«Wir tun alles, um bereit zu sein»

Wir tun alles, um bereit zu sein | Der Landanzeiger

Die Faustballer des STV Oberentfelden hoffen, dass die Saison am 1. Mai in irgendeiner Form starten kann.

Nach all den Absagen und Verschiebungen von Sportveranstaltungen und Meisterschaften reibt man sich die Augen, wenn man die Nachricht von Swiss Faustball liest. Der nationale Verband ruft auf seiner Homepage «alle Mannschaften dringend dazu auf, das Training unter Beachtung der Schutzmassnahmen seriös auf den Start am 1. Mai auszurichten». Während die Corona- Zwangspause in vielen Sportarten andauert, scheint der Optimismus bei den Faustballern gross – oder täuscht dies? Koni Keller, Trainer des STV Oberentfelden, grinst, wenn er auf den geplanten Meisterschaftsstart vom 1. Mai angesprochen wird. Er sagt: «Ich habe leider keinen direkten Draht zum Bundesrat und aktuell sind wir von Lockerungen leider weit entfernt. Aber ja, wir hoffen, es klappt mit dem Saisonstart und wir tun alles, was möglich ist, um bereit zu sein.»

Auf dem Trockenplatz wird kräftig geschwitzt
«Alles» bedeutet beim STV Oberentfelden derzeit ein leicht reduziertes Training. Einmal pro Woche treffen sich die NLA-Faustballer, um auf dem Trockenplatz gemeinsam zu schwitzen. Der Rasen, der sonst für die Übungseinheiten zur Verfügung steht, wird aktuell saniert. An Schlagtrainings ist auf dem harten Terrain noch nicht zu denken. «Grundlagentrainings und technische Basics sind aber gut möglich und Faustball, wo kaum Körperkontakt stattfindet, ist auch mit Schutzmassnahmen und Abstand umsetzbar », sagt Koni Keller. Der 62-Jährige verbindet derzeit auf dem Hartplatz Konditionsübungen mit Technikelementen, analog zu Trainings in der Halle in den Wintermonaten. «In dieser Kombination mühen sich die Jungs zwar ab, haben als Zückerchen aber immerhin den Ball in den Händen», so der 119-fache ehemalige Nationalspieler, der vor seiner siebten Spielzeit mit den Entfeldern steht, wenn man die Hallen- und Feldsaisons zusammenzählt.

Teamsportler wollen gemeinsam trainieren
Nebst dem Mannschaftstraining absolvieren die Spieler individuelle Fitnessprogramme – mittlerweile eher etwas widerwillig, was Koni Koller versteht: «Faustballer sind Teamsportler. Auf Dauer ist es ihnen zu langweilig, alleine zu trainieren. Sich in einer Mannschaft abzustrampeln, ist schon etwas ganz anderes, weil der neben dir auch pumpt und schnauft und man sich so automatisch gegenseitig motiviert. » Nach Ostern, so hoffen die Oberentfelder, geht es endlich wieder auf den Rasen, wo die Trainings praktisch normal stattfinden können. Ob das auch für die Meisterschaft gilt, ist fraglich. An den NLA-Spieltagen, wie sie aktuell ab 1. Mai noch geplant sind, würden sich jeweils deutlich mehr als 15 Personen begegnen. Und dass die Restriktionen im Breitensport, zu dem im Faustball auch die nationalen Ligen zählen, gelockert werden, ist mit Blick auf die aktuellen Covid-19-Kennzahlen eher unrealistisch. Vonseiten des Faustball-Verbandes heisst es, dass entsprechende Spiel-Varianten ausgearbeitet wurden, je nachdem, ob der Bundesrat am 16. April Verschärfungen, den Status quo oder Lockerungen bekanntgibt.

