Auflagenprojekt in Erarbeitung, Baustart ab 2026

Auflagenprojekt in Erarbeitung, Baustart ab 2026 | Der Landanzeiger

Die Ortsdurchfahrt von Gränichen (K 242) soll auf einer Länge von 2400 Metern saniert werden, von der Autobahnbrücke bis zum Neubau Kreisel Oberfeld. Dabei wird auf der Suhrer-, Unter-, Mittel- und Oberdorfstrasse ein lärmmindernder Belag eingebaut, die Sicherheit für Verkehrsteilnehmenden verbessert und die Ortsdurchfahrt aufgewertet. Ein grosser Teil des Verkehrsaufkommens ist Quell-, Ziel- und Binnenverkehr der Gemeinde Gränichen. «Deshalb werden wir bei der Sanierung die Ein- und Abbiegeelemente verbessern, sodass sich der Verkehrsfluss verstetigt», erklärt der Projektleiter Mathias Blaser. Um ein sicheres Queren für den Fuss- und Veloverkehr zu gewähren, werden Mehrzweckstreifen eingebaut. Neben dem Strassenbauprojekt werden die Werkleitungen umfangreich erneuert und ausgebaut.

Bis 2012 haben Gemeinde und Kanton ein Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) für die Abschnitte Nord, Mitte und Süd erarbeitet. Der Gemeinderat Gränichen stimmte im Juni 2012 dem BGK mittels Protokollauszug zu. Das BGK ist im Agglomerationsprogramm Aare- Land, 2. Generation als A-Massnahme aufgeführt. An den Gesamtkosten von rund 23 Millionen Franken beteiligen sich Kanton, Gemeinde, Aargau Verkehr AG und voraussichtlich der Bund im Rahmen des Agglomerationsprogramms. Die Gemeinde hat den Kredit im November 2021 beschlossen. Im April hat auch der Regierungsrat das Projekt genehmigt und den Verpflichtungskredit genehmigt. Nun wird das Auflagenprojekt erarbeitet, der Baustart ist frühestens ab 2026 möglich.

Hier geht es direkt zur Projektwebseite.

Werden Grillstellen als Friedhof missbraucht?

Werden Grillstellen als Friedhof missbraucht? | Der Landanzeiger

«Wir staunten nicht schlecht als wir vor einigen Tagen bei unserem beliebten Brötliplatz in der Gemeinde Gränichen, die von den Naturfreunden Gränichen betrieben wird, in unmittelbarer Nähe zur Feuerstelle eine Grabkerze und daneben ein Korb mit Blumen vorfanden. Wir schlossen daraus, dass da Asche eines Toten verstreut wurde», schreibt eine erboste Landanzeiger-Leserin*. Der Familie verging der Appetit auf das mitgebrachte Essen sofort. «Wir finden es egoistisch und eine absolute Frechheit, sowas überhaupt an einer öffentlichen Grillstelle zu tun. Dafür gibt es Friedhöfe oder spezielle Waldfriedhöfe.»

Die Familie hat dieselbe Erfahrung kürzlich auch im Jura gemacht. Auch da stand neben einer Feuerstelle eine Grabkerze, Rosen und ein Steinmannli. «Für uns völlig pietätlos und geschmacklos! Wie soll man da noch mit gutem Gewissen sein Essen einnehmen?»

Nicht in allen Kantonen gleich
Jeder Kanton regelt sein Bestattungswesen selbst. In der Verordnung über das Bestattungswesen des Kantons Aargau, gültig seit dem 1. Januar 2017, steht unter Paragraph 7: «Der Feuerbestattung kann die Beisetzung der Urne oder der offenen Asche folgen. Beisetzungen von Urnen beziehungsweise offener Asche ausserhalb von Friedhöfen insbesondere in Wäldern, Gewässern oder auf Privatgrundstücken sind zulässig, wenn diese auf schickliche Weise erfolgen, die betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümer zugestimmt haben und die gewünschten Beisetzungen weder die Umwelt noch die öffentliche Gesundheit gefährden. Vorbehalten bleibt namentlich die Gesetzgebung in den Gebieten des Bau-, Wald- und Umweltrechts.» Und weiter: «Kommerzielle Beisetzungen auf öffentlichem Grund benötigen die Zustimmung der Gemeinde.»

Das Bestattungsamt der Gemeinde Gränichen – aber auch die in vielen anderen Gemeinden im Kanton – erhält immer wieder Anfragen, ob eine Aschenverstreuung erlaubt ist. «Hierzu bedarf es keiner Bewilligung», schreibt die Gemeinde Gränichen auf Anfrage. «Gleichzeitig teilen uns auch immer wieder Angehörige mit, dass die Asche nicht beigesetzt, sondern verstreut worden sei.»

Grabkreuze, Kerzen und Gestecke nicht erwünscht
Von der oben genannten Aschenverstreuung hat die Gemeinde Gränichen keine Kenntnis. «Wenn eine Asche in der Natur verstreut wird, ist es selbstredend, dass keine Grabkreuze, Kerzen oder dergleichen aufgestellt werden können», schreibt die Gemeinde weiter. Hierzu bestehe die Möglichkeit der Beisetzung auf dem Friedhof. Die Angehörigen würden jeweils auf diesen Umstand aufmerksam gemacht.

*Name der Redaktion bekannt

Brockenstube spendete dem Alterszentrum schon 4,734 Millionen

Brockenstube spendete dem Alterszentrum schon 4,734 Millionen | Der Landanzeiger

Die Generalversammlung der Brockenstube konnte dieses Jahr endlich wieder unter normalen Bedingungen im Gasthof Löwen in Gränichen durchgeführt werden. An der Versammlung nahmen 15 Aktivmitglieder und 4 Gäste teil. Der Präsident Kurt Hirt dankte dem Team für die geleistete Arbeit im Jahre 2021. Trotz der zweimonatigen Schliessung der Brockenstube zu Beginn des Jahres 2021 konnte ein guter Jahreserlös von 116’428 Franken erzielt werden.

Im Jahr 2021 wurden dem Alterszentrum 10 neue Pflegebetten im Preis von 52’388 Franken gespendet. Nun hat sich herausgestellt, dass weitere 44 Betten ersetzt werden müssen. Der Grund ist, dass keine Ersatzteile mehr zu den bestehenden alten Betten erhältlich sind. Die Brockenstube hat nun beschlossen, bis 2025 pro Jahr je 10 Pflegebetten im Betrag von 50’000 Franken zu spenden. Neben dieser Spende wurden auch 2250 Franken an gemeinnützige Gränicher Vereine bewilligt. Der Präsident erwähnt, dass die gute Stimmung in der Brockenstube von der Kundschaft wahrgenommen wird und es immer wieder Komplimente für die gute und saubere Präsentation der Artikel gibt.

