Gemeindesaal wird zum Kindergarten

Gemeindesaal wird zum Kindergarten | Der Landanzeiger

Der Gemeindesaal von Bottenwil sieht wie ein richtiger Kindergarten aus. Derzeit dient er als provisorische Räumlichkeit für die zweite Kindergartenabteilung. Diese existiert seit diesem Sommer und vorerst nur für das Schuljahr 2022/23. Im letzten Jahr hatte die Kindergartenabteilung 24 Kinder – beide Stufen zusammen –, was noch mit der kantonalen Empfehlung von höchstens 25 Kindern im Einklang war. In diesem Jahr sind es aber 30 Kinder, daher die Aufteilung.

Die schwankenden Schülerzahlen und die damit zusammenhängende Klassenbildung sowie der Schulraumbedarf sind eine Herausforderung für eine kleine Gemeinde wie Bottenwil. Gemeinderätin Miriam Dietschi: «Es ist nicht das erste Mal, dass wir den Kindergarten teilen müssen. Das Gleiche geschah schon vor einigen Jahren. Damals nutzten wir noch das Obergeschoss des Gemeindehauses.»

Positive Rückmeldungen
Der Gemeindesaal bietet mehr Platz. Er ist während den Sommerferien «mit grossem Engagement von den neuen Lehrpersonen» in einen Kindergarten umgestaltet worden – mit allen dafür nötigen Möbeln, Spielen und Dekorationen. «Als wir an einem Elternabend darüber informierten, wurden wir mit Skepsis konfrontiert», sagt Barbara Scheuber, die Schulleiterin der Schule Bottenwil. «Seit dem Start bekamen wir aber durchwegs positive Rückmel- dungen; nicht nur wegen des Raumes, der sich sehr gut eignet. Sondern auch, weil die Klassen kleiner sind. Das ist angenehmer für die Kinder.»

Die Schulleiterin fährt fort: «Wir holen zweimal jährlich eine auf die Geburtenzahlen basierende Prognose der Anzahl Kinder bei der Gemeinde ab, damit wir drei Jahre im Voraus die Tendenz sehen.» Daraufhin finde eine grobe Planung der Schulklassen und Schulräume statt. Diese muss zwar oft revidiert werden. «Wir ahnten aber früh, dass der Kindergarten in diesem Jahr in zwei Abteilungen geführt werden muss», erklärt Scheuber.

Wenig Vorlaufzeit
Eine grössere Herausforderung als die Prognose der Anzahl Kinder bei der Gemeinde, bilden die Ressourcen und die Rekrutierung von Lehrpersonen. Miriam Dietschi erklärt: «Der Kanton spricht die Ressourcen für das bevorstehende Schuljahr jeweils erst Mitte Februar.» Diese beinhalten die Anzahl Lektionen, die die Schule zur Abdeckung für alle zu erteilenden Schulstunden erhält.

Eine Kindergartenabteilung wird in Bottenwil nach Möglichkeit zu zweit unterrichtet – von der Klassenlehrperson und einer Heilpädagogin oder einem Heilpädagogen. Unterstützt werden sie dabei zusätzlich von einer Schulassistenz. Somit musste die Schule Bottenwil für dieses Schuljahr drei neue Personen für den Kindergarten anstellen – auf ein Jahr befristet. «Wir hatten eine schöne Situation: Wir konnten sogar aussuchen und alle Stellen bereits vor den Frühlingsferien dieses Jahres besetzen», sagt Scheuber.

Gemäss Gemeinderätin Miriam Dietschi zeigt die Prognose – Stand heute –, dass im nächsten Schuljahr wieder «nur» 25 Kinder den Kindergarten in Bottenwil besuchen – womit wieder mit nur einer Abteilung gearbeitet werden kann – Zu- und Wegzüge vorbehalten. Für das Schuljahr 2024/25 erwarte man 20 bis 25 Kinder. Die Schulklassen zählen laut Dietschi rund 25 Schülerinnen und Schüler pro Abteilung. Damit sei es aktuell auch ein Thema, im nächsten Schuljahr Schulabteilungen aufzuteilen.

«Do esch öises Läbe» – Bottenwil frischt sein Erscheinungsbild auf

So sieht das neue Logo der Gemeinde Bottenwil aus | Der Landanzeiger

Das Logo trägt die Farben des Wappens der Gemeinde: Rot, Grün und Weiss. Darauf abgebildet ist, vor einer hügligen, ländlichen Umgebung, das Gemeindehaus von Bottenwil. Daneben steht ein Brunnen. Dieser steht sinnbildlich für die vielen Brunnen im Dorf, das nur Quellwasser hat. «Das zeugt von besonderer Lebensqualität», sagt Gemeindeammann Silvan Bärtschi. Zudem sei Bottenwil stolz auf seine intakte Natur und sich seiner Identität als ländliche Gemeinde mit schönen Naherholungsgebieten bewusst.

Man ziehe nach Bottenwil, weil man sich bewusst für das Dorf entscheidet, sagt Bärtschi. Darum heisst der Slogan: «Do esch öises Läbe». Allein im letzten Jahr konnte die Gemeinde ein Bevölkerungswachstum von 5 Prozent verzeichnen. «Aktuell steht kaum Wohnraum leer, doch es sind einige Bauprojekte für das kommende Jahr im Gang», ergänzt er. Das neue Logo soll Bottenwil zu einem ansprechenden und modernen Erscheinungsbild verhelfen. Dieses blieb laut dem Gemeindeammann während der letzten 40 Jahren immer dasselbe: Das Wappen, meist begleitet vom Aufdruck «Gemeinde 4814 Bottenwil».

