«Der Einsatz lohnt sich für unsere Jugend und unsere Vereine»

«Der Einsatz lohnt sich für unsere Jugend und unsere Vereine» | Der Landanzeiger

Trotz des aktuellen Lockdowns ist es möglich, dass Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren weiterhin auch in grösseren Gruppen und ohne Zeitbeschränkung trainieren dürfen. Jörg Sennrich, Präsident der IG Sport Aargau, nimmt Stellung zur Bedeutung dieser Sonderregelung.

Seit einigen Tagen ist die Schweiz wieder in einem Lockdown. Das gilt natürlich auch für den Sport. Die Behörden machen allerdings eine Ausnahme für Kinder und Jugendliche, die noch nicht 16 Jahre alt sind. Diese Sonderregel wird von der IG Sport Aargau und ihren Mitgliedern sehr begrüsst.

«Wichtig ist, dass die Betreiber von Sportanlagen den Massnahmen des Bundes vertrauen und ihre Infrastruktur für unsere Kids öffnen. Natürlich müssen sich die Vereine und Verbände, welche die Anlagen nutzen, konsequent an die Schutzkonzepte halten. Es braucht entsprechend viel Disziplin, damit sich Kinder und Jugendliche weiterhin bewegen können, ohne einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt zu werden – das hat oberste Priorität», sagt Jörg Sennrich, Präsident der IG Sport Aargau.

Wichtig für die Gesundheit und das soziale Leben
Insbesondere der letzte Punkt hat für Sportvereine und -verbände eine grosse Bedeutung. «Die Kinder und Jugendlichen unter 16 dürfen weiterhin Sport treiben. Das sind sowohl aus gesundheitlicher wie auch aus gesellschaftlicher Sicht sehr gute Nachrichten», so Sennrich. Die Verbundenheit zum Verein bleibe so bestehen und verringere die Austrittsquote. «Unsere Vereine sind enorm bemüht in dieser komplexen Situation. In den sozialen Medien werden Serien zum Verein geschaltet, über längst bestens bekannte Online-Calls werden Trainings angeboten und sogar Challenges über die Vereinsgrenzen hinaus lanciert. Das Training mit der Mannschaft oder der Trainingsgruppe kann dies über lange Sicht aber nicht vollständig ersetzen», ergänzt Sennrich.

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Die Kids sollen trainieren können.

Anlagenbetreiber und Vereine sind gefordert
Beat Wiedmer, Präsident des Aargauer Schwimmverbandes, wertet die Ausnahmeregelung für unter 16-jährige ebenfalls positiv. Dennoch erkennt er auch eine grosse Herausforderung. «In einigen Gemeinden sind die Turn- und Schwimmhallen für ausserschulischen Sport geöffnet, in anderen dagegen nicht. Dass einige Kids zuhause bleiben müssen, während andere trainieren können, ist schwierig vermittelbar».

Jörg Sennrich, der neben seinem Amt bei der IG Sport Aargau auch dem Aargauer Turnverband vorsteht, wünscht sich deshalb, dass Anlagebetreiber und Vereine eng zusammenarbeiten. «Diese aussergewöhnliche Situation fordert das gemeinsame Miteinander. Es braucht jetzt die Offenheit des Zukünftigen und unsere Zukunft sind nun mal die Jungen. Daher lohnt sich der Einsatz für unsere Jugendlichen und unsere Vereine.»


Was aktuell in der Schweiz gilt
Die aktuell geltenden Schutzmassnahmen des Bundes und der Kantone im Blick zu behalten, ist nicht ganz einfach. Darum hier ein Überblick: – Sämtliche Sportanlagen und Sportbetriebe sind für Personen geschlossen, die älter sind als 16 Jahre. – Erwachsene dürfen draussen und unter Einhaltung der bekannten Hygienemassnahmen in Gruppen bis zu fünf Personen Sport treiben. – Profispiele ohne Publikum dürfen stattfinden. – Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen weiterhin in grösseren Gruppen Sport treiben. Sportbetriebe dürfen für diese Altersklasse ohne Zeitbeschränkung öffnen. Wettkämpfe sind allerdings verboten.


«Kanton Aargau ist und bleibt sicher»

«Kanton Aargau ist und bleibt sicher» | Der Landanzeiger

In einer digitalen Medienkonferenz blickten der neue Polizeidirektor Dieter Egli (SP) und die oberste Führung der Kantonspolizei Aargau auf das vergangene Jahr zurück. Die Corona-Lage prägte auch den polizeilichen Alltag.

Das erste Mal seit seinem Amtsantritt begrüsst Dieter Egli (SP), der Vorsteher des Departementes Volkswirtschaft und Inneres als Polizeidirektor zur Medienkonferenz. Er bedankte sich bei der Kantonspolizei Aargau für ihren Einsatz – auch während der Pandemie, die auch die Polizei vor Herausforderungen stellte.

Trotz des turbulenten Corona-Jahres sei zudem insbesondere auf Ebene der Gesetzgebung und der Zukunftsentwicklung der Kantonspolizei Aargau einiges gegangen. Nebst den positiven Entwicklungen hält er fest: «Der Handlungsbedarf ist für mich nach wie vor klar: Wenn die Aargauer Kantonspolizei das immer komplexer werdende Alltagsgeschäft bewältigen und dabei auch in ausserordentlichen Situationen einsatzfähig sein soll, dann muss sie personell verstärkt werden. Der Aufbau der letzten Jahre reicht nicht aus.»

Polizei in der Pandemie
Das letzte Jahr stand auch die Kantonspolizei Aargau sowohl in betrieblicher wie auch operativer Hinsicht unter dem Einfluss der Corona-Pandemie, fasste Oberst Dr. Michael Leupold zusammen. «Oberstes Ziel war immer, die Einsatz- und Handlungsfähigkeit zu gewährleisten.» Dies ist gelungen. Veränderte Deliktsformen, ständige Anpassungen der gesetzlichen Grundlagen und die mit der Pandemie verbundenen Zusatzaufgaben für die Polizei erforderten Flexibilität. Trotz dieser Umstände kann das Jahr 2020 aus polizeilicher Sicht als erfolgreich bezeichnet werden.

