Corona zwingt zu massivem Abbau

Corona zwingt zu massivem Abbau | Der Landanzeiger

Corona hat auf das Kölliker Alterszentrum nachhaltige Auswirkungen. Die Verantwortlichen müssen nun handeln, um wieder auf die Erfolgsstrasse zurückzukehren. So wird die Bettenzahl um rund ein Drittel reduziert. Zudem werden total 10 bis 12 Vollzeitstellen abgebaut.

«Die Bettenauslastung sank seit dem Ausbruch von Corona auf dramatische 72 Prozent», sagt Daniel Stauffacher, Geschäftsleiter des Alterszentrums Sunnmatte (AZS) in Kölliken. «Das hat gravierende Folgen für die Erfolgsrechnung und die Liquidität.» Deshalb haben der Vorstand des Altersheimvereins und die Geschäftsleitung verschiedene Massnahmen eingeleitet, damit das Zentrum in eine gesicherte Zukunft geführt werden kann.

«Wir reduzieren die Bettenkapazität um fast ein Drittel, von 64 auf 44 Betten», sagt Daniel Stauffacher. «Damit verknüpft und unumgänglich ist auch eine Anpassung des Mitarbeiterbestandes um weitere zwei bis drei Vollzeitstellen.» So baut das Alterszentrum rund 10 bis 12 Vollzeitstellen ab. Ein erster Stellenabbau ist bereits vor einigen Monaten erfolgt, der Rest wird bis Ende Jahr umgesetzt. Das Alterszentrum Sunnmatte bietet künftig noch 50 Vollzeitstellen an.

Kredit aufgenommen
«Um die Liquidität kurz- und mittelfristig sicherstellen zu können, musste ein Bankkredit aufgenommen werden», sagt Markus Jörin, Vorstandsmitglied des Altersheimvereins. Daran gekoppelt ist auch eine angestrebte Bürgschaft der Einwohnergemeinde, welche an der Gemeindeversammlung im November zur Abstimmung kommen soll.

«Wir haben noch weitere Massnahmen geplant und sind überzeugt, so die negativen Auswirkungen zu meistern und das Alterszentrum ab 2023 wieder mit einem ausgeglichenen Betriebsergebnis führen zu können», sagt Markus Jörin weiter. Das Alterszentrum Sunnmatte in Kölliken verzeichnete vor Corona regelmässig eine Bettenauslastung zwischen 93 und 98 Prozent und erwirtschaftete einen positiven Betriebsertrag.

Nicht gewinnorientiert
Der 1982 gegründete Verein Altersheim Kölliken betreibt das Alterszentrum Sunnmatte im Auftrag der Gemeinde. Aktuell zählt der Verein 165 Mitglieder. Das Alterszentrum Sunnmatte wird als nicht gewinnorientierter Betrieb geführt.

Corona zwingt zu massivem Abbau | Der Landanzeiger
Daniel Stauffacher, Leiter des Alterszentrums Sunnmatte in Kölliken, hat schwierige Monate hinter sich.

H. Frey AG – Inspiration durch Bodenvielfalt

H. Frey AG – Inspiration durch Bodenvielfalt | Der Landanzeiger

Seit über 45 Jahren ist das Team der H. Frey AG, Bodenbeläge, aus Kölliken ein geschätzter Partner von der Beratung über die Planung bis hin zur Ausführung von Bodenbelagsarbeiten aller Art.

Eine ungezwungene Beratung, eine individuelle Planung und eine perfekte Ausführung sind die Grundvoraussetzungen für die Zufriedenheit beim Kunden. Die H. Frey AG bietet all dies bereits seit mehr als 45 Jahren. Vor Kurzem wurde nun der Ausstellungsraum an der Hauptstrasse 60 in Kölliken vergrössert und das zehnköpfige Team mit einem erfahrenen Bodenbelagsberater mit eidg. Fachausweis ergänzt. Firmeninhaber Stephan Krenger und Sacha Müller nehmen sich für ihre Kunden gerne viel Zeit.

H. Frey AG – Inspiration durch Bodenvielfalt | Der Landanzeiger
Die Auswahl an Bodenbelägen in den verschiedensten Materialien ist riesig, die fachmännische Beratung ist umso wichtiger.

Ihre Freude an der Arbeit und vor allem am Resultat motiviert sie täglich, ihr Bestes zu geben. 1974 von Hansueli Frey ins Leben gerufen, ist die Firma seit 2010 in den Händen von Stephan Krenger. Die zehn gelernten Bodenleger stellen ihre Fähigkeiten und ihr Qualitätsbewusstsein jeden Tag gerne unter Beweis. Zusätzlich investieren sie auch viel Zeit und Energie in die Ausbildung von Lehrlingen, damit auch der Nachwuchs schon früh den Qualitätsansprüchen der Frey-Kundschaft genügt.

Egal ob Parkett, Teppich, Linoleum, Vinyl, PVC, Kautschuk, Kork oder Holzterrassen, alles wird professionell und fachmännisch verlegt. Mit ausgewiesener Erfahrung und hohem Können belegt oder renoviert die Firma auch Treppen, die individuell und nach Kundenwunsch geplant und gestaltet werden.

Als Spezialist für sämtliche Parkettarbeiten schleift, ölt oder versiegelt die H. Frey AG Holzböden aller Art. Sie pflegt und repariert vorhandene Bodenbeläge und gibt ihnen ihre Schönheit und Beständigkeit zurück. Der Unterhalt und die Auffrischung von Parkett gehören zu den Spezialitäten des Kölliker Traditionsunternehmens. Kundenzufriedenheit, technologischer Fortschritt und Qualität ist das oberste Ziel der H. Frey AG. Kontaktieren Sie Stephan Krenger oder Sacha Müller für einen Termin oder eine unverbindliche Offerte.

H. Frey AG – Inspiration durch Bodenvielfalt | Der Landanzeiger
Egal ob neu oder bestehend: Die Fachleute der H. Frey AG werten mit tollen Materialien jede Treppe auf.

Hier gehts direkt zum Firmen-Video der H. Frey AG, Bodenbeläge, Kölliken.

H. Frey AG – Inspiration durch Bodenvielfalt | Der Landanzeiger
Im vergrösserten Ausstellungsraum gibt es unzählige grosse Musterflächen, die der Kundschaft bei der Auswahl des Parketts das richtige Bild vermitteln.

H. Frey AG

Hauptstrasse 60
5742 Kölliken
Telefon 062 723 65 33
www.frey-bodenbelaege.ch
info@frey-bodenbelaege.ch

Sehr zentral und doch im Grünen

Sehr zentral und doch im Grünen | Der Landanzeiger

Die hegibau ag aus Rothrist realisiert aktuell die Überbauung «Risigasse» in Kölliken. Diese besteht aus zwei Wohnhäusern. Im Angebot sind 15 Mietwohnungen von klein bis ganz gross. Der Bezug ist auf Ende 2021 geplant.