Den Anstoss für das neue und somit auch erste Logo von Bottenwil habe die neue Website der Gemeinde gegeben, so Bärtschi. Diese sei zwar noch in der Entstehungsphase und gehe erst im Herbst online, doch das Logo wird jetzt schon verwendet – vorerst nur auf der offiziellen Korrespondenz, sei es brieflich oder digital, und zu einem späteren Zeitpunkt auch auf der neuen Website.

Entworfen wurde das Logo vom Zofinger Unternehmen Former Grafik. «Uns war wichtig, ein regionales Unternehmen mit guten Referenzen zu beauftragen», sagt Bärtschi. Ein Ausschuss des Gemeinderats – bestehend aus dem Gemeindeammann selbst und Gemeinderätin Miriam Dietschi – habe sich während sechs Monaten ungefähr vier Mal mit den Grafikern getroffen, um das Logo gemeinsam zu entwickeln.

Etwas Authentisches, das zum Dorf passt
«Wir wollten etwas Authentisches, das unser Dorf grafisch und mittels Slogan gut repräsentiert, aber auch ein bisschen verspielt ist», sagt Bärtschi. Nach einigen Entwürfen der Grafiker – davon einige zu verspielt, andere hingegen zu nüchtern – sei man dem Ziel Schritt für Schritt nähergekommen. Und schliesslich habe sich der gesamte Gemeinderat für das neue Logo ausgesprochen.

«Bereue den Auftritt nicht»

«Bereue den Auftritt nicht» | Der Landanzeiger

Die Bottenwilerin Sophia Plüss (18) über ihre Erfahrungen bei «Switzerland’s Next Top Model» und ihre Zukunftswünsche.

In der Castingshow «Switzerland’s Next Top Model» war auch die 18-jährige Bottenwilerin Sophia Plüss dabei. Sie bestritt ihr erstes Fotoshooting und einen Walk in der sonnigen Hitze der griechischen Urlaubsinsel Naxos. Die beiden Jurymitglieder waren begeistert und sie wählte Papis Loveda als ihren Coach. Leider überzeugte sie auf dem Catwalk nicht und leistete sich einen Fauxpas, da sie ihre Körpermasse nicht kannte. Als erste von 18 Mitstreitern schied sie aus der Castingshow.

Verlorene Wette
Der Weg zur Show war lange. Angemeldet hatte sie sich als knapp 17-Jährige. Damals verliert sie eine Wette und bewirbt sich für die Castingshow. «Lange hörte ich nichts, da aufgrund von Corona 2020 keine Show stattfand», erzählt sie. Anfang 2021 kam dann die Einladung. «Mein erster grosser Erfolg, denn ich hatte mich mit meiner Bewerbung gegen 3000 Mitbewerber durchsetzen können», erzählt sie mit Freude.

Sophia verbrachte ihre ersten Lebensjahre in Riga (Lettland) bei ihren Grosseltern, wo sie ihre Muttersprache Russisch erlernte, die sie heute noch fliessend spricht. Sie verlor ihren Vater früh und lebt seither mit ihrer Mutter Olga im Uerkental. «Es ist einfach wunderschön hier. Friedlich und idyllisch», sagt sie. Sie besuchte die obligatorischen Schuljahre in Bottenwil und Zofingen. Ihre ersten professionellen Shootings hatte sie schon als 15-Jährige. «Unvergessen ist mein erster Dreh für einen Ricola-Werbespot, der nur in Kanada und den USA ausgestrahlt wurde», erzählt sie begeistert.

Im August 2020 begann sie ihre kaufmännische Lehre in einem Hotel in Graubünden, die sie nach nur sechs Monaten abbrach. «Meine Mutter war überzeugt, dass diese Ausbildung mir viele Möglichkeiten bieten würde, was leider nicht so war», erklärt sie.

Milchtechnologin und Model
«Fotoshootings und Videodrehs bereiten mir viel Freude, aber für den Catwalk bin ich wohl weniger geschaffen», sagt Sophia Plüss. «Das Modeln half mir, mein Selbstwertgefühl zu steigern, mich kennen und lieben zu lernen.» Die 180 cm grosse Brünette ist temperamentvoll und sorgt in ihrem Umfeld immer wieder für Aufsehen. Ausserdem ist sie begeisterte Hobbyköchin der orientalischen Küche und liebt Käse über alles. Wer sie erst auf dem TV-Bildschirm und dann in ihrem Heimatdorf sieht – oder ihrem neuen Lehrbetrieb, wo sie zur Milchtechnologin ausgebildet wird – wird überrascht sein. Denn dort trifft man auf ein Mädel mit ganz herkömmlichen Träumen. «Ich will authentisch bleiben, mir selbst treu sein, meine Stärken und Talente fördern, einen vielseitigen Beruf erlernen, meine Zukunft gestalten und nebenbei modeln.» Die Teilnahme bei SNTM bereue sie nicht, konnte sie doch dort wertvolle Erfahrungen sammeln, sich mit Gleichgesinnten austauschen und wunderbare Menschen kennenlernen.

