Ausgaben steigen weiter kräftig an

Ausgaben steigen weiter kräftig an | Der Landanzeiger

Bei einem unveränderten Steuerfuss von 108 Prozent und einem neuen Gesamtumsatzrekord von rund 40 Mio. Franken weist das Budget 2022 der Gemeinde Buchs ein Minus von 1.04 Mio. Franken aus. Dies entspricht gegenüber dem Budget 2021 einer Steigerung von rund 457’000 Franken. Das Ergebnis liegt jedoch unter Berücksichtigung der ausserordentlichen Kostensteigerungen im Rahmen der Prognose gemäss Aufgaben- und Finanzplan 2021 bis 2024.

Ein Jahr nach dem von Corona-Unsicherheiten geprägten Budget 2021 zeigen erste Ertragsprognosen in Richtung Erholung. Das kantonale Steueramt geht davon aus, dass die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie bereits in den kommenden Jahren abklingen werden. Ab 2023 werden bereits wieder steigende Steuererträge von jährlich 2 Prozent erwartet. «Erfreulicherweise zeigen die Buchser-Steuerzahlen bereits im aktuellen Jahr einen weniger starken Rückgang als bisher angenommen», sagt Gemeinderat Tony Süess, Ressortchef Finanzen. «Die Situation bleibt jedoch weiterhin zu unsicher, so dass auf der Ertragsseite noch keine vollständige Entwarnung gegeben werden kann.» Gegenüber dem Rechnungsjahr 2020 wird bereits ab 2022 mit einer Steigerung der Steuern von rund 247’000 Franken gerechnet.

Trotz des deutlichen Aufwandüberschusses wird am bisherigen Steuerfuss von 108 Prozent festgehalten. «Die Unsicherheiten, weiterhin verursacht durch die Corona-Pandemie, sind zum jetzigen Zeitpunkt auf Aufwand- und Ertragsseite nach wie vor so gross, dass eine Steuerfusserhöhung nicht gerechtfertigt ist», Gemeindeammann Urs Affolter. Zur Abfederung eines allfällig negativen Jahresergebnisses 2021 stehen kumulierte Ergebnisse aus drei positiven Vorjahren zur Verfügung.

Bildungs- und Sozialkosten wurden massiv teurer
Im Nettoaufwandvergleich zum Budget 2021 zeigen drei Dienststellen eine sinkende Kostentendenz, während bei fünf Dienststellen Kostensteigerungen resultieren. Insbesondere die Ausgaben im Bildungsbereich steigen aufgrund der höheren Besoldungsanteile an die Kreisschule und den Kanton. «Der Grund dafür liegt in erster Linie bei den wachsenden Schülerzahlen und der Revision des Lohnsystems für Lehrpersonen und Schulleitungen Volksschule», sagt Tony Süess. Die Mehrkosten gegenüber dem Budget 2021 zu Gunsten der Bildung betragen insgesamt 960’100 Franken.

Eine weitere Kostensteigerung verzeichnet der Bereich Soziale Sicherheit. Die Mehrkosten gegenüber dem Vorjahresbudget betragen rund 280’000 Franken. Besonders auffällig ist die Kostensteigerung im Bereich der Beiträge gemäss KiBeg (Kinderbetreuungsgesetz) (100’000 Franken) und im Bereich Sozialhilfe und Asylwesen (rund 180’000 Franken.

Weiterhin erhöhtes Investitionsvolumen
Nachdem in den Jahren 2020 und 2021 die ersten grossen Tranchen für den Neu- und Rückbau der Schulanlage Risiacher geleistet wurden, steht dieses Projekt auch im kommenden Jahr nochmals im Fokus. Die letzte Tranche zu Lasten der Investitionsrechnung wird für den Rückbau des alten Gebäudes und die Umgebungsarbeiten eingesetzt. Insgesamt werden 2.3 Mio. Franken dafür budgetiert. Komplettiert werden die Nettoinvestitionen von insgesamt rund 3.4 Mio. Franken mit diversen dekretsmässigen Beiträgen an den Ausbau der Strassen sowie zwei Ersatzbeschaffungen von Fahrzeugen des Bauamtes. Auch die Flutlichtanlage der Sportanlage Suhrenmatte soll ersetzt werden und für eine neue Platzgestaltung im Raum Oberdorfstrasse ist ein Betrag eingesetzt. Der Gemeinderat plant eine Lohnerhöhung von einem Prozent (entspricht 52’000 Franken) für punktuelle Anpassungen in der Verwaltung. «Wir hatten während mehreren Jahren eine Nullrunde», sagt Gemeindeammann Urs Affolter. Der Stellenplan bleibt unverändert, es sind keine zusätzlichen Stellen geplant.

Jugendfest im Jahr 2023
Aufgrund der Festivitäten in der Gemeinde wird das Jugendfest auf 2023 verschoben. Im Budget werden 50’000 Franken Rückstellungen pro Jahr gemacht, damit das Fest 2023 nicht zu sehr zu Buche schlägt.

Eigenwirtschaftsbetriebe
Eine weiterhin positive Bilanz kann bei den Eigenwirtschaftsbetrieben gezogen werden. Während bei der Abwasserbeseitigung, unter anderem wegen des höheren Beitrags an den Regionalen Abwasserverband, mit einem Aufwandüberschuss von 113’500 Franken gerechnet wird, werden bei den beiden Betrieben Wasserwerk und Abfallbeseitigung deutliche Ertragsüberschüsse prognostiziert.

Das Wasserwerk schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 403’100 Franken ab und die Abfallbeseitigung erwartet einen Gewinn von 105’700 Franken. Trotz den unterschiedlichen Ergebnissen stehen alle drei Betriebe weiterhin auf einem soliden finanziellen Fundament, welches die Eigenfinanzierung der anstehenden Investitionen problemlos ermöglicht.

Siegerprojekt für Ausbau erkoren

Siegerprojekt für Ausbau erkoren | Der Landanzeiger

Das Alterszentrum Suhrhard baut sein Angebot aus. Nebst dem Pflegeheim und einer Alterssiedlung soll nun noch ein Haus für «Betreutes Wohnen plus» dazukommen. Dafür investieren die Verantwortlichen rund 15,5 Millionen Franken. Mitte 2024 sollen die 32 neuen Wohnungen bezugsbereit sein.

Erst vor rund vier Jahren wurde im Alterszentrum Suhrhard ein Neubau mit 100 Pflegeplätzen in Betrieb genommen. Nun wird wieder gebaut. Nebst dem Pflegeheim und der Alterssiedlung, soll auch «Betreutes Wohnen Plus» angeboten werden. «Dieses neue Angebot wird für unterstützungsbedürftige Personen mit einem geringen Pflegebedarf geschaffen, die weiterhin selbständig und in der eigenen Wohnung leben, aber einzelne Servicepakete des Alterszentrums nutzen», sagt VR-Präsident Urs Knecht. Aus diesem Grund hat sich der Verwaltungsrat entschieden, auf dem Areal des Alterszentrums neben dem bestehenden Pflegeheim und der Alterssiedlung einen Neubau mit 32 Wohnungen für 15,5 Millionen Franken zu realisieren.

