Vom Kindergarten zum Biergarten?

Vom Kindergarten zum Biergarten? | Der Landanzeiger

Ein Baugesuch im Landanzeiger sorgt für Aufsehen: Der ehemalige Gasthof Waldeck, zuletzt als Schulraum genutzt, soll wiederbelebt werden. Das Gesuch um eine «Zwischennutzung» liegt derzeit bei der Gemeinde auf. Regionale Bierbrauer wollen in der Waldeck unter anderem eine Gartenwirtschaft betreiben.

Der Gasthof Waldeck hat schon vieles erlebt. Jahrzehntelang war er eine geschätzte Dorfwirtschaft mit gutbürgerlicher Küche. Im grossen Saal ging schon manches Lotto, Jahreskonzert oder Turnerabend über die Bühne. Vor rund fünf Jahren wollte der Kanton Aargau hier eine Asylunterkunft einrichten. Das gab ziemlichen Wirbel im Dorf. Eine Mahnwache mit 500 Fackeln schaffte es national in die Schlagzeilen. Es war dann der Besitzer der Liegenschaft, der dem Kanton einen Korb gab. Die Gemeinde Muhen mietete die Waldeck per 1. Januar 2017 dann gleich selber. Aus der Waldeck wurde ein Schulhausprovisorium, bis das neue Schulhaus eingeweiht werden konnte. Dann wurde es still um die Waldeck.

Bis heute. Nun soll im altehrwürdigen Gasthof wieder neues Leben einkehren. Vor einer Woche wurde im Landanzeiger das Baugesuch publiziert für eine neue Zwischennutzung. Die Hoperia GmbH aus Oberentfelden will in der Waldeck eine Bar, ein Bistro, einen Shop und eine Gartenwirtschaft betreiben. Daniel Heer von der Hoperia bestätigt, dass ihm vom Vermieter eine Zwischennutzung bis mindestens Ende 2022 zugesichert wurde: «Einfach gesagt, könnten wir in der Waldeck bleiben, bis sie abgerissen wird und der Vermieter den geplanten Neubau realisiert. »

Die Oberentfelder Hoperia ist in Muhen gut vernetzt. Sie gehört mit der «IG Bierheilige » und der einheimischen Brauerei «Noboob» zum Team, das die 1. Suhrentaler Bierwanderung organisiert hat. Leider kann sie auch in diesem Jahr nicht stattfinden, wie vor ein paar Tagen bekannt wurde. «Auch deshalb wäre es gut, wenn wir anstatt an der Bierwanderung nun halt stationär hier in der Waldeck die Vielfalt des Bieres aus unserer Region zeigen könnten», so Daniel Heer.

Und der Gasthof Waldeck würde auch wieder ein Stück weit zurück zu seinen Wurzeln finden.

Zukunft der Oberstufenschüler neu geregelt

Zukunft der Oberstufenschüler neu geregelt | Der Landanzeiger

Der neue Vertrag zwischen den Einwohnergemeinden Kölliken und Muhen über die gemeinsame Führung der Oberstufe als Kreisschule Kölliken-Muhen ist in trockenen Tüchern. Das gemeinsame Feiern muss noch warten.

Der neue Vertrag wurde von den Gemeindeversammlungen beider Gemeinden im November 2020 genehmigt und löst den bestehenden Gemeindevertrag ab, der die Zusammenarbeit der Gemeinden Muhen und Kölliken im Bereich der Oberstufe regelt und seit dem 25. November 2011 Gültigkeit hatte. Der neue Vertrag garantiert eine höhere Verbindlichkeit.

Unter folgender Präambel wurde der Vertrag zwischen den Einwohnergemeinden Kölliken und Muhen über die gemeinsame Führung der Oberstufe als «Kreisschule Kölliken-Muhen» unterzeichnet: «Die Gemeinden Kölliken und Muhen wollen gemeinsam eine zukunftsfähige, pädagogisch wertvolle Oberstufe führen. Die Schulstandorte in Kölliken und Muhen sollen für Schülerinnen und Schüler, für deren Eltern und für die Lehrpersonen Teil einer hochwertigen Kreisschule der Oberstufe bilden und so zur Standortattraktivität beider Gemeinden beitragen.» Im Vertrag wurde unter anderem geregelt, dass Sekundar- und Realschule (SeReal) in den beiden Gemeinden Kölliken und Muhen angeboten wird. Schulstandort für die Bezirksschule (Bez) ist die Gemeinde Kölliken. Die beiden Schulorte sind durch sichere Fahrrad- und Mofawege miteinander verbunden; im Winter (1. November bis 31. März) wird ein Schulbus zwischen den Standorten angeboten.

BKS wirkte beim Vertrag mit
Das in Zusammenarbeit mit der Partnergemeinde sowie dem BKS erarbeitete Vertragswerk berücksichtigt auch die Ergebnisse aus der Abstimmung über die künftigen Führungsstrukturen der Volksschule. Bis Ende 2021 werden Mitglieder der Schulpflegen die Kreisschulkommission bilden. Ab 2022 werden die Gemeinderäte der Schulressorts der beiden Gemeinden dafür zuständig sein.

Die Unterzeichnung des Vertragswerkes fand «coronakonform» auf dem Zirkulationsweg statt. Die involvierten Parteien liessen es sich aber nicht nehmen, virtuell auf die neue Kreisschule Kölliken-Muhen anzustossen.

Matter-Comic neu aufgelegt

Matter-Comic neu aufgelegt | Der Landanzeiger

Der Verlag «Edition Moderne» bringt die Comic-Biografie des legendären Kriminellen Bernhart Matter aus Muhen neu heraus. Der Band erscheint zum 200. Geburtstag des «helvetischen Robin Hood». Der Landanzeiger traf Autor Markus Kirchhofer zum Interview.

Markus Kirchhofer, zum 200. Todestag von Bernhart Matter erscheint der Comic, den Sie mit Reto Gloor Anfang der 90er-Jahre kreiert haben, in einer Neuausgabe. Was ist neu?
Neu ist, dass die Edition Moderne dieses Jahr eine Gesamtausgabe veröffentlicht. 1992 («matter») und 1993 («matter entZWEIt») erzählten Reto und ich Matters Leben und Sterben in zwei Bänden. Das Zusammenfügen erforderte einige Anpassungen, weil Band zwei eine zeitliche Klammer um Band eins bildet. Neu ist auch das fundierte Nachwort, das die Historiker Marc Griesshammer (Leiter Stadtmuseum Aarau) und Raoul Richner (Stadtarchivar Aarau und Präsident der Historischen Vereinigung Wynental) verfasst haben.

Wir kam es damals überhaupt zu diesem Comic-Klassiker?
Reto Gloor kenne ich seit der Bezirksschule in Schöftland. Für die erste Ausgabe der Schülerzeitung «Der Lautsprecher» gestaltete Reto das Titelbild, eine Karikatur und einen Comic. Ich schrieb über die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft. In der Kantonsschule besuchten wir die gleiche Klasse. Reto zeichnete schon immer grossartige Comics. Als ich in Lenzburg lebte, erzählte mir ein Freund von der Hinrichtung Bernhart Matters bei den «Fünflinden». Er empfahl mir die Lektüre von Nold Halders «Leben und Sterben des berüchtigten Gauners Bernhart Matter». Reto war davon ebenso fasziniert wie ich. So reifte die Idee, gemeinsam einen Comic zu dieser Räubergeschichte zu machen.

Wie liest sich eigentlich die Erstausgabe nach dreissig Jahren für Sie selber. Ist alles auch mit ihrem heutigen Wissen noch stimmig?
Es gibt neue Erkenntnisse zurzeit, in der Bernhart Matter (1821–1854) lebte. Erst seit Ursula Maurers «Hungerland» (2019) ist mir beispielsweise bekannt, dass im Ruedertal, in dem Matters Frau Barbara wohnte und in dem ich aufgewachsen bin, im Winter nach Matters Hinrichtung Menschen verhungerten. Es waren die letzten Hungertoten der Schweizer Geschichte. Der Grossvater meines Grossvaters lebte im Schiltwald und war 1854 20 Jahre alt. Ich hatte Glück, dass ich vier Generationen später zur Welt kam … Als Autor ist mir natürlich die Sprache, mit der ich die Geschichte erzähle, am wichtigsten. Für die Neuausgabe kürzte ich meine Dialoge und die Begleittexte von 1992 und 1993 um etwa einen Viertel. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass Retos Original-Zeichnungen, die in seinem Nachlass im «Centre BD de la Ville de Lausanne» archiviert sind, gleichzeitig mehr «Luft» und mehr Gewicht erhalten. Auch die schönen Helvetismen und Mundart-Wörter reduzierte ich «süferli».