15-Personen-Regel als grosses Fragezeichen
Auch Koni Keller hat sich Gedanken gemacht und zieht zum Beispiel einzelne Partien statt Spieltage in Erwägung – insbesondere, wenn die 15-Personen- Regel bestehen bleibt. «Das würde trotzdem heissen, dass die Kader der beiden aufeinandertreffenden Mannschaften beschränkt sind, weil ja auch Schieds- und Linienrichter, Trainer und Betreuer zu den 15 erlaubten Leuten gezählt werden müssten», so Keller. Einzelspiele würden zudem die Anzahl Fahrten an die Matches erhöhen und einen komplizierteren Spielplan bedeuten. «Weil wir alle aber unbedingt wieder spielen wollen, wären wir bereit, den Mehraufwand zu betreiben», sagt der Trainer. Nach der verkürzten Feldsaison 2020 und der ausgefallenen Hallensaison letzten Winter sei der Hunger nach Ernstkämpfen gross. «Ich bastle zwar noch am Kader, aber die, die dabei sind, werden Vollgas geben, sobald sie wieder dürfen», sagt Koni Keller.

Hausumbau soll gut geplant sein

Hausumbau soll gut geplant sein | Der Landanzeiger

Haben Sie auch schon öfters über eine Hausrenovation oder einen Umbau an Ihrem Eigenheim gedacht? Gerade in dieser schweren Zeit ist es sehr wichtig, sich in den eigenen vier Wänden wohl zu fühlen. Aber wie geht man eine Sanierung richtig an? Ist es eher sinnvoll eine sanfte Hausrenovation oder gleich einen kompletten Hausumbau vorzunehmen?

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«Derzeit keine Nachwuchsprobleme»

Derzeit keine Nachwuchsprobleme | Der Landanzeiger

Seit dem 1. Januar ist Dominik Graber neuer Kommandant der Feuerwehr Entfelden-Muhen. Der Brandschutzexperte und Holzbauplaner trat 1999 in die Feuerwehr Muhen ein, hat sich stetig weitergebildet, ist die Leiter emporgeklettert und hat nun die Nachfolge von Andreas Baumann angetreten.

Bereits frühzeitig, vor anderthalb Jahren, hat der Vorstand des Gemeindeverbands Feuerwehr Entfelden-Muhen den 43-jährigen Familienvater zum Nachfolger von Andreas Baumann ernannt, der elf Jahre Kommandant war. «Die Feuerwehr Entfelden-Muhen ist das Baby von Andreas Baumann», erklärt Dominik Graber. Der neue Kommandant spricht voller Respekt über seinen Vorgänger: «Andy war der Kopf der Fusion der Feuerwehren beider Entfelden und Muhen, welche damals von der Aargauischen Gebäudeversicherung AGV angeregt wurde.» Etwas mehr als zehn Jahre ist es her, seit sich die drei Gemeinden reibungslos und ohne Animositäten zum neuen Feuerwehrverband zusammenschlossen.

Ein Generationenwechsel
Die Feuerwehr erlebt derzeit einen Generationenwechsel. Gleichzeitig mit Andreas Baumann sind fünf weitere «Schwergewichte» altershalber aus der Feuerwehr ausgetreten. «Das wiegt schwer», weiss Dominik Graber, «denn es sind Kaderangehörige mit 20 oder sogar 33 Jahren Feuerwehr-Erfahrung. » Durch die Corona-Bestimmungen war es Ende Jahr nicht möglich, den Kommandanten und die Austretenden in einem würdigen Rahmen zu verabschieden. «Deshalb haben wir sie gebeten, noch ein halbes Jahr anzuhängen, damit wir diesen feierlichen Akt dann im Sommer im Freien anlässlich der Bevölkerungsübung nachholen können», hofft Dominik Graber.

Neuer Bestand: 107
«Wir haben zum Glück momentan keine Nachwuchs-Probleme», darf sich der neue Kommandant freuen. Letzten Freitag wurden acht junge Feuerwehrleute neu aufgenommen. Somit zählt die Feuerwehr 107 Einsatzkräfte, den Sanitätsdienst mit eingerechnet. «Weil die meisten auswärts arbeiten, ist es für viele von unserem Team nicht möglich, bei einem Alarm innert kürzester Frist im Magazin oder am Einsatzort zu sein», sagt Dominik Graber. «Die Vorgaben der AGV sind dennoch jederzeit eingehalten», versichert er.

