«Frisiertes» E-Bike mit 5000W-Motor gestoppt

«Frisiertes» E-Bike mit 5000W-Motor gestoppt | Der Landanzeiger

Die Regionalpolizei Suret stoppte in Gränichen einen Fahrradfahrer, welcher mit einem selbstgebauten E-Bike unterwegs war. Dieses ist mit einem 5000W-Motor ausgestattet und kann somit eine Geschwindigkeit um 100 km/h oder gar höher erreichen, wie die Repol Suret in ihrer Mitteilung schreibt. Nun folgt eine detaillierte Expertise.

Dem Lenker wurde ein Strafverfahren eröffnet und das Fahrzeug entzogen. Wegen der Leistung und der zu erreichenden Geschwindigkeit, wir dieses E-Bike als Motorrad klassifiziert und somit dürfte sich der Lenker nicht nur wegen eines Delikts, wie z.B. des Frisierens eines Motorfahrrades zu verantworten haben, sondern wegen Fahren ohne Versicherungsschutz, ohne Fahrberechtigung und vielem mehr. Die Polizei rät aus Sicherheits- und Versicherungsgründen unbedingt von solchen «Eigenbauten» ab, denn im Falle eines Unfalls leiten Privathaftpflichtversicherung immer öfters Regress ein und der Lenker trägt alle Kosten selbst.

Weltklasse in Gränichen am Start

Weltklasse in Gränichen am Start | Der Landanzeiger

Am 19. und 20. Juni ist Gränichen wieder Mittelpunkt der Mountainbikeszene. Nicht nur die Schweizer Aushängeschilder stehen am 20. Juni im Moortal am Start, sondern mit der UCI-Junior Series auch die weltbesten Junioren. Die Rennen müssen Corona bedingt ohne Zuschauer stattfinden, sie werden aber im Internet live übertragen.

Für das Traditionsrennen in der Gränicher Kiesgrube präsentiert sich die Startliste einige Tage vor dem Start bereits als sehr hochkarätig. Eingetragen sind mit Mathias Flückiger (Weltcupsieger in Leogang, AUT) und Nino Schurter (Weltmeister und Olympiasieger) die aktuell besten Eidgenossen. Nachgemeldet hat sich der Neuseeländische Meister Anton Cooper, der am Wochenende beim Weltcup den 3. Rang einfuhr. Die jungen Joel Roth (Kölliken) und Matthias Stirnemann (Gränichen) bestreiten ihr Heimrennen. Gerade Roth, der als Ersatzfahrer für Olympia in Tokio vorgesehen ist, möchte beweisen, was er drauf hat. Den Gränicher Matthias Stirnemann muss man fürs Heimrennen nicht speziell motivieren. Er leidet aber immer noch an den Folgen einer Erkrankung.

Weltklasse in Gränichen am Start | Der Landanzeiger
Mathias Flückiger (links) und Nino Schurter sind top in Form.
Weltklasse in Gränichen am Start | Der Landanzeiger
Joel Roth (RC Gränichen) wurde 2020 U23-Schweizer-Meister.

Neff brach sich die Hand
Die amtierende Schweizer Meisterin Jolanda Neff hat sich für Gränichen angemeldet, jedoch am Wochenende bei ihrem 4. Rang im Weltcup in Leogang (AUT), die Hand gebrochen. Deshalb ist ihr Start fraglich. Mit Alessandra Keller und Linda Indergand starten aber weitere starke Schweizerinnen und auch aus dem Ausland sind einige Topshots dabei. Die im Weltcup überzeugende Australierin Rebecca McConnell ist genauso gemeldet wie die Britin Evie Richards oder die niederländische Weltnummer 3 Anne Terpstra.

Bereits am Sonntagvormittag stehen die weltbesten Junioren im Rahmen der UCI Junior Series am Start. Aus der ganzen Welt reisen die Talente an, wobei die Schweiz mit Jan Christen einen Podestkandidaten hat.

Corona bedingt sind an den Rennen, wie bereits im letzten Jahr, keine Zuschauer zugelassen. Die Rennen werden per Live-Stream auf www.aargauersport.ch und www.swiss-sport.tv übertragen, die Elite-Rennen sind auch auf Blue TV zu sehen.

Fahrtechnik-Training oder Bike-Trophy über 32 km
Parallel zu den Rundstreckenrennen, findet am Samstag auch die Bike-Trophy, ein MTB-Kurzmarathon über 32 km und 820 Höhenmeter, statt. Gestartet wird 16.40 Uhr im Massenstart, in verschiedenen Kategorien. Die Anmeldung ist weiterhin möglich. Wer aber lieber seine MTB-Fahrtechnik verbessern will, hat die Möglichkeit, am Freitagabend, 18 Uhr, während rund zwei Stunden, unter fachkundiger Leitung zu trainieren. Im Anschluss gibt es ein Nachtessen im Festzelt. Alles zusammen kostet 50 Franken. Anmeldung unter fam.stirnemann@bluewin.ch. Es hat nur noch wenig freie Plätze.

Erstmals stehen die Rennen in Gränichen unter der Leitung des neuen OK-Präsidenten Rafael Geiser. Er hat das Amt von Manuel Eichenberger übernommen, der in den letzten zehn Jahren hervorragende Arbeit geleistet hat.

www.rcgraenichen.ch


Programm

Samstag, 19. Juni 2021
10.15 Uhr SOFT, Parcours
10.45 Uhr CROSS, Parcours
12.15 Uhr ROCK, 4 kleine Runden
13.15 Uhr MEGA, 4 mittlere Runden
14.15 Uhr SOFT, 2 mini Runden
14.45 Uhr CROSS, 3 mini Runden
15.25 Uhr HARD, 3 grosse Runden
16.40 Uhr Fun Block 1, Bike Trophy
16.55 Uhr Fun Block 2, Bike Trophy
17.30 Uhr Pfüderirennen

Sonntag, 20. Juni 2021
08.45 Uhr U23 (ohne Elite- Qualifikation)/Masters
10.15 Uhr Junioren
12.00 Uhr Elite Frauen & U23
12.05 Uhr Juniorinnen
14.15 Uhr Elite Herren & U23 (mit Elite-Qualifikation)


Die Märki AG Innenausbau unter neuer Führung – im Doppelpack

Die Märki AG Innenausbau unter neuer Führung – im Doppelpack | Der Landanzeiger

Das Familienunternehmen in dritter Generation wird ab 1. 1. 2021 im Duo geführt. Rolf Märki übergibt die Geschäftsleitung Marcel Gautschi und Barbara Büttner. Für alle Beteiligten ist es eine Win-win-Situation.