Sie haben sich intensiv mit Matters Leben befasst, was ist für Sie das Faszinierende an Matter?
Sein widersprüchlicher Charakter. Seine Zerrissenheit zwischen Verbrechertum und der Sehnsucht nach einem bürgerlichen Leben zum Beispiel. Oder sein ständiger Gesinnungswechsel zwischen Fern- und Heimweh, zwischen Ehefrau und Geliebten. Diese Widersprüche bieten viel Stoff für eine spannende Geschichte.

Matter wird gelegentlich als eine Art Robin Hood bezeichnet, der Beute freigebig verteilt oder billig verkauft haben soll. Stimmt dieses Bild mit der Wirklichkeit überein?
Ob Robin Hood als historische Figur existierte, ist ja nicht belegt. Aber er ist so etwas wie der Archetyp des «edlen Räubers», der andernorts Namen wie Schinderhannes, Rinaldo Rinaldini oder Rob Roy trägt. Ich denke nicht, dass Bernhart Matter diesem Bild entspricht. Ich sehe ihn eher als tragikomischen Gehetzten und Getriebenen, der es verpasste, sich nach Amerika abzusetzen wie drei seiner vier Brüder.

Können Sie das Image einschätzen, welches er hier in der Region hatte, war es eher das eines Verbrechers oder eines Volkshelden?
Das ist aus heutiger Sicht schwer einzuschätzen. Das Historiker-Duo Griesshammer/Richner schreibt im Nachwort: «Matters Freunde, bei denen er Unterschlupf fand, lebten abseits der Dörfer, in Seitentälern in unmittelbarer Nähe zu den Schutz bietenden Wäldern: So die Lüschers im Schwabistal bei Muhen, die Richners im Gränicher Refental oder die Kaspars im Oberkulmer Sood.» Bei ihnen war Matter sicherlich beliebt. Beim Pfarrer von Gränichen oder beim Wirt der Teufenthaler «Herberge» sicher nicht, weil er bei ihnen einbrach. Auch die Pressestimmen aus der damaligen Zeit sind widersprüchlich. Erst nach seinem Tod ist das veröffentlichte Image des Hingerichteten mehrheitlich positiv.

Matter hat ja nie einen Menschen getötet, nicht einmal verletzt, wie kam es zum Todesurteil und was hat das ausgelöst?
Matter wurde als «unverbesserlicher Dieb» zum Tode verurteilt. Dass der veraltete Paragraph 154 gegen Matter zur Anwendung kam, kann ich mir nur mit seinen dreisten Ausbrüchen erklären, die die Sicherheitsmassnahmen der Behörden blossstellten. Vor seinem letzten, spektakulärsten Ausbruch aus der Festung Aarburg versuchte der Bundesrat auf Ersuchen der Aargauer Regierung, Matter in eine französische oder britische Strafkolonie zu deportieren. Aber die wollten ihn auch nicht. Eine direkte Folge seiner Hinrichtung war der Bau der Strafanstalt Lenzburg. Sie wurde zehn Jahre nach Matters Tod eröffnet.


Matter-Comic neu aufgelegt | Der Landanzeiger
Das Cover, des neu erschienen Buchs über Bernhart Matter.

«MATTER»

Neu erscheinen die einstigen beiden Comicbände «Matter» und «Matter entzweit» in überarbeiteter Form als ein Band mit einem Nachwort der Historiker Marc Griesshammer, Leiter Stadtmuseum Aarau und Raoul Richner, Stadtarchivar Aarau und Präsident der Historischen Vereinigung Wynental. Gezeichnet wurde «MATTER» vom in Schöftland aufgewachsenen und danach in Basel lebenden Illustrator Reto Gloor, der 2019 leider viel zu früh verstorben ist.
ISBN 978-3-03731-212-4
128 Seiten / 39 Franken


«Derzeit keine Nachwuchsprobleme»

Derzeit keine Nachwuchsprobleme | Der Landanzeiger

Seit dem 1. Januar ist Dominik Graber neuer Kommandant der Feuerwehr Entfelden-Muhen. Der Brandschutzexperte und Holzbauplaner trat 1999 in die Feuerwehr Muhen ein, hat sich stetig weitergebildet, ist die Leiter emporgeklettert und hat nun die Nachfolge von Andreas Baumann angetreten.

Bereits frühzeitig, vor anderthalb Jahren, hat der Vorstand des Gemeindeverbands Feuerwehr Entfelden-Muhen den 43-jährigen Familienvater zum Nachfolger von Andreas Baumann ernannt, der elf Jahre Kommandant war. «Die Feuerwehr Entfelden-Muhen ist das Baby von Andreas Baumann», erklärt Dominik Graber. Der neue Kommandant spricht voller Respekt über seinen Vorgänger: «Andy war der Kopf der Fusion der Feuerwehren beider Entfelden und Muhen, welche damals von der Aargauischen Gebäudeversicherung AGV angeregt wurde.» Etwas mehr als zehn Jahre ist es her, seit sich die drei Gemeinden reibungslos und ohne Animositäten zum neuen Feuerwehrverband zusammenschlossen.

Ein Generationenwechsel
Die Feuerwehr erlebt derzeit einen Generationenwechsel. Gleichzeitig mit Andreas Baumann sind fünf weitere «Schwergewichte» altershalber aus der Feuerwehr ausgetreten. «Das wiegt schwer», weiss Dominik Graber, «denn es sind Kaderangehörige mit 20 oder sogar 33 Jahren Feuerwehr-Erfahrung. » Durch die Corona-Bestimmungen war es Ende Jahr nicht möglich, den Kommandanten und die Austretenden in einem würdigen Rahmen zu verabschieden. «Deshalb haben wir sie gebeten, noch ein halbes Jahr anzuhängen, damit wir diesen feierlichen Akt dann im Sommer im Freien anlässlich der Bevölkerungsübung nachholen können», hofft Dominik Graber.

Neuer Bestand: 107
«Wir haben zum Glück momentan keine Nachwuchs-Probleme», darf sich der neue Kommandant freuen. Letzten Freitag wurden acht junge Feuerwehrleute neu aufgenommen. Somit zählt die Feuerwehr 107 Einsatzkräfte, den Sanitätsdienst mit eingerechnet. «Weil die meisten auswärts arbeiten, ist es für viele von unserem Team nicht möglich, bei einem Alarm innert kürzester Frist im Magazin oder am Einsatzort zu sein», sagt Dominik Graber. «Die Vorgaben der AGV sind dennoch jederzeit eingehalten», versichert er.

Um die Situation zu verbessern, möchte er auch Frauen und Männer für die Feuerwehr begeistern, die idealerweise im Gemeindegebiet von Muhen, Ober- oder Unterentfelden werktätig sind, auf dem Bauamt etwa, den Schulen oder auch in der Gemeindekanzlei. Dann wäre es wieder ähnlich wie früher. Dominik Graber erinnert sich an eine Zeit, als viele der 60-köpfigen Feuerwehr Muhen aus einheimischen Bauern bestand, die bei einem Alarm meistens sehr schnell einrücken konnten.

Dominik Graber liebt das Holz und den Wald. Als Holzbauplaner war er 2009 bei der Planung des Feuerwehrmagazins dabei. Seine Liebe zum Holz zeigt sich sogar im neuen Organigramm der Feuerwehr: Das Kommando mit ihm und den beiden Vizekommandanten Peter Matter und Stefan Ochsner findet man nicht etwa zuoberst – sondern ganz unten. «Wir sind die Basis, sozusagen die Wurzel eines Baumes, der nach oben wächst, wo er sich immer weiter verzweigt», erklärt der neue Kommandant.

Wenn der gefällte Baum nach oben durch die Luft entfliegt

Wenn der gefällte Baum nach oben durch die Luft entfliegt | Der Landanzeiger

Das Forstamt Muhen-Hirschthal- Holziken hat zusammen mit einem spezialisierten Helikopter- Team entlang der Suhre insgesamt neun Bäume gefällt. Wegen der Nähe zur WSB und zu angrenzenden Gebäuden kam der Helikopter zum Einsatz. Die Bäume, allesamt Eschen, waren an einem Pilz schwer erkrankt.