Die Brockenstube Gränichen wurde am 29. April 1972 gegründet und feiert dieses Jahr ihr 50-Jahr-Jubiläum. Dem Alterszentrum in Gränichen wurden in dieser Zeitspanne insgesamt 4,734 Millionen Franken gespendet. Ebenfalls gingen 65’793 Franken an Gränicher Vereine. Anschliessend an die Generalversammlung wurde den Teilnehmern im Gasthof Löwen ein feines Nachtessen serviert.

Filiale in Gränichen wird geschlossen

Filiale in Gränichen wird geschlossen | Der Landanzeiger

Valiant möchte weiter wachsen. Um ihren Erfolgskurs fortzusetzen und sich für die Zukunft zu rüsten und dem veränderten Kundenverhalten Rechnung zu tragen, wird das Geschäftsstellennetz verkleinert. 23 Filialen werden geschlossen. Auch die in Gränichen.

Das Geschäftsstellennetz der Valiant wird um 23 Geschäftsstellen reduziert. Dies erfolgt durch die Schliessung von Standorten, die geografisch nahe einer anderen Geschäftsstelle liegen. Aus der «Landanzeiger-Region» betrifft es die Valiant-Geschäftsstelle in Gränichen, wo drei Mitarbeitende beschäftigt sind. Folgende weitere Filialen werden noch in diesem Jahr geschlossen: Bassecourt, Beinwil am See, Boniswil, Breitenbach, Buchrain, Büron, Fraubrunnen, Gontenschwil, Grosswangen, Ittigen, Kehrsatz, Mühleberg, Nebikon, Neuenegg, Reiden, Schönbühl, Signau, Tavannes, Toffen, Trubschachen, Wohlen BE, Zollbrück. «Valiant hat das Ziel, den geplanten Abbau von 50 Stellen über die natürliche Fluktuation durchzuführen», sagt Simon Bickel, Mediensprecher der Valiant, gegenüber dem Landanzeiger. Die Standortgemeinden, aber auch die Kundinnen und Kunden wurden durch die Valiant orientiert.

Aufgrund der rückläufigen Schaltertransaktionen hat Valiant in den letzten Jahren über 60 Bargeldschalter durch moderne Kundenzonen mit Videoempfang und digitalen Dienstleistungen ersetzt. Dies hat sich sehr bewährt und entspricht den Kundenbedürfnissen nach flexibleren Öffnungszeiten und vermehrten digitalen Dienstleistungen kombiniert mit persönlicher Beratung. Deshalb werden in den kommenden zwei Jahren auch die bestehenden Geschäftsstellen Jegenstorf, Köniz, Laufen, Münchenbuchsee, Murten und Triengen auf diese Art umgebaut. «Aufgrund der Expansionsstrategie nimmt die Zahl der Vollzeitstellen unter dem Strich weiterhin zu, jedoch weniger als ursprünglich geplant», sagt Simon Bickel weiter.

Valiant ist ausschliesslich in der Schweiz tätig und bietet Privatkunden und KMU ein umfassendes, einfach verständliches Angebot in allen Finanzfragen. Valiant ist an rund 100 Standorten in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Jura, Luzern, Neuenburg, Thurgau, Solothurn, St. Gallen, Waadt, Zug und Zürich verankert. Zudem ist sie dank innovativen, digitalen Dienstleistungen in der ganzen Schweiz präsent. Valiant hat eine Bilanzsumme von 35,6 Milliarden Franken und beschäftigt über 1000 Mitarbeitende, davon 80 Auszubildende.

Fussballer und Turner tun Gutes

Fussballer und Turner tun Gutes | Der Landanzeiger

Die zweite Mannschaft des FC Kölliken sammelte an ihrem Weihnachtsanlass zu Gunsten des Sportvereins für Personen mit Handicap. Jan Buchser und Noah Liuzzi überbrachten das schöne Ergebnis der Kölliker Plusportlerin Michaela Gasser, welche ein Auge darauf haben wird, dass das Geld auch richtig eingesetzt wird. Auch an der Generalversammlung des Gränichen STV wurde gesammelt und die jungen Sportlerinnen und Sportler zeigten sich ebenfalls sehr grosszügig. So kam ein grosser Betrag zusammen, welcher zu Gunsten der Aargauer Meisterschaft Polysport zugutekommen soll. Diese wird nach zweimaligem Verschieben nun hoffentlich am 27. August auf den Gränicher Sportanlagen über die Bühne gehen. Martin Hunziker, PluSportler und Teil des Teams, welches am Eidg. Turnfest in Aarau den Sieg erlangen konnte, freute sich sichtlich, das dicke Couvert aus den Händen der Präsidentin des Gränichen STV, Daniela Widmer, entgegennehmen zu dürfen. PluSport Region Aarau, der Organisator der Aargauer Meisterschaft im August freut sich auch sehr über die Zusage zur tatkräftigen Unterstützung des Gränichen STV am ganz speziellen Sportanlass im Spätsommer.
PluSport Region Aarau bietet jeder Art beeinträchtigten Personen die Möglichkeit, sich in den Lektionen Polysport, Wassersport und Klettern fit zu halten, aber auch soziale Kontakte ausserhalb ihres alltäglichen Umfeldes zu pflegen. Zudem können die Angebote von PluSport Schweiz (Sportcamps, Kurse, etc.) genutzt werden und am normalerweise jahrlich staffindenden Schweizerischen PluSporttag in Magglingen treffen sich die Sportlerinnen und Sportler aus der ganzen Schweiz zum gemeinsamen Wettkampf, Spass und Plausch.

Fussballer und Turner tun Gutes | Der Landanzeiger
Daniela Widmer, Präsidentin des STV Gränichen überreicht PluSportler Martin Hunziker die Spende zu Gunsten der Aargauer Meisterschaft Polysport in Gränichen.

Erste Tiere haben die Wildtierbrücke überquert

Erste Tiere haben die Wildtierbrücke überquert | Der Landanzeiger

Die rund 13,9 Millionen Franken teure Tierbrücke über die Autobahn zwischen Suhr und Gränichen ist seit letztem Sommer fertig gebaut. Nun kommt langsam tierische Bewegung über die Brücke.

