Nebst mehr Fernwärme gibt es bald auch «grünen» Wasserstoff

Nebst mehr Fernwärme gibt es bald auch «grünen» Wasserstoff | Der Landanzeiger

Aus dem Geschäftsbericht 2021 des Gemeindeverbands für Kehrichtbeseitigung Region Aarau-Lenzburg (GEKAL) stechen zwei Zahlen hervor. Erstens konnte die Produktion von Fernwärme aus der Kehrichtverbrennung in der KVA Buchs gegenüber dem Vorjahr um 17.4 Prozent gesteigert werden. Letztes Jahr waren mit der Dampfleitung zur Mittelland Molkerei in Suhr und der Heizzentrale zur Speisung von Warmwasserleitungen zwei grosse Anlagen in Betrieb gegangen. Diese werden den Fernwärme-Absatz in den nächsten Jahren nochmals deutlich steigern. Davon zeugen die ersten Monate des laufenden Jahres, wie Geschäftsleiter Harald Wanger an der Abgeordnetenversammlung des Verbands in Unterentfelden aufzeigte: Gegenüber der Vorjahresperiode stieg die Fernwärmemenge von Januar bis Mai 2022 um 45.5 Prozent.

Zweitens wurde im Berichtsjahr ein um 26.7 Prozent besserer Erlös aus dem Stromverkauf erwirtschaftet. Dies ist bemerkenswert, zumal die Stromproduktion aufgrund des zunehmenden Bedarfs an Fernwärme zurückging (und weiter sinkt: 2022 um bisher 16 Prozent gegenüber Vorjahr). Der hohe Stromertrag ist einerseits den stark gestiegenen Strompreisen zu verdanken. Andererseits konnte der Eigenverbrauch erneut gesenkt werden, was den Anteil an verkauftem Strom vergrösserte. Die KVA Buchs ist eine der energieeffizientesten Kehrichtverwertungsanlagen der Schweiz. Sorgen macht der KVA Buchs, dass wegen des Ukraine-Kriegs die Chemikalien zur Luftreinhaltung knapp werden. «Noch haben wir keine Engpässe, aber die Preise für Natronlauge und Ammoniaklösung sind explodiert», sagt Wanger.

Hitachi baut Elektrolyseur
Aus Umweltsicht erfreulich ist hingegen ein Projekt, das Betriebsleiter Rolf Schumacher der Versammlung vorstellte. Auf dem Gelände der KVA Buchs wird künftig Wasserstoff produziert. Der schweizerisch-japanische Anlagenbauer Hitachi Zosen Inova baut einen sogenannten Elektrolyseur, der Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff umwandelt. Weil der hierfür benötigte Strom aus der KVA stammt, ist der Wasserstoff «grün». Insbesondere in der warmen Jahreszeit, wenn die solare Stromproduktion Überkapazitäten verursacht und die Einspeisetarife tief sind, lohnt es sich, den KVA-Strom selbst zu nutzen. Die ab 2023 geplante Jahresproduktion entspricht 10 bis 15 Gigawattstunden Strom.

Wasserstoff wird als technisches Gas für die Industrie oder als umweltfreundlicher Kraftstoff eingesetzt. Schumacher kann sich vorstellen, dass dereinst Kehrichtsammelfahrzeuge damit herumfahren werden: «Sie liefern den Abfall an und werden bei dieser Gelegenheit gleich auf der KVA betankt.»

Einige Wechsel im Vorstand
Mit der Abgeordnetenversammlung begann beim GEKAL eine neue Amtsperiode für den Vorstand. Einige Vorstandsmitglieder mussten ersetzt werden: Susanne Marclay-Merz durch Regina Wenk (Aarau), Walter Wyler durch Reto Fischer (Buchs), Thomas Baumann durch Daniel Rüetschi (Suhr), Ruedi Donat durch Roland Vogt (Wohlen) und Thomas Hofstetter durch Christian Brenner (Lenzburg, ab November). Die Versammlung nahm die entsprechenden Wahlen vor und genehmigte die Jahresrechnung 2021.


Geschäftsbericht 2021

Die wichtigsten Zahlen daraus (in Klammern der Vergleich mit 2020)

• Kehricht-Anliefermenge: 135’357 Tonnen (-1,2%)
• davon Haushaltkehricht: 37%
• Hauskehricht pro Einwohner/-in: 152 kg (2020: 153 kg, 2019: 150 kg)
• Fernwärmeproduktion: 77,6 Gigawattstunden (+17.4%)
• Stromproduktion: 91.3 GWh (-3,7%)
• Erlös aus Stromverkauf: 8.1 Mio. Fr. (+26,7%)
• Erfolgsrechnung: Umsatz 28,4 Mio. Franken, Gewinn 4,6 Mio. Franken

Hier geht es direkt zum Geschäftsbericht 2021.


«Wenn ich einmal gross bin»

Jugendfest Buchs 2022 | Der Landanzeiger

Mit einem «heissen Umzug» wurde das Jugendfest Buchs am Samstagmorgen so richtig in Schwung gebracht. Schülerinnen und Schüler setzten das Jugendfestmotto kreativ und farbenfroh um.

Trotz Hitze säumten am frühen Samstagmorgen viele Zuschauer die Strassen entlang der Umzugsroute. Da und dort wurden auch Sitzgelegenheiten bereitgestellt. Sie alle kamen in den Genuss eines fröhlichen Umzugs der Schuljugend, der das Jugendfest-Motto «Wenn ich einmal gross bin» auf unterschiedliche Weise kreativ, farbenfroh und oft witzig umsetzten. Die Grösseren machten sich Gedanken, was sie später einmal beruflich machen möchten und präsentierten sich in verschiedenen Berufsbilder. Die Keineren formulierten ihre Zukunfts-Wünsche nach Vorbild des Klimastreiks auf Pappkartons, auch mit ähnlichen Botschaften, ergänzt durch den Wunsch nach Frieden. Nicht zu beneiden waren die Umzugsteilnehmer, die trotz Hitze korrekt mit Anzug und Krawatte gewandet waren: die Gemeinderäte, Einwohnerräte und Behördenvertreter, sowie die Musikanten der Harmonie Buchs und der MG Unterentfelden.

Alterszentrum Suhrhard überarbeitet Strategie

Alterszentrum Suhrhard überarbeitet Strategie | Der Landanzeiger

Der Hauptschwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Versorgungskette für Wohnen und Leben im Alter (Alterswohnungen, Wohnen mit Basisdienstleistungen, Betreutes Wohnen PLUS, Stationäre Langzeitpflege), schreiben die Verantwortlichen des Alterszentrums Suhrhard (AZS) in Buchs, in einer Mitteilung. Als wesentlicher Schritt wird bis Herbst 2024 der Neubau für das Betreute Wohnen PLUS mit 32 Wohnungen realisiert und in Betrieb genommen. Ab 2024 erfolgt die Planung des Ersatzbaus für die Alterssiedlung, damit das Angebot Wohnen mit Basisdienstleistungen auch langfristig angeboten werden kann. Eine Sanierung des bestehenden Gebäudes wäre mit zu hohen Kosten verbunden und deshalb nicht wirtschaftlich, heisst es im Schreiben weiter.

Die Ortsbürgergemeinde prüft die Realisierung von Alterswohnungen auf dem Suhrhardareal. Mit der Schaffung der Alterswohnungen wäre die Versorgungskette für ältere Menschen in Buchs durchgängig.