Rückgang bei Einbrüchen
Der positive Trend der Vorjahre in Bezug auf den Rückgang der Einbrüche setzte sich fort. Nebst der operativen Prävention dürften auch die Homeoffice-Empfehlungen und die Grenzschliessungen aufgrund der Pandemie dazu beigetragen haben. Im Gegensatz dazu nahmen Diebstähle aus Keller- und Garagenräumen spürbar zu, führte Hauptmann Heinz Meier, Abteilungschef der Stationierten Polizei, aus.

Verkehrstote auf Tiefstand
«Zum ersten Mal ist die Zahl der Verkehrstoten einstellig», gab Major Rudolph Scherer bekannt. Nebst einer eindrücklichen Abnahme des motorisierten Verkehrs während dem Lockdown vermutet er insbesondere bei der markanten Zunahme der Raser- und Poserdelikte einen Einfluss der Pandemie. Entsprechend sei zusätzlich zur Gruppe «Besondere Ermittlungen», welche sich mit Rasern beschäftigt, eine Task Force «Poser und Tuner» eingeführt worden.

Massiv mehr Betrugsfälle
Die Kantonspolizei verzeichnet eine hohe Anzahl Strafanzeigen wegen Verdachts auf Betrug bei Covid-19-Krediten. Wie Kripo-Chef, Hauptmann Markus Gisin, erläutert, dürfte sich der Deliktsbetrag auf über 10 Millionen Franken belaufen. Auch die Deliktsumme im Bereich des Anlagebetruges habe sich im Vergleich zu 2019 beinahe verdoppelt. Einen grossen Erfolg durfte die Kantonspolizei in der internationalen Kooperation «Aktion NOVA» verzeichnen: Nach intensiven Ermittlungen konnten über 50 Server eines weltweit agierenden Netzwerks von Cyberkriminellen ausser Betrieb gesetzt werden.

Seit dem 5. Januar wird geimpft

Corona-Impfung im Aargau | Der Landanzeiger

In den Impfzentren der Kantonsspitäler Aarau und Baden werden seit dem 5. Januar besonders gefährdete Personen und über 75-Jährige gegen das Coronavirus geimpft. Zudem sind mobile Impfteams in Alters- und Pflegeheimen unterwegs.

Der Start der Impfkampagne erfolgte am 5. Januar in den Impfzentren des Kantonsspitals Aarau (KSA) und des Kantonsspitals Baden (KSB) sowie durch mobile Einheiten. Diese versorgen Heime und besonders gefährdete Personen zu Hause, die nicht transportfähig sind.

Dem Kanton Aargau stehen in einer ersten Phase gut 17’000 Impfdosen zur Verfügung. Diese stammen aus einer ersten Lieferung mit rund 8000 Impfdosen und einer zweiten Lieferung von gut 9000 Impfdosen, die in den nächsten Tagen eintreffen sollte. Weitere Dosen stehen dem Kanton gemäss Planung ab Kalenderwoche 3 zur Verfügung.

Kanton ist bereit
Die Impfstrategie des Kantons folgt den Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Demnach haben Personen ab 75 Jahren sowie solche mit chronischen Vorerkrankungen Priorität.

Bei mobilen Einsätzen des Impfteams wird zudem das Personal in stationären Pflegeeinrichtungen geimpft, das mit besonders gefährdeten Personen in Kontakt steht. “Der Impfstoff ist limitiert, sobald mehr davon zur Verfügung steht, impfen wir das gesamte Gesundheitspersonal und weitere Personengruppen”, betonte die Leiterin der Abteilung Gesundheit, Barbara Hürlimann.

Impftermine beschränkt
Etwa ein Drittel des zur Verfügung stehenden Impfstoffs steht derzeit den Alters- und Pflegeheimen zur Verfügung. Die Impfzentren des Kantonsspitals Aarau (KSA) und des Kantonsspitals Baden (KSB) bauen ihre Kapazität laufend aus. Geplant ist später zudem die Möglichkeit zur Impfung bei anderen Spitälern in den Regionen, bei Häusärzten oder Apotheken.

In der ersten Phase stehen 2’500 Termine pro Woche in den Impfzentren zur Verfügung. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass jede Person zwei Impfungen benötigt, bevor der volle Schutz eintritt. Das bedeutet auch, dass Impfzentren und mobile Impfteams Kapazitäten für die zweite Impfung frühzeitig blockieren müssen. “Steht genug Impfstoff zur Verfügung, werden Ende Januar etwa 15’000 Aargauerinnen und Aargauer ihre erste Impfdosis erhalten haben”, sagte der Leiter der Impfkampagne, Andreas Obrecht.

Anmeldung beim KSA und KSB
Die Anmeldung für einen Impftermin ist derzeit nur für besonders gefährdete Personen über 75 Jahre sowie Personen mit chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko auf den Webseiten des Kantonsspitals Aarau und des Kantonsspitals Baden möglich. Die Termine bis 11. Januar 2021 sind bereits ausgebucht.

Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeit unter folgenden Webadressen:

www.ksa.ch
www.ksb.ch
www.ag.ch/coronavirus-impfung

Stephan Attiger ist Landammann 2021

Stephan Attiger ist Landammann 2021 | Der Landanzeiger

Ab 1. Januar 2021 ist Regierungsrat Stephan Attiger Aargauer Landammann. Der Gesamtregierungsrat hat Landammann Stephan Attiger und seinen Stellvertreter, Landstatthalter Alex Hürzeler, am 16. Dezember, gewählt. Das Regierungsbild 2021 wurde im Auenschutzgebiet zwischen Aarau und Wildegg aufgenommen.

Stephan Attiger, Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), ist seit 2012 Vertreter des Aargauer Regierungsrats. 2021 wird er nach 2017 zum zweiten Mal als Landammann des Kantons Aargau wirken. Nach dem Wahlakt übergab Markus Dieth, Regierungsvorsitzender 2020, die Landammann-Uhr (siehe Kasten) an seinen Nachfolger.

Weiter hat der Regierungsrat Alex Hürzeler zum Landstatthalter gewählt. Der Vorsteher des Departements Bildung, Sport und Kultur wurde 2009 in den Regierungsrat gewählt und ist nach 2012 und 2017 zum dritten Mal Landstatthalter. Landammann- und Landstatthalteramt wechseln in einem jährlichen Turnus.