Im April 2020 erfolgte der Startschuss zum Bau der idyllisch gelegenen Überbauung an der Risigasse. Die zwei Wohnhäuser grenzen direkt an die Landwirtschaftszone und sind dennoch keinesfalls abgelegen. Der Bahnhof Kölliken sowie das Zentrum befinden sich ganz in der Nähe und die Badi ist zu Fuss in zwei Minuten erreichbar. Die 15 Mietwohnungen werden auf den 1. November dieses Jahres vermietet.

«Grosse, moderne und lichtdurchflutete Wohnungen»
Die hegibau ag aus Rothrist investiert auf dem 2700 Quadratmeter grossen Areal rund acht Millionen Franken. «Unser Markenzeichen sind grosse Wohnungen, grösser als üblich, die hell, modern und lichtdurchflutet sind», erklärt Salvatore Schirinzi, CEO der hegibau ag. Er und sein Team schätzen Kölliken als eine sehr attraktive Wohngemeinde, die zentral im Mittelland liegt und umgeben ist von schönen Naherholungsgebieten und grosszügigen Waldflächen. Das aktive Dorfleben lädt zum Sport oder Musizieren ein, gleichzeitig kann man auch die Ruhe geniessen. Deshalb schätzen junge Leute, Familien und Senioren Kölliken gleichermassen als Wohngemeinde.

Gehobener Ausbaustandard
Die Überbauung «Risigasse» punktet mit einem gehobenen Ausbaustandard. Angefangen von einer hochwärmegedämmten Aussenhülle und kontrollierten Wohnungslüftungen in allen Räumen mit Wärmerückgewinnung. Eine energieeffiziente Gasheizung wärmt behaglich über eine Fussbodenheizung.

Sehr zentral und doch im Grünen | Der Landanzeiger
Modernster Ausbaustandard im Innern: hell und offen – hohe Wohnqualität.

Technik vom Feinsten
In Sachen Technik und Elektronik bleiben kaum Wünsche offen: Beleuchtungskörper von den Kellerräumen bis auf Balkon und Terrasse, LED-Einbauspots in Küche und Eingang, Sonnerie mit Audio- und Video-Gegensprechanlage und Türöffner sowie Multimediasteckdosen für TV, Radio, LAN und Telefon.

Die Küche: ein Traum!
Die hegibau ag legte grossen Wert auf hochwertige Küchen in allen 15 Mietwohnungen. Eingebaut wurden hochwertige Siemens-Geräte oder gleichwertige Produkte, die mindestens ein A-Label vorweisen. Die Oberfläche der Küchenfront ist aus Kunstharz, die Arbeitsplatte aus Granit und die Rückwandverkleidung aus Glas. Weitere Qualitätsmerkmale in der Küche sind das Glaskeramikkochfeld, der hochliegende Backofen aus Edelstahl, Dampfgarer oder Mikrowelle, Dampfabzug mit Umluftbetrieb sowie ein wassersparender Geschirrspüler.

Hochwertige Bodenbeläge
Eichenriemenparkett wurde verlegt im Entreé, im Wohn- und Esszimmer, in der Küche und den Schlafräumen. Im Badezimmer und im Reduit wurden Feinsteinzeug-Plattenbeläge verlegt. Das gleiche Material wurde ebenfalls eingesetzt auf den Sitzplätzen, Balkonen und Attika-Terrassen.

Ab 1370 Franken pro Monat
Die Mietpreise belaufen sich wie folgt: Die 2½-Zimmer-Wohnungen gibt es ab 1370 Franken, die 3½-Zimmer-Wohnungen ab 1650 Franken und die 4½-Zimmer- Wohnungen ab 2000 Franken. Erstvermietung per 1. November. «Wir konnten bereits rund 40 Prozent der Wohnungen vermieten», freut sich Salvatore Schirinzi , der CEO der hegibau ag, welche die Überbauung «Risigasse » realisiert hat.


hegibau ag

Rössliweg 29b
4852 Rothrist
Telefon 062 785 11 10
hegibau@hegibau.ch

Detailierte Infos zum Mietobjekt

Zukunft der Oberstufenschüler neu geregelt

Zukunft der Oberstufenschüler neu geregelt | Der Landanzeiger

Der neue Vertrag zwischen den Einwohnergemeinden Kölliken und Muhen über die gemeinsame Führung der Oberstufe als Kreisschule Kölliken-Muhen ist in trockenen Tüchern. Das gemeinsame Feiern muss noch warten.

Der neue Vertrag wurde von den Gemeindeversammlungen beider Gemeinden im November 2020 genehmigt und löst den bestehenden Gemeindevertrag ab, der die Zusammenarbeit der Gemeinden Muhen und Kölliken im Bereich der Oberstufe regelt und seit dem 25. November 2011 Gültigkeit hatte. Der neue Vertrag garantiert eine höhere Verbindlichkeit.

Unter folgender Präambel wurde der Vertrag zwischen den Einwohnergemeinden Kölliken und Muhen über die gemeinsame Führung der Oberstufe als «Kreisschule Kölliken-Muhen» unterzeichnet: «Die Gemeinden Kölliken und Muhen wollen gemeinsam eine zukunftsfähige, pädagogisch wertvolle Oberstufe führen. Die Schulstandorte in Kölliken und Muhen sollen für Schülerinnen und Schüler, für deren Eltern und für die Lehrpersonen Teil einer hochwertigen Kreisschule der Oberstufe bilden und so zur Standortattraktivität beider Gemeinden beitragen.» Im Vertrag wurde unter anderem geregelt, dass Sekundar- und Realschule (SeReal) in den beiden Gemeinden Kölliken und Muhen angeboten wird. Schulstandort für die Bezirksschule (Bez) ist die Gemeinde Kölliken. Die beiden Schulorte sind durch sichere Fahrrad- und Mofawege miteinander verbunden; im Winter (1. November bis 31. März) wird ein Schulbus zwischen den Standorten angeboten.

BKS wirkte beim Vertrag mit
Das in Zusammenarbeit mit der Partnergemeinde sowie dem BKS erarbeitete Vertragswerk berücksichtigt auch die Ergebnisse aus der Abstimmung über die künftigen Führungsstrukturen der Volksschule. Bis Ende 2021 werden Mitglieder der Schulpflegen die Kreisschulkommission bilden. Ab 2022 werden die Gemeinderäte der Schulressorts der beiden Gemeinden dafür zuständig sein.

Die Unterzeichnung des Vertragswerkes fand «coronakonform» auf dem Zirkulationsweg statt. Die involvierten Parteien liessen es sich aber nicht nehmen, virtuell auf die neue Kreisschule Kölliken-Muhen anzustossen.