Eine Nachfolge in der Familie ergab sich nicht. Umso mehr freut es Rolf Märki, dass es im Sinne der Familientradition weitergeht. «Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Thema Nachfolgeregelung. Loslassen fängt schon mit dem Gedanken an.»
Für Marcel Gautschi ist die Märki AG Innenausbau sehr viel mehr als nur ein Arbeitgeber: «Nach der vierjährigen Lehrzeit habe ich mich in den verschiedenen Abteilungen stetig weiterentwickelt und mir dadurch ein fundiertes Wissen aneignen können.» Mit Fachverständnis und technischem Know-how ist Marcel Gautschi Teil vom Verkaufs- und Kalkulationsteam. «Im Kader konnte ich mich vermehrt in die strategischen Entscheide einbringen und das Unternehmen nach aussen repräsentieren.»

Marcel Gautschi kennt den Betrieb von Kopf bis Fuss. Unter seiner Leitung stehen der Verkauf, die Projektleitung und die Montage. Den Betrieb irgendwann einmal zu führen, war schon länger ein Thema. «Ich freue mich zusammen mit meinem gut ausgebildeten Team auf spannende Herausforderungen», so Marcel Gautschi.

Barbara Büttner kam vor knapp drei Jahren ins Team. Sie bringt das Fachwissen im Finanz- und Personalbereich, aber auch die Erfahrung, ein Unternehmen zu führen, mit. « Die Entstehung eines Produktes, von Anfang bis Ende, faszinierte mich schon immer. Jeder Mitarbeiter trägt einen wichtigen Beitrag dazu bei. Die Produktion sehe ich als Herzstück der Firma. Damit alles richtig läuft, braucht es einiges. » Sie wird den technischen Bereich und die ganze Administration führen. «Für mich ist es sehr wichtig, dass Barbara Büttner sich für den ganzen Betrieb interessiert. Sie sieht und hinterfragt die Strukturen und Abläufe aus einem ganz anderen Blickwinkel. Das braucht es unbedingt», betont Marcel Gautschi.

Nun heisst es für Rolf Märki, schrittweise loszulassen. «Es freut mich sehr, wie die beiden am selben Strick ziehen. Sie haben sich von Anfang an sehr gut verstanden. Ich stehe ihnen selbstverständlich zur Verfügung und bin da, wenn man mich braucht.» Er weiss genau, was er übergibt. «Ich investierte laufend in die neuste Technologie und übergebe einen gesunden Betrieb. Mit gutem Gewissen darf ich meine Rolle als Verwaltungsrat ausüben. Mir ist aber bewusst, dass sich heutzutage alles sehr schnell verändert. Ich wünsche Barbara und Marcel, dass es ihnen gelingt, mit dem stetigen Wandel die Märki AG Innenausbau erfolgreich weiterzuführen.»

Märki AG Innenausbau | Der Landanzeiger
1942 Wohnhaus und Werkstatt.
Märki AG Innenausbau | Der Landanzeiger
Aktuelles Bürogeb.ude und Werkstatt.


Meilensteine
Die Geschichte der Märki AG Innenausbau begann im Jahr 1938 in Reinach AG. Ernst Märki hatte den Grundstein für die Erfolgsgeschichte gelegt. Im Jahr 1942 fand der Umzug in die eigene Liegenschaft in Gränichen statt.

Schon damals beschäftigte die Schreinerei 30 Mitarbeiter. Das Hauptgeschäft war die Fabrikation von Polstergestellen. 1954 brannte fast die ganze, aus Holz bestehende, Schreinerei ab. Ein Neubau aus Mauerwerk wurde realisiert. Im selben Jahr wurde das erste Auto, ein alter Amerikaner mit Anhänger, für kleinere Lieferungen gekauft.
1955 kam Kurt Märki als Dipl. Schreinermeister in den Betrieb und unterstützte seinen Vater. In dieser Zeit gab es einen grossen Umbruch. Die Polstergestelle wurden von grossen Fabriken günstiger und schneller fabriziert. Zeitgleich entstand in der Baubranche eine grosse Nachfrage nach Schreinerarbeiten. So wurde der ganze Betrieb umstrukturiert und neue Maschinen gekauft. Es konnten nun Küchen, Türen, Schränke, Simse, ja sogar Fenster hergestellt werden. Zuerst nur für die nähere Umgebung, bald auch für Kunden bis Zürich und Neuenburg. Laufend wurde in neue Maschinen und in das Gebäude investiert.
1961 wurde die Einzelunternehmung in die Märki AG Innenausbau umgewandelt.
1973 starb Ernst Märki unerwartet und Kurt und Frieda Märki übernahmen die Märki AG Innenausbau. Mit der ersten Maschinenstrasse konnten «Märki-Normschränke» produziert werden.
Immer mehr spezialisierte sich die Firma auf Türen jeglicher Ausführung und Normschränke.
1988 konnte das 50-jährige Jubiläum gefeiert werden und Rolf Märki kam als Eidg. dipl. Schreinermeister in die Märki AG Innenausbau. Er brachte sein grosses Informatikwissen in die Firma ein und konnte so eine Umstellung auf Computer erfolgreich realisieren.
Im Jahr 1992 wurde der gesamte Grossmaschinenpark durch CNC-gesteuerte Maschinen ausgetauscht. Somit konnten die Projektdaten direkt aus dem Büro übernommen werden.
1996 wurde die Märki AG Innenausbau als eine der ersten Schreinereien der Schweiz nach dem Qualitätsmanagement ISO 9001 zertifiziert.
1998 übernahm Rolf Märki die Geschäftsführung und das 60-jährige Jubiläum konnte gefeiert werden.
2004 wurde mit dem Ziel, eine führende Rolle in Bezug auf zertifizierte Brandschutztüren zu übernehmen, zusammen mit vier weiteren Schreinereien die IG-Sicherheit gegründet.
Das Fachwissen für Brandschutztüren wurde in den darauf folgenden Jahren mit den vielen Brandprüfungen stetig erweitert und ist heute schweizweit auf einem hohen Level.

Aktuell beschäftigt die Märki AG Innenausbau rund 45 Mitarbeiter und 4 bis 6 Lernende. Unser Erfolgsrezept für die hohen Ansprüche unserer Kunden: bestes Fachwissen, langjährige Erfahrung, moderner Maschinenpark, Flexibilität und eigene Qualitätsansprüche.