Regierungsratsfoto 2021
Traditionellerweise bestimmt der Landammann Ort und Kontext des offiziellen Regierungsratsbilds. Für das Amtsjahr 2021 hat Landammann Stephan Attiger die Auenlandschaft zwischen Aarau und Wildegg ausgewählt. Der Aufnahmeort ist Bestandteil des einzigartigen Auenschutzparks Aargau, der aus mehreren Teilgebieten entlang den Flüssen des Kantons besteht. Er ist aufgrund einer Volksinitiative entstanden und umfasst über ein Prozent der Kantonsfläche. Auen dienen einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt als Lebensraum, dem der Aargau Sorge trägt.

Die Wahl des Aufnahmeorts, der ganz in der Nähe des Aare-Kraftwerks Rupperswil-Auenstein liegt, passt auch zu den energie- und klimapolitischen Zielen des Regierungsrats. Der Kanton Aargau unterstützt das Abkommen von Paris und leistet im Rahmen seiner Kompetenzen einen Beitrag, um die klimapolitischen Ziele des Bundes zu erreichen: Ab dem Jahr 2050 soll die Schweiz nicht mehr Treibhausgase ausstossen, als natürliche und technische Speicher aufnehmen können (Ziel «Netto-Null bis 2050»). Dazu hat der Regierungsrat im Rahmen des Aufgaben- und Finanzplans 2021–2024 den Entwicklungsschwerpunkt Klimaschutz und Klimaanpassung geschaffen, der auch vom Grossen Rat beschlossen wurde. Unter der Federführung des Departements BVU von Stephan Attiger will der Kanton mit gezielten, griffigen und nachhaltig wirkenden Massnahmen im Umweltbereich einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel leisten. Er setzt zum Beispiel umfangreiche Naturschutzprogramme und Hochwasserschutzprojekte um, und der Kanton baut und unterhält einen einzigartigen Auenschutzpark – unter anderem eben im Auenschutzgebiet zwischen Aarau und Wildegg.


Landammann-Uhr
Die Landammann-Uhr ist ein Geschenk der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) an ihren ersten Generaldirektor Placid Weissenbach «zur Erinnerung an die gemeinsame Arbeit 1901–1911».

Weissenbach wirkte unter anderem als Grossrat (1868–1874 und 1913–1914) sowie als Nationalrat (1872–1874) für den Kanton Aargau. In seinem Testament 1914 vermachte der gebürtige Bremgarter die Uhr dem Kanton Aargau, welcher sie in die historische Sammlung des kantonalen Gewerbemuseums aufnahm.

1919 kommen Regierungsrat Max Schmidt und die Nachkommen Weissenbachs überein, dass die gestiftete Uhr jeweils vom amtierenden Landammann getragen werden soll.


Rechtsänderungen per 1. Januar

Rechtsänderungen per 1. Januar | Der Landanzeiger

Am 1. Januar 2021 treten verschiedene neue gesetzliche Bestimmungen in Kraft. Die wichtigsten Neuerungen für das Jahr 2021 betreffen unter anderem die Vollziehungsverordnung zum Ausländer- und Integrationsrecht, das Spitalgesetz, die neue Verordnung über die gemeinwirtschaftlichen Leistungen sowie die Gastgewerbeverordnung.

Aufgrund einer Motion im Grossen Rat wurde die Meldepflicht für ausländische Sozialhilfebeziehende neu geregelt. Es wurden Schwellenwerte definiert, ab welchen eine Prüfung ausländerrechtlicher Massnahme durch das Amt für Migration und Integration Kanton Aargau (MIKA) erfolgt. Die Einzelheiten der Meldepflicht sind in einer Weisung festgelegt. Mit der Verordnungsänderung wurde das Digitalisierungsvorhaben «Meldewesen ausländische Sozialhilfebeziehende» umgesetzt. Die Übermittlung der Meldungen an das MIKA erfolgt neu elektronisch.

Änderung Spitalgesetz
Mit der Änderung des Spitalgesetzes (SpiG) werden vier dringliche, kostendämpfende und aufgrund der vorgängig durchgeführten Anhörung zur Totalrevision des SpiG politisch unbestrittene Massnahmen umgesetzt. Die wichtigsten Änderungen betreffen die neue gesetzliche Grundlage zur Förderung der intermediären Angebote in der Psychiatrie und die Möglichkeit zur Durchführung von bewilligten Pilotprojekten, bei welchen nach vorgängiger Bewilligung von den geltenden kantonalen Bestimmungen abgewichen werden darf. Daneben werden mit der Änderung des SpiG klare Regeln für die Abgeltung der Gemeinwirtschaftlichen Leistungen (GWL) aufgestellt, die Spitalsteuer gestrichen und in die ordentliche Kantonssteuer überführt.

Neue Verordnung zu den gemeinwirtschaftlichen Leistungen
In der Verordnung über die gemeinwirtschaftlichen Leistungen (GWLV) werden in einem Katalog jene Leistungen aufgelistet, welche vom Kanton abgegolten werden können. Die GWLV enthält auch bereits die Pauschalen respektive die Bemessungskriterien für die Höhe der jeweiligen Abgeltungen. Dies jedoch unter dem Vorbehalt, dass der Grosse Rat dem dafür notwendigen Budget jeweils zustimmt. Schliesslich ist ausdrücklich die Möglichkeit vorgesehen, dass einzelne GWL ausgeschrieben werden können, wenn damit das Ziel einer wirtschaftlichen Leistungserbringung erreicht werden kann.

Neue Regeln zum Wirten ohne Fähigkeitsausweis
Neu sind messbare Kriterien als Ausnahmen für das Wirten ohne Fähigkeitsausweis ausschlaggebend. Für das vorübergehende Wirten ohne Fähigkeitsausweis gelten neue Regelungen. Auch wurde das Anerkennungsverfahren für gleichwertige Ausbildungen zum Aargauer Fähigkeitsausweis vereinfacht und es wird eine Alternative zur Selbstdeklaration des Spirituosenumsatzes eingeführt.

