High five – endlich kann gebaut werden

High five – endlich kann gebaut werden | Der Landanzeiger

Fast acht Jahre dauerte es, bis die erforderliche Landwirtschaftsfläche in der Hirschthaler Neumatte in Industrieland umgezont werden konnte. Einige politische Hürden mussten genommen werden, viel Geduld war angebracht. Denn Bedarf nach mehr Platz hätte man schon länger dringend gehabt. Adrian Meiers Unternehmen sind stark gewachsen. Vor 23 Jahren gründete er die A. Meier Gartenbau AG, vor sechs Jahren kam die A. Meier Tiefbau AG hinzu. Heute zählen der Gartenbau, der Gartenunterhalt, die Wasserversorgung mit Grabarbeiten und einem Notfalldienst, der Winterdienst mit Räumungsarbeiten sowie der Tiefbau zu den vielseitigen Geschäftsbereichen. Aktuell beschäftigt man 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon fünf Lernende.

High five – endlich kann gebaut werden | Der Landanzeiger
Die Westfassade des insgesamt viergeschossigen Gebäudes (Vorprojekt).
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In der Neumatte in Hirschthal entsteht ein Gewerbepark (Sicht vom Kreisel).

Zeitgemäss, ökologisch und funktional
Mit Adrian Kiener von Strebel Kiener Architekten aus Schöftland wurde ein kompetenter Partner für die Bauprojektphase engagiert. Die Ausführung erfolgt ab Frühling 2023 mit der Unterstützung eines in der Umsetzung grosser Gewerbebauten erfahrenen Planungsbüros. Bei der Realisierung sollen weitestgehend regionale Handwerksbetriebe berücksichtigt werden. Beabsichtigt ist ein vorgefertigter dreigeschossiger Holz-Stahlbau auf einem massiven Untergeschoss. Eine hinterlüftete Holzfassade umgibt das Hauptgebäude, während die Nebenbauten mit einer semitransparenten und durchlässigen Konstruktion aus Metall ummantelt werden. Auf eine ökologische Gestaltung der Umgebung wird ebenso achtgegeben wie auf eine extensive Begrünung der Dachflächen, wo diese möglich ist. Zwischen der Liegenschaft und den Kantonsstrassen wird eine Baumallee errichtet. Das viele «Grün» passt dabei natürlich bestens zum Gartenbaubetrieb. Im Untergeschoss ist eine Heizzentrale für einen Wärmeverbund vorgesehen, um den beiden Meier-Firmen, der PfiffnerGruppe und der Jungheinrich AG die notwendige Energie für Fernwärme und -kälte zu liefern. Eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von rund 1400 Quadratmetern rundet den Bau ab. Auch dank der Materialisierung und Farbgebung soll sich dieser gut in die Landschaft eingliedern. Erschlossen ist das Grundstück bereits über die Alte Strasse, welche zusätzlich ausgebaut wird. Die Parkplätze werden im Untergeschoss untergebracht.

Mehrfachnutzung
Die Räumlichkeiten und Flächen werden grösstenteils firmenintern genutzt. Jedoch bestehen auch diverse grosszügige Möglichkeiten zur geschäftlichen Miete. Der Neubau führt auch zu einer Zusammenführung der Meier-Standorte. Das bestehende Firmengebäude an der Holzikerstrasse 9 in Hirschthal wurde im Jahr 2010 durch die A. Meier Gartenbau AG errichtet und ist in deren Besitz. Es wird samt Parzelle an die benachbarte Jungheinrich AG veräussert, welche den bestens erhaltenen Bau in ein Schulungszentrum umfunktionieren wird. Aktuell mieten die beiden Meier-Firmen zudem an drei externen Standorten Lagerflächen von zirka 2000 Quadratmetern an. Diese werden vollständig in den Neubau in der Neumatte als einzigen Standort integriert. «Auf das neue Kapitel freue ich mich sehr. Bedeutet es doch mehr Platz für den Fahrzeugpark, das Lager, den Warenumschlag und das Personal unserer beiden Firmen», zeigt sich Adrian «Adi» Meier sichtlich optimistisch. Bezugsbereit soll der Neubau auf der Parzelle Nummer 24 Mitte 2025 sein.

Dankeschön

Viele Kräfte waren notwendig, um dieses Projekt zu realisieren.

Wir danken dem Gemeinderat, der Pfiffner-Gruppe und der Jungheinrich AG für die gute Zusammenarbeit und der Hirschthaler Bevölkerung für den riesigen Rückhalt.

Schauen Sie sich die Websites an und lernen Sie die beiden hauptsächlich regional tätigen Unternehmen kennen.

A. Meier Gartenbau AG

A. Meier Tiefbau AG

Ihre Zufriedenheit ist unser Antrieb

Ihre Zufriedenheit ist unser Antrieb | Der Landanzeiger

Am 1. April des vergangenen Jahres gratulierte Nissan Schweiz der Garage Vogel zur 50-jährigen erfolgreichen Zusammenarbeit. Neben Neuwagen dieser Marke ist der Betrieb auch offizieller Infiniti-Vertreter. Aktuell sind Probefahren mit dem neuen Nissan Qashqai der 3. Generation auf Termin möglich. Mit seinem 1.3 T Benzinmotor und 140 PS resp. 158 PS Leistung, verfügt das Auto über eine 12V-Mildhybrid-Technologie, die es erlaubt, effektiv Sprit zu sparen. Ab diesem Frühling ist das Modell auch als 4×4 erhältlich und ab Herbst 2022 mit dem neuen «innovativen Antrieb e-POWER». Alle Infos gibt es auf der Firmenwebseite, wo auch immer eine Handvoll Occasions-Modelle zur Verfügung stehen.

Garage gehört zum Dorfbild
Die Geschichte des Familienbetriebs reicht sogar noch etwas weiter zurück. 1963 übernahm Bruno Vogel in Däniken die Marke SAAB. 1966 folgte der Umzug nach Hirschthal – vorerst am Standort beim Bahnhof, wo man sich 30 Jahre lang niedergelassen hatte. In dieser Zeit kam die Marke Nissan dazu und die beiden Söhne Mario und Erwin traten in den Betrieb ein. 1996 stand der grosse Umzug in den Neubau an der Hauptstrasse 38 an, den heutigen Standort der Garage M. + E. Vogel. Der Firmenname lässt es erahnen: Seit der Jahrtausendwende haben die beiden Söhne von Bruno Vogel den Betrieb übernommen. Von dieser langen Familientradition und der langjährigen Erfahrung profitieren heute vor allem die Kundinnen und Kunden, die sich für ein Auto der Marken Nissan, Saab und seit 2016 Infiniti interessieren. Auch wer bereits ein Auto besitzt, findet in der Hirschthaler Garage den idealen Service-Partner in der Region. Das Dienstleistungsangebot umfasst Wartung und Reparatur auch anderer Automarken, was beispielsweise auch Abgaswartungen und MFK Bereitstellung einschliesst.

Garage M. + E. Vogel

Hauptstrasse 38
5042 Hirschthal
Telefon 062 721 62 62
www.garagevogel.ch

Inderbinen unterstützt Yanas Leidenschaft

Inderbinen unterstützt Yanas Leidenschaft | Der Landanzeiger

Seit drei Wochen ist die ukrainische Familie Kotishchak nun in der Schweiz. Die fünfköpfige Familie ist aus ihrer Heimat, einem Dorf in der Nähe von Odessa, geflüchtet. In Hirschthal haben sie in kürzester Zeit viele Menschen kennen lernen dürfen, die ihnen helfen und sie unterstützen wollen. Die drei Kinder können die Schule besuchen und per 1. Mai bezieht die Familie eine leerstehende Mietwohnung in Hirschthal. Die Möbel dafür werden derzeit gesammelt. Eines fehlt Familie Kotishchak aber noch ganz besonders: die Musik. Mutter Oksana Saliuk spielt leidenschaftlich gerne Klavier, die zwölfjährige Yana spielt seit sechs Jahren Saxophon, der achtjährige Sohn Arthur spielt Akkordeon und die fünfjährige Rose hätte im September eigentlich mit Geige angefangen. Nun ging vergangenen Mittwoch für Yana ein grosser Wunsch in Erfüllung. Sie durfte bei Inderbinen Blasinstrumente kostenlos ein Saxophon ausleihen.

Die Inderbinen Blasinstrumente AG ist nicht nur in der Region bekannt, sondern weltweit. Profimusiker wie Candy Dulfer (Saxophon), Erik Truffaz (Trompete) oder Arturo Sandoval (Trompete) schwören auf Inderbinen-Instrumente. Aber nicht nur der Instrumentenbau gehört zum Geschäft von «Inderbinen». Miete, Verkauf anderer Marken, Reparaturen – im Fachgeschäft in Buchs wird für Gross und Klein alles geboten, was mit Blasinstrumenten zu tun hat. Als Susy und Thomas Inderbinen von Yanas Wunsch hörten, war für sie klar, diesen Wunsch können und wollen sie erfüllen. «Gerade in schwierigen Zeiten kann die Musik sehr wichtig sein, Trost spenden und Freude bereiten. Das wollten wir unterstützen».