Märki AG

Märki AG Innenausbau

Lochgasse 18
5722 Gränichen
Telefon 062 855 80 80
www.maerki.ch

Verzicht auf neuen Seilgarten und mehr

Verzicht auf neuen Seilgarten und mehr | Der Landanzeiger

Noch bevor Bundesrat und Aargauer Regierung strengere Corona-Massnahmen festlegten, zog Andreas Fetscher vom «Rütihof» ob Gränichen die Notbremse. Er schliesst sein Unternehmen bis voraussichtlich Anfang März 2021. Doch das sind nicht die einzigen Einschränkungen.

Die Crew des Gasthof «Rütihof» ob Gränichen kann nicht mehr. Chef Andreas Fetscher hat die Notbremse gezogen und den Betrieb vorerst bis Anfang März 2021 geschlossen. «Die letzten Wochen und Monate haben bei unseren Mitarbeitenden Spuren hinterlassen», schreibt Fetscher in einem Brief an Gäste und Behörden. Alle hätten Angst. Angst um den Job, Angst um den Betrieb und Angst vor Ansteckungen bei den Gästen oder im Team. Man habe alles versucht, um den Betrieb aufrecht zu halten, «doch wir mussten feststellen, dass es für uns so nicht weitergehen kann».

Finanzierung nicht möglich
Nach langem Ringen haben die Verantwortlichen entschieden, den geplanten Neubau des beliebten Seilparks zu sistieren und auf eine Wiedereröffnung zu verzichten. «Finanziell können wir dieses Projekt nach einem solchen Jahr nicht mehr tragen und müssen es begraben», sagt Fetscher.

Der «Rütihof» habe sehr hohe Fix-kosten, auch wenn er geschlossen sei, deshalb gehe es in den kommenden Monaten um die Sicherung der betrieblichen Existenz und die Wahrung der 32 Arbeitsplätze. «Wir kommen nicht darum herum, auch den Tierbestand zu reduzieren», sagt Fetscher weiter. Dazu käme der Verzicht auf werterhaltende Investitionen in der Höhe von rund 60’000 Franken.

Unterstützung gefordert
Nun fordert Andreas Fetscher staatliche Unterstützung für die Deckung der Fixkosten seines Betriebs, «denn wir sind ohne eigenes Verschulden in diese Situation gekommen». Ein Erhalt des Betriebs auf Kosten der eigenen Gesundheit, des privaten Vermögens und einem Abschieben der kompletten politischen Verantwortung an sein Unternehmen, komme für ihn nicht in Frage. «Nun stehen all die gewählten Personen in der Verantwortung; nicht mit Worten und Ideologien, sondern mit Taten» schreibt Fetscher in seinem Brief weiter. «Sofern es die Vorgaben erlauben, werden wir den Rütihof am 3. März 2021 wieder eröffnen, aber die Bedingungen müssen sich drastisch verbessern.» 

Gränichen fühlt sich ausgegrenzt

In Gränichen sorgt der Standort dieser Tafel für Gesprächsstoff. | Der Landanzeiger

In den «Bleien», ausserhalb des Dorfzentrums von Gränichen, steht seit einigen Wochen ein neuer touristischer Wegweiser. Dieser weist die Reisenden darauf hin, dass sie sich nun im Wynental befinden. In der Gemeinde Gränichen stört man sich über diese Tafel, doch nicht weil sie nicht schön wäre, sondern weil man sich über den Standort wundert. «Das Wynental beginnt nach der Autobahnbrücke beim Ortseingang von Gränichen und nicht erst beim Ortsausgang», bemängelt eine ältere Frau. Auch Gemeindeammann Peter Stirnemann (parteilos) hätte es lieber gesehen, wenn die Tafel bereits in der Nähe des Ortseingangs montiert worden wäre. «Wir fühlen uns etwas ausgegrenzt», betont ein anderer älterer Mann im Dorf.

Replas entschieden mit
«Für die Sujet- und Standortauswahl waren in erster Linie die Regionalplanungsverbände (Repla) unsere Ansprechpartner, die wiederum ihre Mitgliedergemeinden vertreten haben», sagt Giovanni Leardini, Mediensprecher des Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Im vorliegenden Fall sei die -Situation aus geographischen Gründen etwas speziell: «Aarau Regio» umfasse auch Gränichen, und «Aargau Süd impuls» beginne erst mit Teufenthal. «Diese beiden Replas haben wir über die Sujets und Standorte informiert, von beiden kam kein Input zu den Standorten in Bezug auf der Begriff Wynental», sagt Leardini. Der Standort der Tafel sei von Anfang an zwischen Gränichen und Teufenthal geplant gewesen.

Im Januar 2018 hat der Kanton Aargau 67 neue touristische Hinweisschilder vorgestellt und mit den Aufstellen entlang der Kantonsstrassen begonnen. Die Schilder kosten 910’000 Franken und wurden vollumfänglich aus dem Swisslos-Fonds Aargau finanziert.

Die Tafeln haben das gleiche Erscheinungsbild wie die 2014 erneuerte Signalisation entlang der Autobahnen. Damals sorgten die Schilder bei einigen Regionen für Ärger. Gebiete, die nicht direkt an einer Autobahn liegen, fühlten sich benachteiligt. Dazu gehört auch das Wynental, das nun zwei Schilder bekommen hat. Das eine steht bereits in den «Bleien» Gränichen, das zweite mit einem anderen Wynental-Sujet (Blick auf Reinach-Menziken) steht auf Menziker Gebiet, auf der Strecke von Beromünster her.

Die neuen Schilder wurden in allen Regionen des Kantons aufgestellt – rund die Hälfte an bestehenden, der Rest an neuen Standorten. 

Investitionen von 5,147 Millionen

Investitionen von 5,147 Millionen | Der Landanzeiger

Das Budget 2021 präsentiert sich bei einem unveränderten Steuerfuss von 111 Prozent mit einem Minus von 224’300 Franken. Der Gemeinderat war auch in diesem Jahr bestrebt, der Bevölkerung ein ausgeglichenes Budget vorzulegen. Dieses Ziel konnte zu einem wesentlichen Teil infolge der Corona-bedingten grossen Unsicherheiten bei der Budgetierung der Steuereinnahmen nicht erreicht werden.

Es werde mit Mindereinnahmen bei den Gemeindesteuern von rund 260’000 Franken gerechnet, schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung. Infolge dieser Unsicherheiten auf der Einnahmenseite und damit eine konstante Steuerfussentwicklung gewährleistet werden kann, beantrage der Gemeinderat vorerst keine Erhöhung des Steuerfusses. Da in Zukunft infolge geplanter Investitionen mit höheren Abschreibungen gerechnet werden müsse, werde der Steuerfuss mit dem Budget 2022 erneut überprüft.

