Schule und Corona stoppen das Theater

Theatergesellschaft Oberentfelden sagt Spielzeit 2021 ab | Der Landanzeiger

Viele treue Gäste freuten sich schon auf die Aufführungen der Theatergesellschaft Oberentfelden, die seit August das Stück «Es fährt kein Zug nach Irgendwo» einübte. Nun ziehen die Verantwortlichen die Reissleine, nicht nur Corona-bedingt, wie Präsident Dieter Lüscher sagt.

Die Theatergesellschaft Oberentfelden probte schon seit Monaten für das neue Stück. Nun kommt das Aus, weshalb?
Dieter Lüscher: Bis vor drei Wochen hatten wir die feste Absicht, im Januar 2021 elf Aufführungen zu spielen. Am 7. Oktober entschieden wir uns aber schweren Herzens, die Saison 2021 abzusagen und alle Vorbereitungen abzubrechen.

War das Zweckoptimismus oder glaubten Sie wirklich daran, dass die Aufführungen stattfinden können?
Wir waren uns bewusst, dass wir die Aufführungen nur mit grösseren Einschränkungen hätten durchführen können. Die Anzahl an Sitzplätzen hätte verringert werden und auch das Restaurant hätte aufgeteilt werden müssen, weil im Foyer schutzbedingt nur etwa die Hälfte der gewohnten Plätze zur Verfügung stand. Es hätte einiges an Mehraufwand gegeben, aber wir glaubten wirklich daran, dass im Januar 2021 in Oberentfelden Theater gespielt wird.

Wie weit waren die Vorbereitungen schon vorangeschritten?
Mitte August hatten wir mit dem Probebetrieb begonnen und übten wie gewohnt zweimal pro Woche. Aufgrund der Schutzmassnahmen aber nicht in unserem eigenen – nicht sonderlich gut belüfteten – Vereinslokal, sondern oft im Freien oder im Schützenhaus, welches uns von der Schützengesellschaft verdankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurde. Auch mit dem Bühnenbau hatten wir bereits begonnen.

Aus dem Umfeld des Vereins ist zu hören, dass Corona aber nicht der einzige Grund für die Absage der Spielzeit 2021. Was hat noch gegen die Auftritte gesprochen?
Nein, Corona ist tatsächlich nicht der einzige Grund. Diese Situation wäre zwar sehr erschwerend gewesen, aber wir wollten etwas Normalität zurückgewinnen. Das erwartete Defizit aufgrund der verringerten Platzzahl hätten wir zum Teil mit unserer bewährten Restauration verringern können. Mitte September wurde uns dann aber durch die Schule definitiv mitgeteilt, dass uns das Foyer nicht zur Verfügung steht, weil dort bis im nächsten Sommer aus Platzmangel ein Schulzimmer eingerichtet wurde. Zwar hat man uns Alternativen angeboten, welche für uns aber nicht umsetzbar waren. Wir standen somit vor der Tatsache, dass wir nicht nur mit einem vermutlich eingeschränkten Spielbetrieb rechnen mussten, sondern auch kein Restaurant und keine Bar anbieten können. Die Kombination dieser beiden Erschwernisse führte dazu, dass wir die Saison absagten.

Welche Auswirkungen hat die Absage für den Verein und die Kasse?
Der Verein lebt weiter; wir haben auch bereits Ideen, wie wir zusammen mit dem Regisseur den Mitgliedern ab ungefähr nächstem Frühling – wenn Corona es zulässt – Kurse und freie Proben anbieten können. Was die Kasse betrifft: Seit Probebeginn fallen die Honorarkosten für den Regisseur an. Der Bühnenbau hat ebenfalls bereits Kosten verursacht, welche aber grösstenteils nicht verloren gehen. Und mit dem Regisseur Nic Russi konnten wir uns einigen, dass wir ihm nächstes Jahr, wenn wir mit dem gleichen Stück dort weiterfahren, wo wir jetzt abgebrochen haben, nicht ein zweites Mal das volle Honorar entrichten müssen. Wir sind dem Regisseur sehr dankbar dafür. Das Loch in der Kasse werden wir verkraften können. Ein bisschen schmerzlicher ist der fehlende Saisongewinn.

Sie wollen 2022 wieder spielen. Erzählen Sie uns kurz, was erwartet die Zuschauer im neuen Stück «Es fährt kein Zug nach Irgendwo».
Es handelt sich um ein Bahnabenteuer der deutschen Autorin Winnie Abel. Der Zuschauer reist am Anfang in einem Wagen eines Interregios mit. Dieser Zug wird einen ausserplanmässigen Halt einlegen müssen und die Fahrgäste an einem trostlosen Provinzbahnhof zurücklassen. Ohne Handyempfang, ohne Taxis, ohne eine Aussicht auf Weiterfahrt. Ein witziges Nervenchaos nimmt seinen Lauf. Regie führt wieder Nic Russi, der bei unseren Mitgliedern sehr beliebt ist. Er hat das Stück leicht anpassen und in Mundart übersetzt.

Die Theatergesellschaft Oberentfelden wurde 1909 gegründet. Gab es in der Vereinsgeschichte schon einmal einen Ausfall einer Spielzeit und was war damals der Grund?
Ja, das gab es tatsächlich schon. Während des zweiten Weltkrieges und in den Nachkriegsjahren konnte während insgesamt acht Saisons nicht gespielt werden. Und dann war da noch das Jahr 1966, als in der Gemeinde die Maul- und Klauenseuche wütete und deswegen nicht gespielt werden durfte.

Sie sind ein positiv denkender Mensch. Was plant der Präsident der Theatergesellschaft Oberentfelden für die Zukunft?
Wir wollten als Theatergesellschaft am «Aentefescht» mitmachen. Das fand aber dieses und wie wir schon jetzt wissen, auch nächstes Jahr leider nicht statt. Wir werden für die Mitglieder spezielle Kurs- und Probeabende ins Leben rufen. Und aller Unbill zum Trotz, werden wir die Mitglieder, die Helfer und unsere treuen Sponsoren in der zweiten Januarwoche, vermutlich am Donnerstagabend, 7. Januar 2021, zu einem Neujahrsapèro einladen. Und natürlich denken wir alle positiv und gehen davon aus, dass wir im übernächsten Jahr unseren treuen Zuschauern wieder ein unbeschwertes Theater-erlebnis bieten können. Es fährt dann halt im Januar 2022 kein Zug nach Irgendwo. 

Oberentfelden stimmt am 13. Dezember an der Urne ab

Referendum «Zukunftsraum Aarau» | Der Landanzeiger

Das Referendum zum Zukunftsraum Aarau kam in Oberentfelden zustande. Vergangenen Montag übergab das Referendumskommitee um Dieter Ammann, Marianne Fuchs, Udo Fuchs, Roland Haldimann, Hermann Rüfenacht, Brigitte Siegenthaler und Michael Wiesendanger Gemeindeammann Markus Bircher und Gemeindeschreiber Dario Steinmann die restlichen Unterschriften. Damit wurden insgesamt 1018 Unterschriften gesammelt, das benötigte Quorum von 480 wurde bei weitem übertroffen.