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Thomas Inderbinen führt die Familie durchs Geschäft.
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Hirschthal plant Energiebedarf selber

Hirschthal plant Energiebedarf selber | Der Landanzeiger

Grössere Gemeinden wie Zofingen, Lenzburg oder Aarau kennen die Energieplanung bereits. Dass sich eine vergleichsweise kleine Gemeinde mit rund 1600 Einwohnern um die Ressourcenprüfung kümmert, ist neu. Gemeindeschreiber Alfred Müller bestätigt auf Anfrage, dass es sich um ein Vorreiterprojekt handelt: «Wir müssen den Holzkessel in der Mehrzweckanlage Hirschmatt aufgrund des Alters durch eine neue Pelletheizung ersetzen, die den gesetzlichen Anforderungen entspricht. » Das hat die Einwohnergemeindeversammlung Ende 2021 beschlossen und dafür einen Kredit über 791’000 Franken gesprochen. «Gleichzeitig wurde der Anschluss der Liegenschaften an der Zelgliackerstrasse in den bestehenden Wärmeverbund Hirschthal bewilligt.» Dass eine solche Erweiterung des Wärmeverbunds überhaupt zustande gekommen ist, sei nicht selbstverständlich, denn oft kenne man die Bedürfnisse und Pläne der Nachbarn ja gar nicht, fährt Müller fort.

Kanton beteiligt sich an Kosten
Diesem Umstand will der Gemeinderat Rechnung tragen und hat bei der Nova Energie Impuls AG in Aarau die Erarbeitung einer kommunalen Energieplanung in Auftrag gegeben. Kostendach 20’000 Franken. Der Kanton beteiligt sich daran mit maximal 8000 Franken. In anderen Kantonen sind derartige Prüfungen bereits Pflicht, im Aargau noch nicht. Anna Aeberhard, Geschäftsleiterin der Nova Energie Impuls AG unterstreicht gegenüber dieser Zeitung, dass solche Analysen nicht für alle Gemeinden Sinn machen. «Wir finden mit unserer Analyse heraus, wo eine grössere Menge Wärme und Energie produziert wird und wo es dafür zusätzliche Abnehmer gäbe.» In reinen Wohnquartieren sei das selten der Fall – für Hirschthal gebe es dafür jedoch durchaus Potential, sagt Aeberhard: «In Hirschthal sind mehrere spannende Projekte im Gang, deshalb ergibt eine Energieplanung zu diesem Zeitpunkt Sinn». In Hirschthal wurde das Gebiet entlang der Suhrentalstrasse letztes Jahr eingezont und im kantonalen Richtplan aufgenommen. Die ortsansässigen Firmen Jungheinrich, Pfiffner Messwandler und A. Meier Gartenbau wollen im grossen Stil expandieren. «Hier kann die Energieplanung helfen, Wärmeverbundslösungen zu erkennen und Fehlinvestitionen zu verhindern», ist Aeberhard überzeugt.

Für die Grundeigentümer nicht verbindlich
Verbindlich ist das Resultat der Planung jedoch nur für die Behörden, wie Gemeindeschreiber Alfred Müller abschliessend ergänzt: «Grundeigentümer müssen aufgrund der Planungsergebnisse nicht befürchten, plötzlich zum Bau bestimmter Anlagen gezwungen zu werden.»

Kostenlose Beratung
Dennoch macht es Sinn, sich auch als Private über die eigene Heizung Gedanken zu machen «Eine Ölheizung durch eine Ölheizung zu ersetzen, macht keinen Sinn», sagen Hirschthals Gemeindeschreiber Müller und die Energiestadt-Beraterin Aeberhard von der Nova Energie unabhängig voneinander. Aebischer sagt: «Ob Wärmepumpe, Erdsonde, Grundwasserwärmepumpe oder ein Wärmeverbund – langfristig führt ökologisch und wirtschaftlich kein Weg an alternativen Heizsystemen abseits fossiler Brennstoffe vorbei.» Zwar garantiert die Energieplanung nicht, dass es in Hirschthal in naher Zukunft lauter Wärmebündnisse gibt, der Grundstein für ökologische Lösungen ist jedoch gelegt.

Ein beliebter Ammann tritt ab

Ein beliebter Ammann tritt ab | Der Landanzeiger

28 Jahre lang war Peter Stadler Mitglied des Hirschthaler Gemeinderates, davon 24 Jahre als umsichtiger, diplomatisch und human handelnder Gemeindeammann. Aber nicht nur von ihm musste Abschied genommen werden, sondern auch von der gesamten Schulpflege und von Ludwig Probst, welcher 24 Jahre Mitglied des Wahlbüros war. Die Traktanden der Budgetgemeindeversammlung versanken dabei fast im Hintergrund.

«Die physische Durchführung der Gemeindeversammlung, trotz Corona, war mir persönlich sehr wichtig, denn sie ist gelebte Demokratie», so die Einführungsworte von Gemeindeammann Peter Stadler in Hirschthal. Vorab führte er jedoch die Ortsbürgergemeindeversammlung durch. Die drei Traktanden waren schnell abgehandelt. Unter «Verschiedenes» stellte er das neue Signet des «Forstbetrieb Suhrental-Ruedertal» vor sowie ein Bild des zehnköpfigen Mitarbeiterstabs, inklusive der beiden Betriebsleiter Urs Gsell und Daniel Zehnder. Von den 51 Hirschthaler Ortsbürgern nahmen neun an der letzten Ortsbürgerversammlung teil.

Über hundert kamen
Wesentlich grösser war die Beteiligung an der Einwohnergemeindeversammlung, wobei nicht unbedingt die zehn Traktanden lockten, sondern der Abschied von Gemeindeammann und Schulpflege. Von den 1154 stimmberechtigten Einwohnern waren 103 anwesend. «Bei der Begrüssung haben mir einzelne gebeichtet, dass dies – trotz ihres fortgeschrittenen Alters – die allererste Gemeindeversammlung sei, die sie besuchten, und sein Abschied sei der einzige Grund. Sowas freut natürlich.»

Ein beliebter Ammann tritt ab | Der Landanzeiger
Offizielle Stabsübergabe: Irene Bärtschi wird als Frau Gemeindeammann in die Fussstapfen von Peter Stadler treten.
Ein beliebter Ammann tritt ab | Der Landanzeiger

Beim zweiten Traktandum kam Nachfolgerin Irene Bärtschi zu Wort. Sie stellte die neuen Satzungen des regionalen Sozialdienstes vor. Die Vereinbarung und der Einsatzkostentarif der Regiowehr Suhrental wurden revidiert. Der Zusammenschluss zur Regiowehr mit den Gemeinden Schöftland, Staffelbach und Holziken bedeutet einen Akt der Solidarität und war «goldrichtig», so Peter Stadler. Gemeinderat Markus Goldenberger referierte über die Oblichtsanierung der Mehrzweckanlage Hirschmatt und liess den Verpflichtungskredit in der Höhe von 190’000 Franken genehmigen, ebenso den Verpflichtungskredit in der Höhe von 791’000 Franken für den Ersatz Holzkessel, Wärmeverbund Hirschthal. Mit den neuen Ansätzen für die Gemeindratsentschädigung für die Amtsperiode 2022/2025 waren alle einverstanden, wie auch mit dem Budget 2022, basierend auf einem gleichbleibenden Steuerfuss von 105 Prozent.

Keine Diskussionen erwuchsen auch bei der Zusicherung des Gemeindebürgerrechtes an Kadir und Ardil Karakurd sowie Selami Yesilkaya, dessen Schicksalsschlag ebenfalls einen Akt der Solidarität erforderte.

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Die Schulpflege wurde geschlossen von Peter Stadler verabschiedet (von links): Yves Jaccaud, Jost Waldispühl, Isabelle Kyburz, Philippe Dupont und Stefan Kohler.

Verabschiedungen
Neben Peter Stadler wurden auch die gesamte Schulpflege sowie Komissionsmitglieder verabschiedet. Schulpflege: Philippe Dupont (seit 2014), Stefan Kohler (seit 2015), Yves Jaccaud (seit 2014), Isabelle Kyburz (seit 2018) und Jost Waldispühl (der Verbindungsmann zum Gemeinderat). Die Arbeit auf dem Wahlbüro beendeten Ludwig Probst (seine Amtszeit ist exakt gleich lang wie die des Gemeindeammanns, nämlich vier Jahre Ersatz und 24 Jahre Mitglied) sowie Patrizia Vogt, die infolge Wegzugs nur vier Jahre dabei war. René Lehmann war während 36 Jahren Mitglied der Landwirtschaftskommission, die per 31. Dezember 2021 aufgehoben wird. Während 38,5 Jahren war er auch Leiter der kommunalen Erhebungsstelle Landwirtschaft. Hans Schüttel war zwölf Jahre Mitglied der Landwirtschaftskommission und präsidierte diese danach während 24 Jahren. Remo Portner hat nach acht Jahren als Brunnenmeister-Stellvertreter seinen Rücktritt bekannt gegeben.