Geldspielgesetz/Geldspielverordnung
Am 1. Januar 2019 trat das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS) in Kraft. Aufgrund dessen wurde im Kanton Aargau ein neues Geldspielgesetz verabschiedet, welches das geltende Lotteriegesetz aus dem Jahr 1838 sowie das geltende Spielbetriebsgesetz aus dem Jahr 2000 ersetzt. Die meisten bisherigen Regelungen im Bereich der Bewilligung von Geldspielen wurden übernommen. Mit dem kantonalen Geldspielgesetz sind neu kleine Pokerturniere zugelassen. Deren Bewilligung wird in der neuen Geldspielverordnung geregelt. Mit einem Bewilligungsgesuch müssen Massnahmen zur Spielsuchtprävention eingereicht werden und Personen unter 18 Jahren ist die Teilnahme nicht gestattet. Die Bewilligung wird durch das Departement Volkswirtschaft und Inneres erteilt. Grossspiele und damit auch die Bewilligungen von Geldspielautomaten sind neu von der interkantonalen Behörde zu bewilligen. Das neue aargauische Geldspielgesetz sowie die Geldspielverordnung treten per 1. Januar in Kraft. Ausserdem tritt der Aargau dem Gesamtschweizerischen Geldspielkonkordat und der Interkantonalen Vereinbarung betreffend die gemeinsame Durchführung von Geldspielen bei.

Neuerungen im Bereich der Quellenbesteuerung
Bereits am 19. November 2019 revidierte der Grosse Rat im Rahmen der Änderungen des Steuergesetzes auch Bestimmungen zur Quellensteuer und passte diese dem neuen Bundesrecht an. Diese bundes- und kantonsrechtlichen Änderungen erforderten auch eine Anpassung der kantonalen Quellensteuerverordnung. Mit der vorliegenden Revision wird insbesondere eine Gleichbehandlung von quellenbesteuerten Personen ermöglicht, indem diese neu auch eine nachträgliche ordentliche Veranlagung verlangen können.

Alle Rechtsänderungen und neuen Erlasse im Überblick
www.ag.ch

Mehr Züge zwischen Olten und Aarau

Mehr Züge zwischen Olten und Aarau | Der Landanzeiger

Mit der Fertigstellung des Eppenbergtunnels gehört das Nadelöhr auf der Ost-West-Achse der Eisenbahn der Vergangenheit an. Der Raum Aarau-Olten profitiert mit dem Fahrplanwechsel 2021 von zusätzlichen Zügen. Auch bei der WSB und im regionalen Busnetz gibt es Neuerungen.

Die SBB nehmen auf den Fahrplanwechsel 2021 gleich drei bedeutende Tunnel in Betrieb: den Eppenbergtunnel, den Bözbergtunnel und den Ceneribasistunnel. Der Bözbergund der Ceneritunnel dienen in erster Linie dem Güterverkehr und sind die letzten Teile des NEAT-Bauwerks. Der Eppenbergtunnel ist Bestandteil des Vierspurausbaus Aarau–Olten. Vom Wegfall dieses Nadelöhrs auf der Ost-West-Achse profitieren täglich tausende Reisende.

Neu im Halbstundentakt zwischen Zofingen und Aarau
Für die Bevölkerung des Kantons Aargau und der angrenzenden Kantone Solothurn und Bern bringt der Ausbau zusätzliche und schnellere Verbindungen im Raum Langenthal/Zofingen–Olten–Aarau. Mit einer Fahrzeit von weniger als 20 Minuten wird die S29 neu im Halbstundentakt zwischen Zofingen und Aarau verkehren. Die S23 verkehrt neu täglich im Halbstundentakt zwischen Langenthal und Olten; einmal pro Stunde ab Olten direkt weiter Richtung Aarau–Lenzburg–Baden und einmal mit Anschluss an die schnelle S29 nach Aarau–Brugg–Turgi.

Für den Kanton Aargau sticht im Fernverkehr vor allem die Wiedereinführung der direkten Züge Richtung St. Gallen hervor. Vorerst acht InterCity 5 verkehren über Zürich hinaus nach Zürich Flughafen–Winterthur–St. Gallen.

Schneller in den Süden geht es für Bahnreisende am Wochenende mit zwei RegioExpress-Zügen am Morgen von Olten via Aarau–Lenzburg–Wohlen–Muri nach Arth-Goldau. Am Abend verkehren je zwei Züge in die Gegenrichtung. Mit guten Anschlüssen in Arth-Goldau verkürzen sich die Reisezeiten mit dem «Südbahn-Express» ins Tessin um bis zu einer halben Stunde. Ein weiteres Highlight ist die zusätzliche SBahn ab Muri. Sie bietet den Kunden aus dem oberen Freiamt eine umsteigefreie Verbindung nach Zug mit Ankunft um 7.14 Uhr.

Alle Neuerungen zum Fahrplanwechsel sowie weitere Informationen rund um den öffentlichen Verkehr finden Sie im Internet beim Tarifverbund unter www.a-welle.ch


Regionale Änderungen

Fernverkehr
IC5: Folgende IC5 verkehren ab Aarau nach St. Gallen (Aarau ab): 07.31, 09.31, 11.31, 13.31, 14.31, 15.31, 17.31 und 19.31 Uhr. Folgende IC verkehren direkt ab St. Gallen nach Aarau (Aarau an): 08.28, 09.28, 10.28, 12.28, 14.28, 15.28, 16.28, 18.28 und 20.28 Uhr.

Regionalverkehr Bahn
S29 Sursee–Zofingen–Olten–Aarau–Brugg–Turgi: Stündlich (ca. 5.30 – 22.30) zwei Züge Zofingen–Turgi. Zwischen Olten und Aarau ohne Zwischenhalt. Dies ermöglicht Reisezeiten zwischen Zofingen und Aarau von unter 20 Minuten.

Aarau–Schöftland und Aarau–Menziken
Der Zug um 5.34 Uhr ab Aarau nach Schöftland fährt nun am Wochenende analog dem Fahrplan von Montag bis Freitag. Dasselbe gilt auch für den Zug um 5.32 Uhr ab Aarau nach Menziken.