«Die Sammlung von über 1000 Unterschriften zeigt, dass viele Einwohner von Oberentfelden mit dem Entscheid der Gemeindeversammlung nicht einverstanden sind», so das Referendumskomitee. Sie bedanken sich herzlich bei allen Unterstützern und Helfern. Durch das erfolgreiche Referendum wurde das Ziel des Komitees erreicht, dass alle Stimmberechtigten von Oberentfelden die Möglichkeit haben, über den Zukunftsraum an der Urne abzustimmen. Vor allem erhofft sich das Komitee, dass sich die Bevölkerung besser über die Vor- aber auch die Nachteile eines Zukunftsraums für Oberentfelden informieren können. Die Unrenabstimmung wird am 13. Dezember stattfinden.

«Über 1000 Unterschriften ist natürlich ein gutes Resultat. Jetzt warten wir die Abstimmung ab und schauen, wie das endgültige Resultat ausfällt. Wichtiger Punkt für Oberentfelden ist sicherlich, was Unterentfelden am 18. Oktober an der Urne entscheidet», sagt Markus Bircher.

Ein Stück Geschichte zum Schmunzeln

Gogo Frei | Der Landanzeiger

In 50 Jahren über eintausend Auftritte, an die fünfhundert geschriebene Songs und eine Eigenproduktion von weit über 50 Tonträgern – Gogo Frei ist zweifelsfrei ein musikalischer Macher. Trotzdem schaffte es Gogo Frei nicht über den Status eines Provinzmusikers hinaus, was ihn jedoch nie störte. «Wir spielten alle Waldhütten im Umkreis von 20 Kilometer tot», schreibt er selbst in seinem Buch. «Erfolglos erfolgreich» betitelte ihn einst Journalist Peter Weingartner. «Diese Aussage stimmt absolut», sagt Gogo Frei lachend. «Und ich bin glücklich damit». Gogo Frei erzählt: «Eine Frage hörte ich mein Leben lang immer wieder: Kannst du von der Musik leben? Natürlich konnte ich nicht. Das war mir aber egal. Musik war für mich einfach immer die wichtigste Tätigkeit. Ich verschwendete keinen Gedanken daran, ob ich davon leben konnte oder nicht. Ich tat einfach, was ich am liebsten mochte: Musik.»

Selbst ist der Gogo
Gogo Frei ist gerne sein eigener Chef. Er lässt sich nicht verbiegen, Abhängigkeit treibt ihn in die Flucht. Er ist einer, der seine Musik auf seine eigene Art und Weise komponiert, produziert und vertreibt. Warum sollte es dann bei seinem eigenen Buch anders sein? Auch hier hat er, mit Hilfe seiner Frau Melanie, sein Ding durchgezogen. Er vertreibt sein Buch selbst, hat es selbst gestaltet und in Kapitel eingegliedert und natürlich alles selbst recherchiert und nicht zuletzt aufgeschrieben – in Kleinbuchstaben. «Ich habe schon in der Schule die Gross- und Kleinschreibung in der Grammatik nie begriffen, das war für mich immer reine Schikane», begründet er. Das erste Manuskript zum Buch entstand Anfang der 80er Jahre als er mit der Schreibmaschine ca. 20 Seiten zu seinen musikalischen Anfängen tippte, bereits damals mit dem Titel «Die Karriere eines Provinzmusikers». «Ich dachte damals nie daran, dass daraus jemals ein Buch entstehen würde», so der heute 65-Jährige.

Ein Stück Geschichte
«Die Karriere eines Provinzmusikers – eine biographische Dokumentation 1970 – 2020» erzählt auf 308 Seiten die musikalische Geschichte von Gogo. Angefangen mit der Schülerband «Hot Water Pipes» beziehungsweise später «Asp» weiter bis zu seiner Zeit mit Kniri Knaus (Pfuri, Gorps und Kniri) und nocheinmal weiter über die «Schwalbenkönige» ins Heute. Und eins soll an dieser Stelle schon verraten werden: Gogo Frei hat so einiges erlebt. Gespickt ist Gogos Werdegang mit lustigen Anekdoten und grandiosen Fotos, Albumcovers und Zeitungsartikeln. Doch es geht nicht nur um Gogo und seine Musik. Gogo Frei ist vor allem auch Kenner der regionalen Musikgeschichte seiner Generation und nimmt die Leser mit auf eine Reise zu ehemaligen lokalen Künstlern wie Mental Disorder, Herodes, The Dragons und vielen mehr. Aber auch ein Abstecher zu den «Linken» und natürlich ins Brügglifeld darf nicht fehlen. Gogo Freis Buch ist ein Stück Geschichte, es bringt einem den Menschen «Gogo» näher, es ist spannend und bringt gleichzeitig zum Schmunzeln.

Musikalische Buchpräsentation im Böröm
Die Präsentation des Buches findet am 22. und 23. Oktober im Böröm in Oberentfelden statt. Begleitet wird die Buchpräsentation natürlich von Musik. Das Trio Open Book wurde speziell für die Buchlesungen zusammengestellt. Mit dabei sind neben Gogo die beiden Altstars Franz Kneubühler und Rainer Suter. Türöffnung ist jeweils um 20 Uhr, ab 20.30 Uhr geht es los. Der Eintritt ist frei, es stehen nur noch wenige Plätze zur Verfügung, Reservationen unter: info@partysounds.ch/ 062 723 56 39.

Weitere Informationen zu Gogo und zu seinem Buch gibt es auf den Webseiten www.gogobuch.ch und auf www.partysounds.ch

Tenniscenter muss Wohn- und Dienstleistungscenter weichen

Tenniscenter muss Wohn- und Dienstleistungscenter weichen | Der Landanzeiger

Es bestehen Pläne, auf dem Gelände des TENNIS aarau-WEST in Oberentfelden Miet- und Eigentumswohnungen mit Hotelservice und Wellnesscenter zu bauen. Ein Architekturwettbewerb wurde in Auftrag gegeben, erste Entwürfe sollten im Frühjahr 2021 vorliegen. Der Tennisbetrieb (inkl. Squash, Badminton und Minigolf) samt Restaurant und integrierter Tennisschule wird sicher bis im Sommer 2021 weitergeführt.

Das Tenniscenter ist in die Jahre gekommen. 1980 gebaut, galt es als modernstes und grösstes Center in der Schweiz. 1998 wurde die Anlage umfassend renoviert. Will man das Center den Kundenwünschen angepasst weiterführen, bräuchte es eine tiefgreifende Erneuerung, wenn nicht gar einen kompletten Neubau, schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung.

Um die hohen Kosten zu decken, wurde eine Potentialanalyse in Auftrag gegeben, die prüfen sollte, ob ein erweitertes sportliches Angebot «TENNIS aarau-WEST» für einen grösseren Kundenkreis attraktiv machen könnte. Das Resultat viel negativ aus, heisst es im Schreiben weiter.

Die Eigentümer haben sich für den Rückbau des Tenniscenters und für einen Neubau von Miet- und Eigentumswohnungen auf dem Gelände entschieden. Die Wohnungen sollen über einen Hotelservice verfügen. Den Bewohnerinnen und Bewohnern soll zudem ein Fitness- und Wellnesscenter zur Verfügung stehen. Eine Arztpraxis und ein Physiotherapeut sind bereits vor Ort. Weitere Dienstleistungsbetriebe sollen dazu kommen. Das Angebot richtet sich an Familien- und Kleinhaushalte, an Einzelpersonen wie auch an Seniorinnen und Senioren, schreiben die Verantwortlichen abschliessend

General Electric bricht sein Versprechen

General Electric bricht sein Versprechen | Der Landanzeiger

Der Regierungsrat kämpft zusammen mit dem Bundesrat für die Erhaltung der von einer Verlagerung nach Frankreich bedrohten General Electric-Arbeitsplätze im Aargau. Er ist enttäuscht, dass General Electric (GE) die 2018 und 2019 gemachten Zusicherungen bezüglich Arbeitsplatz- und Stellenerhalt nicht mehr einhalten will.