Nach der Laudatio für den Gemeindeammann, gehalten von Vizeammann Jost Waldispühl, und der emotionsreichen Dankesrede von Peter Stadler ging die Diskussion in der klirrend kalten Winternacht draussen, bei Grillwurst und Punsch, angeregt weiter.

Grosser Samichlauseinzug bei der Biberburg

Grosser Samichlauseinzug bei der Biberburg | Der Landanzeiger

Samichlaus und Schmutzli besuchten am Sonntag mit dem Eseli die Biberburg. Weil dort so viele Kinder auf ihn warteten, kam er nicht alleine, sondern brachte ganz viele Schmutzlis als Helfer mit. Das beste: Als die Kinder ihre Värsli aufsagten, begann es zu schneien.

Auf den Chlauseinzug in der Biberburg freut sich nicht nur der Samichlaus jeweils schon lange im Voraus. Auch die Kinder (und ihre Eltern) aus Hirschthal und Umgebung kamen am Sonntag – dem ersten Advent – viel zahlreicher als auch schon vor die Biberburg. Hier sieht es fast so aus wie im Wald, wo der Samichlaus wohnt. Kein Wunder, fühlt er sich hier so wohl. Und die Kinder auch. Die konnten es fast nicht erwarten, ihm die Värsli aufzusagen und das Chlaussäckli zur Belohnung zu bekommen. Just als es soweit war und der Samichlaus gebannt dem Auswendiggelernten der Kinder lauschte, begann es zu schneien. Genau so muss das sein, sagten sich die Kinder und der Samichlaus – und so war das für alle eine perfekte Sache. Während die Kinder herzhaft spielten und bastelten, wärmten sich die Grossen bei einem warmen Getränk bei der Biberburg auf. Dass es ihnen auf die Bratwurst schneite, nahmen sie mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. Das sah auch die Trychlergruppe Rottenschwil so, die den Chlauseinzug lautstark anführte und ankündigte.

Viel zu tun für den Samichlaus
Für die Chlauszuft Aarau-West war dies quasi die Hauptprobe für die kommenden Tage: Morgen Freitag ab 17 Uhr wird sie dafür sorgen, dass es erstmals auch in Aarau einen Chlauseinzug gibt. Es folgen strenge Tage für den Samichlaus. Wegen Corona macht er in diesem Jahr keine Hausbesuche. Es ist genau umgekehrt. Die Chlauszunft Aarau- West – gegründet vor 30 Jahren in der Telli – hat es so organisiert, dass der Samichlaus an drei Standorten in der Region Aarau die Kinder und ihre Eltern empfängt.

Grosser Samichlauseinzug bei der Biberburg | Der Landanzeiger
Samichlaus, Schmutzlis und Eseli nach ihrer Ankunft vor der Biberburg.
Grosser Samichlauseinzug bei der Biberburg | Der Landanzeiger
Die Trychlergruppe Rottenschwil führte den Chlaus-Zug an.
Grosser Samichlauseinzug bei der Biberburg | Der Landanzeiger
Gebannt lauscht der Samichlaus einem Kindervärsli.

Ende Monat ist der «Frohsinn» weg

Ende Monat ist der «Frohsinn» weg | Der Landanzeiger

Seit Montag wird am ehemaligen Restaurant Frohsinn gebaggert. Bis am ersten Advent wird der «Schandfleck», wie er im Dorf genannt wird, verschwunden sein. Danach ist der Platz frei für eine neue Gestaltung des Dorfzentrums. Für den Ammann war der Start zum Frohsinn-Abriss ein emotionaler Moment.

Als Peter Stadler vor 24 Jahren Hirschthaler Gemeindeammann wurde, versprach er der Bevölkerung, dass das leerstehende ehemalige Restaurant, der «Schandfleck Frohsinn», wie er schon damals im Dorf genannt wurde, abgerissen würde. «Es wurde knapp» sagte Stadler am Montag beim Start der Abrissarbeiten. Der Ammann ist nur noch bis Ende Jahr im Amt. Der «Frohsinn» steht immer noch. Aber nicht mehr lange. Jetzt ist die Abbruchbewilligung da und am Montag starteten die Abbrucharbeiten.

Peter Stadler oblag die Ehre, sich in den Bagger zu setzen und vom «Frohsinn» einen «ersten Biss» zu nehmen. Bis Ende Monat wird vom Restaurant, das seit den 1980er-Jahren nicht mehr bewirtschaftet wird, nichts mehr zu sehen sein. Auch benachbarte Liegenschaften werden verschwinden müssen und Raum schaffen für eine grossflächige, neue Zentrums-Gestaltung. In einem aktuell laufenden Planungswettbewerb wird sich zeigen, wie Hirschthals Dorfzentrum in Zukunft aussehen wird. Gemeinderat Markus Goldenberger rechnet mit einem Baustart im Jahr 2024. Im Grossbereich des «Frohsinns» entstehen neue Gewerbe- und Wohnbauten. Die Rede ist von 80 neuen Wohnungen.

Obwohl dem «Frohsinn» niemand im Dorf gross nachtrauert, auch Peter Stadler nicht, erinnerte der abtretende Ammann in einer emotionalen Rede an die bewegte Geschichte des Hauses: «Das ist ein historischer Moment für unser Dorf», hielt er fest. «Der Frohsinn war einst das wichtigste und auch das grösste Gebäude unseres Dorfes, es diente bis 1871 als Schulhaus, viele kannten es noch als Wirtschaft und Bäckerei. Mit dem Abriss verliert Hirschthal historische Bausubstanz.»

Besser vor Hochwasser geschützt

Besser vor Hochwasser geschützt | Der Landanzeiger

Auf den Tag genau elf Jahre nach dem letzten grossen Schadenereignis konnte in Hirschthal ein Hochwasserschutz für den Talbach eingeweiht werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Franken. Die Bevölkerung freut sich darüber hinaus auf einen schön gestalteten neuen Uferbereich.

Dass auch ein kleiner Talbach grossen Schaden anrichten kann, zeigte sich am 26. August 2010: Nach einem heftigen Gewitter verliess der Talbach in der Rechtskurve vor der Mehrzeweckhalle «Hirschmatt» sein Bett, verwandelte die Sportwiese in einen See, floss weiter in den Keller der «Hirschmatt» sowie in weitere Keller von benachbarten Liegenschaften und richtete massive Schäden von über 100’000 Franken an.

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Der Talbach hat in der Vergangenheit nach kräftigen Gewittern zu Überschwemmungsschäden geführt und hat jetzt einen massiven und dennoch natürlichen Hochwasserschutz erhalten.

Elf lange Jahre bis zur Eröffnung
«Wir mussten handeln», erklärt Gemeindeammann Peter Stadler, der sich freute, dass der Hochwasserschutz auf den Tag genau zehn Jahre danach eingeweiht werden konnte. Wieso es so lange dauerte, erklärte Stadlers Gemeinderatskollege Markus Goldenberger: «Das Projekt ging lange durch die Mühlen von Bund und Kanton.» Die Gemeindeversammlung bewilligte im Jahr 2016 den Kredit von 1,48 Millionen Franken. «Das Warten hat sich gelohnt», fasst Goldenberger zusammen, «unser Hochwasserschutz ist ein Vorzeigeprojekt». 18 Monate wurde gebaut, 4500 Kubikmeter Erdreich wurde bewegt, 180 Meter Ufer neu gestaltet und bepflanzt, wie der Projektleiter Cédric Frei erläuterte.

An der Eröffnung mit dabei waren sämtliche Gemeinderäte, dazu Anwohner, am Projekt beteiligte Unternehmen, Förster Urs Gsell, die Mobiliar Versicherung Aarau und Vertreter des Kantons.

«Der Schutz funktioniert»
Den ersten echten Test vor vier Wochen hat der Hochwasserschutz mit Bravour bestanden, wie Peter Stalder nicht ohne Stolz betonen durfte: «Wir haben da gesehen, dass der Schutz einwandfrei funktioniert, der ausgelegt ist auf ein hundertjähriges Hochwasser mit fünf Kubikmeter Wasser pro Sekunde.» In Hirschthal hat man die sich bietende Chance ergriffen und den Uferbereich nebst einer durch den Forstbetrieb neu erstellten Brücke mit einem «Aufwertungsraum» versehen. «So ist die Bevölkerung von nun an nicht nur vor Hochwasser geschützt, sie kann von einem neuen, attraktiven Naherholungsgebiet profitieren», freut sich Peter Stadler über das neue Bijou in Hirschthal.