Sechs Projekte zur Auswahl
Der Gesamtleistungswettbewerb für diesen Neubau «Betreutes Wohnen Plus» umfasste zwei Phasen. In der Präqualifikation wurden im Herbst 2020 durch ein Beurteilungsgremium, zusammengesetzt aus Fachexperten und Vertretern des Alterszentrums, aus einer Vielzahl von Bewerbungen sechs Teams ausgewählt. In der zweiten Phase erarbeiteten die sechs ausgewählten Wettbewerbsteams bis Ende Mai 2021 konkrete Projektvorschläge, welche im Juni 2021 ausführlich begutachtet und bewertet wurden. Aufgrund dieser umfassenden Prüfung entschied sich das Beurteilungsgremium einstimmig für das Projekt «Madame Souza» der Firma Gross Generalunternehmung AG aus Brugg mit dem Architekturbüro kathrinsimmen Architekten ETH SIA aus Zürich.

Siegerprojekt für Ausbau erkoren | Der Landanzeiger
Barbara Burren vom Fachpreisgericht erläutert das Siegerprojekt.

32 Wohnungen für selbständiges Wohnen
Das neue Wohnhaus wird als kompakter Punktbau so in die Gesamtanlage des Alterszentrums gesetzt, dass eine gemeinsame Mitte für alle drei Gebäude des Alterszentrums entsteht.
Der geplante Bau bietet total 32 Wohnungen: 28 Wohnungen mit 2 Zimmern und 4 Wohneinheiten mit 2.5 Zimmern. Alle 32 Wohnungen sind vollständig für ein selbständiges Wohnen eingerichtet, mit einem Balkon versehen und profitieren von einer guten Besonnung und vielfältigen Ausblicken.
Basierend auf dem Entscheid für das Projekt «Madame Souza» werden nun die weiteren Arbeiten für den Neubau «Betreutes Wohnen Plus» in Angriff genommen. Nach Abschluss der Projektbereinigungs- und Vertragsarbeiten werden ab anfangs 2022 die Planungs- und Baubewilligungsarbeiten durchgeführt, damit anfangs 2023 der Spatenstich für den Neubau erfolgen kann. Geplant ist, dass die neuen Wohnungen Mitte 2024 bezugsbereit sind.


Das «Suhrhard» wurde 1980 als Alters- und Leichtpflegeheim konzipiert. Im Sommer 2017 kam der Neubau mit 100 Pflegeplätzen dazu. Zum Angebot gehört auch ein geschützter Wohnbereich für Menschen mit Demenz. Die Alterssiedlung mit 43 Wohneinheiten ergänzt das Angebot des Pflegeheimes und ermöglicht zusätzlich 55 Bewohnenden ein eigenständiges Leben mit betreutem Wohnen. Rund 150 Mitarbeitende engagieren sich für das Wohlergehen der Bewohnenden des Alterszentrums.

Siegerprojekt für Ausbau erkoren | Der Landanzeiger
Die Liegenschaften bilden künftig eine harmonische Einheit.

Post startet Umbau für regionales Paketzentrum und schafft 60 Stellen

Post startet Umbau für regionales Paketzentrum und schafft 60 Stellen | Der Landanzeiger

Die Post hat am 6. September mit den Umbauarbeiten für die zwei neuen regionalen Paketzentren in Buchs (AG) und Pratteln (BL) begonnen. Künftig erfolgt die Paketverarbeitung direkt in der Region. So werden Transportwege und -zeiten verkürzt. Insgesamt investiert die Post an den beiden Standorten 90 Millionen Franken und schafft 110 neue Stellen.

Die Mitarbeitenden der Schweizerischen Post verarbeiten wegen des florierenden Onlinehandels immer mehr Pakete. Zudem stiegen die Päcklimengen durch Corona im vergangenen Jahr sprunghaft an: 2020 zählte die Post über 191 Millionen Pakete auf ihren Sortieranlagen. Das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahr – ein absoluter Rekord. Und die Zahlen steigen weiter.

Post setzt auf regionale Sortierzentren
Um die stetig steigenden Paketmengen auch in Zukunft bewältigen zu können, investiert die Post in neue Standorte und vergrössert ihre Sortierkapazität. Dies ist auch nötig, weil die Kundschaft ihre Pakete immer schneller bei sich zu Hause möchte. Heute werden bereits 55 Prozent der Pakete als PostPac Priority verschickt, vor 15 Jahren waren es noch weniger als 20 Prozent. Die Post baut neue regionale Paketzentren, um die Pakete schneller zu verarbeiten und um lange Transportwege zu vermeiden. Die aufgegebenen Pakete werden so immer öfter gleich in der Region sortiert und anschliessend in der Re gion verteilt. Das ist ein logistisch logischer Schritt, der zudem auch ökologisch sinnvoll und nachhaltig ist. In der Nordwestschweiz haben die Umbauarbeiten für zwei neue regionale Paketzentren in Buchs (AG) und Pratteln (BL) am 6. September begonnen. Für die beiden Paketzentren überbaut die Post nicht neue Flächen, sondern sie nutzt bereits bestehende Gebäude in erschlossenen Industriezonen.

Post schafft in Buchs 60 zusätzliche Stellen
In Buchs baut die Post für rund 15 Millionen Franken die Liegenschaft am Amsleracherweg 6 um. Ab Sommer 2022 laufen dort täglich bis zu 90’000 Pakete über die Förderbänder der Sortieranlagen. Pakete für den Grossraum Aarau, Seetal, Suhrental und Lenzburg machen nicht mehr den Umweg über Härkingen, sondern werden neu direkt ab Buchs zugestellt. Rund 175 Mitarbeitende sind künftig im neuen Paketzentrum tätig. Ein Teil davon zieht von den bestehenden Zentren Härkingen und Mägenwil nach Buchs um, 60 Stellen entstehen neu.

Post ist ein wichtiger regionaler Arbeitgeber
Die Bedeutung der Post als wichtiger regionaler Arbeitgeber nimmt damit noch zu: Sowohl in Buchs als auch in Pratteln ist künftig rund jeder 30. Beschäftigte bei der Post tätig, im Dienstleistungssektor ist es sogar rund jede 20. beschäftigte Person. «Die Standorte in Buchs und Pratteln sind für uns ein Glücksfall», betont Jean-Pierre Stettler, Leiter Netzrealisierung bei Logistik- Services. «Sie sind beide verkehrstechnisch gut erschlossen und haben einen Autobahnanschluss. Da wir vermehrt Pakete verarbeiten mit Waren, die heute online bestellt und morgen ausgeliefert werden, sind wir auf gut erreichbare Verkehrsknotenpunkte angewiesen. Für die beiden Standorte spricht zudem, dass es sich um Industriequartiere handelt und dass die Zu- und Wegfahrten nicht durch bewohnte Gebiete erfolgen.»

Post plant weitere regionale Paketzentren
Bis 2030 soll das schweizweite Logistiknetz der Post mindestens 15 Standorte für die Paketsortierung umfassen. Zur Entlastung der seit längerem bestehenden drei grossen Paketzentren in Daillens (VD), Härkingen (SO) und Frauenfeld (TG) hat die Post in den beiden vergangenen Jahren bereits vier neue regionale Zentren in Cadenazzo (TI), Vétroz (VS), Ostermundigen (BE) und Untervaz (GR) in Betrieb genommen. Weitere Zentren sind vorgesehen. Insgesamt investiert die Post bis 2030 schweizweit 1,2 Milliarden Franken in die Erweiterung der Sortierkapazitäten, damit die Kundschaft ihre Pakete auch künftig zuverlässig und fristgerecht erhält.

