Bäcker mit Herz: 60 Jahre Jaisli-Beck

Bäcker mit Herz: 60 Jahre Jaisli-Beck | Der Landanzeiger

Vor 60 Jahren, genau am 1. März 1961, begann die Bäcker-Familie Jaisli in Buchs zu backen. Der Familienbetrieb ist stetig gewachsen, kreativ, engagiert und bekannt als «Bäcker mit Herz».

Das Herz und die Seele des Buchser Familienbetriebes sind Heidi und Beat Jaisli, die den Betrieb von den Eltern Hansueli und Erika Jaisli übernommen, vor einigen Jahren Sohn Marc zur Geschäftsführung mit Unterstützung durch Tochter Sandra Meier-Jaisli übergeben haben. Das Unternehmen ist hauptsächlich in der Grossregion Aarau tätig und neben den drei Standorten im Keiserpark Buchs, im Einkaufszentrum Telli und im City-Märt Aarau der ideale Partner rund um den Genuss von Backwaren aller Art. Zusammen mit Kreativität und Ideenreichtum gehören der freundliche Service und die persönliche Bedienung zum Credo der Bäckerei.

«Nach all den Jahren kennen wir die verschiedensten Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden bestens», blickt Marc Jaisli zurück. «Wir wollen bisherige und neue Kunden optimal bedienen und für sie Zeit haben». Jaisli’s sind Bäcker aus Leidenschaft und Marc Jaisli ist die treibende Kraft, wenn es um attraktive und überraschende Ideen sowie neue Produkte geht, die man nicht erwartet. Dabei spielen die regionale Vernetzung, die Kooperation mit örtlichen Lieferanten und das soziale Engagement eine wichtige Rolle. «Mit der dritten Generation sowie dem jungen und kreativen Team hat auch die Neuzeit in Firmenstruktur, Produktion und Kommunikation Einzug gehalten», stellt Senior-Chef Beat Jaisli mit Freude fest.

Auch nach 60 Jahren blickt Familie Jaisli mit Zuversicht und voller Energie in die vielversprechende Zukunft. «Wir sind voller Tatendrang und wollen als Unternehmen mit Freude einen Beitrag zur guten wirtschaftlichen Entwicklung der Region leisten», versichert Marc Jaisli, der mit seinen regelmässigen Botschaften und Geschichten aus der Backstube in den sozialen Medien breite Bekanntheit und Akzeptanz erlangt hat.

Jubiläumsbrot und Kundengeschenk
Auch in schwierigen Zeiten will Jaisli-Beck das Firmenjubiläum mit den treuen Mitarbeitenden und den Kunden feiern. Am Montag, 1. März wird das «Jubiläumsbrot 1961» lanciert und jeder Kunde erhält ein «Herznascherli» geschenkt. Bis Ende März 2021 geht für jeden 60. Kunden in allen Verkaufsstandorten der Einkauf aufs Haus. «Auch wenn jetzt keine grosse Party möglich ist, werden wir über das ganze Jahr Jubiläumszeichen setzen und sobald als möglich so richtig feiern», stellt Marc Jaisli in Aussicht. Geburtstage lassen sich nicht verschieben und für die jubilierende Familie Jaisli, für die Mitarbeitenden und die Kundinnen und Kunden das Wichtigste, «darum freuen wir uns auf jede Gelegenheit, sie als Bäckerfamilie mit Herz glücklich zu machen.»

www.jaisli-beck.ch

Bäcker mit Herz: 60 Jahre Jaisli-Beck | Der Landanzeiger

Ein ganzes Jubiläumsjahr wird auf 2022 verschoben

Ein ganzes Jubiläumsjahr wird auf 2022 verschoben | Der Landanzeiger

2021 hätte für Buchs und ganz besonders für das Buchser Gewerbe ein freudiges Jahr sein sollen. Der Gewerbeverein feiert nämlich in diesem Jahr den 100. Geburtstag. Wobei «feiern» nun eben das falsche Wort ist. Die Jubiläums-Generalversammlung, die am 21. März im Stile des Jahres 1921 stattgefunden hätte, ist abgesagt beziehungsweise um ein Jahr verschoben. Genau so auch die Sonderausstellung «100 Jahre Gewerbe Buchs» im Dorfmuseum.

Die ganze Jubiläums-Sause hätte im Oktober mit der Gewerbeausstellung Buga21 seinen Abschluss und Höhepunkt gefunden. Der Vorstand des Gewerbevereins und das OK der Buga haben nun aber bekannt gegeben: «Schweren Herzens haben wir beschlossen, dass die BUGA21 aufgrund der unsicheren Planung im Jahr 2021 nicht stattfinden wird.» Doch das «Buchser Gwärb» steckt den Kopf deswegen nicht in den Sand und lässt sich nach dem Motto «100 + 1» einfach 2022 feiern. Die Buga wird dementsprechend neu vom 28. bis 30. Oktober 2022 durchgeführt.

Auch am Jugendfest, das eigentlich am 26. Juni 2021 hätte stattfinden sollen, wollte sich das Buchser Gewerbe gebührend präsentieren. Dieses wurde aber schon zuvor verschoben. Ein Datum im 2022 steht zwar noch nicht fest, aber so ergäbe sich für den Gewerbeverein die Möglichkeit, das gesamte Jubiläums-Festprogramm doch wie geplant durchzuführen, halt eben mit «100 + 1» Jahren.

Buchs erhält Hopfenbuche von Möriken-Wildegg

Buchs erhält Hopfenbuche | Der Landanzeiger

Die gemeinderätliche Umwelt- und Heimatschutzkommission von Buchs konnte dieses Jahr coronabedingt den Bring- und Holtag nicht durchführen. Die Kommission entschied sich für die Gestaltung einer «Klimaoase», um trotzdem etwas Nachhaltiges für die Bevölkerung tun zu können. Der entsprechende Antrag, der auch ein Zeichen mit dem Umgang des Klimawandels setzt, unterstützte der Gemeinderat sehr gerne.

Die «Klimaoase» ist ein Umweltschutzprojekt, das vom Naturama Aargau, der Abteilung Landschaft und Gewässer sowie dem Bundesamt für Umwelt koordiniert wird. Das Ziel ist bis Ende 2021 im Kanton Aargau 25 Bäume im Siedlungsgebiet zu pflanzen.