«Einsätze werden vielseitiger und unbekannter»

«Einsätze werden vielseitiger und unbekannter» | Der Landanzeiger

Die Regiowehr Suhrental ist in Schöftland, Holziken, Hirschthal und Staffelbach für die Brandbekämpfung zuständig. David Rickenbach ist seit zwei Jahren ihr Kommandant. Im Interview erklärt der 35-Jährige aus Hirschthal, weshalb sein Feuer für die Feuerwehr schon mehr als sein halbes Leben lang brennt – und was die Herausforderungen an eine zeitgemässe Feuerwehr sind.

Landanzeiger: Anfang 2019 haben Sie das Kommando der Regiowehr Suhrental übernommen. Wie lautet Ihr persönliches Fazit nach zweieinhalb Jahren an der Spitze?
David Rickenbach: Ich bin sehr zufrieden und stolz, wie sich die Regiowehr Suhrental in dieser Zeit weiterentwickelt hat. Mit den neuen Fahrzeugen und dem zusätzlichen Material konnten wir auch im Bezug auf die Ausbildung und das Knowhow der Mannschaft einen grossen Schritt vorwärts machen. Aufgrund der Pandemie wurde vermehrt in Kleingruppen ausgebildet, wovon jedes Mitglied der Feuerwehr stark profitieren konnte. Innerhalb der Mannschaft und auch des Kaders besteht eine super Kameradschaft, das erlebe ich sowohl bei den Übungen als auch bei den Einsätzen. Mit gutem Gewissen kann ich sagen; wir sind für kommende Einsätze gut ausgebildet, ausgerüstet und vorbereitet!

«Einsätze werden vielseitiger und unbekannter» | Der Landanzeiger

Landanzeiger: Sie waren zuvor schon viele Jahre aktiv in der Feuerwehr dabei, genau seit 2003. Woher kommt dieses Feuer für die Feuerwehr?
David Rickenbach: Mein Vater hatte früher bereits Feuerwehrdienst in der Regiowehr Suhrental geleistet. So war ich schon als Teenager bei manchen Übungen als Figurant dabei und fand die Arbeit der Feuerwehr natürlich faszinierend. Im Vergleich zu heute gab es damals noch keine Jugendfeuerwehr, wo man hätte mitmachen können. Als ich dann bei Chocolat Frey meine Ausbildung zum Laboranten begann, wurden Mitglieder für die Betriebsfeuerwehr gesucht. Seit diesem Zeitpunkt bin ich mit zwei Jahren Unterbruch in der Feuerwehr aktiv.

«Einsätze werden vielseitiger und unbekannter» | Der Landanzeiger

Landanzeiger: In den letzten Jahren brannten im Sommer die Kornfelder, in diesem Sommer kämpften Sie gegen das Hochwasser. Wird die Feuerwehr immer mehr zur Wasserwehr?
David Rickenbach: Die Anzahl der klassischen Brände haben in der Vergangenheit sicherlich deutlich abgenommen, das Belegen auch die Statistiken der Gebäudeversicherungen. Generell werden die Ereignisse und die Einsatzbewältigung aber intensiver, häufiger und anspruchsvoller. Dies hat sehr stark mit den wetterbedingten Alarmen zu tun, wie zum Beispiel dem Wintersturm zu Beginn des Jahres oder die Hochwasser diesen Sommer. Es ist eine Herausforderung und Chance zugleich, denn die Einsätze werden vielseitiger und auch unbekannter.

Landanzeiger: Die Regiowehr Suhrental ist in Schöftland, Holziken, Hirschthal und Staffelbach für die Brandbekämpfung zuständig. Wie schnell nach einem Alarm schaffen sie es in die hinterste Ecke Ihres Gebietes?
David Rickenbach: Unser Einsatzgebiet als Ortsfeuerwehr beträgt rund 21 Quadratkilometer und beheimatet 8916 Einwohner. Dabei ist es eine Challange, innerhalb von 10 Minuten ab Alarm beispielsweise in Staffelbach auf dem «Chalt» oder in Hirschthal zuhinterst im Tal zu sein. Mittels Alarmübungen wird diese Leistungsnorm auch regelmässig geprüft. Mit der Pandemie und der damit verbundenen Homeoffice-Situation konnten wir aber auch von einer besseren Tagesverfügbarkeit der Feuerwehrfrauen und -männer profitieren. Zurzeit können wir diese Zeiten gut erfüllen.

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Das Team der Regiowehr Suhrental an einer Übung.

Landanzeiger: Was sind die Brandherde der Zukunft, welche Herausforderungen beschäftigen Sie derzeit am meisten?
David Rickenbach: Themen wie Flur- und Waldbrände, aber auch die Elektromobilität waren Bestandteile und Ausbildungsschwerpunkte in den letzten Jahren. Zusätzlich wird auch der Umwelt- und persönliche Gesundheitsschutz während den Einsätzen immer stärker gewichtet. Nach einem Löschangriff in einem brennenden Gebäude gilt die Ausrüstung als kontaminiert und muss fachgerecht gereinigt werden. Dies ist zum Beispiel auf neuartige Baumaterialien zurückzuführen, welche in den Rauchgasen eine krebserregende Wirkung haben. Früher wo nur Holz brannte, ist man nach dem Einsatz direkt nach Hause gegangen und die Reinigung der Ausrüstung war kein grosses Thema.

Landanzeiger: Sie sind ehemaliger Pressesprecher der Armee und haben jetzt viel vor mit der Regiowehr Suhrental. Wie viele Männer und Frauen zählt die Regiowehr aktuell und wie würden Sie Ihr Team beschreiben?
David Rickenbach: Die Mannschaft hat einen Bestand von 100 aktiven Angehörigen der Feuerwehr. Neben der klassischen Feuerwehr betreiben wir auch eine Herznotfallgruppe zur Unterstützung des Rettungsdienstes, welche auch Mitglieder hat, die keinen Feuerwehrdienst absolvieren. Auch wir durchleben aktuell einen Generationenwechsel, rund die Hälfte der Mannschaft leistet seit fünf oder weniger Jahren Feuerwehrdienst. Die aktuelle Herausforderung ist nicht der generelle Bestand, sondern die Nachhaltigkeit. Aufgrund von regelmässigem Wohnortwechsel, verlassen uns viele junge Mitglieder nach wenigen Jahren. Dazu kommt dann auch die fehlende Einsatzerfahrung, welche wir Versuchen mit Ausbildung am Feuer oder Brandsimulationsanlagen zu kompensieren.

Landanzeiger: Braucht die Regiowehr Suhrental Verstärkung? Sie dürfen hier einen Gratis-Werbespot platzieren!
David Rickenbach: Wir freuen uns immer über neue Mitglieder, die Freude haben, in einem Team einen Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung zu leisten. Feuerwehrdienst macht Spass und ist auch eine gute Chance neue Kontakte zu knüpfen. Momentan sind wir vor allem in der Verkehrsabteilung unterbesetzt, und können somit auch jene rekrutieren, die nicht an vorderster Front am Feuer stehen wollen. Es ist also auch im Alter von 35 Jahren nicht zu spät, mit dem Feuerwehrdienst zu beginnen.

Landanzeiger: Vielen Dank für das Interview und Ihnen und Ihrem Team herzlichen Dank für Ihre Arbeit!


Steckbrief David Rickenbach
Name: Rickenbach
Vorname: David
Wohnort: Hirschthal
Jahrgang: 1986
Beruf: Sales Manager Prozessanalytik
Familie: ledig
In der Region wohnhaft seit: 1992
Freizeit/Vereine: Golf, Reisen, Schlagzeug, 21st Century Chorus


Biberburg derzeit in neuem Look

Biberburg derzeit in neuem Look | Der Landanzeiger

Nach bald 12 Betriebsjahren wurde auf, in und rund um die Biberburg eine Generalüberholung fällig. Die massiven Holzstämme auf dem Dach wurden allesamt entfernt und die Bäume rund um die Biberburg wurden markant zurückgeschnitten.