Pumptrack für die Jugend der Region

Pumptrack für die Jugend der Region | Der Landanzeiger

Bei der Sportanlage Suhrenmatte in Buchs soll ein fixer Pumptrack für die Jugend der Region entstehen. Das Baugesuch liegt ab morgen Freitag offiziell auf. Das Crowdfunding startet am 18. Juni auf www.lokalhelden.ch.

«Ein Velospielplatz sollte so selbstverständlich zu einer zeitgemässen Infrastruktur gehören wie zum Beispiel eine Tschuttiwiese und andere Spiel- und Sportplätze», sagt Simon Kaufmann vom Verein Pumptrack Aarau. «Aus unserer Sicht kommt das Velofahren als Freizeitbeschäftigung in der heutigen Gesellschaft zu kurz.» Dem will der Verein Pumptrack Aarau entgegenwirken und den Kindern und Jugendlichen der Region einen solchen Velospielplatz bei der Sportanlage Suhrenmatte in Buchs zur Verfügung stellen. Gleich neben dem Veloweg und hinter der Turnhalle soll sich der Pumptrack befinden. Dort auf gut 1000 m2 wird dann ein knapp 200 Meter langer abwechslungsreicher Rundkurs gebaut. Das Baugesuch dafür liegt ab dem 11. Juni bei der Gemeinde Buchs auf.

60’000 Franken mit Crowdfunding
Der Verein rechnet dabei mit Gesamtkosten von 300’000 Franken. «In den letzten Monaten haben wir bereits sehr viele Zusagen von tollen Sponsoren erhalten und rechnen mit einem Beitrag aus dem Swisslos-Sportfonds des Kantons Aargau», erzählt Simon Kaufmann. Es fehlen noch 60’000 Franken, die der Verein mittels Crowdfunding decken möchte. Das Crowdfunding läuft ab dem 18. Juni über die Plattform www.lokalhelden.ch. «Man kann uns aber auch als Gönner direkt unterstützen oder eine oder mehrere der feinen Pumptrack-Spezialartikel bei den beiden Buchser Bäckereien kaufen», so Simon Kaufmann.

Begeisterung und Gegenwind
Das Projekt Pumptrack stösst auf sehr viel Unterstützung quer durch die Bevölkerung und auch der Verein zählt mittlerweile über 100 Mitglieder. Es gibt aber auch Gegenwind wie Simon Kaufmann sagt: «Einige Anwohner der Suhrenmatte sind mit der Standortwahl nicht zufrieden und befürchten Lärmprobleme.» Sie hätten auch bereits angekündigt Einsprache zu erheben. Der Verein und der Gemeinderat sind jedoch weiterhin vom Standort überzeugt. «Der Standort ist zu Fuss oder auf dem Velo super erreichbar. Und der Abstand zu den nächsten Anwohnern ist mit über hundert Meter sehr gross. Ausserdem gibt es auf der Sportanlage Trinkwasser und auch ein WC, welches man benutzen kann», erklärt Simon Kaufmann die Standortwahl. «Es gibt sehr viele positive Beispiele von Pumptracks, bei welchen es trotz der Lage direkt im Wohnquartier zu keinen Problemen kam und wir glauben ganz fest, dass es auch in der Suhrenmatte zu einem guten Miteinander kommen wird.»

Weitere Informationen gibt es auf www. pumptrack-aarau.ch. Das Projekt beim Crowdfunding unterstützen kann man über lokalhelden.ch.

Bäcker mit Herz: 60 Jahre Jaisli-Beck

Bäcker mit Herz: 60 Jahre Jaisli-Beck | Der Landanzeiger

Vor 60 Jahren, genau am 1. März 1961, begann die Bäcker-Familie Jaisli in Buchs zu backen. Der Familienbetrieb ist stetig gewachsen, kreativ, engagiert und bekannt als «Bäcker mit Herz».

Das Herz und die Seele des Buchser Familienbetriebes sind Heidi und Beat Jaisli, die den Betrieb von den Eltern Hansueli und Erika Jaisli übernommen, vor einigen Jahren Sohn Marc zur Geschäftsführung mit Unterstützung durch Tochter Sandra Meier-Jaisli übergeben haben. Das Unternehmen ist hauptsächlich in der Grossregion Aarau tätig und neben den drei Standorten im Keiserpark Buchs, im Einkaufszentrum Telli und im City-Märt Aarau der ideale Partner rund um den Genuss von Backwaren aller Art. Zusammen mit Kreativität und Ideenreichtum gehören der freundliche Service und die persönliche Bedienung zum Credo der Bäckerei.

«Nach all den Jahren kennen wir die verschiedensten Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden bestens», blickt Marc Jaisli zurück. «Wir wollen bisherige und neue Kunden optimal bedienen und für sie Zeit haben». Jaisli’s sind Bäcker aus Leidenschaft und Marc Jaisli ist die treibende Kraft, wenn es um attraktive und überraschende Ideen sowie neue Produkte geht, die man nicht erwartet. Dabei spielen die regionale Vernetzung, die Kooperation mit örtlichen Lieferanten und das soziale Engagement eine wichtige Rolle. «Mit der dritten Generation sowie dem jungen und kreativen Team hat auch die Neuzeit in Firmenstruktur, Produktion und Kommunikation Einzug gehalten», stellt Senior-Chef Beat Jaisli mit Freude fest.

Auch nach 60 Jahren blickt Familie Jaisli mit Zuversicht und voller Energie in die vielversprechende Zukunft. «Wir sind voller Tatendrang und wollen als Unternehmen mit Freude einen Beitrag zur guten wirtschaftlichen Entwicklung der Region leisten», versichert Marc Jaisli, der mit seinen regelmässigen Botschaften und Geschichten aus der Backstube in den sozialen Medien breite Bekanntheit und Akzeptanz erlangt hat.

Jubiläumsbrot und Kundengeschenk
Auch in schwierigen Zeiten will Jaisli-Beck das Firmenjubiläum mit den treuen Mitarbeitenden und den Kunden feiern. Am Montag, 1. März wird das «Jubiläumsbrot 1961» lanciert und jeder Kunde erhält ein «Herznascherli» geschenkt. Bis Ende März 2021 geht für jeden 60. Kunden in allen Verkaufsstandorten der Einkauf aufs Haus. «Auch wenn jetzt keine grosse Party möglich ist, werden wir über das ganze Jahr Jubiläumszeichen setzen und sobald als möglich so richtig feiern», stellt Marc Jaisli in Aussicht. Geburtstage lassen sich nicht verschieben und für die jubilierende Familie Jaisli, für die Mitarbeitenden und die Kundinnen und Kunden das Wichtigste, «darum freuen wir uns auf jede Gelegenheit, sie als Bäckerfamilie mit Herz glücklich zu machen.»

www.jaisli-beck.ch

Bäcker mit Herz: 60 Jahre Jaisli-Beck | Der Landanzeiger

Ein ganzes Jubiläumsjahr wird auf 2022 verschoben

Ein ganzes Jubiläumsjahr wird auf 2022 verschoben | Der Landanzeiger

2021 hätte für Buchs und ganz besonders für das Buchser Gewerbe ein freudiges Jahr sein sollen. Der Gewerbeverein feiert nämlich in diesem Jahr den 100. Geburtstag. Wobei «feiern» nun eben das falsche Wort ist. Die Jubiläums-Generalversammlung, die am 21. März im Stile des Jahres 1921 stattgefunden hätte, ist abgesagt beziehungsweise um ein Jahr verschoben. Genau so auch die Sonderausstellung «100 Jahre Gewerbe Buchs» im Dorfmuseum.