Kurz nach acht Uhr morgens richteten sich in Muhen viele verwunderte Blicke nach oben. Zu sehen – und vor allem auch zu hören – war ein Helikopter, der mit halben Bäumen an der Seilwinde geflogen kam. Wer Zeit hatte, ging ins Freie und schaute bei der spektakulären Aktion zu, die bei der WSB-Station Obermuhen begann.

Nur per Helikopter möglich
Den Eschen geht es nicht gut. In Europa grassiert ein Pilz, der die Bäume ernsthaft bedroht. So auch in Muhen. Entlang der Suhre stehen zahlreiche ältere Exemplare. Viele davon sind von der «Eschen-Welke» befallen. Das Forstamt war gezwungen, eine Baumfäll-Aktion zu lancieren.
Förster Urs Gsell erklärt, weshalb dafür der Helikopter aufgeboten wurde: «Insgesamt neun Bäume können wir nicht auf traditionelle Art fällen, sie stehen zu nahe an der WSB und an Gebäuden; hier bei der WSB-Station Obermuhen stehen sie zu nahe an der Schreinerei und einem weiteren Gebäude, dann kommt der Heli auch beim FC-Clubhaus und an der Ecke Altersheim/Bauamt nochmals zum Einsatz.» Aufgeboten war ein Spezialheli der Firma Rotex Helicopter AG aus der Innerschweiz mit einem vielköpfigen Team von absoluten Profis. Schon am Vortag kletterten die Rotex- Leute auf die Bäume und legten Seile um die Stämme, damit diese dann per Helikopter in die Höhe gehoben werden konnten.

Ziemlich gefährlicher Job
Mitten im Baum steht angeseilt ein Rotex-Forstarbeiter mit der Kettensäge. Wenn der Heli über ihm ist, sägt er den Stamm an der zuvor markierten Stelle durch. Der heikelste Moment ist, wenn sich der durchgesägte Stamm löst. Da muss das Zusammenspiel zwischen dem Piloten und dem Team perfekt stimmen. In Muhen ging alles gut. Nach zwei Stunden war die spektakuläre Aktion beendet. Feierabend hatte das Heliteam dann aber noch lange nicht. Sie flogen direkt weiter nach Aarau für einen ähnlichen Einsatz am Hungerberg. Das clevere daran: Die beiden Forstämter haben die Helikopter- Firma gemeinsam gebucht und sich damit die teuren Anflugskosten teilen können.

Wenn der gefällte Baum nach oben durch die Luft entfliegt | Der Landanzeiger
Bei der WSB-Station Obermuhen fliegt ein Baum durch die Luft.

Metzger im Fondue-Chinoise-Stress

Bruno Berchtold | Der Landanzeiger

Hochbetrieb in den beiden Metzgereien Berchtold in Muhen und Sandmeier in Kölliken. Um die vielen Bestellungen für den Weihnachtsklassiker Fondue Chinoise abwickeln zu können, liessen sich die beiden Metzgereien für den 24. Dezember etwas einfallen und sorgten mit Aussen-Verkaufsstellen für stressfreies Einkaufen.

Markus Sandmeier | Der Landanzeiger
Markus Sandmeier mit einem Fondue Chinoise in der Ausgabestelle im Festzelt.

Die Bilder rund um die beiden Metzgereien Berchtold in Muhen und Sandmeier in Kölliken ähnelten sich: In beiden Betrieben war am 24. Dezember Hochbetrieb. An beiden Orten sorgte ein Parkdienst dafür, dass es kein Verkehrs-Chaos gab. Fondue Chinoise und weitere Festtagsklassiker wie Rindsfilet oder «Filet im Teig» wurden für diesen Tag in grosser Zahl bestellt und standen in den beliebten Metzgereien zur Abholung bereit.

Am Vorabend waren die Teams beider Betriebe bis in die Nacht hinein an der Arbeit. «Wir hatten eine Crew von über sechzig Personen, die bis etwa neun Uhr abends alles bereit machte», erklärt Markus Sandmeier. Der Metzger aus Kölliken steht in einem grossen Festzelt. Hier werden an diesem Tag weit über tausend Bestellungen über die drei zusätzlichen Abhol-Theken gehen. «Das hätten wir in unserer relativ kleinen Metzgerei nicht coronakonform machen können», erklärt Markus Sandmeier. Erstmals hat er ein Festzelt aufbauen lassen. Die Kunden konnten hier ihre bestellten Waren ohne Wartezeit und mit genügend Abstand abholen.

Metzgerei Sandmeier, Kölliken | Der Landanzeiger
Metzgerei Sandmeier, Kölliken: Auch das Tele M1 interessierte sich für den Hochbetrieb am 24. Dezember.

Eigentlich wollte die Metzgerei Sandmeier schon um fünf Uhr morgens öffnen. «Nach den neusten Bestimmungen des Bundes durften wir jedoch erst um sechs Uhr öffnen und mussten jenen Kunden vertrösten, der schon um 5.15 Uhr vor der Türe stand», erklärt Markus Sandmeier.

Metzgerei Berchtold, Muhen | Der Landanzeiger
Metzgerei Berchtold, Muhen: In der Halle neben der Metzgerei konnten die bestellten Festtags-Köstlichkeiten abgeholt werden.

Auch die Metzgerei Berchtold in Muhen hatte eine ähnliche Idee und richtete im Freien eine Abholstelle ein. Dazu hatte er seine Anlieferhalle umfunktioniert, die sich im gleichen Gebäude befindet wie die Metzgerei. Für die Festtage am meisten bestellt wurde auch hier Fondue Chinoise. «Aber auch Rindsfilet und Filet im Teig wurde oft bestellt und dieses Jahr auch klassische Braten», erklärt Bruno Berchtold.

In beiden Metzgereien wird es am heutigen Silvester wieder ähnlich zu und hergehen. In Kölliken ist das grosse Festzelt seit sechs Uhr morgens wieder in Betrieb. 

Der abgesagte Rüeblimärt ist ihnen nicht Wurst

Gemeinsame Idee für die Rüeblimärt-Woche: Marc Jaisli (links) vom Jaisli Beck und Daniel Berchtold von der Metzgerei Berchtold spannen zusammen | Der Landanzeiger

Weil der Rüeblimärt dieses Jahr nicht stattfindet, kamen zwei Cousins auf eine gute Idee: Marc Jaisli vom Jaisli- Beck und Daniel Berchtold von der Metzgerei Berchtold produzieren ihre Rüeblimärt-Klassiker trotzdem und verkaufen sie in der Woche vom 2. bis 7. November gemeinsam in beiden Geschäften.

Die Rüebli-Bratwürste der Metzgerei Berchtold aus Muhen sind am Aarauer Rüeblimärt jeweils der Renner. Das Gleiche gilt für das Rüebli-Brot vom Jaisli-Beck. In diesem Jahr kann der Rüeblimärt jedoch aus den bekannten Gründen nicht stattfinden. Dennoch möchten die beiden Betriebe ihre beliebten Rüebli-Produkte unters Volk bringen. Also setzte sich Daniel Berchtold von der Metzgerei Berchtold mit seinem Cousin Marc Jaisli vom Jaisli Beck an einen Tisch und die beiden entwarfen eine gemeinsame Aktion: «Wir werden unsere Rüeblimärt- Klassiker eine ganze Woche lang in beiden Betrieben verkaufen», erklären sie, «das heisst, dass Berchtolds Rüebli-Bratwurst und die Rüebli-Lyonerwurst in allen Jaisli Beck-Filialen erhältlich sind und es im Gegenzug Jaislis Rüeblibrot und den Rüebli-Halbmond auch in der Metzgerei Berchtold in Muhen gibt.»

Grillstand am Rüeblimärt-Mittwoch
Diese gemeinsame Aktion läuft in der Woche des geplanten Aarauer Rüeblimärts, also vom Montag, 2. November bis und mit Samstag, 7. November. Am eigentlichen Rüeblimärt-Tag, am Mittwoch, 4. November, gibt es in der Metzgerei Berchtold für die Kunden gratis einen Jaisli-Rüebli-Muffin. Vor der Metzgerei an der Hauptstrasse 36 in Muhen steht an diesem Tag zudem ein Grillstand, an dem die Rüebli-Bratwurst angeboten wird.

Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Firmen zusammenarbeiten. Das gesamte Brotsortiment der Metzgerei Berchtold stammt seit vielen Jahren vom Jaisli-Beck, so auch das beliebte Landanzeiger-Brot. Im Gegenzug bezieht der Jaisli-Beck alle Fleischwaren für seine Produkte von der Metzgerei Berchtold.

Die beiden Cousins – die Mutter von Marc Jaisli und die Mutter von Daniel Berchtold sind Schwestern – zeigen mit ihrer Aktion, dass ihnen der Aarauer Rüeblimärt nicht Wurst ist.

Kontakt

Jaisli Beck

– Buchs Kaiserpark
– Aarau Telli-Center
– Aarau City-Märt
www.jaisli-beck.ch

Kontakt

Berchtold Fleisch AG

Hauptstrasse 36
5037 Muhen
Telefon 062 723 24 30
www.metzgerei-berchtold.ch

Traumhafte Terrassenwohnungen im Gibel in Muhen

Traumhafte Terrassenwohnungen im Gibel in Muhen | Der Landanzeiger

In Muhen am Gibel entstanden vier grosszügige Terrassenwohnungen. Die schönen 4½-Zimmer-Wohnungen mit rund 150 Quadratmeter Brutto- Grundfläche und Westhanglage bieten einen schönen Ausblick auf das Suhrental. Noch zu haben ist einzig im Haus B das Obergeschoss.

Das Bauland im Gibel mit einer Grösse von 1560 Quadratmetern wurde durch die Herren Hans Roza, Christian Keppler und Kurt Sandmeier für 1’000’000 Franken am 17. August 2017 von der Gemeinde Muhen gekauft.

Das Grundstück wurde in zwei Parzellen aufgeteilt. Das untere Land, der Gibel 33, umfasst 842 Quadratmeter; das obere, der Rebenweg 17, 718 Quadratmeter. Auf beiden Parzellen wurden je zwei Terrassenhäuser geplant.

Im März 2018 wurde das Baugesuch eingereicht, welches nach kleineren Einsprachen am 12. Juli 2018 bewilligt wurde.

Von Anfang an war klar, dass Hans Roza die untere Wohnung am Rebenweg 17 für sich beansprucht. Dieses Jahr im August hat Herr Roza glücklich sein neues Zuhause bezogen.

Beide Immobilien der unteren Parzelle am Gibel 33 konnten an den selben Interessenten verkauft werden. Die Wohnungen sind ab Oktober 2020 bezugsbereit.

Das oberste Terrassenhaus wartet noch auf einen Besitzer. Die 4½ Wohnung hat eine Bruttogeschossfläche von 159 Quadratmeter, eine Terrasse von 68 Quadratmeter und eine Doppelgarage. Alles ist rollstuhlgängig und erreichbar mit Lift. Die Aussicht über das Schwabistal ins Suhrental und in den Jura ist atemberaubend.

Traumhafte Terrassenwohnungen im Gibel in Muhen | Der Landanzeiger
Die Terrassen im Gibel sind perfekt nach südwesten ausgerichtet
Traumhafte Terrassenwohnungen im Gibel in Muhen | Der Landanzeiger
Alle Wohnungen haben einen qualitativ hohen Ausbaustandard

Weitere Infos zur freien Wohnung: Massivbau, Beton, Backstein, Ausendämmung, separate WP-Heizung pro Wohneinheit, qualitaitv hoher Ausbaustandard.

Leutwyler & Sandmeier Architekten

Obere Dorfstrasse 6
5034 Suhr
Telefon 062 842 63 42
www.l-und-s.ch

Ein Tal feiert und erhält ein Buch

Ein Tal feiert und erhält ein Buch | Der Landanzeiger

Das Schwabistal ist eines von drei Seitentälern in Muhen. In diesem Jahr feiert das «Schwobischtel», wie es genannt wird, Geburtstag: Es wurde vor 725 Jahren erstmals urkundlich erwähnt. Dies nahm der ehemalige Gemeindeammann Kurt Rey zum Anlass, dem Tal, wo er selbst wohnt, ein Buch zu widmen. Am Freitag war Vernissage beim Strohdachhaus mit rund 120 Zuhörenden.

Die Jubiläumsschrift «725 Jahre Schwabistal» von Kurt Rey fördert, wie der Historiker Pirmin Meier in seiner markigen Laudatio sagte: «mit einer unglaublichen Präzision die Geschichte und Geschichten aus dem Schwabistal zu Tage». Darin finde sich auch ein Stück Weltgeschichte. Weltgeschichte? Das kann man so sehen, denn das Buch von Kurt Rey beschreibt beispielsweise auch den «Seuchenzug» aus dem Jahr 1742 und dokumentiert eine Pandemie, vergleichbar mit der heutigen. Auch die Spanische Grippe von 1918 wird im Buch «Schwabistal 1295 bis 2020» erwähnt. Diese Grippe forderte damals drei bis vier Tote täglich in Kölliken, Entfelden und Muhen. «Das Buch von Kurt Rey ist ein überaus wertvoller Beitrag zur historischen Volkskunde in dieser Region», schloss Pirmin Meier seine Rede an der Vernissage, zu der 120 Besucher zum Strohdachhaus strömten. Das waren rund doppelt so viele wie einen Tag später an der Gemeindeversammlung.

«Man kann mit diesem Buch via Muhen auf die Welt kommen», spannte Pirmin Meier noch einmal einen doppeldeutigen Bogen zur Welt. Bei seiner Laudatio auf das Werk sparte er nicht an Superlativen. Die höchsten Töne des Lobes sind wohl auch angebracht in Anbetracht der historischen und akribischen Arbeit, die hinter der Jubiläumsschrift steckt. Unzählige Stunden verbrachte Kurt Rey in Staatsarchiven. Immer auf der Suche nach neuen Fakten und Episoden zum Tal, wo er selber wohnt. Die anwesenden Mühelerinnen und Müheler jedenfalls griffen nach der Laudatio kräftig zu und erwarben das Buch mit den 240 Seiten voller Geschichte und Geschichten über «ihr» Schwabistal.

«Für mich ist es eine Freude, dass soviele Menschen interessiert sind an meinem Buch», erklärt Kurt Rey zufrieden und geradezu bescheiden.

Alexander bringt das Tanzcafe zurück

Alexander bringt das Tanzcafe zurück | Der Landanzeiger

DJ Alexander Näpflin sorgt mit seinem Tanzcafe für Stimmung in den Schweizer Alters- und Pflegezentren. Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat von 14.30 bis 16.00 Uhr streamt der Schallplatten DJ aus seinem Musikkeller in Muhen die beliebtesten Schlager und Melodien aus längst vergangenen Zeiten. Das Angebot ist kostenlos.

Über den unten stehenden Link können ältere Menschen, die in Alters- oder Seniorenzentren leben, auch während der Corona-Zeit die Musik aus vergangenen Tagen mit Tanzcafe- Charakter erleben.

Discjockey Alexander spielt die Musik von Schallplatten und moderiert live. Das Angebot ist kostenlos, Spenden sind herzlich willkommen.

Jeden 2. und 4. Dienstag
Ab Juli 2020 jeweils am 2. und 4. Dienstag im Monat streamt Schallplatten-Discjockey Alexander Näpflin via Internet Musik für ältere Menschen und ihre Angehörigen direkt aus seinem Musikkeller. Er legt ausschliesslich mit Schallplatten auf und spielt Evergreens, Schlager, Oldies und Volkstümliche Musik.

Erfahrener Nostalgie DJ
Zusammen mit der bekannten TV- und Radiomoderatorin Verena Speck betreute er von 2017 bis 2018 «Musikmamsell’s Tanzcafe » in Zürich Oerlikon und sofern es die Zeiten zulassen tritt er als Nostalgie Discjockey in Alters- und Pflegezentren in der ganzen Schweiz auf.

Kostenloses Angebot
Das Tanzcafe können Alters- und Pflegezentren für ihre BewohnerInnen kostenlos streamen. Das Tanzcafe finanziert sich über Spenden und aus dem Verkauf von gebrauchten Schallplatten, die Discjockey Alexander in Muhen nach Vereinbarung kostenlos abgegeben werden können.

