«Zäme für eusi Schwiiz – zäme stark!»

Zäme für eusi Schwiiz | Der Landanzeiger

Liebe Aargauerinnen, liebe Aargauer, liebe Leserinnen, liebe Leser

In diesem Jahr ist alles anders. Wegen der Corona-Pandemie trat vieles in den Hintergrund, was vorher wichtig war. Vieles, was von langer Hand geplant war, musste abgesagt werden – so leider auch ganz viele 1. August-Feiern. Ich habe mich darauf gefreut, zusammen mit der Bevölkerung unsere Schweiz zu feiern und die traditionelle 1.-August-Rede in Schöftland zu halten. Weil die Feier in diesem Jahr nicht durchgeführt werden kann, habe ich meine Ansprache auf Video aufgenommen. Meine Botschaft finden Sie ab dem 1. August auf der Internetseite unter www.schoeftland.ch oder untenstehend in schriftlicher Form.

Die Fähigkeit, unbeschadet – ja sogar gestärkt – aus Stress- und Krisensituationen herauszugehen, nennt sich «Resilienz ». Der Begriff Resilienz hat seine Ursprünge in den 50er-Jahren. Damals untersuchte eine Entwicklungspsychologin, warum einige Kinder, welche in prekären Verhältnissen aufgewachsen sind, ihr Leben trotzdem meistern und warum andere dies nicht schaffen. Gründe gab es unterschiedliche. Einer aber war besonders wichtig: Diejenigen, welche zu fürsorglichen, selbstbewussten und erfolgreichen Erwachsenen herangewachsen sind, hatten meist selber eine liebevolle Bezugsperson im Leben, die sich um sie kümmerte. Und das machte sie belastbar, gab ihnen innere Stärke.

Heute gibt es Resilienzkurse für Teams, Führungskräfte, Lehrpersonen, Resilienztrainings mit Hunden oder Pferden und unzählige Ratgeber in Buchform. Aber auch für ein Land ist Resilienz wichtig. Üben lässt sich die Widerstandsfähigkeit allerdings nur bedingt. Und sie zeigt sich erst im Ernstfall. Bei uns in der Schweiz hat sie sich gezeigt. Wir haben während der Corona-Pandemie gesehen, dass unser Land und seine Menschen eine Krise bewältigen können. Und das hat viele Gründe. Die Bürgerinnen und Bürger vertrauen dem Staat und den Institutionen und halten sich an die Regeln. Bei uns finden in Gesellschaft und Politik intensive, aber sachliche Auseinandersetzungen und Debatten statt. Und wir haben eine starke und funktionierende Demokratie, welche fähig ist, vorgängige Entscheide, wenn nötig, auch zu korrigieren und aus Erfahrungen zu lernen. In autokratisch regierten Ländern kann man einen solchen Lernprozess nicht beobachten. Hier versucht die Herrscherklasse vielmehr, Fehlentscheide zu vertuschen, schönzureden und externe Schuldige zu finden. Wichtig für die Resilienz eines Staates sind auch die Solidarität und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. Auch diese konnte man in den letzten Monaten überall in der Schweiz und hier im Aargau sehen und spüren.

Die Schweiz ist widerstandsfähig. Wir meistern die Krise. Damit ist es aber noch nicht getan. In einem zweiten Schritt wird es darum gehen, aus der Krise zu lernen, offen zu bleiben auch für unvorhersehbare Dinge und schliesslich auch den Wandel als Chance zu begreifen. Eine Krise ist immer auch eine Chance, sie bietet Möglichkeiten, uns weiterzuentwickeln, uns dort zu bewegen, wo wir uns festgefahren haben. Sie ist eine Gelegenheit, sich neu zu erfinden. Neuen Schub kann unser Land durchaus gebrauchen, etwa im Bereich des Umweltschutzes oder bei der Sicherung der Vorsorge. Auch den Digitalisierungsschub gilt es jetzt zu nutzen und die digitale Transformation voranzutreiben. Die Digitalisierung, das hat sich gezeigt, hat viele Vorteile und sie macht uns nicht zuletzt auch resilienter in Krisenzeiten. Sie gibt uns die Möglichkeit, bei einer Pandemie den nötigen Abstand zu wahren und trotzdem mobil zu bleiben, uns auszutauschen, zu arbeiten.

Ist die Schweiz genug resilient, um die Krise nicht nur zu meistern, sondern auch gestärkt daraus hervorzugehen? Für mich besteht kein Zweifel daran. Denn auch unser Land hat «liebevolle» Bezugspersonen, die sie in Krisenzeiten wie auch in normalen Zeiten stützen. Das sind die Bürgerinnen und Bürger. Das sind Sie, liebe Aargauerinnen und Aargauer. Menschen, die sich um die Mitmenschen kümmern. Menschen, die unser Land und seine Menschen lieben. Unsere Schweiz, und damit wir alle, haben das Glück, uns auf viele solche Menschen stützen zu dürfen. Die Schweiz wird vom Engagement und der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit unserem Staatswesen getragen und zusammengehalten. Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Politik, in Vereinen, Nachbarschaften und Familien engagieren, die unaufgeregt und sachlich handeln und politisieren, die Strategien und Ziele für unser Land haben und diese einbringen, die optimistisch bleiben und auch Verständnis für das Gegenüber aufbringen. Die Menschen sind der eigentliche Erfolgsfaktor unseres Landes.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Nationalfeiertag und danke Ihnen allen für Ihren ganz persönlichen Einsatz für Ihre Gemeinde, den Aargau und für die Schweiz. Herzlichen Dank! Zäme für eusi Schwiiz! – zäme stark!

Dr. Markus Dieth
Landammann Kanton Aargau

Projekt 1418coach wird ausgebaut

Projekt 1418coach wird ausgebaut | Der Landanzeiger

Seit vergangenem August fanden drei 1418coach-Ausbildungswochenenden im Kanton Aargau statt. Dabei wurden über 100 Jugendliche in den verschiedensten Sportarten als Hilfsleitende ausgebildet. Das Bedürfnis nach Ausbildungsplätzen ist gross. Aufgrund dessen hat der Regierungsrat im Frühjahr grünes Licht für den Ausbau des Pilotprojekts gegeben.

Bereits seit letztem Herbst organisiert der Kanton Aargau 1418coach-Ausbildungen für Jugendliche aus den Sportarten Geräteturnen/Kunstturnen, Turnen, Handball, Volleyball, Fussball und Leichtathletik. Mit dem Ausbau finden neu jährlich sechs Ausbildungswochenenden statt. Mit Unihockey und Kampfsport kommen im Kanton Aargau 2020 zwei neue Sportarten hinzu.