Budgetieren ist zurzeit schwierig
Die Corona-Krise mache das Budgetieren der Steuereinnahmen in diesem Jahr ausserordentlich schwierig. Der weitere Verlauf der Pandemie und deren Einfluss auf die Wirtschaft sei noch ungewiss. Bei einigen Steuerpflichtigen habe sie Einkommenseinbussen zur Folge, sei es wegen Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, ausbleibenden Dividenden oder schlechtem Geschäftsgang. Falls die betroffenen Steuerzahler schon dieses Jahr Anpassungen der provisorischen Rechnungen 2020 verlangen, sei bereits das Rechnungsjahr 2020 von tieferen Steuererträgen betroffen, schreibt die Gemeinde weiter. Die Einkommensund Vermögenssteuern dürften gemäss Aussage des Kantons um etwa 2,5 Prozent tiefer ausfallen als der voraussichtliche Abschluss 2020. Der Fiskalertrag (gesamte Steuereinnahmen inklusive Sondersteuern) senke sich im Budget 2021 gegenüber Vorjahresbudget um 145’000 Franken. Gegenüber der Rechnung 2019 beträgt der Rückgang 444’541 Franken.

Die Abschreibungen belasten die Gemeinderechnung stark. Im Budgetjahr müssen erstmals Abschreibungen für den neuen Werkhof von insgesamt 343’100 Franken verbucht werden. Zukünftige geplante Projekte wie die Erneuerung der Kantonsstrasse K242, Kreisel Oberdorf, Erneuerung Informatik in der Schule etc. werden die Rechnung weiter belasten.

Die Kosten der Sozialen Sicherheit steigen um 325’200 Franken gegenüber der Rechnung 2019. Die grössten Posten findet man im Bereich Kinderbetreuungsgesetz (155’000 Franken), Restkosten für Sonderschulung, Heime und Werkstätten (1,914 Millionen Franken), Materielle Hilfe (1,249 Millionen Franken) und Alimentenbevorschussungen (116’000 Franken).

Das für das Jahr 2021 geplante Jugendfest muss infolge Corona ins Jahr 2023 verschoben werden. Es wurden 10’000 Franken für ein Fest für die Schüler vorgesehen.

Grosse Investitionen
Die Einwohnergemeinde rechnet mit Investitionsausgaben von 5,147 Millionen Franken. Sie beinhalten Ersatz Mehrzweckfahrzeug Feuerwehr, Erneuerung Informatik Schule, Beitrag Überdachung Schwimmbad Suhr-Buchs-Gränichen, Erschliessung Oberfeld inklusive Kreisel, diverse Strassensanierungsprojekte). Diesen Ausgaben stehen Investitionseinnahmen von 281’000 Franken gegenüber. Sie stammen aus Subventionen Kanton, Amortisationen der Darlehen der Technischen Betriebe Gränichen Wasser und Energie AG, Erschliessungsbeiträge Sonnhalde gegenüber. Die Selbstfinanzierung beträgt 2,161 Millionen Franken. Somit entsteht ein Finanzierungsfehlbetrag von 2,705 Millionen Franken.

Das Budget wird dem Stimmvolk der Einwohnergemeinde Gränichen an der Gemeindeversammlung vom 20. November vorgelegt.

Ein Bijou: Schlüsselübergabe im neuen Werkhof Moortal

Werkhofgebäude in Gränichen | Der Landanzeiger

Im Jahr 2013 sprach man in Gränichen zum ersten Mal von der Notwendigkeit, einen neuen Werkhof zu bauen. Der Alte, aus dem Jahre 1972, musste ersetzt werden. Nun, sieben Jahre danach, steht ein stattlicher Bau mit einer Grundfläche von 60 mal 60 Meter im Moortal. Vom ersten Gedanken bis zur Vollendung des Baus gab es viele Fragen, die man abklären musste. Vizeammann Hanspeter Lüem sagte mit einem Lachen auf dem Gesicht: «Es gibt eine längere Geschichte zu diesem Bau. Nicht weniger als 64 Sitzungen, alle perfekt protokolliert von Susanne Stadelmann, waren nötig, um das Vorhaben in der Form zu realisieren, wie es nun geschehen ist.»

Zahlen und Fakten
Am 9. Juni 2017 haben die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung dem Verpflichtungskredit von 10,87 Millionen Franken zugestimmt. Der Gemeinderat erteilte am 18. Dezember 2017 die Baubewilligung. Ende Januar 2018 begannen die Rückbauarbeiten des alten Werkhofes und am 19. März 2018 erfolgte der -Spatenstich zum neuen Werkhof. Nur gerade neun Monate später, am 13. Dezember 2018, konnte man ein kleines Aufrichte-Fest feiern. Der Bezugstermin war am 1. Januar 2020. 

Die Feuerwehr, das Bauamt und die Technischen Betriebe konnten einziehen und auch für das Materiallager der Zivilschutzorganisation aargauSüd fand man Platz. Geplant war am 28. März ein grosses Einweihungsfest für alle Beteiligten und die Bevölkerung. Coronabedingt fand die offizielle Übergabe an die Nutzer nun erst am 13. Oktober mit einer kleinen Feier statt. Die Mehraufwendungen für Pfählungen und Baugrubensicherungen und Altlastenentsorgung verteuerten den Bau um rund 290’000 Franken. Gemäss Kreditabrechnung vom 16. September beträgt die Bausumme 11’173’449 Franken.

Vielleicht gibt es noch ein Fest
Hanspeter Lüem zeigte sich erfreut über die gute Zusammenarbeit mit den Ortsbürgern, den Architekten der Baukommission und allen andern am Projekt beteiligten: «Wir mussten viele Entscheidungen treffen und ich glaube, dass wir die richtigen getroffen haben.» Ob es noch ein grosses Fest für die Bevölkerung gibt, steht laut Lüem noch nicht fest. «Gerne würden wir so ein Fest machen. Mit der herrschenden Covid-19-Situation können wir schlichtweg nicht planen», so Lüem. 

Schlüsselübergabe im Werkhof Moortal | Der Landanzeiger
Die Herren Daniel Ziehli, Werkhof Chef, Oliver Löffler, Geschäftsleiter TB Gränichen Energie AG und TB Gränichen Wasser AG, Simon Schnell, Feuerwehrkommandant, Gregor Müller, ZSO aargauSüd, Kommandant und Zivilschutzstellenleiter, bekamen ihre Schlüssel von Hanspeter Lüem, Vizeammann überreicht.

