«Frauen im Zivilschutz – ja klar»

Frauen im Zivilschutz – ja klar | Der Landanzeiger

«Frauen im Zivilschutz – ja klar», dieser Slogan hat im Zivilschutz aargau-Süd eine langjährige Tradition. Denn auch schon in der ehemaligen ZSO Wynental engagierten sich einige Frauen äusserst aktiv. Eines der Hauptziele für die kommenden Jahre ist es nun, den Frauenanteil zu erhöhen.

Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den Samaritervereinen konnte der Kommandant Gregor Müller zwei Samariterlehrerinnen für den freiwilligen Beitritt in die ZSO aargauSüd gewinnen. Angela Suter, Sanitätsinstruktorin vom neu gegründeten Sanitätsverein Gränichen, hat vor wenigen Tagen die Ausbildung zur «Sanitätsunteroffizierin» erfolgreich absolviert.

Im kommenden Jahr wird ihr Franziska Häfeli vom Samariterverein Gontenschwil-Zetzwil in dieser Funktion folgen. «Mit der Teilnahme von Angela Suter, an der Ausbildung beim Kanton, konnten alle Beteiligten sehr viel profitieren», sagt Gregor Müller, «weil sie mit ihrem umfassenden Sanitätswissen ihre Klassenkameraden sehr professionell unterstützen konnte und andererseits, weil sie vieles über den Zivilschutz von ihren männlichen Kollegen in Erfahrung bringen konnte.» Sie ist nun bestens gewappnet für einen Einsatz im Zivilschutz aargauSüd. «Das Mitmachen der beiden Frauen im Zivilschutz wird eine grosse Bereicherung, sowohl im fachtechnischen wie auch im zwischenmenschlichen Bereich», ist Müller überzeugt.

Eine Ausbildung fürs Leben
Frauen haben die Möglichkeit, sich freiwillig dem Zivilschutz zuweisen zu lassen. Der Zivilschutz bietet eine professionelle Ausbildung, die auch eidgenössisch anerkannt ist. In den verschiedenen Fachbereichen gibt es diverse interessante Funktionen. Ob in der Führungsunterstützung (Lagedarstellung und Kommunikation), Unterstützung (Pionierarbeiten), Betreuung (Pflege und Sanität), Logistik (Verpflegung, Transport und Unterhalt) – und dies erst noch kostenlos. Die Diensttage werden, gleich wie bei den Wehrpflichtigen Männern, mit Sold und Erwerbsersatz abgegolten.

Also dann geschätzte Wynentaler Frauen: ein Telefonanruf auf 062 776 04 20 oder ein Mail an zivilschutzaargausued@ teufenthal.ch genügt, Gregor Müller freut sich über jeden Anruf.

Nez Rouge fährt 2020 nicht

Nez Rouge fährt 2020 nicht | Der Landanzeiger

Der beliebte Heimfahrdienst im Rahmen der Präventionskampagne von Nez Rouge Aargau findet in diesem Jahr wegen des Coronavirus nicht statt. Die Verantwortlichen wollen mit diesem Entscheid in erster Linie die Gesundheit der freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer schützen.

Ende November hätten die ersten Fahrten der diesjährigen Aktion von Nez Rouge Aargau stattfinden sollen. Es wäre die 27. Aktion im Aargau gewesen, welche die grösste Nez Rouge-Sektion der Schweiz durchgeführt hätte. «Für uns hat die Gesundheit unserer freiwilligen Fahrerinnen und Fahrern oberste Priorität», sagt Heinz Fehlmann, Präsident von Nez Rouge Aargau. «Nachts mit einer Schutzmaske zu fahren und das erst noch in einem fremden Auto und mit Fahrgästen, die durch den Alkohol etwas enthemmter sind als sonst, sind keine optimalen Voraussetzungen. Unter diesen Umständen wäre es sehr schwierig geworden, die Schutzmassnahmen einzuhalten. Daher haben wir uns entschieden, keine Nez Rouge-Aktion durchzuführen.»

Das «Designated Driver» Prinzip anwenden
Mit diesem Entscheid schliessen sich die Verantwortlichen von Nez Rouge Aargau den umliegenden Kantonen an. Auch diese haben bereits entschieden, die Aktion in diesem Jahr auszusetzen. Auch Nez Rouge Schweiz hat seinen Sektionen empfohlen, keine Aktion durchzuführen. «Wir raten der Aargauer Bevölkerung nun nach dem Prinzip des ‹Designated Driver› zu handeln», sagt Fehlmann. «Innerhalb einer Gruppe soll bereits am Anfang des Abends bestimmt werden, wer am Ende sicher nach Hause fährt. Diese Person trinkt entsprechend keinen Alkohol an diesem Abend. So ist auch ohne Nez Rouge Aargau für eine sichere Heimfahrt gesorgt.»

Hoffen aufs nächste Jahr
Heinz Fehlmann und sein Team hoffen aber natürlich dennoch darauf, im kommenden Jahr wieder wie gewohnt eine Nez Rouge-Aktion durchführen zu können. «Wir sind überzeugt, dass Nez Rouge Aargau 2021 wieder fahren wird. Bis es soweit ist, wünschen wir allen ein gesundes und unfallfreies Jahresende.»

Im vergangenen Jahr hat Nez Rouge Aargau erstmals in der Geschichte mehr als 3000 Fahrten im Rahmen einer einzigen Aktion absolviert. Dabei wurden 6089 Personen sicher nach Hause gebracht. Für diese tolle Leistung haben die freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer gesamthaft 108’393 Kilometer zurückgelegt. Die Aktion 2019 war damit die erfolgreichste in der Geschichte von Nez Rouge Aargau.

12 von 30 Bankfilialen bleiben

12 von 30 Bankfilialen bleiben | Der Landanzeiger

Im Landanzeiger-Gebiet werden die NAB-Filialen in Buchs, Unterentfelden und Unterkulm am 22. November geschlossen, auch die Credit Suisse in Aarau geht an ihrem momentanen Standort zu und das per 30. November.

Seit 25. August steht fest, dass die Neue Aargauer Bank (NAB) als Marke verschwindet. Die Credit Suisse (CS) integriert die Regionalbank vollständig in den Mutterkonzern. Nun ist klar, welche Standorte im Aargau verschwinden. Neben den vier Filialen der CS in Aarau, Zofingen, Baden und Rheinfelden werden die heutigen NAB-Filialen Buchs, Unterentfelden, Unterkulm, Fislisbach, Möhlin, Mutschellen, Nussbaumen, Rothrist, Seengen, Sins, Spreitenbach, Villmergen, Wettingen und Bad Zurzach aufgelöst.

80 Prozent der CS-Belegschaft kommt aus der NAB
Wie viele Angestellte ihre Stelle verlieren, ist offen. «80 Prozent der künftigen CS-Belegschaft im Aargau wird aus NAB-Mitarbeitern bestehen», sagt Roberto Belci, der neue Chef der Credit Suisse Region Aargau gegenüber der «Aargauer Zeitung». Er nominierte auch die künftige Führungscrew der CS-Region Aargau. 17 der 20 Manager kommen von der ehemaligen NAB.