Nächste Termine
Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat, immer von 14.30 bis 16.00 Uhr.
11. und 25. August, 8. und 22. September, 13. und 27. Oktober, 10. und 24. November, 8. und 22. Dezember

Hier gehts zur Homepage von DJ Alexanders Tanzcafe https://www.tanzcafe.ch/

Hier gehts zum Live-Stream an den Tanzcafe https://www.mixcloud.com/live/swissdjalexander/

In die Arztpraxis statt ins Spital

Die Hausarztpraxis Dr. Christian Fahe im Gemeindehaus Muhen hat ihre Dienstleistung um vier Dialyseplätze erweitert | Der Landanzeiger

Dialysepatienten müssen alle zwei bis drei Tage an einer Maschine ihr Blut reinigen lassen. Viele richten sich zu Hause dafür ein, andere sind auf öffentliche Angebote angewiesen. Seit Anfang Mai gibt es in der Hausarztpraxis von Dr. Christian Fahe in Muhen diese Möglichkeit, als Alternative zum Spitalbesuch.

Die Hausarztpraxis Dr. Christian Fahe in Muhen hat ihre Dienstleistung um vier Dialyseplätze erweitert. Ein Angebot, das es in Arztpraxen der Region so noch nicht gibt. «Wir haben aber festgestellt, dass es einen grossen Bedarf an solchen Stationen gibt», sagt Christian Fahe und führt durch die Praxis-Räumlichkeiten.

«Wir haben die Räume mit komfortablen Liegen ausgestattet sowie mit Pflanzen und Bildern gemütlich eingerichtet. Es gibt auch die Möglichkeit, Filme zu schauen oder Musik zu hören», sagt der 41-Jährige. Auf Wunsch werde sogar ein kleiner Imbiss angeboten.

Weiterbildung zum Nephrologen
Das Angebot richtet sich an Menschen im Suhren- und Wynental, die sich einerseits den weiten Weg ins Kantonsspital Aarau ersparen wollen, anderseits eine gemütliche Atmosphäre dem sterilen Spital vorziehen sowie an Leute, die Ferien in der Region verbringen.

Christian Fahe hat die Arztpraxis im 2. Stock des Müheler Gemeindehauses vor drei Jahren übernommen und ist als Allgemeinarzt tätig. Er verfügt aber auch über eine Weiterbildung zum Nephrologen, also Nierenspezialist. Dass er viel Zeit und Geld in eine Einrichtung für Dialysepatienten investiert, hat auch mit seinem persönlichen Umfeld zu tun. «Mein Vater war über viele Jahre Nierenpatient und ich versuchte, ihm mit meiner Ausbildung zu helfen. Leider verstarb er im letzten Jahr während seiner ersten Dialysesitzung in Kamerun », erinnert sich der Arzt. «Das war der Moment als ich mir sagte, dass ich meine spezielle Ausbildung nutzen und zur Verfügung stellen muss.» Die Kontakte zu Lieferanten hätten schon bestanden, so habe das eine zum anderen geführt.

Christian Fahe praktiziert seinen Beruf mit viel Leidenschaft und Freude.Um die Dialyse-Stationen einzurichten brauchte es einiges an Aufwand. Wasserleitungen mussten gezogen und natürlich die Geräte angeschafft werden. Zwei Räume wurden dafür umgebaut und das entsprechende Personal geschult.

Angebot auch für Patienten anderer Hausärzte
Seit dem 1. Mai ist das Dialyseangebot nun in Betrieb. «Es können sich ausdrücklich auch Menschen anmelden, die zu einem anderen Hausarzt gehen», unterstreicht der Arzt, der hofft, die Gemeinde Muhen und die Region mit seinem Angebot um ein attraktives Angebot zu bereichern.

Praxis Fahe AG

Schulstrasse 1
5037 Muhen

Tel.: 062 723 66 56
E-Mail: christian.fahe@hin.ch
www.praxisfahe.ch

Baureportage Schulhaus Muhen

Das neue Schulhaus Muhen | Der Landanzeiger

Vorbei ist die Zeit, wo die Schule Muhen vor allem eine grosse Baustelle war. Das neue Schulhaus, die Doppelturnhalle und der neue Doppelkindergarten sind fertig. Für 23 Millionen Franken entstanden sie in zweieinhalbjähriger Bauzeit. Wegen der Corona- Krise kann das grosse, viertägige Einweihungsfest im Juni jedoch nicht stattfinden.

Als das Sieger-Projekt der Stoos Architekten AG aus Brugg mit dem Namen «Mamma Mmmuh!» vor drei Jahren der Bevölkerung vorgestellt wurde, bezeichnete es Gemeindeammann Andreas Urech als «Jahrhundertbauwerk». Der Spatenstich zu den Ersatzneubauten der Schule Muhen erfolgte im August 2017. Da waren das 70-jährige Primarschulhaus und die alte Turnhalle bereits abgerissen. In zweieinhalbjähriger Bauzeit entstanden zwei neue Gebäude: ein neuer Doppelkindergarten und ein grösserer Schulkomplex mit einer Doppelturnhalle unten und darüber den Schulräumen.

«Mamma Mmmuh!»: Visualisierung der Stoos Architekten AG aus Brugg | Der Landanzeiger
«Mamma Mmmuh!»: Visualisierung der Stoos Architekten AG aus Brugg aus dem Jahre 2016
Das fertige Schulhaus mit Schulhausplatz in echt | Der Landanzeiger
Das fertige Schulhaus mit Schulhausplatz in echt

Ursprünglich sollten die Ersatzneubauten im Juli 2019 eröffnet werden. «Dass dieses Wunschdatum nicht erreichbar sein wird, wussten wir schon seit Vorliegen des Bauprojekts», erklärt Andreas Urech, «schlussendlich betrug die Verzögerung gegenüber dem geplanten Termin von Ende Dezember 2019 rund zwei Monate, was unter dem Strich betrachtet nicht so schlecht ist.» Seit Ende Februar dieses Jahres sind sämtliche Gebäude möbliert und betriebsbereit. Ende März fand unter den Vorschriften der Corona-Pandemie der Umzug des Schulmaterials der Lehrer statt.

Letzte Bauarbeiten laufen
«Zur Zeit wird noch an der Zufahrt in das Schulareal ab der Schulstrasse und beim Allwetterplatz zwischen Neubau und dem Schulhaus Gibel (alte Bezeichnung ‹Nord›) gearbeitet. Nach Fertigstellung der Fundationsschicht des Allwetterplatzes werden Ende Juli noch die Kunststoffbeläge der Laufbahn und des Allwetterplatzes eingebracht», erklärt Muhens Bauverwalter Heinz Hauptlin.

Gemeindeammann rechnet mit einer «finanziellen Punktlandung»
Werden die Baukosten durch die Bauverzögerung und Projektänderungen die budgetierten 23 Millionen Franken überschreiten? Dazu sagt Andreas Urech: «Aktuell sieht es ziemlich nach einer Punktlandung aus. Natürlich liegen noch nicht alle Endrechnungen vor. Aber man darf davon ausgehen, dass die 23 Millionen reichen, auch unter Berücksichtigung der zusätzlichen Investitionen wie zum Beispiel der neuen Photovoltaikanlage sowie der kompletten Neuanschaffung des Mobiliars für die Doppelturnhalle.»

Impressionen aus der Bauzeit der Schule Muhen

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Schulstart am 11. Mai
Ursprünglich war geplant, den Schulbetrieb nach den Frühlingsferien zu starten. An dieser letzten kleinen Verzögerung ist das Coronavirus schuld. Nun erfolgt der erste Schultag im neuen Schulhaus am Montag, 11. Mai, zeitgleich mit dem Ende des Lockdown des Bundes. «Leider nicht mit einem würdigen Dorffest», wie Gemeindeammann Andreas Urech bedauert, «aber gerade in diesen Tagen ist das ein schönes Zeichen, dass das Schulhaus seinem Bestimmungszweck zugeführt werden kann.»

Kein Fest, oder doch?
«Es wird bestimmt noch ein Fest geben für die Bevölkerung », verspricht Andreas Urech. Wann genau, und in welchem Rahmen, darüber wird das OK des Dorffestes Anfangs Juni beraten.

Texte: KF | Bilder: Raphael Nadler, Kaspar Flückiger

Kaspar Flückiger, Redaktor | Der Landanzeiger
«Gedanken»

Kaspar Flückiger hat sich die neue Schule angesehen

Landanzeiger-Redaktor Kaspar Flückiger hat sich am vergangenen Sonntag die neue Schule in Muhen vor Ort angesehen und sich seine Gedanken dazu gemacht.