Bottenwilerin will die Model-Krone

Bottenwilerin will die Model-Krone | Der Landanzeiger

In wenigen Tagen ist es soweit, die Schweizer Fashion-Fans sind schon gespannt: Am Mittwoch, 8. September startet um 20.15 Uhr auf ProSieben Schweiz die dritte Staffel von «Switzerland’s next Topmodel». Mit dabei auch die 18-jähirge Sophia aus Bottenwil.

Ob in der sonnigen Hitze der griechischen Urlaubsinsel Naxos oder in heimatlichen Gefilden der Schweizer Berge – insgesamt 18 Models gehen in neun Folgen hochmotiviert in den Contest um die begehrte Schweizer Modelkrone.

Sophia aus Bottenwil ist eines der 18 Models, das nur all zu gerne «Switzerland’s next Topmodel» würde. Sie genoss zu Hause eine religiöse Erziehung und sorgt durch ihr russisches Temperament in ihrem Umfeld immer wieder für Aufsehen. Das sieht man auch an ihren zahlreichen Tattoos, die ihren Körper zieren und die alle eine bestimmte Bedeutung haben. Kulinarisch hat die angehende Milchtechnologin eine grosse Schwäche: Sie liebt leckeren Käse über alles und kocht auch gerne. Dass Fitness zu ihren Hobbies gehört, erstaunt nicht, denn die 18-Jährige modelt seit zwei Jahren und konnte bereits lukrative Shootings an Land ziehen. Jetzt ist sie bereit für SNTM. Nebst ihr machen mit Lara (20) aus Lengnau und Leonardo (25) aus Neuenhof zwei weitere Aargauer bei SNTM mit.

Nur die besten Models werden den schwierigen Weg vom ersten Shooting bis zum letzten Catwalk im Finale am 3. November erfolgreich meistern können und auf dem Cover des grössten Schweizer Lifestyle- und Mode-Magazins «Annabelle» erscheinen. Vor den Augen von Host Manuela Frey werden die talentierten Fashion-Boys und -Girls in den Teams von Schauspielerin und Model Larissa Marolt sowie Malemodel-Ikone Papis Loveday ihr gesamtes Potential abrufen müssen, um der drohenden Elimination zu entgehen und es in die nächste Runde zu schaffen. «Es geht heute mehr als je zuvor um Individualität und Persönlichkeit», ist sich Teamleaderin Larissa Marolt vor dem Auftakt sicher. «Nur schön zu sein oder bestimmte Masse zu haben, reicht heute nicht mehr aus, um in der Branche Fuss zu fassen. Es zählt Persönlichkeit Charisma und Ausstrahlung! Schönheit liegt schliesslich immer im Auge des Betrachters. Auf jeden Fall sollte man als Model herausstechen, Wiedererkennungswert haben und dem Zeitgeist entsprechen.»

Die Spannung steigt – die letzten Vorbereitungen für die neue #SNTM-Staffel stehen kurz vor dem Abschluss: Vorhang auf für Diversity, Drama und jede Menge Model-Life! «Switzerland’s next Topmodel» – ab dem 8. September immer mittwochs 20.15 Uhr auf ProSieben Schweiz.

«Gute Geister» haben Badi vorbereitet

«Gute Geister» haben Badi vorbereitet | Der Landanzeiger

Am 15. Mai wird die Badi Bottenwil eröffnet. Ein erster Rundgang an einem Tag, der nicht zum Baden einlud zeigt, eine der beliebtesten Badis der Region hat viele Freunde. Auch solche, die bereits im Vorfeld der Saison mitanpacken.

Normalerweise wird in der letzten April- und der ersten Maiwoche die Badi in Bottenwil auf Vordermann gebracht. Zumindest war dies in den vergangenen Jahren so. Am Samstagmorgen stand der Berichterstatter aber vor verschlossenen Türen. Hatte die Putztruppe etwa ob der nicht gerade einladenden Wetterprognose klein beigegeben? Telefonisch nachgefragt bei Beat «Böbu» Hügli vom Schwimmbadverein Bottenwil, stand dieser schon zwei Minuten später am Badi-Tor und gewährte Einlass.

Viele Arbeiten sind schon erledigt
Die Erklärung von Hügli, warum niemand von der Putztruppe anwesend ist, war einfach und einleuchtend zugleich. «Früher waren wir jeweils an einem festgelegten Tag richtig im Einsatz, 20 bis 30 Personen, zum Teil Vereinsmitglieder, zum andern Teil Freiwillige, die einfach helfen wollten», sagt Hügli. Wie er uns bei einem Rundgang sodann zeigte, sind die meisten Arbeiten jedoch schon erledigt. Alle Hecken sind gestutzt, die Gartenplatten im Gastrobereich gereinigt, dies gilt auch für die WC-Anlagen. Die beiden Schwimmbecken sind ebenfalls gereinigt und zum Teil frisch gestrichen, und auch der Rasen und die Bäume sehen gepflegt aus. «Wir sind in der glücklichen Lage, dass einige der Helfer pensioniert sind. Ihnen ist es wichtig, etwas machen zu können», sagt Böbu Hügli, «andere wiederum wurden von Corona ausgebremst. Sie denken sich, besser in der Badi arbeiten, als sich die Decke auf den Kopf fallen zu lassen.»