Die Wildtierbrücke «Rynetel» über die A1 zwischen Suhr und Gränichen ist ein Vorzeigeprojekt. Sie ist von zentraler Bedeutung zur Sanierung einer der wichtigsten Wildtierkorridore im Land, der einst Schwarzwald und Alpen miteinander verbinden soll. Sie ist auch die erste Tierbrücke in der Schweiz, die mit Bogenträgern aus Holz gebaut wurde. Die Bauarbeiten am Überführungsbauwerk wurden im September 2020 nach knapp achtmonatiger Bauzeit fertiggestellt. Die Fertigstellungsarbeiten inklusive Begrünung dauerten bis im Juni 2021.

«Wir haben vor und auf der Brücke erste Tierspuren gesehen», sagt Samuel Hool vom Bundesamt für Strassen ASTRA, das den Bau der Brücke in Auftrag gegeben hat. Die Beobachtung der Benützung der Wildtierüberführung läuft seit Juli 2021. «Im ersten Jahr erfolgt die Dokumentation der Spuren pro Jahreszeit», sagt Hool weiter. «Dabei konnten bisher bereits Rehspuren vor und auch auf – also auf der ganzen Länge – der Überführung festgestellt werden.» Fotofallen werden erst später dieses Jahr eingesetzt. «Erste fundierte Resultate über die Brückenbenutzung werden gegen Ende 2023 erwartet », sagt der Sprecher vom Bundesamt für Strassen.

Erste Tiere haben die Wildtierbrücke überquert | Der Landanzeiger
Auf grossen Tafeln links und rechts der Wildtierbrücke wird aufgezeigt, welche Tierarten künftig den extra für sie gebauten Übergang nutzen sollen.

Weitere Tierbrücke angedacht
Dass die Zahl der tierischen Benutzer über die Brücke noch gering ist, hat auch damit zu tun, dass der Zugang zum nördlichen Waldstück, durch den Autobahnzubringer (T5) unterbrochen ist. Über diesen, der seit Anfang 2020 ebenfalls zum Nationalstrassennetz gehört, soll ebenfalls eine Wildtierbrücke gebaut werden. «Das Projekt wird beim ASTRA geprüft», sagt Samuel Hool. «Für Details zu den einzelnen Vorhaben auf den übernommenen Strecken ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh».

Die 36 Meter lange und 50 Meter breite Brücke ist mit Erde bedeckt und bepflanzt. Es wurden sogar kleine Tümpel und Gräben, Stein- und Holzhaufen angelegt. Zusätzlich zu den Hecken werden die Wildtiere vor Emissionen durch Scheinwerferlicht mit einem zwei Meter hohen Blendschutz geschützt. Der bestehende Wildtierschutzzaun wurde durch ein Amphibienschutzgitter ergänzt. Der Übergang ist Iltissen, Rehen, Hirschen und Wildschweinen vorbehalten. Fussgängern ist der Zugang und das Überqueren der Tierbrücke untersagt.

Chlaus hatte keine Zeit zum Feiern

Chlaus hatte keine Zeit zum Feiern | Der Landanzeiger

Bereits seit 1971 ist der Samichlaus in Gränichen und Umgebung unterwegs und bringt die Kinderaugen zum Leuchten. Die Mitglieder des Satus Gränichen waren schon immer dafür bekannt, dass sie nicht nur einfach «Turnen». Das Soziale, das grosse Engagement fürs Dorf und den Verein waren stets seine Stärke.

Im Jahr 1971 führte der Satus seinen «schnällscht Gränicher» durch. Auch dies ein Engagement für die Jugend in Gränichen. Dieser Anlass sollte noch etwas aufgewertet werden mit einem anschliessenden Tanzabend in der Turnhalle. Leider hatten sich die Organisatoren damals etwas verschätzt, der grosse Besucheransturm blieb aus. Die extra engagierte Musik spielte nur für sich und die wenigen Besucher. Auf diesem Defizit wollte man nicht sitzen bleiben und so kam das heutige Ehrenmitglied Edi Kaufmann die Idee mit dem Chlausgang. Denn Ende der 60er Jahre schlief die Chlaustradition des örtlichen Konsumvereins ein. So konnte Edi Kaufmann mit seiner Idee sofort einige Turner als Mitglieder begeistern wie Ernst Müller, Theo Kaufmann, Ueli Widmer, Eugen Wälti, Adrian Schmid und Heinz Stirnemann.

Als Chlauslokal diente ein schönes Gartenhaus an der Wyna. Dort wurden die Chlaussäckli mit viel Liebe abgepackt, dies, nachdem die Frauen die Chrömli gebacken hatten. Auch die Chlaustouren zu den Haushaltungen wurden von dort aus geplant. In den ersten Jahren fehlte der Gesellschaft das Geld für die Ausrüstung und so wurden kurzerhand Lodenmantel von den «Vorstädtlern» ausgeliehen und Wattepauschen am Saum befestigt. Erst später begannen die Frauen, die Mäntel selbst anzufertigen.

Viele «Nuggi» eingezogen
Die Tradition des SATUS Chlausgang konnte bewahrt werden. Es kamen weitere Chläuse dazu, andere wurden in den wohlverdienten Ruhestand entlassen. Die Chlausgesellschaft konnte auch immer auf Personen ausserhalb des Vereins zählen, welche mitgeholfen haben, diese wunderbare Tradition aufrechtzuerhalten. In diesen 50 Jahren hat die Gesellschaft so manchen wunderbaren Moment erleben dürfen. Die vielen Besuche in den Haushaltungen waren immer wieder Gesprächsstoff nach dem Chlausgang. Bei hunderten von Besuchen wurde gesungen, musiziert, «Värsli» wurden erzählt, getanzt, viele «Nuggi» wurden eingezogen und so manch schöne Geschichte erzählt. Der Chlaus versuchte dabei immer die Balance zwischen Lob und Tadel zu finden, wobei das Lob immer im Vordergrund stand. Liegt es doch nicht am Chlaus, die Erziehung der Eltern zu korrigieren. Nach dem Chlausgang bei den Kindern besuchte der Chlaus mit seinen Helfern jeweils noch die Gränicher Restaurants und brachte feine Köstlichkeiten mit. Früher dauerte diese Runde doch noch etwas länger, da es einige Restaurants mehr gab in Gränichen. Auch der Besuch bei den Gränicher Vereinen, dem Gewerbe, den Sponsoren, den Kindergärten und Schulen gehört seit je her zur Aufgabe der Chlausgesellschaft.