Die ganze Jubiläums-Sause hätte im Oktober mit der Gewerbeausstellung Buga21 seinen Abschluss und Höhepunkt gefunden. Der Vorstand des Gewerbevereins und das OK der Buga haben nun aber bekannt gegeben: «Schweren Herzens haben wir beschlossen, dass die BUGA21 aufgrund der unsicheren Planung im Jahr 2021 nicht stattfinden wird.» Doch das «Buchser Gwärb» steckt den Kopf deswegen nicht in den Sand und lässt sich nach dem Motto «100 + 1» einfach 2022 feiern. Die Buga wird dementsprechend neu vom 28. bis 30. Oktober 2022 durchgeführt.

Auch am Jugendfest, das eigentlich am 26. Juni 2021 hätte stattfinden sollen, wollte sich das Buchser Gewerbe gebührend präsentieren. Dieses wurde aber schon zuvor verschoben. Ein Datum im 2022 steht zwar noch nicht fest, aber so ergäbe sich für den Gewerbeverein die Möglichkeit, das gesamte Jubiläums-Festprogramm doch wie geplant durchzuführen, halt eben mit «100 + 1» Jahren.

Buchs erhält Hopfenbuche von Möriken-Wildegg

Buchs erhält Hopfenbuche | Der Landanzeiger

Die gemeinderätliche Umwelt- und Heimatschutzkommission von Buchs konnte dieses Jahr coronabedingt den Bring- und Holtag nicht durchführen. Die Kommission entschied sich für die Gestaltung einer «Klimaoase», um trotzdem etwas Nachhaltiges für die Bevölkerung tun zu können. Der entsprechende Antrag, der auch ein Zeichen mit dem Umgang des Klimawandels setzt, unterstützte der Gemeinderat sehr gerne.

Die «Klimaoase» ist ein Umweltschutzprojekt, das vom Naturama Aargau, der Abteilung Landschaft und Gewässer sowie dem Bundesamt für Umwelt koordiniert wird. Das Ziel ist bis Ende 2021 im Kanton Aargau 25 Bäume im Siedlungsgebiet zu pflanzen.

Für den Wert der Bäume sensibilisieren
Am 11. Dezember war es so weit. Die «Klimaoase» von Buchs wurde, coronabedingt im kleinen Kreise, eingeweiht. Mitten im Zentrum, gegenüber dem Gemeindehaus, steht jetzt eine junge Hopfenbuche. Beat Fehlmann, der Gemeinderat von Möriken-Wildegg überreichte Walter Wyler, Gemeinderat von Buchs das offizielle «Klimaoase»-Zertifikat. Walter Wyler hofft mit dem Pflanzen dieses symbolischen Baumes die Bevölkerung für den Wert der Bäume weiter zu sensibilisieren. Thomas Baumann vom Naturama weist darauf hin, dass Bäume zur Steigerung der Lebensqualität der Bevölkerung beitragen. Sie bringen Schatten und mehr Grün zwischen Stein und Beton. In ein paar Jahren wird die Buchser Hopfenbuche an heissen Tagen in der Lage sein die Luft unter seinem Blätterdach, um gefühlte 15 Grad abkühlen zu können.

Mit der Aktion «Klimaoase» können Gemeinden bereits jetzt auf den fortschreitenden Klimawandel und die -zunehmenden Hitzetage reagieren. Da dieses Problem nur gemeinsam gemeistert werden kann, wird Buchs im nächsten Februar der Gemeinde Stein eine Klimaoase überreichen.

Einschulungsklassen werden vorerst wieder eingeführt

Vor rund einem Jahr hat die Kreisschulpflege Aarau-Buchs auf Antrag aller Primarschulleitungen die Einschulungsklassen aufgehoben. Nach einem Entscheid des kantonalen Departements Volkswirtschaft und Inneres muss das Angebot geführt werden, weil es namentlich im Zweckartikel der Satzungen genannt ist.

«Die Kreisschule Aarau-Buchs ist eine integrative Schule, in der möglichst alle Schülerinnen und Schüler in Regelklassen unterrichtet werden.» Aufgrund dieses Grundsatzes in den strategischen Leitsätzen der Kreisschule Aarau-Buchs, der rückläufigen Schülerzahlen in Einschulungsklassen und eines entsprechenden Antrags der Geschäfts- und Schulleitung hat die Kreisschulpflege das Angebot der Einschulungsklasse aufgehoben. Die Kinder werden in der Regelklasse unterrichtet. Die Klassenlehrperson und heilpädagogische Förderlehrpersonen begleiten Kinder mit erhöhtem Förderbedarf situativ.

Hätte nicht aufgehoben werden dürfen
Gegen diese Aufhebung des Angebots wurde am 20. März 2020 bei der Gemeindeabteilung des DVI eine Beschwerde eingereicht. Seit dem 3. November 2020 liegt der Entscheid des Kantons vor. Das Angebot hätte aufgrund einer Formulierung im Zweckartikel der Satzungen nicht aufgehoben werden dürfen. Namentlich erwähnte Angebote im Zweckartikel sind als solche zu führen.

Die Kreisschulpflege begrüsst diese -juristische Klärung und nimmt den Entscheid des DVI an. Die Einschulungsklasse soll per Schuljahr 2021/ 22 wieder in das schulische Angebot aufgenommen werden. Aktuell erhebt die Schule den Bedarf bei Kindern des zweiten Kindergartenjahrs und der ersten Klasse Primarschule. Voraussichtlich wird die Einschulungsklasse im Schulhaus Schachen in Aarau sowie eine allfällige zweite Klasse im Perimeter Buchs geführt.

Kreisschule strebt Anpassung der Satzungen an
Es ist für eine Schule wichtig, ihre Angebote bedarfsgerecht ausrichten zu können. Gerade im Förderbereich sollen die schulischen Angebote auf den situativen Bedarf der Kinder angepasst werden können. Dabei gilt es, nebst der rechtlichen Verpflichtung, vor allem auch pädagogische und organisatorische Gründe für oder gegen die Führung eines schulischen Angebots zu berücksichtigen.
Die Schule braucht dafür einen gewissen Handlungsspielraum. Aus diesem Grund wird die Kreisschulpflege den Prozess zur Anpassung des Zweckartikels in den Satzungen lancieren. Spezialklassen, wie die Einschulungsklasse, unterliegen einem volatilen Bedarf und sollen nicht länger namentlich im Zweckartikel erwähnt sein. Die Kreisschulpflege wird einen entsprechenden Antrag ausarbeiten. Über Satzungsänderungen entscheiden die Einwohnerräte von Aarau und Buchs abschliessend.

Corona-Jahr: Mehr Abfall, weniger Fernwärme

Aussenshredder KVA Buchs | Der Landanzeiger

In den ersten zehn Monaten diese Jahres sind in der KVA Buchs 3,8 Prozent mehr Abfälle angeliefert worden als in der Vorjahresperiode. Wegen der milden Temperaturen ging der Absatz von Fernwärme um fast 13 Prozent zurück.