Will attraktiv bleiben
Das Alterszentrum Suhrhard kann seinen Auftrag für die Bevölkerung nur erfüllen, wenn es über genügend gut ausgebildetes Personal verfügt und die Fluktuation möglichst tief ist. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung wollen deshalb die Attraktivität des AZS als Arbeitgeber weiter stärken. Dazu sollen das Lohnsystem, die Weiterbildungsmöglichkeiten, Arbeitszeiten und die weiteren Anstellungsbedingen überprüft und noch besser auf die Bedürfnisse der aktuellen und künftigen Generationen ausgerichtet werden.

Weitere Schwerpunkte der aktualisierten Strategie sind die Betreuung von älteren Menschen mit demenziellen Erkrankungen sowie die Teilnahme an der Intensivierung der regionalen Zusammenarbeit im stationären und ambulanten Pflegebereich.

www.alterszentrum-suhrhard.ch

100 + 1 Jahre zurück in der Zeit

Gewerbeverein Buchs GV 2022 | Der Landanzeiger

Die Generalversammlung des Gwärb Buchs am letzten Freitag war etwas ganz Besonderes: Präsident Daniel Bachmann und Co-Präsident Loris Morini empfingen die Mitglieder stilecht in Frack und Zylinder, wie bei der Gründungsversammlung anno 1921.

Es war ein grossartiges Bild, das sich den Besuchern in der alten Turnhalle zu Buchs bot: Nicht nur Veranstaltungsort und Vorstand reflektierten die Zeitreise ins Gründungsjahr des Vereins, nein, auch die Mitglieder liessen es sich nicht nehmen, im Kleidungsstil jener Jahre zu erscheinen.

Jahreszahlen im Kerzenschein
Die alte Turnhalle ganz in stimmungsvolles Kerzenlicht getaucht, die Damen in Charleston-Kleidern und die Herren mit Kegelhosen und Hut, waren herrlich anzusehen. Das schummrige Kerzenlicht brachte den Vorstand allerdings beim Ablesen der eigenen Vortragsnotizen auf Papier das eine oder andere Mal an seine Grenzen. Da die Zahlen des Vereines aber solide und keine heiklen Traktanden zur Abstimmung standen, konnte die Agenda trotzdem zügig abgearbeitet werden.

Neu in den Vorstand gewählt
Ohne Gegenstimme und unter grossem Applaus wurden Susi Gerber und Iris Aleit neu in den Vorstand des Gewerbevereins Buchs gewählt. Susi Gerber wird für für die Organisation der Anlässe zuständig sein, Iris Aleit betreut neu das Ressort Kommunikation.

Familie Maurer seit 1921 dabei
An der ersten, ordentlichen Generalversammlung des Buchser Gewerbevereines wurde 1921 der Malermeister Albert Maurer zum 1. Präsidenten gewählt. Mehr als 100 Jahre später gehört sein Enkel Tobias Maurer als Malermeister noch immer dieser Institution an. Es gibt wohl nicht viele Gewerbefamilien, die eine solch durchgängige Familientradition vorweisen können. Als Abschluss des offiziellen Teiles der Versammlung zeigte Tobias Maurer einen mehrminütigen Ausschnitt aus dem witzigen Stummfilm «The Champion» von Charlie Chaplin, welcher in der Ära der Gründungszeit des Vereines in den Kinos lief. Den gelungenen Abend liessen die Mitglieder im Anschluss bei einem feinen Nachtessen und angeregten Gesprächen im Kerzenlicht ausklingen.

Nächste Höhepunkte
Das Jubiläumsjahr des Buchser Gwärb geht weiter: Vom 17. bis 19. Juni ist der Verein am Jugendfest Buchs präsent. Im August startet der Lehrstellen-Rätsel- Pfad «Buxtrail» und vom 28. bis 30. Oktober bildet die «BUGA» Höhepunkt und Abschluss des Geburtstagsjahres. Weitere Details zu den einzelnen Events gibt es auf www.gewerbevereinbuchs. ch

Inderbinen unterstützt Yanas Leidenschaft

Inderbinen unterstützt Yanas Leidenschaft | Der Landanzeiger

Seit drei Wochen ist die ukrainische Familie Kotishchak nun in der Schweiz. Die fünfköpfige Familie ist aus ihrer Heimat, einem Dorf in der Nähe von Odessa, geflüchtet. In Hirschthal haben sie in kürzester Zeit viele Menschen kennen lernen dürfen, die ihnen helfen und sie unterstützen wollen. Die drei Kinder können die Schule besuchen und per 1. Mai bezieht die Familie eine leerstehende Mietwohnung in Hirschthal. Die Möbel dafür werden derzeit gesammelt. Eines fehlt Familie Kotishchak aber noch ganz besonders: die Musik. Mutter Oksana Saliuk spielt leidenschaftlich gerne Klavier, die zwölfjährige Yana spielt seit sechs Jahren Saxophon, der achtjährige Sohn Arthur spielt Akkordeon und die fünfjährige Rose hätte im September eigentlich mit Geige angefangen. Nun ging vergangenen Mittwoch für Yana ein grosser Wunsch in Erfüllung. Sie durfte bei Inderbinen Blasinstrumente kostenlos ein Saxophon ausleihen.

Die Inderbinen Blasinstrumente AG ist nicht nur in der Region bekannt, sondern weltweit. Profimusiker wie Candy Dulfer (Saxophon), Erik Truffaz (Trompete) oder Arturo Sandoval (Trompete) schwören auf Inderbinen-Instrumente. Aber nicht nur der Instrumentenbau gehört zum Geschäft von «Inderbinen». Miete, Verkauf anderer Marken, Reparaturen – im Fachgeschäft in Buchs wird für Gross und Klein alles geboten, was mit Blasinstrumenten zu tun hat. Als Susy und Thomas Inderbinen von Yanas Wunsch hörten, war für sie klar, diesen Wunsch können und wollen sie erfüllen. «Gerade in schwierigen Zeiten kann die Musik sehr wichtig sein, Trost spenden und Freude bereiten. Das wollten wir unterstützen».

Inderbinen unterstützt Yanas Leidenschaft | Der Landanzeiger
Thomas Inderbinen führt die Familie durchs Geschäft.
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Eine Zeitreise ins Jahr 1921

Eine Zeitreise ins Jahr 1921 | Der Landanzeiger

Telefone, Werkzeuge, Maschinen und Plakate – sie alle erinnern an eine vergangene Zeit. Der Gewerbeverein Buchs hat zusammen mit der Museumskommission im Dorfmuseum Buchs eine Sonderausstellung zum Thema «101 Jahre GVB» zusammengestellt. Neben 15 Buchser Unternehmen, die zur Zeitreise im Dorfmuseum beitragen, haben Kurt Dober, Wolfgang Byland und Peter Leutwyler die historischen Unterlagen des Gewerbevereins zusammengetragen, gesichtet und teilweise digitalisiert. Auch sie präsentieren einige Unikate aus 101 Jahren Gewerbeverein Buchs an dieser Ausstellung.

An der Vernissage der Sonderausstellung am vergangenen Samstag warfen die Co-Präsidenten Daniel Bachmann und Loris Morini anhand des Gründungsprotokolls und des Protokolls der allerersten Generalversammlung einen Blick zurück ins Jahr 1921. «Vor über hundert Jahren gab es viele Handwerker, einige Kaufmänner und ein paar wenige Detailhändler. Sie haben sich zusammengetan, um ihre gemeinsamen Anliegen zu vertreten, das Gewerbe zu stärken und gegenüber der Gemeinde, den Behörden und der Bevölkerung eine Stimme zu haben», erklärt Loris Morini. «Und weshalb ist man heute Mitglied im Gewerbeverein?», fragt Loris Morini und Daniel Bachmann antwortet: «Eigentlich aus den selben Gründen wie vor 100 Jahren. Er hat weiterhin das Ziel miteinander zu arbeiten, sich Gehör zu verschaffen, Sichtbar wird und eine gewisse Stärke signalisiert.» Und genau das soll auch Ziel des ganzen Jubliläumsjahres sein.

