BUGA 2022

Eröffnung BUGA 2022 in Buchs | Der Landanzeiger

Die Verantwortlichen der Gewerbeausstellung in Buchs ziehen ein positives Fazit ihrer dreitägigen Gewerbeschau. OK-Präsident Daniel Bachmann gibt bekannt, dass es seine letzte Ausstellung als Verantwortlicher war.

«Der riesige Aufwand rund um die Gewerbeausstellung und das Jubiläum 101 Jahr Gewerbeverein Buchs, hat sich gelohnt. Es war völlig genial», sagt OK-Präsident Daniel Bachmann. Er habe nur positive Rückmeldungen von Ausstellern und Besuchern erhalten. «Natürlich hat das Wetter uns in die Karten gespielt, aber es waren auch viele andere Faktoren, die zum Gelingen beitrugen.» Der Mix der Aussteller, das Unterhaltungsprogramm, die Gastronomie und natürlich die vielen Besucher hätten die Buga zu einem richtigen Volksfest werden lassen. «Richtig lässig», fand Bachmann auch, dass die Oberstufe von Buchs am Samstagmorgen der Buga ihre Aufwartung machte und sich auf dem Buga-Trail für mögliche Lehrstellen interessierte.

Mehrere Aussteller betonten explizit, dass sie sich an der Ausstellung Zeit nehmen konnten, Besucher zu informieren oder zu beraten, ohne dass der Verkauf im Zentrum stand. Wann die nächste Buga stattfinden soll, haben die Verantwortlichen noch nicht bestimmt.

Daniel Bachmann könnte sich aber gut vorstellen, dass der Fünfjahresrhythmus beibehalten wird und die nächste Buga 2027 stattfinden könnte. «Aber nicht mehr mit mir als OK-Präsident», betont er. «Nun braucht es neue Leute und neue Ideen im OK.» Nach der Buga, ist vor der Buga.

Urs Affolter: «Das finanzstarke Aarau und der Kanton sollten endlich das in die Jahre gekommene Hallenbad Telli sanieren!»

Urs Affolter: «Das finanzstarke Aarau und der Kanton sollten endlich das in die Jahre gekommene Hallenbad Telli sanieren!» | Der Landanzeiger

Urs Affolter, es gibt vier Buchs in der Schweiz (AG, LU, ZH und SG). Haben Sie schon alle Buchs einmal besucht?
Urs Affolter: Ich war schon in Buchs ZH, im Furttal, in Buchs, im St. Galler Rheintal, und auch in Buchs Luzern, welches aber seit 2006 von Dagmersellen eingemeindet wurde und keine selbständige Gemeinde mehr ist.

Gibt es einen regelmässigen Austausch zwischen den politischen Behörden der vier Buchs?
Nein, es gibt keinen regelmässigen Austausch. Unser Männerchor veranstaltete aber 2018 zusammen mit dem Sängerbund Buchs SG ein Herbstkonzert und ab und zu helfen wir einem LKW-Fahrer weiter, der bei uns eine Adresse in Buchs SG sucht.

Welches ist das schönste Buchs und weshalb?
Ich glaube, die Bewohner der jeweiligen Gemeinde können das wohl am besten begründen und finden ihr Buchs bestimmt am schönsten.

Welche Sehenswürdigkeiten zeigen Sie Ihren Gästen immer, wenn diese erstmals nach Buchs kommen?
Sehenswürdigkeiten ist in diesem Zusammenhang wohl ein grosses Wort, aber unsere Naherholungsgebiete, der grüne Suhre-Raum, der aktuell vom Kanton weiter aufgewertet wird, und die nahen Wälder sind schon sehr attraktiv.

Was zog Sie vor mehr als 30 Jahren nach Buchs?
Ich zog mit meiner Familie vor gut 33 Jahren aus beruflichen Gründen nach Buchs.

Buchs wächst und wächst. Das müsste Ihnen als Architekt und Raumplaner ja gefallen, doch ist das auch im Sinne des Gemeindeammanns?
Das Bevölkerungswachstum des Kantons Aargau und unserer Gemeinde ist eine Tatsache. Mit dem Räumlichen Entwicklungskonzept (REK) und der sich in der Genehmigungsphase befindenden Bau- und Nutzungsordnung haben wir die planerischen und gestalterischen Rahmenbedingungen formuliert, um diese Entwicklung aktiv und nachhaltig zu steuern. Im Übrigen braucht jede Gemeinde eine gewisse Einwicklung. Die vorhandenen Infrastrukturen werden dadurch besser ausgenutzt und damit pro Kopf günstiger. Ausserdem wird zusätzliches Steuersubstrat generiert.

Das stetige Wachstum bringt auch Probleme und Herausforderungen mit sich. Welche sind das für Buchs?
Herausforderungen stellen sich, wenn die Infrastrukturen eben nicht mehr ausreichen und beispielsweise aufgrund steigender Schülerzahlen zusätzlicher Schulraum bereitgestellt werden muss. Eine andere Seite des Wachstums ist die zunehmende Mobilität, vor allem im Bereich des motorisierten Individualverkehrs.

Erst vor kurzem haben Sie das neue Schulhaus «Risiacher» eingeweiht. Welches Grossprojekt steht als Nächstes an?
Beim Schulraum besteht weiterer Handlungsbedarf. Der Umfang ist aber nach wie vor nicht definitiv geklärt, da er von unterschiedlichen Faktoren, u. a. auch von der Schulraumplanung der Kreisschule Aarau-Buchs, abhängt. Klar ist hingegen, dass wir kurzfristig Raum für eine zusätzliche Kindergartenabteilung benötigen. Ausserdem ist das Projekt «Bärenplatz» gut unterwegs und die Vorbereitungen für den Umzug unseres Werkhofes in den ehemaligen Implenia-Werkhof laufen.

Dank einer Traglufthalle kann das grosse Becken im Schwimmbad künftig auch im Winter genutzt werden. Hat man die Idee eines Hallenbads eigentlich auch geprüft?
Das ist aus räumlichen und finanziellen Gründen keine Option für die Trägergemeinden des Schwimmbades Suhr-Buchs-Gränichen. Die finanzstarke Stadt Aarau und der Kanton sollten endlich ihre diesbezüglichen Hausaufgaben machen und das in die Jahre gekommene Hallenbad Telli sanieren.

Buchs hat alles, oder was würde der Gemeindeammann noch bauen, wenn die Finanzen keine Rolle spielen würden?
Ich würde gerne die Projekte Lebensraum Zentrumsachse (Aarauer- und Mitteldorfstrasse) – das Herz der Gemeinde – und die Gestaltung verschiedener Aussenräume mit Aufenthaltsqualität rascher umsetzen. Insgesamt halt die Aufwertung des öffentlichen Raumes, welcher für die Wahrnehmung einer attraktiven Gemeinde wichtig ist, rascher vorantreiben.