Lesen Sie hier seine Kolumne dazu …

Neues Schulensemble bildet ein Gegenüber zur Kirche

Bericht des Architekten: Stoos Architekten AG, Brugg

Städtebau und Architektur
Die Gliederung und räumliche Strukturierung der Schulanlage Muhen geschieht mit der präzisen Setzung von zwei Ersatzneubauten. In der gesamtheitlichen Betrachtung der gewachsenen Strukturen versucht das Projekt vorhandene räumliche und landschaftliche Qualitäten klarer zur Geltung zu bringen und kräftiger erlebbar zu machen. Präzise Kiesflächen mit Linden und Baumreihen strukturieren die gebildeten Freiräume und setzen innerhalb der Gesamtanlage räumliche Akzente in Bezug zu den bestehenden und den neuen Bauten.

Die neuen Räumlichkeiten der Primarschule sind auf der Doppelturn-/Mehrzweckhalle angeordnet. Die Setzung des kompakten, zweigeschossigen Baukörpers mit seiner Längsseite entlang des westlichen Randes des Bearbeitungsperimeters präzisiert einerseits den durch die Schulbauten gerahmten geschützten inneren bis an die Suhre reichenden Freiraum. Zum anderen lässt der Ersatzneubau mehr Raum zum begrenzenden Trassee der Eisenbahn und erzielt somit das Potenzial zu einer neuen Gewichtung und Wertung der Ostseite der Schulanlage.

In der nordwestlichen Ecke des Baukörpers liegt der Eingang zum Sporthallenbereich. Der in der nördlichen Erweiterung liegende, neue Allwetterplatz nimmt die Fluchten des Schulhauses Nord auf und schafft den Anschluss zum neugestalteten, gedeckten Pausenbereich der Oberstufe.

Die neue Doppelturnhalle unter den Schulräumen | Der Landanzeiger
Die neue Doppelturnhalle unter den Schulräumen

Die Zufahrt für Anlieferungen erfolgt durch einen Stich von der Schulstrasse auf das Schulareal und bei grösseren Anlässen ausserhalb der Schulzeiten kann der Platz beim Sporthallenzugang auch als temporärer Parkplatz genutzt werden.

Die Schulanlage erstreckt sich westlich entlang der Hauptstrasse und der Wynental-/ Suhrentalbahn (WSB). Die bisherige rückwärtige Haltung zur Verkehrslinie wird aufgelöst. Mit der ostseitigen Haupterschliessung der Unterstufe bzw. der im Süden liegenden Kindergartennutzungen erhält die Ostseite ein Gesicht. Fussläufig über die südöstlich gelegene Unterführung zu erreichen, bildet der eingeschossige Neubau Kindergarten zusammen mit dem bestehenden Kindergarten ein kleines unabhängiges Ensemble innerhalb des Ganzen.

Im heterogenen Umfeld orientiert sich die Architektur der neuen Gebäude an einem gefassten Charakter, wie er dem alten Schulhaus Ost zugrunde liegt. Die einfachen Baukörper zeigen in ihren Fassaden ein ruhiges, repetitives Abbild der inneren, flexiblen Struktur. Das Spiel mit horizontalen und vertikalen Elementen bestimmt ihren Ausdruck. Die Gitterstruktur der vertikalen Lüftungsflügel gliedert den hohen Öffnungsgrad. Im Schulhaus führen hori- Ein Schulzimmer im neuen Schulhaus Breite Bilder: Roger Frei, Zürich zontale Bänder in die Betonung der Eingangsbereiche. Im Kindergarten entwickeln sich diese in den Abschluss der überhohen Unterrichtsräume. Die nach aussen verschieden in Erscheinung tretenden Aufbauten mit seitlichem Lichteinfall artikulieren die innere Struktur der Lernlandschaften.

Ein Schulzimmer im neuen Schulhaus Breite | Der Landanzeiger
Ein Schulzimmer im neuen Schulhaus Breite
Die neue Schulanlage ist so angelegt, dass die Kinder im Laufe ihres Heranwachsens vom im Süden gelegenen Kindergarten Schritt für Schritt immer weiter Richtung Norden gehen, bis sie mit dem Sekundarschulhaus die oberste Altersklasse erreicht haben.
Jann Stoos, Architekt

Entlang des Bahntrassees reihen sich in verschiedenen Freiraumtiefen das Gemeindehaus, das ehrwürdige Schulhaus Ost, der Neubau des Primarschulhauses mit Sporthalle und der neue Kindergarten im Süden und bilden gemeinsam einen Freiraum. Es entsteht ein zusammenhängender Ort und das Schulensemble bildet ein Gegenüber zur Kirche.

Freiraum
Die neue Schulanlage ist so angelegt, dass die Kinder im Laufe ihres Heranwachsens vom im Süden gelegenen Kindergarten Schritt für Schritt immer weiter Richtung Norden gehen, bis sie mit dem Sekundarschulhaus die oberste Altersklasse erreicht haben. Diese Entwicklung begleiten die Freiräume, so dass die Kinder je nach ihrem Bedürfnis und ihrem Entwicklungsstand immer in ihrer nahen Umgebung auf sie abgestimmte Anregungen finden. Die Übergänge vom Angebot für den Kindergarten bis hin zur Oberstufe sind fliessend und überlappen sich, so dass den unterschiedlichen Kindercharakteren ein möglichst vielfältiges Spielund Aufenthaltsangebot zur Verfügung steht. Durch die Setzung markanter Baumkörper und -reihen, wird der Pausenraum übergeordnet zusammengefasst und das Schulhaus Ost in seiner Erscheinung gestärkt.

Während der Kindergarten in ein lichtes, zum Spiel einladendes Wäldchen eingebettet ist, zeichnen sich die Pausenräume der Primar- und Oberstufe durch flexibel nutz- und bespielbare Hartbelagsflächen aus. Die geschnittenen Linden stehen in Kiesfeldern, Sitzmöglichkeiten sowie Spiel- und Kletterelemente laden zum Spielen ein und bieten Nischen an. Zur Bahn hin übernimmt ein breiter Heckenkörper sowie das Pausendach des Schulhauses Ost, die räumliche und funktionale Abschirmung.

Der zwischen Turnhallengebäude und Sekundarschulhaus aufgespannte Allwetterplatz besteht zur Hälfte aus einem Kunststoffbelag, eingebettet in einen allen Zwecken offenstehenden Asphaltbelag. Niveauunterschiede werden akzentuiert und bieten als Sitzstufen auch Aufenthaltsqualitäten. Eine Ahornreihe entlang vom Neubau bildet den Übergang vom bebauten Areal zur offenen Sport- und Spielwiese.

Raum- und Nutzungskonzept
Grosszügige, überdachte Eingangsbereiche laden ein, das neue Primarschulhaus mit den Turnhallen zu betreten. Die Zugänge im Nordwesten und Südosten des Gebäudekörpers liegen diagonal entgegengesetzt und lassen eine betriebliche Trennung ohne Beeinträchtigung zwischen Schul- und Sportnutzungen sowie öffentlichen Anlässen zu. Multifunktional ausgebildet, schaffen die Eingangshallen räumliche Bezüge zu ihrer jeweiligen Nutzung. Das Foyer der Turnhalle ist als Galerie auf beide Hallenbereiche ausgebildet. Das Foyer der Unterstufe lädt ein zum Verweilen, Lernen, Essen und gewährt Einblick in den doppelthohen Mehrzweckraum, der auch als Bühne zu den Hallen dienen kann und vom gedeckten Pausenplatz zu überblicken und belichtet ist. Die Schulsozialarbeit und das Büro des Hauswarts liegen an der Westfassade auf die grosse Spielwiese gerichtet, neben dem von aussen zugänglichen Geräteraum.