Um die Situation zu verbessern, möchte er auch Frauen und Männer für die Feuerwehr begeistern, die idealerweise im Gemeindegebiet von Muhen, Ober- oder Unterentfelden werktätig sind, auf dem Bauamt etwa, den Schulen oder auch in der Gemeindekanzlei. Dann wäre es wieder ähnlich wie früher. Dominik Graber erinnert sich an eine Zeit, als viele der 60-köpfigen Feuerwehr Muhen aus einheimischen Bauern bestand, die bei einem Alarm meistens sehr schnell einrücken konnten.

Dominik Graber liebt das Holz und den Wald. Als Holzbauplaner war er 2009 bei der Planung des Feuerwehrmagazins dabei. Seine Liebe zum Holz zeigt sich sogar im neuen Organigramm der Feuerwehr: Das Kommando mit ihm und den beiden Vizekommandanten Peter Matter und Stefan Ochsner findet man nicht etwa zuoberst – sondern ganz unten. «Wir sind die Basis, sozusagen die Wurzel eines Baumes, der nach oben wächst, wo er sich immer weiter verzweigt», erklärt der neue Kommandant.

Moderne Terrassenhäuser mit Wohlfühlgarantie in Muhen

Moderne Terrassenhäuser mit Wohlfühlgarantie in Muhen| Der Landanzeiger

Die ländlich gelegene Gemeinde Muhen nähe Aarau liegt am Nordwesthang zwischen dem Suhren- und dem Wynental mit wunderbarer Sicht auf das breite Suhrental und je nach Wohnlage mit Blick in den Jura oder in die Alpen. Die vier Hügelsporne Egg, Schafrain, Lotten und Gibel bilden die Ausgangspunkte zu den drei reizvollen Seitentälern mit ihren sonnigen und ruhigen Sonnenhängen.

Lange war Muhen ein reines Bauerndorf. Erst im 19. und 20. Jahrhundert sind die Teildörfer Untermuhen, Mittelmuhen und Obermuhen aus ihren Tälern herausgetreten, weil dazumal schon zahlreiche Gewerbebetriebe die gute Verkehrslage und zum Teil die Wasserkraft der Suhre nutzen wollten. Mit dem Bevölkerungszuwachs folgte die Bauwelle im Talboden und an den schönen sonnigen Hängen der drei Täler, welche eine sehr schöne, sonnige und ruhige Wohnlage versprechen. Die Gemeinde Muhen hat dabei trotz reger Bautätigkeit den dörflichen Charakter bewahrt.

Die Bahnlinie der regionalen Bahn «AAR» nach Aarau oder Schöftland sowie der Autobahnanschluss an die A1 ausserhalb des Dorfes, garantieren den Einwohnern und Besuchern ein schnelles und zeitlich optimales Vorwärtskommen und bieten Pendlern aus Aarau oder den Grossstädten ein ruhiges und erholsames Zuhause. Schöne Spazierstunden im Müheler Wald oder das Erkunden des Naherholungsgebietes entlang der Suhre mit dem Fahrrad garantieren Erholung pur. In wenigen Autominuten ist zudem die 18-Loch-Anlage des Golfclubs Entfelden erreichbar.

Ein Terrassenhaus zum Daheimsein
In den letzten Jahren sind am schönen und ruhigen Sonnenhang des Gibels und des Schafrains schöne und moderne Wohnquartiere entstanden. An den Sonnenhängen wurden dabei interessante Neubauprojekte realisiert. Der Architektur gab das viel Gestaltungsraum. Als optimale Hangvariante haben sich dabei Terrassenhäuser bewährt. Sie fügen sich mit ihrem kompakten Design und grossen Terrassen sehr schön ins Landschaftsbild ein und profitieren dabei von der schönen und weiten Aussicht und von der optimalen Müheler Lage.