Nun spielen die Finanzen (leider) aber eine grosse Rolle. Die gebundenen Ausgaben steigen auch in Buchs immer mehr. Der Spielraum wird immer kleiner. Wie soll das künftig weitergehen?
Seit 2017 konnten wir gute, stabile Ertragsüberschüsse realisieren. Für 2023 müssen wir leider ein negatives Budget präsentieren. Es ist aber mit wirtschaftlichen Unsicherheiten behaftet. Wenn diese geklärt sind und der Trend negativ ausfällt, werden wir die weitere Finanzstrategie politisch breit diskutieren. Der Gemeinderat ist sich der finanziellen Entwicklung sehr bewusst.

Macht die Arbeit in der Regionalpolitik eigentlich nur Freude oder auch glücklich?
Die politische Arbeit auf der kommunalen Ebene macht nach wie vor mehrheitlich Freude und es lässt sich etwas bewirken. Ab und zu braucht es aber einen «breiten Rücken» und etwas Stehvermögen.

Wie sehen Sie die Zukunft Ihrer Gemeinde?
Wir haben die Entwicklung der Gemeinde im Räumlichen Entwicklungskonzept bis 2040 dargestellt und das Szenario II, welches auch die kantonalen Wachstumsprognosen abbildet, gewählt.

Was macht Sie in Ihrer Gemeinde besonders stolz?
Dass es bisher – auch in anspruchsvollen Situationen – immer wieder gelungen ist, unsere Gemeinde gemeinsam weiterzuentwickeln und uns zu behaupten.

Wie und wo entspannen Sie sich am besten nach einem intensiven Arbeitsund Polittag?
Am besten gelingt das beim Sport in den nahen Wäldern.

Gibt es einen persönlichen Lieblingsort in Buchs?
Das sind der grüne Suhre-Raum und die nahen Wälder.

Welches ist Ihr liebstes Ferienziel oder welchen Ferienwunsch möchten Sie sich noch erfüllen?
Das Engadin ist zu fast allen Jahreszeiten traumhaft, deshalb sind wir in den Ferien oft dort anzutreffen.

Welches Talent hätten Sie gerne?
Ich bin mit meinen Talenten eigentlich ganz zufrieden.

Was wünschen Sie sich für Ihre Gemeinde, wenn die «gute Fee» Ihnen einen Wunsch erfüllen würde?
Etwas mehr finanziellen Spielraum.


Der aktuelle Gemeinderat

Der aktuelle Gemeinderat
Der Gemeinderat Buchs besteht aus fünf Mitgliedern und ist eine Kollegialbehörde. Normalerweise findet jeweils dienstags die Gemeinderatssitzung im Gemeindehaus statt. Von links: Gemeinderat Tony Süess, Gemeindeschreiberin Cornelia Crouch, Gemeindepräsident Urs Affolter, Gemeinderat Reto Fischer, Vize-Gemeindepräsident Anton Kleiber, Vize-Gemeindeschreiberin Nicole Keusch, Gemeinderat Joel Blunier.


Persönlich

Urs Affolter
Alter: 63
Erlernter Beruf: Architekt und Raumplaner
Beruf: Architekt und Raumplaner
Zivilstand: verheiratet
Partei: FDP
Im Gemeinderat seit: 2002
Gemeindepräsident seit: 2014
Aufgewachsen in: Langenthal
Lebt in Buchs seit: 33 Jahren
Das mag er: ein gepflegtes Essen und ein Glas Wein mit der Familie und guten Freunden.
Das mag er nicht: Nörgeleien

Revierverpachtung bewegt Jäger

Revierverpachtung bewegt Jäger | Der Landanzeiger

Aus dem Blickwinkel der Jagd, respektive der kantonalen Jagdverwaltung, legten Vera Beerli (Rechtskonsulentin von Jagd Aargau) und Thomas Stucki (Leiter Sektion Jagd und Fischerei im BVU) Erfahrungen aus der letzten Verpachtung dar und gaben Empfehlungen für die kommende Neuverpachtung.

«Es geht darum, in die Zukunft zu schauen», betonte Vera Beerli. «Die letzte Neuverpachtung ist normal verlaufen. Wenige Fälle haben aber grosse Unruhe ausgelöst und viele Fragen aufgeworfen.» Entscheidend für die Vergabe eines Reviers sei, neben der Kontinuität und der Verbundenheit mit dem Revier, auch die Altersstruktur einer Jagdgesellschaft, erklärte sie. Wobei diese Altersstruktur nicht einem Altersdurchschnitt der Pächterinnen und Pächter gleichzusetzen sei. Empfohlen wird daher eine proaktive Planung des Mitgliederbestandes im Jagdverein, aber auch die Sicherstellung der Besetzung von Stellvertretungen und Ämtern. Änderungen im Mitgliederbestand sollten zudem nicht erst bei der Bewerbung für die neue, sondern während der laufenden Pachtperiode erfolgen. Thomas Stucki wies darauf hin, dass auch die regelmässige Erfüllung der Rehwildabschuss-Vereinbarung sowie die Einhaltung der Vorgaben von Massnahmenplänen wichtige Kriterien für den Zuschlag für ein Jagdrevier sind.

Auf die Frage aus der Versammlung, ob an den Reviergrenzen «geschraubt» werde, erklärte er, dass es «durchaus möglich» sei, dass gewisse Anpassungen vorgenommen würden. «Wir werden sicher überprüfen, ob es in Fällen von erschwerter Bejagdbarkeit bessere Grenzen gibt», so Stucki. «Es gibt immer mehr Wild, das grössere Lebensräume braucht.» Auf den Hinweis aus der Versammlung, dass die Offenlegung der Kriterien für die Bewertung des Pachtzinses begrüsst würde, erklärte er, dass Kriterien, wie Nähe eines Reviers zu grossen Zentren oder störende Gebiete in einem Revier, berücksichtigt würden.

Hilfsmittel für Jagdaufsicht
Erwin Jansen stellte das neue Handbuch für die Jagdaufsicht vor, das von einer Arbeitsgruppe unter seiner Leitung in Zusammenarbeit mit Jagd Aargau, der Jagdverwaltung, der Kantonspolizei, dem Verband Aargauer Regionalpolizeien und dem Bauernverband Aargau erarbeitet wurde und mit dem die Jagdaufsicht ein praktisches Hilfsmittel erhält. Das Handbuch wird demnächst fertiggestellt. Eine digitale Version ist in Arbeit. Mit dem Handbuch wird auch eine der ersten Massnahmen aus dem Projekt «Vision Jagd 2025» umgesetzt. Das breit abgestützte Projekt gibt Inputs im Hinblick auf eine Revision des Kantonalen Jagdgesetzes. Wie Rainer Klöti in Buchs erklärte, geht es jetzt um die Umsetzung. Dazu sollen innerhalb der Jägerschaft vier Arbeitsgruppen gebildet werden.