Auch bezüglich ihrer zahlreichen Sponsoring-Engagements schafft die CS Region Aargau Klarheit. Etliche Verträge sollen kurz vor der Verlängerung stehen oder eben erst verlängert worden sein, so wie das Sponsoring beim FC Aarau. Hingegen wird auf die Durchführung des NAB-Awards verzichtet. Dieser hätte wenige Tage vor dem Verschwinden des Namens NAB stattgefunden.

12 von 30 Bankfilialen bleiben | Der Landanzeiger

Nationalbahn steht wegen Lokführermangel lange still

Bahnersatzbusse Zofingen–Suhr–Lenzburg | Der Landanzeiger

Wegen Lokführermangels wird die S28 Zofingen–Suhr–Lenzburg bis am 13. Dezember auf Busse umgestellt.

Hiobs-Botschaft für Pendelnde auf der Zugstrecke Zofingen–Suhr–Lenzburg (S28): Sie müssen seit Montag bis zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember auf einen Bus umsatteln und – so die SBB – mit einer Verlängerung der Reisezeit um bis zu 30 Minuten rechnen. Dies entspricht einer Verdoppelung der Fahrzeit zwischen Zofingen und Lenzburg. Der Grund ist eine Fehlplanung der SBB. Ihnen sind die Lokführerinnen und -führer ausgegangen – weshalb auf einigen Strecken Busse zum Einsatz kommen.

Wie viele Leute sind betroffen, wie viele Menschen benützen die S28? Eine Frage, welche SBB-Mediensprecher Reto Schärli nicht beantwortet: «Die SBB geben keine Passagierzahlen zu einzelnen Linien bekannt.» Besteller (und Bezahler) der S-Bahnlinie 28 ist der Kanton Aargau. Jürg Bitterli, Projektleiter öffentlicher Verkehr beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt, schmunzelt und sendet den Link auf eine öffentlich zugängliche Daten-Seite der SBB (data.sbb.ch/explore/dataset/passagierfrequenz/information). Auf einer Karte erfährt man für jede Bahnstation, wie viele Leute ein- und aussteigen. Nun wird es jedoch «tricky». Sind es Pendelfahrten – wovon mehrheitlich auszugehen ist – muss die Zahl halbiert werden. Und es gibt nicht nur Fahrten Zofingen–Lenzburg – die Werte der Bahnstationen zusammenzählen, das funktioniert nicht. Fachmann Bitterli hilft: Er geht von 2500 Passagieren pro Tag aus.

SBB-Tool | Der Landanzeiger
Die Angaben des SBB-Tools für die Station Suhr: DWV steht für den durchschnittlichen Verkehr (Ein- und Ausstiege) pro Werktag; DTV erfasst jeden Wochentag, DNWV nur Samstage, Sonn- und Feiertage

Nach Zürich mit der S28 über Lenzburg? Seit rund einem Jahr wohl weniger ein Thema: Die S29 bringt einen von Zofingen nach Olten (Anschluss nach Zürich) oder direkt nach Aarau. Wie gut diese Linie gefragt ist, zeigt der Online-Fahrplan der SBB: Zu Stosszeiten drei rote Symbole. Die S28? Ein einziges schwarzes Männchen. 

Den Kulturkanton Aargau stärken

Den Kulturkanton Aargau stärken | Der Landanzeiger

Die Promotionskampagne #kulturkanton soll in den nächsten vier Jahren die Wahrnehmung der kulturellen Aushängeschilder stärken und den Ruf des Aargaus als Kulturkanton festigen.

Die jetzige Zeit mit den anhaltenden Einschränkungen ist für die Kulturbranche sehr einschneidend. Je länger je mehr kann es für einzelne existenzbedrohend sein. Die Hilfsmassnahmen von Bund und Kanton waren wichtig. «Doch mit Finanzen kann nicht alles gelöst werden», sagt Regierungsrat Alex Hürzeler. «Jetzt gilt es, die Kulturinstitutionen weiter zu unterstützen. Und das auch inhaltlich. Deshalb kommt die Kampagne zum besten Moment.»

#kulturkanton heisst die Promotionskampagne die von der Abteilung Kultur des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS) gemeinsam mit Aargau Tourismus und den beteiligten Institutionen lanciert wurde. Mit der Kampagne sollen in den nächsten vier Jahren die elf kulturellen Aushängeschilder wie beispielsweise das KIFF, Argovia philharmonic, das Aargauer Kunsthaus oder das Fantoche-Festival gestärtkt werden und der Ruf des Aargaus als Kulturkanton gefestigt werden. Die Promotionskampagne für die kulturellen Aushängeschilder wurde bereits 2016 als Massnahme für das Kulturkonzept formuliert.

Kernpunkte der Kampagne
Zentrales Element der Kampagne, die den Aargauer Kulturinstitutionen zu einer noch breiteren öffentlichen Wahrnehmung verhelfen soll, ist der #kulturkanton auf Instagram und Facebook. Die Besucherinnen und Besucher der Aargauer Kulturinstitutionen sind eingeladen mitzumachen und ihre Schnappschüsse von Kulturerlebnissen im Aargau mit #kulturkanton auf den Sozialen Medien zu posten. Auf diese Art sollen möglichst viele Interessierte dazu animiert werden, mit einem eigenen Beitrag den Aargau als attraktiven Kulturkanton zu stärken.

Plakatkampagne gestartet
Neben dem Austausch in den Sozialen Medien und der als Informations- und Kommunikationsplattform dienenden Webseite (www.kulturkanton.ch), setzt die Kampagne auch auf klassische Kommunikationskanäle wie Inserate und Plakate. Mit der derzeit im Kanton Aargau und den umliegenden Kantonen laufenden Plakatkampagne erhaltenalle beteiligten Aushängeschilder unter dem Motto #kulturkanton «überraschend vielfältig» einen ersten grossen Auftritt. Auch die 3D-Buchstaben,die beim Kampagnenstart am vergangenen Donnerstag betanzt wurden, sollen immer wieder einmal bei grösseren Anlässen zum Einsatz kommen.

Im Aargau werden 14 NAB- und 4 CS-Filialen geschlossen

Im Aargau werden 14 NAB- und 4 CS-Filialen geschlossen | Der Landanzeiger

Die Neuen Aargauer Bank AG (NAB) wird mit der Credit Suisse zusammengeführt und im Kanton Aargau unter einer Marke vereint, das teilte die Grossbank am Dienstagmorgen mit. Von den heute 26 NAB-Filialen bleiben nur 12 bestehen. Welche 14 geschlossen werden, wird erst später bekanntgegeben.

Die Credit Suisse und ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft NAB werden zusammengeführt. Von den 30 Geschäftsstellen (4 CS, 26 NAB) werden nur noch 12 weitergeführt. Welche 14 NAB-Filialen geschlossen werden, wird noch nicht bekannt gegeben, ist aber bereits beschlossene Sache. Die «Aargauer Zeitung» berichtet, dass die vier CS-Filialen in Aarau, Zofingen, Baden und Rheinfelden geschlossen werden sollen und die Geschäfte in den NAB-Gebäuden weitergeführt werden sollen.