Die zusätzlichen Kurse stärken das regionale Angebot und bieten mehr Ausbildungsplätze für interessierte Jugendliche aus Aargauer Sportvereinen. «Es ist toll, dass wir nun doppelt so viele Ausbildungswochenenden anbieten können, wie ursprünglich geplant», freut sich Natalja Hochstrasser, Projektleiterin 1418coach bei der Sektion Sport Kanton Aargau. Zwar musste wegen des Corona- Lockdowns das Ausbildungswochenende für die Sportarten Leichtathletik und Fussball abgesagt respektive verschoben werden. «Wir haben die Zeit genutzt, um die zusätzlichen Kurse, die im Herbst stattfinden werden, zu planen», so Hochstrasser.

Grosses Bedürfnis bei Vereinen
Die vielen positiven Feedbacks und die hohen Anmeldezahlen zeigen es: Mit dem Projekt 1418coach hat der Kanton Aargau den Nagel auch bei Aargauer Sportvereinen auf den Kopf getroffen. «Bereits seit vielen Jahren setzen wir Hilfsleiterinnen und Hilfsleiter unter 18 Jahren ein, um sie langsam an die Leitertätigkeit heranzuführen und ihnen nach und nach mehr Verantwortung zu übergeben», so Ramona Uebelmann, J+S-Coach des Turnvereins Oeschgen. «Dass wir nun die Möglichkeit haben, diese Leiterpersonen ausbilden zu lassen und ihnen so auch mehr Sicherheit in der Halle geben zu können, ist für uns wahnsinnig wertvoll. Die zusätzliche Entschädigung ist dabei das Tüpfchen auf dem i.»

Kantonsübergreifende Zusammenarbeit
Hilfsleitende auszubilden ist ein schweizweites Bedürfnis. Seit Anfang des Jahres pflegt der Kanton Aargau deshalb eine Zusammenarbeit mit anderen Kantonen, die das Programm 1418coach ebenfalls umsetzen. Jugendliche aus Vereinen in den Kantonen Aargau, Bern, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Schaffhausen, Schwyz, Zug und Zürich respektive dem Fürstentum Lichtenstein können an allen anerkannten 1418coach-Ausbildungen teilnehmen. So profitieren die Jugendlichen von einem grossen Kursangebot und alle Sportarten haben die Möglichkeit, 1418coaches ausbilden zu lassen.

Gleichzeitig ging der neue Webauftritt online, auf dem kantonsübergreifend sämtliche Kursangebote schnell und einfach ersichtlich sind. «Die Website vereinfacht die Suche nach passenden Kursen enorm», so Marc Ringgenberg, der 1418coach zurzeit im Kanton Bern aufbaut. «Wir erhoffen uns, dass mit dieser Plattform und dem Teilnehmeraustausch 1418coach auch für weitere Kantone interessant wird.»

Finanziert durch den Swisslos Sportfonds Aargau
Das Projekt wird durch den Swisslos Sportfond des Kantons Aargau finanziert und ist bis Ende 2023 befristet. Rund 600 Jugendliche aus Aargauer Sportvereinen sollen in der fünfjährigen Pilotphase in kantonalen und ausserkantonalen Kursen zu 1418coaches ausgebildet werden. Eine Weiterführung des Projekts 1418coach wird angestrebt.

Weitere Infos zum Projekt https://www.ag.ch/de/verwaltung/bks/sport_ausserschulische_jugendfoerderung/j_und_s/1418caoch/1418coach.jsp

Neues Nissan-Logo für eine strahlende Zukunft

Neues Nissan-Logo für eine strahlende Zukunft | Der Landanzeiger

Erkennungszeichen, Alleinstellungsmerkmal und Visitenkarte: Einem Markenemblem kommt eine zentrale Bedeutung zu – und das meist über viele Jahre und Jahrzehnte. Nissan macht sein Logo jetzt fit für die Zukunft: als digitales und physisches Markenzeichen für eine neue Generation von Nissan-Modellen.

Das Nissan-Logo hat sich mit der Zeit immer weiterentwickelt. Den ursprünglichen Werten ist man dabei stets treu geblieben. Unternehmensgründer Yoshisuke Aikawa folgte mit dem Emblem dem Leitsatz: «Ein starker Glaube durchdringt sogar die Sonne». So stand und steht der Nissan-Schriftzug im Logo symbolisch vor der aufgehenden Sonne. Die neue «Visitenkarte» der Marke bleibt diesem Prinzip treu, spiegelt aber gleichzeitig die bedeutenden gesellschaftlichen Veränderungen der letzten zwei Jahrzehnte wider. Der Firmenname bleibt in der Mitte und unterstreicht den Wiedererkennungswert. Im Laufe der letzten drei Jahre skizzierte und zeichnete das Team mehrere Entwürfe – immer unter der Prämisse des Leitsatzes von Firmengründer Aikawa: «Sei leidenschaftlich, sei ein Innovator, sei ein Herausforderer». Das Team musste dabei unterschiedliche Variablen und Einsatzgebiete berücksichtigen. Ein beleuchtetes Logo sollte beispielsweise die künftigen Elektroautos zieren, was verschiedene technische Herausforderungen mit sich brachte – insbesondere in Bezug auf gesetzliche Regularien, aber auch auf Dicke und Kontur des Logos, um auch beleuchtet noch gut erkennbar zu sein. Allerdings wird das Emblem auch digital und gedruckt auf Broschüren und anderen Printprodukten verwendet.

Start in eine neue Ära
Das neue Logo kommt ab sofort sowohl in digitaler als auch in physischer Form zum Einsatz. Die neuen Nissan-Elektrofahrzeuge ziert dabei ein exklusives, von 20 LED beleuchtetes Logo, das den Fahrzeugen eine markante visuelle Präsenz verleiht. Das erste Modell mit dem neuen Emblem ist der jetzt enthüllte Nissan Ariya, der die Vision der Nissan Intelligent Mobility perfekt verkörpert. Weitere Fahrzeuge mit dem neuen Logo werden in den kommenden Jahren folgen. Neben den Fahrzeugen wird das neue Markenlogo medienübergreifend integriert – vom Briefkopf über die Händler-Signalisation in den Autohäusern bis hin zu sozialen Medien und digitaler Werbung. Mit seinen vier Varianten passt es sich flexibel an unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse an.

Ab November im Showroom
In die Nissan-Händlerbetriebe hält das neue Logo zunächst auf den Displays und Screens Einzug; die Umrüstung der Aussensignalisation und der Showrooms auf die neue visuelle Identität startet ab November. Aussen ist das neue Nissan-Logo künftig auf einem vereinfachten Slim Tablet über dem Eingang zu sehen, der charakteristische dunkelgraue Anstrich findet sich nur noch an Hauptfassade und sichtbaren Seitenfassaden.

Herausforderung mit Bravour gemeistert

Auch für die Regionalpolizei haben sich die Aufgaben durch das Coronavirus und der Arbeitsalltag verändert. Reto Tresch, der Stellvertretende Repol- Zofingen-Chef, erlaubt einen Einblick in den neuen Alltag der Regionalpolizei, die in Schöftland einen Aussenposten betreibt und für die Region Wigger-, Suhren- und Ruedertal zuständig ist.