Start ins Jubiläumsjahr
Die Eröffnung der Sonderausstellung am vergangenen Sonntag bildete nämlich zugleich den Start ins Jubiläumsjahr. Über das ganze Jahr verteilt wird es Anlässe, beziehungsweise Aktivitäten geben, bei denen das Buchser Gewerbe eine wichtige Rolle spielt. So zum Beispiel am Jugendfest, am 1. August oder dann natürlich bei der BUGA, der Gewerbeausstellung Ende Oktober. Die Sonderausstellung im Dorfmuseum kann bis am 30. Oktober besucht werden. Sie ist jeweils am ersten und letzten Sonntag des Monats, von 14 bis 16 Uhr geöffnet, ausgenommen in den Schulsommerferien.

Jubiläumsprogramm, das seinen Namen verdient

Jubiläumsprogramm, das seinen Namen verdient | Der Landanzeiger

Das 101-Jahr-Jubiläum des Gewerbevereins Buchs wird kräftig gefeiert. Mit sieben, über das ganze Jahr verteilten Anlässen macht das Gewerbe bei Jung und Alt auf sich aufmerksam. Der optische Start ins Jubiläum erfolgt am kommenden Sonntag, 3. April, mit der Eröffnung der Sonderausstellung «101 Jahre Gewerbe Buchs» im Dorfmuseum. «Wäni mol gross bin» ist das Motto des diesjährigen Jugendfests und auch hier ist das Buchser Gewerbe aktiv. Zusammen mit der Schule entwickeln zwölf Firmen mögliche Sujets und rüsten die Kinder für den Umzug aus. In der Zeit zwischen Sommer- und Herbstferien findet eine ganz spezielle Berufsbildungsschnitzeljagd für Schüler statt, der «Buxtrail». Den Abschluss des Jubiläumsjahrs macht die 10. Buchser Gewerbeausstellung, die BUGA 2022, vom 28. bis 30. Oktober.

Engagierte Mitglieder
«Zum Glück haben wir viele engagierte Mitglieder im Gewerbeverein Buchs», sagt Daniel Bachmann, Co-Präsident des Gewerbevereins Buchs und OK-Präsident des Gesamtprojekts 101 Jahre GVB. «Das ermöglicht uns etwas ganz Spezielles auf die Beine zu stellen und dem Gewerbe in Buchs weiteren Schwung zu verleihen.»

Zwischen diesen Grossanlässen findet die Jubiläums-GV unter dem Motto «anno 1921» statt. Erfüllen sich die Wünsche des Vorstands, erscheinen alle Mitglieder in Kleidern, wie man sie zur Gründungszeit des damaligen «Handwerker und Gewerbeverbands Buchs» in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts getragen hat. «Darauf freue ich mich ganz besonders», sagt Daniel Bachmann, der sich seine Kleider schon Mal reservieren liess.

Auch an der 1.-August-Feier in Buchs ist Arbeit und Gewerbe ein Thema. Als Festredner wurde der Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes AGV, Nationalrat Benjamin Giezendanner (Rothrist), engagiert.

Das vielfältige Festprogramm entstand an einem Workshop 2018, an dem sich alle GVB-Mitglieder einbringen konnten. «Die verschiedenen Programmpunkte decken zudem die verschiedenen Anspruchsgruppen ab und zeigen die Attraktivität des Gewerbes und der angebotenen Berufsgruppen auf kreative und innovative Art und Weise», ist Daniel Bachmann überzeugt. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und boomendem Onlinehandel sei es wichtig, auf die Stärken des regionalen Gewerbes hinzuweisen. «Ein starkes Gewerbe schafft Arbeitsplätze und trägt massgeblich zur Standortattraktivität der Gemeinde Buchs bei», betont Daniel Bachmann weiter. Er führt den Gewerbeverein seit 2019 im Co-Präsidium. Anfänglich mit Tobias Maurer, seit 2021 nun mit Loris Morini.

Berufsnachwuchs sichern
Für die Zukunft des Gewerbevereins Buchs wünschen sich die beiden Präsidenten ein starkes und attraktives Gewerbe, das beim Kunden und auch bei der Gemeinde Buchs an erster Stelle steht. «Zudem soll die Attraktivität und die Sichtbarkeit dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler ihren Berufswunsch bei den Mitgliedern des GVB umsetzen können und so der eigene Berufsnachwuchs sichergestellt werden kann.»

Mit den verschiedenen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr wird der Grundstein für weitere 100 Jahre erfolgreiches Buchser Gewerbe gelegt.


Jubiläums-Aktivitäten des Gewerbevereins Buchs

3. April bis 30. Oktober 2022
Sonderausstellung Dorfmuseum «101 Jahre Gewerbe Buchs»

Donnerstag, 12. Mai 2022
Jubiläums-GV unter dem Motto «anno 1921»

Freitag, 17. Juni und Samstag, 18. Juni 2022
Jugendfest Buchs unter dem Motto «wäni mol gross bin» und Betrieb eines Raclette-Beizli

Montag, 1. August 2022
Jubiläumsansprache des Präsidenten des Aarg. Gewerbeverbandes, Nationalrat Benjamin Giezendanner

Montag, 1. August bis Ende Oktober 2022
Start von Buxtrail, Berufsbildungsschnitzeljagd für Schüler beim Gewerbe Buchs

Donnerstag, 27. Oktober 2022
Jubiläumsanlass und Eröffnungsevent BUGA22

Freitag, 28. Oktober bis Sonntag, 30. Oktober 2022
Buchser Gewerbeausstellung BUGA22.ch www.gewerbeverein-buchs.ch


Eine grüne Oase für das Buchser Bären-Areal

Eine grüne Oase für das Buchser Bären-Areal | Der Landanzeiger

In Buchs soll auf dem Bären-Areal ein neuer Dorf-Treffpunkt entstehen. Die Bevölkerung hat den Richtungsentscheid gefällt. Am meisten Stimmen erhalten hat die Nutzungsidee «Suhrebalkon ». Sie geht von wenigen Eingriffen aus, mit denen das Areal begrünt, der Blick auf die Suhre geöffnet und eine Abgrenzung zur Kantonsstrasse geschaffen wird. Ein Pavillon in der Nähe des Gemeindesaals soll für Gastronomie oder kleine Anlässe genutzt werden können. Auf dem Platz sind Veranstaltungen aller Art möglich. Laut dem Team ist die Nutzungsidee nach wie vor offen und kann verschiedensten Ansprüchen und Nutzungen entsprechen. Zum Team gehören Michael Kradolfer, Lucia Schnüriger, Marie und Ella Schnüriger, Reto Bianchi, Michael Gysi, Andreas Dober und Werner Schenker. Das Team hat sich am ersten Workshop des Partizipationsprozesses kennengelernt.
Über 6712 Einwohnerinnen und Einwohner über 16 Jahren hatten die Möglichkeit, ihren Favoriten zu benennen. Diese Gelegenheit haben 2111 Personen wahrgenommen, was einer Beteiligung von 31 % entspricht. Die drei Nutzungsideen, die zur Auswahl standen, erhielten folgende Anzahl Stimmen: «Suhrebalkon»: 1’036 Stimmen, 49 %; «Treffpunkt Buchs»: 753 Stimmen, 36 %, «Willkommen»: 322 Stimmen, 15 %. Der Mitwirkungsbericht zum Partizipationsprozess ist auf der Website der Gemeinde Buchs verfügbar.