Für den Wert der Bäume sensibilisieren
Am 11. Dezember war es so weit. Die «Klimaoase» von Buchs wurde, coronabedingt im kleinen Kreise, eingeweiht. Mitten im Zentrum, gegenüber dem Gemeindehaus, steht jetzt eine junge Hopfenbuche. Beat Fehlmann, der Gemeinderat von Möriken-Wildegg überreichte Walter Wyler, Gemeinderat von Buchs das offizielle «Klimaoase»-Zertifikat. Walter Wyler hofft mit dem Pflanzen dieses symbolischen Baumes die Bevölkerung für den Wert der Bäume weiter zu sensibilisieren. Thomas Baumann vom Naturama weist darauf hin, dass Bäume zur Steigerung der Lebensqualität der Bevölkerung beitragen. Sie bringen Schatten und mehr Grün zwischen Stein und Beton. In ein paar Jahren wird die Buchser Hopfenbuche an heissen Tagen in der Lage sein die Luft unter seinem Blätterdach, um gefühlte 15 Grad abkühlen zu können.

Mit der Aktion «Klimaoase» können Gemeinden bereits jetzt auf den fortschreitenden Klimawandel und die -zunehmenden Hitzetage reagieren. Da dieses Problem nur gemeinsam gemeistert werden kann, wird Buchs im nächsten Februar der Gemeinde Stein eine Klimaoase überreichen.

Einschulungsklassen werden vorerst wieder eingeführt

Vor rund einem Jahr hat die Kreisschulpflege Aarau-Buchs auf Antrag aller Primarschulleitungen die Einschulungsklassen aufgehoben. Nach einem Entscheid des kantonalen Departements Volkswirtschaft und Inneres muss das Angebot geführt werden, weil es namentlich im Zweckartikel der Satzungen genannt ist.

«Die Kreisschule Aarau-Buchs ist eine integrative Schule, in der möglichst alle Schülerinnen und Schüler in Regelklassen unterrichtet werden.» Aufgrund dieses Grundsatzes in den strategischen Leitsätzen der Kreisschule Aarau-Buchs, der rückläufigen Schülerzahlen in Einschulungsklassen und eines entsprechenden Antrags der Geschäfts- und Schulleitung hat die Kreisschulpflege das Angebot der Einschulungsklasse aufgehoben. Die Kinder werden in der Regelklasse unterrichtet. Die Klassenlehrperson und heilpädagogische Förderlehrpersonen begleiten Kinder mit erhöhtem Förderbedarf situativ.

Hätte nicht aufgehoben werden dürfen
Gegen diese Aufhebung des Angebots wurde am 20. März 2020 bei der Gemeindeabteilung des DVI eine Beschwerde eingereicht. Seit dem 3. November 2020 liegt der Entscheid des Kantons vor. Das Angebot hätte aufgrund einer Formulierung im Zweckartikel der Satzungen nicht aufgehoben werden dürfen. Namentlich erwähnte Angebote im Zweckartikel sind als solche zu führen.

Die Kreisschulpflege begrüsst diese -juristische Klärung und nimmt den Entscheid des DVI an. Die Einschulungsklasse soll per Schuljahr 2021/ 22 wieder in das schulische Angebot aufgenommen werden. Aktuell erhebt die Schule den Bedarf bei Kindern des zweiten Kindergartenjahrs und der ersten Klasse Primarschule. Voraussichtlich wird die Einschulungsklasse im Schulhaus Schachen in Aarau sowie eine allfällige zweite Klasse im Perimeter Buchs geführt.

Kreisschule strebt Anpassung der Satzungen an
Es ist für eine Schule wichtig, ihre Angebote bedarfsgerecht ausrichten zu können. Gerade im Förderbereich sollen die schulischen Angebote auf den situativen Bedarf der Kinder angepasst werden können. Dabei gilt es, nebst der rechtlichen Verpflichtung, vor allem auch pädagogische und organisatorische Gründe für oder gegen die Führung eines schulischen Angebots zu berücksichtigen.
Die Schule braucht dafür einen gewissen Handlungsspielraum. Aus diesem Grund wird die Kreisschulpflege den Prozess zur Anpassung des Zweckartikels in den Satzungen lancieren. Spezialklassen, wie die Einschulungsklasse, unterliegen einem volatilen Bedarf und sollen nicht länger namentlich im Zweckartikel erwähnt sein. Die Kreisschulpflege wird einen entsprechenden Antrag ausarbeiten. Über Satzungsänderungen entscheiden die Einwohnerräte von Aarau und Buchs abschliessend.

Corona-Jahr: Mehr Abfall, weniger Fernwärme

Aussenshredder KVA Buchs | Der Landanzeiger

In den ersten zehn Monaten diese Jahres sind in der KVA Buchs 3,8 Prozent mehr Abfälle angeliefert worden als in der Vorjahresperiode. Wegen der milden Temperaturen ging der Absatz von Fernwärme um fast 13 Prozent zurück.

114’113 Tonnen Abfall hat die Kehrichtverwertungsanlage KVA Buchs von Januar bis Oktober angeliefert bekommen. Im gleichen Zeitraum 2019 waren es 4201 Tonnen weniger gewesen. Zur gestiegenen Abfallmenge um 3,8 Prozent trugen die Gemeinden mit +3,9 Prozent sowie Industrie und Gewerbe mit +4.6 Prozent bei. Die Vertragspartner – unter anderem der Landkreis Waldshut – lieferten 2 Prozent weniger an. Schon während des Lockdowns im Frühling hatte sich gezeigt, dass die Haushalte mehr Abfall produzieren: im März +6 Prozent gegenüber des Vorjahrs. Direkte Anlieferungen von Privatpersonen waren während des Lockdowns nicht erlaubt. Diese machen aber ohnehin nur einen Bruchteil (0,5 Prozent der Abfallmenge) aus.

Die via Fernwärme Wynenfeld AG (FEWAG) verteilte Energie aus der Verbrennung ging hingegen um 12,9 Prozent und damit deutlich zurück auf 44’490 Megawattstunden (MWh). «Es war im Vergleich zum Vorjahr schlicht und einfach zu warm», sagte Harald Wanger, der Geschäftsleiter der KVA Buchs, an der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbands für Kehrichtbeseitigung Region Aarau-Lenzburg (GEKAL) in Erlinsbach AG. Daher konnte mehr Energie in Elektrizität umgewandelt werden: Die Stromproduktion stieg um 11,7 Prozent auf 69’509 MWh, wobei die Strompreise seit einiger Zeit sinken.