Gemeinderat verzichtet auf modularen Schulraum

Gemeinderat verzichtet auf modularen Schulraum | Der Landanzeiger

Dem Gemeinderat Kölliken rennt die Zeit davon. Deshalb verzichtet er nun auf das 3,7 Millionen Franken teure Schulprovisorium. Die Platznot der Schule bleibt trotzdem bestehen.

Überraschende Kehrtwende in Kölliken. Noch bevor die Stimmberechtigten in der Referendumsabstimmung am 7. März über den «Modularen Schulraum » entscheiden konnten, hat der Gemeinderat die Notbremse gezogen. «Wir verzichten darauf, das Schulraumprovisorium für 3,7 Millionen Franken anzuschaffen», bestätigt Gemeindeammann Mario Schegner Recherchen der «Aargauer Zeitung». «Die Zeit drängt, denn wir müssen Ende Sommerferien weiteren Schulraum bereitstellen. »

Ein Provisorium muss her
Der Gemeinderat mietet nun ein günstiges Provisorium, um zum Schulanfang 2021/22 allen Schülern genügend Platz bieten zu können. «Wir als Gemeinde sind verpflichtet der Schule genügend Schulraum zur Verfügung zu stellen», sagt Mario Schegner. Eigentlich wollte der Gemeinderat – wie beim Bau angedacht – das Schulhaus Farbweg aufstocken. Weil Schule und Schulpflege nun aber bereits für den Schulanfang 2021/22 neuen Schulraum benötigen, wurde das Projekt «Aufstockung» abgebrochen. Und weil das Projekt «Modularer Schulraum», wegen des Referendums nun erst auf Beginn des Schuljahrs 2022/23 fertig geworden wäre, ist nun auch diese Variante aus dem Rennen.
Weil in den nächsten rund drei bis vier Jahren sechs neue Klassenzimmer, ein Kindergarten und Nebenräume benötigt werden, ist ein Erweiterungsbau unumgänglich. Für die Projektierung des Anbaus hatte die Gmeind im Sommer 2019 einen Kredit von 392’000 Franken gesprochen. Dass Kölliken bereits für kommendes Schuljahr mehr Platz brauche, sei nicht geplant gewesen, sagt Bildungs-Gemeinderat Andreas Von Gunten gegenüber der AZ.

Anbau soll realisiert werden
Nun müssen Pavillons aufgestellt werden, um schnell den nötigen Schulraum bereitstellen zu können. Parallel laufen neue Projektplanungen für den Anbau. «Die Pavillons bleiben nur solange stehen, bis der Erweiterungsbau, wie er ursprünglich geplant gewesen war, vollendet ist», sagt Mario Schegner. «Wir rechnen etwa mit mindestens zwei Jahren.» Voraussetzung ist aber, dass die Kölliker Stimmberechtigten dem Bauvorhaben zuerst grünes Licht geben. Darüber abstimmen können sie wohl frühestens an der Wintergmeind. Wird der Anbau realisiert, sind die Platzprobleme an den Kölliker Schulen aber noch nicht beseitigt. In absehbarer Zeit steht nämlich die Renovation des Oberstufenschulhauses, des Gemeindehauses oder der Villa Clara (innen) an und da benötigt die Gemeinde erneut Pavillons.

«Wir sind nicht gegen neuen Schulraum!»

Das Referendum gegen den an der «Herbst-Gmeind» bewilligten Verpflichtungskredit von 3,7 Millionen Franken für provisorische Schulraum-Module beim Dorfplatz wurde Anfang Woche mit 598 Unterschriften eingereicht. 590 davon sind gültig. Am 7. März kommt es zur Volksabstimmung.

Gemeindeschreiber Felix Fischer nahm am Montagmorgen vom ehemaligen Gemeindeammann Fredy Gut freundlich und gut gelaunt ein dickes Dossier entgegen. Darin befinden sich 598 Unterschriften von Köllikerinnen und Köllikern, die sich gegen den von der Gemeindeversammlung beschlossenen Verpflichtungskredit von 3,7 Millionen Franken für den provisorischen «Modularen Schulraum» auf dem Dorfplatz aussprechen.

598 Unterschriften wurden am Montag an die Gemeinde Kölliken übergeben.

Fredy Gut wurde begleitet von Armin Bührer und Guido Beljean, dem ehemaligen Gemeinderat. Zu dritt haben sie die Unterschriften gesammelt und dabei «offene Türen» eingerannt, wie sie erzählen. «Die Kölliker waren gut informiert und wussten genau, um was es geht», sagt Fredy Gut. Es geht um den Bau eines Schulprovisoriums für 3,7 Millionen Franken. Der Verpflichtungskredit wurde an der «Herbst-Gmeind» mit 37 Ja gegen 20 Nein angenommen. Dank des erfolgreichen Referendums hat nun das Volk das letzte Wort.

Der Gemeinderat hat die Abstimmung aufgrund der Dringlichkeit auf den 7. März festgesetzt. «Wir sind nicht gegen neuen Schulraum », stellen die Unterschriftensammler klar. Fredy Gut erklärt, warum er mit seinem Team das Referendum ergriffen hat: Als 2015 das neue Schulhaus am Farbweg eingeweiht wurde, geschah dies mit dem Hinweis, dass es jederzeit erweitert und aufgestockt werden kann, falls es eines Tages mehr Schulraum bräuchte. «Die Leute erinnern sich noch heute genau an dieses Modell und verstehen es nicht, warum die Gemeinde dies jetzt nicht tut, sondern ein neues Schulprovisorium auf dem Dorfplatz erstellen möchte, für fast vier Millionen Franken», bringt es Fredy Gut auf den Punkt.

Das Schulhaus am Farbweg wurde vor fünf Jahren eingeweiht. Die Unterschriftensammler möchten nun erreichen, dass es um ein Stockwerk erhöht wird.

Dass die Gemeinde im Vorfeld der «Gmeind» nicht oder nur wenig informiert hat über das Millionen- Provisorium, kann der ehemalige Ammann nicht verstehen. Völlig unbestritten ist, dass es in Kölliken neuen Schulraum braucht.

Wegen des grossen Zeitdrucks will die Gemeinde ein Provisorium auf dem Dorfplatz bauen. Gemäss den Unterschriftensammlern wäre es jedoch möglich, das Schulhaus am Farbweg mit einer leichten zeitlichen Verzögerung zu der von der Gemeinde und der Schule genannten Frist um ein Stockwerk zu erhöhen.

Die drei Initianten des Referendums sind der Meinung, dass es auch bei der Gemeinde-Variante eine ähnliche Verzögerung geben würde.