Traglufthalle: aarau regio gibt grünes Licht

Traglufthalle: aarau regio gibt grünes Licht | Der Landanzeiger

Der Vorstand von aarau regio hat in seiner Sitzung vom 8. September grünes Licht für die Erstellung der Traglufthalle im Schwimmbad Suhr-Buchs-Gränichen gegeben. Die bisherige Finanzierungslücke konnte massgeblich verringert werden, in dem nicht zuletzt auch der Schwimmclub Aarefisch eine Verdoppelung seines Beitrags in Aussicht gestellt hat.

Die Arbeiten für das Bauprojekt wurden in den letzten Monaten ausgeschrieben. Mit der Auswertung der Offertöffnungen konnte nun Klarheit über die effektiven Investitionskosten geschaffen werden. Die Kosten für die Erstellung der Traglufthalle Suhr-Buchs-Gränichen werden dabei von acht aarau-regio-Gemeinden, dem Verein Aarefisch sowie durch den Swisslos-Fonds des Kantons Aargau getragen und betragen rund 3 Millionen Franken. Noch vor zwei Monaten bestand eine Finanzierungslücke von einigen hunderttausend Franken, insbesondere weil der Kanton bei seiner ersten Beurteilung einen kleineren Beitrag aus dem Swisslos Fonds gesprochen hatte, als in der Kostenzusammenstellung für das Bauprojekt erwartet worden war. Diese Finanzierungslücke hätte einen Projektstopp zur Folge gehabt und eine Neuausschreibung des Gesamtprojekts bedingt.

Aarefisch verdoppelt Beitrag
Unter grossen Anstrengungen der drei Standortgemeinden Suhr, Buchs und Gränichen, der Stadt Aarau und des Vereins Aarefisch konnte in der Zwischenzeit diese Lücke massgeblich verringert werden. Insbesondere die vom Verein Aarefisch in Aussicht gestellte Beitragsverdoppelung von 100’000 Franken auf neu 200’000 Franken führt zu einer deutlich besseren Finanzierungssituation. Dieser Summe müssen die Vereinsmitglieder an der nächsten Generalversammlung noch zustimmen. Ergänzend konnten im Projekt weitere Optimierungen vorgenommen werden.

Ende 2023 in Betrieb
Die Bedeutung der geplanten Anlage ist enorm, handelt es sich bei der Traglufthalle doch um ein Projekt von überregionaler Bedeutung. Sowohl für den Schwimmsport wie auch für die Schulen (Lehrplan 21) und Gemeinden bildet die Traglufthalle eine Lösung mit Leuchtturmcharakter für die dringend benötigten zusätzlichen Wasserflächen. Bereits vorliegend ist die Baubewilligung, so dass die Bauarbeiten nach der definitiven Sicherstellung aller Finanzbeiträge unverzüglich begonnen werden können. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Traglufthalle Ende 2023 in Betrieb genommen werden kann.

Gemeindevertrag für Tagesschule und neue Tagesstrukturen kommt vor die Räte

Gemeindevertrag für Tagesschule und neue Tagesstrukturen kommt vor die Räte | Der Landanzeiger

Der Wunsch nach einer schulergänzenden, modularen Kinderbetreuung und einer Tagesschule ist nicht neu. Doch jetzt geht es mit grossen Schritten voran. In den Einwohnerräten von Aarau und Buchs sowie im Kreisschulrat ist das Traktandum über den Gemeindevertrag für September terminiert, die Urnenabstimmung in Aarau und Buchs soll am 27. November stattfinden. Am Montagmorgen präsentierten die Verantwortlichen von Aarau, Buchs und der Kreisschule Aarau-Buchs den Gemeindevertrag, der die beiden Teile des Projektes und deren Umsetzung definiert.

«Unser Umsetzungsplan ist sportlich», sagte Kreisschulvorstandmitglied Rainer Ziesemer. Bereits ab Mitte 2023 sollen Lösungen definiert werden, ob und, wenn ja, wie die heutigen von Privaten geführten, modularen Tagesstrukturen schrittweise in die Kreisschule Aarau- Buchs übertragen werden. Diese sollen für Kinder ab Kindergarten bis und mit 6. Primarschulklasse angeboten werden. Es ist Gegenstand der Verhandlungen mit den bisherigen Anbietern, ob die Tagesstrukturen, die der Kreisschule übertragen werden, vorerst in den heutigen Horten bleiben können. Langfristig soll sich das Hortangebot aber auf dem Schulareal befinden, damit auch eine gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten möglich wird.

Die Einführung der Tagesschule und die Verbindung von Schulunterricht und ganztägiger Betreuung ist für viele Schulen absolutes Neuland, denn im Aargau bietet erst Baden eine Tagesschule in dieser Form an.
Der Besuch der Tagesschule und der modularen Tagesstrukturen ist freiwillig. Am Angebot der Tagesstrukturen können alle Schülerinnen und Schüler der Kreisschule teilhaben. Die Tagesstrukturen (Betreuungskosten) werden, wie üblich, von den Erziehungsberechtigten finanziert.
Die Tagesschule soll vorerst Platz für maximal sieben Klassen bieten, mit je 22 Kindern. Gerechnet werden mit 15 aus Aarau und 7 aus Buchs. Kinder aus Nachbargemeinden werden dann aufgenommen, wenn es freie Plätze gibt. Für sie müssten die Erziehungsberechtigten aber nebst den Betreuungskosten (rund 11’000 Franken pro Kind und Jahr) auch für das Schulgeld aufkommen. Bei Kindern mit Hauptwohnsitz Aarau oder Buchs entfällt das Schulgeld, da es eine öffentliche Regelschule ist.
Tagesschule und Kinderbetreuung sollen jeweils von Montag bis Freitag, von mindestens 7 bis 18 Uhr geöffnet sein. Während den Ferien ist zur Zeit keine Betreuung vorgesehen.

Gestartet werden soll im Sommer 2025 mit dem Kindergarten und der ersten bis dritten Klasse. Danach kommt einlaufend jedes Jahr eine neue Klasse hinzu, bis 2028 Vollbestand herrscht. Für den Modulbau, der auf dem Areal des Aareschulhauses in Aarau zu stehen kommen soll, rechnen die Verantwortlichen mit Kosten von rund 8,5 Millionen Franken. 960’000 Franken soll später der Kreisschulrat für die Erstausstattung und schon jetzt 320’000 Franken für die Umsetzungsphase der Tagesschule sprechen. Bei den Tagesstrukturen rechnen die Verantwortlichen mit wiederkehrenden Personalkosten von jährlich 45’000 Franken ab Mitte 2023, sowie wiederkehrende Ausgaben bei der Tagesschule von jährlich 480’000 Franken, aufgeteilt unter den Gemeinden, je nach Wohnsitz der Kinder.