Auswirkungen des Lockdown
An der Versammlung nahmen Abgeordnete aus 22 der 83 Verbandsgemeinden (inklusive Gemeindeverband für Abfallbeseitigung Oberes Fricktal) teil. Die aktuelle Covid-19-Verordnung erlaubt – unter Einhaltung der Schutzmassnahmen – unaufschiebbare Versammlungen von öffentlich-rechtlichen Körperschaften, auch wenn über 50 Personen zusammentreffen. Die Abgeordnetenversammlung hatte den Geschäftsbericht 2019, die Rechnung 2019 und das Budget 2021 zu genehmigen (beide mit einem Ertagsüberschuss von rund 61’000 bzw. 97’000 Franken). Im Frühsommer hatte die Versammlung wegen Corona nicht durchgeführt werden können.

Die KVA-Mannschaft blieb von Krankheitsfällen verschont. Die Umstellung auf Home-Office für Verwaltungsmitarbeitende sei jedoch eine Herausforderung gewesen, die Beschaffung von Staubmasken – die in der KVA auch ohne Pandemie bei staubigen Arbeiten getragen werden – zwischenzeitlich gar ein «grosses Problem», so Harald Wanger. Die Revisionen der beiden Ofen-linien mussten verschoben werden.

Fernwärme-Ausbau im Gang
Die Arbeiten für den Ausbau der Fernwärmelieferungen sind im vollen Gang. Voraussichtlich ab Frühling 2021 wird die Mittelland Molkerei in Suhr ihre Prozesswärme in Form von Dampf ab der KVA Buchs beziehen. Im Herbst dürfte auf der Anlage eine neue Heizzentrale in Betrieb gehen. Sie wird Heisswasserleitungen für Komfortwärme speisen, mit der Haushalte in den umliegenden Gemeinden versorgt werden. Bei der FEWAG, die mehrheitlich dem GEKAL gehört, rechnet man damit, bis 2045 über 200’000 MWh Wärmeenergie abgeben zu können. 

Die neue Dampf-Fernwärmeleitung | Der Landanzeiger
Die neue Dampf-Fernwärmeleitung führt von der KVA zur Molkerei in Suhr. In den Graben werden auch Heisswasserleitungen verlegt.

Die Fusion zur «KVAargau» ist vom Tisch

KVA Buchs keine Fusion | Der Landanzeiger

Die Kehrichtverwertungsanlagen (KVA) Buchs und Turgi verzichten auf eine Fusion. Detaillierte Abklärungen haben ergeben, dass eine betriebliche Zusammenlegung zu wenige Vorteile mit sich bringen würde. Das Kooperationsprojekt KVAargau ist damit beendet.

Seit 2018 prüfen die KVA Buchs und die KVA Turgi eine strategische Zusammenarbeit. 2019 wurde entschieden, im Fall eines Zusammengehens weiterhin an beiden Standorten eine Kehrichtverwertungsanlage zu betreiben. Jetzt ist auch die zweite Projektphase abgeschlossen. Darin wurde geprüft, in welcher Form die Anlagen künftig unter einem gemeinsamen organisatorischen Dach betrieben werden könnten. Das Ergebnis der Analyse von verschiedenen Varianten lautet: Eine betriebliche Zusammenlegung hätte zu wenige Vorteile gegenüber den heutigen Organisationsformen, das schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung. Die Projektleitung hat sich darauf geeinigt, auf weitere Abklärungen zu verzichten. Die Vorstände der beiden Gemeindeverbände als Trägerschaften der KVAs haben den Projektabschluss genehmigt.

Anlage kann länger betrieben werden
Die KVA Buchs gewann im Projektverlauf zudem neue Erkenntnisse über den Erneuerungsbedarf für eine ihrer Ofenlinien. Diese kann länger als ursprünglich geplant weiterbetrieben werden. Das bedeutet, dass die Anlagenerneuerungen in Buchs und Turgi – Auslöser des Projekts KVAargau – zeitlich weiter auseinanderliegen, als zu Projektbeginn bekannt war. Für die Investitionen hat dies zur Folge, dass im Beschaffungswesen kein Synergieund damit kein Sparpotenzial besteht.

Kostenoptimierung auch ohne Zusammenlegung möglich
Bei den Betriebskosten hätte vor allem auf der obersten Führungsebene gespart werden können (nur noch eine statt zwei Geschäftsleitungen). Eine Kostenoptimierung ist allerdings auch ohne Zusammenlegung möglich, indem die beiden Anlagen ihre bisherige Zusammenarbeit intensivieren.

Schon heute kooperierten die KVA Buchs und die KVA Turgi, etwa bei der Annahme von Importkehricht aus dem süddeutschen Raum. Die Verantwortlichen streben nun punktuell weitere gemeinsame Projekte an. «Die wertvollen Erkenntnisse aus dem Projekt KVAargau und das gute Einvernehmen werden auch in Zukunft genutzt», sagen die Präsidenten der Gemeindeverbände der KVA Buchs, Christoph Wasser, und der KVA Turgi, Roger Huber.

Dreimal Gold für Aline Seitz

Aline Seitz (links) und Michelle Andres | Der Landanzeiger

An den Bahnrad-Schweizermeistermeisterschaften in Genf sicherte sich die Buchserin Aline Seitz (23) vom RC Gränichen bei allen Disziplinen die Goldmedaille.

Die Bahn des Velodroms in Genf ist mit 166 m viel kürzer, dafür auch viel steiler im Vergleich zu Grenchen mit 250 m. Dies nutze Aline Seitz beim ersten Rennen, dem Scratch. Gleich zu Beginn des Rennens setzte sich die Buchserin an die Spitze des Feldes. Sie versuchte das Tempo hoch zu halten, um ihre Gegnerinnen müde zu machen. Zwei Runden vor Schluss attackierte sie. Sie sprintete die zwei Runden voll durch und sicherte sich den Schweizermeistertitel.

Beim Ausscheidungsrennen positionierte sich Aline Seitz zuerst im Mittelfeld. Je weniger Fahrerinnen im Feld waren, desto gefährlicher wurde es da. Sie liess sich ganz kurz zurückfallen und mit einem beherzten Sprint setzte sie sich an die Spitze. Als nur noch sie und eine italienische Fahrerin im Rennen waren, realisierte die, dass sie bereits den zweiten SM-Titel gewonnen hatte.

Doch das Rennen war noch nicht fertig. Beide Fahrerinnen fuhren ganz oben auf der steilen Bahn. Jede lauerte auf den Angriff der Gegnerin. Kurz nach der zweiten Kurve stach Aline hinunter und liess der Italienerin keine Chance und gewann auch dieses Rennen.