Mehrere Beschädigungen an Gemeinde-Liegenschaften

Gemeindeammann Peter Stirnemann | Der Landanzeiger

Am vergangenen Samstag auf Sonntag wurden die Mehrzweckhalle, das Chornhuus sowie das Primarschulhaus mit unsinnigen Sprayereien an verschiedenen Fassadenteilen verschandelt. Die Fassade der Mehrzweckhalle wurde erst vor einigen Monaten neu gestrichen und die Kreditabrechnung für die Sanierung des Primarschulhauses (Dorfschulhaus) wird anlässlich der Novembergemeindeversammlung 2020 der Stimmbevölkerung vorgelegt. Das Chornhuus hat eine Sandsteinfassade, welche eine Reinigung der Schmierereien schwierig macht. 

Seit einiger Zeit verunstalten jugendliche Chaoten die Sportanlage, das Schulgelände und die Liegenschaften. Die Schäden belaufen sich auf mehrere Zehntausend Franken. Es bleiben weder Oblichter, Ziegel, Fassaden noch massive Baskettballkörbe von den meist Jugendlichen/jungen Erwachsenen verschont. Deshalb wurde seit diesem Jahr die Sicherheitsfirma Pampasus Sicherheitsdienst GmbH angestellt. Die Situation hat sich seither etwas beruhigt. Nichtsdestotrotz werden weiterhin Schäden verzeichnet. Die Regionalpolizei Suret und die Pampasus Sicherheitsdienst GmbH arbeiten eng zusammen. Wer Hinweise auf Sprayereien etc. machen kann, wendet sich bitte direkt an die Kantonspolizei Aargau, Telefon  062 835 81 81. Der Gemeinderat dankt für Ihr Mitwirken.

Der grosse Sieger war der Mountainbike-Sport

Der grosse Sieger war der Mountainbike-Sport | Der Landanzeiger

Die Schweizer Mountainbike-Meisterschaften fanden aufgrund von Corona erstmals ohne Publikum statt. An den Rennen in Gränichen wurde trotzdem sehr guter Sport gezeigt. Der Titel bei der U23 ging erstmals an Joel Roth (21) aus Kölliken. Bei der Elite verteidigten Nino Schurter und Jolanda Neff ihre Titel. Die Geschwister Stirnemann hatten beim Heimrennen einen schweren Stand.

Die Mountainbike-Familie kommt gerne nach Gränichen. Normalerweise ist hier «die Hölle los», mehrere Tausend Zuschauer säumen den abwechslungsreichen Parcours und die rund vier Kilometer lange Runde verläuft immer wieder anders als im Vorjahr.

In diesem Jahr ist alles ein bisschen anders. Corona hat den Rennkalender arg durcheinander geschüttelt und viele Rennen mussten abgesagt werden. Dank einem Sondereffort des RC Gränichen, Swiss Cycling und den Organisatoren des Swiss Bike Cup konnte überhaupt eine Schweizer Meisterschaft durchgeführt werden. Zu den vielen zu erfüllenden Auflagen gehörte auch der Ausschluss des Publikums. «Natürlich wären die Rennen schöner mit Publikum», sagt das Schweizer Bike-Aushängeschild Nino Schurter, «aber für uns ist es schon schön, dass wir überhaupt wieder Rennen fahren können.»

Titel verteidigt
Schurter feierte in der Kiesgrube von Gränichen seinen neunten Elite-Meistertitel. Der Weltmeister und Olympiasiger setzte sich diesmal fünf Sekunden vor Mathias Flückiger und zehn Sekunden vor Lars Forster durch. Auf Rang sechs beendete der einheimische Matthias Stirnemann die Meisterschaften. Trotz gröberem Trainingssturz unter der Woche fuhr er anfänglich frech an der Spitze mit, musste später aber Tempo rausnehmen und sein «eigenes Rennen» fahren. Gegen Schluss konnte er noch einige Ränge gutmachen. «Eine solide Leistung», sagt Matthias Stirnemann am Ende. «Für eine mögliche WM-Selektion kann dieser sechste Platz Gold wert sein.»

Zum sechsten Mal gewann Jolanda Neff Gold bei den Frauen. Und das obwohl sie erst ihr zweites Mountainbike-Rennen nach der langen Verletzungspause wegen eines Milzrisses bestritt. Schon in der ersten Runde setzte sie sich von der Konkurrenz ab und fuhr ein einsames Rennen. Am Ende betrug ihre Reserve auf die zweitplatzierte Sina Frei zweieinhalb Minuten. Platz 3 belegte Linda Indergand. Die einheimische Kathrin Stirnemann kämpfte wie schon zum Saisonauftakt mit Atemproblemen. Der Vorjahreszweiten verengt sich bei grosser Anstrengung plötzlich ihr Kehlkopf und sie kann nur noch oberflächlich atmen. Die Sauerstoffaufnahme ist dadurch kaum mehr normal möglich. Fährt sie weiter, wird ihr schwindlig und übel, so wie am Sonntag. Aufgeben wollte sie ihr Heimrennen aber auf keinen Fall. Nun bestreitet sie in den kommenden Wochen wieder Strassenrennen und hofft, das Problem in den Griff zu bekommen. Schliesslich möchte sie an der Strassen-WM in Aigle/Martigny im September um eine Medaille mitfahren.

Seine erste Goldmedaille bei den U23 holte der Kölliker Joel Roth (21) mit einem beherzten Rennen und einem Start-Ziel-Sieg.

Über Nacht sind 20 Kaninchen verschwunden

Über Nacht sind 20 Kaninchen verschwunden | Der Landanzeiger

In einem Stall in Gränichen sind in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni alle Kaninchen entwendet worden. Die Polizei wurde zur Ermittlung eingeschaltet. Der Züchter ist ratlos und hofft auf Informationen der Landanzeiger- Leserschaft.

Seit 32 Jahren züchtet Hans Bähler* Kaninchen. «So etwas habe ich noch nie erlebt und ich kann mir schlicht und einfach nicht erklären, was hier passiert ist!», sagt er. Fakt ist: In der Nacht vom Mittwoch auf den Donnerstag, 17./18. Juni sind alle 20 Kaninchen verschwunden. Alle Boxen sind leer. Hier waren alle Muttertiere und zwei Würfe mit der Mutter als Familiengruppe in Boxen untergebracht. Die jungen Kaninchen waren erst 10 Wochen alt. Eine umgehende Suche von Hans Bähler und später auch von der Polizei in der näheren Umgebung lässt darauf schliessen, dass die Kaninchen nicht freigelassen worden sind, sondern abtransportiert wurden. Für eine solche Aktion waren gemäss Bähler mindestens drei Personen nötig. Die Polizei fand jedoch keine Einbruch- Spuren. Direkt vor einer Boxe lag ein totes Muttertier. Bähler vermutet, dass es wegen der Aufregung an einem Herzschlag starb. Vor dem Stall im Freien fand er ein weiteres totes Tier. Vermutlich konnte es bei der illegalen Aktion fliehen und wurde später Opfer eines Wildtieres, zum Beispiel eines Fuchses. 