Permanent achtete unsere Regionalpolizei auf die Einhaltung der vom BAG festgelegten Verhaltensregeln im öffentlichen Raum: Social Distancing im 2-Meter-Mindestabstand, das Verbot von Menschenansammlungen oder der Aufenthalt auf Sport-, Freizeitund Schulanlagen zwischen 20 und 8 Uhr morgens mussten kontrolliert werden. In Absprache mit der Kantonspolizei Aargau führte die Repol gewerbepolizeiliche Kontrollen in Geschäften, Restaurationsbetrieben, Fitnesscentren, Autowaschanlagen und anderen Lokalitäten durch. In der Anfangsphase wiesen die Ordnungshüter noch präventiv auf die Beachtung der Regeln hin.

54 Covid-19-Ordnungsbussen wurden bisher ausgestellt
Der Stellvertretende Chef der Regionalpolizei Zofingen, Reto Tresch (48), der seit 21 Jahren zuerst der Stadt- und dann der Regionalpolizei angehört, erlaubt einen Einblick in die Arbeit während des Corona- Lockdowns. «Durch den Rechtsstillstand im Betreibungsbegehren und den Wegfall an Rechtshilfeersuchen sowie des Verkehrs- und Jugendpräventionsunterrichts an Schulen blieb die Polizeipräsenz im Einzugsgebiet gewährleistet» versichert Tresch glaubwürdig, und fügt an: «Das von der Polizeiführung erarbeitete Schutzkonzept zum Eigenschutz und die damit verbundenen Hygienemassnahmen sowie die Einhaltung der Abstandsregeln gehörten von Anfang an zum täglichen Geschäft in Gebäuden wie auch im Aussendienst. Dank ausreichender Personalressourcen und einer angepassten Patrouillenstrategie hielten sich die geleisteten Überstunden im gewohnten Rahmen. Die höhere Anzahl an Doppelpatrouillen erlaubte es, flexibel und zeitnah auf gesellschaftliche Verhaltensänderungen schnell zu reagieren», so der stellvertretende Repol-Chef.

Positives Feedback aus allen Teilen der Bevölkerung bewiesen, dass die erhöhte Polizeipräsenz wahrgenommen und weitestgehend positiv aufgenommen wurde. Trotz des Ausfalls von sechs Risikopersonen waren Sicherheit und Ordnung zu jeder Zeit gewährleistet und die Einsatzfähigkeit zu 100 Prozent sichergestellt, betont der Adjutant.

Sechs Risikopersonen und acht Verdachtsfälle in Selbstisolation
Erwähnenswert sind die polizeilichen Interventionen bei acht Corona-Verdachtsfällen. Eine Selbstisolation der uniformierten Einsatzkräfte wurde jeweils angeordnet. Erfreulicherweise fielen alle Tests bei den Personen, die mit den Polizistinnen und Polizisten in körperlichen Kontakt kamen, negativ aus, sodass die Polizeiangestellten innerhalb von 48 Stunden ihren Dienst fortsetzen konnten. Hohe Flexibilität in der Dienstplanung wurde jedem Einzelnen abverlangt. Bis heute verzeichnet die Regionalpolizei Zofingen keine Corona- Erkrankung. Alle sechs Risikopersonen nahmen ihre Arbeit in ihren Teams wieder auf.

Ein Satz aus dem Leitbild der Polizei lautet «Der Mensch steht im Mittelpunkt». Wie wichtig diese Aussage ist, präzisierte Tresch abschliessend: «Für mich ist dieser Leitsatz der Regionalpolizei Zofingen gegen innen und aussen zentral. Tagtäglich bemühe ich mich, diesem gerecht zu werden, nicht zuletzt in der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig jeder Einzelne ist, um eine solche Pandemie gesund meistern und gestärkt daraus hervorgehen zu können.» Während der Lockdown-Phase war die Agenda, die sonst von Besprechungen, Rapporten und weiteren fremdgesteuerten Verpflichtungen geprägt ist, weniger voll. Nach dem dritten Lockerungs-Massnahmenpaket war aber schon spürbar, dass sich dies in Zukunft schnell wieder ändern und der normale Polizeialltag bald wieder einkehren wird.

21 Gemeinden bekommen Geld, 6 zahlen ein

Finanzausgleich 2021 | Der Landanzeiger

Im Jahr 2021 erhalten 138 Aargauer Gemeinden Finanzausgleichsbeiträge in der Höhe von rund 93 Millionen Franken. Davon finanziert der Kanton rund 28 Millionen Franken, während der grössere Teil durch jene 72 Gemeinden finanziert wird, die Abgaben von rund 65 Millionen Franken leisten. Dazu gehört auch die Stadt Aarau, die rund 7,8 Millionen Franken einschiesst.

Der Finanzausgleich setzt sich aus dem Ressourcenausgleich und dem Lastenausgleich zusammen. Gemeinden mit unterdurchschnittlicher Finanzkraft erhalten aus dem Ressourcenausgleich Beiträge, während Gemeinden mit überdurchschnittlicher Finanzkraft Abgaben leisten. Gemeinden, die trotz dieser Ausgleichszahlungen eine minimale Ressourcenstärke (84 Prozent des kantonalen Mittelwerts) nicht erreichen, erhalten zusätzlich Mindestausstattungsbeiträge.

Aus dem Lastenausgleich erhalten jene Gemeinden Beiträge, die in den Bereichen Bildung und Soziales sowie auf- grund räumlich-struktureller Gegebenheiten überdurchschnittliche Lasten zu tragen haben. Unterdurchschnittlich belastete Gemeinden leisten Abgaben.

93 Millionen werden verteilt Im Jahr 2021 erhalten 138 Gemeinden Finanzausgleichsbeiträge (21 davon aus dem Landanzeiger-Gebiet) in der Höhe von rund 93 Millionen Franken netto. Mit 3,026 Millionen Franken erhält Oberentfelden am Meisten aller LA-Gemeinden aus diesem Topf. Den höchsten Zuschuss im Aargau bekommt Spreitenbach mit 5,468 Millionen Franken.

72 Gemeinden (sechs davon aus dem LA-Gebiet) leisten Abgaben von rund 65 Millionen Franken netto. Aarau zahlt mit 7,865 Millionen Franken am meisten aus dem LA-Gebiet. Den grössten Beitrag in diese Kasse bezahlt Baden mit 11,088 Millionen Franken. Aus den kantonalen Steuerzuschlägen werden rund 28 Millionen Franken finanziert.

Das Gesamtvolumen der Beiträge und der Abgaben liegt um je etwa drei Millionen höher als im Vorjahr. In erster Linie erhöht sich das Niveau des Ressourcenausgleichs, was auf die generell ansteigenden Steuererträge zurückzuführen ist.