Vorprojekt bis Ende 2022

Die Ausarbeitung eines gestalterischen Vorprojekts erfolgt in der nächsten Prozessphase unter Beizug von Landschaftsarchitekten, Architekten und weiteren Planern. Die Fachpersonen werden den Auftrag erhalten, konkrete Vorschläge auf Basis dieser Nutzungsidee zu erarbeiten. Das Ziel ist, dass das Vorprojekt bis Ende 2022 vorliegt.
Der Gemeinderat bedankt sich an dieser Stelle nochmals bei allen zehn Teams, die Ideen für das Bären-Areal entwickelt haben, für ihr Engagement. Jede Idee hat zur Diskussion und zum Meinungsbildungsprozess beigetragen.

Mehr dazu auf der Website der Gemeinde Buchs

Allianz Suisse Generalagentur Stefan Vierling

Allianz Suisse Generalagentur Stefan Vierling | Der Landanzeiger

Die Generalagentur Allianz Suisse Aarau pflegt eine moderne Arbeitskultur mit einer offenen Kommunikation. Stefan Vierling und seine Mitarbeitenden suchen gerne den gemeinsamen Dialog.

Aufgrund der baulichen Gegebenheiten war der alte Standort in Aarau nicht mehr zeitgemäss, um diese offene Kultur zu pflegen. Deshalb trafen Stefan Vierling und sein Team vor über einem Jahr die Entscheidung, nach anderen Räumlichkeiten Ausschau zu halten.

Mit den neuen Büros im Eniwa-Gebäude in Buchs wurde eine passende Lokalität gefunden. Stefan Vierling erklärt: «Unser neuer Standort entspricht genau unseren Vorstellungen. Der Grundriss ermöglicht ein offenes Bürokonzept. Dort können wir unsere Vorstellungen von der Interaktion zwischen den Kolleginnen und Kollegen in die Tat umsetzen. Tagtäglich suchen wir für unsere Kunden die besten Lösungen. Und das geht gemeinsam definitiv besser als alleine im Einzelbüro. Der neue Standort wird ein grosser Gewinn für unser Team sein. Ich bin sicher, dass die modernen Büros einen zusätzlichen Motivationsschub bedeuten. In dieser zeitgemässen Umgebung zu arbeiten und Kundinnen und Kunden zu empfangen, betrachte ich als ein Privileg.»

Auch die fortschrittliche Infrastruktur bietet wertvolle Pluspunkte. Dazu zählen die modernste IT-Technologie sowie die Belüftung und Klimatisierung der Räume. Dies macht das Arbeiten im Sommer angenehmer. Ebenfalls hilfreich ist das flexible Parkplatzsystem für Kundinnen, Kunden und die Mitarbeitenden.

Allianz Suisse Generalagentur Stefan Vierling | Der Landanzeiger


Porträt
Mit rund 100 Mio. Fr. Prämienvolumen und 40‘000 Privat- und Unternehmenskunden ist die Generalagentur Allianz Suisse Stefan Vierling die grösste der Schweiz. 65 Mitarbeitende setzen sich täglich engagiert für die Kundenbedürfnisse ein. 48 Personen arbeiten als klassische KundenberaterInnen. Die anderen Mitarbeitenden sind im fachlichen sowie im administrativen Support tätig. Zudem werden vier KV-Lernende ausgebildet.

Allianz Suisse Generalagentur Stefan Vierling | Der Landanzeiger
Allianz Suisse Generalagentur Stefan Vierling | Der Landanzeiger

Allianz Suisse Generalagentur
Stefan Vierling

Industriestrasse 25
CH-5033 Buchs AG
058 357 52 52
www.allianz.ch

Zukunft Bären-Areal: Bevölkerung kann mitentscheiden

Zukunft Bären-Areal: Bevölkerung kann mitentscheiden

Die Bevölkerung von Buchs ist aufgerufen, drei Ideen für die Zukunft des Bären-Areals zu beurteilen. Mit der informellen Abstimmung soll ein Richtungsentscheid gefällt werden, wie sich der neue Dorf-Treffpunkt entwickeln soll. Am Meinungsbildungsprozess können sich alle Personen ab 16 Jahren beteiligen, mit oder ohne Schweizer Staatsbürgerschaft.

In Buchs soll auf dem Bären-Areal ein neuer Dorf-Treffpunkt entstehen. In der jetzigen Phase der Ideenfindung erhält die Bevölkerung die Möglichkeit, einen Richtungsentscheid zu fällen: In welchem Umfang eine Gestaltung stattfinden soll, wie der Platz aufgeteilt und welche Möglichkeiten für künftige Nutzungen entstehen sollen. Grundlage für den Richtungsentscheid sind drei Nutzungsideen, die im Rahmen eines Workshop-Verfahrens entwickelt und ausgewählt wurden:
• Wenig Eingriff: Die erste Idee möchte den Platz mit wenig Eingriffen sanft aufwerten und begrünen. Veranstaltungen (BUGA, Lunapark) sind im bisherigen Umfang weiterhin möglich. Ein Pavillon in der Nähe des Gemeindesaals kann für (temporäre) Gastronomie oder kleine Anlässe genutzt werden. Es kann ausprobiert werden, was auf dem Platz funktioniert.
• Nutzungen am Rand: Die zweite Idee bespielt das Bärenareal am Rand mit Pergola, Bauwagen für die Jugend, Treppenstufen zum Sitzen, Bühne und Sitznischen. In der Mitte bleibt eine Platzfläche für Veranstaltungen im bisherigen Umfang bestehen (BUGA, Lunapark). Ein Pavillon in der Nähe des Gemeindesaals kann für (temporäre) Gastronomie oder kleine Anlässe genutzt werden.
• Platzaufteilung: Die dritte Idee teilt das Bärenareal fest in einen Kiesplatz und in eine Spielwiese mit Bäumen für den Aufenthalt auf. Wegen der Unterteilung des Platzes sind heutige grössere Veranstaltungen nicht mehr im gleichen Umfang (BUGA) oder gar nicht mehr möglich (Lunapark). Ein Bistro und ein Pavillon können für Gastronomie und Aufenthalt genutzt werden.

Die Ausarbeitung eines Projekts erfolgt nach dem Richtungsentscheid in der nächsten Phase unter Beizug von Landschaftsarchitekten, Architekten und weiteren Planern. Die Fachpersonen werden den Auftrag erhalten, konkrete Vorschläge auf Basis der ausgewählten Nutzungsidee zu erarbeiten. An der partizipativen Abstimmung dürfen alle angeschriebenen Personen teilnehmen, auch wenn Sie noch nicht volljährig sind oder keinen Schweizer Pass besitzen. Die Teilnahme ist mit einem persönlichen Code gültig. Der Prozess und die inhaltliche Konsolidierung werden vom Planungsbüro Zimraum begleitet, die Unterlagen wurden vom Gemeinderat für den Versand verabschiedet.

Der Gemeinderat erhielt kurz nach dem Versand aus der Bevölkerung positive Feedbacks über die Möglichkeit, sich am Grundsatzentscheid für die künftige Nutzung des Bären-Areals beteiligen zu können. Am ersten Tag haben bereits 400 Personen teilgenommen. Vertiefte Informationen zu den Nutzungsideen und zum Prozess findet die Bevölkerung auf der Website der Gemeinde Buchs: www.buchs-aargau.ch/ baeren-areal.