Plansch- und Kinderbecken wurden sicherer gemacht
Trotz allen bereits erledigten Arbeiten gibt es doch noch einiges zu tun. Die Gartenwirtschaft muss noch eingerichtet werden, die Werbetafeln der Sponsoren müssen installiert werden. Auch die Badi-Uhr fehlt noch, und das Schilfdach des Unterstandes ist auch noch nicht gemacht. Hingegen sind das Planschbecken und das Kinderbecken nun mit rutschfester Farbe gestrichen und zusätzlich wurden zwei neue Geländer für einen sicheren Einstieg montiert. Das Wasser läuft bereits ein. Laut Hügli dauert es zehn bis zwölf Tage, bis beide Becken gefüllt sind. Zu hoffen bleibt, dass zum Eröffnungstag am 15. Mai tolles Badewetter herrscht. Dies wäre die schönste Belohnung für alle, die sich mit viel Arbeit für die Badi eingesetzt haben. Beat Hügli ist überzeugt, dass das erarbeitete Schutzkonzept vom vergangenen Jahr auch in diesem Jahr wieder funktioniert. «Berechnet auf die Wasserfläche und die Liegefläche können wir pro Tag total 340 Kindern und Erwachsenen Einlass gewähren», erklärt er. Plätze können nicht vorreserviert werden. Martha Graber und ihr Restaurant- und Kiosk-Team stehen bereits in den Startlöchern. Ist die Fahne gehisst, ist die Badi offen.

www.badi-bottenwil.ch

Mit dem «Pöstli» schliesst die letzte Beiz im Dorf

Mira Macinko wäre gerne in Bottenwil geblieben, doch sie konnte sich mit dem Eigentümer des Restaurants nicht einigen | Der Landanzeiger

Nach 15 Jahren als Wirtin des «Pöstlis » verabschiedet sich Mira Macinko Ende Juni aus Bottenwil. Ein Entscheid der sehr bedauert wird, nicht nur, weil nun viele Gäste und Vereine bald auf dem Trockenen sitzen.

Es dauert nicht mehr lange, bis sich die grünen Fensterläden mit dem gelben Posthorn in Bottenwil geschlossen werden. Ende Juni zieht die Wirtin Mira Macinko nach 15 Jahren im «Pöstli» weiter. «Es war ein schwieriger Entscheid, aber ich bin ein positiver Mensch und finde einen neuen Weg für mich», sagt die 54-Jährige. Ab 1. Juli amtet sie als neue Geschäftsführerin im Restaurant «Drei Brunnen» in Niederbipp.

Bereits im November 2019 entschied sie sich für den Weggang und reichte dem Eigentümer die Kündigung ein. Grund war der immer kleiner werdende Umsatz. «Wäre der Eigentümer mir mit einer Mietzinsreduktion entgegengekommen, ich wäre bis zur Pension hier geblieben», so Macinko. «Für mich war es immer schön, hier zu arbeiten.»

Sie war im Dorf beliebt
Das Restaurant sei wie ein zweites Zuhause gewesen für sie, sagt Mira Macinko. Vor allem genoss sie die Gesellschaft der Gäste. «Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, die ich in den vergangenen 15 Jahren erhalten habe.» Sie erinnert sich gerne zurück, als sie die Schweizer Staatsbürgerschaft beantragte. «Niemand war dagegen. Seither bin ich eine von ihnen», so Mira Macinko.

Neo-Gemeinderätin Miriam Dietschi bedauert den Weggang sehr: «Mit der Schliessung des ‹Pöstlis› geht nicht nur der Restaurantbetrieb im Dorf verloren, sondern auch Mira Macinko als Mensch wird Bottenwil fehlen mit ihrer so herzlichen Art, ihrem strahlenden Lachen und einem immer offenen Ohr für alle.»

Viele Vereine haben in regelmässigen Abständen den Weg ins ‹Pöstli› gefunden. So auch die Mitglieder des Turnvereins Bottenwil, die regelmässig ihre Generalversammlungen dort abhielten oder nach dem Training auf einen Absacker vorbeischauten. Dementsprechend bedauert Turnverein-Präsidentin Christa Leuenberger die Schliessung: «Es ist sehr schade. Wir hatten eine gute Beziehung zu Mira.»

Wie weiter mit dem Senioren-Mittagstisch?
Auch der Senioren-Mittagstisch unter der Leitung von Fritz Fretz fand regelmässig im ‹Pöstli› statt: «Es war sehr praktisch, eine Örtlichkeit im Dorf zu haben, an der wir unsere Anlässe durchführen konnten.» Schlimmer sei aber die Tatsache, dass es im Dorf bald keine Beiz mehr gebe. Der Eigentümer des Restaurants Post war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Hanf-Indooranlage ausgebrannt

Im Obergeschoss eines Lagerraums in Bottenwil brannte eine Hanfanlage | Der Landanzeiger

In der Nacht auf Montag, 18. Mai, kurz nach 00.30 Uhr, brannte es in einem Lagerraum, im Gebäude der Firma Hofmeier an der Hauptstrasse in Bottenwil.

Wenige Minuten nach Eintreffen der Feuerwehr Uerkental und der Regiowehr Suhrental war der Brand gelöscht. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Es waren rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Der Brand dürfte nach ersten Ermittlungen im Bereich einer CBDHanf- Indooranlage innerhalb des Lagergebäudes ausgebrochen sein, wie die Polizei in ihrer Mitteilung schreibt. Verletzt wurde niemand. Es entstand ein mittlerer Sachschaden. Die Ermittlungen wurden eingeleitet.