Aus Sicht der einzelnen Gemeinden sind die Beiträge und Abgaben mehrheitlich als relativ stabil einzustufen. Bei der Hälfte der Gemeinden beträgt die Abweichung gegenüber dem Vorjahr weniger als 20 Franken pro Kopf.

Der neue Finanzausgleich sieht Ergänzungsbeiträge für jene Gemeinden vor, die trotz Finanzausgleichszahlungen ihren Haushalt nur ausgeglichen gestalten können, wenn sie den Steuerfuss um mehr als 25 Prozentpunkte über das kantonale Mittel anheben würden. Für 2020 wurden zehn Gesuche für Ergänzungsbeiträge gutgeheissen. Nur zwei Gemeinden haben aber ihren Steuerfuss auf die für den Bezug der Beiträge erforderliche Höhe (127 Prozent) angehoben. Die Beitragsansprüche aller betroffenen Gemeinden werden jährlich überprüft. Zusätzlich wurden im laufenden Jahr zwei neue Gesuche eingereicht.

OrtschaftBezahlte BeträgeErhaltene Beträge
Aarau7’865’000
Biberstein725’000
Bottenwil301’000
Buchs1’522’000
Densbüren651’000
Erlinsbach99’000
Gränichen881’000
Hirschthal248’000
Holziken223’000
Hunzenschwil118’000
Kirchleerau15’000
Kölliken965’000
Küttigen805’000
Moosleerau50’000
Muhen386’000
Oberentfelden3’026’000
Reitnau507’000
Safenwil1’245’000
Schlossrued602’000
Schmiedrued901’000
Schöftland40’000
Staffelbach561’000
Suhr2’630’000
Teufenthal834’000
Uerkheim308’000
Unterentfelden420’000

Letztmals Übergangsbeiträge Im kommenden Jahr werden letztmals Übergangsbeiträge ausgerichtet. Diese erhalten jene Gemeinden, deren Finanzhaushalt durch den Systemwechsel beim Finanzausgleich und die Veränderungen bei der Aufgabenteilung im Jahr 2018 zusätzlich belastet wurde. Der Betrag der Übergangsbeiträge nimmt jedes Jahr um 25 Prozentpunkte ab. Im Jahr 2021 werden noch rund 4,3 Millionen Franken ausbezahlt, die an 87 Gemeinden gehen. 

Keine Herbstrennen – Geschäftsführerin geht

Pferderennen im Aarauer Schachen | Der Landanzeiger

Der Aargauische Rennverein gibt bekannt, dass auch die diesjährigen Herbstrennen in Aarau abgesagt werden müssen. Zudem muss der Verein eine neue Geschäftsführerin oder einen neuen Geschäftsführer suchen. Die Amtsinhaberin verlässt den Verein Ende September.

Im März dieses Jahres musste der Aargauer Rennverein aufgrund von Corona die traditionellen Aarauer Frühlingsrenntage absagen. Optimistisch blickten die Verantwortlichen Richtung Herbst und hofften, dann wieder Rennen durchführen zu können. «Wer hätte gedacht, dass sich drei Monate später die Situation zwar etwas entschärft hat, aber der Virus Covid-19 immer noch auf der ganzen Welt omnipräsent ist», fragt der ARV in seiner Mitteilung.

Der Vorstand hat aufgrund der neuesten Lockerungen des Bundes die Lage des letzten Herbstrenntages neu beurteilt. Die weiterführenden Auflagen, wie die 300-Personen-Sektoren bei Grossveranstaltungen, die anhaltenden Unsicherheiten betreffend 2. Welle und die in der Schweiz wieder täglich ansteigenden Zahlen von Neuinfektionen lassen eine realistische Durchführung der Herbstrennen nicht zu. Zu viele Fragen bleiben offen und auch das Risiko eines grösseren finanziellen Verlusts. Schweren Herzens haben die Verantwortlichen deshalb entschieden, nun auch die restlichen Aarauer Pferderennen im Corona-Jahr absagen!

«Im Moment bleibt uns der Trost, dass der Verein finanziell stabil bleiben kann und alles daran setzt, für 2021 wieder vier tolle Rennsonntage planen zu können», schreibt der ARV weiter. «Geführte Gespräche mit Sponsoren stimmen uns sehr zuversichtlich.»

Geschäftsführer gesucht ARV-Geschäftsführerin Béatrice Kovacs hat ihre Kündigung auf Ende September eingereicht. Der Vorstand bedauert den Weggang sehr und schreibt die Stelle demnächst aus. Der ARV bedankt sich bei Béatrice Kovacs herzlich für ihr Engagement zu Gunsten des ARV und des Pferderennsports. Béatrice Kovacs war seit 1. Juli 2015 im Amt.

Bewährte Kräfte und ein Neuzugang

Bewährte Kräfte und ein Neuzugang | Der Landanzeiger

Am 27. Juni starten die Oberentfelder Faustballer coronabedingt etwas verspätet in die neue Nationalliga A-Saison. Nach dem jüngsten Erfolg in der Halle wollen sie auch in der Sommersaison vorne mitspielen.

Im Februar schrammten die Oberentfelder Faustballer ganz knapp am Schweizer Meistertitel in der Halle vorbei. Zwei Punkte fehlten im packenden Finalspiel gegen Elgg-Ettenhausen zum ganz grossen Triumph. Trotz des hauchdünn verfehlten Titels war die vergangene Saison für die Oberentfelder ein voller Erfolg. Ein Erfolg, von dem sie auch in der kommenden Feldsaison, die am 27. Juni beginnt, profitieren können. Davon ist Trainer Koni Keller überzeugt. «Wir haben in der Hallensaison bewiesen, dass wir eine gute Grundqualität haben. Dieses Wissen hilft uns auch im Hinblick auf die Feldsaison enorm», so Keller. Dass die Saison wegen der Coronakrise verkürzt werden musste und daher in der Qualifikation bloss eine einfache Runde und keine Doppelrunde gespielt wird, ist für Keller kein Problem. «Es sind noch immer genügend Spiele, so dass es am Ende keinen Zufalls- Schweizer-Meister geben wird. Die Qualität wird sich durchsetzen.»

Neuzugang im Angriff
Keller ist überzeugt, dass er mit seiner Mannschaft auch in der Feldsaison vorne mitspielen kann. Auch wenn der Spielrhythmus im Vergleich zu anderen Jahren coronabedingt etwas fehlt. «Die Vorbereitungszeit war gleich wie sonst, aber die traditionellen Vorbereitungsturniere fielen weg», sagt Keller. Die Oberentfelder wissen sich jedoch zu helfen und organisieren am 23. Juni ein Vorbereitungsturnier mit fünf Vereinen aus der Region, die ebenfalls in der Nationalliga A oder B spielen.