Kunden müssen nichts unternehmen
Auch nach dem Zusammenschluss soll im Kanton Aargau mit insgesamt 12 Filialen ein breites Geschäftsstellennetz erhalten bleiben. Für die Kundinnen und Kunden der NAB ergeben sich bis auf Weiteres keinerlei Änderungen. Ihre Bankbeziehung wird nach erfolgter Zusammenführung der beiden Institute automatisch auf die Credit Suisse übertragen, schreibt die CS in ihrer Mitteilung. Die Bank wird ihre Kunden in den nächsten Tagen persönlich über den geplanten Zusammenschluss und das weitere Vorgehen informieren.

Die 1812 als «Zinsbringende Ersparniskasse für die Einwohner des Kantons Aargau» gegründete Bank, wurde 1989 in die Neue Aargauer Bank umbenannt. Seit 1994 ist sie im Mehrheitsbesitz der Credit Suisse. Sie beschäftigt rund 530 Mitarbeitende (Vollzeitstellen). In der Mitteilung sucht man vergebens nach Angaben über den Stellenabbau. Es heisst nur, dass ein Abbau «unvermeidlich» sei. Ein Sozialplan stehe zur Verfügung. «Oberstes Ziel ist es, dass möglichst alle von einem Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden eine interne oder externe Weiterbeschäftigung finden», schreibt die CS weiter.

Die Leitung des Private Banking sowie die Verantwortung für die Gesamtregion Aargau wird nach erfolgter Zusammenführung Roberto Belci übernehmen, bisher Leiter Private Banking-, Privat- und Firmenkundengeschäft und Mitglied der Geschäftsleitung der NAB. Roland Herrmann, der bisherige CEO der NAB, wird abgesetzt und für die Integration durch Roger Suter ersetzt.

Mit diesen Massnahmen erhofft sich die CS eine jährliche Kosteneinsparungen von 100 Millionen Franken. Konzernweit will die Bank ab 2022 jährlich rund 400 Millionen einsparen.

Aargauer Regierung enttäuscht
«Der Aargauer Regierungsrat ist über den Entscheid der Credit Suisse, die NAB aufzulösen, enttäuscht; er bedauert, dass mit dem Verschwinden dieser Aargauer Traditionsbank viele wertvolle Arbeitsplätze verloren gehen», erklärt Regierungsrat Urs Hofmann, Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres (DVI) am Dienstagmorgen. «Die NAB ist als starke Regionalbank sowie wichtiger Arbeit- und Auftraggeber für die kantonale Volkswirtschaft von grosser Bedeutung.» Der Regierungsrat erwartet, dass NAB-Besitzerin Credit Suisse nach Lösungen sucht, um die Zahl der Kündigungen möglichst gering zu halten, indem die Mitarbeitenden bei der Credit Suisse weiterbeschäftigt werden.

Fast 78’000 Schüler starteten ins neue Schuljahr

Fast 78000 Schüler starteten ins neue Schuljahr | Der Landanzeiger

Fast 78’000 Volksschülerinnen und -schüler starteten ins neue Schuljahr 2020/21. Für 7200 von ihnen war es der erste Tag im Kindergarten, für 7100 der erste Schultag. Unterrichtet wird nach dem neuen Aargauer Lehrplan. Auf allen Stufen findet der Unterricht ab dem 10. August wieder im Vollbetrieb im Klassenverband statt.

Die Schutzmassnahmen an der Volksschule richten sich nach den schweizweit geltenden Eckwerten des Bundesamts für Gesundheit, schreibt der Kanton Aargau in seiner Mitteilung zum Schulbeginn. Die Eckwerte besagen, dass sich Kinder im Volksschulalter untereinander im Klassenverband, auf dem Schulweg und auf den Pausenplätzen weitgehend normal verhalten und bewegen dürfen. Hingegen sollen die Schülerinnen und Schüler im Kontakt mit den Lehrpersonen sowie die Erwachsenen unter sich den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Falls dies nicht möglich ist, können beispielsweise Trennwände aus Plexiglas eingesetzt werden.

Auch auf der Sekundarstufe II (Berufsfachschulen, Mittelschulen, Höhere Fachschulen) kommt der Einhaltung der Hygienemassnahmen und Verhaltensregeln eine wesentliche Bedeutung zu. Wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, kommt eine situative Maskenpflicht für bestimmte gemeinschaftlich genutzte Räume oder schulische Situationen zum Tragen.

Meilenstein in der Geschichte der Aargauer Volksschule
Ab dem Schuljahr 2020/21 gelten für die Aargauer Volksschule zwei wesentliche Neuerungen: Zum einen bildet der neue Aargauer Lehrplan die Grundlage für den Unterricht an der Volksschule, zum anderen wird die bisher geltende Bereitstellung, Bewilligung und Finanzierung von Pensen für Lehrpersonen und Schulleitungen an der Volksschule durch eine neue, pauschalierte Ressourcierung abgelöst. Im Hinblick auf das neue Schuljahr haben die Schulen ein Ressourcenkontingent erhalten, mit dem sie unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben und der Bildungsrechte der Schülerinnen und Schüler ein angemessenes, sachgerechtes und möglichst wirkungsvolles Schulangebot bereitstellen. Der kommunale Gestaltungsraum wird damit deutlich erhöht.

«Medien und Informatik» als neues Schulfach
Die Einführung des neuen Aargauer Lehrplans führt unter anderem dazu, dass die Schülerinnen und Schüler der Volksschule ab der 5. Klasse bis zum Ende der Oberstufe neu im Fach «Medien und Informatik» unterrichtet werden. Neu beginnt auch der Französischunterricht und damit das Erlernen einer zweiten Fremdsprache in der 5. statt wie bisher in der 6. Primarschulklasse. Die Zahl der Aargauer Schülerinnen und Schüler an der Volksschule steigt seit dem Schuljahr 2014/15 kontinuierlich an von damals 71’900 auf heute rund 77’900 Schülerinnen und Schüler. Das Wachstum der Schülerzahlen zeigt sich besonders im Kindergarten und an der Primarschule, aber auch an der Oberstufe steigen die Schülerzahlen an.

Im neuen Schuljahr unterrichten an der Volksschule rund 8840 Lehrerinnen und Lehrer. Sie teilen sich 5600 Vollzeitstellen und werden von 480 Schulleiterinnen und Schulleitern geführt. Bei steigenden Schülerzahlen braucht es auch mehr Lehrpersonen. Den Schulleitungen ist es trotz Lehrpersonenknappheit ein weiteres Mal gelungen, auf den Schuljahresbeginn für alle Abteilungen eine verantwortliche Klassenlehrerin oder einen Klassenlehrer einzustellen. Für Teilpensen trifft dies aber nicht überall zu. Für diese müssen schulinterne Überbrückungslösungen gefunden werden. Die Situation am Stellenmarkt bleibt damit – gerade auch im Aargau – weiterhin angespannt. Dies gilt insbesondere für die Primarstufe sowie für die Bereiche der schulischen Heilpädagogik und der Logopädie.

Stabile Schülerzahlen an der Sekundarstufe II
Die Gesamtschülerzahlen an der Sekundarstufe II sind zurzeit stabil. In den kommenden Jahren werden sich diese aufgrund der steigenden Schülerzahlen aus der Volksschule ebenfalls kontinuierlich erhöhen. 1415 Schülerinnen und Schüler haben sich für einen allgemeinbildenden Lehrgang am Gymnasium oder der Fachmittelschule entschieden, 6024 Lernende treten neu in die duale Berufsbildung oder ein vollschulisches Berufsbildungsangebot ein. Die Neueintritte in die Berufsbildung liegen damit zum Schuljahresbeginn leicht unter jenen des Vorjahrs. Weil die Lehrstellensuche im ersten Halbjahr aufgrund der Coronavirus- Pandemie erschwert war, bleiben offene Lehrstellen bis Ende August aufgeschaltet und Lehrverträge werden bis Ende Oktober genehmigt. Die Anmeldungen in die Brückenangebote haben leicht zugenommen.