Das letzte Rennen, das Punktefahren ging über 120 Runden. Da Coronabedingt wenig Frauen am Start waren, wurde es ein sehr taktisches Rennen. Die Buchserin sicherte die ersten fünf von zwölf Sprints, was ihr einen kleinen Vorsprung verschaffte. Jetzt galt es, Kräfte zu sparen und die Gegnerinnen im Auge zu behalten. Keine liess die andere davonziehen. So war das Rennen bis zum Schluss offen. Aline liess auch mit ihrem letzten Angriff keine Zweifel aufkommen, dass sie diesen Titel holen wollte. So sicherte sie sich die dritte Goldmedaille an diesem Tag. « Ich habe mich heute sehr gut gefühlt und wusste, dass etwas drin liegen wird.»

Der abgesagte Rüeblimärt ist ihnen nicht Wurst

Gemeinsame Idee für die Rüeblimärt-Woche: Marc Jaisli (links) vom Jaisli Beck und Daniel Berchtold von der Metzgerei Berchtold spannen zusammen | Der Landanzeiger

Weil der Rüeblimärt dieses Jahr nicht stattfindet, kamen zwei Cousins auf eine gute Idee: Marc Jaisli vom Jaisli- Beck und Daniel Berchtold von der Metzgerei Berchtold produzieren ihre Rüeblimärt-Klassiker trotzdem und verkaufen sie in der Woche vom 2. bis 7. November gemeinsam in beiden Geschäften.

Die Rüebli-Bratwürste der Metzgerei Berchtold aus Muhen sind am Aarauer Rüeblimärt jeweils der Renner. Das Gleiche gilt für das Rüebli-Brot vom Jaisli-Beck. In diesem Jahr kann der Rüeblimärt jedoch aus den bekannten Gründen nicht stattfinden. Dennoch möchten die beiden Betriebe ihre beliebten Rüebli-Produkte unters Volk bringen. Also setzte sich Daniel Berchtold von der Metzgerei Berchtold mit seinem Cousin Marc Jaisli vom Jaisli Beck an einen Tisch und die beiden entwarfen eine gemeinsame Aktion: «Wir werden unsere Rüeblimärt- Klassiker eine ganze Woche lang in beiden Betrieben verkaufen», erklären sie, «das heisst, dass Berchtolds Rüebli-Bratwurst und die Rüebli-Lyonerwurst in allen Jaisli Beck-Filialen erhältlich sind und es im Gegenzug Jaislis Rüeblibrot und den Rüebli-Halbmond auch in der Metzgerei Berchtold in Muhen gibt.»

Grillstand am Rüeblimärt-Mittwoch
Diese gemeinsame Aktion läuft in der Woche des geplanten Aarauer Rüeblimärts, also vom Montag, 2. November bis und mit Samstag, 7. November. Am eigentlichen Rüeblimärt-Tag, am Mittwoch, 4. November, gibt es in der Metzgerei Berchtold für die Kunden gratis einen Jaisli-Rüebli-Muffin. Vor der Metzgerei an der Hauptstrasse 36 in Muhen steht an diesem Tag zudem ein Grillstand, an dem die Rüebli-Bratwurst angeboten wird.

Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Firmen zusammenarbeiten. Das gesamte Brotsortiment der Metzgerei Berchtold stammt seit vielen Jahren vom Jaisli-Beck, so auch das beliebte Landanzeiger-Brot. Im Gegenzug bezieht der Jaisli-Beck alle Fleischwaren für seine Produkte von der Metzgerei Berchtold.

Die beiden Cousins – die Mutter von Marc Jaisli und die Mutter von Daniel Berchtold sind Schwestern – zeigen mit ihrer Aktion, dass ihnen der Aarauer Rüeblimärt nicht Wurst ist.

Kontakt

Jaisli Beck

– Buchs Kaiserpark
– Aarau Telli-Center
– Aarau City-Märt
www.jaisli-beck.ch

Kontakt

Berchtold Fleisch AG

Hauptstrasse 36
5037 Muhen
Telefon 062 723 24 30
www.metzgerei-berchtold.ch

Buchs ist jetzt auch eine «Energiestadt»

Buchs ist «Energiestadt» | Der Landanzeiger

Die Labelkommission des Trägervereins Energiestadt hat Buchs mit dem Label «Energiestadt» ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wurde der Gemeinde Buchs am 13. Oktober durch Regierungsrat Stephan Attiger und Reto Lindegger, Energiestadt-Botschafter, in einer kleinen Feier übergeben.

«Wir freuen uns, dass wir mit dem Lable Energiestadt ein Statement gegen aussen abgeben können», sagt der Buchser Gemeindeammann Urs Affolter anlässlich der kleinen Übergabefeier im Gemeindesaal. «Es ist aber auch eine Verpflichtung.»

Der Energiestadtprozess dauerte am Ende etwas mehr als ein Jahr. Die Arbeitsgruppe erarbeitete eine Bestandesaufnahme in den sechs Bereichen des Energiestadt-Massnahmenkatalogs: Entwicklungsplanung, Raumordnung; kommunale Gebäude und Anlagen; Ver- und Entsorgung; Mobilität; interne Organisation; Kooperation und Kommunikation. Um Energiestadt zu werden, muss eine Gemeinde mindestens 50 Prozent der Massnahmen erreichen, Buchs steht zurzeit bei 55 Prozent.

50 Prozent erneuerbare Wärme und 100 Prozent erneuerbarer Strom
Buchs hat beispielsweise gepunktet mit der Umsetzung von Tempo-30-Zonen auf drei Viertel der Quartierstrassen und dem 2019 eingeführte Parkierungsreglement. Bei den gemeindeeigenen Liegenschaften werden über 50 Prozent erneuerbare Wärme und 100 Prozent erneuerbarer Strom eingesetzt. Zudem wurden in den letzten Jahren grosse Teile der Strassenbeleuchtung mit LED ersetzt, was zu einer Einsparung von knapp 27 Prozent an Energie führte.

Ein weiteres gutes Beispiel ist der geplante Neubau des Schulhauses Risi-acher im Minergie-Standard, auf dem Dach des Gebäudes soll eine Solarstrom-Anlage installiert werden. Aus-serdem ist dieses Projekt der Treiber für die Versorgung für Teile von Buchs mit Fernwärme der Eniwa AG. Dieser Ausbau ist eine der zentralen Massnahmen für die Zukunft, denn Energiestadt sieht sich als Management Tool, welches die kontinuierliche Verbesserung jeder Gemeinde im Zentrum sieht.