«Wir sind enttäuscht, dass die GE-Führung die im Zusammenhang mit dem Standort Oberentfelden gemachten Versprechen bezüglich Stellenerhalt nun nicht mehr einhalten will», erklärt Regierungsrat Urs Hofmann im Namen des Aargauer Gesamtregierungsrats.

Oberentfelden gut ausgelastet
Im Mai 2018 hatte GE angekündigt, 500 Stellen von Oberentfelden nach Birr zu verlagern und im Februar 2019 wurde kommuniziert, dass der Standort Oberentfelden sehr gut ausgelastet sei und GE vorläufig auf einen Umzug verzichte. Der Regierungsrat und die Bundesräte Johann Schneider-Ammann und Guy Parmelin haben in den letzten Jahren intensive Kontakte mit der GE-Führung gepflegt und sich mehrfach für den Erhalt der GE-Standorte und -Arbeitsplätze im Aargau eingesetzt. Umso grösser ist die Enttäuschung, dass die 2018 und 2019 gemachten Zusicherungen zur Erhaltung der Arbeitsplätze im Aargau nun nicht mehr gelten sollen und der GE-Standort Oberentfelden nach Frankreich verlegt werden soll.

Der Regierungsrat fordert das GE-Management auf, auf die in Aussicht genommene Verlegung der Arbeitsplätze nach Frankreich zu verzichten. Dies umso mehr, als Qualität und Produktivität des Standorts Oberentfelden gut seien beziehungsweise besser als in anderen Werken; weitere Pluspunkte seien das über einen langen Zeitraum aufgebaute Knowhow sowie das Potenzial an Fachkräften.

Für den Regierungsrat ist es somit auch in betriebswirtschaftlicher Hinsicht unverständlich, dass der Standort Oberentfelden beziehungsweise Birr geschlossen werden soll. Noch vor der Sommerpause 2020 wurde intensiv am Umzug von Oberentfelden nach Birr gearbeitet. Auch sieht der Regierungsrat ernsthafte Reputations- und Glaubwürdigkeitsrisiken für GE aufgrund der bisher abgegebenen Zusicherungen zur Erhaltung des Standorts Oberentfelden beziehungsweise Birr mit über 550 Arbeitsplätzen (436 Angestellte und 126 temporär Angestellte).

Gespräche mit GE geführt
Der Regierungsrat steht bei seinen Bemühungen, die GE-Standorte und -Arbeitsplätze im Aargau zu erhalten, in engem Kontakt mit Bundesrat Guy Parmelin. Unter anderem fand in dieser Woche ein Gespräch zwischen dem Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), Landammann Markus Dieth und Vertretern der GE-Führung statt. Der Aargauer Regierungsrat und Bundesrat Parmelin erwarten, dass GE ernsthaft nach Lösungen sucht, um möglichst viele Stellen der Produktionsbetriebe in der Schweiz beziehungsweise im Aargau zu erhalten.

Deutliches Ja aus Oberentfelden

Oberentfelden sagt ja zum Zukunftsraum | Der Landanzeiger

Mit 180 Ja zu 92 Nein stimmte Oberentfelden an der Gemeindeversammlung vom Mittwoch vergangener Woche für das Ausarbeiten eines Fusionsvertrags im Rahmen des Zukunftsraums Aarau.

4789 Oberentfelder sind stimmberechtigt, davon nahmen 282 Personen an der Gemeindeversammlung in der Aula des Oberstufenschulhauses teil. «Diese Anzahl Teilnehmer ist sehr erfreulich, hatten wir doch schon sehr, sehr lange nicht mehr so viele Oberentfelder an der Gemeindeversammlung», sagt Gemeindeammann Markus Bircher. Auch Marco Salvini, Projektleiter Zunkuftsraum Aarau sagt dazu: «Die vergleichsweise hohe Teilnahme an der Gemeindeversammlung bestätigt die Bedeutung des Projektes.» Auch wenn zu Beginn die Kontra-Voten überwogen, gestaltete sich die rund dreiviertelstündige Diskussionsrunde ausgeglichen. Kontra-Argumenten wie der «Verlust der Selbstständigkeit» und «Versprechen, die nicht eingehalten werden können» stellten sich Pro-Argumenten wie «gemeinsames Problemelösen» oder «wir gehören zu Aarau und Aarau auch zu uns» gegenüber. Schlussendlich war das Ergebnis mit 180 Ja zu 92 Nein deutlich. «Abstimmungen im Zusammenhang mit Fusionsprojekten fallen in der Regel knapper aus, weil neben fachlichen Argumenten auch viele emotionale Bindungen für Bestehendes mitspielen», sagt Marco Salvini über das Resultat der Abstimmung.

Seit 2016 haben die fünf beteiligten Gemeinden entweder an den Gemeindeversammlungen, im Einwohnerrat oder an der Urne, insgesamt mehr als zehn Mal der Weiterführung des Projekts zugestimmt. «Die Zustimmung in Aarau und in Oberentfelden zur Ausarbeitung des Fusionsvertrags bestätigen diese positive Haltung zum Projekt. Das Ergebnis ist auch ein gutes Zeichen für die anstehenden Abstimmungen in den anderen Gemeinden», so Salvini.

Als nächstes ist Densbüren an der Reihe. Sie entscheiden am 16. September an der Gemeindeversammlung. Dann fehlen noch Suhr und Unterentfelden, die am 27. September respektive am 18. Oktober an der Urne entscheiden.

20 Jahre: Landolfi Haustechnik AG jubiliert

20 Jahre: Landolfi Haustechnik AG jubiliert | Der Landanzeiger

Angefangen hat alles im Jahr 2000: Pierangelo Landolfi hatte soeben seine Lehre als Heizungsinstallateur erfolgreich abgeschlossen und war auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Statt weiter zu suchen wagte er die Selbständigkeit. Mit der Unterstützung seines Vaters gründete Pierangelo Landolfi im August 2000 die Landolfi Haustechnik AG. Praktisch über Nacht und im Alter von nicht einmal 20 Jahren wurde er selbständiger Unternehmer. Das war der Start des erfolgreichen Unternehmens.

Die Landolfi Haustechnik AG ist Teil der Landolfi Group, unter deren Dach auch die Immobilienund GU-Aktivitäten der Landolfi-Familie zusammengefasst sind. Durch die Nähe zu diesen Firmen können Synergien optimal genutzt und administrative Arbeitsabläufe vereinfacht werden. Dies gilt vor allem im stark wachsenden Bereich der Badezimmerumbauten.