«Zäme für eusi Schwiiz – zäme stark!»

Zäme für eusi Schwiiz | Der Landanzeiger

Liebe Aargauerinnen, liebe Aargauer, liebe Leserinnen, liebe Leser

In diesem Jahr ist alles anders. Wegen der Corona-Pandemie trat vieles in den Hintergrund, was vorher wichtig war. Vieles, was von langer Hand geplant war, musste abgesagt werden – so leider auch ganz viele 1. August-Feiern. Ich habe mich darauf gefreut, zusammen mit der Bevölkerung unsere Schweiz zu feiern und die traditionelle 1.-August-Rede in Schöftland zu halten. Weil die Feier in diesem Jahr nicht durchgeführt werden kann, habe ich meine Ansprache auf Video aufgenommen. Meine Botschaft finden Sie ab dem 1. August auf der Internetseite unter www.schoeftland.ch oder untenstehend in schriftlicher Form.

Die Fähigkeit, unbeschadet – ja sogar gestärkt – aus Stress- und Krisensituationen herauszugehen, nennt sich «Resilienz ». Der Begriff Resilienz hat seine Ursprünge in den 50er-Jahren. Damals untersuchte eine Entwicklungspsychologin, warum einige Kinder, welche in prekären Verhältnissen aufgewachsen sind, ihr Leben trotzdem meistern und warum andere dies nicht schaffen. Gründe gab es unterschiedliche. Einer aber war besonders wichtig: Diejenigen, welche zu fürsorglichen, selbstbewussten und erfolgreichen Erwachsenen herangewachsen sind, hatten meist selber eine liebevolle Bezugsperson im Leben, die sich um sie kümmerte. Und das machte sie belastbar, gab ihnen innere Stärke.

Heute gibt es Resilienzkurse für Teams, Führungskräfte, Lehrpersonen, Resilienztrainings mit Hunden oder Pferden und unzählige Ratgeber in Buchform. Aber auch für ein Land ist Resilienz wichtig. Üben lässt sich die Widerstandsfähigkeit allerdings nur bedingt. Und sie zeigt sich erst im Ernstfall. Bei uns in der Schweiz hat sie sich gezeigt. Wir haben während der Corona-Pandemie gesehen, dass unser Land und seine Menschen eine Krise bewältigen können. Und das hat viele Gründe. Die Bürgerinnen und Bürger vertrauen dem Staat und den Institutionen und halten sich an die Regeln. Bei uns finden in Gesellschaft und Politik intensive, aber sachliche Auseinandersetzungen und Debatten statt. Und wir haben eine starke und funktionierende Demokratie, welche fähig ist, vorgängige Entscheide, wenn nötig, auch zu korrigieren und aus Erfahrungen zu lernen. In autokratisch regierten Ländern kann man einen solchen Lernprozess nicht beobachten. Hier versucht die Herrscherklasse vielmehr, Fehlentscheide zu vertuschen, schönzureden und externe Schuldige zu finden. Wichtig für die Resilienz eines Staates sind auch die Solidarität und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. Auch diese konnte man in den letzten Monaten überall in der Schweiz und hier im Aargau sehen und spüren.

Die Schweiz ist widerstandsfähig. Wir meistern die Krise. Damit ist es aber noch nicht getan. In einem zweiten Schritt wird es darum gehen, aus der Krise zu lernen, offen zu bleiben auch für unvorhersehbare Dinge und schliesslich auch den Wandel als Chance zu begreifen. Eine Krise ist immer auch eine Chance, sie bietet Möglichkeiten, uns weiterzuentwickeln, uns dort zu bewegen, wo wir uns festgefahren haben. Sie ist eine Gelegenheit, sich neu zu erfinden. Neuen Schub kann unser Land durchaus gebrauchen, etwa im Bereich des Umweltschutzes oder bei der Sicherung der Vorsorge. Auch den Digitalisierungsschub gilt es jetzt zu nutzen und die digitale Transformation voranzutreiben. Die Digitalisierung, das hat sich gezeigt, hat viele Vorteile und sie macht uns nicht zuletzt auch resilienter in Krisenzeiten. Sie gibt uns die Möglichkeit, bei einer Pandemie den nötigen Abstand zu wahren und trotzdem mobil zu bleiben, uns auszutauschen, zu arbeiten.

Ist die Schweiz genug resilient, um die Krise nicht nur zu meistern, sondern auch gestärkt daraus hervorzugehen? Für mich besteht kein Zweifel daran. Denn auch unser Land hat «liebevolle» Bezugspersonen, die sie in Krisenzeiten wie auch in normalen Zeiten stützen. Das sind die Bürgerinnen und Bürger. Das sind Sie, liebe Aargauerinnen und Aargauer. Menschen, die sich um die Mitmenschen kümmern. Menschen, die unser Land und seine Menschen lieben. Unsere Schweiz, und damit wir alle, haben das Glück, uns auf viele solche Menschen stützen zu dürfen. Die Schweiz wird vom Engagement und der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit unserem Staatswesen getragen und zusammengehalten. Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Politik, in Vereinen, Nachbarschaften und Familien engagieren, die unaufgeregt und sachlich handeln und politisieren, die Strategien und Ziele für unser Land haben und diese einbringen, die optimistisch bleiben und auch Verständnis für das Gegenüber aufbringen. Die Menschen sind der eigentliche Erfolgsfaktor unseres Landes.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Nationalfeiertag und danke Ihnen allen für Ihren ganz persönlichen Einsatz für Ihre Gemeinde, den Aargau und für die Schweiz. Herzlichen Dank! Zäme für eusi Schwiiz! – zäme stark!

Dr. Markus Dieth
Landammann Kanton Aargau

Projekt 1418coach wird ausgebaut

Projekt 1418coach wird ausgebaut | Der Landanzeiger

Seit vergangenem August fanden drei 1418coach-Ausbildungswochenenden im Kanton Aargau statt. Dabei wurden über 100 Jugendliche in den verschiedensten Sportarten als Hilfsleitende ausgebildet. Das Bedürfnis nach Ausbildungsplätzen ist gross. Aufgrund dessen hat der Regierungsrat im Frühjahr grünes Licht für den Ausbau des Pilotprojekts gegeben.

Bereits seit letztem Herbst organisiert der Kanton Aargau 1418coach-Ausbildungen für Jugendliche aus den Sportarten Geräteturnen/Kunstturnen, Turnen, Handball, Volleyball, Fussball und Leichtathletik. Mit dem Ausbau finden neu jährlich sechs Ausbildungswochenenden statt. Mit Unihockey und Kampfsport kommen im Kanton Aargau 2020 zwei neue Sportarten hinzu.