Neue Ofenlinie erst um 2035 nötig

Neue Ofenlinie erst um 2035 nötig | Der Landanzeiger

Die KVA Buchs passt ihre strategische Investitionsplanung an: Weil die Ofenlinie 1 so gut läuft, muss sie erst etwa zehn Jahre später als geplant ersetzt werden. Die Abgeordneten des Gemeindeverbandes genehmigten die entsprechende Anpassung der Vorfinanzierung und tiefere Verbrennungstarife.

Industrie und Gewerbe haben von Januar bis Oktober 2½ Prozent weniger Abfall in die Kehrichtverwertungsanlage KVA Buchs geliefert als in der Vorjahresperiode. Entsprechend ging auch die in diesem Zeitraum verbrannte Kehrichtmenge mit rund 112’600 Tonnen etwas zurück (–2,9%). Umgekehrt nahm der Bedarf an Fernwärme um 15 Prozent und damit deutlich zu, was hauptsächlich auf den Ausbau der Nutzung der Verbrennungsenergie zurückzuführen ist: Im Oktober konnte nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit die Mittelland Molkerei von Emmi in Suhr an eine neue Dampfleitung der Fernwärme Wynenfeld AG (FEWAG, eine Tochtergesellschaft des Gemeindeverbands für Kehrichtbeseitigung Region Aarau-Lenzburg GEKAL) angeschlossen werden. Der GEKAL selbst baut auf der KVA eine neue Heizzentrale. Sie formt den Dampf in Heisswasser um und wird ab Mitte Dezember Haushalte in den umliegenden Gemeinden mit Komfortwärme versorgen.

Ein Teil der anfallenden Wärme wird in Buchs in Elektrizität umgewandelt (–1,2% weniger als in der Vorjahresperiode). Dieses Geschäft lohnt sich in jüngster Zeit besonders, sind doch die Strompreise seit August stark gestiegen. Darauf machte Harald Wanger, der Geschäftsleiter der KVA Buchs, an der Abgeordnetenversammlung des GEKAL am Mittwoch in Kirchleerau aufmerksam.

Frühzeitiger Ersatz nicht sinnvoll
Im Hinblick auf langfristige strategische Grossinvestitionen legt der GEKAL jedes Jahr Geld zur Seite. Diese sogenannte Vorfinanzierung wird nun verlängert – und der Grund dafür ist ein erfreulicher: Statt die 1994 in Betrieb genommene Ofenlinie 1 und die Turbine zur Stromerzeugung wie ursprünglich geplant bereits um 2025/26 zu ersetzen, hat sich inzwischen herausgestellt, dass beide zentralen Anlagenelemente saniert bzw. optimiert und somit vorläufig weiterbetrieben werden können. «Ein frühzeitiger Ersatz ist aus betriebswirtschaftlicher und technischer Sicht nicht sinnvoll», sagt Finanzchef Rolf Messmer. Die Sanierung der Ofenlinie kostet einen Bruchteil eines Ersatzes, der nun erst um 2035 vorgesehen ist. Die AV genehmigte die Aufstockung der Vorfinanzierung von aktuell 23,3 auf 45 Mio. Franken.

Gemeinden zahlen erneut weniger
Die Investitionsplanung – das Investitionsvolumen bis 2035 beträgt inkl. Ersatz der Ofenlinie 1 gut 144 Mio. Franken – ist Teil der Finanzplanung. Diese geht auf der Ertragsseite unter anderem von einer Erhöhung der budgetierten Auslastung der KVA von 125’000 auf 130’000 Tonnen Kehricht pro Jahr und von höheren Energieerträgen durch Effizienzsteigerungsmassnahmen aus. Auf der Aufwandseite steigen etwa die Unterhaltskosten leicht, und Umweltauflagen verteuern die Entsorgung der Verbrennungsrückstände. Unter dem Strich ermöglicht die überarbeitete Strategie- und Finanzplanung, dass die Verbrennungsgebühren per 2022 erneut gesenkt werden können. Verbandsgemeinden zahlen ab nächstem Jahr pro Tonne Kehricht noch 85 statt wie bisher 105 Franken. Die letzte Tarifsenkung um 10 Franken datiert von 2020. Eine Erhöhung zeichnet sich erst 2034 ab, wenn die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) jeweils für die Hälfte der jährlich produzierten Strommenge ausläuft. 2017 sorgte dieses Förderinstrument des Bundes beim GEKAL für die vorletzte Gebührenanpassung nach unten.

Unbedenkliche Dioxinwerte in der Luft
Die Geschäftsleitung sprach an der Versammlung auch die Medienberichterstattung über die Dioxinproblematik in Zusammenhang mit KVAs an. Es geht um einen aktuellen Fall in Lausanne, überschrittene Prüfwerte des giftiges Stoffs in den 1990er-Jahren in der Umgebung der KVA Turgi und erkrankte Tiere auf Bauernhöfen in der Nähe der KVA Buchs in den 1970er-Jahren. Eine Bodenanalyse von 1992 hatte in Buchs unbedenkliche Werte gezeigt. Die Abteilung für Umwelt des Kantons Aargau will 2022 neue Analysen durchführen. Harald Wanger bekräftigt, die KVA Buchs habe die gesetzlichen Vorgaben für die Rauchgasreinigung stets eingehalten. Der Grenzwert für Dioxine und Furane gemäss Luftreinhalteverordnung von 0,1 Nanogramm pro Kubikmeter sei etwa 2019 bei einer Messung von 0,004 ng/m³ massiv unterschritten worden. Dies gelte auch für andere Schadstoffe wie Quecksilber, Kadmium, Blei und Zink.


KVA Buchs steht fünf Tage lang still

Weil die Mittelspannungs-Schaltanlage umgebaut werden muss, kann die KVA Buchs vom 6. bis 10. Dezember keinen Abfall verbrennen. Kehrichtanlieferungen von Industrie- und Gewerbekunden sowie Privatpersonen sind in dieser Zeit deshalb nicht möglich. Davon nicht betroffen ist die ordentliche Kehrichtabfuhr in den 83 Verbandsgemeinden.


Chocolats Kaufmann ist Swiss Bakery Champion

Chocolats Kaufmann ist Swiss Bakery Champion | Der Landanzeiger

Chocolats Kaufmann holte sich an der Swiss Bakery Trophy sechs Goldmedaillen, zweimal Silber und einmal Bronze für ihre Produkte. Zudem holten sich die Kaufmanns den Gesamtsieg und wurden zum «Swiss Bakery Champion» gekürt.

«Es ist ein grosser Erfolg, den wir sehr schätzen, von dem wir aber auch überrascht wurden», erzählen Jürg und Nadin Kaufmann. Ihr Betrieb, Chocolats Kaufmann, hat an der Swiss Bakery Trophy den Champion-Titel geholt. Zwei Jahre nach Eröffnung von «Chocolats Kaufmann» in Buchs haben sie 2016 zum ersten Mal am Wettbewerb teilgenommen und wurden sogleich kantonale Champions. Nachdem es bei der nächsten Durchführung 2018 nicht gereicht hatte, waren die Motivation und die Spannung in diesem Jahr umso grösser. Reicht es wohl für den kantonalen Titel? Es reichte sogar für den Gesamtsieg und den Titel «Swiss Bakery Champion».