Olten–Lenzburg–Zürich
S11: Die Zusatzzüge der S11, Ergänzungen zum 30-Min.-Takt in den Hauptverkehrszeiten, verkehren neu täglich und halten auch in Othmarsingen.

Regionalverkehr Bus
BBA Linie 2, Teilast Aarau, Bahnhof–Rohr: 15-Minuten-Takt an Sonntagen von 8.15 bis 23.00 Uhr.

Sursee–Triengen-Schöftland: Ein neues Konzept, das vor allem den Abschnitt Sursee–Triengen tangiert, wird der steigenden Nachfrage gerecht.


Turnzentrum Aargau – so sieht die topmoderne Trainingshalle in Lenzburg aus

Turnzentrum Aargau – so sieht die topmoderne Trainingshalle in Lenzburg aus | Der Landanzeiger

Weil das alte Aargauer Turnzentrum in Niederlenz abgerissen wird, will der Aargauer Turnverband für rund 14 Mio. Franken ein neues Turnsport-Kompetenzzentrum mit nationaler Bedeutung bauen. Nachdem das Baugesuch für das Projekt in Lenzburg Anfangs November eingereicht wurde, sind nun detaillierte Visualisierungen verfügbar – erstmals auch eine Innenansicht der Trainingshalle.

«Ein Turnzentrum ist für die Athleten wie ein zweites Zuhause. Deshalb freut es uns, dass wir mit dem neuen Turnzentrum Aargau ideale Bedingungen für die Turnerinnen und Turner von morgen schaffen können», so Projektleiter David Huser. Im neuen Turnzentrum profitieren die Athleten von einer modernen Trainingsumgebung mit neuen Kraft-, Physio- und Erholungsräumen und einem eigenen Schulzimmer für den Förderunterricht. Abends steht die Halle den Breitensportvereinen zur Verfügung und es finden regelmässig öffentliche Sportangebote statt.

Die Bauprofile stehen und das Baugesuch liegt noch bis am 21. Dezember 2020 auf. Parallel zum Bewilligungsverfahren können sich interessierte Unternehmen ab 1. Dezember 2020 auf www.turnzentrum-aargau.ch/bau für das nicht öffentliche Submissionsverfahren bewerben. «Wir freuen uns, gemeinsam mit turn- und sportbegeisterten Unternehmen die Zukunft des Schweizer Turnsports aktiv zu gestalten», so Projektleiter Huser.

Weitere Informationen sowie eine Übersicht aller Unterstützungsmöglichkeiten sind auf www.turnzentrumaargau.ch zu finden.

Der stärkste Serien-Golf aller Zeiten

Der stärkste Serien-Golf aller Zeiten | Der Landanzeiger

Der Golf R ist traditionell das stärkste Modell der erfolgreichsten Volkswagen Baureihe aller Zeiten. Stets allradgetrieben, stets hochdynamisch, stets besonders exklusiv in Design und Ausstattung, stets ein Technologie- Leuchtturm seiner Klasse – der Golf Klasse.

Volkswagen unterstreicht mit dem neuen Sportwagen, wie gross das Potenzial des nun schon in der achten Generation gebauten Golf ist. Die weit mehr als 35 Millionen Mal produzierte Ikone der Kompaktklasse deckt fortan ein Leistungsspektrum von 66 kW (90 PS) bis zu den 320 PS des neuen Golf R ab. Es gibt den Golf als Benziner (TSI), als Diesel (TDI) mit modernstem Twindosing, mit Erdgasmotor (TGI), als 48-VMild-Hybrid (eTSI) und mit Plug-in-Hybridantrieben (eHybrid). Es ist dieses grosse Spektrum der Variationen und sein ebenso klares wie modernes Design, was den Golf als eines von wenigen Volumenmodellen der Welt klassenlos macht.

Über allem steht nun der neue Golf R – das bislang stärkste Modell der Baureihe. Er toppt mit seiner Antriebstechnik alles, was bis dato unter dem Label Golf auf den Markt gekommen ist. Die fünfte Auflage des Sportwagens beschleunigt in nur 4,7 Sekunden auf 100 km/h. Bei 250 km/h wird der Vorwärtsdrang elektronisch abgeregelt.

Die Kombination macht es aus
Doch es sind weniger die Fahrleistungen, die den Charakter des neuen Golf R ausmachen. Vielmehr ist es die Kombination aus druckvollen 420 Newtonmetern Drehmoment, einem hochmodernen Fahrwerk und dem progressivsten Allradantrieb dieser Klasse, die einen neuen Status quo der Dynamik definieren.

Agilität signifikant gesteigert
Der neue Allradantrieb und das Hightech-Fahrwerk fusionieren zu einem Innovationsfeuerwerk, das ein Höchstmass an Agilität und Fahrspass bietet. Das 4MOTION-System mit R-Performance Torque Vectoring ist die neue Schaltzentrale für die Verteilung der Motorkraft auf die vier Antriebsräder. Die Kraft des Turbobenziners wird im Golf R über ein neues Hinterachsgetriebe nicht nur zwischen der Vorder- und Hinterachse, sondern ebenso variabel zwischen den zwei Hinterrädern verteilt. Insbesondere in Kurven kann so die Agilität signifikant gesteigert werden.

Als Weltneuheit wird der Allradantrieb zudem über einen Fahrdynamikmanager mit weiteren Fahrwerkssystemen wie den elektronischen Differenzialsperren (XDS) und der adaptiven Fahrwerksregelung DCC vernetzt. Durch diese Vernetzung bietet der neue Golf R optimale Traktionseigenschaften sowie höchst präzise und neutrale Fahreigenschaften.

Es sind Geschichten, die das Fliegen schrieb

Heiner Lüscher | Der Landanzeiger

Was wenn das Flugzeug plötzlich zum fliegenden Kreisssaal wird? Wie ergeht es der Crew, wenn unerwartet ein VIP mitfliegt? Was unternimmt ein Captain, wenn sein Flugzeug überfallen wird? Und weshalb nimmt er 180’000 USD im Cockpit mit nach Los Angeles? Es sind «Geschichten, die das Fliegen schrieb». Und genau diese wahren Storys werden im gleichnamigen Buch erzählt. 350 Seiten, 140 Kurzgeschichten, 50 Autoren, viele Bilder – Erinnerungen aus fünf Jahrzehnten Swissair und Swiss. In «Geschichten, die das Fliegen schrieb» geht es um Erlebnisse bei Flügen und Erlebnisse bei Aufenthalten in fremden Ländern. Das Buch bietet nicht nur einen spannenden Blick hinter die Kulissen aus verschiedenen Flug-Bereichen, sondern mildert, gerade in Zeiten wie diesen, auch das Fernweh.