Neben dem Ausbau von erneuerbaren Energien steht in Buchs die Kommunikation sowie Sensibilisierung der Bevölkerung, der Bauherren und Firmen im Vordergrund. «Nur wenn die Idee von Energiestadt nach aussen getragen wird, kann sich die volle Wirkung entfalten», ruft Baudirektor Stephan Attiger auch Private zur Nachahmung auf. Auch in der Verwaltung und Politik werde Energiestadt einen Einfluss haben, sagen die Verantwortlichen. In vier Jahren werde es selbstverständlich sein, bei jedem Projekt, bei jeder Entscheidung und jeder Beschaffung die Kriterien in den Bereichen Energie und Klima miteinzubeziehen.

Schon 430 Energiestädte
Mehrere Gemeinden in der Region haben das Label Energiestadt bereits, es sind dies unter anderem Aarau, Erlinsbach, Küttigen, Lenzburg, Seon und Unterkulm. Schweizweit sind es laut Trägervereins Energiestadt schon über 430.

Pestizide beschäftigen Grundwasserverband

Vorstand des Grundwasserverbands Suhrental | Der Landanzeiger

Die 29. Abgeordnetenversammlung des Grundwasserverbands Suhrental stand ganz im Zeichen der Verunreinigung mit Chlorothalonil-Metabolite im Trinkwasser. Verbandspräsident Walter Wyler (Buchs) referierte über den Zustand des Grundwassers und dessen Reinheitsgebot.

70 Prozent des Grund- und Quellwassers in der Schweiz erfordern keine Aufbereitung oder nur eine einfache Entkeimung, 30 Prozent eine mehrstufige. Im Juli des letzten Jahres wurden Pestizide im Trinkwasser festgestellt, verursacht durch das als krebserregend eingestufte Pflanzenschutzmittel Chlorothalonil. Seit Januar 2020 gilt ein Verbot dieser Substanz. Bedenken für die Bevölkerung bestehen bei einem Grenzwert von 0,1 Mikrogramm/Liter kaum, das Trinkwasser kann bedenkenlos konsumiert werden. Nur in wenigen Schweizer Gemeinden wurde eine Konzentration um mehr als das Zehnfache festgestellt.

Regelmässige Überprüfung
Verunreinigungen werden in relevante und nicht-relevante entsprechend ihrer toxikologischen Eigenschaften eingeteilt. Eine regelmässige Überprüfung des Grundwassers ist angebracht. Walter Wyler, Präsident des Grundwasserverbands, empfiehlt den Suhrentaler Gemeinden, diese alle drei Monate durchzuführen, mindestens aber halbjährlich. Falls eine erhöhte Konzentration festgestellt wird, öfters. Im September ist mit einer neuen Weisung vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zu rechnen, unter Umständen mit einer Anhebung der erlaubten Höchstwerde oder einer längeren Sanierungszeit.

Wer bezahlt den Aufwand?
Wichtige Fragestellungen stehen im Raum. Wie lange bleiben verbotene Stoffe im Grundwasser? Was darf an Zerfallszeit angenommen werden? Eine Überschreitung der Grenzwerte sagt zudem wenig über eine mögliche Gesundheitsgefährdung aus, obwohl sich die Chlorothalonil-Belastung auch auf landwirtschaftliche Produkte wie Gemüse und Obst auswirken kann. Regenfälle helfen durch Verdünnen die Konzentration zu reduzieren und so die Rückstände im Grundwasser abzusenken. Doch wer übernimmt die Kosten für eventuelle Massnahmen? Gemeinden finden, dass der Bund dafür aufkommen müsse, um die hohe Qualität des Trinkwassers auch in Zukunft garantieren zu können.

Maurizio Albino neu im Vorstand
Das Jahresergebnis 2019 des Grundwasserverbands Suhrental endete mit einem Ertragsüberschuss von rund 3600 Franken, das ist weniger als budgetiert. Für externe Berater und Fachexperten musste tiefer in die Tasche gegriffen werden. Für Johnny Strebel hiess der Präsident neu Maurizio Albino von der TBS Strom AG Suhr im Vorstand willkommen. Auf dem Jahresprogramm des Verbands steht die Gewinnung von privaten Grundwassernutzern sowie die jährliche Aktualisierung des hydrologischen Jahrbuchs.

Massive Steuereinbussen wegen Corona

Massive Steuereinbussen wegen Corona | Der Landanzeiger

Mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 108 Prozent und einem Gesamtumsatz von rund 37.7 Mio. Franken weist das Budget 2021 der Gemeinde Buchs einen Aufwandüberschuss von 576‘400 Franken aus.

Das Budget 2021 zeigt auf der Einnahmenseite die ersten Auswirkungen von Corona. Aufgrund der Prognosen des Kanton wurden die Steuereinnahmen der natürlichen und juristischen Personen gemäss kantonaler Weisung nach unten korrigiert. Das Minus bei den Steuererträgen beträgt insgesamt rund 440’000 Franken (250’000 natürliche Personen, 190’000 juristische Personen). Dieser Minderertrag führt, trotz Sparbemühungen, massgeblich zum negativen Gesamtergebnis.

Trotz des deutlichen Aufwandüberschusses bleibt der Steuerfuss bei 108 Prozent. Die Unsicherheiten, verursacht durch die Corona-Pandemie, sind zum jetzigen Zeitpunkt auf Aufwandund Ertragsseite so gross, dass eine Steuerfusserhöhung nicht gerechtfertigt ist. Zur Abfederung eines allfällig negativen Jahresergebnisses 2021 stehen kumulierte Ergebnisse aus den beiden Vorjahren zur Verfügung.

Kosten steigen – Finanzausgleich auch
In vielen Bereichen konnten die für das Jahr 2021 geplanten Ausgaben auf Vorjahresniveau oder tiefer eingesetzt werden. In drei Bereichen steigen die Kosten wiederum ausserordentlich an. Die Ausgaben im Bildungsbereich steigen aufgrund Änderungen im Rahmen des neuen Lehrplanes sowie den leicht tieferen Betriebskosten der Kreisschule Aarau-Buchs netto um rund 183’000 Franken. Ebenfalls steigend sind die Kosten im Rahmen der Leistungsvereinbarung mit dem Spitex-Verein Buchs. Der Gemeindebeitrag steigt um 90’000 Franken auf neu 620’000 Franken. Ausserdem ist eine weitere Kostensteigerung im Bereich soziale Sicherheit zu verzeichnen.