Im Gespräch mit Pierangelo Landolfi wird klar, dass sich Tätigkeitsgebiet und Herausforderungen für eine Firma dieser Grösse über die Jahre stark gewandelt haben. Während in den ersten Jahren der Schwerpunkt der Arbeiten auf den Neubaubereich gelegt und durch vereinzelte Reparaturarbeiten ergänzt wurde, kommt heute den Renovationsund Umbauarbeiten eine markant grössere Bedeutung zu. Die Anforderungen bei komplexen Umbauten sind dabei nicht zu unterschätzen. Dazu Pierangelo Landolfi: «Heute genügt es nicht mehr, dem Kunden eine technologisch erstklassige Heizung zu montieren, gefragt ist vielmehr auch eine ganzheitliche Energieberatung sowie die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien.» Um den neusten Anforderungen immer gerecht zu werden, investiert die Landolfi Haustechnik AG regelmässig in die Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Da die Mitarbeiter aufgrund dieser Firmenphilosophie immer auf dem neuesten Stand der technologischen Entwicklung sind, kann die Firma auch anspruchsvolle Projekte wie zum Beispiel die Realisation von Eisspeicherheizungen problemlos umsetzen.

Fachliche Qualität und ein gutes Arbeitsklima
Nebst der fachlichen Qualität legt die Landolfi Haustechnik AG auch grossen Wert auf ein gutes Arbeitsklima. Pierangelo Landolfi ist überzeugt, dass nur durch solche Massnahmen Mitarbeiter der Firma langfristig die Treue halten und sich so das Unternehmen weiter entwickelt. Stellvertretend kann in diesem Zusammenhang Alberto Di Buono erwähnt werden, der erste Lehrling, den die Landolfi Haustechnik AG zwischen 2001 und 2004 ausgebildet hat. Alberto Di Buono arbeitete nach der Lehre weiter bei seinem Lehrbetrieb und hat sich heute zum Chefmonteur und Stellvertreter des Firmenchefs der Landolfi Haustechnik AG hochgearbeitet. «Ausschlaggebend für meinen Entschluss, bei meiner Ausbildungsfirma zu bleiben, waren weniger die Anstellungsbedingungen, sondern vielmehr das freundschaftlich-familiäre Umfeld und das Vertrauen, das Pierangelo mir zu jedem Zeitpunkt entgegengebracht hat», sagt Alberto Di Buono. «Ich habe meinen Entscheid nie bereut und freue mich auf die nächsten 20 Jahre bei der Landolfi Haustechnik AG.»

Auf die Frage nach der unternehmerischen Zukunft der Firma, betont Pierangelo Landolfi, dass er alles daran setzen wird, als Arbeitgeber und Ausbildner weiterhin attraktiv zu bleiben. Andererseits strebt er für das Unternehmen auch ein gesundes, organisches Wachstum an.

Auftragsbücher sind derzeit voll
Nicht ohne Stolz erwähnt er, dass die Auftragsbücher derzeit voll sind und er von der Corona-Pandemie in keiner Art und Weise betroffen wurde. Pierangelo Landolfi ist überzeugt davon, dass energetische Sanierungen von bestehenden Gebäuden und der Trend weg von fossilen Brennstoffen hin zu umweltfreundlichen Heizsystemen und alternativen Energien über die nächsten Jahre weiter zunehmen werden. «Eine ganzheitliche Betreuung der Kundschaft, die auch steuerliche Aspekte und Nachhaltigkeitsüberlegungen berücksichtigt, wird deshalb immer wichtiger.» Bereits vor einigen Jahren hat Pierangelo Landolfi deshalb einen Fachmann angestellt, der sich als Energieberater schwergewichtig um diesen Themenkreis kümmert und Kunden kompetent beraten kann.

«Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung der Landolfi Haustechnik AG», sagt Pierangelo Landolfi, «bin mir aber bewusst, dass mein Erfolg ohne den ständigen Einsatz und die Loyalität meiner Mitarbeiter nicht möglich gewesen wäre.» Als Dank wird schon bald ein grosses Fest steigen, an dem auf die nächsten 20 Jahre angestossen wird.


Landolfi Haustechnik AG
– Gründer, Geschäftsführer und Inhaber: Pierangelo Landolfi
– Haustechnik für Neu- und Umbauten
– gegründet 2000 als Einmannbetrieb
– erster Lehrling 2001
– Anzahl Mitarbeiter heute: 7


20 Jahre: Landolfi Haustechnik AG jubiliert | Der Landanzeiger


Landolfi Haustechnik AG

Pierangelo Landolfi
Industriestrasse 12a
5036 Oberentfelden
Telefon 062 737 44 44
www.landolfi.ch

Tim Egolf: Mit Technik und Spielwitz statt roher Kraft

Tim Egolf: Mit Technik und Spielwitz statt roher Kraft | Der Landanzeiger

Tim Egolf (21) bestritt letzte Woche seine ersten Länderspiele für die ANationalmannschaft. Mit seinen Leistungen möchte sich der Angreifer des STV Oberentfelden für weitere Einsätze aufdrängen.

Einmal für die A-Nationalmannschaft auflaufen. Das war der grosse Traum von Tim Egolf. Und zwar schon lang. «Bereits als kleiner Junge war das mein grösstes Ziel», erinnert sich der mittlerweile 21-Jährige. Und dieses Ziel hat Tim Egolf mit viel Ehrgeiz und Leidenschaft für seinen Sport verfolgt. «Ich mache keine halben Sachen. Für mich war klar, dass ich alles tun werde, was ich kann, um mein Ziel zu erreichen.» Letzte Woche ist der Traum von Tim Egolf in Erfüllung gegangen. In den vier Testländerspielen gegen Österreich und Weltmeister Deutschland hat der Angreifer des STV Oberentfelden seine ersten vier Einsätze fürs Nationalteam absolviert.

Der Vater als Vorbild
Die Leidenschaft für den Faustballsport wurde Tim Egolf quasi in die Wiege gelegt. Beide Eltern haben Faustball gespielt. Sein Vater Reto hat als Angreifer mit seinem Team Full-Reuenthal die Schweizer Liga in den 90er-Jahren dominiert. Für seine Leistungen wurde Egolf, der 44 Mal für die Schweizer Nationalmannschaft auflief, gar als «Schweizer Angreifer des Jahrhunderts» ausgezeichnet.

Kein Wunder also, dass Tim Egolf auch die Position des Angreifers gewählt hat. «Mein Vater war schon immer mein grosses Vorbild. Beim Zuschauen hat mich diese Position stets am meisten fasziniert. Du trägst Verantwortung und kannst mehr Einfluss aufs Spiel nehmen. Das gefällt mir», erzählt Tim Egolf, der zusätzlich zu den Mannschaftstraining auch regelmässig mit seinem Vater auf dem Faustballplatz steht und an seiner Technik feilt.

Nicht der Prototyp des Angreifers
Die Technik ist im Spiel von Tim Egolf eine zentrale Komponente. Mit seiner Körpergrösse von 1,78 m und einem Gewicht von 72 Kilogramm entspricht er nicht unbedingt dem Prototyp des modernen Angreifers. Diese bringen meist mehr Zentimeter und mehr Masse mit und punkten vor allem mit kraftvollen Schlägen und Power. «Natürlich ist es ein Vorteil, wenn du grösser bist und mehr Kraft hast. Aber das hat mich nie daran gehindert, als Angreifer zu spielen. Ich bin überzeugt: Mit Technik und Spielintelligenz kannst du sehr viel kompensieren», so Egolf.

Den Beweis dafür hat er selber erbracht. Bereits mit 18 spielte er in der NLAEquipe des STV Oberentfelden. Und in der letzten Hallensaison hat er mit seinen Leistungen dazu beigetragen, dass die Oberentfelder den Vize-Schweizer- Meistertitel gewonnen haben. Auch in der laufenden Feldsaison halten die Oberentfelder mit der Spitze mit. Aktuell stehen sie auf Rang zwei. Nicht zuletzt dank Tim Egolf.