Zweites Referendum «Wallenmatt»
Pünktlich zum Abgabetermin wurde am Montag ein zweites erfolgreiches Referendum mit 375 Unterschriften von Sarah Mathys eingereicht. Hier geht es um den Erschliessungs-Kredit der Überbauung «Wallenmatt» von 505’000 Franken. Geplant sind 77 Wohnungen.

Sorgen bereitet den Anwohnern, dass die Wallenmattstrasse als Erschliessungsstrasse vorgesehen ist. Diese Strasse dient den Kindern des Quartiers als Schulweg. An der «Herbst- Gmeind» wurde ein Rückweisungsantrag mit 22 zu 24 Stimmen knapp abgelehnt. Das erfolgreiche Referendumsbegehren wird vom Gemeinderat am 11. Januar beraten. Die Urnenabstimmung dazu wird voraussichtlich am 13. Juni erfolgen.

Metzger im Fondue-Chinoise-Stress

Bruno Berchtold | Der Landanzeiger

Hochbetrieb in den beiden Metzgereien Berchtold in Muhen und Sandmeier in Kölliken. Um die vielen Bestellungen für den Weihnachtsklassiker Fondue Chinoise abwickeln zu können, liessen sich die beiden Metzgereien für den 24. Dezember etwas einfallen und sorgten mit Aussen-Verkaufsstellen für stressfreies Einkaufen.

Markus Sandmeier | Der Landanzeiger
Markus Sandmeier mit einem Fondue Chinoise in der Ausgabestelle im Festzelt.

Die Bilder rund um die beiden Metzgereien Berchtold in Muhen und Sandmeier in Kölliken ähnelten sich: In beiden Betrieben war am 24. Dezember Hochbetrieb. An beiden Orten sorgte ein Parkdienst dafür, dass es kein Verkehrs-Chaos gab. Fondue Chinoise und weitere Festtagsklassiker wie Rindsfilet oder «Filet im Teig» wurden für diesen Tag in grosser Zahl bestellt und standen in den beliebten Metzgereien zur Abholung bereit.

Am Vorabend waren die Teams beider Betriebe bis in die Nacht hinein an der Arbeit. «Wir hatten eine Crew von über sechzig Personen, die bis etwa neun Uhr abends alles bereit machte», erklärt Markus Sandmeier. Der Metzger aus Kölliken steht in einem grossen Festzelt. Hier werden an diesem Tag weit über tausend Bestellungen über die drei zusätzlichen Abhol-Theken gehen. «Das hätten wir in unserer relativ kleinen Metzgerei nicht coronakonform machen können», erklärt Markus Sandmeier. Erstmals hat er ein Festzelt aufbauen lassen. Die Kunden konnten hier ihre bestellten Waren ohne Wartezeit und mit genügend Abstand abholen.

Metzgerei Sandmeier, Kölliken | Der Landanzeiger
Metzgerei Sandmeier, Kölliken: Auch das Tele M1 interessierte sich für den Hochbetrieb am 24. Dezember.

Eigentlich wollte die Metzgerei Sandmeier schon um fünf Uhr morgens öffnen. «Nach den neusten Bestimmungen des Bundes durften wir jedoch erst um sechs Uhr öffnen und mussten jenen Kunden vertrösten, der schon um 5.15 Uhr vor der Türe stand», erklärt Markus Sandmeier.

Metzgerei Berchtold, Muhen | Der Landanzeiger
Metzgerei Berchtold, Muhen: In der Halle neben der Metzgerei konnten die bestellten Festtags-Köstlichkeiten abgeholt werden.

Auch die Metzgerei Berchtold in Muhen hatte eine ähnliche Idee und richtete im Freien eine Abholstelle ein. Dazu hatte er seine Anlieferhalle umfunktioniert, die sich im gleichen Gebäude befindet wie die Metzgerei. Für die Festtage am meisten bestellt wurde auch hier Fondue Chinoise. «Aber auch Rindsfilet und Filet im Teig wurde oft bestellt und dieses Jahr auch klassische Braten», erklärt Bruno Berchtold.

In beiden Metzgereien wird es am heutigen Silvester wieder ähnlich zu und hergehen. In Kölliken ist das grosse Festzelt seit sechs Uhr morgens wieder in Betrieb. 

Die Papiersammlung erfolgt künftig auf Voranmeldung

Papiersammlung erfolgt auf Voranmeldung | Der Landanzeiger

Wer möchte, dass sein Papier vom Gemeindebauamt eingesammelt wird, muss sich in Kölliken künftig zwei Wochen vorher anmelden.

Bisher haben in Kölliken die Oberstufenschüler das Papier im Dorf eingesammelt. Ab nächstem Jahr verzichtete die Schule auf die Papiersammlung, da einerseits die Sicherheitsvorschriften verschärft wurden und anderseit der Ertrag aus der Papiersammlung die Transportkosten nicht mehr deckt. Stattdessen wird das Gemeindebauamt die Papiersammlung durchführen. Wie bisher vierteljährlich – allerdings nur noch auf Voranmeldung. Dies muss zwei Wochen vorher auf der Gemeindekanzlei gemacht werden. Dazu kann der Talon benutzt werden, der jeweils im Mitteilungsblatt abgedruckt wird. Im nächsten Jahr finden die Papiersammlungen am 17. Februar, 19. Mai, 18. August und 17. November statt.

Keine Übergangslösung
Obwohl in Kölliken mit der Entsorgbar ein grosser Entsorgungshof angesiedelt ist, hält der Gemeinderat an der vierteljährlichen Papierabfuhr fest. «Das ist eine Dienstleistung beispielsweise für ältere Personen, die nicht mehr selber zur Entsorgbar fahren können», sagt Gemeindeschreiber Felix Fischer. Die Vermutung, dass aufgrund der Pflicht zur Voranmeldung nun noch mehr Kölliker ihr Altpapier in der Entsorgbar abgeben, liegt nahe. Wie gross im nächsten Jahr die Nachfrage nach der Papierabfuhr tatsächlich sein wird, werde sich zeigen, so Fischer. Er hält aber fest, dass die Abfuhr auf Voranmeldung nicht eine Übergangslösung sei. Es sei geplant, diese auch in Zukunft anzubieten.

Die Abfuhr auf Voranmeldung gilt nur fürs Altpapier. Die Kartonsammlung, die jeweils am Nachmittag des gleichen Tags durch die Firma E. Hofmann AG aus Schöftland durchgeführt wird, benötigt auch in Zukunft keine Voranmeldung.

Aufstieg in den Gault-Millau-Kreis

«Bären» in Kölliken | Der Landanzeiger

Das Gasthaus Bären in Kölliken gehört neu zu den besten Adressen im Land. Die Verantwortlichen von Gault-Millau werteten ihren Besuch mit 13 von 19 möglichen Punkten. Der «Bären» ist der einzige Aargauer Aufsteiger in diesem Jahr.