Bevor die Biberburg voraussichtlich am 6. Mai die Gartenwirtschaft wieder öffnet, wurden in den letzten Tagen grössere Arbeiten ausgeführt. Aktuell sieht sie ziemlich «nackt» aus. Schon von weitem ist sichtbar, dass die Bäume rundherum zurückgeschnitten wurden und auch die massiven Baumstämme auf dem Dach sind nicht mehr da. «Wir haben bemerkt, dass das Blechdach einige Druckstellen aufwies, die von den Baumstämmen herrühren», erklärt Urs Gsell vom Biberburg-Team auf Anfrage. Um zu kontrollieren, ob das Blechdach bereits Risse aufweist, oder nicht, wurde entschieden, das Dach von den Baumstämmen komplett zu räumen. «Erfreut haben wir nun gesehen, dass es zwar massive Druckstellen auf dem Dach gibt, das Blechdach selber ist aber noch gut.» Derzeit wird im Team diskutiert, was aufs Dach kommt. Ob es wieder Baumstämme sind, welche quasi eine echte Biberburg symbolisieren, oder etwas anderes, oder gar nichts, ist gemäss Urs Gsell noch offen. «Wir haben auch Rückmeldungen erhalten von Leuten, denen es so gefällt, wie es aktuell aussieht.»

Biberburg derzeit in neuem Look | Der Landanzeiger
So sah die Biberburg vor der Generalüberholung aus.

Weil zahreiche Bäume rund um die Biberburg zurückgeschnitten wurden, ist die Holzkonstruktion momentan so gut zu erkennen, wie seit Jahren nicht mehr. Weshalb die Bäume im grossen Stil zurückgeschnitten wurden, erklärt Urs Gsell, der nebst seiner Tätigkeit im Biberburg-Team Förster ist im Forstbetrieb Muhen-Hirschthal-Holziken: «Die Bäume mussten wir wegen dem massiven Schneedruck zurückschneiden, vor allem betroffen waren die weichen Hölzer wie die Weiden, aber auch die Erlen.»

Die Bäume und die üppige Natur werden dafür sorgen, dass die Biberburg schon bald wieder «gut getarnt» an der Suhre zu ihrer alten Schönheit erblühen wird. Mit oder ohne Baumstämme auf dem Dach. Was Urs Gsell und das Biberburg-Team besonders freut, ist, dass die Biberburg am 6. Mai die Gartenwirtschaft eröffnen wird und neues Leben einkehrt.

Pfiffner setzt auf erneuerbare Energie

Pfiffner setzt auf erneuerbare Energie | Der Landanzeiger

Die international tätige Pfiffner Gruppe leistet in den Bereichen Messen, Zählen, Schützen oder Übertragen von elektrischer Energie seit Jahrzehnten Pionierarbeit in verschiedenen technologischen Bereichen. Die in Hirschthal ansässige Firma investiert weiter in die Zukunft und baut Solarstromanlagen mit einer maximalen Leistung von 1,3 Megawatt. Auf dem Firmengelände in Hirschthal entsteht dabei die grösste Photovoltaikanlage im Suhrental.

Regional in Erscheinung tritt die Pfiffner Gruppe etwa als Betreiberin des Wasserkraftwerkes in Hirschthal, Die Firma ist mit 200 Angestellten ein wichtiger Arbeitgeber für die ganze Region und bildet junge Menschen aus. Mit dem Neubau eines Bürotrakts hat man erst kürzlich die Treue zum Standort Hirschthal untermauert. In einem weiteren Schritt will Pfiffner zusammen mit den benachbarten Firmen Jungheinrich und A. Meier Gartenbau expandieren. Die Logistik soll von Niedergösgen hierher umgesiedelt werden, auch Platz für neue Produktionsstätten soll entstehen. Die dafür nötige Umzonung der «Neumatte» ist auf gutem Wege. Wenn alles klappt, sollen insgesamt 100 neue Arbeitsplätze entstehen.

In der Zwischenzeit blieb man bei Pfiffner aber nicht untätig. Der langjährige Firmeninhaber Fritz Hunziker, der daran ist, die Geschäfte nach und nach seinen Nachfolgern zu übergeben, hat noch einige Projekte, die er weiterverfolgen wird. «Eines davon ist die grösste Photovoltaikanlage im Suhrental auf den Dächern unserer Firmengebäude, die in diesen Tagen in Betrieb genommen wird», verrät der 67-Jährige. «Einerseits habe ich berufsbedingt eine grosse Affinität zum Strom und erneuerbare Energien haben mich schon immer begeistert. Andererseits können wir auf diese Weise einen Beitrag für die Energiezukunft der Schweiz leisten.» Die Technologie der Photovoltaik habe sich in den letzten Jahren nämlich stark weiterentwickelt.

«Ich bin nicht gegen Kernenergie»
«PV-Anlagen sind gegenüber anderen Stromerzeugungstechnologien konkurrenzfähig geworden», weiss der Firmenchef, der als junger Mann die Lehre bei Sprecher+Schuh absolviert hat. «Ich will aber auch festhalten, dass ich überhaupt nicht gegen Kernenergie bin», unterstreicht Hunziker. «Es ist sicher positiv, wenn man von fossilen Energien etwas wegkommt. Photovoltaik hat ein grosses Potential, kann aber unmöglich den künftigen Strombedarf der Schweiz decken.» Er habe das mal ausgerechnet: «Wenn alle Autos in der Schweiz mit Strom betrieben würden, bräuchte man ein zusätzliches Atomkraftwerk oder in den Alpen eine Photovoltaik-Anlage mit 100 Quadratkilometern Fläche.» Photovoltaik, ist Hunziker sicher, sei deshalb nur ein Teil der Lösung.

Rentabel seien vor allem Anlagen ab einer gewissen Grösse und bei einem grossen Eigenbedarf. «Für unsere Prozesse in Hirschthal brauchen wir sehr viel Strom, deshalb macht es doppelt Sinn in Photovoltaik zu investieren. Der vor Ort erzeugte und verbrauchte Strom muss nicht ins Netz gespiesen werden. Dieses wird nicht belastet und wir sparen Netzkosten.» Im Sommer wird bei dieser Technologie freilich mehr Energie erzeugt als im Winter, wo die Werte Richtung Null sinken. Was die Zukunft angeht, bleibe deshalb das Speichern der Sonnenenergie das grösste Problem. «Aber auch hier bin ich sicher, dass man Lösungen finden wird.»

Pfiffner setzt auf erneuerbare Energie | Der Landanzeiger
So sieht die imposante Solaranlage auf dem Pfiffner-Dach von oben aus.

Die grösste Anlage im Suhrental
Ähnliche Anlagen erstellt die Pfiffner Gruppe an ihren Standorten in Grenchen und Kaiseraugst. Zusammengezählt wird man eine Leistung von 1310 Kilowatt erreichen können. «Rund 85 Prozent der Leistung werden wir für den Eigenbedarf verwenden. In Hirschthal decken wir damit einen guten Viertel des Stroms, den wir in einem Jahr verbrauchen.» Die Investition beläuft sich netto auf rund 400’000 Franken – ein günstiger Preis. «Man muss dabei bedenken, dass wir die grösste Photovoltaikanlage im Suhrental gebaut haben, eine Anlage, die wohl auch über die Talgrenzen hinaus ganz ansehnlich ist, da bekommt man zum Glück Mengenrabatt», scherzt der Unternehmer. Ob es die grösste Anlage ist oder nicht, sei dahingestellt – einmal mehr tut sich Pfiffner als Pionier hervor und die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass auch dieser Unternehmensschritt der richtige ist.

«Ein unverzeihliches Präjudiz»

Neumatte | Der Landanzeiger

Geht es nach dem Willen der Gemeinde Hirschthal, deren Bevölkerung und der ortsansässigen Investoren, soll die als Landwirtschaftszone ausgewiesene «Neumatte» in eine Gewerbezone umgewandelt werden. Im Juli dieses Jahres hat der Regierungsrat, trotz Opposition in der Vernehmlassung, der Änderung im Richtplan zugestimmt. Nun verlangt Pro Natura vom Grossen Rat, den Antrag der Regierung abzulehnen.

Entstehen sollen an dieser Stelle Erweiterungsmöglichkeiten für drei ortsansässige Firmen. Es ist von 100 neuen Arbeitsplätzen die Rede. Für die Umzonung der 2,48 Hektaren im Siedlungstrenngürtel zwischen Hirschthal und Holziken braucht es einerseits eine überarbeitete Bau- und Nutzungsordnung (BNO) der Gemeinde, andererseits eine Anpassung im kantonalen Richtplan. Nachdem es 2018 von den Hirschthaler Stimmberechtigten kaum Einwendungen gab, gingen die Meinungen von Parteien und Verbänden anlässlich der Anfang 2020 durchgeführten Vernehmlassung jedoch weit auseinander.

Regierungsrat sagt «ja»
Von Kantonsseite wurde dem Gemeinderat Hirschthal hiernach aufgetragen, die Pläne zu überarbeiten, was dieser auch getan hat. Nicht nur konnte eine zusätzliche Kompensation für den Verlust der Fruchtfolgeflächen erzielt werden, offenbar gelang es mittels Dialog die Kritiker zu besänftigen. Aufgrund dieser Entwicklungen stimmte der Regierungsrat Mitte Juli der Änderung zu. Das Geschäft liegt nun beim Grossen Rat, der das vorläufig letzte Wort hat und bereits im Herbst darüber entscheiden könnte. 