Neuer Brunnen und Bänke in Bottenwil

Der neue Brunnen und die Holzbänke in Bottenwil | Der Landanzeiger

Im April hat der Forstbetrieb Uerkental in Bottenwil einen neuen Brunnen mit Bank an der Untergasse und einen Brunnen mit zwei Bänken im Buchwald erstellt. Das Holz stammt aus dem eigenen Wald. Die Arbeiten wurden durch das Team des Forstbetriebs Uerkental selber gemacht.

Der kühle Kopf in Krisenzeiten

In Zukunft wird Heinz Gerber, wie hier an einem Spaziergang Mitte März, die Aktivitäten in Bottenwil aus der Distanz beobachten | Der Landanzeiger

Traktanden, Versammlungen und Sitzungen: Das alles gehört für Heinz Gerber seit einigen Tagen der Vergangenheit an. Ende März demissionierte Bottenwils alt Gemeindeammann und übergab die Zügel seinem Nachfolger Silvan Bärtschi. «Dieser politische Abschnitt ist für mich nun definitiv fertig», sagt Heinz Gerber.

14 Jahre war der 50-Jährige als Gemeinderat in Bottenwil aktiv, die letzten sechs Jahre amtete er als Gemeindeammann. Vor allem aufgrund der Coronakrise sei die Übergabe happiger ausgefallen als geplant, weil mehr auf der To-do-Liste stand. Trotzdem: Die Pendenzen und künftigen Termine sind ab sofort Sache der neuen Ressortleiter, die mit Silvan Bärtschi einen jungen Gemeindeammann erhalten. «Er ist der richtige dafür », sagt Gerber. «Er kennt das Dorf und die Leute – und ist eine ausgebildete Führungspersönlichkeit.»

Vor seinem Amt noch nie an einer Gmeind gewesen
14 Jahre sind eine lange Zeit. Wie begann es? «Es ist dumm gelaufen», antwortet Heinz Gerber mit einem Lachen. Vor seinem politischen Amt sei er an keiner Gemeindeversammlung gewesen. «Weil mein Hof etwas ausserhalb von Bottenwil liegt.» Trotzdem sei er am Geschehen in der Gemeinde immer interessiert gewesen. An einem Mittagstisch, an dem Gerber rege mitdiskutierte, sichtete ihn die Findungskommission und sprach ihn an. Seine spontane Zusage für das Amt passt perfekt in die Geschichte. Wieso er so lange am Ball blieb? «Attraktiv war die Herausforderung, nie zu wissen, was kommt. Ausserdem mochte ich es, den Leuten zu helfen und das Dorf voranzubringen. »

Der letzte offizielle Anlass für Heinz Gerber war die Einweihung des Mehrzweckgebäudes im Januar | Der Landanzeiger
Der letzte offizielle Anlass für Heinz Gerber war die Einweihung des Mehrzweckgebäudes im Januar

Als Gemeindeammann stellte er eine Tugend über alle anderen: Ehrlichkeit. «Mir war es immer wichtig, dass ich auf die Leute zugehen kann und ihnen mit Respekt und in einem sachlichen Ton die Wahrheit sagen kann.» Vor allem nach dem Unwetter 2017, das Bottenwil schwer getroffen hat, erlangte er durch seine Auftritte über die Gemeindegrenzen Bekanntheit.

Manch einer denkt sich nun, dass dies die schwierigste Phase in seiner politischen Karriere war, doch Gerber verneint. «Im Vergleich zu dem, was ich 2018 und 2019 privat erleben musste, war nichts in der Politik annähernd gleich schwierig.» Damit spricht er seine Krebserkrankung an. Nachdem er nach einer aggressiv geführten Chemotherapie anscheinend wieder gut zurück ins Leben fand, musste er erkennen, dass nichts mehr so sein würde wie vorher. «Ich wusste, dass ich neben dem Reduzieren meiner Arbeit noch mehr ändern muss», so der gelernte Mechaniker, der wegen der Krankheit vom Amt des Gemeindeammanns demissionierte.

«Ich bin glücklich, wenn ich wieder vermehrt das machen kann, was ich gerne mache.»

Heinz Gerber

Er versucht seither, unregelmässige Arbeitszeiten zu meiden und die Planbarkeit zu erhöhen. «Das Wort ‹Nein› kommt wieder vermehrt in meinem Wortschatz vor», sagt er. Bottenwil habe in den letzten 14 Jahren viel investiert, beispielsweise in die Sanierung des Mehrzweckgebäudes oder in die Sanierung der Graben- und der Weiermattstrasse. Auf einen Punkt scheint er besonders stolz zu sein: «Die Kommunikation ist seit meinen Anfängen viel offener geworden.» Während die Gemeindeversammlungen zu Beginn noch trocken daherkamen, sind sie mittlerweile viel informativer und werden von moderner Technik unterstützt. Auch habe er gemerkt, dass die Leute politisch aktiver werden und sich gerne engagieren. «Bottenwil hat das Zeug dazu, weiterhin eigenständig zu bestehen.»