Muskelmasse zugelegt
Die Fortschritte des 21-jährigen Aargauers sind natürlich auch Nationaltrainer Oliver Lang aufgefallen. Er hat Egolf seit Längerem auf dem Radar. «Tim ist ein riesen Talent. Er ist der wohl intelligenteste und vielseitigste Schläger, den wir derzeit im Nationalteam haben», lobt er seinen Schützling. «Für den internationalen Durchbruch fehlt ihm allerdings noch immer ein wenig Kraft und Masse. Aber ich glaube, dass seine Entwicklung noch nicht zu Ende ist. Er hat noch mehr Potenzial.»

Davon ist auch Tim Egolf selber überzeugt. Allein im letzten Jahr hat er über fünf Kilogramm an Muskelmasse zugelegt. Und es sollen noch ein paar Kilogramm dazukommen. «Es hilft halt schon, wenn du ab und zu auch richtig an den Ball hauen kannst», sagt er lachend. «Sonst wird mein Spiel trotz guter Technik zu berechenbar. Aber ich will auch mein Schlagrepertoir weiter ausbauen.»

Für weitere Einsätze empfehlen
Wenn Tim Egolf auch in den nächsten Jahren mit demselben Ehrgeiz weiterarbeitet, dann ist es gut möglich, dass er weitere Fortschritte macht. Die ersten Einsätze in der A-Nati dürften da als zusätzliche Motivationsspritze dienen. «Es bedeutet mir sehr viel, dass ich in der Nati dabei sein darf. Es ist ein Traum, der in Erfüllung geht. Und ganz ehrlich: Hätte mir jemand vor zwei oder drei Jahren gesagt, dass ich schon jetzt für die ANati spielen darf, hätte ich das nicht geglaubt. Für mich ist es eine grosse Ehre», sagt Egolf.

Aber wer Tim Egolf kennt, der weiss: Nur dabei sein, reicht ihm nicht. Dafür ist er zu ehrgeizig. Daraus macht er auch kein Geheimnis. «Ich will meine Qualitäten zeigen und mich mit meinen Leistungen für die Europameisterschaft und die World Games in den kommenden Jahren aufdrängen.»

Figaro Sergio hängt die Schere an den Nagel

Figaro Sergio hängt die Schere an den Nagel | Der Landanzeiger

Mit 72 Jahren darf man sich langsam zur Ruhe setzen. Vor allem dann, wenn man – wie Sergio Mangolini – bereits mit neun Jahren angefangen hat, anderen Leuten die Haare zu schneiden. Nun sagt Figaro Sergio von Coiffure Fashion Style «Ciao».

Mit einem grossen Inserat im Landanzeiger vom 9. Juli hat sich Sergio Mangolini von seinen Kunden, Bekannten und Freunden verabschiedet. Der Figaro Sergio gehe nun in Pension, verkündete er dort. Verfasst hat der Vollblut-Italiener das Inserat in perfektem Schweizerdeutsch!

Eigentlich dachte Figaro Sergio noch nicht ans Aufhören. «Die Corona-Pandemie hat mich gezwungen, zu Hause zu bleiben, da ich zur Risikogruppe gehöre, das hat mich zum Nachdenken gebracht», erzählt er. Da habe er gemerkt, wie wichtig die Gesundheit ist. «So fasste ich den Entschluss, mich vom Berufsleben zu verabschieden», erklärt Sergio Mangolini und ergänzt, er habe immer gerne und viel gearbeitet und nun sei es aber auch genug. Seine Tochter Diana ist die perfekte Nachfolgerin. Sergios Frau Susanne betreibt seit 30 Jahren im Salon auch weiterhin ihr Nailstudio Susanne. Die beiden lernten sich einst beim Tanzen kennen. Der Figaro will sich fortan im Haushalt nützlich machen, kochen und viel lesen.

Engagement im Fussball und für Behinderte
Auch neben seiner beruflichen Tätigkeit war Sergio Mangolini sehr aktiv: rund 30 Jahre lang präsidierte er den FC Juventina, spielte Pétanque und er setzte sich jahrzehntelang für die Behinderten der Stiftung AZB in Strengelbach ein. «Einmal organisierte ich für sie einen Ausflug und liess dazu den Car umbauen, damit auch die Rollstuhlfahrer mitkommen konnten», erzählt er. Jedes Jahr spendete er der AZB einen grösseren Betrag.

So endet nun eine schöne Karriere, die am 2. August 1960 begann, also vor ziemlich genau 60 Jahren. Damals zog die Familie in die Schweiz. Sergio war 13 Jahre alt. Die Familie wohnte in Unterentfelden in einem Haus, wo sich heute die Galerie Dutoit befindet. Mit 15 wurde er in Aarau Coiffeur-Lehrling, das erste Jahr bei Coiffeur Felix für die Damen, das zweite und dritte Lehrjahr bei Coiffeur Hacksteiner (ein Stockwerk über dem Restaurant Chez Jeannette) für die Herren. Daraus ergaben sich die weiteren Stationen: eine Saison im Tessin, dann zwei Jahre in Oberentfelden, ein Jahr in Lenzburg, drei Jahre in Aarau am Bahnhofplatz und dann fünf Jahre als Filialleiter in Oberentfelden.

An der Aarauerstrasse, Ecke Baumgartenweg eröffnete er im Jahr 1976 seinen eigenen Salon und erwarb im gleichen Gebäude eine Eigentumswohnung. Hier wohnen Mangolinis noch heute. Ein Jahr später kam ihre Tochter Diana auf die Welt. Sie trat beruflich in die Fussstapfen des Vaters. Nicht so die jüngere Tochter, die tanzt sprichwörtlich aus der Reihe: Cinzia ist Inhaberin und Coach im «House of Dance», der Tanzschule in Unterentfelden.

Der Salon Sergio musste vor sechs Jahren umziehen, nur ein paar Meter weiter, neben das Café Rytz. Ganz ohne Emotionen ging dieser Umzug nicht über die Bühne, wie Sergio gesteht.

Zu unserem Bild: Den Haaren von Diana Mangolini ist nichts passiert – Figaro Sergio hat nichts abgeschnitten; er ist ja schliesslich pensioniert.

Oberentfelden mit einem Auftakt nach Mass

Oberentfelden Faustballes mit Auftakt nach Mass | Der Landanzeiger

Zum Start in die neue Nationalliga A Meisterschaft bringen die Männer des STV Oberentfelden gleich zwei Siege ins Trockene. Damit führen sie die Tabelle nach dem ersten Spieltag an. 

Zwei Spiele, zwei Siege und ein Satzverhältnis von 6:0. Besser hätte der Saisonstart für die Oberentfelder Faustballer nicht verlaufen können. Am Dienstagabend beim Vorbereitungsturnier auf der heimischen Anlage war Trainer Koni Keller noch nicht ganz zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Das änderte sich jedoch am ersten Spieltag: «Das war ein richtig guter Auftakt », lobte der Trainer. 