In jüngster Vergangenheit gesellten sich auch Schmutzlis zu den Chläusen, was den Besuch bei den Kindern noch eindrücklicher machte. In den letzten zwei Jahren musste auch die Chlausgesellschaft neue Wege gehen. Corona hat Hausbesuche leider unmöglich gemacht. So entstand die Idee, schöne und romantische Orte in Gränichen als Schauplätze zu nutzen. Der Chlaus und der Schmutzli empfingen die Kinder mit ihren Eltern, Gotti, Götti und Grosseltern auf dem Schloss Liebegg, dem Waldhaus oder auf dem Rütihof. In wunderbarer Atmosphäre mit Feuer, Kerzen, einem Weihnachtsbaum, Lebkuchen und Punsch konnten die Familien eine wunderbare Zeit beim Chlaus verbringen.

Tradition geht weiter
Die Chlausgesellschaft ist für die Zukunft gerüstet. Die ältere Generation gibt die Tradition an die Jungen im Verein weiter und so stossen immer wieder neue Mitglieder zur Gesellschaft. Schon jetzt freut sich die Chlausgesellschaft auf weitere 50 Jahre zum Wohle der Kinder in Gränichen und Umgebung. Am 5. und 6. Dezember 2022 ist es wieder soweit.

«Frisiertes» E-Bike mit 5000W-Motor gestoppt

«Frisiertes» E-Bike mit 5000W-Motor gestoppt | Der Landanzeiger

Die Regionalpolizei Suret stoppte in Gränichen einen Fahrradfahrer, welcher mit einem selbstgebauten E-Bike unterwegs war. Dieses ist mit einem 5000W-Motor ausgestattet und kann somit eine Geschwindigkeit um 100 km/h oder gar höher erreichen, wie die Repol Suret in ihrer Mitteilung schreibt. Nun folgt eine detaillierte Expertise.

Dem Lenker wurde ein Strafverfahren eröffnet und das Fahrzeug entzogen. Wegen der Leistung und der zu erreichenden Geschwindigkeit, wir dieses E-Bike als Motorrad klassifiziert und somit dürfte sich der Lenker nicht nur wegen eines Delikts, wie z.B. des Frisierens eines Motorfahrrades zu verantworten haben, sondern wegen Fahren ohne Versicherungsschutz, ohne Fahrberechtigung und vielem mehr. Die Polizei rät aus Sicherheits- und Versicherungsgründen unbedingt von solchen «Eigenbauten» ab, denn im Falle eines Unfalls leiten Privathaftpflichtversicherung immer öfters Regress ein und der Lenker trägt alle Kosten selbst.

Weltklasse in Gränichen am Start

Weltklasse in Gränichen am Start | Der Landanzeiger

Am 19. und 20. Juni ist Gränichen wieder Mittelpunkt der Mountainbikeszene. Nicht nur die Schweizer Aushängeschilder stehen am 20. Juni im Moortal am Start, sondern mit der UCI-Junior Series auch die weltbesten Junioren. Die Rennen müssen Corona bedingt ohne Zuschauer stattfinden, sie werden aber im Internet live übertragen.

Für das Traditionsrennen in der Gränicher Kiesgrube präsentiert sich die Startliste einige Tage vor dem Start bereits als sehr hochkarätig. Eingetragen sind mit Mathias Flückiger (Weltcupsieger in Leogang, AUT) und Nino Schurter (Weltmeister und Olympiasieger) die aktuell besten Eidgenossen. Nachgemeldet hat sich der Neuseeländische Meister Anton Cooper, der am Wochenende beim Weltcup den 3. Rang einfuhr. Die jungen Joel Roth (Kölliken) und Matthias Stirnemann (Gränichen) bestreiten ihr Heimrennen. Gerade Roth, der als Ersatzfahrer für Olympia in Tokio vorgesehen ist, möchte beweisen, was er drauf hat. Den Gränicher Matthias Stirnemann muss man fürs Heimrennen nicht speziell motivieren. Er leidet aber immer noch an den Folgen einer Erkrankung.

Weltklasse in Gränichen am Start | Der Landanzeiger
Mathias Flückiger (links) und Nino Schurter sind top in Form.
Weltklasse in Gränichen am Start | Der Landanzeiger
Joel Roth (RC Gränichen) wurde 2020 U23-Schweizer-Meister.

Neff brach sich die Hand
Die amtierende Schweizer Meisterin Jolanda Neff hat sich für Gränichen angemeldet, jedoch am Wochenende bei ihrem 4. Rang im Weltcup in Leogang (AUT), die Hand gebrochen. Deshalb ist ihr Start fraglich. Mit Alessandra Keller und Linda Indergand starten aber weitere starke Schweizerinnen und auch aus dem Ausland sind einige Topshots dabei. Die im Weltcup überzeugende Australierin Rebecca McConnell ist genauso gemeldet wie die Britin Evie Richards oder die niederländische Weltnummer 3 Anne Terpstra.

Bereits am Sonntagvormittag stehen die weltbesten Junioren im Rahmen der UCI Junior Series am Start. Aus der ganzen Welt reisen die Talente an, wobei die Schweiz mit Jan Christen einen Podestkandidaten hat.

Corona bedingt sind an den Rennen, wie bereits im letzten Jahr, keine Zuschauer zugelassen. Die Rennen werden per Live-Stream auf www.aargauersport.ch und www.swiss-sport.tv übertragen, die Elite-Rennen sind auch auf Blue TV zu sehen.

Fahrtechnik-Training oder Bike-Trophy über 32 km
Parallel zu den Rundstreckenrennen, findet am Samstag auch die Bike-Trophy, ein MTB-Kurzmarathon über 32 km und 820 Höhenmeter, statt. Gestartet wird 16.40 Uhr im Massenstart, in verschiedenen Kategorien. Die Anmeldung ist weiterhin möglich. Wer aber lieber seine MTB-Fahrtechnik verbessern will, hat die Möglichkeit, am Freitagabend, 18 Uhr, während rund zwei Stunden, unter fachkundiger Leitung zu trainieren. Im Anschluss gibt es ein Nachtessen im Festzelt. Alles zusammen kostet 50 Franken. Anmeldung unter fam.stirnemann@bluewin.ch. Es hat nur noch wenig freie Plätze.