Tierbefreiungs-Aktion oder Diebstahl? 
Wer aber aus welchem Grund seine Tiere gestohlen hat, diese Frage beschäftigt Hans Bähler. Es könnte sich um eine Befreiungs-Aktion von Tierschützern handeln, oder dass jemand die Kaninchen aus Hunger entwendete. «Wenn jemand ein oder zwei Tiere stiehlt, könnte ich das noch einigermassen nachvollziehen», sagt Bähler. Jedoch waren elf Kaninchen erst zehn Wochen alt und brachten ‹erst› 500 Gramm auf die Waage. Ausgewachsene Kaninchen bringen es auf drei Kilogramm. Auch die Tierbefreiungs-Theorie geht für Bähler nicht auf: «Bei einer Befreiungs-Aktion sind die Tiere einem riesigen Stress ausgesetzt, was ja auch nicht im Sinne des Tierschutzes sein kann.» Eine dritte Möglichkeit wäre ein Diebstahl durch einen Kaninchen-Halter. Aber auch dies tönt für Bähler wenig schlüssig. Was ist hier passiert? Wo sind die 20 Kaninchen geblieben?

* Name geändert, der richtige Name ist der Redaktion bekannt

Wird der Gränicher Mut belohnt?

Wird der Gränicher Mut belohnt? | Der Landanzeiger

Turnusgemäss findet im November dieses Jahres die Gränicher Gwärbi statt. Geht es nach den Verantwortlichen, so soll das auch in diesem Jahr so sein. Vorausgesetzt, die Situation lässt es überhaupt zu.

Die Vorbereitungen für die Gränicher Gwärbi 20 sind in vollem Gang. Obwohl niemand sagen könne, wie die Lage im Herbst aussehen werde, habe bereits eine stattliche Zahl an Unternehmen für die Gwärbi zugesagt, verkündet OK-Präsident Manuel Eichenberger am Infoabend in der Gränicher Mehrzweckhalle. «Die kürzlich in Kraft getretenen Lockerungen rund um die Corona-Masnahmen lassen uns positiv in den Herbst blicken und hoffen, dass die Gwärbi 20 wie geplant stattfinden kann.» 

Den Verantwortlichen ist durchaus bewusst, dass es mutig ist, in diesem Jahr noch eine Grossveranstaltung zu planen: «Das OK ist zur Überzeugung gelangt, dass wir innerhalb der durch Vorschriften, Weisungen und Empfehlungen begrenzten Möglichkeiten den Handlungsspielraum voll nutzen, und das Ausstellungsmotto ‹Gräniche läbt› an der Ausstellung zeigen wollen», sagt Manuel Eichenberger. «Absagen und ins nächste Jahr verschieben, das machen schon alle anderen Veranstaltungen. » Manuel Eichenberger gibt am Infoabend, an dem über 100 Vertreter von Unternehmen teilnahmen zu, dass auch im neunköpfigen Gwärbi-OK die Meinungen über eine Durchführung auseinander gegangen seien. «Wir sind aber zum Schluss gekommen, dass wir dem Gewerbe und der Bevölkerung etwas bieten wollen und schreiten deshalb mit unseren Vorbereitungen weiter voran.» 

Hilferuf des Gewerbes 
Dies auch, weil die Verantwortlichen des Gewerbevereins und des OKs von Gewerbetreibenden aufgefordert wurden, etwas zu unternehmen und den Betrieben eine Plattform zu bieten. 

Aufgrund der guten Infrastruktur im Dorf, gibt es aus Sicht der Verantwortlichen mehrere Möglichkeiten für die Gwärbi 20. So sei eine Ausstellung nur in der Mehrzweckhalle, oder nur in der Dreifachturnhalle, oder an beiden Orten durchaus denkbar. Auch das legendäre Chalet wurde wieder in die Planung einbezogen. Erstmals werden auch Kleinststände angeboten, dies, damit auch Unternehmen mit zurzeit kleinerem Budget teilnehmen können. Mit Marktständen soll zudem eine Art Dorfplatz in der Ausstellung geschaffen werden, an dem sich wohltätige Organisationen oder gemeinnützige Vereine präsentieren können. 

Entscheid über Durchführung an der GV 
Die Verantwortlichen mussten sich am Infoabend Lob und Tadel für ihre Ideen anhören. Während die einen das Glas halb leer sehen, sprechen die Verantwortlichen von einem halbvollen Glas. «Gränichen lebt dank den Angeboten des lokalen Gewerbes, Gränichen lebt, weil wir das Positive in den Fokus rücken, Gränichen lebt, wenn wir zusammen etwas unternehmen und uns der Bevölkerung präsentieren», macht OK-Präsident Eichenberger deutlich. Er könne keinem Unternehmer die Entscheidung abnehmen, ob er an der Gwärbi mitmachen wolle oder nicht, sagt Eichenberger weiter. Der Anmeldeschluss sei am 20. Juli eingeplant. 

Über eine definitive Durchführung der Gwärbi 2020 in Gränichen werde an der Generalversammlung des Gewerbevereins Ende August oder Anfang September entschieden, stellte Vereinspräsident Hans Schibli in Aussicht. Vielleicht entscheide auch der Bundesrat, ob die Gwärbi durchgeführt werden könne oder nicht, blickt Manuel Eichenberger voraus. «Aber jetzt schon aufgeben ist nicht unsere Art.»

Standort Gränichen profitiert von Bäckerei-Schliessung in Zollikofen

Standort Gränichen profitiert von Bäckerei-Schliessung in Zollikofen | Der Landanzeiger

Die Migros-Tochter Jowa investiert weiter in den Standort Gränichen. In den kommenden Wochen finden interne Umbauarbeiten der Konditorei-Abteilung statt. Die Migros-Genossenschaften Aare und Luzern werden zukünftig aus einer Hand bedient.

Vor wenigen Tagen erhielt die Jowa die Baubewilligung für die Umgestaltung der Konditorei in Gränichen. «Eine Optimierung der bestehenden Infrastruktur» heisst es aus dem Hautquartier in Volketswil. Mit dem geplanten in-house-Umbau werde die Raumaufteilung in der Konditorei (im alten Teil) optimiert und die Produktionsfläche vergrössert. «Dadurch können wir Produktions- und Warenflüsse optimieren und mehr Arbeitsraum schaffen», sagt Corinne Harder, Leiterin Kommunikation der Jowa Schweiz. In der Konditorei arbeiten rund 50 Personen, in der ganzen Jowa Gränichen total rund 700.