Auch beim Buch als Team operiert
Mit der Idee ein Buch zu veröffentlichen kam Christine Hüssy auf Heiner «Henry» Lüscher zu. Sie beide sind pensioniert. Christine Hüssy war Maître de Cabin, Heiner Lüscher Pilot. «Auch ich selbst hatte schon den Gedanken, meine Erlebnisse in ein Buch zu verpacken. Ich war deswegen schnell mit an Bord und somit im Herausgeber-Team», erzählt Heiner Lüscher. Es zählten aber nicht nur die eigenen Geschichten, weitere Autoren, sowohl von Seiten der Kabinencrew als auch aus dem Cockpit mussten gefunden werden – und der Zeitplan war optimistisch bemessen. «Am 10. November 2019 sollte die Vernissage stattfinden, im Frühling 2019 holte mich Christine ins Team. Ja, ich hatte zu tun», sagt Heiner Lüscher lächelnd. Und es hat sich gelohnt. «Das Zusammentragen der Geschichten war eine schöne Erfahrung. Niemand hat sich daran gestört, wenn wir etwas abgeändert oder weggestrichen haben. Das hat sicherlich damit zu tun, dass wir darauf trainiert sind, als Team zu operieren.»

Das Fliegen: ein Bubentraum
Das Fliegen war für den heutigen Aarauer Heiner Lüscher ein Bubentraum. Mit 17 Jahren gründete er die Fluggruppe Zofingen, ein Modellflugverein, dessen Präsident er heute noch ist. Das Fliegen hat ihn auch nach seiner Pension weiter begleitet. Denn bis heute ist er zudem Freelancer bei Lufthansa Aviation Training und bildet die jungen Piloten in Sachen Luftrecht aus. Und er schreibt als Mitglied der Redaktion in der «Aeropers-Rundschau». «Pilot sein, dass wäre auch heute noch mein Traumberuf», sagt er. Umso schöner, kann er nun auch mit einem Buch an seine Pilotenzeit zurückdenken.

Lese-Tour bald fortsetzen
Nach der Vernissage im vergangenen Jahr waren verschiedene Lesungen geplant, auch in der Landanzeiger-Region. Diese sind ganz speziell, wird doch bei der Lesung ein Flug simuliert. Doch die Lese-Tour musste wegen Corona unterbrochen werden. Heiner Lüscher und Christine Hüssy hoffen, sie können diese bald fortsetzten.

«Geschichten, die das Fliegen schrieb», erscheint im Verlag tredition und ist im Buchhandel erhältlich oder direkt bei: he.luescher@hispeed.ch.

Freiwillige Abgabe von Waffen und Sprengmitteln

Freiwillige Abgabe von Waffen und Sprengmitteln | Der Landanzeiger

Wer Waffen oder Sprengmittel loswerden möchte, wendet sich an die Polizei. Bislang konnten Waffen auf dem Polizeiposten abgeben werden. Ab sofort holt die Polizei sämtliches Material am Wohnort ab.

In vielen Haushalten lagern Waffen wie Karabiner oder Pistolen, denen sich die Besitzer oder Angehörige entledigen möchten. Auch kommen bei Hausräumungen immer wieder Schwarzpulver, Munition aller Art oder sonst potentiell brisante Stoffe zum Vorschein.

Bislang galt der Grundsatz, dass zumindest Waffen bei jedem Polizeiposten abgegeben werden können. Aus Sicherheitsgründen hat die Kantonspolizei Aargau diese Praxis nun angepasst. Ab sofort gilt, dass die Polizei nicht nur Sprengmittel, sondern auch sämtliche Waffen vor Ort abholt. Betroffene können sich vorgängig über den Notruf 117 oder beim nächsten Polizeistützpunkt melden und einen Termin vereinbaren.

Die Kantonspolizei mahnt, beim Fund alter Waffen und insbesondere bei Munition, verdächtiger Gegenstände oder unklarer Substanzen keine Manipulationen vorzunehmen. Das Material soll bis zum Eintreffen der Polizei möglichst unangetastet bleiben. 

Dachsbau mit Gülle geflutet – Fische vergiftet

Dachsbau mit Gülle geflutet – Fische vergiftet | Der Landanzeiger

Ein Landwirt aus dem Uerkental hat mit Gülle einen Dachsbau geflutet. Ein Teil der Gülle floss talwärts in das «Sullbachbächli» und verursachte ein Fischsterben. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 12’000 Franken. Die Ermittlungen laufen immer noch.

Der Dachs hat einen ausgeprägten Hang zum Graben. Deshalb kommt er auch immer wieder mit der Landwirtschaft in Konflikt. Auf der Suche nach Fressbarem, wie Regenwürmer, Schnecken, Käfer, Engerlinge, Wühlmäuse, Amphibien, Reptilien oder im Sommer und Herbst Früchte, Beeren, Wurzeln oder Getreide, kann er mit seiner rüsselartigen Schnauze ein Feld richtiggehend umpflügen und beträchtlichen Schaden anrichten.

Das war wohl auch einer der Gründe, weshalb ein Landwirt* aus dem Uerkental dem Dachs in der Nähe seines Landes den Garaus machen wollte. Um den 15. April dieses Jahres füllte er sein Druckfass mit Gülle und fuhr damit in den Wald. Dort flutete er einen Dachsbau mit Gülle.

Dachs ist nicht geschützt, aber…
«Der Dachs darf zwischen dem 16. Juni und dem 15. Januar bejagt werden, aber nicht so», sagt Erwin Osterwalder, von der Sektion Jagd und Fischerei des Kantons Aargau. Er verweist dabei auf das Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel. Dort steht unter Artikel 17, Abschnitt1, Punkt h: «Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe wird bestraft, wer vorsätzlich und ohne Berechtigung: Dachse, Füchse oder Murmeltiere ausräuchert, begast oder ausschwemmt sowie deren bewohnte Bauten anbohrt, ausgräbt oder verstopft.»