Seit der denkmalgeschützte, neu renovierte Kölliker «Bären» von der fussballverrückten Familie Schmid übernommen wurde, wird hier in einer höheren Liga gespielt, schreiben die Verantwortlichen von Gault-Millau in der neusten Ausgabe ihres Gourmet-führer über den «Bären». Dafür verantwortlich ist in der Küche Chef Sven Jeschar, der mit gutem Gespür fürs -Publikum währschaft mit regionalen Produkten und leicht internationalen Akzenten kocht.

«FC Aarau Menü» unterstützt den Nachwuchs
Sehr angetan waren die «Tester» vom wunderbaren Eierschwämmlitatar mit frischen Kräutern (Dill, Thymian, Basilikum), Sauerrahm und einem überraschenden Brotknödelcarpaccio. Danach gabs eine getrüffelte Steinpilz-Cremesuppe mit Riesencrevette, sämig und intensiv im Geschmack. Gefolgt von sauber gemachten, vorzüglichen Spaghettini mit Olivenöl, Parmesan, Steinpilzen und viel Knoblauchschaum. Dazu gab es ein gekonnt gebratenes, grosses Lamm-Entrecote in Pilzkruste an Eierschwämmlisauce. Die hübsche Käse-Auswahl lies-sen die «Tester» sausen und erfreuten sich an einer tollen weissen Kaffee-glace mit Eierlikör. Gelobt wird auch die sehr schöne Weinkarte mit vielen regionalen Crus. Erfreut zeigten sich die Leute von Gault-Millau auch vom «FC Aarau Menü». Wer dieses bestellt, zahlt einen Fünfliber an die Jugendabteilung des Clubs. Die Herzen des früheren FCA-Präsidenten Alfred Schmid und seiner Familie schlagen halt weiterhin für den FC Aarau.

Bären Kölliken ist einziger Aufsteiger
Das Gasthaus Bären in Kölliken ist der einzige Aargauer Gastrobetrieb der in diesem Jahr im Kreis von Gault-Millau aufgestiegen ist. Der Gourmetführer Gault-Millau kürt in seiner neusten Ausgabe 830 Restaurants der Schweiz. Zu den besten Aargauer Restaurants im Landanzeiger-Gebiet gehören der Schlossgarten in Schöftland (15 Punkte); das Gasthaus Bären in Kölliken (13 Punkte, neu); das Restaurant zur Mühle in Oberentfelden (13 Punkte); das Restaurant Bärenstübli, Hotel Bären in Suhr (13 Punkte); das Restaurant Mürset in Aarau (13 Punkte) und das Restaurant Kettenbrücke in Aarau (12 Punkte).

Sieben von 830 getesteten Restaurants in der Schweiz, erhielten die Maximalnote von 19 Punkten. 

Naturschutz, Landwirtschaft oder beides?

Was geschieht mit der ehemaligen SMDK? | Der Landanzeiger

Das Mitwirkungsverfahren über die Zukunft der Sondermülldeponie Kölliken (SMDK) ist abgeschlossen. Einwohnern und lokalen Organisationen reichten sechs Ideen ein, zwei kantonale Organisationen je eine. Nun liegt der Ball wieder bei der Eigentümerin, dem Konsortiums bestehend aus den Kantonen Aargau und Zürich, der Stadt Zürich und der Basler Chemie.

Die Mitwirkungsbeiträge werden nun in Absprache mit dem Kanton der Grundeigentümerin zur Stellungnahme zugestellt. «Sie enthalten von zustimmenden Voten über grundsätzlich anderen Planungsvorstellungen bis hin zu Detailvorschlägen über Regelungen zu Kunstdünger, Fungiziden und Pestiziden ein breites Spektrum von Ideen», schreibt die Gemeinde in ihrer Mitteilung. Die Mitwirkenden haben Anspruch auf eine Beantwortung ihrer Eingaben. Diese erfolgt in der Regel im Planungsbericht.

Der Planungsberichtsentwurf war bereits Gegenstand der öffentlichen Mitwirkung. Aus der Würdigung der Mitwirkungsbeiträge können sich noch Änderungen am Planungsbericht ergeben. Basierend auf diesen Grundlagen wird das Departement Bau, Verkehr und Umwelt seine Vorprüfung im Sinne von § 23 des Baugesetzes abschliessen. Danach kann die öffentliche Auflage erfolgen. Während dieser Zeit können Einwendungen an den Gemeinderat gerichtet werden, über welche im Sinne von § 24 des BauG zu entscheiden ist (Rechtsverfahren).

Langer Weg bis zur Umsetzung
Anschliessend wird auch die Gemeindeversammlung darüber zu entscheiden haben, bevor dann das kantonale Genehmigungsverfahren in die Wege geleitet werden kann. «Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass mit der Mitwirkung etwa ein Drittel des Verfahrens erfolgt ist und noch zwei Drittel zu absolvieren sind», heisst es im Schreiben weiter.

Zur Erinnerung: Im laufenden Planungsverfahren wird das Areal des Konsortiums SMDK erstmals einer Nutzungszone zugewiesen. Dazu werden im Kulturlandplan der Gemeinde die für das Areal vorgesehenen Nutzungszonen, Schutzzonen sowie Einzelobjekte festgelegt (z. B. Landwirtschaftszone, Naturschutzzone, Magerwiese, Amphibienlaichgebiet etc.).

Die Eckwerte für die Planungsarbeiten hat der Kanton in seinem Grundlagenbericht vom 23. November 2016 fixiert. Der Gemeinderat wird nun beraten, wieweit die Mitwirkungsbeiträge diese Eckwerte einhalten und auch sehen, wie die Grundeigentümerin zu den Beiträgen Stellung nimmt. Daraus wird eine allenfalls bereinigte Planungsgrundlage entstehen, welche die kantonale Verwaltung abschliessend vorprüfen und zur öffentlichen Auflage freigeben wird.

Öffentliche Auflage im Sommer 2021 geplant
Der nächste Schritt mit Beteiligung der Öffentlichkeit wird somit die 30-tägige öffentliche Auflage sein, welche den Start zum eigentlichen Rechtsverfahren darstellt. Die Information darüber erfolgt durch Publikationen im «Landanzeiger» sowie im Amtsblatt. Der Gemeinderat hofft, dass die Vorprüfung durch den Kanton bis im Frühjahr 2021 vorliegt und die öffentliche Auflage spätestens zwischen Frühlings- und Sommerferien 2021 erfolgen kann. 

Wenn selbst Nachbarwehren zum Dank auffahren

Grosse Wertschätzung für den scheidenden Kommandanten: Über 25 Einsatzfahrzeuge und ihre Besatzungen aus allen benachbarten Feuerwehren kamen zur Verabschiedung von Köllikens langjährigem Kommandanten Thomas «Tom» Huber | Der Landanzeiger

Trotz Corona organisierte die Feuerwehr Kölliken ihre alljährliche Hauptübung. Die zweite Verabschiedung von Kommandant Thomas Huber und die Einweihung des neuen Tanklöschfahrzeugs wurden gigantisch gefeiert.