Erstmals stehen die Rennen in Gränichen unter der Leitung des neuen OK-Präsidenten Rafael Geiser. Er hat das Amt von Manuel Eichenberger übernommen, der in den letzten zehn Jahren hervorragende Arbeit geleistet hat.

www.rcgraenichen.ch


Programm

Samstag, 19. Juni 2021
10.15 Uhr SOFT, Parcours
10.45 Uhr CROSS, Parcours
12.15 Uhr ROCK, 4 kleine Runden
13.15 Uhr MEGA, 4 mittlere Runden
14.15 Uhr SOFT, 2 mini Runden
14.45 Uhr CROSS, 3 mini Runden
15.25 Uhr HARD, 3 grosse Runden
16.40 Uhr Fun Block 1, Bike Trophy
16.55 Uhr Fun Block 2, Bike Trophy
17.30 Uhr Pfüderirennen

Sonntag, 20. Juni 2021
08.45 Uhr U23 (ohne Elite- Qualifikation)/Masters
10.15 Uhr Junioren
12.00 Uhr Elite Frauen & U23
12.05 Uhr Juniorinnen
14.15 Uhr Elite Herren & U23 (mit Elite-Qualifikation)


Die Märki AG Innenausbau unter neuer Führung – im Doppelpack

Die Märki AG Innenausbau unter neuer Führung – im Doppelpack | Der Landanzeiger

Das Familienunternehmen in dritter Generation wird ab 1. 1. 2021 im Duo geführt. Rolf Märki übergibt die Geschäftsleitung Marcel Gautschi und Barbara Büttner. Für alle Beteiligten ist es eine Win-win-Situation.

Eine Nachfolge in der Familie ergab sich nicht. Umso mehr freut es Rolf Märki, dass es im Sinne der Familientradition weitergeht. «Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Thema Nachfolgeregelung. Loslassen fängt schon mit dem Gedanken an.»
Für Marcel Gautschi ist die Märki AG Innenausbau sehr viel mehr als nur ein Arbeitgeber: «Nach der vierjährigen Lehrzeit habe ich mich in den verschiedenen Abteilungen stetig weiterentwickelt und mir dadurch ein fundiertes Wissen aneignen können.» Mit Fachverständnis und technischem Know-how ist Marcel Gautschi Teil vom Verkaufs- und Kalkulationsteam. «Im Kader konnte ich mich vermehrt in die strategischen Entscheide einbringen und das Unternehmen nach aussen repräsentieren.»

Marcel Gautschi kennt den Betrieb von Kopf bis Fuss. Unter seiner Leitung stehen der Verkauf, die Projektleitung und die Montage. Den Betrieb irgendwann einmal zu führen, war schon länger ein Thema. «Ich freue mich zusammen mit meinem gut ausgebildeten Team auf spannende Herausforderungen», so Marcel Gautschi.

Barbara Büttner kam vor knapp drei Jahren ins Team. Sie bringt das Fachwissen im Finanz- und Personalbereich, aber auch die Erfahrung, ein Unternehmen zu führen, mit. « Die Entstehung eines Produktes, von Anfang bis Ende, faszinierte mich schon immer. Jeder Mitarbeiter trägt einen wichtigen Beitrag dazu bei. Die Produktion sehe ich als Herzstück der Firma. Damit alles richtig läuft, braucht es einiges. » Sie wird den technischen Bereich und die ganze Administration führen. «Für mich ist es sehr wichtig, dass Barbara Büttner sich für den ganzen Betrieb interessiert. Sie sieht und hinterfragt die Strukturen und Abläufe aus einem ganz anderen Blickwinkel. Das braucht es unbedingt», betont Marcel Gautschi.

Nun heisst es für Rolf Märki, schrittweise loszulassen. «Es freut mich sehr, wie die beiden am selben Strick ziehen. Sie haben sich von Anfang an sehr gut verstanden. Ich stehe ihnen selbstverständlich zur Verfügung und bin da, wenn man mich braucht.» Er weiss genau, was er übergibt. «Ich investierte laufend in die neuste Technologie und übergebe einen gesunden Betrieb. Mit gutem Gewissen darf ich meine Rolle als Verwaltungsrat ausüben. Mir ist aber bewusst, dass sich heutzutage alles sehr schnell verändert. Ich wünsche Barbara und Marcel, dass es ihnen gelingt, mit dem stetigen Wandel die Märki AG Innenausbau erfolgreich weiterzuführen.»

Märki AG Innenausbau | Der Landanzeiger
1942 Wohnhaus und Werkstatt.
Märki AG Innenausbau | Der Landanzeiger
Aktuelles Bürogeb.ude und Werkstatt.


Meilensteine
Die Geschichte der Märki AG Innenausbau begann im Jahr 1938 in Reinach AG. Ernst Märki hatte den Grundstein für die Erfolgsgeschichte gelegt. Im Jahr 1942 fand der Umzug in die eigene Liegenschaft in Gränichen statt.

Schon damals beschäftigte die Schreinerei 30 Mitarbeiter. Das Hauptgeschäft war die Fabrikation von Polstergestellen. 1954 brannte fast die ganze, aus Holz bestehende, Schreinerei ab. Ein Neubau aus Mauerwerk wurde realisiert. Im selben Jahr wurde das erste Auto, ein alter Amerikaner mit Anhänger, für kleinere Lieferungen gekauft.
1955 kam Kurt Märki als Dipl. Schreinermeister in den Betrieb und unterstützte seinen Vater. In dieser Zeit gab es einen grossen Umbruch. Die Polstergestelle wurden von grossen Fabriken günstiger und schneller fabriziert. Zeitgleich entstand in der Baubranche eine grosse Nachfrage nach Schreinerarbeiten. So wurde der ganze Betrieb umstrukturiert und neue Maschinen gekauft. Es konnten nun Küchen, Türen, Schränke, Simse, ja sogar Fenster hergestellt werden. Zuerst nur für die nähere Umgebung, bald auch für Kunden bis Zürich und Neuenburg. Laufend wurde in neue Maschinen und in das Gebäude investiert.
1961 wurde die Einzelunternehmung in die Märki AG Innenausbau umgewandelt.
1973 starb Ernst Märki unerwartet und Kurt und Frieda Märki übernahmen die Märki AG Innenausbau. Mit der ersten Maschinenstrasse konnten «Märki-Normschränke» produziert werden.
Immer mehr spezialisierte sich die Firma auf Türen jeglicher Ausführung und Normschränke.
1988 konnte das 50-jährige Jubiläum gefeiert werden und Rolf Märki kam als Eidg. dipl. Schreinermeister in die Märki AG Innenausbau. Er brachte sein grosses Informatikwissen in die Firma ein und konnte so eine Umstellung auf Computer erfolgreich realisieren.
Im Jahr 1992 wurde der gesamte Grossmaschinenpark durch CNC-gesteuerte Maschinen ausgetauscht. Somit konnten die Projektdaten direkt aus dem Büro übernommen werden.
1996 wurde die Märki AG Innenausbau als eine der ersten Schreinereien der Schweiz nach dem Qualitätsmanagement ISO 9001 zertifiziert.
1998 übernahm Rolf Märki die Geschäftsführung und das 60-jährige Jubiläum konnte gefeiert werden.
2004 wurde mit dem Ziel, eine führende Rolle in Bezug auf zertifizierte Brandschutztüren zu übernehmen, zusammen mit vier weiteren Schreinereien die IG-Sicherheit gegründet.
Das Fachwissen für Brandschutztüren wurde in den darauf folgenden Jahren mit den vielen Brandprüfungen stetig erweitert und ist heute schweizweit auf einem hohen Level.