Mehr Infos zum Projekt und den Kosten finden Sie direkt hier.

Folge «Buxli» und finde eine Lehrstelle

Folge «Buxli» und finde eine Lehrstelle | Der Landanzeiger

Folge Buxli auf einer Schnitzeljagd durch Buchs und finde Deine Lehrstelle. Das ist das Motto des Buxtrails, dem neuen Berufsbildungsprojekt des Gewerbevereins Buchs. Am 24. August wird er feierlich eröffnet. Auf einer interaktiven Schnitzeljagd nach Vorbild des Foxtrails führt der Trail auf spielerische Art zu über einem Dutzend Buchser Firmen. Dort informieren Postentafeln über den Betrieb und über das Jobprofil der Lehrstelle. Auf jeder Tafel gibts ein Rätsel. Wer es löst, erfährt, wo der nächste Posten ist.
Realisiert hat den Buxtrail Iris Aleit. «Spiele zu erfinden ist eine Leidenschaft von mir», erklärt die Projektverantwortliche des Buxtrails, die in ihrer I.A. Grafix GmbH auch die grafische Umsetzung auf der buxtrail.ch und auf den Postentafeln realisiert hat. Darüber hinaus ist Iris Aleit im Gewerbeverein Buchs für die Kommunikation zuständig.

Was ist der Buxtrail?
Der Buxtrail ist eine rund zweistündige Schnitzeljagd durch Buchs, welche insgesamt 16 Tafeln haben wird. Der Trail muss nicht am Stück gemacht werden, sondern kann auch unterbrochen und dort später wieder aufgenommen werden. Dazu stehen den Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um jederzeit wieder den Einstieg zu finden.

So funktionierts
Der Trail beginnt mit dem Herunterladen der Startunterlagen. Man kann aber auch die Infos auf der Website www.buxtrail.ch für den Start zur Hand nehmen. Dann geht es zu Posten 1 und von da an weiter, immer den Hinweisen folgend.

Jede Tafel besitzt Informationen zum Unternehmen, zu der ausgewählten Lehrstelle und weiterleitende Links und QR-Codes. Auf der Tafel findet sich immer auch ein Rätsel zum jeweiligen Beruf. Dabei hat sich das Buxtrail-Team zusammen mit den Betrieben an Inhalten, Schwerpunkten und Anforderungen des Berufs orientiert, um das Rätsel auf den Betrieb zuzuschneiden. Dadurch kann man herausfinden, ob die Lehrstelle etwas wäre, oder ob die Anforderungen doch nicht ganz so gut passen.

Des Rätsels Lösung führt zum nächsten Posten
Die Lösung des Rätsels führt entweder direkt weiter zur nächsten Tafel oder aber man entdeckt Hinweise, denen man folgen muss, um die nächste Tafel zu finden. Das kann alles Mögliche sein, von Schatzkarten über verschlüsselte Texte bis hin zu einfachen Wegbeschreibungen.

Am Ende des Buxtrails wartet eine Kamera auf die Teilnehmer, mit der sie ein Siegerfoto knipsen können. Dies geht privat oder mit einer Veröffentlichung in der Buxcam-Galerie. Ausserdem besteht die Möglichkeit, an einem Wettbewerb teilzunehmen, der an der Buga22 (28. bis 30. Oktober) ausgewertet wird. Es gibt tolle Preise zu gewinnen, aber auch noch eine besondere Überraschung, die erst an der Eröffnung des Buxtrail bekannt gegeben wird, nämlich den Hauptpreis! «

Der Buxtrail ist nicht machbar ohne die tatkräftige Unterstützung meines Teams», sagt Iris Aleit. Namentlich: Rene Rufli (Diamantbohr AG), Meryl Gaschi (JASB), Thomas Läuppi (Schreinerei Schmidli), Marco Stossier (Schreinerei Schmidli, Lernender), Robin Senn (Schreinerei Schmidli, Lernender) haben mit Ideen und Tatkraft das Projekt in ihrer Freizeit unterstützt und aufgebaut.

Möglich gemacht haben den Buxtrail der Gewerbeverein als Initiator und die Helvetia Versicherung als Hauptsponsor.

Eröffnung am 24. August
Die Eröffnung des Buxtrails findet am 24. August um 17 Uhr statt. Der Startpunkt kann auf buxtrail.ch gefunden werden. Eingeladen sind vor allem die Gewerbetreibenden und Unterstützer des Buxtrails, wie auch Lehrer und Berufsbildner. Jedoch ist es niemandem verboten, vorbeizukommen und den Trail zu versuchen. Am Morgen des 24. August wird eine Schulklasse den Buxtrail als Generalprobe austesten. Die Schnitzeljagd kann noch bis etwa Mitte November absolviert werden. Wenn es dann zu kalt wird, legt «Buxli» eine Winterpause ein.

«Die Sanierung bringt Vorteile für alle»

«Die Sanierung bringt Vorteile für alle» | Der Landanzeiger

Der Kanton, vertreten durch Kantonsingenieur Dominik Studer, begrüsste die eingeladenen Gäste am Freitag, 12. August, bei der Aeschbachhalle in Aarau zum offiziellen Spatenstich. Regierungsrat Stephan Attiger erwähnte in seiner Kurzansprache: «Mit dem Projekt auf dieser Achse verfolgen wir die Ziele der Mobilitätsstrategie mobilitätAARGAU und fördern den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr.» Er ergänzte, dass der grösste Teil der neuen Verkehrsanlage auf der heutigen Strassenfläche und dem alten Trassee der WSB realisiert werden könne. Hanspeter Hilfiker, Stadtpräsident Aarau, der vertretend für die drei beteiligten Gemeinden eine Ansprache hielt, sagte: «Mit dem Spatenstich zur Neugestaltung der Buchserstrasse können die Potentiale der Verlegung der ehemaligen WSB auf das SBB-Trassee endlich ausgeschöpft werden; mit Vorteilen für alle, für den Langsamverkehr, für den öV und für den MIV.»