Eigentlich hätte die Feuerwehr Kölliken anlässlich der Hauptübung 2020 zeigen wollen, was sie als gutausgebildete Feuerwehr alles so kann. Covid-19 hat dieses Vorhaben der Feuerwehr Kölliken aber zunichte gemacht. Aber nur einen Teil davon. Mit Besucherlisten, Gästesektoren und Maskenpflicht konnten die Vorgaben des BAGs erfüllt werden. Das war wichtig, denn ausfallen lassen, kam für die Feuerwehr nicht in Frage. Zwei zu wichtige Schwerpunkte standen auf dem Programm.

Was dann aber geschah, sucht seinesgleichen. Der neu zum Vizekommandanten beförderte Oberleutnant Roland Müller amtete als kompetenter Einsatzleiter und unterhaltsamer Moderator zugleich. Kurz nach seinem Befehl «Die Hauptübung ist eröffnet», fuhren angeführt vom neuen Kölliker Tanklöschfahrzeug rund 25 Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge aus allen umliegenden Organisationen mit Blaulicht und Sirenen auf den Dorfplatz.

Der abtretenden Kommandet Thomas Huber traute auf der Plattform des Hubretters, der extra vom AKW Gösgen nach Kölliken kam, seinen Augen nicht. Als die Sirenen verstummten bedankte sich Roland Müller bei den anwesenden Feuerwehren und richtete das Wort an an Thomas Huber: «Dass hier alle aufgefahren sind, ist eine besondere Wertschätzung an dich und deine geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren. Wir danken dir alle dafür.» Ein lange anhaltender Applaus von den Mannschaften und den Gästen bekräftigte die Worte von Müller.

Tief berührt verfolgen der neue Kommandant Fabian Bircher (links) und der abgretende Thomas Huber das Geschehen aus dem Hubretter.

Nachfolger sind bestimmt
Thomas Huber kann am 31. Dezember auf insgesamt 27 Jahre und 5 Monate Feuerwehrdienst zurückblicken. Köllikens Gemeindeammann Mario Schegner sagte: «Gemäss seinem Dienstbüechlein leistete Thomas in dieser langen Zeit rund 250 Einsätze, 700 Übungen und zusätzliche Kurse und WBKs.» Schegner bedankte sich beim scheidenden Kommandanten im Namen der Gemeinde für seinen unermüdlichen Einsatz auch in schwierigen Zeiten, die glücklicherweise Geschichte sind. Auch wenn er sich noch so Mühe gab, der abtretenden Kommandat konnte seine Emotionen nicht verstecken und wischte mehrfach die eine oder andere Träne ab. Er können seinen Ruhestand beruhigt angehen, sagte Huber, denn mit Fabian Bircher, als neuen Kommandanten, und Roland Müller, als neuen Vize, würden zwei äusserst fähige Männer die zukünftige Führung der Feuerwehr Kölliken übernehmen.

Dankbarkeit von allen Seiten
Dankbar zeigte sich auch die Firma Tony Brändle AG aus Wängi, vertreten durch Claudia Brändle und Chömi Hunziker. Die Spezialisten der Firma konnten in diesem Jahr zwei baugleiche Tanklöschfahrzeuge an Safenwil und Kölliken liefern. Der Gemeinderat Roland Frey rühmte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit der zwei Feuerwehren, der Firma Brändle und der Beschaffungskommission. Feierlich erfolgte die Schlüsselübergabe.

Der abtretenden Kommandant Thomas Huber (links) geht als «Major Tom» in die Geschichte der Feuerwehr Kölliken ein.

Flavia Landolfi und Jesse haben gewonnen

Das Siegerbild von Flavia Landolfi zusammen mit Jesse | Der Landanzeiger

Die Kölliker Profitänzerin Flavia Landolfi und der Berner Sänger Jesse sind die Sieger der diesjährigen Staffel von «Darf ich bitten?». Mit ihrer Performance holte er sich nicht nur die meisten Stimmen der Zuschauer, sondern rührte die Jury sogar zu Tränen.

Mit ihren insgesamt drei Tänzen holte sich das Tanzpaar im Finale nicht nur die meisten Punkte der Zuschauer, sondern auch die von der Jury. Mit insgesamt 258 Punkten standen sie am Ende des Abends mit einem riesigen Abstand zu ihren Konkurrenten als Sieger fest. «Wir schweben immer noch auf Wolke sieben», sagt Flavia Landolfi auch Tage nach dem grossen Finale. «Es war für uns unglaublich schön, an dieser Show teilzunehmen und sie am Ende gar zu gewinnen.» Es sei eine riesige Anerkennung für ihre Leistung und eine Entschädigung für die vielen schweisstreibenden Trainingsstunden.

Emotionales Finale
Den Höhepunkt hatte das Tanzpaar für die Finalkür aufgespart. Den letzten Tanz performte Jesse zu seinem eigenen Lied «Schnufe». Sein Auftritt rührte sogar die Jury zu Tränen. «Es war sehr emotional», sagt Flavia Landolfi, «Jesse sang in diesem Song über seine im letzten Jahr gescheiterte Ehe.» Juror Fabio Quattrocchi konnte seine Tränen nicht zurückhalten. «Durch diesen Tanz konnte ich all meine Emotionen auf dem Parkett ablegen», sagt Jesse. «Das hat sich unglaublich gut angefühlt.» Auch «10vor10»-Moderatorin Bigna Silberschmidt überzeugte beim Publikum mit ihren Tänzen. Dank vieler Stimmen holte sie sich den zweiten Platz in der Sendung. Der Basler Akrobat Jason Brügger landete auf dem dritten Platz, und Ex-Miss Schweiz Karina Berger schaffte es mit dem vierten Rang knapp nicht auf das Podest.

Corona bedingt konnte das Siegerpaar den Erfolg nicht sehr ausgiebig feiern. «Kurz anstossen mit der Familie, lag gerade noch drin», erzählt Flavia Landolfi, «danach mussten wir zu zweit feiern.»

Jesse wird weiter tanzen
«Einerseits bin ich traurig, dass es vorbei ist. Ich werde das Tanzen sehr vermissen und habe in meinem Tanzcoach Flavia Landolfi eine gute Freundin gefunden», sagt Jesse abschliessend. Obwohl die Show vorbei sei, wolle er das Tanzen nicht ganz aufgeben. «Nun arbeite ich aber zuerst an seinem Mundart-Album weiter», sagt Jesse, «und pflege meine Blasen an den Füssen.» Anders Flavia Landolfi, sie sass am Montag bereits wieder am Arbeitsplatz und schmiedet neue Tanzpläne. «Nun steht das Turniertanzen wieder im Vordergrund, auch wenn wir aufgrund von Corona noch nicht wissen, wie es weiter geht.» Eines steht fest: Im Jahr 2021 verzichtet SRF auf eine weitere Staffel von «Darf ich bitten?»