Erfreulicherweise werden auch in diesem Jahr einige Mehrbelastungen durch den höheren Beitrag aus dem innerkantonalen Finanz- und Lastenausgleich teilkompensiert. So steigt die Gesamtentschädigung auf neu 1.522 Mio. Franken (Budget 2020, 1.408 Mio. Franken), was Mehreinnahmen von 114’000 Franken entspricht. Die Hauptgründe für die höheren Beiträge liegen in der sehr tiefen Steuerkraft im Vergleich zu anderen Aargauer Gemeinden und den sehr hohen Ausgaben im Bereich soziale Sicherheit.

Grosser «Brocken» für Schulbau und Strassen
Das hohe Investitionsvolumen in mehreren Teilbereichen zeigt sich auch im aktuellen Aufgaben- und Finanzplan der Gemeinde Buchs. Die Planjahre 2021 bis 2024 weisen einen Investitionsbedarf, vornehmlich im Bereich Schulbau und Strassen, von rund 24,4 Mio. Franken aus. Der Löwenanteil betrifft weiterhin der Neubau des Schulhauses Risiacher, welches ab dem Schuljahr 2022/2023 der Nutzerin übergeben werden soll. Die Investitions- Tranche beträgt im kommenden Jahr 10,25 Mio. Franken. Begleitet wird diese Grossinvestition von zahlreichen dekretsmässigen Beiträgen an die Sanierung der Kantonsstrassen sowie einem Sanierungsprojekt rund um die Abdankungshalle des Friedhofs. Bei den spezialfinanzierten Betrieben Wasserwerk und Abfallbeseitigung zeigt sich ein ähnliches Bild wie in den Vorjahren.

Für das kommende Jahr wird beim Wasserwerk ein Ertragsüberschuss von 277’200 Franken erwartet und bei der Abfallbeseitigung resultiert ein Plus von 106’600 Franken. Beide Betriebe stehen damit auf finanziell solidem Boden was die eigenständige Finanzierung der anstehenden Investitionen massgeblich unterstützt. Eine andere Ausgangslage zeichnet sich bei der Abwasserbeseitigung ab. Aufgrund der höheren Abschreibungen, resultierend aus den bisher getätigten Investitionen, sowie des leicht höheren Beitrags an den regionalen Abwasserverband steigt das Defizit. Für das Jahr 2021 wird mit einem Minus von 116’100 Franken gerechnet, welches durch das vorhandene Eigenkapital gedeckt wird.

Schulgarten in der Suhrenmatte in Buchs

Schulgarten in der Suhrenmatte in Buchs | Der Landanzeiger

Seit einigen Monaten wird unser aller Leben vom Coronavirus mitbestimmt. Die Entstehung des Schulgartens in der Suhrenmatte in Buchs hätte nicht zu einem besseren Zeitpunkt kommen können. Thomas Amrein und Zeliah Cengiz starteten die Umsetzung des Projektes direkt nach der Wiederaufnahme des Unterrichts im Mai. So ergab sich eine gute Möglichkeit, die beiden Klassen mehr aufzuteilen und viel draussen zu arbeiten.

Die Schülerinnen und Schüler haben Beete mit Schnur und Sägemehl ausgemessen, Zaunpfähle eingeschlagen, das von ihnen ausgewählte Saatgut ausgebracht, gejätet, gewässert, Kartoffelkäfer abgelesen und viele weitere Arbeitsschritte kennengelernt, die im Klassenzimmer nicht möglich gewesen wären. Der Schulgarten ist mehr als 800 m2 gross und in drei Teile unterteilt: Privatbeete der Schüler, Auftragsbeete von Kunden und Zucchini- und Kürbissbeete. Es ist schön mitanzusehen, wie motiviert die Schüler während der ganzen Zeit, auch während der Sommerferien, mitanpackten.

Nun blüht der Garten prächtig und es können erste Erträge gepflückt und verteilt werden. Bei der Initiantin Zeliah Cengiz haben wir nachgefragt, wie der Schulgarten entstanden ist und wie es weitergeht.

Aus welchem Bedürfnis heraus ist die Idee des Schulgartens entstanden?
Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass projektartiges Unterrichten die Schüler mehr motiviert und der Lernerfolg grösser ist. Genau wie vom neuen Aargauer Lehrplan vorgegeben steht nicht nur die Schulung der Sach- und Fachkompetenzen im Vordergrund, sondern insbesondere auch die überfachlichen Kompetenzen wie Verantwortung übernehmen, Kommunikation und Zusammenarbeit. Diese werden gefördert und stärken das Selbstkonzept der SchülerInnen. Besonders für Realschüler, die manchmal schulmüde sind oder Mühe haben, sich für einen Stoff zu begeistern, ist solcher Projektunterricht lebensnah, ansprechend und herausfordernd. Plötzlich ist der Schüler, der im Schulzimmer manchmal durch Schwatzen auffällt, der beste und stärkste Arbeiter im Garten. Auf diese positiven Erfahrungen kann man anschliessend im Schulzimmer aufbauen und sie stärken.

Auch war es uns wichtig, den Schülern zu zeigen, was für Arbeitsschritte es braucht, bis die leckeren Pommes oder anderes Gemüse auf dem Teller landen.

Wie sind Sie zu dieser Fläche von 800 m2 gekommen und wo befindet sich diese?
Wegen der Organisation war es uns wichtig, dass der Schulgarten in der Nähe vom Schulhaus Suhrenmatte ist. Mit dem Buchser Landwirt Roger Gysi zusammen haben wir dann die möglichen Plätze begutachtet. So sind wir auf den jetzigen Standort gekommen. Das Land gehört der Gemeinde, wir durften es für einen sehr fairen Betrag pachten. Roger Gysi war uns eine sehr grosse Hilfe und hat den Boden für uns gepflügt und geeggt.

Wie funktioniert das mit den Auftragsbeeten? Wer ist Abnehmer für diese Produkte?
Wir haben zuerst nur in unserem engsten Umfeld Werbung gemacht, da wir schauen wollten, wie das Interesse der Leute ist. Auch wollten wir unsere Schüler nicht mit zu grossen Bestellungen überfordern. Unsere Kunden haben ein Formular erhalten, mit welchem sie zwischen verschiedenen Gemüsesorten auswählen konnten.