Die neu gewonnene Freizeit widmet er vermehrt seinem Hof. Ausserdem möchte er mehr Zeit mit seiner Partnerin verbringen und häufiger in die Ferien reisen. Ob er seinen dreiwöchigen Kanadaaufenthalt im August wirklich in die Tat umsetzen kann, hängt wie so vieles zurzeit vom Coronavirus ab. Nicht davon abhängig ist seine Stimmungslage: «Ich bin glücklich, wenn ich wieder vermehrt das machen kann, was ich gerne mache.»

Nero, Napoleon und eine geldgierige Frau

Spiel- und Theatergruppe Bottenwil | Der Landanzeiger

Die Spiel- und Theatergruppe Bottenwil hat für ihr neuestes Bühnenprojekt in die Vollen gegriffen. Nicht weniger als 15 Schauspieler standen am Samstagabend für die Premiere der Krimikomödie von Christine Steinwasser «Mörderstund isch ungsund», auf der Bühne. Die Regie führt Kari Roth. Der Vorhang fällt und man erhält Einblick in ein schon etwas in die Jahre gekommenes Schloss. Der Schlossherr Heinrich von Wyl sitzt vor seiner Buchhaltung, die ihn nicht besonders erheitert. Mit im Raum ist auch seine Partnerin Dr. Franziska Kümmerli.

Dann gehts richtig los. Nacheinander kommen der Kaiser Nero, Napoleon, Lucretia Borgia, Agatha Christie und zu guter Letzt auch noch der sehr lautstarke Hunnenkönig Attila in den Raum. Wie es in dieser Geschichte weitergeht, soll nicht verraten werden. Nur soviel sei gesagt: Die Premiere ist geglückt und wer selber herausfinden möchte, wer der Mörder ist, kann dies am Freitag, 21. Februar, 20.00 Uhr am Samstag, 22. Februar, 20.00 Uhr und am Sonntag, 23. Februar, 14.00 Uhr in der Turnhalle Bottenwil machen.

Ammann Heinz Gerber tritt zurück

Ammann Heinz Gerber | Der Landanzeiger

An der Sitzung vom 2. Dezember informierte Gemeindeammann Heinz Gerber den Gemeinderat über seine Demission als Gemeindeammann und Gemeinderat. Der Rücktritt erfolgt aus gesundheitlichen Gründen auf die Wahl eines Ersatzmitgliedes, spätestens auf den 31. Mai 2020.

Seit dem 1. Januar 2006 ist er im Gemeinderat und seit 1. Januar 2014 Gemeindeammann. Seine Ressorts sind Strategie, Personal/Verwaltung/Informatik, Polizei, Wasserversorgung, Forstwesen und er steht dem Wahlbüro vor.

Der Gemeinderat bedauert die Demission von Heinz Gerber sehr und ist sich bewusst, dass er ein engagiertes, in der Bevölkerung sehr beliebtes Ratsmitglied gehen lassen muss. Er dankt Heinz Gerber jetzt schon für seinen Einsatz für die Gemeinde Bottenwil und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Der 1. Wahlgang für die Ersatzwahl findet am 15. März 2020 statt.

Sechs kreative Frauen luden ein

Handwerksausstellung im Park, Bottenwil | Der Landanzeiger

Im Garten der Familie Bachmann an der Vorstattstrasse 42 herrschte übers vergangene Wochenende unüblich viel Betrieb. Zum zweiten Mal organisierten sechs handwerklich begabte Frauen ihre Handwerksausstellung im Park.

Ausgangslage: Es liegt im Aufgabengebiet der Bewirtschafterin (früher Verwalter genannt), die jährlich durchzuführende Versammlung vorzubereiten und nach den reglementarischen und gesetzlichen Vorgaben die EigentümerInnen dazu einzuladen. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat diese eine Traktandenliste zu erstellen. Neben den Standardthemen (Versammlungsablauf, Protokoll der letzten Versammlung, Jahresrechnung, Budget und Verschiedenes) sind darin, Anträge für Verwaltungshandlungen oder zu baulichen Massnahmen zur Werterhaltung zu traktandieren. Ein «Traktandierungsrecht» steht auch der Anzahl von EigentümerInnen zu, welche zusammen die Einberufung einer Versammlung verlangen können. Ein solcher Traktandierungsanspruch einer einzelnen Eigentümerin oder eines einzelnen Eigentümers wird in der Rechtslehre jedoch verneint. Ein Begehren zur Traktandierung eines Geschäfts muss demnach im Normalfall von 1/5 der EigentümerInnen gestellt werden.

Die Versammlung kann verbindlich nur über Themen beschliessen, welche «gehörig» traktandiert und angekündigt wurden. Ausnahmen sind nur im Rahmen einer Universalversammlung möglich. Eine solche ist gegeben, wenn alle EigentümerInnen an der Versammlung anwesend sind.

Wie ausgeführt, hat eine einzelne Eigentümerin/ein einzelner Eigentümer keinen gesetzlichen Traktandierungsanspruch. Jedoch kann jede Eigentümerin/jeder Eigentümer an der Versammlung Anträge zu angekündigten Traktanden stellen. Dies entspricht dem Meinungsäusserungsrecht, welches allen anwesenden Personen im Rahmen der Versammlung zusteht. Dabei handelt es sich um «Ordnungsanträge», welche sich auf den geplanten Ablauf der Versammlung oder beispielsweise die Teilnahme von Gästen beziehen und um «Sachanträge», welche zur Ergänzung von traktandierten Geschäften gestellt werden können.