Hell und offen präsentieren sich die Räume vor den Schulzimmern | Der Landanzeiger
Hell und offen präsentieren sich die Räume vor den Schulzimmern

Treppenanlagen
Die breiten Treppenanlagen in der Verlängerung der Eingangshallen verbinden die drei Geschosse des Gebäudes untereinander. Die unterteilbare Doppelturnhalle mit angegliederter Bühne im Untergeschoss ist von Osten und Westen her belichtet und von den angrenzenden Pausen-, Sport- und Aufenthaltsbereichen auf dem Schulgelände einsehbar. Die Grundrisskonzeption mit der Küche, sechs Garderoben, Sanitäranlagen, Lager- und Technikräumen trägt den unterschiedlichen Nutzerbedürfnissen (Schule, Vereine, Veranstaltungen) in hohem Mass Rechnung. Die Bühne erhält über ein hoch liegendes Fensterband auf der Ostseite Tageslicht und liegt direkt am Fuss der südlichen Vertikalerschliessung. So entsteht ein multifunktional nutzbarer Raum, der ausserhalb von Vereinsbelegungen oder kulturellen Anlässen insbesondere auch der Schule als erweiterter Unterrichtsraum zur Verfügung steht. Die Garderoben sind über einen Aussenzugang, der auf der Seite zum Kindergarten angeordnet ist, direkt von den Aussensportanlagen her zugänglich.

Obergeschoss
Das Obergeschoss dient als reines Schulgeschoss. Das Lehrerzimmer und der Musikraum sind zweiseitig belichtet und liegen den zwei Aufgängen direkt gegenüber. Die nach Osten oder Westen orientierten Klassenzimmer profitieren von unterschiedlichen Ausblicken und Weitsichten. Die vorgelagerten Gruppenräume sind jeweils von zwei Unterrichtsräumen und von der Lernhalle zugänglich. Sie gliedern und bilden die mittlere Raumfigur. Die Unterscheidung der Raumhöhe durch Aufbauten mit seitlich einfallenden Oberlichtern in der mittleren Raumstruktur, schafft atmosphärisch unterschiedliche Bereiche innerhalb der konzentrierten aber offen gestalteten Lernlandschaft. Es ist ein grosszügiger, möblierbarer und somit vielseitig nutzbarer Raum, der Offenheit für Bewegung und verschiedene Lehr- und Lernbedürfnisse bietet.

Der Kindergarten wurde gleich neben dem neuen Schulhaus gebaut | Der Landanzeiger
Der Kindergarten wurde gleich neben dem neuen Schulhaus gebaut

Kindergarten
Die zwei Kindergartenabteilungen erhalten ihr eigenes Haus. Innerhalb der gesamten Anlage schaffen die Nähe und der Bezug des neuen Kindergartens zum bestehenden Kindergarten eine kleine, überschaubare Umgebung für die jüngsten Nutzer. Der Zugang erfolgt von Osten über den gedeckten Eingangsbereich in den gemeinsamen durchgehenden Garderoben- und Erschliessungsraum beider Abteilungen. Die luftigen, überhohen und sehr flexibel bespielbaren Unterrichtsräume sind zweiseitig belichtet und verbunden mit einem Gruppenraum. Niedrige, als Sitzbänkchen ausgebildete Brüstungen unterstützen den Aussenraumbezug. Vom gemeinsamen, mittleren Bereich gelangt man in den durch das Ensemble gebildeten geschützten Freiraum.

Texte: Jann Stoss, Maja Stoss, Urs Daunwalder
Bilder: Stoss Architekten, Roger Frei, Zürich

→ Zur Projekt-Seite bei Stoos Architekten

Stoos Architekten AG

Baslerstrasse 40
5200 Brugg
Telefon 056 442 19 64
info@stoosarchitekten.ch
www.stoosarchitekten.ch

40 Jahre Kompetenz in der Haustechnik

Zwei smarte Jungunternehmer: Markus Müller und Aleksander Stankovski | Der Landanezeiger

Der Lebensnerv der Suter + Häfeli AG aus Muhen, damals wie heute, sind Eigenschaften wie Qualität, Service und Zuverlässigkeit. Einige glückliche Fügungen komplettieren die Firmengeschichte, des in der Region bekannten KMU.

Gegründet wurde das Unternehmen am 5. Mai 1980 aus einer Abspaltung der Ammann & Schmid AG, Aarau. Das Unternehmen gliederte damals den Bereich Sanitär in eine separate Gesellschaft aus. So entstand die Suter + Häfeli AG, mit Sitz in Aarau.

1989 übernimmt der Müheler Werner Lüscher im Zuge einer Nachfolgeregelung, die Suter + Häfeli AG. 1990 verlegt er den Firmenstandort von Aarau nach Muhen an die Tannackerstrasse 30 und erweitert in der Folge das Angebot mit den Bereichen Heizung und Lüftung. Weitsichtig leitete er 30 Jahre lang das Unternehmen. Unterstützung bekam er von seiner Frau Arlette Lüscher, die zusammen mit ihm, die administrativen Arbeiten erledigte.

2019 übernehmen die heutigen Inhaber Aleksander Stankovski und Markus Müller von Werner Lüscher, die Suter + Häfeli AG. Beide sind langjährige Mitarbeiter und mit dem Unternehmen tief verbunden. Den top ausgebildeten Jungunternehmern stehen 19 erfahrene Fachkräfte zur Seite. Sie bieten Kunden umfassende Dienstleistungen an – bei Neu- und Umbauten – in den Bereichen Heizung, Lüftung, Klima und Sanitär.

Smart und kompetent. Aleksander Stankovski und Markus Müller leiten die Suter + Häfeli AG mit einer hohen Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden, Kunden und Geschäftspartner. Sie bilden sich laufend weiter und passen sich Marktveränderungen rasch an. Kurzum: Auf die beiden kann man sich in jeder Situation verlassen.

Retroperspektive: Trotz Wirtschaftsund Finanzkrisen, trotz aktuellem Ausnahmezustand; in all den Jahren bildet das Unternehmen regelmässig Lehrlinge aus. Verzeichnet eine tiefe Mitarbeiter- Fluktuation. Muss nie aus wirtschaftlichen Gründen Mitarbeiter entlassen. Darf auf treue Stammkunden zählen und ist «gesund» gewachsen. Das ist ein beachtlicher 40-jähriger Leistungsausweis, der auf bestem Weg ist, weitergeführt zu werden.

Suter + Häfeli AG

Tannacker 30
5037 Muhen
Telefon 062 723 02 63 & 062 723 04 54
info@suter-haefeli.ch
www.suter-haefeli.ch

Auf der Suche nach einem neuen Boden?

Für jeden Raum den passenden Boden von Keppler Muhen | Der Landanzeiger

Egal welcher Boden auf der Wunschliste steht. Bei Keppler Innendekorationen in Muhen finden die Kunden eine umfangreiche Auswahl. Wer möchte, kann Muster probeweise mit nach Hause nehmen.

Böden sind jahrelange Wegbegleiter. Sie schaffen in Räumen Behaglichkeit oder kühle Distanz. Die Auswahl ist gross. Eine gute Beratung in Anspruch zu nehmen, lohnt sich. Denn ein Boden sollte mit Liebe zum Detail ausgesucht werden, weil er die Besitzer viele, viele Jahre erfreuen soll. Bei den Kepplers nimmt man sich die nötige Zeit und beantwortet alle Fragen. Vom verarbeiteten Material, zur Herkunft der Hölzer bis hin zur richtigen Pflege.

Die Boden-Spezialisten aus der Region
Das grosse Sortiment der Kepplers umfasst Böden aus Parkett, Kork, Vinyl, Holz, Kunststoff, Novilon, Laminat oder Teppich, in vielen Farben, Formen und Ausführungen. Hier finden die Kunden für jeden Raum und jeden Anspruch den richtigen Bodenbelag.

Der Name Keppler steht für eine hervorragende Beratung und eine fachmännische Verlegung aller Bodenbeläge. Alte Parkett- oder Holzböden, werden mit den neuesten Maschinen fast staubfrei abgeschliffen und behandelt. Bei Bedarf werden sogar die Möbel aus dem Raum getragen und danach wieder hineingestellt. Auch das ist typisch für das dienstleistungsorientierte Familienunternehmen.

Sich beraten lassen und ein Angebot einholen sind die besten Garanten, damit der passende Boden zu Füssen liegt.

Wichtiger Hinweis
Die Boutique der Keppler AG ist aufgrund der Anweisungen des Bundes geschlossen. Hier wird ein Heimlieferservice angeboten. Die Bodenleger, die Näherei und die Montage dürfen jedoch weiterarbeiten. Selbstverständlich halten sie die Hygienevorgaben strikte ein, wenn sie bei Kunden oder in einem Neubau tätig sind.