Doch der Reihe nach. Im ersten Spiel der neuen und wegen Corona verkürzten Spielzeit, trafen die Oberentfelder auf das Team aus Walzenhausen. Die Appenzeller liefen im Vergleich zur letzten Saison wieder mit Angreifer Cyrill Schreiber auf – seines Zeichens langjähriger Nationalspieler der Schweiz. Doch davon liessen sich die Jungs von Koni Keller nicht aus der Ruhe bringen. Tim Egolf und David Hollenstein im Angriff, sowie Ramon Hochstrasser, Captain Reto Hunziker und Nicolas Voit in der Abwehr kamen gut ins Spiel und liessen in den ersten beiden Sätzen nichts anbrennen. Mit 11:7 und 11:9 gingen diese an die Oberentfelder. 

Gelungenes Debüt von Häfeli 
Der dritte Satz war dann allerdings etwas umkämpfter. «Walzenhausen spielte in diesem Satz besser und nutzte den Rückenwind gut. Wir spielten weniger präzise. Dieser Satz hätte auch kippen können », so Keller. Tat er aber nicht. Beim Stande von 8:9 aus Sicht der Oberentfelder gelangen ihnen gleich drei Punkte in Folge zum 11:9 und damit zum 3:0-Auftaktsieg gegen Walzenhausen. Für das zweite Spiel des Tages gegen Wigoltingen nahm Trainer Keller zwei Wechsel vor. In der Abwehr kam Manuel Mosimann an Stelle von Ramon Hochstrasser zum Zug und im Angriff gab Neuzugang Robin Häfeli sein Debüt an der Seite von Tim Egolf. Auch diese Konstellation funktionierte auf Anhieb. In den ersten beiden Sätzen waren die Oberentfelder absolut ungefährdet und deklassierten den Schweizer Meister der Jahre 2016 bis 2018 mit 11:4 und 11:2. Erst im dritten Durchgang war das Spielgeschehen etwas offener. «Im dritten Satz fehlte bei uns die letzte Konsequenz und die Körperspannung war nicht in allen Situationen auf dem richtigen Level», so Keller. Doch als es in die entscheidende Phase ging, waren die Oberentfelder wieder auf der Höhe. Mit 11:8 sicherten sie sich auch Durchgang drei und feierten damit den zweiten 3:0-Erfolg. 

Heimspiel am Samstag 
«Ich bin sehr zufrieden, wie meine Mannschaft gespielt hat. Auch Robin Häfeli hat seine Aufgabe am Service bei seinem Debüt sehr gut gelöst. Es waren aber zwei starke Spiele der gesamten Mannschaft», bilanzierte Trainer Koni Keller. Nach dem erfolgreichen Saisonstart geht es für die Oberentfelder Schlag auf Schlag weiter. Bereits am Samstag warten die nächsten beiden Spiele. Und zwar auf der heimischen Anlage am Erlenweg in Oberentfelden (16 Uhr). Die Gegner heissen dann Widnau und Elgg-Ettenhausen. «Ich schätze die Qualität dieser beiden Gegner stärker ein als in der ersten Runde. Ich bin überzeugt, dass wir erneut vier Punkte holen können, wenn wir unsere Leistung abrufen können », so Keller.

Tannwiese Oberentfelden: Rund die Hälfte aller Wohnungen ist schon verkauft

Erfüllen Bedürfnisse jeden Alters: Die 16 neuen Eigentumswohungen im Mehrfamilienhaus «Tannwiese» in Oberentfelden | Der Landanzeiger

Seit geraumer Zeit ist der Bagger wieder auf anderen Baustellen im Einsatz. Dafür ragt nun ein Kran in den Himmel. Ein Zeichen, dass der Rohbau begonnen hat. Fast täglich kann nun beobachtet werden, das wächst, was einmal ein elegantes Mehrfamilienhaus werden wird. Gleichzeitig mit den Bauarbeiten schreitet auch der Verkauf der sechzehn Eigentumswohnungen voran. Bezug wird voraussichtlich im Herbst 2021 sein.

Im Mehrfamilienhaus Tannwiese in Oberentfelden werden zurzeit 16 Eigentumswohnungen gebaut. Die grosszügigen 2.5-, 3.5- oder 4.5-Zimmer-Wohnungen erfüllen unterschiedlichste Bedürfnisse jeden Alters. Sie richten sich an Menschen mit kompromisslosen Qualitätsansprüchen, einem Auge für die Ästhetik puristischer Gestaltung sowie einem Sinn für zukunftsweisende Technologie und nachhaltiges Bauen. Alle Wohnungen verfügen über durchdachte Grundrisse mit grosszügigen Loggien, welche jeweils nahtlos in das Wohnzimmer und die offene Küche übergehen. Im Weiteren zeichnen sich alle Appartements durch raumhohe Fenster aus, die grosszügig Tageslicht in die Zimmer lassen sowie einen hochwertigen Ausbau mit natürlichen Materialien und erstklassigen Haushaltsgeräten. Das Doppelschalenmauerwerk mit seiner hervorragenden Dämmeigenschaft und der praktisch unterhaltslosen Beständigkeit setzt ein markantes Zeichen für wertiges, nachhaltiges Bauen.

Aufgrund der attraktiven Fernsicht – teilweise mit Blick auf die Alpen oder den Jura – fühlt man sich gleich zu Hause. Die direkte Umgebung ist grösstenteils eben, attraktiv gestaltet und nimmt Rücksicht auf die Privatsphäre der Gartenwohnungen. An heissen Sommertagen bietet sich der berankte Pavillon als lauschiges, schattiges Plätzchen an. Das elegante Gebäude mit zeitloser Klinkerfassade verteilt sich auf zwei unterschiedliche Niveaus und fügt sich damit nahtlos in das sanft abfallende Terrain ein.

Passt toll ins Quartier: Die 16 neuen Eigentumswohnungen im Mehrfamilienhaus «Tannwiese» in Oberentfelden | Der Landanzeiger
Passt toll ins Quartier: Die 16 neuen Eigentumswohnungen im Mehrfamilienhaus «Tannwiese» in Oberentfelden

Zukunftsweisende Technologie
Die Technologie der Betonkernaktivierung (TABS) nutzt für die Wärmeverteilung die Fähigkeit des Gebäudes, über die Decken thermische Energie zu speichern. In der kalten Jahreszeit können die Wohnungen dadurch energieeffizient und ohne Zugluft beheizt und im Sommer – bei Bedarf – gekühlt werden. Beim Projekt Tannwiese sind Sie dadurch mit einem Bein bereits in der Welt von Morgen.

Ruhige Lage, Fernsicht, kurze Wege
Unser Projekt entsteht im Quartier «am Holz», welches sich ungefähr in der Mitte zwischen Unter- und Oberentfelden befindet. Die Lage ist sonnig und dank der Tempo-30-Zone äusserst ruhig. Aufgrund der Hanglage bietet sich von allen Etagen aus eine attraktive Fernsicht. Von der «Tannwiese» aus ist die Tram-Haltestelle «Oberdorf » zu Fuss in etwa drei Minuten erreichbar. Von hier aus erreicht man den Bahnhof Aarau in sechs Minuten. Die Züge verkehren im Sieben-Minuten- Takt. Aber auch die Autobahnanbindung ist ideal. In wenigen Minuten ist man auf der A1 (Aarau-West). Der Wohnort im Quartier «am Holz» bietet im Weiteren zu Fuss erreichbare Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten wie die Migros- und Coop-Filialen oder das Frei- und Hallenbad Entfelden. Abgerundet wird die hervorragende Infrastruktur durch die nahegelegenen Schulhäuser und Kindergärten.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Gerne beraten wir Sie persönlich und freuen uns jetzt schon auf Ihren Anruf.