Die Ernte verläuft bei den Auftragsbeeten sehr unterschiedlich. Einige Kunden kommen selber vorbei und pflücken ihr Gemüse mit den Kindern, andere haben es lieber, wenn die SchülerInnen ihnen mithelfen. So entstehen spannende soziale Kontakte und Gespräche. Es kam auch vor, dass wir für unsere Kunden geerntet haben und wir es ihnen dann nach Hause gebracht haben.

Können sich noch «Auftraggeber» bei Ihnen melden?
Leider nicht mehr, da wir unseren Garten komplett bepflanzt haben. Einige wenige freie Plätze haben wir mit schönen Blumen dekoriert. Wir bereiten jedoch auf Bestellung Überraschungs-Gemüsetaschen vor, welche die SchülerInnen entweder ausliefern oder man im Garten abholen kann. Diese Aktion habe ich auf meiner Facebook-Seite ausgeschrieben. Für diese Taschen haben wir keine fixen Preise, man kann also frei entscheiden, wie viel man zahlen möchte. Ich möchte mich hier noch einmal bei all unseren Kundinnen und Kunden für ihre Unterstützung und die grosszügigen Beträge bedanken. Unser grösster Abnehmer für das Gemüse ist der Gasthof Schützen in Aarau. Der Chef Peter Schneider ist durch Facebook aufmerksam geworden und hat mich dann angeschrieben. Wir haben inzwischen auch angefangen, Einmachgläser mit Zucchinis abzufüllen. Sobald die Kürbisse reif sind, werden wir diese auch sinnvoll verarbeiten. Im Herbst ist zusätzlich ein Suppentag geplant und vielleicht sind wir mal an einem Samstagsmarkt in Aarau anzutreffen.

Wie wird das Projekt Schulgarten weitergeführt?
Nach Abschluss des Schulgartens im Herbst werden wir das Projekt evaluieren und über eine Weiterführung entscheiden. Wir erhalten sehr positive Rückmeldungen von allen Seiten, besonders von unserem Schulleiter Patrik Brack, der uns jederzeit gross unterstützt hat. Darum stehen wir einer Fortsetzung grundsätzlich positiv gegenüber.

Ausbau des Wärmenetzes für Aarau Rohr und Buchs

Zur Erreichung der Klimaziele 2050 plant die Eniwa AG lokale, ökologische Wärmeverbunde in Aarau und den umliegenden Gemeinden | Der Landanzeiger

Der Verwaltungsrat der Eniwa AG bewilligte den Baukredit für den Wärmeverbund Aarau/Rohr/Buchs. In einer ersten Phase wurden rund elf Millionen Franken für den Grundausbau gesprochen.

Den Anstoss zum Projekt gab eine Anfrage der Einwohnergemeinde Buchs für die Versorgung des geplanten Schulhausneubaus Risiacher. Da Eniwa per 1. Januar 2019 einen kleinen, bereits bestehenden Wärmeverbund in Aarau Rohr (Hauptstrasse 60) von der Stadt Aarau übernommen hatte, können nun Synergien genutzt werden. Neben der Versorgung des Schulhauses Risiacher und des bestehenden Verbundes in Aarau Rohr, soll das neue Netz mit dem bestehenden Wärmeverbund im Telli zusammengeschlossen werden. Dies ermöglicht das Einspeisen von zusätzlicher Wärmeenergie aus der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs in das Wärmenetz der Stadt Aarau. Des Weiteren kann durch den Zusammenschluss Wärmeenergie zwischen den Netzen in beide Richtungen transportiert werden, woraus eine gegenseitige Redundanz resultiert.

Start des Projekts im Januar 2021
Zurzeit laufen Interessensumfragen im geplanten Versorgungsperimeter. Das Interesse für einen Anschluss an den Wärmeverbund kann auch zu einem späteren Zeitpunkt, beispielsweise bei einem anstehenden Heizungsersatz, jederzeit bei Eniwa angemeldet werden. Eniwa plant, im Januar 2021 mit der etappenweisen Ausführung des Projektes zu starten. Ab Herbst 2021 soll die Inbetriebnahme der ersten Etappe in Buchs und somit die Versorgung des Schulhauses Risiacher erfolgen. Weitere geplante Etappen sind Aarau Rohr West, Inbetriebnahme ab 2023 und Aarau Rohr Ost, Inbetriebnahme ab 2025.

Recyclingplastik-Häuser aus Buchs für Menschen in Not

Hightechzentrum Aargau | Der Landanzeiger

Mit Unterstützung des Hightech Zentrum Aargau hat das Buchser KMU Boxs AG aus gemischtem Recyclingplastik ein modulares Leichtbausystem entwickelt. Dieses soll in Krisengebieten eingesetzt werden.

Das Hightech Zentrum Aargau (HTZ) half der Boxs AG auch bei der Lancierung eines Folgeprojekts, das vom Forschungsfonds Aargau finanziert wird. Im Zentrum steht hier die Herstellung von Prototypen für einen Feldtest in einem Flüchtlingslager in Jordanien.

Die Boxs AG aus Buchs ist nicht die einzige Firma, die vom HTZ unterstützt wird. In diesen Tagen erschien der Geschäftsbericht 2019 des HTZ. Das Hightech Zentrum Aargau AG kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurückblicken. Rund 350 neue Projekte mit Kunden – mehrheitlich Aargauer KMU – wurden in Angriff genommen. Erstmals wurden über 100 Koopera-tionsprojekte realisiert.

«Auch im siebten Jahr seit ihrer Gründung hat die Hightech Zentrum Aargau AG geliefert und die Mission Innova-tion erfüllt», zieht Verwaltungsratspräsident Anton Lauber Bilanz und ergänzt: «Seit dem Start 2013 haben wir mit 700 Unternehmen im Kanton Innovationsprojekte umgesetzt.» In dieser Zeitspanne wurden mehr als 400 Vorhaben mit -einer Schweizer Hochschule als Forschungspartner realisiert.

Dabei wurde ein direktes Projektvolumen von mehr als 51 Millionen Franken ausgelöst. Die Unternehmen haben ein Vielfaches davon in die weitere Entwicklung, Produktion und Vermarktung ihrer Erzeugnisse oder Dienstleistungen investiert.