Ob der Dachs, oder allenfalls auch andere im Bau lebende Tiere noch rechtzeitig flüchten konnten, oder im Bau langsam und qualvoll ertranken, ist unklar. Polizeilich belegt ist hingegen, dass Teile, der in den Dachsbau gegossenen Gülle, zu einem Fischsterben im «Sullbachbächli» geführt haben. «Der Landwirt wollte den Dachs mit Gülle vertreiben», bestätigt die Kantonspolizei Aargau Recherchen des «Landanzeigers». «Teile der Gülle flossen aber in den Bach und töteten eine grössere Menge Fische.» Der Schaden, der am 15. April dieses Jahres festgestellt und der Polizei gemeldet wurde, beläuft sich laut Fachleuten auf rund 12’000 Franken.

Der Landwirt, der auch schon an einem andern Ort mit einem Bagger Dachsbauten zerstörte, muss sich wohl wegen mehreren Delikten vor dem Bezirksgericht verantworten. Zur Debatte stehen unter anderem Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz, Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Jagd, Gewässerverschmutzung sowie Sachbeschädigung. Die Untersuchung der Polizei ist noch nicht abgeschlossen. Für den Landwirt gilt die Unschuldsvermutung.

*Name der Redaktion bekannt


Dachse im Aargau
Der Dachs ist flächig vertreten, wird aber wegen seiner nächtlichen Lebensweise nur selten gesehen. Er lebt in Familiensippen in grossen Bauanlagen, die er sich selber gräbt und über viele Jahre bewohnt. Obwohl Dachse schwierig zu bejagen sind, ist eine örtlich kontrollierte Bejagung um landwirtschaftliche Nutzflächen notwendig, da Dachse ähnlich wie Wildschweine beträchtlichen Schaden anrichten können. 2019 kamen im Aargau laut Statistik 1130 Dachse ums Leben, davon wurden 632 geschossen, 430 wurden durch Autos getötet und 68 starben auf andere Art.


Aargauer Motorfahrzeugbestand wächst 2020 um 1,8 Prozent

Aargauer Motorfahrzeugbestand wächst 2020 um 1,8 Prozent | Der Landanzeiger

Per 30. September 2020 wurde im Kanton Aargau ein neuer Höchststand von 573’210 registrierten Fahrzeugen erreicht. Der Fahrzeugbestand hat um 1,8 Prozent zugenommen. Damit ist das Wachstum höher als im Vorjahr, wo es 1,2 Prozent betrug. Der Motorisierungsgrad ist seit dem Jahr 2016 nahezu unverändert geblieben und liegt aktuell bei 588,5 Personenwagen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Zwischen dem 1. Oktober 2019 und dem 30. September 2020 hat die Anzahl motorisierter Fahrzeuge und Anhänger im Kanton Aargau im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent oder 10’036 Einheiten zugenommen. Dies zeigen neueste Auswertungen von Statistik Aargau. Prozentual am stärksten zugenommen haben die Anzahl der Motorräder mit 4,2 Prozent sowie der Nutzfahrzeugbestand mit 3,4 Prozent. Der Personenwagenbestand ist um 1,4 Prozent auf 405’490 gestiegen und damit etwas stärker als im Vorjahr (1,0 Prozent).

Zurückgegangen ist einmal mehr der Bestand der Kleinbusse und Gesellschaftswagen mit einer Reduktion um 9,9 Prozent (Vorjahr: -3,2 Prozent). Der Motorisierungsgrad der Bevölkerung – ausgedrückt in der Anzahl Personenwagen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner – hat sich seit dem Jahr 2016 zwischen 587 und 590 eingependelt und liegt aktuell bei 588,5.

Motorfahrräder weiter im Aufwärtstrend
Seit 2009 erfreuen sich Motorfahrräder zunehmender Beliebtheit. Dieser Trend hat auch 2020 angehalten. Der Bestand liegt bei 24’134 Motorfahrrädern und hat mit 7,4 Prozent deutlich stärker zugenommen als noch im Vorjahr (+5,7 Prozent). Zu dieser Kategorie gehören E-Bikes mit Kontrollschild.

Alternative Antriebsarten steigen weiter auf Kosten der Benzinmotoren
Von 444’210 leichten Motorwagen (Personenwagen bis 3,5 t, Kleinbusse, leichte Nutzfahrzeuge) sind 273’773 oder 61,6 Prozent mit Benzinmotoren ausgestattet und 153’942 oder 34,7 Prozent mit Dieselmotoren. Im Vorjahr waren die Anteile 62,7 beziehungsweise 34,5 Prozent. Die Anzahl leichter Motorwagen mit anderen Antriebsarten stieg 2020 auf 16’495 Fahrzeuge oder 3,7 Prozent (2019: +2,9 Prozent). 2020 waren 11’122 leichte Motorwagen mit Hybridmotoren, 1215 mit Gasantrieb und 3835 mit Elektromotor (186 davon mit Range Extender) eingelöst.

Anteil Neuwagen geht zurück
Vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020 wurden insgesamt 149’931 Fahrzeuge zum Verkehr zugelassen. Der Anteil der Neuzulassungen (Erstinverkehrsetzungen) hat im Vergleich zum Vorjahr weiter abgenommen und ist von 21,8 Prozent im Jahr 2019 auf 19,1 Prozent oder 28’609 Fahrzeuge im Jahr 2020 gesunken. 80,1 Prozent der in Verkehr gesetz- Zu den vollständigen Statistiken ten Fahrzeuge waren Occasionsfahrzeuge, wobei Mehrfachmutationen mitgezählt sind. Bei der grössten Fahrzeuggruppe, den Personenwagen, wurden im Jahr 2020 113’930 Inverkehrsetzungen registriert. Der Anteil der Neuwagen ging bei den Personenwagen verglichen mit dem Vorjahr von 20,4 auf 17,0 Prozent zurück.