Die BNO-Revision auf Gemeindeebene soll noch in diesem Jahr an der Gmeind von den Stimmberechtigten genehmigt werden.

Pro Natura verlangt Ablehnung
Überhaupt nicht einverstanden mit den Umzonungsplänen ist Pro Natura. Deren Präsident Matthias Bettsche findet in einer Mitteilung von dieser Woche klare Worte: «Die Einzonung der Neumatte widerspricht sämtlichen raumplanungsrechtlichen Grundsätzen. Sie ist ein planerischer und politischer Rückfall in die Zeiten vor dem geltenden Raumplanungsrecht.» Siedlungtrenngürtel seien aber wichtig, denn sie wirken der genetischen «Verinselung» der Tierwelt entgegen. Auch diene der Trenngürtel unter anderem der grossräumigen Gliederung der Landschaft, sowie der ökologischen Vernetzung und der Identität der Gemeinden und Agglomerationen, schreibt Pro Natura weiter.

Als Lösung hält es der Verband für angezeigt, dass die Interessen der lokalen Gewerbebetriebe auf anderen Parzellen realisiert werden, die ausserhalb des Siedlungstrenngürtels liegen. Aus der Botschaft des Regierungsrates an den Grossen Rat käme relativ klar heraus, dass die Einzonung der Neumatte nicht den Anforderungen des Raumplanungsrechts entspricht und mit der benachbarten Surmatte eine Alternative eigentlich vorhanden wäre. 

Pro Natura Aargau bittet den Grossen Rat im Interesse der Landwirtschaft, des haushälterischen Umgangs mit dem Boden, der Landschaft und der einheimischen Flora und Fauna, den Antrag des Regierungsrates zur Reduktion des Siedlungstrenngürtels durch die Einzonung der Neumatte abzulehnen.

Mit Glocken und drei Alphörnern

Alphörner in Hirschthal | Der Landanzeiger

In Hirschthal gab es keine offizielle 1.-August-Feier. Die Gemeinde setzte aber dennoch ein Zeichen am Nationalfeiertag: Um 20.00 Uhr läuteten die Glocken eine Viertelstunde lang. Danach spielte ein Alphorn-Trio am Waldrand des Buechlisbergs: Hanni und Markus Hugentobler aus Hirschthal und Hans-Ulrich Hunziker aus Muhen hatten acht Stücke eingeübt. Dass ihre heimatlichen Klänge auch in den Gärten der Häuser am gegenüberliegenden Hang nicht nur gehört wurden, sondern auch gefallen haben, zeigte sich bereits nach ihrem Auftakt-Stück «Vom Lüngersee». Das Trio erntete viel Applaus und auch einige herzhafte Juchzer! Die meisten Zuhörer applaudierten aus ihren Gärten, einige machten sich auf zum Talbach, von wo aus sie die Alphorn-Formation sehen konnten. Auch vor Ort sammelten sich einige Zuhörer. Unter ihnen auch Hirschthals Vizeammann Jost Waldispühl, der sich bei dieser Gelegenheit als Alphornspieler outete. Das Trio setzte eine halbe Stunde später mit «Uf de Bänklialp» den Schlusspunkt und bot danach eine Zugabe.

Huplant: «Gerade noch rechtzeitig!»

Geschäftsführer Adrian Huber zeigt das Kundenzählsystem bei Huplant | Der Landanzeiger

Darauf haben Gartenfreunde lange warten müssen: Am Montagmorgen durfte auch das Gartencenter Huplant wieder öffnen. Sehr zu Freude von Kunden und Mitarbeitenden. Die Regale sind voll, die Blütenpracht umwerfend. Vor allem Setzlinge sind derzeit gefragt, aber auch Geranien.

Montagmorgen, 7.45 Uhr. Eine Viertelstunde vor der Eröffnung warten rund zwei Dutzend Kundinnen und Kunden vor dem grossen Haupteingang von Huplant. Geschäftsführer Adrian Huber misst eigenhändig die vom Bund geforderten zwei Meter und klebt Markierungen an den Boden. So stimmt die Distanz der wartenden Kunden.

Als um acht Uhr die Türen aufgehen, ist dies für Adrian Huber und das 40-köpfige Huplant-Team ein schöner Moment. «Die Eröffnung kommt gerade noch rechtzeitig!», sagt der Geschäftsführer erleichtert. Wahrscheinlich sei der fürs Geschäft so wichtige Monat April nicht mehr aufzuholen. Geholfen habe laut Huber der Online-Shop, den man quasi aus dem Nichts aufgebaut hat und der so gut angelaufen ist, dass man ihn weiterlaufen lassen wird.

Kurz vor der Wiedereröffnung von Huplant am Montagmorgen | Der Landanzeiger
Kurz vor der Wiedereröffnung am Montagmorgen

Höchstens 400 Kunden
Eine Stunde nach der Wiedereröffnung strömten schon weit über 100 Kunden ins Gartencenter. Adrian Huber kann die Zahlen auf einer App auf dem Smartphone ablesen. Ein System am Eingang und Ausgang zählt die Kunden, die hinein- und wieder hinausgehen. «Wir lassen höchstens 400 Kunden gleichzeitig in unser Gartencenter, obwohl es von der Fläche her 700 sein dürften», erklärt er.

Auch Huplant muss die Bestimmungen des Bundes penibel umsetzen: Auf die 2-Meter- Distanz weisen unzählige Plakate hin. Die Kassen erhielten Plexiglasabtrennungen zwischen Kassiererin und Kundin. Am Eingang sorgen rote und grüne Ampeln für einen Eintritt im «Tröpfchensystem».

Die Regale bei Huplant sind mehr als voll. Zusätzlich dienen auch die Produktionshallen als Verkaufsflächen. Getreu dem Huplant-Motto «Kaufen, wo es wächst», kann man in den riesigen Bio-Produktionshallen die Blumentöpfe tatsächlich von dort gleich mitnehmen, wo sie gewachsen sind.

Huplant-Mitarbeiterin weist Kunden die Richtung zum Einpflanzen | Der Landanzeiger
Huplant-Mitarbeiterin weist Kunden die Richtung zum Einpflanzen

Risiko, Hoffnung und Glück sind Teil der Buchhaltung

Adrian Huber weist mit einem Anhänger auf seiner Wiese und Inseraten in den lokalen Medien auf das Online-Angebot hin | Der Landanzeiger

Die Huplant in Hirschthal ist ein typischer Familienbetrieb. Die Inhaber Adrian und Yvonne Huber mussten sich in den letzten Monaten jedoch gleich mehreren ungeplanten Herausforderungen stellen. Wie sie diese meistern, wie Ideen umgesetzt wurden und wie sogar neue Jobs geschaffen werden, zeigt ein Besuch an einem Samstagmorgen.

Eigentlich wäre alles ganz gut gelaufen. Ende 2019 konnte die Huplant über das erste Jahr Bilanz ziehen, in dem man auf die Belieferung von Grossverteilern verzichtet hat. Die Bestellungen für den eigenen Laden und das kommende Jahr waren ausgelöst, das Konzept mit dem ganzheitlichen Einkaufserlebnis, dem Café Florina und dem Prinzip «Kaufen wo es wächst», fand grossen Anklang. Der Konjunktiv verrät es. Der Virus stellte am 16. März alles auf den Kopf.

Nicht aber Familie Huber
Vorerst gab es noch genug Arbeit. Trotz Schliessung mussten ja die Pflanzen in der eigenen Bio-Produktion und im Verkauf weiterhin gepflegt werden. «Der Abverkauf bis zu diesem Zeitpunkt war aussergewöhnlich gut und wir mussten nur etwa 3000 Pflanzen kompostieren», sagt Geschäftsinhaber Adrian Huber. Das habe man machen müssen, weil die Blumen verwelkt sind. Bilder, wie man sie in der Tagesschau sah, wo Blumen mit dem Bagger vernichtet wurden, gab es in Hirschthal zum Glück nicht. Wegen eines Krankheitsfalls in der Familie zog sich Yvonne Huber aus dem Geschäft zurück und stellt die intensive Krankenbetreuung sicher, Adrian Huber nimmt als alleiniger Geschäftsführer die Zügel in die Hand. «Im Frühling werden gegen 60 Prozent des Umsatzes generiert, wir mussten schnell handeln.»