114’113 Tonnen Abfall hat die Kehrichtverwertungsanlage KVA Buchs von Januar bis Oktober angeliefert bekommen. Im gleichen Zeitraum 2019 waren es 4201 Tonnen weniger gewesen. Zur gestiegenen Abfallmenge um 3,8 Prozent trugen die Gemeinden mit +3,9 Prozent sowie Industrie und Gewerbe mit +4.6 Prozent bei. Die Vertragspartner – unter anderem der Landkreis Waldshut – lieferten 2 Prozent weniger an. Schon während des Lockdowns im Frühling hatte sich gezeigt, dass die Haushalte mehr Abfall produzieren: im März +6 Prozent gegenüber des Vorjahrs. Direkte Anlieferungen von Privatpersonen waren während des Lockdowns nicht erlaubt. Diese machen aber ohnehin nur einen Bruchteil (0,5 Prozent der Abfallmenge) aus.

Die via Fernwärme Wynenfeld AG (FEWAG) verteilte Energie aus der Verbrennung ging hingegen um 12,9 Prozent und damit deutlich zurück auf 44’490 Megawattstunden (MWh). «Es war im Vergleich zum Vorjahr schlicht und einfach zu warm», sagte Harald Wanger, der Geschäftsleiter der KVA Buchs, an der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbands für Kehrichtbeseitigung Region Aarau-Lenzburg (GEKAL) in Erlinsbach AG. Daher konnte mehr Energie in Elektrizität umgewandelt werden: Die Stromproduktion stieg um 11,7 Prozent auf 69’509 MWh, wobei die Strompreise seit einiger Zeit sinken.

Auswirkungen des Lockdown
An der Versammlung nahmen Abgeordnete aus 22 der 83 Verbandsgemeinden (inklusive Gemeindeverband für Abfallbeseitigung Oberes Fricktal) teil. Die aktuelle Covid-19-Verordnung erlaubt – unter Einhaltung der Schutzmassnahmen – unaufschiebbare Versammlungen von öffentlich-rechtlichen Körperschaften, auch wenn über 50 Personen zusammentreffen. Die Abgeordnetenversammlung hatte den Geschäftsbericht 2019, die Rechnung 2019 und das Budget 2021 zu genehmigen (beide mit einem Ertagsüberschuss von rund 61’000 bzw. 97’000 Franken). Im Frühsommer hatte die Versammlung wegen Corona nicht durchgeführt werden können.

Die KVA-Mannschaft blieb von Krankheitsfällen verschont. Die Umstellung auf Home-Office für Verwaltungsmitarbeitende sei jedoch eine Herausforderung gewesen, die Beschaffung von Staubmasken – die in der KVA auch ohne Pandemie bei staubigen Arbeiten getragen werden – zwischenzeitlich gar ein «grosses Problem», so Harald Wanger. Die Revisionen der beiden Ofen-linien mussten verschoben werden.

Fernwärme-Ausbau im Gang
Die Arbeiten für den Ausbau der Fernwärmelieferungen sind im vollen Gang. Voraussichtlich ab Frühling 2021 wird die Mittelland Molkerei in Suhr ihre Prozesswärme in Form von Dampf ab der KVA Buchs beziehen. Im Herbst dürfte auf der Anlage eine neue Heizzentrale in Betrieb gehen. Sie wird Heisswasserleitungen für Komfortwärme speisen, mit der Haushalte in den umliegenden Gemeinden versorgt werden. Bei der FEWAG, die mehrheitlich dem GEKAL gehört, rechnet man damit, bis 2045 über 200’000 MWh Wärmeenergie abgeben zu können. 

Die neue Dampf-Fernwärmeleitung | Der Landanzeiger
Die neue Dampf-Fernwärmeleitung führt von der KVA zur Molkerei in Suhr. In den Graben werden auch Heisswasserleitungen verlegt.

Die Fusion zur «KVAargau» ist vom Tisch

KVA Buchs keine Fusion | Der Landanzeiger

Die Kehrichtverwertungsanlagen (KVA) Buchs und Turgi verzichten auf eine Fusion. Detaillierte Abklärungen haben ergeben, dass eine betriebliche Zusammenlegung zu wenige Vorteile mit sich bringen würde. Das Kooperationsprojekt KVAargau ist damit beendet.

Seit 2018 prüfen die KVA Buchs und die KVA Turgi eine strategische Zusammenarbeit. 2019 wurde entschieden, im Fall eines Zusammengehens weiterhin an beiden Standorten eine Kehrichtverwertungsanlage zu betreiben. Jetzt ist auch die zweite Projektphase abgeschlossen. Darin wurde geprüft, in welcher Form die Anlagen künftig unter einem gemeinsamen organisatorischen Dach betrieben werden könnten. Das Ergebnis der Analyse von verschiedenen Varianten lautet: Eine betriebliche Zusammenlegung hätte zu wenige Vorteile gegenüber den heutigen Organisationsformen, das schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung. Die Projektleitung hat sich darauf geeinigt, auf weitere Abklärungen zu verzichten. Die Vorstände der beiden Gemeindeverbände als Trägerschaften der KVAs haben den Projektabschluss genehmigt.

Anlage kann länger betrieben werden
Die KVA Buchs gewann im Projektverlauf zudem neue Erkenntnisse über den Erneuerungsbedarf für eine ihrer Ofenlinien. Diese kann länger als ursprünglich geplant weiterbetrieben werden. Das bedeutet, dass die Anlagenerneuerungen in Buchs und Turgi – Auslöser des Projekts KVAargau – zeitlich weiter auseinanderliegen, als zu Projektbeginn bekannt war. Für die Investitionen hat dies zur Folge, dass im Beschaffungswesen kein Synergieund damit kein Sparpotenzial besteht.

Kostenoptimierung auch ohne Zusammenlegung möglich
Bei den Betriebskosten hätte vor allem auf der obersten Führungsebene gespart werden können (nur noch eine statt zwei Geschäftsleitungen). Eine Kostenoptimierung ist allerdings auch ohne Zusammenlegung möglich, indem die beiden Anlagen ihre bisherige Zusammenarbeit intensivieren.

Schon heute kooperierten die KVA Buchs und die KVA Turgi, etwa bei der Annahme von Importkehricht aus dem süddeutschen Raum. Die Verantwortlichen streben nun punktuell weitere gemeinsame Projekte an. «Die wertvollen Erkenntnisse aus dem Projekt KVAargau und das gute Einvernehmen werden auch in Zukunft genutzt», sagen die Präsidenten der Gemeindeverbände der KVA Buchs, Christoph Wasser, und der KVA Turgi, Roger Huber.

Dreimal Gold für Aline Seitz

Aline Seitz (links) und Michelle Andres | Der Landanzeiger

An den Bahnrad-Schweizermeistermeisterschaften in Genf sicherte sich die Buchserin Aline Seitz (23) vom RC Gränichen bei allen Disziplinen die Goldmedaille.

Die Bahn des Velodroms in Genf ist mit 166 m viel kürzer, dafür auch viel steiler im Vergleich zu Grenchen mit 250 m. Dies nutze Aline Seitz beim ersten Rennen, dem Scratch. Gleich zu Beginn des Rennens setzte sich die Buchserin an die Spitze des Feldes. Sie versuchte das Tempo hoch zu halten, um ihre Gegnerinnen müde zu machen. Zwei Runden vor Schluss attackierte sie. Sie sprintete die zwei Runden voll durch und sicherte sich den Schweizermeistertitel.