Dieses Vorbereitungsturnier ist auch die ideale Gelegenheit für Koni Keller, um einige taktische Varianten zu testen. Während in der Abwehr und im Aufbau mit Manuel Mosimann, Reto Hunziker, Ramon Hochstrasser und Nicolas Voit die bewährten Kräfte der erfolgreichen Hallensaison auflaufen, gab es im Angriff einen Wechsel. Routinier Nicolas Schwander, der das Team in der Hallensaison verstärkte, wird auf dem Feld nicht mehr dabei sein. Dafür kehrt David Hollenstein ins Team zurück und Robin Häfeli wurde neu verpflichtet. Der grossgewachsene Angreifer spielte zuvor bei der Aargauer NLB-Equipe Staffelbach.

Mehr Optionen
Hollenstein und Häfeli werden gemeinsam mit Tim Egolf das Angriffstrio bilden. Eine komfortable Ausgangssituation für Trainer Keller. «Ich habe drei total verschiedene Angriffsspieler im Kader. So bieten sich mir natürlich viel mehr Möglichkeiten, so dass ich die Spieler je nach Gegner unterschiedlich einsetzen kann», freut sich Keller. Trotzdem ist auch klar: Neuzugang Robin Häfeli wird noch ein wenig Zeit brauchen, um sich an das höhere Spielniveau zu gewöhnen und die neuen Aufgaben zu übernehmen. «Ich bin aber überzeugt, dass er für uns langfristig eine grosse Verstärkung sein wird», sagt Keller.

Wohin die Reise der Oberentfelder Faustballer in der neuen Saison führen wird, ist schwierig vorauszusagen und hängt auch davon ab, mit welchen Spielern die gegnerischen Teams auflaufen können. Wenn die Oberentfelder aber an die konstant guten Leistungen aus der Hallensaison anknüpfen können, dann wird mit ihnen auch auf dem Feld zu rechnen sein.

www.faustballcenter.ch

Kathrin Stirnemann: «Wir fahren an der Heim-WM um eine Medaille mit»

Kathrin Stirnemann: «Wir fahren an der Heim-WM um eine Medaille mit» | Der Landanzeiger

Die Gränicherin Kathrin Stirnemann (31) gehört zum Frauenteam von Swiss Cycling, das sich zurzeit auf die Heim-WM Ende September in Aigle- Martigny vorbereitet. Auf dem Waffenplatz in Frauenfeld wurde drei Tage lang an der Zeitfahrtechnik gefeilt.

Im vergangenen Herbst sind in Yorkshire (England) erstmals WM-Medaillen im gemischten Teamzeitfahren (3 Männer/3 Frauen) vergeben worden. Das Sextett von Swiss Cycling (u.a. mit Kathrin Stirnemann) hätte ohne Defekt und Sturzpech womöglich eine Medaille gewonnen und beendete das Rennen auf Rang 6.

In diesem Jahr erhofft sich das Schweizer Team eine bessere Klassierung. Schliesslich ist die WM im September ein Heimrennen in Aigle-Martigny. Die Gränicherin Kathrin Stirnemann gibt sich denn auch sehr optimistisch: «Wir fahren an der Heim-WM um eine Medaille mit.»

Frauen-Nationaltrainer Edi Telser hat während drei Tagen in Frauenfeld mit einer Auswahl von Elite- und Nachwuchs-Athletinnen aus den Sportarten Strasse, MTB und Bahn an deren Zeitfahr-Qualitäten gearbeitet. «Das Camp war gut, wir konnten sehr intensiv und gezielt an Details arbeiten», blickt Stirnemann zurück. So sei nebst dem Zeitfahren im allgemeinen auch an der Kurventechnik und der Zusammenarbeit im Team gearbeitet worden. Die Ziele des Nationaltrainers sind jedoch langfristiger Natur. Das Frauenförderprojekt #fastandfemaleSUI ist auf das neue Staffel-Format ausgerichtet. Im Hinblick auf die WM 2024 in Zürich werden aufstrebende Talente, aber auch Quereinsteigerinnen gesucht. Katrin Stirnemann ist zurzeit die Teamseniorin. Als erfolgreiche Strassen- und Mountainbikefahrerin verfügt sie über viel Erfahrung auch im internationalen Bereich.

Die 31-Jährige setzt in dieser Saison erneut zu gleichen Teilen auf Strasse (Bigla) und MTB (Thömus). «Das Programm mit Strassen-Heim-WM in Aigle und MTB-Weltcup auf der Lenzerheide und der MTB-Heim-SM in Gränichen ist zu verlockend, als dass ich da etwas auslassen möchte», gibt Stirnemann zu. Das Training sei auch viel abwechslungsreicher geworden, seit sie auch auf der Strasse unterwegs sei. Die ersten Wettkämpfe in dieser Saison bestreitet sie am MTB-Swiss Cup in Leukerbad und der SM in Gränichen.

Mischa Kaufmann: «Die Spieler bekamen ein Quiz zu unserem Spielsystem»

Wieder im Element: HSC-Trainer Misha Kaufmann freut sich wieder mit der ganzen Mannschaft und in der Halle trainieren zu können | Der Landanzeiger

Der HSC Suhr Aarau startete als einer der ersten Handballvereine nach der Corona-Zwangspause wieder mit dem Trainingsbetrieb. Cheftrainer Misha Kaufmann erklärt im Interview, wie die Aargauer den Re-Start organisierten und womit er sich in den trainingsfreien Wochen beschäftigte.

Womit haben Sie sich beruflich in der Corona-Pause beschäftigt?
Misha Kaufmann: «Die Arbeit in der Halle fiel natürlich erstmal flach. Systematisch habe ich mich selbstverständlich weiter mit der Materie Handball beschäftigt. Dabei ging es weniger um die generelle Spielidee, denn die ist bei uns klar definiert und fixiert. Vielmehr habe ich mich sehr spezifisch damit beschäftigt, mit welchen Kommandos und Abläufen jeder Spieler sich individuell verbessern kann. Die Spieler durften hierzu beispielsweise auch ein Quiz zu unserem Spielsystem machen. Allgemein erhoffe ich mir dadurch, dass sich unsere Idee des Handballspiels zukünftig noch klarer festigen und umsetzen lässt. Nebst dem hatte ich natürlich per Telefon viel Kontakt mit den Spielern und habe sie für Einheiten zu Hause angeleitet und betreut.»

Home-Office schafft ja auch mehr Zeit für den privaten Bereich. Wie haben sie das genutzt?
Misha Kaufmann: «Die gemeinsame Zeit mit der Familie habe ich in den letzten Monaten nochmals ganz besonders schätzen gelernt. Auch wenn wir zwar sehr auf die eigenen vier Wände beschränkt waren, konnten wir vieles zu Hause mit den Kindern machen – eine der positiven Erscheinungen der schwierigen letzten Wochen.»