«Wir mussten umdenken»
Adrian Huber hatte einen Plan: «Bisher war nie die Rede von einem Online-Shop, denn das Erlebnis, die Pflanzen zu sehen und zu riechen, gehört zu unserem Konzept. Doch jetzt konnten wir nicht anders, wir mussten umdenken», erinnert sich Huber. Innerhalb weniger Tage stand der Shop und seit Ende März kann man sich durch das Huplant-Angebot klicken und auf Rechnung bestellen. Was dann passierte, sprengte alle Erwartungen. Die Klickzahlen schossen in die Höhe: «Bis zu 270 Kunden konnten wir an einem Tag bedienen.» «Wir liefern auf Wunsch auch aus, aber die meisten holen die Ware ab. Den Zeitpunkt der Abholung können die Kunden selber im Online-Shop festlegen. Ab Bestelleingang brauchen wir ein bis zwei Tage zur Bereitstellung. Wenn die Kunden die Ware abholen, warten sie in der Regel höchstens eine Viertelstunde bei der Abholstelle.» Die Reaktionen seien positiv bis herzlich gewesen, «viele waren einfach nur dankbar um ein bisschen Normalität.»

Onlineshop bleibt weiter bestehen
Alles umzustellen klingt leichter als es ist und forderte vor allem das Personal. Die Abholung brachte Umschulungen mit sich, Umbauten waren nötig, Einkaufswagen wurden umfunktioniert. Plötzlich musste man daran denken, genug Papier für die Rechnungen bereit zu halten. Gebinde mussten besorgt werden, die man den Abholern abgeben konnte. «Ein Anruf hier, ein spontaner Einsatz da, wir lernen alle heute noch dazu», zieht Huber Zwischenbilanz.

Nun darf das Gartencenter ab dem 27. April wieder öffnen, der Online-Shop mit Abholung soll dabei weitergeführt werden. Um beides aneinander vorbei zu bringen, werden deshalb Teile der Produktionsfläche für den Verkauf genutzt, die Ausfahrt aus dem Gelände wird umgeleitet. Der positivste Effekt: Bei der Huplant Pflanzenkulturen AG bleiben alle Jobs erhalten, Kurzarbeit wird es vermutlich nicht geben. Im Gegenteil, Huber schafft sogar neue Stellen: «Wir suchen nun zusätzliches Personal, das je nach Bestellvolumen im Stundenlohn flexibel eingesetzt werden kann und die Online-Bestellungen im Gartencenter zusammenstellt». Damit werden Abholung und Einkaufserlebnis miteinander verbunden. «Sie flaniert gemütlich durch den Laden, Er holt die zuvor schon bestellte Ware ab. Oder umgekehrt.» Und danach können beide noch ein feines Stück Kuchen im Cafe Florina geniessen.

Bei all der vorausschauenden Planung, die in Hirschthal betrieben wird, sind die Komponenten «Hoffnung» und «Glück» in diesen Zeiten Teil der Buchhaltung. Ebenso das Wort «Risiko». Man traut sich wegen der Grausamkeit des Virus gar nicht danach zu fragen – aber könnte die ganze Sache gar ein positives Ende nehmen? «Schauen Sie, schön wäre es, wenn wir in zwei Jahren sagen könnten, der Virus ist das Beste, was uns passieren konnte.» Das gelte in vielen Bereichen des Lebens, ist Huber überzeugt: «Wir erledigen Dinge, die wir lange vor uns her geschoben haben und die Lage zwingt uns zu handeln. Das kann durchaus auch eine Chance sein.» Vorerst gelte es aber, Schritt für Schritt in eine ungewisse Zukunft zu gehen, an die Gesundheit der Mitmenschen zu denken, aber auch an den Erhalt der Arbeitsplätze.

«Das machen ganz viele Betriebe in der Region, deren Einsatz bereits während, spätestens jedoch nach der Krise durch regionales Einkaufen honoriert werden kann», appelliert Huber zum Schluss – auch das wäre ein positiver Effekt.

Ihr Traum: Eine Lehrstelle bei Pfiffner

Lehrlingsteam von Pfiffner mit einem Elektro-BMW | Der Landanzeiger

Der Berufsausbildungs-Infotag bei Pfiffner hat Tradition. Der Betrieb aus Hirschthal wirbt dabei um die Schüler der Region. Das Spezielle dabei ist, dass die Lehrlinge den jungen Interessenten die fünf Lehrberufe erklären, die Pfiffner anbietet. Der Infotag vom vergangenen Samstag war so gut besucht wie noch nie.

Ausgangslage: Es liegt im Aufgabengebiet der Bewirtschafterin (früher Verwalter genannt), die jährlich durchzuführende Versammlung vorzubereiten und nach den reglementarischen und gesetzlichen Vorgaben die EigentümerInnen dazu einzuladen. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat diese eine Traktandenliste zu erstellen. Neben den Standardthemen (Versammlungsablauf, Protokoll der letzten Versammlung, Jahresrechnung, Budget und Verschiedenes) sind darin, Anträge für Verwaltungshandlungen oder zu baulichen Massnahmen zur Werterhaltung zu traktandieren. Ein «Traktandierungsrecht» steht auch der Anzahl von EigentümerInnen zu, welche zusammen die Einberufung einer Versammlung verlangen können. Ein solcher Traktandierungsanspruch einer einzelnen Eigentümerin oder eines einzelnen Eigentümers wird in der Rechtslehre jedoch verneint. Ein Begehren zur Traktandierung eines Geschäfts muss demnach im Normalfall von 1/5 der EigentümerInnen gestellt werden.

Die Versammlung kann verbindlich nur über Themen beschliessen, welche «gehörig» traktandiert und angekündigt wurden. Ausnahmen sind nur im Rahmen einer Universalversammlung möglich. Eine solche ist gegeben, wenn alle EigentümerInnen an der Versammlung anwesend sind.

Wie ausgeführt, hat eine einzelne Eigentümerin/ein einzelner Eigentümer keinen gesetzlichen Traktandierungsanspruch. Jedoch kann jede Eigentümerin/jeder Eigentümer an der Versammlung Anträge zu angekündigten Traktanden stellen. Dies entspricht dem Meinungsäusserungsrecht, welches allen anwesenden Personen im Rahmen der Versammlung zusteht. Dabei handelt es sich um «Ordnungsanträge», welche sich auf den geplanten Ablauf der Versammlung oder beispielsweise die Teilnahme von Gästen beziehen und um «Sachanträge», welche zur Ergänzung von traktandierten Geschäften gestellt werden können.

Eine rechtsverbindliche Beschlussfassung ist an die einleitend erwähnten Erfordernisse gebunden. Dazu gehört die Fristeinhaltung der Information aller EigentümerInnen sowie die Vollständigkeit des jeweiligen Antrages. Aus den Ausführungen und Beilagen zu einem Antrag muss klar ersichtlich sein, um welche Art von Massnahme es sich handelt. Beizulegen sind Bilder, Pläne, Produktedokumentationen und Angebote, aufgrund derer die Kosten beurteilt werden können. Der Antrag muss zudem die Antragsteller, einen Vorschlag für die Realisierung sowie Hinweise zum erforderlichen Stimmenquorum enthalten. Ergänzend dazu können AntragstellerInnen Zusatzanträge zur Finanzierung des Vorhabens formulieren. Wird beantragt, dass eine geplante Massnahme aus dem Erneuerungsfonds bezahlt werden soll, müssen dabei zwingend die entsprechenden reglementarischen Bestimmungen beachtet werden.

Viele Anträge werden nicht einstimmig gefällt. EigentümerInnen, welche mit einem Beschluss nicht einverstanden sind, haben das Recht, diesen anzufechten. Dabei ist zu beachten, dass nur Anträge angefochten werden können, welche gesetzliche oder reglementarische Bestimmungen verletzen, da Gerichte nicht die Zweckmässigkeit einer Massnahme beurteilen. Das Protokoll der Versammlung muss die Legitimation der Anfechtung dokumentieren, indem entsprechende Gegenstimmen (Enthaltungen reichen nicht) namentlich protokolliert sind.

Immobilien-Fragen können gestellt werden an:
Urs Bolliger Bolliger Neukom Treuhand
Herzogstrasse 14, 5001 Aarau
E-Mail: bolliger@bntreuhand.ch

Mike Baumann aus Uerkheim steht vor der Frage, welchen Lehrberuf er nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit wählen soll. Deshalb besuchte der 14-Jährige am Samstag in Begleitung seiner Eltern den Infotag bei Pfiffner Messwandler AG in Hirschthal. Wie so viele nutzte er die Möglichkeit, von den Pfiffner-Lehrlingen aus erster Hand Infos und Einblick zu erhalten über die fünf Lehrberufe, die der weltweit tätige Hersteller von hochpräzisen Messetransformatoren anbietet.

Maximal sechs Lehrstellen pro Jahr vergibt Pfiffner, wie Peter Kaufmann erklärt. Auch wegen der Geburtenschwachen Jahrgängen sei es gemäss dem Leiter Personal für den Betrieb zunehmend schwierig, an gute Lehrlinge heranzukommen. Zudem ziehen viele nach dem Schulabschluss den Besuch der Kanti einer Berufslehre vor, wie Kaufmann ergänzt.