Eine Bestätigung
An der Swiss Bakery Trophy wurden in diesem Jahr insgesamt 1300 Produkte eingereicht und durch eine Jury von 180 Spezialisten und 120 Konsumenten getestet und bewertet. Dabei gab es die Kategorien Bäckerei, Konditorei, Confiserie und Snacks. Der Preis «Bernhard Aebersold» belohnt zudem das kreativste Produkt. Swiss Bakery Champion wird derjenige mit dem besten Durchschnitt. Und diesen Sieg holte sich Chocolats Kaufmann. «Wir sind sehr stolz auf den ‹Schweizermeistertitel›, haben doch namhafte Bäckereien teilgenommen wie auch der kürzlich gekürte Weltkonditor des Jahres. 152 Betriebe wurden mit Medaillen ausgezeichnet. Dies bestätigt uns in unserer Arbeit und motiviert uns, diesen Weg weiterzugehen», sagt Jürg Kaufmann. «Wir bemühen uns, unseren Kunden spezielle, aber keine verrückten Produkte anzubieten», sagt Nadin Kaufmann lächelnd. Die Qualität spielt dabei eine grosse Rolle: Viel wird von Grund auf produziert, auf gute, regionale Rohstoffe wird geachtet. Neben qualitativ hochwertigen Produkten gehört aber auch das Zwischenmenschliche zum Erfolgsrezept von Chocolats Kaufmann. «Wir können streng und auch pingelig sein, pflegen aber gleichzeitig ein erfüllendes und kollegiales Arbeitsverhältnis mit unseren Mitarbeitenden. Der Kundenkontakt ist uns sehr wichtig und wir versuchen, so oft wie möglich im Laden mitzuhelfen. Die Zufriedenheit der Kunden ist unsere gemeinsame Motivation.»

Stetig weiterentwickeln
Die in Buchs aufgewachsene Nadin Bührer und der Aarauer Jürg Kaufmann lernten sich 2001 kennen. Nadin absolvierte damals die Ausbildung als Bäckerin-Konditorin, danach eine Zusatzlehre als Konditorin-Confiseurin, bei der sie als Kantonsbeste abschnitt. Jürg hatte bereits einen erfolgreichen Abschluss als Konditor-Confiseur. Später absolvierte er die Berufsprüfung und krönte dann seine Ausbildung mit der höheren Fachprüfung (Meisterprüfung). Es folgten für beide viele lehrreiche und spannende Jahre in unterschiedlichen Betrieben. Nadin und Jürg verbrachten zwei Jahre in Vancouver Kanada, um von Thomas Haas, dem Meister der Patisserie, zu lernen. Er erweiterte ihren Horizont bezüglich Backkunst und förderte ihr Auge für aussergewöhnliche Kreationen. Trotz einem herausfordernden Marktumfeld liessen sich die beiden nicht von ihrer Vision abbringen und eröffneten im Jahr 2014 die Confiserie «Chocolats Kaufmann». Im vergangenen Herbst folgte eine zweite Filiale im Aarauer Aeschbachquartier.

Viel weiterwachsen soll der Betrieb der Kaufmanns aber nicht, es soll familiär und persönlich bleiben. Sich aber stetig weiterentwickeln, nie stehen bleiben, das ist das Ziel, das Jürg und Nadin Kaufmann verfolgen.

Chocolats Kaufmann

Aarauerstrasse 29
5033 Buchs
oder
Buchserstrasse 9/11
5000 Aarau
www.chocolatskaufmann.ch
info@chocolatskaufmann.ch

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Firmenübergabe zum 35. Geburtstag

Firmenübergabe zum 35. Geburtstag | Der Landanzeiger

Firmenübergabe
Seit meinem 17. Lebensjahr arbeite ich im Betrieb meines Vaters. In diesen langen Jahren ist mir nie die Motivation ausgegangen. Die Firma hatte immer hohe Priorität in meinem Leben. Die Verantwortung nun in neue, jüngere Hände zu legen, fällt deshalb nicht leicht und braucht Vertrauen. Dieses hat sich mein Sohn Christof verdient. Seit Jahren arbeiten wir nun zusammen und gerne kann ich sagen, dass ich die Sommerhalder AG bei ihm in guten Händen weiss. Es ist schön zu sehen, wie auch er die Freude an diesem Betrieb in sich trägt. Es ist nun die Zeit gekommen, mich etwas mehr zurückzuziehen. An dieser Stelle bedanke ich mich bei unserer treuen Kundschaft. Viele von euch sehen wir seit Jahren auf unserem Platz. Immer wieder hatten wir auch Zeit für einen «Schwatz» und so sind Freundschaften entstanden, die weit über Geschäftsbeziehungen hinausgehen. Wir sind froh, euch weiterhin bei uns begrüssen zu dürfen und auch mich wird man sicher noch eine Zeitlang auf dem Firmengelände vorfinden. Ich wünsche meinem Sohn eine gute Zukunft in der Sommerhalder AG und allzeit gutes Gelingen.

Firmengeschichte
1954
begannen Hans und Angelina Sommerhalder mit dem Sammeln von Wertstoffen. Als Lager diente eine kleine Garage in Buchs.
1960 Erwerb der Liegenschaft an der Bachstrasse in Buchs, wo vorwiegend Alteisen und Metalle verarbeitet wurden.
1967 kam die Liegenschaft an der Oberdorfstrasse hinzu, in welcher Altpapier und Knochen gesammelt wurden.
1968 wurden beide Liegenschaften aufgelöst und an die Rohrerstrasse in Aarau verlegt.
1980 Erwerb des Grundstückes an der Oberholzstrasse in Buchs.
1981 wurde das Areal an der Oberholzstrasse eröffnet.
1990 Gründung der Sommerhalder AG durch Vater Hans Sommerhalder und Söhne Roberto und Markus Sommerhalder
1991 Geschäftsübergabe an die Söhne Sommerhalder
2008 Eintritt von Marco Sommerhalder in die Firma, Sohn von Markus Sommerhalder
2011 Eintritt von Christof Sommerhalder in die Firma, Sohn von Roberto Sommerhalder
2018 Gründung und Spatenstich der Sommerhalder Sammelhof AG an der Bresteneggstrasse
2019 Eröffnung der Sommerhalder Sammelhof AG, Aufteilung der Sommerhalder Gruppe in – Sommerhalder AG Buchs unter der Leitung von Roberto und Christof Sommerhalder – Sommerhalder Sammelhof AG unter der Leitung von Markus und Marco Sommerhalder
2021 Geschäftsübergabe der Sommerhalder AG Buchs von Roberto Sommerhalder an Sohn Christof Sommerhalder

Firmenübernahme
Seit nun 10 Jahren darf ich meinen Vater in der Firma unterstützen. Als gelernter LKW-Mechaniker kann ich mein gesamtes Fachwissen in die Firma einbringen. 2011 habe ich angefangen als Kranchauffeur und ab 2012 war ich als Chauffeur auf der Strasse unterwegs. Vor drei Jahren habe ich das Fahren einem Mitarbeiter übergeben und bin in Buchs auf dem Platz, auf dem Kran, in der Werkstatt oder im Büro anzutreffen. In dieser Zeit konnte ich wertvolle Erfahrungen in jedem Bereich sammeln. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, das mir mein Vater entgegenbringt und freue mich, in seine Fussstapfen zu treten. Sehr vieles habe ich von ihm gelernt und ich werde die Sommerhalder AG in seinem Sinne weiterführen. Natürlich bin ich froh, ihn nach wie vor an meiner Seite zu wissen. Sein Rat und sein Wissen ist sehr wertvoll und ich bin dankbar, darauf zurückgreifen zu können. Vielen Dank an unsere Kundschaft, die mir in den letzten Jahren die gleiche Loyalität entgegengebracht hat wie meinem Vater. Ich freue mich, auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Meinem Vater wünsche ich, dass er sich nun etwas mehr Zeit für sich nimmt und alles ein bisschen ruhiger angehen kann. Er hat sich dies mehr als verdient.