Eine rechtsverbindliche Beschlussfassung ist an die einleitend erwähnten Erfordernisse gebunden. Dazu gehört die Fristeinhaltung der Information aller EigentümerInnen sowie die Vollständigkeit des jeweiligen Antrages. Aus den Ausführungen und Beilagen zu einem Antrag muss klar ersichtlich sein, um welche Art von Massnahme es sich handelt. Beizulegen sind Bilder, Pläne, Produktedokumentationen und Angebote, aufgrund derer die Kosten beurteilt werden können. Der Antrag muss zudem die Antragsteller, einen Vorschlag für die Realisierung sowie Hinweise zum erforderlichen Stimmenquorum enthalten. Ergänzend dazu können AntragstellerInnen Zusatzanträge zur Finanzierung des Vorhabens formulieren. Wird beantragt, dass eine geplante Massnahme aus dem Erneuerungsfonds bezahlt werden soll, müssen dabei zwingend die entsprechenden reglementarischen Bestimmungen beachtet werden.

Viele Anträge werden nicht einstimmig gefällt. EigentümerInnen, welche mit einem Beschluss nicht einverstanden sind, haben das Recht, diesen anzufechten. Dabei ist zu beachten, dass nur Anträge angefochten werden können, welche gesetzliche oder reglementarische Bestimmungen verletzen, da Gerichte nicht die Zweckmässigkeit einer Massnahme beurteilen. Das Protokoll der Versammlung muss die Legitimation der Anfechtung dokumentieren, indem entsprechende Gegenstimmen (Enthaltungen reichen nicht) namentlich protokolliert sind.

Immobilien-Fragen können gestellt werden an:
Urs Bolliger Bolliger Neukom Treuhand
Herzogstrasse 14, 5001 Aarau
E-Mail: bolliger@bntreuhand.ch

Hanna Fretz zeigte ihre Töpferwaren, Susanne Finger hatte viele verschiedene, selbstgefertigte Mützen und Hüte ausgestellt, Sarah Baur weiss wie man Geschenke personalisiert. Nicole Zünds und Jolanda Zihlmanns Leidenschaft ist das Nähen und die Gastgeberin Rosmarie Bachmann gab Einblicke in ihren Laden, in dem sie beinahe alles was mit Wolle zu tun hat, anbietet.

Jolanda Zihlmann, sie ist eine der sechs Frauen, sagte zum Anlass: «Wir sind eine bunt gemischte Gruppe, die es liebt, handwerklich aktiv etwas zu gestalten und zu schaffen. Hier möchten wir unsere Arbeiten vorstellen und den Besuchern der Ausstellung die Möglichkeit geben, was ihnen gefällt auch zu kaufen.»

Ausgangslage: Es liegt im Aufgabengebiet der Bewirtschafterin (früher Verwalter genannt), die jährlich durchzuführende Versammlung vorzubereiten und nach den reglementarischen und gesetzlichen Vorgaben die EigentümerInnen dazu einzuladen. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat diese eine Traktandenliste zu erstellen. Neben den Standardthemen (Versammlungsablauf, Protokoll der letzten Versammlung, Jahresrechnung, Budget und Verschiedenes) sind darin, Anträge für Verwaltungshandlungen oder zu baulichen Massnahmen zur Werterhaltung zu traktandieren. Ein «Traktandierungsrecht» steht auch der Anzahl von EigentümerInnen zu, welche zusammen die Einberufung einer Versammlung verlangen können. Ein solcher Traktandierungsanspruch einer einzelnen Eigentümerin oder eines einzelnen Eigentümers wird in der Rechtslehre jedoch verneint. Ein Begehren zur Traktandierung eines Geschäfts muss demnach im Normalfall von 1/5 der EigentümerInnen gestellt werden.

Die Versammlung kann verbindlich nur über Themen beschliessen, welche «gehörig» traktandiert und angekündigt wurden. Ausnahmen sind nur im Rahmen einer Universalversammlung möglich. Eine solche ist gegeben, wenn alle EigentümerInnen an der Versammlung anwesend sind.

Wie ausgeführt, hat eine einzelne Eigentümerin/ein einzelner Eigentümer keinen gesetzlichen Traktandierungsanspruch. Jedoch kann jede Eigentümerin/jeder Eigentümer an der Versammlung Anträge zu angekündigten Traktanden stellen. Dies entspricht dem Meinungsäusserungsrecht, welches allen anwesenden Personen im Rahmen der Versammlung zusteht. Dabei handelt es sich um «Ordnungsanträge», welche sich auf den geplanten Ablauf der Versammlung oder beispielsweise die Teilnahme von Gästen beziehen und um «Sachanträge», welche zur Ergänzung von traktandierten Geschäften gestellt werden können.

Eine rechtsverbindliche Beschlussfassung ist an die einleitend erwähnten Erfordernisse gebunden. Dazu gehört die Fristeinhaltung der Information aller EigentümerInnen sowie die Vollständigkeit des jeweiligen Antrages. Aus den Ausführungen und Beilagen zu einem Antrag muss klar ersichtlich sein, um welche Art von Massnahme es sich handelt. Beizulegen sind Bilder, Pläne, Produktedokumentationen und Angebote, aufgrund derer die Kosten beurteilt werden können. Der Antrag muss zudem die Antragsteller, einen Vorschlag für die Realisierung sowie Hinweise zum erforderlichen Stimmenquorum enthalten. Ergänzend dazu können AntragstellerInnen Zusatzanträge zur Finanzierung des Vorhabens formulieren. Wird beantragt, dass eine geplante Massnahme aus dem Erneuerungsfonds bezahlt werden soll, müssen dabei zwingend die entsprechenden reglementarischen Bestimmungen beachtet werden.

