Hanf-Indooranlage ausgebrannt

Im Obergeschoss eines Lagerraums in Bottenwil brannte eine Hanfanlage | Der Landanzeiger

In der Nacht auf Montag, 18. Mai, kurz nach 00.30 Uhr, brannte es in einem Lagerraum, im Gebäude der Firma Hofmeier an der Hauptstrasse in Bottenwil.

Wenige Minuten nach Eintreffen der Feuerwehr Uerkental und der Regiowehr Suhrental war der Brand gelöscht. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Es waren rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Der Brand dürfte nach ersten Ermittlungen im Bereich einer CBDHanf- Indooranlage innerhalb des Lagergebäudes ausgebrochen sein, wie die Polizei in ihrer Mitteilung schreibt. Verletzt wurde niemand. Es entstand ein mittlerer Sachschaden. Die Ermittlungen wurden eingeleitet.

Der kühle Kopf in Krisenzeiten

In Zukunft wird Heinz Gerber, wie hier an einem Spaziergang Mitte März, die Aktivitäten in Bottenwil aus der Distanz beobachten | Der Landanzeiger

Traktanden, Versammlungen und Sitzungen: Das alles gehört für Heinz Gerber seit einigen Tagen der Vergangenheit an. Ende März demissionierte Bottenwils alt Gemeindeammann und übergab die Zügel seinem Nachfolger Silvan Bärtschi. «Dieser politische Abschnitt ist für mich nun definitiv fertig», sagt Heinz Gerber.

14 Jahre war der 50-Jährige als Gemeinderat in Bottenwil aktiv, die letzten sechs Jahre amtete er als Gemeindeammann. Vor allem aufgrund der Coronakrise sei die Übergabe happiger ausgefallen als geplant, weil mehr auf der To-do-Liste stand. Trotzdem: Die Pendenzen und künftigen Termine sind ab sofort Sache der neuen Ressortleiter, die mit Silvan Bärtschi einen jungen Gemeindeammann erhalten. «Er ist der richtige dafür », sagt Gerber. «Er kennt das Dorf und die Leute – und ist eine ausgebildete Führungspersönlichkeit.»

Vor seinem Amt noch nie an einer Gmeind gewesen
14 Jahre sind eine lange Zeit. Wie begann es? «Es ist dumm gelaufen», antwortet Heinz Gerber mit einem Lachen. Vor seinem politischen Amt sei er an keiner Gemeindeversammlung gewesen. «Weil mein Hof etwas ausserhalb von Bottenwil liegt.» Trotzdem sei er am Geschehen in der Gemeinde immer interessiert gewesen. An einem Mittagstisch, an dem Gerber rege mitdiskutierte, sichtete ihn die Findungskommission und sprach ihn an. Seine spontane Zusage für das Amt passt perfekt in die Geschichte. Wieso er so lange am Ball blieb? «Attraktiv war die Herausforderung, nie zu wissen, was kommt. Ausserdem mochte ich es, den Leuten zu helfen und das Dorf voranzubringen. »

Der letzte offizielle Anlass für Heinz Gerber war die Einweihung des Mehrzweckgebäudes im Januar | Der Landanzeiger
Der letzte offizielle Anlass für Heinz Gerber war die Einweihung des Mehrzweckgebäudes im Januar

Als Gemeindeammann stellte er eine Tugend über alle anderen: Ehrlichkeit. «Mir war es immer wichtig, dass ich auf die Leute zugehen kann und ihnen mit Respekt und in einem sachlichen Ton die Wahrheit sagen kann.» Vor allem nach dem Unwetter 2017, das Bottenwil schwer getroffen hat, erlangte er durch seine Auftritte über die Gemeindegrenzen Bekanntheit.

Manch einer denkt sich nun, dass dies die schwierigste Phase in seiner politischen Karriere war, doch Gerber verneint. «Im Vergleich zu dem, was ich 2018 und 2019 privat erleben musste, war nichts in der Politik annähernd gleich schwierig.» Damit spricht er seine Krebserkrankung an. Nachdem er nach einer aggressiv geführten Chemotherapie anscheinend wieder gut zurück ins Leben fand, musste er erkennen, dass nichts mehr so sein würde wie vorher. «Ich wusste, dass ich neben dem Reduzieren meiner Arbeit noch mehr ändern muss», so der gelernte Mechaniker, der wegen der Krankheit vom Amt des Gemeindeammanns demissionierte.

«Ich bin glücklich, wenn ich wieder vermehrt das machen kann, was ich gerne mache.»

Heinz Gerber

Er versucht seither, unregelmässige Arbeitszeiten zu meiden und die Planbarkeit zu erhöhen. «Das Wort ‹Nein› kommt wieder vermehrt in meinem Wortschatz vor», sagt er. Bottenwil habe in den letzten 14 Jahren viel investiert, beispielsweise in die Sanierung des Mehrzweckgebäudes oder in die Sanierung der Graben- und der Weiermattstrasse. Auf einen Punkt scheint er besonders stolz zu sein: «Die Kommunikation ist seit meinen Anfängen viel offener geworden.» Während die Gemeindeversammlungen zu Beginn noch trocken daherkamen, sind sie mittlerweile viel informativer und werden von moderner Technik unterstützt. Auch habe er gemerkt, dass die Leute politisch aktiver werden und sich gerne engagieren. «Bottenwil hat das Zeug dazu, weiterhin eigenständig zu bestehen.»