Moderne Terrassenhäuser mit Wohlfühlgarantie in Muhen | Der Landanzeiger

Das Terrassenhaus als solches hat bereits in verschiedenen Phasen der Baugeschichte grosse Beliebtheit erlebt. Als deren Ursprung gelten die berühmten hängenden Gärten in Babylon. Die meisten Historiker sind sich einig, dass der Begriff «hängende Gärten» nicht wörtlich genommen werden sollte; vielmehr war es ein wunderschön angelegter Terrassengarten. Das Ziel war es, der Wüstenregion Babylons einen grünen, naturnahen Raum zu geben. Das Wunder von Babylon sieht zweifellos aus wie ein Terrassenhaus von heute.

Alpha Immobilien verkauft aktuell vier Terrassenhäuser
Zwei der Objekte befinden sich am Gibel und zwei Objekte haben ihren Standort am Schafrain. Beides ruhige, familienfreundliche und überaus sonnige Lagen mit unverbaubarer Aussicht. Sonnenhungrige kommen dabei voll auf ihre Kosten. Die grosszügigen Terrassen bieten dabei viel Erholungsraum und Platz zum Entspannen.
Die modernen Terrassenhäuser verfügen über grosszügige Eingangsbereiche und sind zum Teil mit zweigeschossigen Elementen gestaltet. Die allgemeinen Räume wie Technik, Doppelgarage und Keller sind auf einer Ebene und bieten entsprechenden Stauraum für Hobbys und Fahrzeuge. Die Technik bietet den aktuellen Standard wie Erdsonden-Heizung, Komfortlüftung sowie bei zwei Objekten die Nutzung einer Photovoltaik-Anlage.

Die Wohnflächen sind hell und geräumig gestaltet, was auch das Arbeiten im Homeoffice positiv beeinflusst. Der Wohn-, Ess- und Küchenbereich ist bei allen vier Objekten hell und grosszügig gestaltet und lässt den zukünftigen Bewohnern viel Raum, um gemütliche Stunden mit der Familie oder mit Gästen zu verbringen. Die grossflächigen Fenster mit den Hubschiebetüren bieten die schöne Aussicht an kühlen Tagen aus dem Wohnzimmer und gewähren den Zugang zur Terrasse, welche an warmen Tagen zusätzlichen Wohnraum bietet.
Die verschiedenen Raumkonzepte sind gradlinig, modern und durchwegs mit einem hohem Ausbaustandard versehen. Individuelle Ausbauwünsche lassen sich bei allen Objekten aktuell noch gut verwirklichen. So können Nasszellen, Küche oder Bodenbeläge durch den zukünftigen Eigentümer mitbestimmt werden. Bei zwei Objekten sind sogar noch kleine Anpassungen bei der Raumeinteilung möglich.

Uns von Alpha Immobilien und unseren Bauherren stehen die Bedürfnisse der zukünftigen Eigentümer an zentraler Stelle. Für den Ausbau wurden lokale und regionale Handwerker berücksichtigt. Dabei steht die Qualität der verbauten Materialien sowie die ausgeführte Arbeit im Fokus. Die ortsansässigen Bauherren sowie die regionalen Handwerker garantieren hierbei mit ihrem Namen für eine hohe Ausbauqualität mit entsprechender Nachhaltigkeit. Wir von Alpha Immobilien nehmen uns gerne Zeit für Sie. Lassen Sie diese verschiedenen Schmuckstücke an dieser aussergewöhnlich sonnigen Lagen bei einer Besichtigung auf sich wirken.

Rufen Sie uns an, oder teilen Sie uns Ihr Interesse via Mail mit. Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen persönlichen Besichtigungstermin, denn bei uns finden Ihre Träume ein Zuhause!

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General Electric streicht 375 Stellen – Standort Oberentfelden soll bleiben

General Electric streicht 375 Stellen | Der Landanzeiger

Die Region verliert wertvolle Arbeitsplätze: General Electric streicht in Oberentfelden 375 Stellen. 119 Jobs sollen erhalten bleiben. Der Regierungsrat erwartet von GE Anschlusslösungen für die betroffenen Mitarbeitenden und dass soziale Härtefälle vermieden werden.

Das Positive vorweg: Der Energiekonzern General Electric will am Standort Oberentfelden festhalten. Trotzdem sollen 375 Stellen abgebaut werden. 119 Arbeitsplätze sollen in Oberentfelden verbleiben, das vermelden der Regierungsrat des Kantons Aargau und verschiedene Gewerkschaften am Montag. Zusammen mit der Personalvertretung haben sie für den Erhalt der Arbeitsplätze gekämpft.