Die eigentlichen Bauarbeiten für das kantonale Grossprojekt starteten am Montag, 15. August, mit dem Teilprojekt 1 und dauern gesamthaft bis voraussichtlich Ende 2026. Das Teilprojekt 1 umfasst auf einer Länge von fast 400 Metern die Buchserstrasse in Aarau. Der Perimeter beginnt kurz nach dem Kreisel Gais und endet vor der Einmündung des Barbarawegs. Ausführung der Teilprojekte Die Teilprojekte 2 und 3 sind rechtskräftig, eine Einwendung im Teilprojekt 4 wurde weitergezogen. Das Teilprojekt 2 umfasst auf einer Länge von 346 Metern den Knoten Bavaria, das Teilprojekt 3 die Tramstrasse von der Südallee bis Steinfeld auf über 1119 Metern und das Teilprojekt 4 beinhaltet die Tramstrasse von Steinfeld bis Winkelweg auf rund 473 Metern. Die Ausführung des Teilprojekts 2 ist im Anschluss an die Bauarbeiten im Teilprojekt 1 ab Ende 2023 geplant. Die Ausführung der Teilprojekte 3 und 4 ist abhängig vom weiteren Verlauf der Beschwerden.

Alle Infos zum Grossprojekt und seinen Teilprojekten gibt es auf www.ag.ch.

Das Grossprojekt beginnt im August

Das Grossprojekt beginnt im August | Der Landanzeiger

Die Kantonsstrassen (K 242 und K 210) in Aarau, Buchs und Suhr werden saniert und mit lärmarmen Asphaltbelägen ausgestattet. Für den Fuss- und Veloverkehr werden direkte, durchgehende und sichere Verbindungen erstellt. Damit die Reisezeiten auf den Buslinien verlässlicher werden, werden neue Busspuren und Massnahmen zur Busbevorzugung realisiert. Die Standorte der Bushaltestellen werden optimiert und hindernisfrei gebaut.

Nun starten am 2. August die Installations- und Vorbereitungsarbeiten beim Teilprojekt 1. Das Teilprojekt 1 umfasst auf einer Länge von fast 400 Metern die Buchserstrasse in Aarau. Der Perimeter beginnt kurz nach dem Kreisel Gais und endet vor der Einmündung des Barbarawegs. Die Installations- und Vorbereitungsarbeiten dauern rund zwei Wochen. In der Woche vom 15. August wird mit den eigentlichen Bauarbeiten gestartet.

Das entsteht an der Buchserstrasse
Mit dem Gestaltungsplan Torfeld Süd wurde auf der Nordseite – bis zur Florastrasse – bereits Platz für den Strassenausbau gesichert. Der südliche Gehweg bleibt bestehen, die angrenzende Verkehrsfläche ist aufgeteilt in einen Velostreifen, je Richtung eine Fahrbahn für den motorisierten Individualverkehr, einen Mehrzweckstreifen und eine Busspur, die auch den Velofahrenden zur Verfügung steht. Eine Baumreihe trennt den Fussgängerbereich vom Strassenraum.

Die rund 110 Jahre alte Hängebuche im früheren Garten der Villa Oeler bleibt erhalten. Die Einengung der Verkehrsfläche wird für eine Fussgängerquerung mit Mittelinsel und als Dosieranlage für den motorisierten Individualverkehr genutzt. Für den Bus ist eine Busbevorzugung mit Lichtsignalanlage vorgesehen.

Von der Florastrasse bis zum Barbaraweg fehlt auf der Nordseite der Platz für den Ausbau. Daher wird bis zum Kreisel Bavaria im bestehenden Strassenraum eine Kernfahrbahn mit beidseitigem Gehweg realisiert.

Das Grossprojekt beinhaltet insgesamt vier solcher Teilprojekte.

Weitere Informationen zum Grossprojekt finden Sie hier.

Nebst mehr Fernwärme gibt es bald auch «grünen» Wasserstoff

Nebst mehr Fernwärme gibt es bald auch «grünen» Wasserstoff | Der Landanzeiger

Aus dem Geschäftsbericht 2021 des Gemeindeverbands für Kehrichtbeseitigung Region Aarau-Lenzburg (GEKAL) stechen zwei Zahlen hervor. Erstens konnte die Produktion von Fernwärme aus der Kehrichtverbrennung in der KVA Buchs gegenüber dem Vorjahr um 17.4 Prozent gesteigert werden. Letztes Jahr waren mit der Dampfleitung zur Mittelland Molkerei in Suhr und der Heizzentrale zur Speisung von Warmwasserleitungen zwei grosse Anlagen in Betrieb gegangen. Diese werden den Fernwärme-Absatz in den nächsten Jahren nochmals deutlich steigern. Davon zeugen die ersten Monate des laufenden Jahres, wie Geschäftsleiter Harald Wanger an der Abgeordnetenversammlung des Verbands in Unterentfelden aufzeigte: Gegenüber der Vorjahresperiode stieg die Fernwärmemenge von Januar bis Mai 2022 um 45.5 Prozent.

Zweitens wurde im Berichtsjahr ein um 26.7 Prozent besserer Erlös aus dem Stromverkauf erwirtschaftet. Dies ist bemerkenswert, zumal die Stromproduktion aufgrund des zunehmenden Bedarfs an Fernwärme zurückging (und weiter sinkt: 2022 um bisher 16 Prozent gegenüber Vorjahr). Der hohe Stromertrag ist einerseits den stark gestiegenen Strompreisen zu verdanken. Andererseits konnte der Eigenverbrauch erneut gesenkt werden, was den Anteil an verkauftem Strom vergrösserte. Die KVA Buchs ist eine der energieeffizientesten Kehrichtverwertungsanlagen der Schweiz. Sorgen macht der KVA Buchs, dass wegen des Ukraine-Kriegs die Chemikalien zur Luftreinhaltung knapp werden. «Noch haben wir keine Engpässe, aber die Preise für Natronlauge und Ammoniaklösung sind explodiert», sagt Wanger.

Hitachi baut Elektrolyseur
Aus Umweltsicht erfreulich ist hingegen ein Projekt, das Betriebsleiter Rolf Schumacher der Versammlung vorstellte. Auf dem Gelände der KVA Buchs wird künftig Wasserstoff produziert. Der schweizerisch-japanische Anlagenbauer Hitachi Zosen Inova baut einen sogenannten Elektrolyseur, der Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff umwandelt. Weil der hierfür benötigte Strom aus der KVA stammt, ist der Wasserstoff «grün». Insbesondere in der warmen Jahreszeit, wenn die solare Stromproduktion Überkapazitäten verursacht und die Einspeisetarife tief sind, lohnt es sich, den KVA-Strom selbst zu nutzen. Die ab 2023 geplante Jahresproduktion entspricht 10 bis 15 Gigawattstunden Strom.

Wasserstoff wird als technisches Gas für die Industrie oder als umweltfreundlicher Kraftstoff eingesetzt. Schumacher kann sich vorstellen, dass dereinst Kehrichtsammelfahrzeuge damit herumfahren werden: «Sie liefern den Abfall an und werden bei dieser Gelegenheit gleich auf der KVA betankt.»