Die neu gewonnene Freizeit widmet er vermehrt seinem Hof. Ausserdem möchte er mehr Zeit mit seiner Partnerin verbringen und häufiger in die Ferien reisen. Ob er seinen dreiwöchigen Kanadaaufenthalt im August wirklich in die Tat umsetzen kann, hängt wie so vieles zurzeit vom Coronavirus ab. Nicht davon abhängig ist seine Stimmungslage: «Ich bin glücklich, wenn ich wieder vermehrt das machen kann, was ich gerne mache.»

Nero, Napoleon und eine geldgierige Frau

Spiel- und Theatergruppe Bottenwil | Der Landanzeiger

Die Spiel- und Theatergruppe Bottenwil hat für ihr neuestes Bühnenprojekt in die Vollen gegriffen. Nicht weniger als 15 Schauspieler standen am Samstagabend für die Premiere der Krimikomödie von Christine Steinwasser «Mörderstund isch ungsund», auf der Bühne. Die Regie führt Kari Roth. Der Vorhang fällt und man erhält Einblick in ein schon etwas in die Jahre gekommenes Schloss. Der Schlossherr Heinrich von Wyl sitzt vor seiner Buchhaltung, die ihn nicht besonders erheitert. Mit im Raum ist auch seine Partnerin Dr. Franziska Kümmerli.

Dann gehts richtig los. Nacheinander kommen der Kaiser Nero, Napoleon, Lucretia Borgia, Agatha Christie und zu guter Letzt auch noch der sehr lautstarke Hunnenkönig Attila in den Raum. Wie es in dieser Geschichte weitergeht, soll nicht verraten werden. Nur soviel sei gesagt: Die Premiere ist geglückt und wer selber herausfinden möchte, wer der Mörder ist, kann dies am Freitag, 21. Februar, 20.00 Uhr am Samstag, 22. Februar, 20.00 Uhr und am Sonntag, 23. Februar, 14.00 Uhr in der Turnhalle Bottenwil machen.

Ammann Heinz Gerber tritt zurück

Ammann Heinz Gerber | Der Landanzeiger

An der Sitzung vom 2. Dezember informierte Gemeindeammann Heinz Gerber den Gemeinderat über seine Demission als Gemeindeammann und Gemeinderat. Der Rücktritt erfolgt aus gesundheitlichen Gründen auf die Wahl eines Ersatzmitgliedes, spätestens auf den 31. Mai 2020.

Seit dem 1. Januar 2006 ist er im Gemeinderat und seit 1. Januar 2014 Gemeindeammann. Seine Ressorts sind Strategie, Personal/Verwaltung/Informatik, Polizei, Wasserversorgung, Forstwesen und er steht dem Wahlbüro vor.

Der Gemeinderat bedauert die Demission von Heinz Gerber sehr und ist sich bewusst, dass er ein engagiertes, in der Bevölkerung sehr beliebtes Ratsmitglied gehen lassen muss. Er dankt Heinz Gerber jetzt schon für seinen Einsatz für die Gemeinde Bottenwil und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Der 1. Wahlgang für die Ersatzwahl findet am 15. März 2020 statt.

Sechs kreative Frauen luden ein

Handwerksausstellung im Park, Bottenwil | Der Landanzeiger

Im Garten der Familie Bachmann an der Vorstattstrasse 42 herrschte übers vergangene Wochenende unüblich viel Betrieb. Zum zweiten Mal organisierten sechs handwerklich begabte Frauen ihre Handwerksausstellung im Park.

Hanna Fretz zeigte ihre Töpferwaren, Susanne Finger hatte viele verschiedene, selbstgefertigte Mützen und Hüte ausgestellt, Sarah Baur weiss wie man Geschenke personalisiert. Nicole Zünds und Jolanda Zihlmanns Leidenschaft ist das Nähen und die Gastgeberin Rosmarie Bachmann gab Einblicke in ihren Laden, in dem sie beinahe alles was mit Wolle zu tun hat, anbietet.

Jolanda Zihlmann, sie ist eine der sechs Frauen, sagte zum Anlass: «Wir sind eine bunt gemischte Gruppe, die es liebt, handwerklich aktiv etwas zu gestalten und zu schaffen. Hier möchten wir unsere Arbeiten vorstellen und den Besuchern der Ausstellung die Möglichkeit geben, was ihnen gefällt auch zu kaufen.»

Das Interesse der Besucher war gross. Wer Hunger hatte, genehmigte sich eine Portion «Älplermagronen» und danach warteten auch noch Kaffee und Kuchen. Jolanda Zihlmann sagte am Schluss: «Am 30. November und am 1. Dezember machen wir hier einen kleinen Weihnachtsmärt.»