Wie gross waren die Veränderungen in der Durchführung der Trainingseinheiten zum Re-Start?
Misha Kaufmann: «Als NLA-Team hätten wir seinerzeit ja relativ normal, sprich auch mit Körperkontakt, ins Training einsteigen dürfen. Das haben wir aber ganz bewusst nicht gemacht. Ja, wir wollten alle zurück in die Halle, zurück aufs Feld, aber mit dem gebotenen Mass an Vorsicht. Deshalb haben wir die Mannschaft in zwei feste Trainingsgruppen geteilt, die zwar zur gleichen Zeit in der Halle waren, aber sonst fand kein Austausch unter den beiden Gruppen statt. So hätten wir bei einem positiven Fall die Möglichkeit gehabt, dass nur die eine Hälfte der Mannschaft in Quarantäne hätte gehen müssen. Da die Gesundheit über allem steht, wurden ohnehin vor dem ersten Training alle unsere Spieler von unserem Teamarzt Lukas Weisskopf auf eine Corona-Erkrankung getestet.»

Wie sieht die Trainingsplanung der nächsten Wochen und Monaten beim HSC Suhr Aarau aus?
Misha Kaufmann: «Wir arbeiten jetzt bis zum Saisonstart durch. Eine richtige Pause werden wir nicht mehr einlegen. Momentan trainieren wir ein bisschen mit reduziertem Pensum und es ist den Spielern freigestellt, ob sie am Trainingsbetrieb teilnehmen oder für ein paar Tage, soweit möglich, verreisen wollen. Wir werden in Kürze aber wieder alle Spieler versammeln und uns dann intensiv und akribisch auf die kommende Saison vorbereiten.»

Interview von Matthias Schlageter/ Handball.ch

Hier gehts zum HSC-Video von My Sports

NLB wird aufgestockt

Faustball Frauen: NLB wird aufgestockt | Der Landanzeiger

Genau wie bei den Männern wird in diesem Sommer auch bei den Frauen eine verkürzte Meisterschaft ausgetragen. Auch bei den Frauen werden in dieser Saison Schweizer Meisterinnen gekürt und es wird Auf- und Absteigerinnen geben.

Am 5. Juli – eine Woche nach dem verspäteten Saisonstart der Männer – greifen auch die besten Faustballerinnen des Landes ins Geschehen ein. An drei Spieltagen messen sich die acht Nationalliga A Teams. Sie spielen je einmal gegeneinander, wobei sich die vier stärksten Equipen für das Final4-Turnier in Widnau vom 5./6. September qualifizieren. Dort kämpfen sie dann um den Schweizer Meistertitel.

Geplant ist, dass die Spieltage am 5. Juli, am 16. August und am 23. August ausgetragen werden. Das letztplatzierte Team der höchsten Schweizer Spielklasse steigt direkt in die Nationalliga B ab. Das stärkste Team aus der NLB wiederum schafft ebenfalls direkt die Promotion in die Nationalliga A. Genau wie in der NLA wird auch in der NLB eine einfache Qualifikationsrunde bestritten.

Da die Nationalliga B in der Saison 2021 auf acht Mannschaften aufgestockt werden soll, gibt es in der zweithöchsten Spielklasse in diesem Jahr keinen direkten Absteiger. Die stärkste Equipe aus der 1. Liga steigt direkt auf und die zweitplatzierte Mannschaft bestreitet gegen den Tabellenletzten der NLB ein Barragespiel. Der Sieger wird dann im nächsten Jahr in der Nationalliga B auflaufen.

Über 400 Zivilschützer leisteten Einsatz

Auch in der Werkstatt des KSA konnte die ZSO Aare Region tatkräftig unterstützen | Der Landanzeiger

Um den Kanton in Zeiten von Corona zu unterstützen, leistete der Zivilschutz Aare Region vom 21. März bis 5. Juni mit insgesamt 4067 Diensttagen einen wertvollen Beitrag für die Bevölkerung. Täglich waren rund 60 Dienstleistende der ZSO Aare Region im Einsatz und unterstützten das Kantonsspital Aarau sowie mehrere Alters- und Pflegeheime.

Auf dem Areal des Kantonsspital Aarau überwachten die Zivilschützer, verteilt auf sieben Kontrollpunkte, alle Einund Ausgänge und setzten das Durchgangsverbot um. Für den Kindernotfall unterstützte die ZSO Aare Region bei der Triage und betreute wartende Eltern, welchen aufgrund der Hygienemassnahmen des KSA kein Einlass gewährt werden konnte. Es wurde sichergestellt, dass sich auf dem Gelände nur Personen aufhielten, die im KSA arbeiten oder eine Bewilligung für einen Termin vorweisen konnten. Zusätzlich wurde der Werkstatt des KSA einen ausgebildeten Mechaniker zur Verfügung gestellt, welcher beim Unterhalt der Einsatzfahrzeuge tatkräftig unterstützte. Als der Normalbetrieb im KSA wieder eingeführt werden konnte, war der Zivilschutz für die Eingangskontrollen der verschiedenen Hauseingänge zuständig.

«Tagesbetrieb wäre nicht möglich gewesen»
Wie eine Mitarbeiterin des KSA Praxiszentrums am Bahnhof betonte, seien sie sehr dankbar gewesen, dass der Zivilschutz in dieser Zeit bei der Triage und der Einhaltung der Hygienemassnahmen des BAG unterstützte. «Ohne den Zivilschutz wäre der Tagesbetrieb nicht möglich gewesen», sagte die Mitarbeiterin. Sie hätte ihr Tagesgeschäft nicht regulär umsetzen können, wenn sie jeden einzelnen Patienten nach Corona- Symptomen befragen und auf die Händedesinfektionspflicht hätte aufmerksam machen müssen.

Rührende Szenen
In Alters- und Pflegeheimen unterstützten die Zivilschützer bei alltäglichen Betreuungsarbeiten aufgrund von Personalengpässen, da Angestellte, die der Risikogruppe angehörten, nicht arbeiten konnten. Sehr rührend war auch der Einsatz im Altersund Pflegeheim Lindenfeld zu verfolgen. Aus Vorsichtsmassnahme für die Bewohnenden des Lindenfelds war der Zutritt für externe Personen untersagt. Deswegen unterstützten die Zivilschützer die weniger technikaffinen Personen bei Videokonferenzen mit Angehörigen. Dies führte zu einigen Freudentränen nach längerer Zeit ohne Kontakt.