Keppler AG

Inneneinrichtungen
Schulstrasse 1
5037 Muhen
Telefon 062 723 23 10
info@kepplerag.ch
www.keplerag.ch
facebook.com/kepplerag

Neue Inhaber bei der Bähni + Lüscher AG in Muhen

Von Links: André Lüscher, Hans Bähni, Stefan Ochsner und Matthias Grütter | Der Landanzeiger

Das renommierte Architekturbüro Bähni + Lüscher AG in Muhen wird neu von Matthias Grütter und Stefan Ochsner geführt. Sie treten die Nachfolge der beiden Gründer Hans Bähni und André Lüscher an.

Vor zwei Jahren feierte das Architekturbüro «Bähni + Lüscher AG» ihr 20-jähriges Jubiläum. Jetzt folgt der nächste grosse Schritt in der Firmen-geschichte. Die beiden Gründer Hans Bähni und André Lüscher, die das Unternehmen geführt und kontinuierlich ausgebaut haben, übergeben ihr Geschäft in neue Hände. Seit dem 1. Januar 2020 haben Matthias Grütter und Stefan Ochsner als Mitinhaber die -operative Leitung der «Bähni + Lüscher AG» übernommen.

«Wir freuen uns sehr auf die Herausforderung in unserer neuen Rolle als Mitinhaber und Geschäftsführer», so Matthias Grütter. «Dank der hervorragenden Arbeit der beiden Gründer und des gesamten Teams geniesst die «Bähni- + Lüscher AG» seinen sehr guten Ruf. Den wollen wir natürlich beibehalten und werden dafür täglich unser Bestes geben», ergänzt Stefan Ochsner.

Breites Angebotsspektrum
Matthias Grütter und Stefan Ochsner gehören schon länger zum Team der «Bähni + Lüscher AG». Entsprechend kennen sie die Mitarbeitenden, die Arbeitsabläufe und die Kunden bestens. Trotzdem sind sie froh, dass sie die Firma gemeinsam führen. «So können wir uns die Arbeit in der Geschäftsleitung aufteilen und wissen, dass wir auch bei Ferienabwesenheiten immer eine Ansprechperson vor Ort haben», sagt Stefan Ochsner.

Die beiden neuen Inhaber teilen sich nicht nur die Arbeit in der Geschäftsleitung, sondern sind innerhalb der Firma auch für zwei unterschiedliche Bereiche zuständig. Matthias Grütter, der ein Architekturstudium absolviert hat, ist verantwortlich für die Architektur-Projekte. «Dank unserem kompetenten Team können wir für unsere Kunden ein breites Spektrum an Aufträgen übernehmen», sagt Matthias Grütter. «Wir bauen und sanieren Einfamilienhäuser, Überbauungen mit Mehrfamilienhäusern, sowie öffentliche, gewerbliche und landwirtschaftliche Bauten.»

Experten für Brandschutz
Ein zweites Standbein, für das in erster Linie Stefan Ochsner zuständig ist, betrifft mit der Firma «BS-Konzept AG» den Brandschutz. Dieser Bereich soll künftig weiter ausgebaut werden. «Wir sind das Bindeglied zwischen der Brandschutzbehörde und den Bauherren. So unterstützen wir unsere Kunden bei allen Belangen rund um das Thema Brandschutz von der Vorstudie, über die Projektierung bis hin zur Ausschreibung und der Realisierung», erklärt Stefan Ochsner, der vor wenigen Wochen die Prüfung als Brandschutzexperte VKF der Qualitätssicherungsstufe 3 erfolgreich bestanden hat. Damit kann der gelernte Schreiner und Bauleiter MAS auch komplexe Bauprojekte wie Hotels, Spitäler oder anspruchsvolle Industriebauten in Sachen Brandschutz be-treuen.

Bähni + Lüscher: Projektbesprechung mit der Bauherrschaft | Der Landanzeiger
Projektbesprechung mit der Bauherrschaft

Alle Mitarbeiter bleiben an Bord
Trotz der neuen Geschäftsführung wird bei der «Bähni + Lüscher AG» praktisch alles beim Alten bleiben. Ein Wechsel des Geschäftsnamens ist kein Thema und auch das Team bleibt mit seinen insgesamt 15 Mitarbeitenden bestehen. «Es ist uns wichtig, dass unsere Kunden weiterhin dieselben Ansprechpartner für ihre Projekte haben», sagt Matthias Grütter. Auch die beiden Gründer Hans Bähni und André Lüscher bleiben vorerst in einem reduzierten Pensum weiter an Bord.

Kontakt

Bähni + Lüscher AG
Brühlstrasse 2
5037 Muhen

Telefon: 062 737 46 86
info@baehniluescher.ch
www.baehniluescher.ch

Kontakt

BS Konzept AG
Brühlstrasse 2
5037 Muhen

Telefon: 062 737 46 96
info@bs-konzept.ch
www.bs-konzept.ch

Muhens «Svaboldstal» feiert

Kurt Rey | Der Landanzeiger

Im Jahr 1295, nur vier Jahre nach dem Rütlischwur, wurde das Schwabistal in Muhen erstmals urkundlich erwähnt. Der ehemalige Gemeindeammann Kurt Rey hat das Schriftstück im Staatsarchiv in Bern gefunden und anlässlich des 725. Geburtstages des Müheler Tals eine Chronik verfasst.

Das Schwabistal ist eines von drei Müheler Seitentäler, die anderen beiden heissen Talacker und Gehren. Nun hat der ehemalige Gemeindeammann Kurt Rey, der selbst ein «Schwobeländer» ist, wie er nicht ohne Stolz und mit einem Augenzwinkern anmerkt, anlässlich von 725 Jahre Schwabistal eine umfassende Chronik verfasst. Es handelt sich um ein «Update» seiner Chronik vor 25 Jahren. «Neu dazugekommen sind Daten der Zeitspanne zwischen 1295 und 1800, sowie der vergangenen 25 Jahren», erklärt der Chronist, der in Staatsarchiven unter anderem auch schon die Ersterwähnung des Müheler und des Hirschthaler Waldes fand, welche in den beiden Gemeinden jeweils grössere Festivitäten auslösten. Nun rückt er das Schwabistal in den Fokus.

Das Dokument von 1295
Aus der Chronik Muhen ist ersichtlich, dass das Schwabistal 1295 erstmals erwähnt wird. Und zwar auf einer knapp 1,4 Meter langen Pergamentrolle. Diese Rolle befindet sich im Staatsarchiv in Bern, im Familienarchiv von Hallwyl. Es trägt den Titel: «Zinsrodel Ulrichs I. von Rinach». Das Schwabistal wurde als einziger Dorfteil Muhens den Herren von Hallwil zugeordnet. Auf der Pergament-rolle zu lesen ist der Vermerk «Tusunch zweihundert neunzech und vünf iar», also 1295. Konrad im Hegau stattete seine Tochter Anna von Stoffeln für ihre Heirat mit Rudolf III. von Hallwil mit dem «Rubiswiler Erbe» aus. Im Erbvertrag der beiden noch minderjährigen Kinder wurde 1373 auch der Hof im Schwabistal aufgeführt.

Aus Svabold wurde Schwabistal
Die Müheler sagen «Schwobistel», wenn sie das Schwabistal meinen. Dieser Name habe aber, so erklärt Kurt Rey, nichts mit den Schwaben oder eben den «Schwoben» zu tun. «Es war die hier ansässige Familie Svabold, die dem Tal den Namen gab», erklärt Rey, der 23 Jahre in Muhens Gemeinderat tätig war, davon deren 16 als Ammann. «Dieses Amt hat mein Interesse an der Dorfgeschichte geweckt», erklärt der Ingenieur HTL, der auf diesem Weg zum Chronisten wurde.

Vorbestellung läuft ab sofort
Die Chronik zu 725 Jahre Schwabistal ist fast fertig und wird für 40 Franken direkt beim Verfasser Kurt Rey erhältlich sein. Die Jubiläumsschrift wird etwa 180 Seiten im A4-Format mit vielen -Abbildungen umfassen.

Da die Auflage limitiert ist und die Exemplare nur im Jubiläumsjahr verkauft werden, ist eine frühzeitige Bestellung empfehlenswert.

Ab sofort können Reservationen per Mail an rey.kurt@bluewin.ch gesendet werden.

Dokument von 1295
Das Dokument aus dem Jahr 1295, worin das Müheler Schwabistal erstmals erwähnt wird