Die zusätzlichen Kurse stärken das regionale Angebot und bieten mehr Ausbildungsplätze für interessierte Jugendliche aus Aargauer Sportvereinen. «Es ist toll, dass wir nun doppelt so viele Ausbildungswochenenden anbieten können, wie ursprünglich geplant», freut sich Natalja Hochstrasser, Projektleiterin 1418coach bei der Sektion Sport Kanton Aargau. Zwar musste wegen des Corona- Lockdowns das Ausbildungswochenende für die Sportarten Leichtathletik und Fussball abgesagt respektive verschoben werden. «Wir haben die Zeit genutzt, um die zusätzlichen Kurse, die im Herbst stattfinden werden, zu planen», so Hochstrasser.

Grosses Bedürfnis bei Vereinen
Die vielen positiven Feedbacks und die hohen Anmeldezahlen zeigen es: Mit dem Projekt 1418coach hat der Kanton Aargau den Nagel auch bei Aargauer Sportvereinen auf den Kopf getroffen. «Bereits seit vielen Jahren setzen wir Hilfsleiterinnen und Hilfsleiter unter 18 Jahren ein, um sie langsam an die Leitertätigkeit heranzuführen und ihnen nach und nach mehr Verantwortung zu übergeben», so Ramona Uebelmann, J+S-Coach des Turnvereins Oeschgen. «Dass wir nun die Möglichkeit haben, diese Leiterpersonen ausbilden zu lassen und ihnen so auch mehr Sicherheit in der Halle geben zu können, ist für uns wahnsinnig wertvoll. Die zusätzliche Entschädigung ist dabei das Tüpfchen auf dem i.»

Kantonsübergreifende Zusammenarbeit
Hilfsleitende auszubilden ist ein schweizweites Bedürfnis. Seit Anfang des Jahres pflegt der Kanton Aargau deshalb eine Zusammenarbeit mit anderen Kantonen, die das Programm 1418coach ebenfalls umsetzen. Jugendliche aus Vereinen in den Kantonen Aargau, Bern, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Schaffhausen, Schwyz, Zug und Zürich respektive dem Fürstentum Lichtenstein können an allen anerkannten 1418coach-Ausbildungen teilnehmen. So profitieren die Jugendlichen von einem grossen Kursangebot und alle Sportarten haben die Möglichkeit, 1418coaches ausbilden zu lassen.

Gleichzeitig ging der neue Webauftritt online, auf dem kantonsübergreifend sämtliche Kursangebote schnell und einfach ersichtlich sind. «Die Website vereinfacht die Suche nach passenden Kursen enorm», so Marc Ringgenberg, der 1418coach zurzeit im Kanton Bern aufbaut. «Wir erhoffen uns, dass mit dieser Plattform und dem Teilnehmeraustausch 1418coach auch für weitere Kantone interessant wird.»

Finanziert durch den Swisslos Sportfonds Aargau
Das Projekt wird durch den Swisslos Sportfond des Kantons Aargau finanziert und ist bis Ende 2023 befristet. Rund 600 Jugendliche aus Aargauer Sportvereinen sollen in der fünfjährigen Pilotphase in kantonalen und ausserkantonalen Kursen zu 1418coaches ausgebildet werden. Eine Weiterführung des Projekts 1418coach wird angestrebt.

Weitere Infos zum Projekt https://www.ag.ch/de/verwaltung/bks/sport_ausserschulische_jugendfoerderung/j_und_s/1418caoch/1418coach.jsp

Neues Nissan-Logo für eine strahlende Zukunft

Neues Nissan-Logo für eine strahlende Zukunft | Der Landanzeiger

Erkennungszeichen, Alleinstellungsmerkmal und Visitenkarte: Einem Markenemblem kommt eine zentrale Bedeutung zu – und das meist über viele Jahre und Jahrzehnte. Nissan macht sein Logo jetzt fit für die Zukunft: als digitales und physisches Markenzeichen für eine neue Generation von Nissan-Modellen.

Das Nissan-Logo hat sich mit der Zeit immer weiterentwickelt. Den ursprünglichen Werten ist man dabei stets treu geblieben. Unternehmensgründer Yoshisuke Aikawa folgte mit dem Emblem dem Leitsatz: «Ein starker Glaube durchdringt sogar die Sonne». So stand und steht der Nissan-Schriftzug im Logo symbolisch vor der aufgehenden Sonne. Die neue «Visitenkarte» der Marke bleibt diesem Prinzip treu, spiegelt aber gleichzeitig die bedeutenden gesellschaftlichen Veränderungen der letzten zwei Jahrzehnte wider. Der Firmenname bleibt in der Mitte und unterstreicht den Wiedererkennungswert. Im Laufe der letzten drei Jahre skizzierte und zeichnete das Team mehrere Entwürfe – immer unter der Prämisse des Leitsatzes von Firmengründer Aikawa: «Sei leidenschaftlich, sei ein Innovator, sei ein Herausforderer». Das Team musste dabei unterschiedliche Variablen und Einsatzgebiete berücksichtigen. Ein beleuchtetes Logo sollte beispielsweise die künftigen Elektroautos zieren, was verschiedene technische Herausforderungen mit sich brachte – insbesondere in Bezug auf gesetzliche Regularien, aber auch auf Dicke und Kontur des Logos, um auch beleuchtet noch gut erkennbar zu sein. Allerdings wird das Emblem auch digital und gedruckt auf Broschüren und anderen Printprodukten verwendet.

Start in eine neue Ära
Das neue Logo kommt ab sofort sowohl in digitaler als auch in physischer Form zum Einsatz. Die neuen Nissan-Elektrofahrzeuge ziert dabei ein exklusives, von 20 LED beleuchtetes Logo, das den Fahrzeugen eine markante visuelle Präsenz verleiht. Das erste Modell mit dem neuen Emblem ist der jetzt enthüllte Nissan Ariya, der die Vision der Nissan Intelligent Mobility perfekt verkörpert. Weitere Fahrzeuge mit dem neuen Logo werden in den kommenden Jahren folgen. Neben den Fahrzeugen wird das neue Markenlogo medienübergreifend integriert – vom Briefkopf über die Händler-Signalisation in den Autohäusern bis hin zu sozialen Medien und digitaler Werbung. Mit seinen vier Varianten passt es sich flexibel an unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse an.

Ab November im Showroom
In die Nissan-Händlerbetriebe hält das neue Logo zunächst auf den Displays und Screens Einzug; die Umrüstung der Aussensignalisation und der Showrooms auf die neue visuelle Identität startet ab November. Aussen ist das neue Nissan-Logo künftig auf einem vereinfachten Slim Tablet über dem Eingang zu sehen, der charakteristische dunkelgraue Anstrich findet sich nur noch an Hauptfassade und sichtbaren Seitenfassaden.

Herausforderung mit Bravour gemeistert

Auch für die Regionalpolizei haben sich die Aufgaben durch das Coronavirus und der Arbeitsalltag verändert. Reto Tresch, der Stellvertretende Repol- Zofingen-Chef, erlaubt einen Einblick in den neuen Alltag der Regionalpolizei, die in Schöftland einen Aussenposten betreibt und für die Region Wigger-, Suhren- und Ruedertal zuständig ist.