Viele Anträge werden nicht einstimmig gefällt. EigentümerInnen, welche mit einem Beschluss nicht einverstanden sind, haben das Recht, diesen anzufechten. Dabei ist zu beachten, dass nur Anträge angefochten werden können, welche gesetzliche oder reglementarische Bestimmungen verletzen, da Gerichte nicht die Zweckmässigkeit einer Massnahme beurteilen. Das Protokoll der Versammlung muss die Legitimation der Anfechtung dokumentieren, indem entsprechende Gegenstimmen (Enthaltungen reichen nicht) namentlich protokolliert sind.

Immobilien-Fragen können gestellt werden an:
Urs Bolliger Bolliger Neukom Treuhand
Herzogstrasse 14, 5001 Aarau
E-Mail: bolliger@bntreuhand.ch

Ausgangslage: Es liegt im Aufgabengebiet der Bewirtschafterin (früher Verwalter genannt), die jährlich durchzuführende Versammlung vorzubereiten und nach den reglementarischen und gesetzlichen Vorgaben die EigentümerInnen dazu einzuladen. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat diese eine Traktandenliste zu erstellen. Neben den Standardthemen (Versammlungsablauf, Protokoll der letzten Versammlung, Jahresrechnung, Budget und Verschiedenes) sind darin, Anträge für Verwaltungshandlungen oder zu baulichen Massnahmen zur Werterhaltung zu traktandieren. Ein «Traktandierungsrecht» steht auch der Anzahl von EigentümerInnen zu, welche zusammen die Einberufung einer Versammlung verlangen können. Ein solcher Traktandierungsanspruch einer einzelnen Eigentümerin oder eines einzelnen Eigentümers wird in der Rechtslehre jedoch verneint. Ein Begehren zur Traktandierung eines Geschäfts muss demnach im Normalfall von 1/5 der EigentümerInnen gestellt werden.

Die Versammlung kann verbindlich nur über Themen beschliessen, welche «gehörig» traktandiert und angekündigt wurden. Ausnahmen sind nur im Rahmen einer Universalversammlung möglich. Eine solche ist gegeben, wenn alle EigentümerInnen an der Versammlung anwesend sind.

Wie ausgeführt, hat eine einzelne Eigentümerin/ein einzelner Eigentümer keinen gesetzlichen Traktandierungsanspruch. Jedoch kann jede Eigentümerin/jeder Eigentümer an der Versammlung Anträge zu angekündigten Traktanden stellen. Dies entspricht dem Meinungsäusserungsrecht, welches allen anwesenden Personen im Rahmen der Versammlung zusteht. Dabei handelt es sich um «Ordnungsanträge», welche sich auf den geplanten Ablauf der Versammlung oder beispielsweise die Teilnahme von Gästen beziehen und um «Sachanträge», welche zur Ergänzung von traktandierten Geschäften gestellt werden können.

Eine rechtsverbindliche Beschlussfassung ist an die einleitend erwähnten Erfordernisse gebunden. Dazu gehört die Fristeinhaltung der Information aller EigentümerInnen sowie die Vollständigkeit des jeweiligen Antrages. Aus den Ausführungen und Beilagen zu einem Antrag muss klar ersichtlich sein, um welche Art von Massnahme es sich handelt. Beizulegen sind Bilder, Pläne, Produktedokumentationen und Angebote, aufgrund derer die Kosten beurteilt werden können. Der Antrag muss zudem die Antragsteller, einen Vorschlag für die Realisierung sowie Hinweise zum erforderlichen Stimmenquorum enthalten. Ergänzend dazu können AntragstellerInnen Zusatzanträge zur Finanzierung des Vorhabens formulieren. Wird beantragt, dass eine geplante Massnahme aus dem Erneuerungsfonds bezahlt werden soll, müssen dabei zwingend die entsprechenden reglementarischen Bestimmungen beachtet werden.

Viele Anträge werden nicht einstimmig gefällt. EigentümerInnen, welche mit einem Beschluss nicht einverstanden sind, haben das Recht, diesen anzufechten. Dabei ist zu beachten, dass nur Anträge angefochten werden können, welche gesetzliche oder reglementarische Bestimmungen verletzen, da Gerichte nicht die Zweckmässigkeit einer Massnahme beurteilen. Das Protokoll der Versammlung muss die Legitimation der Anfechtung dokumentieren, indem entsprechende Gegenstimmen (Enthaltungen reichen nicht) namentlich protokolliert sind.

Immobilien-Fragen können gestellt werden an:
Urs Bolliger Bolliger Neukom Treuhand
Herzogstrasse 14, 5001 Aarau
E-Mail: bolliger@bntreuhand.ch

Das Interesse der Besucher war gross. Wer Hunger hatte, genehmigte sich eine Portion «Älplermagronen» und danach warteten auch noch Kaffee und Kuchen. Jolanda Zihlmann sagte am Schluss: «Am 30. November und am 1. Dezember machen wir hier einen kleinen Weihnachtsmärt.»