Der Regierungsrat ist enttäuscht, dass der im September des letzten Jahres angekündigte Stellenabbau nach Abschluss der nationalen und der europäischen Konsultationsphase trotz grossem Einsatz des Verhandlungsteams nicht weiter verringert wurde. Einen härteren Ton schlagen die Gewerkschaften an: «Es bleibt der Zorn über die absolut verfehlte Geschäftspolitik von GE und über die Geringschätzung gegenüber dem Personal.»

Standorte müssen bleiben
Dieser grosse Stellenabbau sei ein herber Verlust und ein erneuter Rückschlag für den Wirtschaftsstandort Aargau, heisst es im Schreiben des Regierungsrats. Dieser erwarte, dass GE seine mehrfachen früheren Versprechen einlöst und an den Standorten Oberentfelden und Birr in zukunftsweisende Technologien investiert. «Ich bedaure diesen grossen Verlust an Arbeitsplätzen sehr», erklärte Regierungsrat Dieter Egli, Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres. «Positiv zu werten ist, dass GE am Standort Oberentfelden festhält.»

Globales Kompetenzzentrum
In Oberentfelden soll unter anderem ein globales Kompetenzzentrum für Module von Windkraftwerken aufgebaut und das hervorragende Knowhow vor Ort weiterentwickelt werden. «Ich fordere GE auf, die Standorte Oberentfelden und Birr, an denen engagierte Mitarbeitende tätig sind, zu erhalten und mittelfristig auszubauen», sagt Regierungsrat Dieter Egli weiter.

Soziale Härtefälle vermeiden
Der Regierungsrat nimmt zur Kenntnis, dass die Firma General Electric ihre soziale Verantwortung als Arbeitgeberin wahrnehmen will. Er erwartet, dass GE alles daransetzt, soziale Härtefälle zu vermeiden, und dass im Einzelfall grosszügige Lösungen getroffen werden. Oberstes Ziel muss es sein, für möglichst viele der vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden neue Arbeitsplätze zu finden. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit steht in engem Kontakt mit den Verantwortlichen von GE und wird die vom Abbau betroffenen Mitarbeitenden bei der Stellensuche unterstützen, schreibt der Aargauer Regierungsrat in seiner Mitteilung abschliessend.

Kindergarten hat mehr Raum erhalten

Kindergarten hat mehr Raum erhalten | Der Landanzeiger

Im Prinzip sieht er nicht wie ein Provisorium aus. Durch seine zeitlose Architektur wirkt er vielmehr modern, man möchte fast sagen «schön». Der neue Doppelkindergarten am Pappelweg 3 und 4 in Oberentfelden wurde im Dezember fertiggestellt und bezogen. Am 4. Januar konnten ihn die Kinder zum ersten Mal nutzen.

Ein Flur, Toiletten, zwei Kindergartenzimmer, eine Küche. Was sofort auffällt: An Licht fehlt es drinnen definitiv nicht. Die kreisrunden Deckenleuchten könnten auch an eine moderne Zahnarztpraxis erinnern. «Hier wurde bewusst ein Akzent gesetzt, um den zweckmässigen Charakter des Kindergartens etwas aufzuwerten», erklärt Marie-Theres Bobst. Als Schulleiterin Kindergarten verantwortet sie den inzwischen 14 Abteilungen umfassenden Kindergarten in Ober- und Unterentfelden mit. Das Kindergarten-Provisorium ist solide gebaut. Luxus sucht man vergebens. Zweckmässig und sicher war das Kredo. «Es lässt sich gut arbeiten hier und die Kinder fühlen sich bereits wohl», ergänzt Kindergärtnerin Maggie Müller. Die Sicherstellung einer qualitativen pädagogischen Arbeit ist oberstes Ziel der Schule Entfelden.