Beratung und Verkauf

REVE Immobilien AG
Telefon 062 558 75 00
www.tannwiese-oberentfelden.ch

Grosse Wiedereröffnung der Velowerkstatt

Stiftung zum Leben Wiedereröffnung der Velowerkstatt | Der Landanzeiger

Anfang des Jahres hat die Stiftung Orte zum Leben die Liegenschaft der ehemaligen Garage Sollberger am Lerchenweg 13 in Oberentfelden bezogen. Nach verschiedenen Umbauarbeiten konnten im Februar und März die Velowerkstatt und Gartengruppen die neuen Räumlichkeiten beziehen.

Seit dem 1. Mai bietet die Stiftung Orte zum Leben in ihrer neuen Velowerkstatt wieder die gewohnten Service- und Reparatur-Dienstleistungen rund ums Velo an. Das Team hat für verschiedene Ansprüche auch diverse Occasionen im Angebot und kauft auch Velos an. Sie können mit ihrem Velo diekt vorbei gehen oder für einen Termin auch telefonisch einen Termin vereinbaren. Das Velo-Team ist bereit für ihre Aufträge.

Velowerkstatt Orte zum Leben

Lerchenweg 13
5036 Oberentfelden
Telefon 062 737 61 53
www.ozl.ch/produktedienstleistungen/velowerkstatt

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8.00 bis 11.45 Uhr und 13.00 bis 16.45 Uhr

Keine Dividende für ZT-Aktionäre – das Sparen geht weiter

VR Rolf Freiermuth, VR-Vize-präsident Martin Werfeli, VR Felix Schönle, VR-Präsidentin Corina Eichenberger, Finanzchef Markus Müller, der neue VR Roger Wernli und Geschäftsführerin Sabine Galindo (von links) | Der Landanzeiger

Die 102. Generalversammlung der ZT Medien AG, zu der auch der Landanzeiger gehört, fand schriftlich statt. Gewählt wurde mit Roger Wernli (Buchs) ein neuer Verwaltungsrat.

Seit längerem sind die Medienhäuser mit sinkenden Auflagezahlen und rückläufigen Werbeeinnahmen konfrontiert. Auf der Gewinnerseite stehen die Anbieter von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken, die selbst keine journalistischen Inhalte produzieren.

«Mit diesen Entwicklungen sieht sich auch die ZT Medien AG konfrontiert», heisst es in deren neustem Geschäftsbericht. Wiederum seien fünf Prozent des Umsatzes aus dem traditionellen Geschäftsbereich abgeflossen. So präsentiert sich die Ertragslage des regionalen Medienunternehmens, das nebst dem «Zofinger Tagblatt» auch den «Landanzeiger» herausgibt, auch im Geschäftsjahr 2019 als unbefriedigend.

Massives Sparpaket geschnürt
Angesichts der schwierigen Situation hat Geschäftsführerin Sabine Galindo letztes Jahr ein massives Sparpaket geschnürt. Dieses hat im letzten Quartal 2019 bereits zu deutlichen Kosteneinsparungen geführt und wird sich auch im laufenden Geschäftsjahr in den Zahlen niederschlagen.

Trotz Kosteneinsparungen von rund 2,4 Millionen Franken resultierte 2019 ein Betriebsverlust von rund 1,1 Millionen Franken. «Das Ergebnis ist immer noch klar ungenügend», heisst es im Geschäftsbericht, aber immerhin konnte es gegenüber Vorjahr (minus 1,7 Millio-nen) substantiell verbessert werden. Auf Stufe Konzernergebnis beträgt der Verlust 0,8 Millionen Franken (Vorjahr 1,5 Millionen). Trotz dieser Zahlen präsentiere sich die Bilanz kerngesund. «Die Liquidität ist immer noch sehr hoch und das Nettoumlaufvermögen beträgt 13 Millionen Franken.» Verzinsliche Schulden gebe es keine.

Direkt präsentieren konnte der ZT-Verwaltungsrat den Geschäftsbericht den Aktionärinnen und Aktionären nicht; wegen der Corona-Krise fand die Generalversammlung schriftlich statt. Abgestimmt haben 84 Aktionärinnen und Aktionäre mit 674 Aktienstimmen (56 Prozent des Aktienkapitals). Sie stimmten sämtlichen Traktanden zu, grossmehrheitlich auch dem Verzicht auf eine Dividende. In Anbetracht des Verlustes und der sehr ungewissen Entwicklung der Geschäftstätigkeiten hatte der Verwaltungsrat entschieden, einen entsprechenden Antrag zu stellen. «Aufgrund der Corona-bedingten Rückgänge von Aufträgen hat das Unternehmen zudem einen Antrag auf Kurzarbeit gestellt. Auch diese Tatsache rechtfertigt den Verzicht auf die Ausschüttung einer Dividende», heisst es dazu im Geschäftsbericht.

Roger Wernli neu im VR
Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Roger Wernli (50) aus Buchs. Er ist Gründer, Eigentümer und CEO der Digitalagentur Previon Plus AG. Unter anderem ist Wernli auch Initiant und Veranstalter des Digital Day Aargau. 

Nachfolge geregelt: Fabian Minder übernimmt

Christoph Wyder (rechts) hat die Wyder Gartenbau AG an seinen langjährigen Weggefährten Fabian Minder verkauft | Der Landanzeiger

Die Wyder Gartenbau AG wechselt den Besitzer. Inhaber Christoph Wyder hat das Geschäft rückwirkend per 1. Januar 2020 an seinen langjährigen Wegbegleiter Fabian Minder verkauft. Christoph Wyder bleibt im Verwaltungsrat und in der Geschäftsleitung und wird weiterhin tatkräftig im Tagesgeschäft mitarbeiten.

Die Wyder Gartenbau AG in Oberentfelden hat den Besitzer gewechselt. Christoph Wyder (54), der vor fast 30 Jahren in die Fussstapfen seines Vaters und Firmengründers Hugo Wyder trat, übergibt das erfolgreiche Unternehmen rückwirkend per 1. Januar dieses Jahres an seinen langjährigen Wegbegleiter Fabian Minder (35). Er ist neuer Hauptaktionär, Präsident des Verwaltungsrates und hat nun auch den Vorsitz der Geschäftsleitung inne. Christoph Wyder verbleibt im Verwaltungsrat und in der Geschäftsleitung und wird in den nächsten Jahren weiterhin tatkräftig im Tagesgeschäft mitarbeiten. «Fabian Minder ist schon seit einigen Jahren mein Wunschnachfolger für unser Unternehmen », sagt Christoph Wyder. «Es freut mich sehr, dass er sich zu diesem Schritt entschieden hat und wir meine Nachfolge im Unternehmen frühzeitig regeln konnten.»

Gartenarchitekt und Betriebswirtschafter
Fabian Minder ist Gartenarchitekt, Betriebswirtschafter SIU und seit vielen Jahren Mitglied der Geschäftsleitung der Wyder Gartenbau AG. Das Unternehmen kennt er bestens, hat er hier doch bereits seine Lehre als Landschaftsgärtner absolviert und sich später kontinuierlich weitergebildet. «Ich freue mich, die Nachfolge von Christoph Wyder als Vorsitzender der Geschäftsleitung anzutreten und dabei weiterhin auf die bewährte Führungscrew mit Martin Mosimann, Othmar Ebneter, Raphael Bertschi und Christoph Wyder zählen zu können», sagt Fabian Minder. «Es erfüllt mich mit Stolz, das Traditionsunternehmen in die Zukunft zu führen.»

