der Stadt, aber auch des Kantons ist gross. Der Neubau des Kantonsspitals Aarau kann gestartet werden. Nach längeren Verhandlungen konnte mit dem Beschwerdeführer ein Vergleich gefunden werden.

Gegen den Neubau des Kantonsspitals Aarau wurde im Zusammenhang mit Erschliessungsfragen beim Regierungsrat des Kantons Aargau Beschwerde geführt. Am Donnerstag, 22. Juli, fand unter der Leitung des Rechtsdiensts des Regierungsrats eine Vergleichsverhandlung zwischen den Beschwerdeführenden und der Kantonsspital Aarau AG als Bauherrschaft sowie unter Einbezug der Stadt Aarau als Baubewilligungsbehörde statt. Dabei konnte ein Vergleich erzielt werden, über dessen Inhalt gegenseitig Stillschweigen vereinbart wurde. Damit gilt die Beschwerde als erledigt und die Baubewilligung rechtskräftig. Sie ermöglicht den sofortigen Baustart.

«Dank der Bereitschaft aller Beteiligten kann nun der Startschuss zur Realisation des Spitalneubaus erfolgen», erklärt ein hoch erfreuter Peter Suter, Verwaltungsratspräsident des KSA. Mit dieser zukunftsfähigen Infrastruktur wird es den Mitarbeitenden möglich sein, auch weiterhin Spitzenleistungen zu erbringen und Medizin auf höchstem Niveau zu praktizieren. Auch bei Sergio Baumann, CEO ad interim, ist die Begeisterung und gleichzeitig Erleichterung riesengross: «Für die Mitarbeitenden des KSA bietet dieser grosse Schritt die langersehnte Perspektive für die Zukunft.»

Der Aarauer Stadtrat hat dem KSA die Baubewilligung am 29. März 2021 erteilt und dabei drei Einwendungen abgewiesen. Mit zwei der drei Einsprecher konnten sich die Verantwortlichen einigen. Der Dritte hat den stadträtlichen Entscheid mittels Beschwerde beim Kanton angefochten. Doch nun kommt alles gut.

Derzeit laufen die letzten Vorbereitungsarbeiten auf dem Baufeld. Geplant ist ein zeitnaher Beginn der Aushubarbeiten im Sommer.

Toller Platz zum Altwerden

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Die Sanierungsarbeiten der Station Milchgasse des Pflegeheims Golatti in Aarau laufen auf Hochtouren. Am 18. Oktober sollen die Bewohner einziehen. Es hat noch freie Zimmer.

Die Stadt Aarau investiert in den kommenden Jahren rund 70 Millionen Franken für die Sanierung und den Neubau ihrer Pflegeheime und Alterssiedlungen Golatti und Herosé. Der Anfang wurde mit der Sanierung der Station Milchgasse gemacht, deren Sanierung 7,8 Millionen Franken kostet. Ein Rundgang auf der Baustelle zeigt, das Geld wird gut investiert und es solle eine «Punktlandung» geben, wie die zuständige Stadträtin Angelica Cavegn Leitner sagte.

Noch wird in der Station Milchgasse auf Hochtouren gearbeitet, doch schon Mitte Oktober sollen die Bewohnerinnen und Bewohner wieder einziehen können. Sie haben übergangsmässig an anderen Orten gewohnt. «Es hat noch freie Zimmer in der umgebauten Liegenschaft», sagt Rupert Studer, Leiter der Abteilung Pflegeheime der Stadt Aarau.

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Auch der Raum (links) vor den einzelnen, hellen Zimmern mit je einer Nasszelle (rechts) wurde aufgewertet.
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Die Rückkehrerinnen und Rückkehrer in die Station Milchgasse werden ihr ehemaliges Zuhause kaum mehr erkennen. Die Zimmer sind nun alle mit WC und Dusche ausgestattet, das war früher nicht so. Mehrere Bewohner mussten sich jeweils eine Dusche teilen. Zudem sind die Zimmer nun alle Richtung Schachen ausgerichtet und bieten viel Tageslicht. 25 der 27 Zimmer sind nun rollstuhlgängig und auch im Gang gibt es viel Tageslicht.

Die Station Milchgasse wurde so konzipiert, dass das Gebäude bei rückläufigem Bedarf an Pflegeplätzen anderweitig genutzt werden kann. So wie früher, als es ein Frauenkloster, ein Lateinschulhaus, ein Spital oder eine Seidenbandfabrik war. Am 2. Oktober ist ein Tag der offenen Tür geplant.