Sommerhalder AG

Industrieabfälle, Muldenservice, Recycling
Oberholzstrasse 6
5033 Buchs
Telefon 062 822 36 27
www.sommerhalderag.ch


Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 7.00 – 12.00, 13.00 – 16.45 Uhr
Freitag: 7.00 – 12.00, 13.00 – 15.45 Uhr.

Vor Feiertagen haben wir jeweils bis 16.00 Uhr geöffnet.

Ausgaben steigen weiter kräftig an

Ausgaben steigen weiter kräftig an | Der Landanzeiger

Bei einem unveränderten Steuerfuss von 108 Prozent und einem neuen Gesamtumsatzrekord von rund 40 Mio. Franken weist das Budget 2022 der Gemeinde Buchs ein Minus von 1.04 Mio. Franken aus. Dies entspricht gegenüber dem Budget 2021 einer Steigerung von rund 457’000 Franken. Das Ergebnis liegt jedoch unter Berücksichtigung der ausserordentlichen Kostensteigerungen im Rahmen der Prognose gemäss Aufgaben- und Finanzplan 2021 bis 2024.

Ein Jahr nach dem von Corona-Unsicherheiten geprägten Budget 2021 zeigen erste Ertragsprognosen in Richtung Erholung. Das kantonale Steueramt geht davon aus, dass die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie bereits in den kommenden Jahren abklingen werden. Ab 2023 werden bereits wieder steigende Steuererträge von jährlich 2 Prozent erwartet. «Erfreulicherweise zeigen die Buchser-Steuerzahlen bereits im aktuellen Jahr einen weniger starken Rückgang als bisher angenommen», sagt Gemeinderat Tony Süess, Ressortchef Finanzen. «Die Situation bleibt jedoch weiterhin zu unsicher, so dass auf der Ertragsseite noch keine vollständige Entwarnung gegeben werden kann.» Gegenüber dem Rechnungsjahr 2020 wird bereits ab 2022 mit einer Steigerung der Steuern von rund 247’000 Franken gerechnet.

Trotz des deutlichen Aufwandüberschusses wird am bisherigen Steuerfuss von 108 Prozent festgehalten. «Die Unsicherheiten, weiterhin verursacht durch die Corona-Pandemie, sind zum jetzigen Zeitpunkt auf Aufwand- und Ertragsseite nach wie vor so gross, dass eine Steuerfusserhöhung nicht gerechtfertigt ist», Gemeindeammann Urs Affolter. Zur Abfederung eines allfällig negativen Jahresergebnisses 2021 stehen kumulierte Ergebnisse aus drei positiven Vorjahren zur Verfügung.

Bildungs- und Sozialkosten wurden massiv teurer
Im Nettoaufwandvergleich zum Budget 2021 zeigen drei Dienststellen eine sinkende Kostentendenz, während bei fünf Dienststellen Kostensteigerungen resultieren. Insbesondere die Ausgaben im Bildungsbereich steigen aufgrund der höheren Besoldungsanteile an die Kreisschule und den Kanton. «Der Grund dafür liegt in erster Linie bei den wachsenden Schülerzahlen und der Revision des Lohnsystems für Lehrpersonen und Schulleitungen Volksschule», sagt Tony Süess. Die Mehrkosten gegenüber dem Budget 2021 zu Gunsten der Bildung betragen insgesamt 960’100 Franken.

Eine weitere Kostensteigerung verzeichnet der Bereich Soziale Sicherheit. Die Mehrkosten gegenüber dem Vorjahresbudget betragen rund 280’000 Franken. Besonders auffällig ist die Kostensteigerung im Bereich der Beiträge gemäss KiBeg (Kinderbetreuungsgesetz) (100’000 Franken) und im Bereich Sozialhilfe und Asylwesen (rund 180’000 Franken.

Weiterhin erhöhtes Investitionsvolumen
Nachdem in den Jahren 2020 und 2021 die ersten grossen Tranchen für den Neu- und Rückbau der Schulanlage Risiacher geleistet wurden, steht dieses Projekt auch im kommenden Jahr nochmals im Fokus. Die letzte Tranche zu Lasten der Investitionsrechnung wird für den Rückbau des alten Gebäudes und die Umgebungsarbeiten eingesetzt. Insgesamt werden 2.3 Mio. Franken dafür budgetiert. Komplettiert werden die Nettoinvestitionen von insgesamt rund 3.4 Mio. Franken mit diversen dekretsmässigen Beiträgen an den Ausbau der Strassen sowie zwei Ersatzbeschaffungen von Fahrzeugen des Bauamtes. Auch die Flutlichtanlage der Sportanlage Suhrenmatte soll ersetzt werden und für eine neue Platzgestaltung im Raum Oberdorfstrasse ist ein Betrag eingesetzt. Der Gemeinderat plant eine Lohnerhöhung von einem Prozent (entspricht 52’000 Franken) für punktuelle Anpassungen in der Verwaltung. «Wir hatten während mehreren Jahren eine Nullrunde», sagt Gemeindeammann Urs Affolter. Der Stellenplan bleibt unverändert, es sind keine zusätzlichen Stellen geplant.

Jugendfest im Jahr 2023
Aufgrund der Festivitäten in der Gemeinde wird das Jugendfest auf 2023 verschoben. Im Budget werden 50’000 Franken Rückstellungen pro Jahr gemacht, damit das Fest 2023 nicht zu sehr zu Buche schlägt.

Eigenwirtschaftsbetriebe
Eine weiterhin positive Bilanz kann bei den Eigenwirtschaftsbetrieben gezogen werden. Während bei der Abwasserbeseitigung, unter anderem wegen des höheren Beitrags an den Regionalen Abwasserverband, mit einem Aufwandüberschuss von 113’500 Franken gerechnet wird, werden bei den beiden Betrieben Wasserwerk und Abfallbeseitigung deutliche Ertragsüberschüsse prognostiziert.

Das Wasserwerk schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 403’100 Franken ab und die Abfallbeseitigung erwartet einen Gewinn von 105’700 Franken. Trotz den unterschiedlichen Ergebnissen stehen alle drei Betriebe weiterhin auf einem soliden finanziellen Fundament, welches die Eigenfinanzierung der anstehenden Investitionen problemlos ermöglicht.

Siegerprojekt für Ausbau erkoren

Siegerprojekt für Ausbau erkoren | Der Landanzeiger

Das Alterszentrum Suhrhard baut sein Angebot aus. Nebst dem Pflegeheim und einer Alterssiedlung soll nun noch ein Haus für «Betreutes Wohnen plus» dazukommen. Dafür investieren die Verantwortlichen rund 15,5 Millionen Franken. Mitte 2024 sollen die 32 neuen Wohnungen bezugsbereit sein.

Erst vor rund vier Jahren wurde im Alterszentrum Suhrhard ein Neubau mit 100 Pflegeplätzen in Betrieb genommen. Nun wird wieder gebaut. Nebst dem Pflegeheim und der Alterssiedlung, soll auch «Betreutes Wohnen Plus» angeboten werden. «Dieses neue Angebot wird für unterstützungsbedürftige Personen mit einem geringen Pflegebedarf geschaffen, die weiterhin selbständig und in der eigenen Wohnung leben, aber einzelne Servicepakete des Alterszentrums nutzen», sagt VR-Präsident Urs Knecht. Aus diesem Grund hat sich der Verwaltungsrat entschieden, auf dem Areal des Alterszentrums neben dem bestehenden Pflegeheim und der Alterssiedlung einen Neubau mit 32 Wohnungen für 15,5 Millionen Franken zu realisieren.