Einige Wechsel im Vorstand
Mit der Abgeordnetenversammlung begann beim GEKAL eine neue Amtsperiode für den Vorstand. Einige Vorstandsmitglieder mussten ersetzt werden: Susanne Marclay-Merz durch Regina Wenk (Aarau), Walter Wyler durch Reto Fischer (Buchs), Thomas Baumann durch Daniel Rüetschi (Suhr), Ruedi Donat durch Roland Vogt (Wohlen) und Thomas Hofstetter durch Christian Brenner (Lenzburg, ab November). Die Versammlung nahm die entsprechenden Wahlen vor und genehmigte die Jahresrechnung 2021.


Geschäftsbericht 2021

Die wichtigsten Zahlen daraus (in Klammern der Vergleich mit 2020)

• Kehricht-Anliefermenge: 135’357 Tonnen (-1,2%)
• davon Haushaltkehricht: 37%
• Hauskehricht pro Einwohner/-in: 152 kg (2020: 153 kg, 2019: 150 kg)
• Fernwärmeproduktion: 77,6 Gigawattstunden (+17.4%)
• Stromproduktion: 91.3 GWh (-3,7%)
• Erlös aus Stromverkauf: 8.1 Mio. Fr. (+26,7%)
• Erfolgsrechnung: Umsatz 28,4 Mio. Franken, Gewinn 4,6 Mio. Franken

Hier geht es direkt zum Geschäftsbericht 2021.


«Wenn ich einmal gross bin»

Jugendfest Buchs 2022 | Der Landanzeiger

Mit einem «heissen Umzug» wurde das Jugendfest Buchs am Samstagmorgen so richtig in Schwung gebracht. Schülerinnen und Schüler setzten das Jugendfestmotto kreativ und farbenfroh um.

Trotz Hitze säumten am frühen Samstagmorgen viele Zuschauer die Strassen entlang der Umzugsroute. Da und dort wurden auch Sitzgelegenheiten bereitgestellt. Sie alle kamen in den Genuss eines fröhlichen Umzugs der Schuljugend, der das Jugendfest-Motto «Wenn ich einmal gross bin» auf unterschiedliche Weise kreativ, farbenfroh und oft witzig umsetzten. Die Grösseren machten sich Gedanken, was sie später einmal beruflich machen möchten und präsentierten sich in verschiedenen Berufsbilder. Die Keineren formulierten ihre Zukunfts-Wünsche nach Vorbild des Klimastreiks auf Pappkartons, auch mit ähnlichen Botschaften, ergänzt durch den Wunsch nach Frieden. Nicht zu beneiden waren die Umzugsteilnehmer, die trotz Hitze korrekt mit Anzug und Krawatte gewandet waren: die Gemeinderäte, Einwohnerräte und Behördenvertreter, sowie die Musikanten der Harmonie Buchs und der MG Unterentfelden.

Alterszentrum Suhrhard überarbeitet Strategie

Alterszentrum Suhrhard überarbeitet Strategie | Der Landanzeiger

Der Hauptschwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Versorgungskette für Wohnen und Leben im Alter (Alterswohnungen, Wohnen mit Basisdienstleistungen, Betreutes Wohnen PLUS, Stationäre Langzeitpflege), schreiben die Verantwortlichen des Alterszentrums Suhrhard (AZS) in Buchs, in einer Mitteilung. Als wesentlicher Schritt wird bis Herbst 2024 der Neubau für das Betreute Wohnen PLUS mit 32 Wohnungen realisiert und in Betrieb genommen. Ab 2024 erfolgt die Planung des Ersatzbaus für die Alterssiedlung, damit das Angebot Wohnen mit Basisdienstleistungen auch langfristig angeboten werden kann. Eine Sanierung des bestehenden Gebäudes wäre mit zu hohen Kosten verbunden und deshalb nicht wirtschaftlich, heisst es im Schreiben weiter.

Die Ortsbürgergemeinde prüft die Realisierung von Alterswohnungen auf dem Suhrhardareal. Mit der Schaffung der Alterswohnungen wäre die Versorgungskette für ältere Menschen in Buchs durchgängig.

Will attraktiv bleiben
Das Alterszentrum Suhrhard kann seinen Auftrag für die Bevölkerung nur erfüllen, wenn es über genügend gut ausgebildetes Personal verfügt und die Fluktuation möglichst tief ist. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung wollen deshalb die Attraktivität des AZS als Arbeitgeber weiter stärken. Dazu sollen das Lohnsystem, die Weiterbildungsmöglichkeiten, Arbeitszeiten und die weiteren Anstellungsbedingen überprüft und noch besser auf die Bedürfnisse der aktuellen und künftigen Generationen ausgerichtet werden.

Weitere Schwerpunkte der aktualisierten Strategie sind die Betreuung von älteren Menschen mit demenziellen Erkrankungen sowie die Teilnahme an der Intensivierung der regionalen Zusammenarbeit im stationären und ambulanten Pflegebereich.

www.alterszentrum-suhrhard.ch

100 + 1 Jahre zurück in der Zeit

Gewerbeverein Buchs GV 2022 | Der Landanzeiger

Die Generalversammlung des Gwärb Buchs am letzten Freitag war etwas ganz Besonderes: Präsident Daniel Bachmann und Co-Präsident Loris Morini empfingen die Mitglieder stilecht in Frack und Zylinder, wie bei der Gründungsversammlung anno 1921.

Es war ein grossartiges Bild, das sich den Besuchern in der alten Turnhalle zu Buchs bot: Nicht nur Veranstaltungsort und Vorstand reflektierten die Zeitreise ins Gründungsjahr des Vereins, nein, auch die Mitglieder liessen es sich nicht nehmen, im Kleidungsstil jener Jahre zu erscheinen.

Jahreszahlen im Kerzenschein
Die alte Turnhalle ganz in stimmungsvolles Kerzenlicht getaucht, die Damen in Charleston-Kleidern und die Herren mit Kegelhosen und Hut, waren herrlich anzusehen. Das schummrige Kerzenlicht brachte den Vorstand allerdings beim Ablesen der eigenen Vortragsnotizen auf Papier das eine oder andere Mal an seine Grenzen. Da die Zahlen des Vereines aber solide und keine heiklen Traktanden zur Abstimmung standen, konnte die Agenda trotzdem zügig abgearbeitet werden.

Neu in den Vorstand gewählt
Ohne Gegenstimme und unter grossem Applaus wurden Susi Gerber und Iris Aleit neu in den Vorstand des Gewerbevereins Buchs gewählt. Susi Gerber wird für für die Organisation der Anlässe zuständig sein, Iris Aleit betreut neu das Ressort Kommunikation.