Mit voller Kraft im Einsatz
Über Tage, Wochen und Monate unterstützte die ZSO Aare Region die Bevölkerung während der nationalen Notlage. Dieser Ernstfall zeigte, dass der Zivilschutz zu jeder Zeit für einen Einsatz bereit ist. «Wichtig ist, dass die Arbeitgeber Verständnis für die Einsätze ihrer Mitarbeitenden haben. Wir schauen auf zweieinhalb erfolgreiche Monate zurück und sind auch bereit, sollte ein erneuter Einsatz notwendig sein. Solange wir den Kanton unterstützen können, werden wir mit voller Kraft im Einsatz sein. Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Zivilschützern, bei der Kommission und natürlich auch bei den Arbeitgebern bedanken», so Marco Stirnemann, Bataillonskommandant der ZSO Aare Region.

HSC Suhr Aarau verpflichtet umworbenes Nachwuchstalent

Der umworbene Flügelspieler Gian Attenhofer (18) wechselt vom RTV Basel zum HSC Suhr Aarau | Der Landanzeiger

Der HSC Suhr Aarau hat seine Personalplanung der Saison 2020/21 abgeschlossen. Das vielumworbene Flügel- Juwel Gian Attenhofer stösst vom Ligakonkurrenten RTV 1879 Basel zum HSC Suhr Aarau. Jan Peter und Mathias Müller bleiben beim Verein, während Andri Kähr seine Spitzensport-Karriere gesundheitsbedingt beenden muss.

Mit dem 18-jährigen Gian Attenhofer sichert sich der HSC Suhr Aarau nach Timothy Reichmuth und Leo Grazioli ein weiteres Juwel der HSG Nordwest. Der rechte Flügel kam in den vergangenen beiden Saisons bereits zu Einsätzen im NLA-Team des RTV 1879 Basel und war von mehreren Vereinen umworben.

Jan Peter und Mathias Müller bleiben dem HSC Suhr Aarau indes auch in der Saison 2020/21 erhalten. Das grosszügige Entgegenkommen beider Spieler sowie wertvolle, zusätzliche Unterstützungen von Partnern und Privaten, ermöglichten die Vertragsverlängerungen der beiden geschätzten Spieler und Menschen trotz der herausfordernden Gegenwart und Zukunft.

Zwei Kreuzbandrisse sind zu viel
Eigengewächs Andri Kähr entschied sich nach zwei Kreuzbandrissen indes schweren Herzens, seine Spitzensportkarriere zu beenden und widmet sich zukünftig vollumfänglich seinem Studium in St. Gallen.

«Wir freuen uns, die Personalplanung für die Saison 2020/21 abgeschlossen zu haben und damit als einziger NLA-Club unser Kader zusammenhalten zu können », sagt HSC-Sportchef Michael Conde. «Wir sind sehr dankbar für das Entgegenkommen der betroffenen Spieler sowie für die zusätzliche Unterstützung von Partnern und Privaten, ohne die dies nicht möglich gewesen wäre.» Michael Conde freut sich sehr, Gian Attenhofer in der HSC-Familie willkommen heissen zu können. Andri Kähr wünscht er für seine Zukunft alles Gute und vor allem beste Gesundheit.

Saisonstart gegen St. Otmar
Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau hat am Montag, 11. Mai den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Die sportliche und organisatorische Planung ist dabei auf die voraussichtlich am Mittwoch, 2. September planmässig beginnende Saison 2020/21 ausgerichtet. Der HSC tritt dabei auswärts in der Kreuzbleiche auf St. Otmar St. Gallen.

Eine doppelt hilfreiche Gutscheinaktion

«Erlebnismoment Aargau» Gutscheinaktion | Der Landanzeiger

Aargau Tourismus lanciert zusammen mit der AKB und der Axpo eine Gutscheinaktion «Erlebnismoment Aargau ». Zusätzlich zu dieser Kampagne lässt die AKB in einer Solidaritätsaktion insgesamt 20’000 Gutscheine an finanziell Benachteiligte zukommen. Zusammen fliessen damit über 660’000 Franken in das lokale Gewerbe.

Wie können wir nach dem Lockdown wieder ein Stück Normalität erwecken? Wie können wir die Leute dazu bringen, mit Lust und Freude den Kanton zu entdecken? Und wie können wir dabei die geschwächten Betriebe unterstützen? Mit der Gutscheinaktion «Erlebnismoment Aargau», die Aargau Tourismus zusammen mit der AKB und der Axpo lanciert.

Freizeit geniessen und Gewerbe unterstützen
3333 Gutscheine im Wert von je 50 Franken können seit Freitag zum vergünstigten Preis von 35 Franken erworben werden und bei über 150 Stellen im ganzen Kanton (Stand 2. Juni) eingelöst werden. Von der Gastronomie über die Hotellerie, von Kunst- und Kultur- bis zu Freizeiteinrichtungen, Winzer, Brauereien, Hoflädeli und lokales Gewerbe. Die Liste ist gross, könne aber problemlos noch erweitert werden, wie Aargau Tourismus betont.

Wenn mehr Menschen wieder nach draussen gehen, konsumieren und ihre Freizeit geniessen, helfe das sehr dem lokalen Gewerbe, das stark gelitten habe, ist Andrea Portmann, Direktorin von Aargau Tourismus überzeugt.

Wichtig war dabei, dass die Vergünstigung der Gutscheine nicht auf den Schultern der Leistungsträger lastet. Finanziell ermöglicht wird die Gutschein- Aktion von der AKB und der Axpo. Auch Regierungsrat Urs Hofmann sieht Potential in dieser Aktion: «Jetzt ist der beste Moment, sich selbst etwas zu gönnen. Das bringt Lebensfreude zurück – und schafft Nachfrage für notleidende Branchen. Damit ist sie doppelt hilfreich.»

Solidaritätsaktion der AKB
Zusätzlich zu dieser Kampagne lässt die AKB in einer Solidaritätsaktion insgesamt 20’000 Gutscheine an finanziell Benachteiligte in allen 210 Gemeinden des Kantons zukommen. Damit investiert die AKB zusätzlich zum Sponsoring von «Erlebnismoment Aargau» nochmals 500’000 Franken. Insgesamt fliessen damit über 660’000 Franken direkt in das lokale Gewerbe.

Dass die Gutscheine auch an die richtigen Stellen verteilt werden, dafür hat sich Renate Gautschy, Präsidentin der Gemeindeammänner-Vereinigung, im Vorfeld bereits stark gemacht: «Es gibt Menschen, die keine Möglichkeit haben, sich Momente zu gönnen, die ihrer Seele gut tun und unbeschwerte Momente mit ihrer Familie erleben können. Genau das macht die AKB mit ihrem grossartigen Engagement möglich. Das ist wunderbar.» Welche Gemeinde wie viele Gutscheine erhält, das wird nach Einwohnerzahl entschieden.

Die Gutscheine können über www.erlebismoment.ch oder bei aarau info gekauft werden.

Unter diesem Link finden Sie die Orte an denen diese Gutscheine eingelöst werden können.