Permanent achtete unsere Regionalpolizei auf die Einhaltung der vom BAG festgelegten Verhaltensregeln im öffentlichen Raum: Social Distancing im 2-Meter-Mindestabstand, das Verbot von Menschenansammlungen oder der Aufenthalt auf Sport-, Freizeitund Schulanlagen zwischen 20 und 8 Uhr morgens mussten kontrolliert werden. In Absprache mit der Kantonspolizei Aargau führte die Repol gewerbepolizeiliche Kontrollen in Geschäften, Restaurationsbetrieben, Fitnesscentren, Autowaschanlagen und anderen Lokalitäten durch. In der Anfangsphase wiesen die Ordnungshüter noch präventiv auf die Beachtung der Regeln hin.

54 Covid-19-Ordnungsbussen wurden bisher ausgestellt
Der Stellvertretende Chef der Regionalpolizei Zofingen, Reto Tresch (48), der seit 21 Jahren zuerst der Stadt- und dann der Regionalpolizei angehört, erlaubt einen Einblick in die Arbeit während des Corona- Lockdowns. «Durch den Rechtsstillstand im Betreibungsbegehren und den Wegfall an Rechtshilfeersuchen sowie des Verkehrs- und Jugendpräventionsunterrichts an Schulen blieb die Polizeipräsenz im Einzugsgebiet gewährleistet» versichert Tresch glaubwürdig, und fügt an: «Das von der Polizeiführung erarbeitete Schutzkonzept zum Eigenschutz und die damit verbundenen Hygienemassnahmen sowie die Einhaltung der Abstandsregeln gehörten von Anfang an zum täglichen Geschäft in Gebäuden wie auch im Aussendienst. Dank ausreichender Personalressourcen und einer angepassten Patrouillenstrategie hielten sich die geleisteten Überstunden im gewohnten Rahmen. Die höhere Anzahl an Doppelpatrouillen erlaubte es, flexibel und zeitnah auf gesellschaftliche Verhaltensänderungen schnell zu reagieren», so der stellvertretende Repol-Chef.

Positives Feedback aus allen Teilen der Bevölkerung bewiesen, dass die erhöhte Polizeipräsenz wahrgenommen und weitestgehend positiv aufgenommen wurde. Trotz des Ausfalls von sechs Risikopersonen waren Sicherheit und Ordnung zu jeder Zeit gewährleistet und die Einsatzfähigkeit zu 100 Prozent sichergestellt, betont der Adjutant.

Sechs Risikopersonen und acht Verdachtsfälle in Selbstisolation
Erwähnenswert sind die polizeilichen Interventionen bei acht Corona-Verdachtsfällen. Eine Selbstisolation der uniformierten Einsatzkräfte wurde jeweils angeordnet. Erfreulicherweise fielen alle Tests bei den Personen, die mit den Polizistinnen und Polizisten in körperlichen Kontakt kamen, negativ aus, sodass die Polizeiangestellten innerhalb von 48 Stunden ihren Dienst fortsetzen konnten. Hohe Flexibilität in der Dienstplanung wurde jedem Einzelnen abverlangt. Bis heute verzeichnet die Regionalpolizei Zofingen keine Corona- Erkrankung. Alle sechs Risikopersonen nahmen ihre Arbeit in ihren Teams wieder auf.

Ein Satz aus dem Leitbild der Polizei lautet «Der Mensch steht im Mittelpunkt». Wie wichtig diese Aussage ist, präzisierte Tresch abschliessend: «Für mich ist dieser Leitsatz der Regionalpolizei Zofingen gegen innen und aussen zentral. Tagtäglich bemühe ich mich, diesem gerecht zu werden, nicht zuletzt in der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig jeder Einzelne ist, um eine solche Pandemie gesund meistern und gestärkt daraus hervorgehen zu können.» Während der Lockdown-Phase war die Agenda, die sonst von Besprechungen, Rapporten und weiteren fremdgesteuerten Verpflichtungen geprägt ist, weniger voll. Nach dem dritten Lockerungs-Massnahmenpaket war aber schon spürbar, dass sich dies in Zukunft schnell wieder ändern und der normale Polizeialltag bald wieder einkehren wird.

21 Gemeinden bekommen Geld, 6 zahlen ein

Finanzausgleich 2021 | Der Landanzeiger

Im Jahr 2021 erhalten 138 Aargauer Gemeinden Finanzausgleichsbeiträge in der Höhe von rund 93 Millionen Franken. Davon finanziert der Kanton rund 28 Millionen Franken, während der grössere Teil durch jene 72 Gemeinden finanziert wird, die Abgaben von rund 65 Millionen Franken leisten. Dazu gehört auch die Stadt Aarau, die rund 7,8 Millionen Franken einschiesst.

Der Finanzausgleich setzt sich aus dem Ressourcenausgleich und dem Lastenausgleich zusammen. Gemeinden mit unterdurchschnittlicher Finanzkraft erhalten aus dem Ressourcenausgleich Beiträge, während Gemeinden mit überdurchschnittlicher Finanzkraft Abgaben leisten. Gemeinden, die trotz dieser Ausgleichszahlungen eine minimale Ressourcenstärke (84 Prozent des kantonalen Mittelwerts) nicht erreichen, erhalten zusätzlich Mindestausstattungsbeiträge.

Aus dem Lastenausgleich erhalten jene Gemeinden Beiträge, die in den Bereichen Bildung und Soziales sowie auf- grund räumlich-struktureller Gegebenheiten überdurchschnittliche Lasten zu tragen haben. Unterdurchschnittlich belastete Gemeinden leisten Abgaben.

93 Millionen werden verteilt Im Jahr 2021 erhalten 138 Gemeinden Finanzausgleichsbeiträge (21 davon aus dem Landanzeiger-Gebiet) in der Höhe von rund 93 Millionen Franken netto. Mit 3,026 Millionen Franken erhält Oberentfelden am Meisten aller LA-Gemeinden aus diesem Topf. Den höchsten Zuschuss im Aargau bekommt Spreitenbach mit 5,468 Millionen Franken.

72 Gemeinden (sechs davon aus dem LA-Gebiet) leisten Abgaben von rund 65 Millionen Franken netto. Aarau zahlt mit 7,865 Millionen Franken am meisten aus dem LA-Gebiet. Den grössten Beitrag in diese Kasse bezahlt Baden mit 11,088 Millionen Franken. Aus den kantonalen Steuerzuschlägen werden rund 28 Millionen Franken finanziert.

Das Gesamtvolumen der Beiträge und der Abgaben liegt um je etwa drei Millionen höher als im Vorjahr. In erster Linie erhöht sich das Niveau des Ressourcenausgleichs, was auf die generell ansteigenden Steuererträge zurückzuführen ist.

Aus Sicht der einzelnen Gemeinden sind die Beiträge und Abgaben mehrheitlich als relativ stabil einzustufen. Bei der Hälfte der Gemeinden beträgt die Abweichung gegenüber dem Vorjahr weniger als 20 Franken pro Kopf.

Der neue Finanzausgleich sieht Ergänzungsbeiträge für jene Gemeinden vor, die trotz Finanzausgleichszahlungen ihren Haushalt nur ausgeglichen gestalten können, wenn sie den Steuerfuss um mehr als 25 Prozentpunkte über das kantonale Mittel anheben würden. Für 2020 wurden zehn Gesuche für Ergänzungsbeiträge gutgeheissen. Nur zwei Gemeinden haben aber ihren Steuerfuss auf die für den Bezug der Beiträge erforderliche Höhe (127 Prozent) angehoben. Die Beitragsansprüche aller betroffenen Gemeinden werden jährlich überprüft. Zusätzlich wurden im laufenden Jahr zwei neue Gesuche eingereicht.