Beim Ausscheidungsrennen positionierte sich Aline Seitz zuerst im Mittelfeld. Je weniger Fahrerinnen im Feld waren, desto gefährlicher wurde es da. Sie liess sich ganz kurz zurückfallen und mit einem beherzten Sprint setzte sie sich an die Spitze. Als nur noch sie und eine italienische Fahrerin im Rennen waren, realisierte die, dass sie bereits den zweiten SM-Titel gewonnen hatte.

Doch das Rennen war noch nicht fertig. Beide Fahrerinnen fuhren ganz oben auf der steilen Bahn. Jede lauerte auf den Angriff der Gegnerin. Kurz nach der zweiten Kurve stach Aline hinunter und liess der Italienerin keine Chance und gewann auch dieses Rennen.

Das letzte Rennen, das Punktefahren ging über 120 Runden. Da Coronabedingt wenig Frauen am Start waren, wurde es ein sehr taktisches Rennen. Die Buchserin sicherte die ersten fünf von zwölf Sprints, was ihr einen kleinen Vorsprung verschaffte. Jetzt galt es, Kräfte zu sparen und die Gegnerinnen im Auge zu behalten. Keine liess die andere davonziehen. So war das Rennen bis zum Schluss offen. Aline liess auch mit ihrem letzten Angriff keine Zweifel aufkommen, dass sie diesen Titel holen wollte. So sicherte sie sich die dritte Goldmedaille an diesem Tag. « Ich habe mich heute sehr gut gefühlt und wusste, dass etwas drin liegen wird.»

Der abgesagte Rüeblimärt ist ihnen nicht Wurst

Gemeinsame Idee für die Rüeblimärt-Woche: Marc Jaisli (links) vom Jaisli Beck und Daniel Berchtold von der Metzgerei Berchtold spannen zusammen | Der Landanzeiger

Weil der Rüeblimärt dieses Jahr nicht stattfindet, kamen zwei Cousins auf eine gute Idee: Marc Jaisli vom Jaisli- Beck und Daniel Berchtold von der Metzgerei Berchtold produzieren ihre Rüeblimärt-Klassiker trotzdem und verkaufen sie in der Woche vom 2. bis 7. November gemeinsam in beiden Geschäften.

Die Rüebli-Bratwürste der Metzgerei Berchtold aus Muhen sind am Aarauer Rüeblimärt jeweils der Renner. Das Gleiche gilt für das Rüebli-Brot vom Jaisli-Beck. In diesem Jahr kann der Rüeblimärt jedoch aus den bekannten Gründen nicht stattfinden. Dennoch möchten die beiden Betriebe ihre beliebten Rüebli-Produkte unters Volk bringen. Also setzte sich Daniel Berchtold von der Metzgerei Berchtold mit seinem Cousin Marc Jaisli vom Jaisli Beck an einen Tisch und die beiden entwarfen eine gemeinsame Aktion: «Wir werden unsere Rüeblimärt- Klassiker eine ganze Woche lang in beiden Betrieben verkaufen», erklären sie, «das heisst, dass Berchtolds Rüebli-Bratwurst und die Rüebli-Lyonerwurst in allen Jaisli Beck-Filialen erhältlich sind und es im Gegenzug Jaislis Rüeblibrot und den Rüebli-Halbmond auch in der Metzgerei Berchtold in Muhen gibt.»

Grillstand am Rüeblimärt-Mittwoch
Diese gemeinsame Aktion läuft in der Woche des geplanten Aarauer Rüeblimärts, also vom Montag, 2. November bis und mit Samstag, 7. November. Am eigentlichen Rüeblimärt-Tag, am Mittwoch, 4. November, gibt es in der Metzgerei Berchtold für die Kunden gratis einen Jaisli-Rüebli-Muffin. Vor der Metzgerei an der Hauptstrasse 36 in Muhen steht an diesem Tag zudem ein Grillstand, an dem die Rüebli-Bratwurst angeboten wird.

Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Firmen zusammenarbeiten. Das gesamte Brotsortiment der Metzgerei Berchtold stammt seit vielen Jahren vom Jaisli-Beck, so auch das beliebte Landanzeiger-Brot. Im Gegenzug bezieht der Jaisli-Beck alle Fleischwaren für seine Produkte von der Metzgerei Berchtold.

Die beiden Cousins – die Mutter von Marc Jaisli und die Mutter von Daniel Berchtold sind Schwestern – zeigen mit ihrer Aktion, dass ihnen der Aarauer Rüeblimärt nicht Wurst ist.

Kontakt

Jaisli Beck

– Buchs Kaiserpark
– Aarau Telli-Center
– Aarau City-Märt
www.jaisli-beck.ch

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Berchtold Fleisch AG

Hauptstrasse 36
5037 Muhen
Telefon 062 723 24 30
www.metzgerei-berchtold.ch

Buchs ist jetzt auch eine «Energiestadt»

Buchs ist «Energiestadt» | Der Landanzeiger

Die Labelkommission des Trägervereins Energiestadt hat Buchs mit dem Label «Energiestadt» ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wurde der Gemeinde Buchs am 13. Oktober durch Regierungsrat Stephan Attiger und Reto Lindegger, Energiestadt-Botschafter, in einer kleinen Feier übergeben.

«Wir freuen uns, dass wir mit dem Lable Energiestadt ein Statement gegen aussen abgeben können», sagt der Buchser Gemeindeammann Urs Affolter anlässlich der kleinen Übergabefeier im Gemeindesaal. «Es ist aber auch eine Verpflichtung.»

Der Energiestadtprozess dauerte am Ende etwas mehr als ein Jahr. Die Arbeitsgruppe erarbeitete eine Bestandesaufnahme in den sechs Bereichen des Energiestadt-Massnahmenkatalogs: Entwicklungsplanung, Raumordnung; kommunale Gebäude und Anlagen; Ver- und Entsorgung; Mobilität; interne Organisation; Kooperation und Kommunikation. Um Energiestadt zu werden, muss eine Gemeinde mindestens 50 Prozent der Massnahmen erreichen, Buchs steht zurzeit bei 55 Prozent.

50 Prozent erneuerbare Wärme und 100 Prozent erneuerbarer Strom
Buchs hat beispielsweise gepunktet mit der Umsetzung von Tempo-30-Zonen auf drei Viertel der Quartierstrassen und dem 2019 eingeführte Parkierungsreglement. Bei den gemeindeeigenen Liegenschaften werden über 50 Prozent erneuerbare Wärme und 100 Prozent erneuerbarer Strom eingesetzt. Zudem wurden in den letzten Jahren grosse Teile der Strassenbeleuchtung mit LED ersetzt, was zu einer Einsparung von knapp 27 Prozent an Energie führte.

Ein weiteres gutes Beispiel ist der geplante Neubau des Schulhauses Risi-acher im Minergie-Standard, auf dem Dach des Gebäudes soll eine Solarstrom-Anlage installiert werden. Aus-serdem ist dieses Projekt der Treiber für die Versorgung für Teile von Buchs mit Fernwärme der Eniwa AG. Dieser Ausbau ist eine der zentralen Massnahmen für die Zukunft, denn Energiestadt sieht sich als Management Tool, welches die kontinuierliche Verbesserung jeder Gemeinde im Zentrum sieht.