Familie Maurer seit 1921 dabei
An der ersten, ordentlichen Generalversammlung des Buchser Gewerbevereines wurde 1921 der Malermeister Albert Maurer zum 1. Präsidenten gewählt. Mehr als 100 Jahre später gehört sein Enkel Tobias Maurer als Malermeister noch immer dieser Institution an. Es gibt wohl nicht viele Gewerbefamilien, die eine solch durchgängige Familientradition vorweisen können. Als Abschluss des offiziellen Teiles der Versammlung zeigte Tobias Maurer einen mehrminütigen Ausschnitt aus dem witzigen Stummfilm «The Champion» von Charlie Chaplin, welcher in der Ära der Gründungszeit des Vereines in den Kinos lief. Den gelungenen Abend liessen die Mitglieder im Anschluss bei einem feinen Nachtessen und angeregten Gesprächen im Kerzenlicht ausklingen.

Nächste Höhepunkte
Das Jubiläumsjahr des Buchser Gwärb geht weiter: Vom 17. bis 19. Juni ist der Verein am Jugendfest Buchs präsent. Im August startet der Lehrstellen-Rätsel- Pfad «Buxtrail» und vom 28. bis 30. Oktober bildet die «BUGA» Höhepunkt und Abschluss des Geburtstagsjahres. Weitere Details zu den einzelnen Events gibt es auf www.gewerbevereinbuchs. ch

Inderbinen unterstützt Yanas Leidenschaft

Inderbinen unterstützt Yanas Leidenschaft | Der Landanzeiger

Seit drei Wochen ist die ukrainische Familie Kotishchak nun in der Schweiz. Die fünfköpfige Familie ist aus ihrer Heimat, einem Dorf in der Nähe von Odessa, geflüchtet. In Hirschthal haben sie in kürzester Zeit viele Menschen kennen lernen dürfen, die ihnen helfen und sie unterstützen wollen. Die drei Kinder können die Schule besuchen und per 1. Mai bezieht die Familie eine leerstehende Mietwohnung in Hirschthal. Die Möbel dafür werden derzeit gesammelt. Eines fehlt Familie Kotishchak aber noch ganz besonders: die Musik. Mutter Oksana Saliuk spielt leidenschaftlich gerne Klavier, die zwölfjährige Yana spielt seit sechs Jahren Saxophon, der achtjährige Sohn Arthur spielt Akkordeon und die fünfjährige Rose hätte im September eigentlich mit Geige angefangen. Nun ging vergangenen Mittwoch für Yana ein grosser Wunsch in Erfüllung. Sie durfte bei Inderbinen Blasinstrumente kostenlos ein Saxophon ausleihen.

Die Inderbinen Blasinstrumente AG ist nicht nur in der Region bekannt, sondern weltweit. Profimusiker wie Candy Dulfer (Saxophon), Erik Truffaz (Trompete) oder Arturo Sandoval (Trompete) schwören auf Inderbinen-Instrumente. Aber nicht nur der Instrumentenbau gehört zum Geschäft von «Inderbinen». Miete, Verkauf anderer Marken, Reparaturen – im Fachgeschäft in Buchs wird für Gross und Klein alles geboten, was mit Blasinstrumenten zu tun hat. Als Susy und Thomas Inderbinen von Yanas Wunsch hörten, war für sie klar, diesen Wunsch können und wollen sie erfüllen. «Gerade in schwierigen Zeiten kann die Musik sehr wichtig sein, Trost spenden und Freude bereiten. Das wollten wir unterstützen».

Inderbinen unterstützt Yanas Leidenschaft | Der Landanzeiger
Thomas Inderbinen führt die Familie durchs Geschäft.
Inderbinen unterstützt Yanas Leidenschaft | Der Landanzeiger

Eine Zeitreise ins Jahr 1921

Eine Zeitreise ins Jahr 1921 | Der Landanzeiger

Telefone, Werkzeuge, Maschinen und Plakate – sie alle erinnern an eine vergangene Zeit. Der Gewerbeverein Buchs hat zusammen mit der Museumskommission im Dorfmuseum Buchs eine Sonderausstellung zum Thema «101 Jahre GVB» zusammengestellt. Neben 15 Buchser Unternehmen, die zur Zeitreise im Dorfmuseum beitragen, haben Kurt Dober, Wolfgang Byland und Peter Leutwyler die historischen Unterlagen des Gewerbevereins zusammengetragen, gesichtet und teilweise digitalisiert. Auch sie präsentieren einige Unikate aus 101 Jahren Gewerbeverein Buchs an dieser Ausstellung.

An der Vernissage der Sonderausstellung am vergangenen Samstag warfen die Co-Präsidenten Daniel Bachmann und Loris Morini anhand des Gründungsprotokolls und des Protokolls der allerersten Generalversammlung einen Blick zurück ins Jahr 1921. «Vor über hundert Jahren gab es viele Handwerker, einige Kaufmänner und ein paar wenige Detailhändler. Sie haben sich zusammengetan, um ihre gemeinsamen Anliegen zu vertreten, das Gewerbe zu stärken und gegenüber der Gemeinde, den Behörden und der Bevölkerung eine Stimme zu haben», erklärt Loris Morini. «Und weshalb ist man heute Mitglied im Gewerbeverein?», fragt Loris Morini und Daniel Bachmann antwortet: «Eigentlich aus den selben Gründen wie vor 100 Jahren. Er hat weiterhin das Ziel miteinander zu arbeiten, sich Gehör zu verschaffen, Sichtbar wird und eine gewisse Stärke signalisiert.» Und genau das soll auch Ziel des ganzen Jubliläumsjahres sein.

Start ins Jubiläumsjahr
Die Eröffnung der Sonderausstellung am vergangenen Sonntag bildete nämlich zugleich den Start ins Jubiläumsjahr. Über das ganze Jahr verteilt wird es Anlässe, beziehungsweise Aktivitäten geben, bei denen das Buchser Gewerbe eine wichtige Rolle spielt. So zum Beispiel am Jugendfest, am 1. August oder dann natürlich bei der BUGA, der Gewerbeausstellung Ende Oktober. Die Sonderausstellung im Dorfmuseum kann bis am 30. Oktober besucht werden. Sie ist jeweils am ersten und letzten Sonntag des Monats, von 14 bis 16 Uhr geöffnet, ausgenommen in den Schulsommerferien.

Jubiläumsprogramm, das seinen Namen verdient

Jubiläumsprogramm, das seinen Namen verdient | Der Landanzeiger

Das 101-Jahr-Jubiläum des Gewerbevereins Buchs wird kräftig gefeiert. Mit sieben, über das ganze Jahr verteilten Anlässen macht das Gewerbe bei Jung und Alt auf sich aufmerksam. Der optische Start ins Jubiläum erfolgt am kommenden Sonntag, 3. April, mit der Eröffnung der Sonderausstellung «101 Jahre Gewerbe Buchs» im Dorfmuseum. «Wäni mol gross bin» ist das Motto des diesjährigen Jugendfests und auch hier ist das Buchser Gewerbe aktiv. Zusammen mit der Schule entwickeln zwölf Firmen mögliche Sujets und rüsten die Kinder für den Umzug aus. In der Zeit zwischen Sommer- und Herbstferien findet eine ganz spezielle Berufsbildungsschnitzeljagd für Schüler statt, der «Buxtrail». Den Abschluss des Jubiläumsjahrs macht die 10. Buchser Gewerbeausstellung, die BUGA 2022, vom 28. bis 30. Oktober.