Aktuell beschäftigt die Märki AG Innenausbau rund 45 Mitarbeiter und 4 bis 6 Lernende. Unser Erfolgsrezept für die hohen Ansprüche unserer Kunden: bestes Fachwissen, langjährige Erfahrung, moderner Maschinenpark, Flexibilität und eigene Qualitätsansprüche.


Märki AG

Märki AG Innenausbau

Lochgasse 18
5722 Gränichen
Telefon 062 855 80 80
www.maerki.ch

Verzicht auf neuen Seilgarten und mehr

Verzicht auf neuen Seilgarten und mehr | Der Landanzeiger

Noch bevor Bundesrat und Aargauer Regierung strengere Corona-Massnahmen festlegten, zog Andreas Fetscher vom «Rütihof» ob Gränichen die Notbremse. Er schliesst sein Unternehmen bis voraussichtlich Anfang März 2021. Doch das sind nicht die einzigen Einschränkungen.

Die Crew des Gasthof «Rütihof» ob Gränichen kann nicht mehr. Chef Andreas Fetscher hat die Notbremse gezogen und den Betrieb vorerst bis Anfang März 2021 geschlossen. «Die letzten Wochen und Monate haben bei unseren Mitarbeitenden Spuren hinterlassen», schreibt Fetscher in einem Brief an Gäste und Behörden. Alle hätten Angst. Angst um den Job, Angst um den Betrieb und Angst vor Ansteckungen bei den Gästen oder im Team. Man habe alles versucht, um den Betrieb aufrecht zu halten, «doch wir mussten feststellen, dass es für uns so nicht weitergehen kann».

Finanzierung nicht möglich
Nach langem Ringen haben die Verantwortlichen entschieden, den geplanten Neubau des beliebten Seilparks zu sistieren und auf eine Wiedereröffnung zu verzichten. «Finanziell können wir dieses Projekt nach einem solchen Jahr nicht mehr tragen und müssen es begraben», sagt Fetscher.

Der «Rütihof» habe sehr hohe Fix-kosten, auch wenn er geschlossen sei, deshalb gehe es in den kommenden Monaten um die Sicherung der betrieblichen Existenz und die Wahrung der 32 Arbeitsplätze. «Wir kommen nicht darum herum, auch den Tierbestand zu reduzieren», sagt Fetscher weiter. Dazu käme der Verzicht auf werterhaltende Investitionen in der Höhe von rund 60’000 Franken.

Unterstützung gefordert
Nun fordert Andreas Fetscher staatliche Unterstützung für die Deckung der Fixkosten seines Betriebs, «denn wir sind ohne eigenes Verschulden in diese Situation gekommen». Ein Erhalt des Betriebs auf Kosten der eigenen Gesundheit, des privaten Vermögens und einem Abschieben der kompletten politischen Verantwortung an sein Unternehmen, komme für ihn nicht in Frage. «Nun stehen all die gewählten Personen in der Verantwortung; nicht mit Worten und Ideologien, sondern mit Taten» schreibt Fetscher in seinem Brief weiter. «Sofern es die Vorgaben erlauben, werden wir den Rütihof am 3. März 2021 wieder eröffnen, aber die Bedingungen müssen sich drastisch verbessern.» 

Gränichen fühlt sich ausgegrenzt

In Gränichen sorgt der Standort dieser Tafel für Gesprächsstoff. | Der Landanzeiger

In den «Bleien», ausserhalb des Dorfzentrums von Gränichen, steht seit einigen Wochen ein neuer touristischer Wegweiser. Dieser weist die Reisenden darauf hin, dass sie sich nun im Wynental befinden. In der Gemeinde Gränichen stört man sich über diese Tafel, doch nicht weil sie nicht schön wäre, sondern weil man sich über den Standort wundert. «Das Wynental beginnt nach der Autobahnbrücke beim Ortseingang von Gränichen und nicht erst beim Ortsausgang», bemängelt eine ältere Frau. Auch Gemeindeammann Peter Stirnemann (parteilos) hätte es lieber gesehen, wenn die Tafel bereits in der Nähe des Ortseingangs montiert worden wäre. «Wir fühlen uns etwas ausgegrenzt», betont ein anderer älterer Mann im Dorf.

Replas entschieden mit
«Für die Sujet- und Standortauswahl waren in erster Linie die Regionalplanungsverbände (Repla) unsere Ansprechpartner, die wiederum ihre Mitgliedergemeinden vertreten haben», sagt Giovanni Leardini, Mediensprecher des Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Im vorliegenden Fall sei die -Situation aus geographischen Gründen etwas speziell: «Aarau Regio» umfasse auch Gränichen, und «Aargau Süd impuls» beginne erst mit Teufenthal. «Diese beiden Replas haben wir über die Sujets und Standorte informiert, von beiden kam kein Input zu den Standorten in Bezug auf der Begriff Wynental», sagt Leardini. Der Standort der Tafel sei von Anfang an zwischen Gränichen und Teufenthal geplant gewesen.

Im Januar 2018 hat der Kanton Aargau 67 neue touristische Hinweisschilder vorgestellt und mit den Aufstellen entlang der Kantonsstrassen begonnen. Die Schilder kosten 910’000 Franken und wurden vollumfänglich aus dem Swisslos-Fonds Aargau finanziert.

Die Tafeln haben das gleiche Erscheinungsbild wie die 2014 erneuerte Signalisation entlang der Autobahnen. Damals sorgten die Schilder bei einigen Regionen für Ärger. Gebiete, die nicht direkt an einer Autobahn liegen, fühlten sich benachteiligt. Dazu gehört auch das Wynental, das nun zwei Schilder bekommen hat. Das eine steht bereits in den «Bleien» Gränichen, das zweite mit einem anderen Wynental-Sujet (Blick auf Reinach-Menziken) steht auf Menziker Gebiet, auf der Strecke von Beromünster her.