Neben dem Ausbau von erneuerbaren Energien steht in Buchs die Kommunikation sowie Sensibilisierung der Bevölkerung, der Bauherren und Firmen im Vordergrund. «Nur wenn die Idee von Energiestadt nach aussen getragen wird, kann sich die volle Wirkung entfalten», ruft Baudirektor Stephan Attiger auch Private zur Nachahmung auf. Auch in der Verwaltung und Politik werde Energiestadt einen Einfluss haben, sagen die Verantwortlichen. In vier Jahren werde es selbstverständlich sein, bei jedem Projekt, bei jeder Entscheidung und jeder Beschaffung die Kriterien in den Bereichen Energie und Klima miteinzubeziehen.

Schon 430 Energiestädte
Mehrere Gemeinden in der Region haben das Label Energiestadt bereits, es sind dies unter anderem Aarau, Erlinsbach, Küttigen, Lenzburg, Seon und Unterkulm. Schweizweit sind es laut Trägervereins Energiestadt schon über 430.

Pestizide beschäftigen Grundwasserverband

Vorstand des Grundwasserverbands Suhrental | Der Landanzeiger

Die 29. Abgeordnetenversammlung des Grundwasserverbands Suhrental stand ganz im Zeichen der Verunreinigung mit Chlorothalonil-Metabolite im Trinkwasser. Verbandspräsident Walter Wyler (Buchs) referierte über den Zustand des Grundwassers und dessen Reinheitsgebot.

70 Prozent des Grund- und Quellwassers in der Schweiz erfordern keine Aufbereitung oder nur eine einfache Entkeimung, 30 Prozent eine mehrstufige. Im Juli des letzten Jahres wurden Pestizide im Trinkwasser festgestellt, verursacht durch das als krebserregend eingestufte Pflanzenschutzmittel Chlorothalonil. Seit Januar 2020 gilt ein Verbot dieser Substanz. Bedenken für die Bevölkerung bestehen bei einem Grenzwert von 0,1 Mikrogramm/Liter kaum, das Trinkwasser kann bedenkenlos konsumiert werden. Nur in wenigen Schweizer Gemeinden wurde eine Konzentration um mehr als das Zehnfache festgestellt.

Regelmässige Überprüfung
Verunreinigungen werden in relevante und nicht-relevante entsprechend ihrer toxikologischen Eigenschaften eingeteilt. Eine regelmässige Überprüfung des Grundwassers ist angebracht. Walter Wyler, Präsident des Grundwasserverbands, empfiehlt den Suhrentaler Gemeinden, diese alle drei Monate durchzuführen, mindestens aber halbjährlich. Falls eine erhöhte Konzentration festgestellt wird, öfters. Im September ist mit einer neuen Weisung vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zu rechnen, unter Umständen mit einer Anhebung der erlaubten Höchstwerde oder einer längeren Sanierungszeit.

Wer bezahlt den Aufwand?
Wichtige Fragestellungen stehen im Raum. Wie lange bleiben verbotene Stoffe im Grundwasser? Was darf an Zerfallszeit angenommen werden? Eine Überschreitung der Grenzwerte sagt zudem wenig über eine mögliche Gesundheitsgefährdung aus, obwohl sich die Chlorothalonil-Belastung auch auf landwirtschaftliche Produkte wie Gemüse und Obst auswirken kann. Regenfälle helfen durch Verdünnen die Konzentration zu reduzieren und so die Rückstände im Grundwasser abzusenken. Doch wer übernimmt die Kosten für eventuelle Massnahmen? Gemeinden finden, dass der Bund dafür aufkommen müsse, um die hohe Qualität des Trinkwassers auch in Zukunft garantieren zu können.

Maurizio Albino neu im Vorstand
Das Jahresergebnis 2019 des Grundwasserverbands Suhrental endete mit einem Ertragsüberschuss von rund 3600 Franken, das ist weniger als budgetiert. Für externe Berater und Fachexperten musste tiefer in die Tasche gegriffen werden. Für Johnny Strebel hiess der Präsident neu Maurizio Albino von der TBS Strom AG Suhr im Vorstand willkommen. Auf dem Jahresprogramm des Verbands steht die Gewinnung von privaten Grundwassernutzern sowie die jährliche Aktualisierung des hydrologischen Jahrbuchs.

Massive Steuereinbussen wegen Corona

Massive Steuereinbussen wegen Corona | Der Landanzeiger

Mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 108 Prozent und einem Gesamtumsatz von rund 37.7 Mio. Franken weist das Budget 2021 der Gemeinde Buchs einen Aufwandüberschuss von 576‘400 Franken aus.

Das Budget 2021 zeigt auf der Einnahmenseite die ersten Auswirkungen von Corona. Aufgrund der Prognosen des Kanton wurden die Steuereinnahmen der natürlichen und juristischen Personen gemäss kantonaler Weisung nach unten korrigiert. Das Minus bei den Steuererträgen beträgt insgesamt rund 440’000 Franken (250’000 natürliche Personen, 190’000 juristische Personen). Dieser Minderertrag führt, trotz Sparbemühungen, massgeblich zum negativen Gesamtergebnis.

Trotz des deutlichen Aufwandüberschusses bleibt der Steuerfuss bei 108 Prozent. Die Unsicherheiten, verursacht durch die Corona-Pandemie, sind zum jetzigen Zeitpunkt auf Aufwandund Ertragsseite so gross, dass eine Steuerfusserhöhung nicht gerechtfertigt ist. Zur Abfederung eines allfällig negativen Jahresergebnisses 2021 stehen kumulierte Ergebnisse aus den beiden Vorjahren zur Verfügung.

Kosten steigen – Finanzausgleich auch
In vielen Bereichen konnten die für das Jahr 2021 geplanten Ausgaben auf Vorjahresniveau oder tiefer eingesetzt werden. In drei Bereichen steigen die Kosten wiederum ausserordentlich an. Die Ausgaben im Bildungsbereich steigen aufgrund Änderungen im Rahmen des neuen Lehrplanes sowie den leicht tieferen Betriebskosten der Kreisschule Aarau-Buchs netto um rund 183’000 Franken. Ebenfalls steigend sind die Kosten im Rahmen der Leistungsvereinbarung mit dem Spitex-Verein Buchs. Der Gemeindebeitrag steigt um 90’000 Franken auf neu 620’000 Franken. Ausserdem ist eine weitere Kostensteigerung im Bereich soziale Sicherheit zu verzeichnen.

Erfreulicherweise werden auch in diesem Jahr einige Mehrbelastungen durch den höheren Beitrag aus dem innerkantonalen Finanz- und Lastenausgleich teilkompensiert. So steigt die Gesamtentschädigung auf neu 1.522 Mio. Franken (Budget 2020, 1.408 Mio. Franken), was Mehreinnahmen von 114’000 Franken entspricht. Die Hauptgründe für die höheren Beiträge liegen in der sehr tiefen Steuerkraft im Vergleich zu anderen Aargauer Gemeinden und den sehr hohen Ausgaben im Bereich soziale Sicherheit.