60 Mio. Franken in Gränichen investiert
Alleine in den letzten zehn Jahren hat die Jowa aber über 300 Millionen Franken in den Werkplatz Schweiz investiert, davon rund 60 Millionen in die neue Brotgeneration (Steinofenlinie) und den Neubau eines zweiten Werkes am Standort Gränichen. Dieser wurde 2017 eröffnet. Im Frühling dieses Jahres wurde zudem die Investition in eine neue Produktionslinie für tiefgekühlte Silser- und Kleinbrote in der Höhe von über 28 Millionen Franken entschieden.

Vor einigen Tagen gab die Jowa bekannt, dass sie Mitte 2021 die Bäckerei im bernischen Zollikofen schliesst. Das hat auch Auswirkungen auf den Standort Gränichen. «Aber positive», wie Jowa- Sprecherin Corinne Harder sagt. «Aus dem Standort Gränichen werden zukünftig die Migros Genossenschaften Luzern und Aare aus einer Hand bedient. » Indirekt bedeute dies eine weitere Stärkung des Standorts Gränichen, der 1971 eröffnet wurde. In Gränichen werden zurzeit Brot- und Backwaren für die Genossenschaften Migros Aare und Luzern produziert. Dies beinhaltet Brote, die später in den Filialen fertig gebacken werden, Feinbackwaren, Konditoreiprodukte und Convenience-Produkte wie Pizza und Schinkengipfeli.

3500 Mitarbeiter
Die Jowa AG wurde 1931 gegründet und betreibt heute elf regionale Bäckereien, eine Hartweizenmühle, eine Teigwarenfabrik, einen Standort für glutenfreie Produkte sowie rund 100 Hausbäckereien in allen Regionen der Schweiz. Mit über 3000 verschiedenen Produkten und einer jährlichen Produktionsmenge von über 159‘000 Tonnen gehört das Unternehmen zu den bedeutendsten Nahrungsmittelproduzenten der Schweiz. Die Jowa beschäftigt rund 3500 Mitarbeitende, davon rund 150 Lernende.

Schweizer Meister 2020 werden in Gränichen gekürt – aber voraussichtlich ohne Zuschauer

Nino Schurter (Mitte) vor Lukas Flückiger (links) und Florian Vogel | Der Landanzeiger

Diese Meldung überrascht positiv und konnte in dieser Form nicht erwartet werden: Der Racing-Club Gränichen plant vom 24. bis 26. Juli dieses Jahres die Durchführung der Mountainbike-Schweizer-Meisterschaften im Gebiet der Kiesgrube Moortel. Die Rennen finden (Stand Dienstagmittag, 2. Juni) unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Schutzkonzepte des Bundesamts für Gesundheit sowie von Swiss Cycling werden eingehalten.

Geplant ist, dass am Freitag die Rennen der Hobby-Kategorien stattfinden, am Samstag die Rennen des Nachwuchses und am Sonntag soll die Elite ihre Meister in der Gränicher Kiesgrube küren. Die Organisatoren sehen vor dass, die jeweiligen Kategorien eine halbe Stunde auf der Rennstrecke trainieren können, im Anschluss das Rennen absolvieren, die Siegerehrung durchführen und danach das Gelände wieder verlassen.

Wichtig für Weltcup-, EM- und WM-Qualifikation
Die Schweizer Meisterschaften in Gränichen sollen durchgeführt werden, damit die Fahrer die Möglichkeiten haben, sich für den Weltcup (geplanter Start der Serie im August), die EM oder die WM zu qualifizieren.

Die Rennen in Gränichen werden mit dem absoluten Minimum an Infrastruktur und Helfern durchgeführt. Es soll nicht einmal eine Festwirtschaft, geschweige denn eine Festhütte geben.

Nebst der Schweizer Meisterschaft versuchen die Verantwortlichen noch weitere Rennen des Proffix Swiss Bike Cups durchzuführen. So dass doch noch eine kleine Rennserie stattfinden kann. Momentan hat Leukerbad für die Organisation der Rennen vom 18./19. Juli bereits zugesagt. Mit Savognin sei man in Verhandlung für die Rennen vom 8./9. August, heisst es aus Bikerkreisen. Die Vorbereitungen der Rennen in Basel vom 5./6. September und in Lugano vom 27. September sind laut der Webseite der Organisatoren in vollem Gang. 

Beim Abbiegen mit Zug kollidiert

Eine Frau übersah beim Abbiegen die WSB, die den Zusammenstoss nicht verhindern konnte | Der Landanzeiger

Beim Abbiegen übersah eine Automobilistin den herannahenden Zug der WSB. Dieser prallte folglich in die Seite des Autos. Verletzt wurde niemand. Es entstand grosser Sachschaden.

Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 13. Mai, kurz vor 17 Uhr beim Bahnübergang Nordstrasse in Gränichen. Eine 61-jährige Fahrerin eines Toyotas Corolla fuhr auf der Suhrerstrasse in allgemein Richtung Gränichen und wollte links in die Nordstrasse abbiegen. Dazu musste sie das parallel verlaufende Gleis der WSB überqueren.

Aus unbekanntem Grund übersah sie das Blinklicht, das vor dem herannahenden Zug warnte. Als sich der Toyota auf dem Bahnübergang befand, prallte der in Richtung Gränichen fahrende Zug in die Seite des Autos.

Am Auto, aber auch am Triebwagen, entstand erheblicher Sachschaden. Der Zug konnte trotz Beschädigungen weiterfahren, weshalb die Bahnstrecke nur kurz unterbrochen war.

Eine Ära geht im Stillen zu Ende

Am 26. Mai 2020 wird der Wechsel vollzogen: Vor einem Jahr kündigten Alfred Schmid (links) und Roger Geissberger (rechts) ihren Rücktritt an und präsentierten mit Philipp Bonorand einen Präsidentschaftskandidaten | Der Landanzeiger

Schon mehrmals fügte der Gränicher Alfred Schmid seiner Amtszeit als FC Aarau-Präsident ein weiteres Jahr hinzu, denn es fehlte der geeignete Nachfolger. Am 26. Mai endet nun die «Ära Schmid» aber definitiv. Das Virus fordert dabei einen stillen Abgang – aber das passt so.

Alfred Schmid (64) ist kein Mann der grossen Töne. Während sich seine Amtskollegen in Zürich und im Wallis am liebsten unter einer dicken «Blick»- Schlagzeile sehen, wählt Alfred Schmid immer den ruhigen Weg und handelte im Hintergrund um so konsequenter. Seriös und besonnen, aber nicht weniger engagiert, führte der Präsident seinen FC Aarau durch die unruhigen Fussball-Gewässer – die Gefahr zu kentern, war praktisch ausgeschlossen.

