Ein Baukurs für angehende Forstwarte

Ein Baukurs für angehende Forstwarte | Der Landanzeiger

Der Aargauische Försterverband organisiert die Grundausbildung für die im Wald tätigen Berufsleute. Während der dreijährigen Grundausbildung werden neu jetzt 52 Tage überbetriebliche Kurse an geboten. Dazu zählen unter anderem Holzerkurse, Jungwaldpflege, Naturschutzkurse und weitere. 27 Aargauische Forstwartlernende, darunter drei junge Frauen, absolvieren eine Woche lang einen Baukurs, um Neues dazu zu lernen. «Der Baukurs kommt bei den Lernenden sehr gut an. Schwierig ist alleine das finden von Kursorten», so der Kursleiter Oliver Eichenberger.

Umso mehr freute sich der Kursleiter, dass sich die Forstbetriebe Jura unter der Leitung von Martin Blattner mit seinem Stellvertreter, Adrian Widmer und Region Aarau mit dem Betriebsleiter Roger Wirz in diesem Jahr dazu entschlossen, Infrastruktur, Kursorte und Personal für die Durchführung der Kurse zur Verfügung zu stellen. Auf acht verschiedene Baustellen aufgeteilt, lernten die angehenden Forstwarte unter anderem wie man eine Waldstrasse unterhaltet, wie eine Brücke oder ein Blockhaus gebaut wird und wie eine Hangrutschverbauung entsteht. Alle Arbeiten wurden am Ende der Kurswoche benotet. Arbeitssicherheit, Einsatz, Fachkompetenz und am Ende der Woche ein Abschlusstest, ergab zusammengezählt die Schlussnote.

Was gebaut wurde bleibt bestehen
«Für die Lehrlinge ist es nicht sehr motivierend, in einem Kurs arbeiten zu machen, die am Ende nichts bringen», so Eichenberger. Darum sind die Baustellen immer so gewählt, dass sämtliche Arbeiten bestehen bleiben. Nutzniesser davon sind die organisierenden Forstbetriebe und Gemeinden in denen gearbeitet wurde. So können sich die Spaziergänger im Wald an der Aare über eine aus Robinienholz gebaute Brücke freuen. In Densbüren konnte ein schon seit einiger Zeit immer wieder rutschender Hang mittels einer «Krainer Wand» gesichert werden und in Küttigen steht schon bald ein neues Blockhaus.

Der Kursleiter Oliver Eichenberger zeigte sich kurz vor Ende der Kurswoche sehr zufrieden. Er rühmte alle Instruktoren (Forstwarte, Förster und Forstwart Vorarbeiter) die eine Gruppe zu betreuen hatten. «Wir können wirklich alle zufrieden sein. Alles ist perfekt gelaufen und ich kann ohne zu übertreiben sagen, dass wir in diesem Jahr besonders gute und besonders motivierte Lernende hatten. Sie lagen alle deutlich über dem Durchschnitt.»

Das Ufer des Staffeleggbachs wird saniert

Während den Bauarbeiten muss der Veloweg gesperrt werden | Der Landanzeiger

Das Ufer des Staffeleggbachs im Bereich der Deponie «alte Schutti» in Densbüren wird ab 13. Mai saniert. Damit wird Gefährdung des Grundwassers durch Ausschwemmen des Deponiekörpers eliminiert.

Die Deponie «alte Schutti» an der Kantonsstrasse (K 107) in Densbüren ist im Kataster der belasteten Standorte des Kantons Aargau eingetragen. Der Standort liegt innerhalb der Grundwasserschutzzone des Trinkwasserpumpwerks Mülimatt. Durch den Staffeleggbach wurden in der Vergangenheit die Böschung erodiert und Teile des Deponiekörpers freigelegt. Um eine weiterführende und künftige Böschungserosion zu vermeiden soll diese nun gesichert werden.

Der relevante Sanierungsperimeter von rund 300 Meter befindet sich entlang der Kantonsstrasse/des Velowegs. Er erstreckt sich von der alten Wildbachsperre (Volg) im nördlichen Bereich bis zur Fussgängerbrücke im südlichen Bereich der Deponie «Alte Schutti».