OrtschaftBezahlte BeträgeErhaltene Beträge
Aarau7’865’000
Biberstein725’000
Bottenwil301’000
Buchs1’522’000
Densbüren651’000
Erlinsbach99’000
Gränichen881’000
Hirschthal248’000
Holziken223’000
Hunzenschwil118’000
Kirchleerau15’000
Kölliken965’000
Küttigen805’000
Moosleerau50’000
Muhen386’000
Oberentfelden3’026’000
Reitnau507’000
Safenwil1’245’000
Schlossrued602’000
Schmiedrued901’000
Schöftland40’000
Staffelbach561’000
Suhr2’630’000
Teufenthal834’000
Uerkheim308’000
Unterentfelden420’000

Letztmals Übergangsbeiträge Im kommenden Jahr werden letztmals Übergangsbeiträge ausgerichtet. Diese erhalten jene Gemeinden, deren Finanzhaushalt durch den Systemwechsel beim Finanzausgleich und die Veränderungen bei der Aufgabenteilung im Jahr 2018 zusätzlich belastet wurde. Der Betrag der Übergangsbeiträge nimmt jedes Jahr um 25 Prozentpunkte ab. Im Jahr 2021 werden noch rund 4,3 Millionen Franken ausbezahlt, die an 87 Gemeinden gehen. 

Keine Herbstrennen – Geschäftsführerin geht

Pferderennen im Aarauer Schachen | Der Landanzeiger

Der Aargauische Rennverein gibt bekannt, dass auch die diesjährigen Herbstrennen in Aarau abgesagt werden müssen. Zudem muss der Verein eine neue Geschäftsführerin oder einen neuen Geschäftsführer suchen. Die Amtsinhaberin verlässt den Verein Ende September.

Im März dieses Jahres musste der Aargauer Rennverein aufgrund von Corona die traditionellen Aarauer Frühlingsrenntage absagen. Optimistisch blickten die Verantwortlichen Richtung Herbst und hofften, dann wieder Rennen durchführen zu können. «Wer hätte gedacht, dass sich drei Monate später die Situation zwar etwas entschärft hat, aber der Virus Covid-19 immer noch auf der ganzen Welt omnipräsent ist», fragt der ARV in seiner Mitteilung.

Der Vorstand hat aufgrund der neuesten Lockerungen des Bundes die Lage des letzten Herbstrenntages neu beurteilt. Die weiterführenden Auflagen, wie die 300-Personen-Sektoren bei Grossveranstaltungen, die anhaltenden Unsicherheiten betreffend 2. Welle und die in der Schweiz wieder täglich ansteigenden Zahlen von Neuinfektionen lassen eine realistische Durchführung der Herbstrennen nicht zu. Zu viele Fragen bleiben offen und auch das Risiko eines grösseren finanziellen Verlusts. Schweren Herzens haben die Verantwortlichen deshalb entschieden, nun auch die restlichen Aarauer Pferderennen im Corona-Jahr absagen!

«Im Moment bleibt uns der Trost, dass der Verein finanziell stabil bleiben kann und alles daran setzt, für 2021 wieder vier tolle Rennsonntage planen zu können», schreibt der ARV weiter. «Geführte Gespräche mit Sponsoren stimmen uns sehr zuversichtlich.»

Geschäftsführer gesucht ARV-Geschäftsführerin Béatrice Kovacs hat ihre Kündigung auf Ende September eingereicht. Der Vorstand bedauert den Weggang sehr und schreibt die Stelle demnächst aus. Der ARV bedankt sich bei Béatrice Kovacs herzlich für ihr Engagement zu Gunsten des ARV und des Pferderennsports. Béatrice Kovacs war seit 1. Juli 2015 im Amt.

Bewährte Kräfte und ein Neuzugang

Bewährte Kräfte und ein Neuzugang | Der Landanzeiger

Am 27. Juni starten die Oberentfelder Faustballer coronabedingt etwas verspätet in die neue Nationalliga A-Saison. Nach dem jüngsten Erfolg in der Halle wollen sie auch in der Sommersaison vorne mitspielen.

Im Februar schrammten die Oberentfelder Faustballer ganz knapp am Schweizer Meistertitel in der Halle vorbei. Zwei Punkte fehlten im packenden Finalspiel gegen Elgg-Ettenhausen zum ganz grossen Triumph. Trotz des hauchdünn verfehlten Titels war die vergangene Saison für die Oberentfelder ein voller Erfolg. Ein Erfolg, von dem sie auch in der kommenden Feldsaison, die am 27. Juni beginnt, profitieren können. Davon ist Trainer Koni Keller überzeugt. «Wir haben in der Hallensaison bewiesen, dass wir eine gute Grundqualität haben. Dieses Wissen hilft uns auch im Hinblick auf die Feldsaison enorm», so Keller. Dass die Saison wegen der Coronakrise verkürzt werden musste und daher in der Qualifikation bloss eine einfache Runde und keine Doppelrunde gespielt wird, ist für Keller kein Problem. «Es sind noch immer genügend Spiele, so dass es am Ende keinen Zufalls- Schweizer-Meister geben wird. Die Qualität wird sich durchsetzen.»

Neuzugang im Angriff
Keller ist überzeugt, dass er mit seiner Mannschaft auch in der Feldsaison vorne mitspielen kann. Auch wenn der Spielrhythmus im Vergleich zu anderen Jahren coronabedingt etwas fehlt. «Die Vorbereitungszeit war gleich wie sonst, aber die traditionellen Vorbereitungsturniere fielen weg», sagt Keller. Die Oberentfelder wissen sich jedoch zu helfen und organisieren am 23. Juni ein Vorbereitungsturnier mit fünf Vereinen aus der Region, die ebenfalls in der Nationalliga A oder B spielen.

Dieses Vorbereitungsturnier ist auch die ideale Gelegenheit für Koni Keller, um einige taktische Varianten zu testen. Während in der Abwehr und im Aufbau mit Manuel Mosimann, Reto Hunziker, Ramon Hochstrasser und Nicolas Voit die bewährten Kräfte der erfolgreichen Hallensaison auflaufen, gab es im Angriff einen Wechsel. Routinier Nicolas Schwander, der das Team in der Hallensaison verstärkte, wird auf dem Feld nicht mehr dabei sein. Dafür kehrt David Hollenstein ins Team zurück und Robin Häfeli wurde neu verpflichtet. Der grossgewachsene Angreifer spielte zuvor bei der Aargauer NLB-Equipe Staffelbach.

Mehr Optionen
Hollenstein und Häfeli werden gemeinsam mit Tim Egolf das Angriffstrio bilden. Eine komfortable Ausgangssituation für Trainer Keller. «Ich habe drei total verschiedene Angriffsspieler im Kader. So bieten sich mir natürlich viel mehr Möglichkeiten, so dass ich die Spieler je nach Gegner unterschiedlich einsetzen kann», freut sich Keller. Trotzdem ist auch klar: Neuzugang Robin Häfeli wird noch ein wenig Zeit brauchen, um sich an das höhere Spielniveau zu gewöhnen und die neuen Aufgaben zu übernehmen. «Ich bin aber überzeugt, dass er für uns langfristig eine grosse Verstärkung sein wird», sagt Keller.