Die neuen Schilder wurden in allen Regionen des Kantons aufgestellt – rund die Hälfte an bestehenden, der Rest an neuen Standorten. 

Investitionen von 5,147 Millionen

Investitionen von 5,147 Millionen | Der Landanzeiger

Das Budget 2021 präsentiert sich bei einem unveränderten Steuerfuss von 111 Prozent mit einem Minus von 224’300 Franken. Der Gemeinderat war auch in diesem Jahr bestrebt, der Bevölkerung ein ausgeglichenes Budget vorzulegen. Dieses Ziel konnte zu einem wesentlichen Teil infolge der Corona-bedingten grossen Unsicherheiten bei der Budgetierung der Steuereinnahmen nicht erreicht werden.

Es werde mit Mindereinnahmen bei den Gemeindesteuern von rund 260’000 Franken gerechnet, schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung. Infolge dieser Unsicherheiten auf der Einnahmenseite und damit eine konstante Steuerfussentwicklung gewährleistet werden kann, beantrage der Gemeinderat vorerst keine Erhöhung des Steuerfusses. Da in Zukunft infolge geplanter Investitionen mit höheren Abschreibungen gerechnet werden müsse, werde der Steuerfuss mit dem Budget 2022 erneut überprüft.

Budgetieren ist zurzeit schwierig
Die Corona-Krise mache das Budgetieren der Steuereinnahmen in diesem Jahr ausserordentlich schwierig. Der weitere Verlauf der Pandemie und deren Einfluss auf die Wirtschaft sei noch ungewiss. Bei einigen Steuerpflichtigen habe sie Einkommenseinbussen zur Folge, sei es wegen Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, ausbleibenden Dividenden oder schlechtem Geschäftsgang. Falls die betroffenen Steuerzahler schon dieses Jahr Anpassungen der provisorischen Rechnungen 2020 verlangen, sei bereits das Rechnungsjahr 2020 von tieferen Steuererträgen betroffen, schreibt die Gemeinde weiter. Die Einkommensund Vermögenssteuern dürften gemäss Aussage des Kantons um etwa 2,5 Prozent tiefer ausfallen als der voraussichtliche Abschluss 2020. Der Fiskalertrag (gesamte Steuereinnahmen inklusive Sondersteuern) senke sich im Budget 2021 gegenüber Vorjahresbudget um 145’000 Franken. Gegenüber der Rechnung 2019 beträgt der Rückgang 444’541 Franken.

Die Abschreibungen belasten die Gemeinderechnung stark. Im Budgetjahr müssen erstmals Abschreibungen für den neuen Werkhof von insgesamt 343’100 Franken verbucht werden. Zukünftige geplante Projekte wie die Erneuerung der Kantonsstrasse K242, Kreisel Oberdorf, Erneuerung Informatik in der Schule etc. werden die Rechnung weiter belasten.

Die Kosten der Sozialen Sicherheit steigen um 325’200 Franken gegenüber der Rechnung 2019. Die grössten Posten findet man im Bereich Kinderbetreuungsgesetz (155’000 Franken), Restkosten für Sonderschulung, Heime und Werkstätten (1,914 Millionen Franken), Materielle Hilfe (1,249 Millionen Franken) und Alimentenbevorschussungen (116’000 Franken).

Das für das Jahr 2021 geplante Jugendfest muss infolge Corona ins Jahr 2023 verschoben werden. Es wurden 10’000 Franken für ein Fest für die Schüler vorgesehen.

Grosse Investitionen
Die Einwohnergemeinde rechnet mit Investitionsausgaben von 5,147 Millionen Franken. Sie beinhalten Ersatz Mehrzweckfahrzeug Feuerwehr, Erneuerung Informatik Schule, Beitrag Überdachung Schwimmbad Suhr-Buchs-Gränichen, Erschliessung Oberfeld inklusive Kreisel, diverse Strassensanierungsprojekte). Diesen Ausgaben stehen Investitionseinnahmen von 281’000 Franken gegenüber. Sie stammen aus Subventionen Kanton, Amortisationen der Darlehen der Technischen Betriebe Gränichen Wasser und Energie AG, Erschliessungsbeiträge Sonnhalde gegenüber. Die Selbstfinanzierung beträgt 2,161 Millionen Franken. Somit entsteht ein Finanzierungsfehlbetrag von 2,705 Millionen Franken.

Das Budget wird dem Stimmvolk der Einwohnergemeinde Gränichen an der Gemeindeversammlung vom 20. November vorgelegt.

Ein Bijou: Schlüsselübergabe im neuen Werkhof Moortal

Werkhofgebäude in Gränichen | Der Landanzeiger

Im Jahr 2013 sprach man in Gränichen zum ersten Mal von der Notwendigkeit, einen neuen Werkhof zu bauen. Der Alte, aus dem Jahre 1972, musste ersetzt werden. Nun, sieben Jahre danach, steht ein stattlicher Bau mit einer Grundfläche von 60 mal 60 Meter im Moortal. Vom ersten Gedanken bis zur Vollendung des Baus gab es viele Fragen, die man abklären musste. Vizeammann Hanspeter Lüem sagte mit einem Lachen auf dem Gesicht: «Es gibt eine längere Geschichte zu diesem Bau. Nicht weniger als 64 Sitzungen, alle perfekt protokolliert von Susanne Stadelmann, waren nötig, um das Vorhaben in der Form zu realisieren, wie es nun geschehen ist.»

Zahlen und Fakten
Am 9. Juni 2017 haben die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung dem Verpflichtungskredit von 10,87 Millionen Franken zugestimmt. Der Gemeinderat erteilte am 18. Dezember 2017 die Baubewilligung. Ende Januar 2018 begannen die Rückbauarbeiten des alten Werkhofes und am 19. März 2018 erfolgte der -Spatenstich zum neuen Werkhof. Nur gerade neun Monate später, am 13. Dezember 2018, konnte man ein kleines Aufrichte-Fest feiern. Der Bezugstermin war am 1. Januar 2020. 

Die Feuerwehr, das Bauamt und die Technischen Betriebe konnten einziehen und auch für das Materiallager der Zivilschutzorganisation aargauSüd fand man Platz. Geplant war am 28. März ein grosses Einweihungsfest für alle Beteiligten und die Bevölkerung. Coronabedingt fand die offizielle Übergabe an die Nutzer nun erst am 13. Oktober mit einer kleinen Feier statt. Die Mehraufwendungen für Pfählungen und Baugrubensicherungen und Altlastenentsorgung verteuerten den Bau um rund 290’000 Franken. Gemäss Kreditabrechnung vom 16. September beträgt die Bausumme 11’173’449 Franken.