Wahlen erst am 21. September
Im sportlichen Bereich stellte der Präsident in seinen 13 Amtsjahren nicht weniger als 15 verschiedene Cheftrainer ein. Turbulent waren die Zeiten aber vor allem auch wegen den Wirren um den Bau eines neuen Stadions. Das eigentliche Ziel, sich aus dem Amt zu verabschieden, sobald sein Club dieses bauen kann, erreichte er nicht.

So kommt es nun nach und nach zu den angestrebten Wechseln. Bereits Anfang Jahr ersetzte Roland Baumgartner Robert Kamer als Geschäftsführer der FC Aarau AG. Kamer galt als rechte Hand Schmids und leitete die Geschicke souverän aus dem Hintergrund. Weil die Generalversammlung vom 26. Mai in den Herbst verschoben wurde, wird nun auch der Abgang von Alfred Schmid im Stillen vonstatten gehen, denn die Rücktritte von ihm und Co-Vizepräsident Roger Geissberger per 26. Mai sind fix, wie der Club mitgeteilt hat.

Auch Geissberger prägte den Club wie selten ein anderer. Der in Seengen wohnhafte Unternehmer steckte mehr Energie in den Club, als manch einer mitbekommen hat. Der zweite Co-Vizepräsident Philipp Bonorand − er wurde vor einem Jahr in den Verwaltungsrat gewählt – wird nun der Generalversammlung der FC Aarau AG am 21. September als Präsidentschaftskandidat vorgeschlagen. Bonorands Wahl gilt als Formsache und bis dahin führt der 39-jährige den Club als «designierter Präsident».

Ein Wechsel im Stillen
Das passt nicht nur zum Wirken des Gränichers Alfred Schmid, dem Engagement des Seengeners Roger Geissberger, sondern auch zum Wirken des Aarauers Philipp Bonorand und dessen Geschäftsführer Roland Baumgartner. Und damit zum FC Aarau. Ein weiterer Name wird an der Generalversammlung im September als Kandidat für einen Sitz im Verwaltungsrat präsentiert: es handelt sich um Nico Barazetti, CEO der Lagerhäuser Aarau. Die weiteren Verwaltungsräte Karl Oldani, Kurt Sandmeier, Ruedi Vogt und Peter Zubler stellen sich zur Wiederwahl.

Kleines Defizit 2019
Gleichzeitig mit der Verschiebung der Generalversammlung teilte der FCA den Rechnungsabschluss 2019 mit. Fünf Jahre lang schloss der Challenge- League-Vertreter seine Jahresrechnung mit einem kleinen Gewinn ab. Im letzten Jahr resultierte bei einem Umsatz von gut 6,5 Millionen Franken ein Minus von 61’983 Franken, das durch den Vortrag aus dem Vorjahr dennoch zu einem Bilanzgewinn von 106’000 Franken führt. Dieser wird auf die neue Rechnung vorgetragen. Weil das Rechnungsjahr nicht mit der Dauer eine Fussballsaison korrespondiert, stammen die positiven Einnahmen aus der Barrage gegen Xamax noch aus der letzten Saison, während sich der Saison- Unterbruch der laufenden Saison erst in der nächsten Rechnung niederschlagen wird.

Badi Suhr/Buchs/Gränichen geht mutig voraus

Eintauchen und geniessen: Auf diesen Moment müssen die Badigäste noch warten, nicht nur in der Badi Kölliken | Der Landanzeiger

Schwimmbäder dürfen ab 11. Mai ihre Tore öffnen: Jedenfalls für Schulen und Vereine, die das Schwimmen als Spitzen- und Leistungssport betreiben. Das hat der Bundesrat entschieden. Die Badi Suhr/Buchs/Gränichen geht voran.

Eigentlich hätten am 2. Mai mehrere Schwimmbäder der Region ihre Tore geöffnet, wäre da nicht dieses unsägliche Virus, das die Welt zurzeit in Schach hält und vieles verunmöglicht. Der Bundesrat hat am 29. April entschieden, dass gewisse Sportarten wieder trainieren dürfen. Dazu gehört auch der Schwimmsport.

Das Schwimmbad Suhr/Buchs/Gränichen wird deshalb am 11. Mai die Tore öffnen, wenn auch vorerst nur für Vereine (Spitzen-, Leistungs- und Breitensport) und Schulen. Selbstverständlich unter der Einhaltung des bereits erarbeiteten Schutzkonzeptes, wie die Badi auf ihrer Webseite schreibt. «Auch wenn die Besuchergruppe mit Sportlern und Schulen relativ klein ist, finden wir es dennoch wichtig an diesem Termin festzuhalten », heisst es weiter. «Dies ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Normalität.»

Viele warten noch ab
Während die Badi Suhr/Buchs/Gränichen mutig voran geht, warten andere Schwimmbäder mit der (Teil)-Öffnung noch zu. Das Schwimmbad Rütimatten in Schöftland öffnet voraussichtlich am Pfingstsamstag, 30. Mai. Der Start der Freibad-Saison ist im Schachen Aarau unter Vorbehalt des Bundesrats-Entscheides, für den 8. Juni geplant.

Gespannt warten der Schwimmclub Aarefisch, die SLRG Sektion Aarau-Lenzburg- Zofingen, die Sporttaucher Aarau und der Tauchclub Aarau auf das Datum der Wiedereröffnung des Hallenbads in der Telli, dem Trainingsbad dieser ambitionierten und erfolgreichen Vereine. Die Öffnung ihrer Bäder planen auch Kölliken, Walde und Zofingen auf den 8. Juni. In Walde wird bereits zum Eröffnungsapéro auf 18.00 Uhr eingeladen.

Hoffnung auf weitere Lockerungswelle Die Badi Entfelden hofft laut «Aargauer Zeitung» auf die dritte Lockerungswelle und dass ab dem 8. Juli die Bäder wieder für alle geöffnet sein mögen. Die Verantwortlichen der Schwimmbäder Küttigen, Bottenwil und des Biobads Biberstein haben die Öffnung noch nicht terminiert. Sie sind aber bereit, sollte der Bundesrat grünes Licht geben.

Die Badi Suhr/Buchs/Gränichen plant hingegen schon die nächsten Schritte: «Sollten die getroffenen Massnahmen erfolgreich sein, kann im weiteren Verlauf Freizeitsportlern der Zutritt gewährt werden», heisst es auf der Webseite. Im letzten Schritt sollen dann nebst dem Schwimmbad, auch Rutschbahn, Spielplatz und Grillstelle für alle Badegäste geöffnet werden.