Engagierte Mitglieder
«Zum Glück haben wir viele engagierte Mitglieder im Gewerbeverein Buchs», sagt Daniel Bachmann, Co-Präsident des Gewerbevereins Buchs und OK-Präsident des Gesamtprojekts 101 Jahre GVB. «Das ermöglicht uns etwas ganz Spezielles auf die Beine zu stellen und dem Gewerbe in Buchs weiteren Schwung zu verleihen.»

Zwischen diesen Grossanlässen findet die Jubiläums-GV unter dem Motto «anno 1921» statt. Erfüllen sich die Wünsche des Vorstands, erscheinen alle Mitglieder in Kleidern, wie man sie zur Gründungszeit des damaligen «Handwerker und Gewerbeverbands Buchs» in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts getragen hat. «Darauf freue ich mich ganz besonders», sagt Daniel Bachmann, der sich seine Kleider schon Mal reservieren liess.

Auch an der 1.-August-Feier in Buchs ist Arbeit und Gewerbe ein Thema. Als Festredner wurde der Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes AGV, Nationalrat Benjamin Giezendanner (Rothrist), engagiert.

Das vielfältige Festprogramm entstand an einem Workshop 2018, an dem sich alle GVB-Mitglieder einbringen konnten. «Die verschiedenen Programmpunkte decken zudem die verschiedenen Anspruchsgruppen ab und zeigen die Attraktivität des Gewerbes und der angebotenen Berufsgruppen auf kreative und innovative Art und Weise», ist Daniel Bachmann überzeugt. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und boomendem Onlinehandel sei es wichtig, auf die Stärken des regionalen Gewerbes hinzuweisen. «Ein starkes Gewerbe schafft Arbeitsplätze und trägt massgeblich zur Standortattraktivität der Gemeinde Buchs bei», betont Daniel Bachmann weiter. Er führt den Gewerbeverein seit 2019 im Co-Präsidium. Anfänglich mit Tobias Maurer, seit 2021 nun mit Loris Morini.

Berufsnachwuchs sichern
Für die Zukunft des Gewerbevereins Buchs wünschen sich die beiden Präsidenten ein starkes und attraktives Gewerbe, das beim Kunden und auch bei der Gemeinde Buchs an erster Stelle steht. «Zudem soll die Attraktivität und die Sichtbarkeit dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler ihren Berufswunsch bei den Mitgliedern des GVB umsetzen können und so der eigene Berufsnachwuchs sichergestellt werden kann.»

Mit den verschiedenen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr wird der Grundstein für weitere 100 Jahre erfolgreiches Buchser Gewerbe gelegt.


Jubiläums-Aktivitäten des Gewerbevereins Buchs

3. April bis 30. Oktober 2022
Sonderausstellung Dorfmuseum «101 Jahre Gewerbe Buchs»

Donnerstag, 12. Mai 2022
Jubiläums-GV unter dem Motto «anno 1921»

Freitag, 17. Juni und Samstag, 18. Juni 2022
Jugendfest Buchs unter dem Motto «wäni mol gross bin» und Betrieb eines Raclette-Beizli

Montag, 1. August 2022
Jubiläumsansprache des Präsidenten des Aarg. Gewerbeverbandes, Nationalrat Benjamin Giezendanner

Montag, 1. August bis Ende Oktober 2022
Start von Buxtrail, Berufsbildungsschnitzeljagd für Schüler beim Gewerbe Buchs

Donnerstag, 27. Oktober 2022
Jubiläumsanlass und Eröffnungsevent BUGA22

Freitag, 28. Oktober bis Sonntag, 30. Oktober 2022
Buchser Gewerbeausstellung BUGA22.ch www.gewerbeverein-buchs.ch


Eine grüne Oase für das Buchser Bären-Areal

Eine grüne Oase für das Buchser Bären-Areal | Der Landanzeiger

In Buchs soll auf dem Bären-Areal ein neuer Dorf-Treffpunkt entstehen. Die Bevölkerung hat den Richtungsentscheid gefällt. Am meisten Stimmen erhalten hat die Nutzungsidee «Suhrebalkon ». Sie geht von wenigen Eingriffen aus, mit denen das Areal begrünt, der Blick auf die Suhre geöffnet und eine Abgrenzung zur Kantonsstrasse geschaffen wird. Ein Pavillon in der Nähe des Gemeindesaals soll für Gastronomie oder kleine Anlässe genutzt werden können. Auf dem Platz sind Veranstaltungen aller Art möglich. Laut dem Team ist die Nutzungsidee nach wie vor offen und kann verschiedensten Ansprüchen und Nutzungen entsprechen. Zum Team gehören Michael Kradolfer, Lucia Schnüriger, Marie und Ella Schnüriger, Reto Bianchi, Michael Gysi, Andreas Dober und Werner Schenker. Das Team hat sich am ersten Workshop des Partizipationsprozesses kennengelernt.
Über 6712 Einwohnerinnen und Einwohner über 16 Jahren hatten die Möglichkeit, ihren Favoriten zu benennen. Diese Gelegenheit haben 2111 Personen wahrgenommen, was einer Beteiligung von 31 % entspricht. Die drei Nutzungsideen, die zur Auswahl standen, erhielten folgende Anzahl Stimmen: «Suhrebalkon»: 1’036 Stimmen, 49 %; «Treffpunkt Buchs»: 753 Stimmen, 36 %, «Willkommen»: 322 Stimmen, 15 %. Der Mitwirkungsbericht zum Partizipationsprozess ist auf der Website der Gemeinde Buchs verfügbar.

Vorprojekt bis Ende 2022

Die Ausarbeitung eines gestalterischen Vorprojekts erfolgt in der nächsten Prozessphase unter Beizug von Landschaftsarchitekten, Architekten und weiteren Planern. Die Fachpersonen werden den Auftrag erhalten, konkrete Vorschläge auf Basis dieser Nutzungsidee zu erarbeiten. Das Ziel ist, dass das Vorprojekt bis Ende 2022 vorliegt.
Der Gemeinderat bedankt sich an dieser Stelle nochmals bei allen zehn Teams, die Ideen für das Bären-Areal entwickelt haben, für ihr Engagement. Jede Idee hat zur Diskussion und zum Meinungsbildungsprozess beigetragen.

Mehr dazu auf der Website der Gemeinde Buchs