John Furlan, Berufsbildner unter anderem für die Produktionsmechaniker, freute sich über das grosse Interesse. «Wir führen den Infotag jetzt zum sechsten Mal durch, aber ich glaube, so viele Interessenten hatten wir noch nie», schätzt John Furlan.

Ausgangslage: Es liegt im Aufgabengebiet der Bewirtschafterin (früher Verwalter genannt), die jährlich durchzuführende Versammlung vorzubereiten und nach den reglementarischen und gesetzlichen Vorgaben die EigentümerInnen dazu einzuladen. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat diese eine Traktandenliste zu erstellen. Neben den Standardthemen (Versammlungsablauf, Protokoll der letzten Versammlung, Jahresrechnung, Budget und Verschiedenes) sind darin, Anträge für Verwaltungshandlungen oder zu baulichen Massnahmen zur Werterhaltung zu traktandieren. Ein «Traktandierungsrecht» steht auch der Anzahl von EigentümerInnen zu, welche zusammen die Einberufung einer Versammlung verlangen können. Ein solcher Traktandierungsanspruch einer einzelnen Eigentümerin oder eines einzelnen Eigentümers wird in der Rechtslehre jedoch verneint. Ein Begehren zur Traktandierung eines Geschäfts muss demnach im Normalfall von 1/5 der EigentümerInnen gestellt werden.

Die Versammlung kann verbindlich nur über Themen beschliessen, welche «gehörig» traktandiert und angekündigt wurden. Ausnahmen sind nur im Rahmen einer Universalversammlung möglich. Eine solche ist gegeben, wenn alle EigentümerInnen an der Versammlung anwesend sind.

Wie ausgeführt, hat eine einzelne Eigentümerin/ein einzelner Eigentümer keinen gesetzlichen Traktandierungsanspruch. Jedoch kann jede Eigentümerin/jeder Eigentümer an der Versammlung Anträge zu angekündigten Traktanden stellen. Dies entspricht dem Meinungsäusserungsrecht, welches allen anwesenden Personen im Rahmen der Versammlung zusteht. Dabei handelt es sich um «Ordnungsanträge», welche sich auf den geplanten Ablauf der Versammlung oder beispielsweise die Teilnahme von Gästen beziehen und um «Sachanträge», welche zur Ergänzung von traktandierten Geschäften gestellt werden können.

Eine rechtsverbindliche Beschlussfassung ist an die einleitend erwähnten Erfordernisse gebunden. Dazu gehört die Fristeinhaltung der Information aller EigentümerInnen sowie die Vollständigkeit des jeweiligen Antrages. Aus den Ausführungen und Beilagen zu einem Antrag muss klar ersichtlich sein, um welche Art von Massnahme es sich handelt. Beizulegen sind Bilder, Pläne, Produktedokumentationen und Angebote, aufgrund derer die Kosten beurteilt werden können. Der Antrag muss zudem die Antragsteller, einen Vorschlag für die Realisierung sowie Hinweise zum erforderlichen Stimmenquorum enthalten. Ergänzend dazu können AntragstellerInnen Zusatzanträge zur Finanzierung des Vorhabens formulieren. Wird beantragt, dass eine geplante Massnahme aus dem Erneuerungsfonds bezahlt werden soll, müssen dabei zwingend die entsprechenden reglementarischen Bestimmungen beachtet werden.

Viele Anträge werden nicht einstimmig gefällt. EigentümerInnen, welche mit einem Beschluss nicht einverstanden sind, haben das Recht, diesen anzufechten. Dabei ist zu beachten, dass nur Anträge angefochten werden können, welche gesetzliche oder reglementarische Bestimmungen verletzen, da Gerichte nicht die Zweckmässigkeit einer Massnahme beurteilen. Das Protokoll der Versammlung muss die Legitimation der Anfechtung dokumentieren, indem entsprechende Gegenstimmen (Enthaltungen reichen nicht) namentlich protokolliert sind.

Immobilien-Fragen können gestellt werden an:
Urs Bolliger Bolliger Neukom Treuhand
Herzogstrasse 14, 5001 Aarau
E-Mail: bolliger@bntreuhand.ch

Polymechaniker Lehrlinge bei Pfiffner | Der Landanzeiger
Von links: Polymech-Lehrling im 1. Lehrjahr Janis Neeser, Lisa und Sven Lüscher aus Moosleerau und Vivienne Egli, Automatiker-Lehrling im 1. Lehrjahr

Die Lernenden zeigten am Arbeitsplatz ihre tägliche Arbeit in den Berufen AutomatikerIn, Kaufmann/Kauffrau, PolymechanikerIn, ProduktionsmechanikerIn und KonstrukteurIn. «Weil wir weltweit tätig sind, mit Pfiffner-Werken in Brasilien und der Türkei, ist eine Lehrstelle bei uns zusätzlich attraktiv», erklärt Annemarie Müller, die Marketing-Verantwortliche bei Pfiffner.

Ausgangslage: Es liegt im Aufgabengebiet der Bewirtschafterin (früher Verwalter genannt), die jährlich durchzuführende Versammlung vorzubereiten und nach den reglementarischen und gesetzlichen Vorgaben die EigentümerInnen dazu einzuladen. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat diese eine Traktandenliste zu erstellen. Neben den Standardthemen (Versammlungsablauf, Protokoll der letzten Versammlung, Jahresrechnung, Budget und Verschiedenes) sind darin, Anträge für Verwaltungshandlungen oder zu baulichen Massnahmen zur Werterhaltung zu traktandieren. Ein «Traktandierungsrecht» steht auch der Anzahl von EigentümerInnen zu, welche zusammen die Einberufung einer Versammlung verlangen können. Ein solcher Traktandierungsanspruch einer einzelnen Eigentümerin oder eines einzelnen Eigentümers wird in der Rechtslehre jedoch verneint. Ein Begehren zur Traktandierung eines Geschäfts muss demnach im Normalfall von 1/5 der EigentümerInnen gestellt werden.

Die Versammlung kann verbindlich nur über Themen beschliessen, welche «gehörig» traktandiert und angekündigt wurden. Ausnahmen sind nur im Rahmen einer Universalversammlung möglich. Eine solche ist gegeben, wenn alle EigentümerInnen an der Versammlung anwesend sind.

Wie ausgeführt, hat eine einzelne Eigentümerin/ein einzelner Eigentümer keinen gesetzlichen Traktandierungsanspruch. Jedoch kann jede Eigentümerin/jeder Eigentümer an der Versammlung Anträge zu angekündigten Traktanden stellen. Dies entspricht dem Meinungsäusserungsrecht, welches allen anwesenden Personen im Rahmen der Versammlung zusteht. Dabei handelt es sich um «Ordnungsanträge», welche sich auf den geplanten Ablauf der Versammlung oder beispielsweise die Teilnahme von Gästen beziehen und um «Sachanträge», welche zur Ergänzung von traktandierten Geschäften gestellt werden können.

Eine rechtsverbindliche Beschlussfassung ist an die einleitend erwähnten Erfordernisse gebunden. Dazu gehört die Fristeinhaltung der Information aller EigentümerInnen sowie die Vollständigkeit des jeweiligen Antrages. Aus den Ausführungen und Beilagen zu einem Antrag muss klar ersichtlich sein, um welche Art von Massnahme es sich handelt. Beizulegen sind Bilder, Pläne, Produktedokumentationen und Angebote, aufgrund derer die Kosten beurteilt werden können. Der Antrag muss zudem die Antragsteller, einen Vorschlag für die Realisierung sowie Hinweise zum erforderlichen Stimmenquorum enthalten. Ergänzend dazu können AntragstellerInnen Zusatzanträge zur Finanzierung des Vorhabens formulieren. Wird beantragt, dass eine geplante Massnahme aus dem Erneuerungsfonds bezahlt werden soll, müssen dabei zwingend die entsprechenden reglementarischen Bestimmungen beachtet werden.

Viele Anträge werden nicht einstimmig gefällt. EigentümerInnen, welche mit einem Beschluss nicht einverstanden sind, haben das Recht, diesen anzufechten. Dabei ist zu beachten, dass nur Anträge angefochten werden können, welche gesetzliche oder reglementarische Bestimmungen verletzen, da Gerichte nicht die Zweckmässigkeit einer Massnahme beurteilen. Das Protokoll der Versammlung muss die Legitimation der Anfechtung dokumentieren, indem entsprechende Gegenstimmen (Enthaltungen reichen nicht) namentlich protokolliert sind.

Immobilien-Fragen können gestellt werden an:
Urs Bolliger Bolliger Neukom Treuhand
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Was macht ein Automatiker? | Der Landanzeiger
Was macht ein Automatiker? Mike Baumann (14) aus Uerkheim informiert sich bei Pfiffner-Lehrling Jonas Baumgartner (17, im 2. Lehrjahr)