Der Deponiekörper wird im Bereich der Böschung freigelegt und das abgetragene Material triagiert: Es wird untersucht und danach fachgerecht entsorgt. Die Böschung wird mit Kalkblocksteinen verzahnt und gesichert. Die neue Böschung soll einem hundertjährigen Hochwasserereignis standhalten. Die Böschung wird – wo nötig – mit einer ein Meter breiten bewuchsfähigen Erdschicht ergänzt.

Intakte Dohlenkrebspopulation wird umgesiedelt
Der Staffeleggbach beheimatet im Sanierungsbereich eine intakte Population der stark gefährdeten und nach Berner Konvention geschützten Dohlenkrebsen. Vor Start der Bauarbeiten wird der Bach «abgekrebst » und abgefischt. Die Tiere werden unmittelbar ausserhalb des Perimeters wiedereingesetzt. Die Strukturierung des neuen Ufers und der neuen Sohle wird mit Raubbäumen, Wurzelstöcken und Faschinen möglichst naturnah gestaltet.

Termine und Verkehrsführung
Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt startete gestern mit den Vorbereitungsarbeiten. Nach Installationsarbeiten startet der eigentliche Bau im Gewässer ab dem 2. Juni. Die Bauarbeiten werden in drei Längsetappen ausgeführt und dauern im Gewässer voraussichtlich bis Ende Oktober. Anschliessend folgen Instandstellungsarbeiten und der Rückbau der Baustelleninstallation voraussichtlich bis im November 2020. Während den Bauarbeiten muss der Veloweg aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt werden. Der Veloverkehr wird auf der Kantonsstrasse im Mischverkehr geführt. Der Schulweg von Asp zum Schulhaus in Densbüren bleibt jederzeit offen.

Verschieden sein, das ist normal

Schule Densbüren | Der Landanzeiger

Das ist das erklärte Motto, mit welchem die Kooperative Schule Densbüren ins neue Schuljahr startet. Das Modell der kooperativen Klassen, welches die Stiftung Schürmatt bereits seit vielen Jahren in Kindergärten an drei Standorten umsetzt, wird nun auch in der Schule eingeführt.

Im Modell der kooperativen Schule arbeiten die Lehrpersonen der Regelklasse und der Heilpädagogischen Klasse eng zusammen. Die Kooperation verläuft in klar festgelegten Bahnen, daneben werden die Klassen aber auch separat gemäss den Vorgaben der jeweiligen Schulstufe unterrichtet. Alle erreichen ihre Entwicklungs- und Lernziele und noch mehr dazu.

Schulstart
Mit dem Schulstart im August wird ein Schulbus mit sechs bis acht Unterstufenschülern mit kognitiver Beeinträchtigung nach Densbüren fahren. Diese neue Klasse wird durch eine Heilpädagogin unterrichtet. Im Wochenplan sind kooperative Elemente mit der Regelklasse eingebaut, sei dies beispielsweise eine gemeinsame Turnstunde, ein Spiel in der Pause oder gemeinsame Projektarbeit.

Die Erfahrungen aus den kooperativen Kindergärten haben gezeigt, dass es sehr viele verschiedene Möglichkeiten gibt, klassenübergreifend zusammen zu arbeiten.

Umgang mit Verschiedenheit und Vielfalt
Mit der kooperativen Schule wird die Qualität des Unterrichts und der Schule allgemein verbessert werden. SchülerInnen können von der Zusammenarbeit profitieren, denn der tägliche Umgang mit Verschiedenheit und Vielfalt stärkt den sozialen Zusammenhalt, fördert das Bewusstsein für Selbstwirksamkeit und bereitet auf das spätere Leben vor.

Werner Sprenger, Direktor der Stiftung Schürmatt, ist sich sicher: «Die kooperative Schulklasse trägt viel zur Integration von Menschen mit Behinderungen bei und ist zugleich ein Gewinn für alle.»

Zusammenarbeit
Die Stiftung Schürmatt lancierte die erste kooperative Schule, wie sie im Modell bereits drei kooperative Kindergärten in Aarau Rohr, Holziken und Gontenschwil erfolgreich führt. Gemeinderat und Schulpflege Densbüren standen dem Vorhaben von Anfang an offen gegenüber.

Werner Sprenger freut sich: «Mit der Schule Densbüren haben wir einen innovativen Partner gefunden, mit welchem dieses Projekt gelingen wird. Weitere Kooperationen sind in Planung».