Wohin die Reise der Oberentfelder Faustballer in der neuen Saison führen wird, ist schwierig vorauszusagen und hängt auch davon ab, mit welchen Spielern die gegnerischen Teams auflaufen können. Wenn die Oberentfelder aber an die konstant guten Leistungen aus der Hallensaison anknüpfen können, dann wird mit ihnen auch auf dem Feld zu rechnen sein.

www.faustballcenter.ch

Kathrin Stirnemann: «Wir fahren an der Heim-WM um eine Medaille mit»

Kathrin Stirnemann: «Wir fahren an der Heim-WM um eine Medaille mit» | Der Landanzeiger

Die Gränicherin Kathrin Stirnemann (31) gehört zum Frauenteam von Swiss Cycling, das sich zurzeit auf die Heim-WM Ende September in Aigle- Martigny vorbereitet. Auf dem Waffenplatz in Frauenfeld wurde drei Tage lang an der Zeitfahrtechnik gefeilt.

Im vergangenen Herbst sind in Yorkshire (England) erstmals WM-Medaillen im gemischten Teamzeitfahren (3 Männer/3 Frauen) vergeben worden. Das Sextett von Swiss Cycling (u.a. mit Kathrin Stirnemann) hätte ohne Defekt und Sturzpech womöglich eine Medaille gewonnen und beendete das Rennen auf Rang 6.

In diesem Jahr erhofft sich das Schweizer Team eine bessere Klassierung. Schliesslich ist die WM im September ein Heimrennen in Aigle-Martigny. Die Gränicherin Kathrin Stirnemann gibt sich denn auch sehr optimistisch: «Wir fahren an der Heim-WM um eine Medaille mit.»

Frauen-Nationaltrainer Edi Telser hat während drei Tagen in Frauenfeld mit einer Auswahl von Elite- und Nachwuchs-Athletinnen aus den Sportarten Strasse, MTB und Bahn an deren Zeitfahr-Qualitäten gearbeitet. «Das Camp war gut, wir konnten sehr intensiv und gezielt an Details arbeiten», blickt Stirnemann zurück. So sei nebst dem Zeitfahren im allgemeinen auch an der Kurventechnik und der Zusammenarbeit im Team gearbeitet worden. Die Ziele des Nationaltrainers sind jedoch langfristiger Natur. Das Frauenförderprojekt #fastandfemaleSUI ist auf das neue Staffel-Format ausgerichtet. Im Hinblick auf die WM 2024 in Zürich werden aufstrebende Talente, aber auch Quereinsteigerinnen gesucht. Katrin Stirnemann ist zurzeit die Teamseniorin. Als erfolgreiche Strassen- und Mountainbikefahrerin verfügt sie über viel Erfahrung auch im internationalen Bereich.

Die 31-Jährige setzt in dieser Saison erneut zu gleichen Teilen auf Strasse (Bigla) und MTB (Thömus). «Das Programm mit Strassen-Heim-WM in Aigle und MTB-Weltcup auf der Lenzerheide und der MTB-Heim-SM in Gränichen ist zu verlockend, als dass ich da etwas auslassen möchte», gibt Stirnemann zu. Das Training sei auch viel abwechslungsreicher geworden, seit sie auch auf der Strasse unterwegs sei. Die ersten Wettkämpfe in dieser Saison bestreitet sie am MTB-Swiss Cup in Leukerbad und der SM in Gränichen.

Mischa Kaufmann: «Die Spieler bekamen ein Quiz zu unserem Spielsystem»

Wieder im Element: HSC-Trainer Misha Kaufmann freut sich wieder mit der ganzen Mannschaft und in der Halle trainieren zu können | Der Landanzeiger

Der HSC Suhr Aarau startete als einer der ersten Handballvereine nach der Corona-Zwangspause wieder mit dem Trainingsbetrieb. Cheftrainer Misha Kaufmann erklärt im Interview, wie die Aargauer den Re-Start organisierten und womit er sich in den trainingsfreien Wochen beschäftigte.

Womit haben Sie sich beruflich in der Corona-Pause beschäftigt?
Misha Kaufmann: «Die Arbeit in der Halle fiel natürlich erstmal flach. Systematisch habe ich mich selbstverständlich weiter mit der Materie Handball beschäftigt. Dabei ging es weniger um die generelle Spielidee, denn die ist bei uns klar definiert und fixiert. Vielmehr habe ich mich sehr spezifisch damit beschäftigt, mit welchen Kommandos und Abläufen jeder Spieler sich individuell verbessern kann. Die Spieler durften hierzu beispielsweise auch ein Quiz zu unserem Spielsystem machen. Allgemein erhoffe ich mir dadurch, dass sich unsere Idee des Handballspiels zukünftig noch klarer festigen und umsetzen lässt. Nebst dem hatte ich natürlich per Telefon viel Kontakt mit den Spielern und habe sie für Einheiten zu Hause angeleitet und betreut.»

Home-Office schafft ja auch mehr Zeit für den privaten Bereich. Wie haben sie das genutzt?
Misha Kaufmann: «Die gemeinsame Zeit mit der Familie habe ich in den letzten Monaten nochmals ganz besonders schätzen gelernt. Auch wenn wir zwar sehr auf die eigenen vier Wände beschränkt waren, konnten wir vieles zu Hause mit den Kindern machen – eine der positiven Erscheinungen der schwierigen letzten Wochen.»

Wie gross waren die Veränderungen in der Durchführung der Trainingseinheiten zum Re-Start?
Misha Kaufmann: «Als NLA-Team hätten wir seinerzeit ja relativ normal, sprich auch mit Körperkontakt, ins Training einsteigen dürfen. Das haben wir aber ganz bewusst nicht gemacht. Ja, wir wollten alle zurück in die Halle, zurück aufs Feld, aber mit dem gebotenen Mass an Vorsicht. Deshalb haben wir die Mannschaft in zwei feste Trainingsgruppen geteilt, die zwar zur gleichen Zeit in der Halle waren, aber sonst fand kein Austausch unter den beiden Gruppen statt. So hätten wir bei einem positiven Fall die Möglichkeit gehabt, dass nur die eine Hälfte der Mannschaft in Quarantäne hätte gehen müssen. Da die Gesundheit über allem steht, wurden ohnehin vor dem ersten Training alle unsere Spieler von unserem Teamarzt Lukas Weisskopf auf eine Corona-Erkrankung getestet.»

Wie sieht die Trainingsplanung der nächsten Wochen und Monaten beim HSC Suhr Aarau aus?
Misha Kaufmann: «Wir arbeiten jetzt bis zum Saisonstart durch. Eine richtige Pause werden wir nicht mehr einlegen. Momentan trainieren wir ein bisschen mit reduziertem Pensum und es ist den Spielern freigestellt, ob sie am Trainingsbetrieb teilnehmen oder für ein paar Tage, soweit möglich, verreisen wollen. Wir werden in Kürze aber wieder alle Spieler versammeln und uns dann intensiv und akribisch auf die kommende Saison vorbereiten.»

Interview von Matthias Schlageter/ Handball.ch

Hier gehts zum HSC-Video von My Sports