Kooperationsvorschlag noch in diesem Jahr

Die angelieferten Hauskehrichtmengen haben während des Lockdowns im KVA Buchs zugenommen | Der Landanzeiger

Die Kehrichtverwertungsanlagen Buchs und Turgi treiben ihr Kooperationsprojekt voran. Ein konkreter Vorschlag für eine gemeinsame Betriebsorganisation dürfte noch dieses Jahr vorliegen. Die Abgeordnetenversammlungen werden aufgrund des Coronavirus erst im Herbst wieder tagen. Die Abfallmengen hingegen hat der Lockdown nicht negativ beeinträchtigt.

Seit Frühling 2018 prüfen die KVA Buchs und Turgi eine Zusammenarbeit. Jetzt neigen sich die Kooperationsabklärungen unter dem Titel KVAargau ihrem Ende zu. Die Projektverantwortlichen wollen den Vorständen der beiden Gemeindeverbände noch im laufenden Jahr einen Vorschlag unterbreiten, in welcher Form die Anlagen künftig unter einem gemeinsamen Dach betrieben werden könnten.

Im Februar 2019 ist entschieden worden, auch nach 2030 an beiden Standorten eine Kehrichtverwertungsanlage zu betreiben, in Buchs mit einer etwas erhöhten Verwertungskapazität (150’000 Jahrestonnen Abfall) und in Turgi mit einer verringerten Kapazität (90’000 Tonnen).

Beide Anlagen voll ausgelastet
Wegen des Veranstaltungsverbots wurden die Abgeordnetenversammlungen des Gemeindeverbands Kehrichtverwertung Region Baden-Brugg und des Gemeindeverbands für Kehrichtbeseitigung Region Aarau-Lenzburg verschoben. Die Versammlung der KVA Turgi auf den 21. Oktober, die GEKAL-Abgeordneten tagen am 18. November. Auf den Traktandenlisten stehen unter anderem die Geschäftsberichte und Jahresrechnungen 2019. Beide Anlagen waren im vergangenen Jahr voll ausgelastet, wobei die insgesamt vier Ofenlinien – abgesehen von den geplanten mehrwöchigen Revisionen – praktisch rund um die Uhr unter Feuer standen.

Mehr Hauskehricht während Lockdown
Auch das Jahr 2020 ist gut angelaufen. Der Coronavirus-Lockdown und die damit verbundenen eingeschränkten industriellen und gewerblichen Tätigkeiten haben sich weder in Buchs noch in Turgi negativ auf die angelieferten Abfallmengen ausgewirkt.

Im März fielen in Buchs 12’220 Tonnen Kehricht an (6% mehr als im März 2019), in Turgi waren es mit 8862 Tonnen praktisch gleich viel wie im Vorjahresmonat. Die Zahlen im April 2020: KVA Buchs 10’718 Tonnen (-3%), KVA Turgi 10’036 Tonnen (+12%). Die angelieferten Hauskehrichtmengen haben an beiden Standorten zugenommen, was auf die behördliche Weisung zurückgeführt wird, die Leute sollten zu Hause bleiben.

KVA Buchs: Kennzahlen 2019

Angelieferte Kehrichtmenge: 132’428 Tonnen
Davon Haushaltkehricht: 36%
Hauskehricht pro Einwohner: 150 kg
Verwertete Kehrichtmenge: 131’357 Tonnen
Fernwärmeliefermenge: 72.5 GWh
Stromliefermenge: 73.9 GWh

34 Mio für Umbau Buchser-, Suhrer- und Tramstrasse

34 Mio: Kanton will Buchser-, Suhrer- und Tramstrasse umbauen | Der Landanzeiger

Bis zum 7. August dauert die Anhörung für den 34-Millionen-Kredit rund um das Strassenbauprojekt Buchser-/ Suhrer-/Tramstrasse in Aarau, Buchs und Suhr. Dieses soll den Strassenraum auch für den Fuss- und Veloverkehr sowie den öffentlichen Busverkehr aufwerten und sicherer machen.

Die Buchser-, die Suhrer- und die Tramstrasse in Aarau, Buchs und Suhr müssen saniert werden. In den Spitzenstunden bilden sich regelmässig lange Rückstaus. Diese gefährden die Fahrplanstabilität der Buslinien, sodass die Anschlüsse am Bahnhof Aarau nicht gewährleistet sind. Die Verlegung des Bahntrassees zwischen Aarau und Suhr, weg von der Kantonsstrasse, eröffnet Handlungsspielraum für gestalterische und betriebliche Optimierungen. Generell soll mit dem Projekt die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöht werden. Neben der Totalsanierung der Fahrbahn werden für den Fuss- und Veloverkehr direkte, durchgehende und sichere Verbindungen erstellt.

Massnahmen aus Verkehrsmanagement Aarau
Aus dem Verkehrsmanagement Region Aarau werden diverse Dosierstellen zur Entlastung der Zentren sowie zur Busbevorzugung realisiert. Damit die Busse nicht bei den Dosierstellen am Siedlungsrand im Stau stecken bleiben, werden Busspuren oder elektronische Busschleusen realisiert. Bei letzteren kann ein Bus die wartenden Fahrzeuge überholen und so den Fahrplan einhalten. Die Standorte der Bushaltestellen werden optimiert und hindernisfrei umgebaut.

Die Haupterschliessung des Kantonsspitals Aarau erfolgt weiterhin über die Südallee. Die Notfallfahrzeuge werden im Projektperimeter bei den Lichtsignalanlagen bevorzugt.

Im Zusammenhang mit den umfangreichen Bauarbeiten ist eine vollständige Erneuerung der Strassenanlage mit Verstärkung des Strassenoberbaus und lärmarmen Asphaltbelägen vorgesehen. Ein weiteres Ziel ist die Aufwertung des Strassenraums. Die Siedlung soll trotz Verkehrsbelastung als attraktiver Ort bei optimaler Funktionalität für alle Benutzenden erlebbar gemacht werden.

Baustart frühestens ab 2022
Der grösste Teil der neuen Verkehrsanlage kann auf der heutigen Strassenfläche und dem alten Trassee der WSB realisiert werden. Das Gesamtprojekt weist eine Länge von rund 2,3 Kilometern auf und ist aufgeteilt in vier Teilprojekte.

Die Kosten sind auf 34,09 Millionen Franken veranschlagt. Davon entfallen 6,86 Millionen Franken auf die Stadt Aarau, 4,57 Millionen Franken auf die Gemeinde Buchs und 6,85 Millionen Franken auf die Gemeinde Suhr. In diesen Beträgen nicht berücksichtigt ist ein erwarteter Beitrag des Bundes von rund 4 Millionen Franken.