Stephan Keller nicht mehr im FCA-Trainerstab

Will Cheftrainer werden: Assistenzcoach Stephan Keller hat den FC Aarau verlassen | Der Landanzeiger

Der 41-jährige Stephan Keller, Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz, kehrt nach der Corona-Pause nicht mehr in den Trainerstab des FC Aarau zurück, dies schreibt der Verein auf seiner Webseite.

In Gesprächen mit den Verantwortlichen des FC Aarau brachte Stephan Keller seine Absichten zum Ausdruck, in Zukunft wieder als Cheftrainer arbeiten zu wollen. Diese Rolle bekleidete der ehemalige FCA-Abwehrspieler bereits vor seinem nun zu Ende gehenden Engagement im Brügglifeld in der Jugendabteilung von NAC Breda (Niederlande) sowie interimistisch für elf Spiele während der Saison 2017/18 auch beim FC Aarau.

«Ich bin dem FC Aarau sehr dankbar für die Erfahrungen, die ich in den drei Jahren sammeln durfte», lässt sich Stephan Keller zitieren. «Für mich ist die Zeit gekommen, um meine eigenen Philosophien und Konzepte umzusetzen. Wo ich diese Herausforderung finden werde, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht deutlich.»

Ob der Posten des Assistenzcoachs neu besetzt wird, oder ob Kellers Pflichten auf Norbert Fischer und Petar Aleksandrov verteilt werden, ist laut dem FC Aarau zurzeit noch offen.

Stephan Keller war in Aarau als Spieler (Rückrunde 2004), Assistenzcoach (2017/18 und seit Januar 2019 wieder) und Interims-Coach (2017/18, nach der Entlassung von Marinko Jurendic) tätig.

Aus 11 Spielen holte das Team unter seiner Leitung 17 Punkte.

Pneu Egger und Adam Touring helfen aus

Nach dem Konkurs der ATU (im Bild die Filiale Suhr) können die Kunden aufatmen. Dank Pneu Egger und Adam Touring kommen sie nun wieder an ihre Reifen und Felgen | Der Landanzeiger

Ehemalige ATU-Kunden können aufatmen. Die beiden Reifen-Grossisten Pneu Egger und Adam Touring wurden vom Konkursamt Oberwinterthur beauftragt, die bei ATU eingelagerten und von den jeweiligen kantonalen Konkursämtern beschlagnahmten Pneus und Felgen einzusammeln und den Kunden zurück zu geben.

Die Schweizer Tochter der deutschen Werkstattkette Auto-Teile- Unger (ATU), die sich in der Schweiz Auto-Technik-Unger nannte, ist seit dem 20. April wegen Überschuldung Konkurs. Das bedeutet das Aus für die sechs Schweizer Filialen, drei davon im Aargau (Suhr, Oftringen und Spreitenbach). Gegen hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verloren ihren Job.

Jetzt können wenigsten die rund 1500 ehemalige ATU-Kunden, die in den Filialen ihre Räder und Felgen eingelagert hatten, aufatmen. Das für den Fall zuständige Konkursamt Oberwinterthur hat die beiden Reifen-Grossisten Pneu Egger und Adam Touring beauftragt, landesweit die bei ATU eingelagerten und von den jeweiligen kantonalen Konkursämtern beschlagnahmten Pneus und Felgen einzusammeln und den Kunden zurück zu geben, das berichtet die «Aargauer Zeitung».

«Wir werden alles daran setzen, dass betroffene Fahrzeugbesitzer nach der längeren Zeit der Ungewissheit so schnell wie möglich wieder im Besitze ihrer Räder sind», sagt Marketing-Leiter Simon Müller der AZ. Alle betroffenen ATU-Kunden würden nun direkt von einem eigens dafür eingerichteten Service-Center kontaktiert.

Die Region entdecken

Stand Up Paddle an der Aare | Der Landanzeiger

Das schöne Wetter und die gelockerten Corona-Massnahmen fordern dazu auf, sich draussen aufzuhalten und motivieren zu Bewegung und Sport. In der Region gibt es viele Erlebnisorte, die oft vergessen werden oder, die man gar nicht kennt – jetzt erst recht!

Familien-Tag im Wildpark Roggenhausen
Im Wildpark Roggenhausen Aarau lassen sich Hasen, Ponys, Ziegen, Schafe, Wildschweine, Hirsche, Steinböcke und viele andere Tiere aus nächster Nähe beobachten. Seit über 100 Jahren ist der Wildpark eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region. Besonders schön präsentiert sich das Tal im Frühling. Aktuell gibt es zahlreiche Jungtieren zu bestaunen. Wer Glück hat, trifft auch auch Murmelis, die zwischen den Steinen hervorlugen. Das Restaurant Roggenhausen ist wieder geöffnet. Wer es lieber naturnaher wünscht: Auf dem Älpli bei den Steinböcken und dem Spycher gibt es zwei Feuerstellen mit Rost sowie Tischen. www.roggenhausen.ch.

Unterwegs in der Aue an der Aare 
Zwischen Aarau und Wildegg erstreckt sich mit 317 Hektaren das grösste Auengebiet im Auenschutzpark Aargau. Einmalig für das Aaretal ist das ausgeprägte System grundwassergespeister Bäche – Giessen genannt. Viele weitere Erlebnis-Wanderungen findet man unter www.aargautourismus.ch

Naturparadies Schafmatt
Ein abwechslungsreicher Rundgang führt über den Jurahöhenweg zur Schafmatt. Von der Barmelweid steigt der Weg stetig hoch auf den Jurarücken und mündet in den offiziellen Jurahöhenweg. Das Naturfreundehaus bietet in wunderbarer Landschaft eingebettet Gelegenheit für eine Rast, Unterkunft- und Ferienmöglichkeiten in der Natur. 

Aktuell: Vorübergehend ist an Sonn- und Feiertagen nur bei schönem Wetter am Selbstbedienungsfenster wieder geöffnet. Die Gaststube bleibt geschlossen. Getränkekarte wie gewohnt, Speisen wurden auf abgepackte Snacks umgestellt. Die Abstandsregeln müssen eingehalten werden und verschiedene Gästegruppen dürfen sich nicht durchmischen. Weitere Informationen: www.schafmatt.ch

Erlebnis Rolling Rock, Wiederöffnung am 8. Juni
Das Aarauer Rolling Rock Skate- & Sportcenter sucht in der Schweiz seinesgleichen. Nebst der Skate-Anlage für Skateboards, Freestyle-Scooters und Freestyle-Skates bietet das Freestylesport-Mekka eine Vielzahl anderer Sportarten wie Breakdance, Klettern, Trampolinspringen, Inline-Hockey oder Stand Up Paddle an. Ein Besuch ist für Gross und Klein ein unvergessliches Erlebnis. www.rolling-rock.ch.

Informationen zu Freizeit- und Erlebnisangeboten in der Region gibt es auf der Homepage www.aarauinfo.ch.