Weitere Bilder von Flavia Landolfi und Jesse

Ein Stück Geschichte zum Schmunzeln

Gogo Frei | Der Landanzeiger

In 50 Jahren über eintausend Auftritte, an die fünfhundert geschriebene Songs und eine Eigenproduktion von weit über 50 Tonträgern – Gogo Frei ist zweifelsfrei ein musikalischer Macher. Trotzdem schaffte es Gogo Frei nicht über den Status eines Provinzmusikers hinaus, was ihn jedoch nie störte. «Wir spielten alle Waldhütten im Umkreis von 20 Kilometer tot», schreibt er selbst in seinem Buch. «Erfolglos erfolgreich» betitelte ihn einst Journalist Peter Weingartner. «Diese Aussage stimmt absolut», sagt Gogo Frei lachend. «Und ich bin glücklich damit». Gogo Frei erzählt: «Eine Frage hörte ich mein Leben lang immer wieder: Kannst du von der Musik leben? Natürlich konnte ich nicht. Das war mir aber egal. Musik war für mich einfach immer die wichtigste Tätigkeit. Ich verschwendete keinen Gedanken daran, ob ich davon leben konnte oder nicht. Ich tat einfach, was ich am liebsten mochte: Musik.»

Selbst ist der Gogo
Gogo Frei ist gerne sein eigener Chef. Er lässt sich nicht verbiegen, Abhängigkeit treibt ihn in die Flucht. Er ist einer, der seine Musik auf seine eigene Art und Weise komponiert, produziert und vertreibt. Warum sollte es dann bei seinem eigenen Buch anders sein? Auch hier hat er, mit Hilfe seiner Frau Melanie, sein Ding durchgezogen. Er vertreibt sein Buch selbst, hat es selbst gestaltet und in Kapitel eingegliedert und natürlich alles selbst recherchiert und nicht zuletzt aufgeschrieben – in Kleinbuchstaben. «Ich habe schon in der Schule die Gross- und Kleinschreibung in der Grammatik nie begriffen, das war für mich immer reine Schikane», begründet er. Das erste Manuskript zum Buch entstand Anfang der 80er Jahre als er mit der Schreibmaschine ca. 20 Seiten zu seinen musikalischen Anfängen tippte, bereits damals mit dem Titel «Die Karriere eines Provinzmusikers». «Ich dachte damals nie daran, dass daraus jemals ein Buch entstehen würde», so der heute 65-Jährige.

Ein Stück Geschichte
«Die Karriere eines Provinzmusikers – eine biographische Dokumentation 1970 – 2020» erzählt auf 308 Seiten die musikalische Geschichte von Gogo. Angefangen mit der Schülerband «Hot Water Pipes» beziehungsweise später «Asp» weiter bis zu seiner Zeit mit Kniri Knaus (Pfuri, Gorps und Kniri) und nocheinmal weiter über die «Schwalbenkönige» ins Heute. Und eins soll an dieser Stelle schon verraten werden: Gogo Frei hat so einiges erlebt. Gespickt ist Gogos Werdegang mit lustigen Anekdoten und grandiosen Fotos, Albumcovers und Zeitungsartikeln. Doch es geht nicht nur um Gogo und seine Musik. Gogo Frei ist vor allem auch Kenner der regionalen Musikgeschichte seiner Generation und nimmt die Leser mit auf eine Reise zu ehemaligen lokalen Künstlern wie Mental Disorder, Herodes, The Dragons und vielen mehr. Aber auch ein Abstecher zu den «Linken» und natürlich ins Brügglifeld darf nicht fehlen. Gogo Freis Buch ist ein Stück Geschichte, es bringt einem den Menschen «Gogo» näher, es ist spannend und bringt gleichzeitig zum Schmunzeln.

Musikalische Buchpräsentation im Böröm
Die Präsentation des Buches findet am 22. und 23. Oktober im Böröm in Oberentfelden statt. Begleitet wird die Buchpräsentation natürlich von Musik. Das Trio Open Book wurde speziell für die Buchlesungen zusammengestellt. Mit dabei sind neben Gogo die beiden Altstars Franz Kneubühler und Rainer Suter. Türöffnung ist jeweils um 20 Uhr, ab 20.30 Uhr geht es los. Der Eintritt ist frei, es stehen nur noch wenige Plätze zur Verfügung, Reservationen unter: info@partysounds.ch/ 062 723 56 39.

Weitere Informationen zu Gogo und zu seinem Buch gibt es auf den Webseiten www.gogobuch.ch und auf www.partysounds.ch

Unterschriften gegen Littering

IG saubere Umwelt | Der Landanzeiger

An Autobahn-Böschungen bleibt immer wieder Abfall liegen, der aus Autos geworfen wird. Deshalb führen die Nationalstrassen Nordwestschweiz (NSNW AG) und die IG saubere Umwelt (IGSU) auch dieses Jahr gemeinsame Anti-Littering-Aktionen durch. Am vergangenen Freitag und Samstag sensibilisiert die IGSU-Botschafter an der Raststätte Kölliken Süd für die Littering-Problematik. Einige der Angesprochenen reagierten spontan mit einer Unterschrift oder einem Spruch auf der grossen Tafel. Alle angesprochenen sind auch der Meinung, dass man etwas tun muss gegen die Müllberge, auch der Autobahn entlang. Zu hoffen bleibt, dass sie ihre guten Vorsätze, die sie nach dem Gespräch gefasst hatten, nicht schon Ende Beschleunigungsspur wieder vergessen haben. 

Ein mächtig schönes Strohdachhaus

Ein mächtig schönes Strohdachhaus | Der Landanzeiger

Das Kölliker «Salzmehus» erstrahlt in neuem Glanz. Es ist bemerkenswert was Andreas Bergamini und seine Mitarbeiter in den vergangenen sechseinhalb Wochen geleistet haben. Aus 36 Tonnen ungarischem Schilf und 7 Kubikmetern englischem Stroh entstand ein wunderschönes Dach. Die letzten Arbeiten am First waren noch einmal sehr intensiv. Auf dem Bild sieht man, wie kunstvoll und aufwändig das Ganze gearbeitet ist. Bergamini sagte dazu: «Ja, wir haben alleine für den Dachfirst rund 360 Strohzöpfe geflochten, jeder 140 Zentimeter lang.» Die Strohzöpfe wurden anschliessend über eine Wasserdichte EPDM Folie, die über den ganzen First läuft, gelegt und mit Draht gesichert. Auch die bösen Geister haben dank Ruedi Lüthi und Andreas Bergamini keine Chance mehr. Die von Lüthi gedrechselten Babeli sind in Stroh eingepackt worden und zieren nun den Dachgiebel. Als zusätzliche Arbeit musste noch ein Teil der Sprinkleranlage erneuert werden. Nun sieht das mächtige Dach nicht nur schön aus, es ist wieder zu 100 Prozent dicht.