Grosser «Brocken» für Schulbau und Strassen
Das hohe Investitionsvolumen in mehreren Teilbereichen zeigt sich auch im aktuellen Aufgaben- und Finanzplan der Gemeinde Buchs. Die Planjahre 2021 bis 2024 weisen einen Investitionsbedarf, vornehmlich im Bereich Schulbau und Strassen, von rund 24,4 Mio. Franken aus. Der Löwenanteil betrifft weiterhin der Neubau des Schulhauses Risiacher, welches ab dem Schuljahr 2022/2023 der Nutzerin übergeben werden soll. Die Investitions- Tranche beträgt im kommenden Jahr 10,25 Mio. Franken. Begleitet wird diese Grossinvestition von zahlreichen dekretsmässigen Beiträgen an die Sanierung der Kantonsstrassen sowie einem Sanierungsprojekt rund um die Abdankungshalle des Friedhofs. Bei den spezialfinanzierten Betrieben Wasserwerk und Abfallbeseitigung zeigt sich ein ähnliches Bild wie in den Vorjahren.

Für das kommende Jahr wird beim Wasserwerk ein Ertragsüberschuss von 277’200 Franken erwartet und bei der Abfallbeseitigung resultiert ein Plus von 106’600 Franken. Beide Betriebe stehen damit auf finanziell solidem Boden was die eigenständige Finanzierung der anstehenden Investitionen massgeblich unterstützt. Eine andere Ausgangslage zeichnet sich bei der Abwasserbeseitigung ab. Aufgrund der höheren Abschreibungen, resultierend aus den bisher getätigten Investitionen, sowie des leicht höheren Beitrags an den regionalen Abwasserverband steigt das Defizit. Für das Jahr 2021 wird mit einem Minus von 116’100 Franken gerechnet, welches durch das vorhandene Eigenkapital gedeckt wird.

Schulgarten in der Suhrenmatte in Buchs

Schulgarten in der Suhrenmatte in Buchs | Der Landanzeiger

Seit einigen Monaten wird unser aller Leben vom Coronavirus mitbestimmt. Die Entstehung des Schulgartens in der Suhrenmatte in Buchs hätte nicht zu einem besseren Zeitpunkt kommen können. Thomas Amrein und Zeliah Cengiz starteten die Umsetzung des Projektes direkt nach der Wiederaufnahme des Unterrichts im Mai. So ergab sich eine gute Möglichkeit, die beiden Klassen mehr aufzuteilen und viel draussen zu arbeiten.

Die Schülerinnen und Schüler haben Beete mit Schnur und Sägemehl ausgemessen, Zaunpfähle eingeschlagen, das von ihnen ausgewählte Saatgut ausgebracht, gejätet, gewässert, Kartoffelkäfer abgelesen und viele weitere Arbeitsschritte kennengelernt, die im Klassenzimmer nicht möglich gewesen wären. Der Schulgarten ist mehr als 800 m2 gross und in drei Teile unterteilt: Privatbeete der Schüler, Auftragsbeete von Kunden und Zucchini- und Kürbissbeete. Es ist schön mitanzusehen, wie motiviert die Schüler während der ganzen Zeit, auch während der Sommerferien, mitanpackten.

Nun blüht der Garten prächtig und es können erste Erträge gepflückt und verteilt werden. Bei der Initiantin Zeliah Cengiz haben wir nachgefragt, wie der Schulgarten entstanden ist und wie es weitergeht.

Aus welchem Bedürfnis heraus ist die Idee des Schulgartens entstanden?
Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass projektartiges Unterrichten die Schüler mehr motiviert und der Lernerfolg grösser ist. Genau wie vom neuen Aargauer Lehrplan vorgegeben steht nicht nur die Schulung der Sach- und Fachkompetenzen im Vordergrund, sondern insbesondere auch die überfachlichen Kompetenzen wie Verantwortung übernehmen, Kommunikation und Zusammenarbeit. Diese werden gefördert und stärken das Selbstkonzept der SchülerInnen. Besonders für Realschüler, die manchmal schulmüde sind oder Mühe haben, sich für einen Stoff zu begeistern, ist solcher Projektunterricht lebensnah, ansprechend und herausfordernd. Plötzlich ist der Schüler, der im Schulzimmer manchmal durch Schwatzen auffällt, der beste und stärkste Arbeiter im Garten. Auf diese positiven Erfahrungen kann man anschliessend im Schulzimmer aufbauen und sie stärken.

Auch war es uns wichtig, den Schülern zu zeigen, was für Arbeitsschritte es braucht, bis die leckeren Pommes oder anderes Gemüse auf dem Teller landen.

Wie sind Sie zu dieser Fläche von 800 m2 gekommen und wo befindet sich diese?
Wegen der Organisation war es uns wichtig, dass der Schulgarten in der Nähe vom Schulhaus Suhrenmatte ist. Mit dem Buchser Landwirt Roger Gysi zusammen haben wir dann die möglichen Plätze begutachtet. So sind wir auf den jetzigen Standort gekommen. Das Land gehört der Gemeinde, wir durften es für einen sehr fairen Betrag pachten. Roger Gysi war uns eine sehr grosse Hilfe und hat den Boden für uns gepflügt und geeggt.

Wie funktioniert das mit den Auftragsbeeten? Wer ist Abnehmer für diese Produkte?
Wir haben zuerst nur in unserem engsten Umfeld Werbung gemacht, da wir schauen wollten, wie das Interesse der Leute ist. Auch wollten wir unsere Schüler nicht mit zu grossen Bestellungen überfordern. Unsere Kunden haben ein Formular erhalten, mit welchem sie zwischen verschiedenen Gemüsesorten auswählen konnten.

Die Ernte verläuft bei den Auftragsbeeten sehr unterschiedlich. Einige Kunden kommen selber vorbei und pflücken ihr Gemüse mit den Kindern, andere haben es lieber, wenn die SchülerInnen ihnen mithelfen. So entstehen spannende soziale Kontakte und Gespräche. Es kam auch vor, dass wir für unsere Kunden geerntet haben und wir es ihnen dann nach Hause gebracht haben.

Können sich noch «Auftraggeber» bei Ihnen melden?
Leider nicht mehr, da wir unseren Garten komplett bepflanzt haben. Einige wenige freie Plätze haben wir mit schönen Blumen dekoriert. Wir bereiten jedoch auf Bestellung Überraschungs-Gemüsetaschen vor, welche die SchülerInnen entweder ausliefern oder man im Garten abholen kann. Diese Aktion habe ich auf meiner Facebook-Seite ausgeschrieben. Für diese Taschen haben wir keine fixen Preise, man kann also frei entscheiden, wie viel man zahlen möchte. Ich möchte mich hier noch einmal bei all unseren Kundinnen und Kunden für ihre Unterstützung und die grosszügigen Beträge bedanken. Unser grösster Abnehmer für das Gemüse ist der Gasthof Schützen in Aarau. Der Chef Peter Schneider ist durch Facebook aufmerksam geworden und hat mich dann angeschrieben. Wir haben inzwischen auch angefangen, Einmachgläser mit Zucchinis abzufüllen. Sobald die Kürbisse reif sind, werden wir diese auch sinnvoll verarbeiten. Im Herbst ist zusätzlich ein Suppentag geplant und vielleicht sind wir mal an einem Samstagsmarkt in Aarau anzutreffen.

Wie wird das Projekt Schulgarten weitergeführt?
Nach Abschluss des Schulgartens im Herbst werden wir das Projekt evaluieren und über eine Weiterführung entscheiden. Wir erhalten sehr positive Rückmeldungen von allen Seiten, besonders von unserem Schulleiter Patrik Brack, der uns jederzeit gross unterstützt hat. Darum stehen wir einer Fortsetzung grundsätzlich positiv gegenüber.