Vom Garten zur Oase
Die Wyder Gartenbau AG bietet einen Strauss an Top- Dienstleistungen rund um das Thema Garten. Das Angebot reicht von der anspruchsvollen Gartenplanung und Gartenarchitektur über den Gartenbau und die Gartenpflege bis hin zu Schwimmteichen und Naturpools.

«Die Bedeutung des Gartens hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert », weiss Christoph Wyder. «Früher nutzten viele Menschen ihren Garten, um Gemüse, Kräuter und Blumen anzupflanzen. Heute ist der Garten Teil des Wohnraums und dient der Erholung und Lebensfreude.» So wie die Ansprüche an den Garten, hat sich auch der Beruf des Gartenbauers gewandelt.

Gehörten früher vor allem Bau und Unterhalt zu den Hauptaufgaben, so übernimmt der professionelle Gartenbauer heute auch die Planung und Ausarbeitung der gesamten Gartenanlage mit den Elementen Holz, Beton, Stahl, Licht, Stein und Erde. «Heute erwartet man zu Recht von uns, dass wir Wände und Mauern bauen, Wege und Plätze anlegen, für Schatten und Badespass sorgen, Aussicht oder Privatsphäre umsetzen können», sagt Fabian Minder. «Wir unternehmen alles, dass der Garten Freude bereitet.»

Rund 70 Mitarbeitende
Die Wyder Gartenbau AG wurde 1955 von Hugo Wyder gegründet und 1991 von Christoph Wyder übernommen. Das Unternehmen beschäftigt rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 55 Vollzeitstellen. Die Wyder Gartenbau AG bildet zurzeit acht Lernende zu Landschaftsgärtnerinnen oder Landschaftsgärtnern aus.

Wyder Gartenbau AG

Industriestrasse 20
5036 Oberentfelden
Telefon 062 724 84 80
info@wyder-gartenbau.ch
www.wyder-gartenbau.ch

Chris Regez unterhält Musikfans

Chris Regez sorgt mit Live-Stream-Sessions auf Facebook dafür, dass die Musikfreunde nicht auf Konzerte verzichten müssen | Der Landanzeiger

Die Corona-Situation hat für Künstlerinnen und Künstler grosse Auswirkungen. Unzählige Konzerte mussten abgesagt werden. Das betrifft auch die Chris Regez Band und das Duo Chris Regez & Martina Meier.

Nach dem Lockdown realisierte Chris Regez mehr und mehr, dass jetzt viele Menschen einsam sind und etwas Abwechslung und Unterhaltung brauchen könnten. Deshalb hat er am 26. März mit Live-Stream-Sessions auf Facebook begonnen.

Diese Art von Konzert ist eine komplett neue Erfahrung für den Singer/Songwriter. «Ein Auftritt ohne Zuschauer im gleichen Raum ist schon sehr speziell. Mit diesen Sessions möchte ich den Zuschauern für ein paar Momente eine Ablenkung vom Leben im Lockdown- Modus bieten», sagt Regez. Er hat inzwischen rund 20 Live-Stream-Sessions gespielt und viele positive Rückmeldungen in Form von Mails, Anrufen, «Gefällt-mir-Klicks» und Kommentaren erhalten.

Nicht nur aus der Schweiz, sondern auch aus den USA und Frankreich. Der Sänger spielt Songs aus den Musikrichtungen Country und Rock’n’Roll. Natürlich fehlen auch seine eigenen Songs sowie bekannte Oldies nicht.

Chris Regez blickt optimistisch nach vorne: «Jede Krise geht vorbei und deshalb freue ich mich schon jetzt, wenn ich mit meinen Musikerkollegen wieder live spielen kann – vor Publikum im gleichen Raum.»

Wer bei einer Live-Session dabei sein möchte, kann dies unter: www.facebook. com/ch.regez. Der Zeitpunkt der Live-Sessions wird jeweils auf Facebook angekündigt. Viele der Sessions sind auch auf Youtube zu finden.

Spontane Hilfe für den Mahlzeigendienst

Freiwillig Mahlzeitenfahrer für das Alterzentrum im Zopf | Der Landanzeiger

Vier Entfelder Gastronomen, deren Betriebe derzeit geschlossen sind, haben sich spontan beim Alterszentrum im Zopf gemeldet, um die Fahrten des Mahlzeitendienstes zu übernehmen. Weil die Stammfahrer im Pensionsalter aufgrund der besonderen Bestimmungen derzeit keine Essen mehr ausliefern dürfen, kam diese Hilfe für den Mahlzeitendienst wie gerufen.

Was machen ein Wirt und sein Koch, wenn das Restaurant nicht mehr offen sein darf? Alle Pfannen gründlich putzen und danach für eine Weile die Beine hochlegen? «Nein, das wollten wir nicht», sagt Vito Lupoli, Wirt und Geschäftsführer des Gasthof Engel, «mein Koch Giovanni und ich wollten uns unbedingt sozial engagieren und unsere Hilfe anbieten.»

So meldete sich Vito Lupoli beim Alterszentrum. «Ich fragte einfach mal an, ob sie zwei arbeitslose Köche brauchen könnten», erzählt er mit einem Schmunzeln. Der Zufall wollte es, dass just an diesem Tag die Regelung aus Bern eintraf, die den Mahlzeitendienst des Altersheim vor ein Problem stellte: Das bewährte Fahrerteam, Menschen im Pensionsalter, durften nicht mehr Mahlzeiten ausliefern an Menschen, die ebenfalls zur Risikogruppe zählen.

Was die freiwilligen Mahlzeitenfahrer ins Alterszentrum Zopf bringen | Der Landanzeiger
Suppe, Salat, Hauptgang und Dessert: Rund 40 bis 50 Mittagessen werden täglich durch den Mahlzeitendienst des Alterszentrums in beiden Entfelden warm ausgeliefert

«Die Hilfe kam wie von selbst»
So erhielt Vito Lupoli noch am gleichen Tag, an dem er seine Hilfe anbot, vom Heimleiterpaar Rosella und Pascal Broye einen Job: Zusammen mit seinem Koch liefert er seitdem die 40 bis 50 Mittagessen aus der Küche des Alterszentrums mit zwei Lieferwagen an zumeist ältere Menschen aus Ober- und Unterentfelden aus.

Seit über 30 Jahren besteht dieses Angebot bereits. Nach 12 Tagen im Dienst wurden die beiden «Engel» vom Gasthof Engel abgelöst. Denn es meldeten sich zwei weitere Entfelder Gastronomen: Ruth Wyss, Gastgeberin im derzeit ebenfalls geschlossenen «The Factory Coffee» im Ammanncenter und Fabian Dolder, der sonst im Mövenpick Egerkingen arbeitet.

Beim Fototermin mit dem Landanzeiger wurde das neue Team für seine Aufgabe eingearbeitet. «Wir mussten keinen Aufruf für Ersatzfahrer starten», dankt Werner Holliger, der für den Mahlzeitendienst des Alterszentrums zuständig ist, «die Hilfe kam wie von selbst.» Die beiden Zweierteams werden sich in Zukunft ablösen. «Ich kenne nun jede Strasse in Ober- und Unterentfelden», lacht Vito Lupoli.