Das gute Wetter in den vergangenen Wochen hatte die Arbeiten schneller vorwärts gehen lassen als angenommen. Der Abgabetermin konnte problemlos eingehalten werden. Andreas Bergamini und seine Leute waren sogar etwas früher fertig als geplant. Vergangene Woche nun nahm der Bauverwalter Devis Ledermann das Dach ab. Wie Bergamini sagte, war er sehr zufrieden mit der Arbeit.

Ein mächtig schönes Strohdachhaus | Der Landanzeiger
Die eingepackten Babeli auf den Giebelspitzen halten böse Geister fern
Ein mächtig schönes Strohdachhaus | Der Landanzeiger
360 Strohzöpfe und die EPDM-Folie sorgen dafür, dass das Dach dicht ist

Ein besonderes Erlebnis für die Dachdecker
Die Schlussabrechnung ist noch nicht gemacht, aber es sieht so aus als ob das Dach, das Material, das verbaut wurde und die Arbeiten sogar etwas günstiger ausfallen werden als die offerierten 311’000 Franken. Nicht vergessen werden Bergamini und seine Mannschaft die grosse Akzeptanz von den Gemeinderäten, den verantwortlichen der Denkmalpflege und der Bevölkerung in Kölliken. «So etwas habe ich noch nie erlebt. Wir durften beinahe jeden Tag Komplimente entgegennehmen, viele Fragen von Interessierten beantworten, es gab Kaffee und Kuchen und wenn es besonders heiss war, wurden wir mit kühlen Getränken verwöhnt», so Bergamini.

Einen besonderen Dank richtete Bergamini zum Schluss an die Aargauische Denkmalpflege und die Gemeinde für das entgegengebrachte Vertrauen und den schönen Auftrag. Zudem bekam auch seine Partnerin Trudy Hort ein Kränzchen gewunden. «Sie sorgte die ganze Zeit dafür, dass wir nicht wegen Hunger oder Durst vom Dach vielen, dass alles immer bereit war und sie auch immer auf dem Dach half, wenn Not am Mann war.»

Wenn das Strohhaus mit Schilf gedeckt wird

Salzmehuus Kölliken | Der Landanzeiger

Seit dem 20. Juli ist der ganze Bereich um das Kölliker Strohdachhaus für Besucher gesperrt. Das riesige Dach wird neu gedeckt. Die Arbeiter auf dem Dach sind Ungaren und Schweizer, gesprochen wird aber Holländisch. «Dies hat einen einfachen Grund», sagt Andreas Bergamini. «Für ein so grosses Dach wie es das vom ‹Salzmehuus› benötigen meine Leute und ich zusätzliche Hilfe.» Die ausgewiesenen Fachmänner aus Ungarn sind in Holland bei einem Kollegen von Bergamini angestellt und konnten von ihm für diesen speziellen Auftrag ausgeliehen werden. Zudem kommt auch das verwendete Schilf aus Ungarn. Dort wird es seit vielen Jahren explizit für das Decken von Stroh- und Schilfdachhäusern angebaut.

Ein schweisstreibender Job
Unglaubliche 900 Quadratmeter Fläche hat das Dach des Kölliker Dorfmuseums. Damit ist es das zweitgrösste der Schweiz, nur gerade übertroffen vom Strohdachhaus an der Schönenwerderstrasse ebenfalls in Kölliken. Im Abstand von 30 Zentimetern wir ein Bund Schilf nach dem andern auf der Verlattung des Daches positioniert, grob von Hand ausgerichtet und danach mit dem Klopfbrett genau an die Neigung und die Form des Daches angepasst. Auf die Frage ob man denn nun das Strohhuus in Schilfhuus ändern muss, sagte Bergamini lachend: «Nein, das muss man nicht. Der Giebel wird mit »gezöpfeltem« Stroh gefertigt und auch die sichtbaren Bereiche der Dachuntersicht werden nach den Vorgaben der Denkmalpflege mit Stroh gemacht.» Warum eigentlich Schilf und nicht Stroh? Auch dafür gibt es von Bergamini eine einleuchtende Erklärung. Strohhalme sind maximal 140 Zentimeter lang. Die Schilfbündel sind aber 180 bis 220 Zentimeter lang. Man kann sich also gut vorstellen, dass Regenwasser auf diese Länge besser abgeführt wird.

Die Männer auf dem Dach sind wahrlich nicht zu beneiden. Das 15 Meter hohe Dach mit einer Neigung von 45 Grad verlangt vollen Körpereinsatz und gibt richtig dicke Waden. Bei über 30 Grad Hitze, wie in den letzten Tagen vor dem 1. August, sicher ein Job der nicht für jedermann geeignet ist.

Duttweilers Haus als Einstieg
Andreas Bergamini hat sein Geschäft in Lausen BL. Der gelernte Dachdecker ging kurz nach seiner Abschlussprüfung für zwei Jahre nach Holland. Dort erlernte er das Handwerk, das er heute bald einmal als letzter Schweizer noch kann. Nach der Rückkehr aus Holland hängte der junge Dachdecker gleich noch die Meisterprüfung an. Dann ging es Schlag auf Schlag. «Ich arbeitete in der Nähe von Rüschlikon und ging mit meinen Kollegen immer in den Dutti Park zu Mittagessen.» Schnell einmal fiel Bergamini der schlechte Dachzustand des Duttweiler Hauses auf. Einen Mitarbeiter des Parkes auf diese Tatsache angesprochen meinte dieser, dass man sich darüber schon im Klaren sei, dass man aber auch nach zwei Jahren intensiver Suche keinen Betrieb gefunden habe, der dieses Dach fachmännisch instand stellen könne. «Beinahe schon dreist sagte ich damals: Eure Suche ist zu Ende ich mache das.» Damals war der junge Mann -gerade einmal 23 Jahre alt. Seither hat Bergamini schon vielen Häusern ein neues, dichtes Dach beschert.

Als Kulturgut erhalten
Zum Schluss sagte der 62-Jährige: «Es gibt in der Schweiz nur noch rund zehn mit Schilf oder Stroh gedeckte Häuser. Ich würde mir wünschen, dass sie alle als Kulturgut erhalten bleiben.»

In der dritten Woche August rechnen Andreas Bergamini und sein Team, dass die Arbeiten am Salzmehuus in Kölliken erledigt sind.