Wachsende Anzahl Führerausweise
Insgesamt 595’304 (Vorjahr: 580’268) Personen waren per Stichtag 30. September 2020 im Besitz eines Führerausweises; 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Von den Inhaberinnen und Inhabern von Führerausweisen waren 54,7 Prozent Männer und 45,3 Prozent Frauen. 6,9 Prozent der Besitzerinnen und Besitzer von Führerausweisen haben das 75. Lebensjahr erreicht oder überschritten. Zusätzlich waren 25’617 Personen im Besitz eines Lernfahrausweises (Vorjahr: 20’384).

Zu den vollständigen Statistiken www.ag.ch

Corona: Regierungsrat bewilligt Zivilschutzeinsatz

Regierungsrat bewilligt Zivilschutzeinsatz | Der Landanzeiger

Die hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus belasten Gesundheitswesen und Behindertenhilfe im Aargau. Aus diesem Grund bewilligt der Regierungsrat das Aufgebot von 500 Angehörigen des Zivilschutzes bis Ende Januar 2021.

Die zweite Welle der Pandemie mit den gegenwärtig immer noch hohen Infektionszahlen stellt erste Leistungserbringer im Gesundheitswesen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen vor grosse Herausforderungen. Einerseits fehlen erkrankte Mitarbeiter und andererseits muss die Einhaltung der Schutzkonzepte gewährleistet werden. Aus diesem Grund ist rasche Unterstützung nötig. Mit dem Einsatz des Aargauer Zivilschutzes sollen die Leistungserbringer mit Unterstützungsbedarf entlastet werden. Im Unterschied zum ersten Aufgebot im April hat der Bund bisher kein Aufgebot für den Zivilschutz beschlossen.

Der Regierungsrat hat entschieden, das Aufgebot von 500 Angehörigen des Zivilschutzes vorsorglich zu bewilligen. Damit wird dem Departement Gesundheit und Soziales (DGS) die Möglichkeit gegeben, in dringenden Fällen schnell und direkt zu entscheiden.

Die Schutzdienstpflichtigen werden so weit wie möglich in den bestehenden Strukturen der 17 Aargauer Zivilschutzorganisationen (ZSO) aufgeboten. Zudem sollen die durch die Bevölkerungsschutzregionen bewilligten Zivilschutzeinsätze baldmöglichst durch das DGS koordiniert werden. Damit soll eine einheitliche Bewilligungspraxis und eine Übersicht über die verfügbaren Zivilschutzressourcen gewahrt werden.

Potenzial nicht ausgeschöpft

Potenzial nicht ausgeschöpft | Der Landanzeiger

Mit der Teilrevision des Strassenverkehrsrechts stellt der Bundesrat die Weichen für die Verkehrssicherheit der nächsten Jahrzehnte. Der Entwurf enthält wichtige Impulse, allerdings gibt es auch kritische Punkte, wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) schreibt.

Das Revisionspaket umfasst eine Anpassung des Strassenverkehrs- und des Ordnungsbussengesetzes sowie von acht Verordnungen. Der Bund reagiert damit auf die Entwicklungen im Strassenverkehr der vergangenen Jahre. Mit der Einführung der Helm-, Licht- und Tachopflicht soll zum Beispiel die Sicherheit von E-Bike-Fahrerinnen und E-Bike-Fahrern im Strassenverkehr erhöht werden – Massnahmen, welche die BFU als äusserst sinnvoll erachtet.

Paradigmenwechsel bei Tempo 30 notwendig
Ein wichtiges Instrument für mehr Verkehrssicherheit lässt das Revisionspaket allerdings ausser Acht: die einfachere Einführung von Tempo 30. Tempo 30 bietet ein enormes Potenzial für die Verkehrssicherheit. Nach Berechnungen der BFU liesse sich die Zahl der über 1900 Unfallopfer durch eine konsequentere Einführung von Tempo 30 mindestens halbieren. Die rechtlichen Hürden für eine Einführung von Tempo 30 müssen reduziert werden, die heute für die Städte und Gemeinden noch zu hoch sind. Zudem ist ein Paradigmenwechsel in der Verkehrsplanung notwendig: Der Fokus darf nicht ausschliesslich auf siedlungsorientierten Strassen liegen, vielmehr müssen auch Hauptverkehrsachsen einbezogen werden, die aber vortrittsberechtigt bleiben. Auf diesen verkehrsorientierten Strassen ist das Rettungspotenzial sogar grösser als auf den siedlungsorientierten Strassen.

Chance nutzen, um obligatorische Nachschulung einzuführen
Eine weitere Chance für die Erhöhung der Verkehrssicherheit in der Schweiz bleibt in der Teilrevision ebenfalls ungenutzt: die obligatorische Nachschulung. Aus Sicht der BFU sprechen wichtige Gründe dafür, die obligatorische Nachschulung nun zeitnah einzuführen: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Nachschulungskurse für Verkehrsdelinquenten die Rückfallquoten senken, sofern diese bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen.

Regierungsrat regelt Departementsverteilung

Regierungsrat regelt Departementsverteilung | Der Landanzeiger

Die bis 2024 gewählten fünf Mitglieder des Regierungsrats haben die Departementsverteilung geregelt. Der neue Regierungsrat Dieter Egli übernimmt wie erwartet das Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI); die übrigen Regierungsmitglieder behalten ihre bisherigen Departemente. Der Regierungsrat hat weiter die Stellvertretungen geregelt.

Nach kurzer Diskussion wurde durch den neuen Regierungsrat eine kollegiale Lösung getroffen. Die Departementsverteilung bis Ende der Amtsperiode 2021–2024 gestaltet sich wie folgt:

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU):
    Landammann (2021) Stephan Attiger, bisher, (Stv. Markus Dieth)
  • Departement Bildung, Sport und Kultur (BKS):
    Landstatthalter (2021) Alex Hürzeler, bisher, (Stv. Dieter Egli)
  • Departement Finanzen und Ressourcen (DFR):
    Regierungsrat Markus Dieth, bisher, (Stv. Alex Hürzeler)
  • Departement Gesundheit und Soziales (DGS):
    Regierungsrat Jean-Pierre Gallati, bisher, (Stv. Stephan Attiger)
  • Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI):
    Regierungsrat Dieter Egli, neu, (Stv. Jean-Pierre Gallati).