Sechs Projekte zur Auswahl
Der Gesamtleistungswettbewerb für diesen Neubau «Betreutes Wohnen Plus» umfasste zwei Phasen. In der Präqualifikation wurden im Herbst 2020 durch ein Beurteilungsgremium, zusammengesetzt aus Fachexperten und Vertretern des Alterszentrums, aus einer Vielzahl von Bewerbungen sechs Teams ausgewählt. In der zweiten Phase erarbeiteten die sechs ausgewählten Wettbewerbsteams bis Ende Mai 2021 konkrete Projektvorschläge, welche im Juni 2021 ausführlich begutachtet und bewertet wurden. Aufgrund dieser umfassenden Prüfung entschied sich das Beurteilungsgremium einstimmig für das Projekt «Madame Souza» der Firma Gross Generalunternehmung AG aus Brugg mit dem Architekturbüro kathrinsimmen Architekten ETH SIA aus Zürich.

Siegerprojekt für Ausbau erkoren | Der Landanzeiger
Barbara Burren vom Fachpreisgericht erläutert das Siegerprojekt.

32 Wohnungen für selbständiges Wohnen
Das neue Wohnhaus wird als kompakter Punktbau so in die Gesamtanlage des Alterszentrums gesetzt, dass eine gemeinsame Mitte für alle drei Gebäude des Alterszentrums entsteht.
Der geplante Bau bietet total 32 Wohnungen: 28 Wohnungen mit 2 Zimmern und 4 Wohneinheiten mit 2.5 Zimmern. Alle 32 Wohnungen sind vollständig für ein selbständiges Wohnen eingerichtet, mit einem Balkon versehen und profitieren von einer guten Besonnung und vielfältigen Ausblicken.
Basierend auf dem Entscheid für das Projekt «Madame Souza» werden nun die weiteren Arbeiten für den Neubau «Betreutes Wohnen Plus» in Angriff genommen. Nach Abschluss der Projektbereinigungs- und Vertragsarbeiten werden ab anfangs 2022 die Planungs- und Baubewilligungsarbeiten durchgeführt, damit anfangs 2023 der Spatenstich für den Neubau erfolgen kann. Geplant ist, dass die neuen Wohnungen Mitte 2024 bezugsbereit sind.


Das «Suhrhard» wurde 1980 als Alters- und Leichtpflegeheim konzipiert. Im Sommer 2017 kam der Neubau mit 100 Pflegeplätzen dazu. Zum Angebot gehört auch ein geschützter Wohnbereich für Menschen mit Demenz. Die Alterssiedlung mit 43 Wohneinheiten ergänzt das Angebot des Pflegeheimes und ermöglicht zusätzlich 55 Bewohnenden ein eigenständiges Leben mit betreutem Wohnen. Rund 150 Mitarbeitende engagieren sich für das Wohlergehen der Bewohnenden des Alterszentrums.

Siegerprojekt für Ausbau erkoren | Der Landanzeiger
Die Liegenschaften bilden künftig eine harmonische Einheit.

Post startet Umbau für regionales Paketzentrum und schafft 60 Stellen

Post startet Umbau für regionales Paketzentrum und schafft 60 Stellen | Der Landanzeiger

Die Post hat am 6. September mit den Umbauarbeiten für die zwei neuen regionalen Paketzentren in Buchs (AG) und Pratteln (BL) begonnen. Künftig erfolgt die Paketverarbeitung direkt in der Region. So werden Transportwege und -zeiten verkürzt. Insgesamt investiert die Post an den beiden Standorten 90 Millionen Franken und schafft 110 neue Stellen.

Die Mitarbeitenden der Schweizerischen Post verarbeiten wegen des florierenden Onlinehandels immer mehr Pakete. Zudem stiegen die Päcklimengen durch Corona im vergangenen Jahr sprunghaft an: 2020 zählte die Post über 191 Millionen Pakete auf ihren Sortieranlagen. Das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahr – ein absoluter Rekord. Und die Zahlen steigen weiter.

Post setzt auf regionale Sortierzentren
Um die stetig steigenden Paketmengen auch in Zukunft bewältigen zu können, investiert die Post in neue Standorte und vergrössert ihre Sortierkapazität. Dies ist auch nötig, weil die Kundschaft ihre Pakete immer schneller bei sich zu Hause möchte. Heute werden bereits 55 Prozent der Pakete als PostPac Priority verschickt, vor 15 Jahren waren es noch weniger als 20 Prozent. Die Post baut neue regionale Paketzentren, um die Pakete schneller zu verarbeiten und um lange Transportwege zu vermeiden. Die aufgegebenen Pakete werden so immer öfter gleich in der Region sortiert und anschliessend in der Re gion verteilt. Das ist ein logistisch logischer Schritt, der zudem auch ökologisch sinnvoll und nachhaltig ist. In der Nordwestschweiz haben die Umbauarbeiten für zwei neue regionale Paketzentren in Buchs (AG) und Pratteln (BL) am 6. September begonnen. Für die beiden Paketzentren überbaut die Post nicht neue Flächen, sondern sie nutzt bereits bestehende Gebäude in erschlossenen Industriezonen.

Post schafft in Buchs 60 zusätzliche Stellen
In Buchs baut die Post für rund 15 Millionen Franken die Liegenschaft am Amsleracherweg 6 um. Ab Sommer 2022 laufen dort täglich bis zu 90’000 Pakete über die Förderbänder der Sortieranlagen. Pakete für den Grossraum Aarau, Seetal, Suhrental und Lenzburg machen nicht mehr den Umweg über Härkingen, sondern werden neu direkt ab Buchs zugestellt. Rund 175 Mitarbeitende sind künftig im neuen Paketzentrum tätig. Ein Teil davon zieht von den bestehenden Zentren Härkingen und Mägenwil nach Buchs um, 60 Stellen entstehen neu.

Post ist ein wichtiger regionaler Arbeitgeber
Die Bedeutung der Post als wichtiger regionaler Arbeitgeber nimmt damit noch zu: Sowohl in Buchs als auch in Pratteln ist künftig rund jeder 30. Beschäftigte bei der Post tätig, im Dienstleistungssektor ist es sogar rund jede 20. beschäftigte Person. «Die Standorte in Buchs und Pratteln sind für uns ein Glücksfall», betont Jean-Pierre Stettler, Leiter Netzrealisierung bei Logistik- Services. «Sie sind beide verkehrstechnisch gut erschlossen und haben einen Autobahnanschluss. Da wir vermehrt Pakete verarbeiten mit Waren, die heute online bestellt und morgen ausgeliefert werden, sind wir auf gut erreichbare Verkehrsknotenpunkte angewiesen. Für die beiden Standorte spricht zudem, dass es sich um Industriequartiere handelt und dass die Zu- und Wegfahrten nicht durch bewohnte Gebiete erfolgen.»

Post plant weitere regionale Paketzentren
Bis 2030 soll das schweizweite Logistiknetz der Post mindestens 15 Standorte für die Paketsortierung umfassen. Zur Entlastung der seit längerem bestehenden drei grossen Paketzentren in Daillens (VD), Härkingen (SO) und Frauenfeld (TG) hat die Post in den beiden vergangenen Jahren bereits vier neue regionale Zentren in Cadenazzo (TI), Vétroz (VS), Ostermundigen (BE) und Untervaz (GR) in Betrieb genommen. Weitere Zentren sind vorgesehen. Insgesamt investiert die Post bis 2030 schweizweit 1,2 Milliarden Franken in die Erweiterung der Sortierkapazitäten, damit die Kundschaft ihre Pakete auch künftig zuverlässig und fristgerecht erhält.