Vielleicht gibt es noch ein Fest
Hanspeter Lüem zeigte sich erfreut über die gute Zusammenarbeit mit den Ortsbürgern, den Architekten der Baukommission und allen andern am Projekt beteiligten: «Wir mussten viele Entscheidungen treffen und ich glaube, dass wir die richtigen getroffen haben.» Ob es noch ein grosses Fest für die Bevölkerung gibt, steht laut Lüem noch nicht fest. «Gerne würden wir so ein Fest machen. Mit der herrschenden Covid-19-Situation können wir schlichtweg nicht planen», so Lüem. 

Schlüsselübergabe im Werkhof Moortal | Der Landanzeiger
Die Herren Daniel Ziehli, Werkhof Chef, Oliver Löffler, Geschäftsleiter TB Gränichen Energie AG und TB Gränichen Wasser AG, Simon Schnell, Feuerwehrkommandant, Gregor Müller, ZSO aargauSüd, Kommandant und Zivilschutzstellenleiter, bekamen ihre Schlüssel von Hanspeter Lüem, Vizeammann überreicht.

Mehrere Beschädigungen an Gemeinde-Liegenschaften

Gemeindeammann Peter Stirnemann | Der Landanzeiger

Am vergangenen Samstag auf Sonntag wurden die Mehrzweckhalle, das Chornhuus sowie das Primarschulhaus mit unsinnigen Sprayereien an verschiedenen Fassadenteilen verschandelt. Die Fassade der Mehrzweckhalle wurde erst vor einigen Monaten neu gestrichen und die Kreditabrechnung für die Sanierung des Primarschulhauses (Dorfschulhaus) wird anlässlich der Novembergemeindeversammlung 2020 der Stimmbevölkerung vorgelegt. Das Chornhuus hat eine Sandsteinfassade, welche eine Reinigung der Schmierereien schwierig macht. 

Seit einiger Zeit verunstalten jugendliche Chaoten die Sportanlage, das Schulgelände und die Liegenschaften. Die Schäden belaufen sich auf mehrere Zehntausend Franken. Es bleiben weder Oblichter, Ziegel, Fassaden noch massive Baskettballkörbe von den meist Jugendlichen/jungen Erwachsenen verschont. Deshalb wurde seit diesem Jahr die Sicherheitsfirma Pampasus Sicherheitsdienst GmbH angestellt. Die Situation hat sich seither etwas beruhigt. Nichtsdestotrotz werden weiterhin Schäden verzeichnet. Die Regionalpolizei Suret und die Pampasus Sicherheitsdienst GmbH arbeiten eng zusammen. Wer Hinweise auf Sprayereien etc. machen kann, wendet sich bitte direkt an die Kantonspolizei Aargau, Telefon  062 835 81 81. Der Gemeinderat dankt für Ihr Mitwirken.

Der grosse Sieger war der Mountainbike-Sport

Der grosse Sieger war der Mountainbike-Sport | Der Landanzeiger

Die Schweizer Mountainbike-Meisterschaften fanden aufgrund von Corona erstmals ohne Publikum statt. An den Rennen in Gränichen wurde trotzdem sehr guter Sport gezeigt. Der Titel bei der U23 ging erstmals an Joel Roth (21) aus Kölliken. Bei der Elite verteidigten Nino Schurter und Jolanda Neff ihre Titel. Die Geschwister Stirnemann hatten beim Heimrennen einen schweren Stand.

Die Mountainbike-Familie kommt gerne nach Gränichen. Normalerweise ist hier «die Hölle los», mehrere Tausend Zuschauer säumen den abwechslungsreichen Parcours und die rund vier Kilometer lange Runde verläuft immer wieder anders als im Vorjahr.

In diesem Jahr ist alles ein bisschen anders. Corona hat den Rennkalender arg durcheinander geschüttelt und viele Rennen mussten abgesagt werden. Dank einem Sondereffort des RC Gränichen, Swiss Cycling und den Organisatoren des Swiss Bike Cup konnte überhaupt eine Schweizer Meisterschaft durchgeführt werden. Zu den vielen zu erfüllenden Auflagen gehörte auch der Ausschluss des Publikums. «Natürlich wären die Rennen schöner mit Publikum», sagt das Schweizer Bike-Aushängeschild Nino Schurter, «aber für uns ist es schon schön, dass wir überhaupt wieder Rennen fahren können.»

Titel verteidigt
Schurter feierte in der Kiesgrube von Gränichen seinen neunten Elite-Meistertitel. Der Weltmeister und Olympiasiger setzte sich diesmal fünf Sekunden vor Mathias Flückiger und zehn Sekunden vor Lars Forster durch. Auf Rang sechs beendete der einheimische Matthias Stirnemann die Meisterschaften. Trotz gröberem Trainingssturz unter der Woche fuhr er anfänglich frech an der Spitze mit, musste später aber Tempo rausnehmen und sein «eigenes Rennen» fahren. Gegen Schluss konnte er noch einige Ränge gutmachen. «Eine solide Leistung», sagt Matthias Stirnemann am Ende. «Für eine mögliche WM-Selektion kann dieser sechste Platz Gold wert sein.»

Zum sechsten Mal gewann Jolanda Neff Gold bei den Frauen. Und das obwohl sie erst ihr zweites Mountainbike-Rennen nach der langen Verletzungspause wegen eines Milzrisses bestritt. Schon in der ersten Runde setzte sie sich von der Konkurrenz ab und fuhr ein einsames Rennen. Am Ende betrug ihre Reserve auf die zweitplatzierte Sina Frei zweieinhalb Minuten. Platz 3 belegte Linda Indergand. Die einheimische Kathrin Stirnemann kämpfte wie schon zum Saisonauftakt mit Atemproblemen. Der Vorjahreszweiten verengt sich bei grosser Anstrengung plötzlich ihr Kehlkopf und sie kann nur noch oberflächlich atmen. Die Sauerstoffaufnahme ist dadurch kaum mehr normal möglich. Fährt sie weiter, wird ihr schwindlig und übel, so wie am Sonntag. Aufgeben wollte sie ihr Heimrennen aber auf keinen Fall. Nun bestreitet sie in den kommenden Wochen wieder Strassenrennen und hofft, das Problem in den Griff zu bekommen. Schliesslich möchte sie an der Strassen-WM in Aigle/Martigny im September um eine Medaille mitfahren.

Seine erste Goldmedaille bei den U23 holte der Kölliker Joel Roth (21) mit einem beherzten Rennen und einem Start-Ziel-Sieg.