Masterplan bis 2040
An Schulraum fehlt es in den beiden Entfelden vom Kindergarten bis zur Oberstufe. In Zusammenhang mit dem Wachstum der Bevölkerung steigt auch die Anzahl Kinder. Die bestehenden Schulräume sind teils sanierungsbedürftig. Vor allem aber fehlt Raum in Form von Schulzimmern und Gruppenräumen. Beim Schulareal Erlenweg wird derzeit ein provisorischer «Container- Pavillon» ausgebaut (Landanzeiger- Bericht vom 21. Januar). Ein weiteres Provisorium schafft mehr Raum für die Primarschule in Unterentfelden. Hier sollen bis Sommer drei neue Schulzimmer mit zwei Gruppenräumen bezugsbereit sein. Weitere Projekte sind in Planung. Der Masterplan der Schule Entfelden steht unter dem Leitmotiv «Mehr Schule, mehr Raum, mehr Wert» und sieht bis 2040 wieder genügend Raumressourcen vor. Die heutigen Chindsgi-Schüler des Pappelwegs 3 sind dann bereits erwachsen.

Das Kindergarten-Provisorium ist solide gebaut. Luxus sucht man vergebens. Zweckmässig und sicher war das Kredo.

Aktuell sehr viele Igel, jedoch viel zu wenig Helfer

Aktuell sehr viele Igel, jedoch viel zu wenig Helfer | Der Landanzeiger

Mit fast 200 Igeln ist die Station praktisch ausgebucht. «Igel haben wir also genug, uns fehlen aber dringend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer», sagt Danielle Lenzin, die sich seit 36 Jahren um die stacheligen Tiere kümmert.

Mit einem Hilferuf hat sich die Igelstation beim Landanzeiger gemeldet. Um die rund 200 Igel zu betreuen, braucht das Team rund um Danielle Lenzin dringend zusätzliche Helfer. «Vorkenntnisse sind keine nötig», erklärt die Leiterin. Gesucht werden ehrenamtliche Helfende, die idealerweise immer am gleichen Wochentag vormittags rund drei Stunden Zeit hätten, um die Boxen der Igel zu säubern und die «Futtergschirrli» bereitzustellen. Vom Frühling bis Herbst werden dann weitere Helfende gesucht, welche die verwaisten Igelbabys bei sich zuhause mit dem «Schöppeli» aufziehen. Melden kann man sich direkt bei Danielle Lenzin (Telefon 079 740 26 31) und bei ihrer Mitarbeiterin Stefanie Tremmel (079 387 13 08). Diese Helfertätigkeit erfolgt ehrenamtlich, also ohne finanzielle Entschädigung.

Die Igelstation in Oberentfelden ist die grösste private Igelstation der Schweiz. Sie ist das Lebenswerk von Danielle Lenzin. Seit 1984 kümmert sie sich 365 Jahrestage um hilfebedürftige Igel; erst bei ihr zuhause und seit 2004 mit deutlich mehr Platz in der Igelstation. Die Entfelderin ist über die Jahre zu einer Igelexpertin geworden. «Das meiste Wissen habe ich mir selber angeeignet, vor allem auch, was die medizinischen Behandlungen von Krankheiten und Verletzungen anbelangt», erklärt die Leiterin, die täglich sehr früh aufsteht, um sich mit viel Herzblut um die Igel zu kümmern und um das Tagessoll zu schaffen.

Mehr Raum für die Kreisschule

Mehr Raum für die Kreisschule | Der Landanzeiger

Die Schule Entfelden hat ein Platzproblem. Mit dem Bevölkerungswachstum in Ober- und Unterentfelden steigt auch die Zahl der jährlich neu eintretenden Schülerinnen und Schüler seit 2018 kontinuierlich an. Die bestehenden Gebäude kommen an ihre Grenzen. Zudem sind einige der Schulhäuser und Kindergärten sanierungsbedürftig. Unter anderem mit Container-Provisorien wird mehr Schulraum geschaffen. Vorerst.

Ein riesiger Kran platzierte in Oberentfelden dieser Tage 16 Container beim Schulareal Erlenweg. Mit ihnen erhält die Mittelstufe mehr Raum. Zwei Klassenzimmer, drei Fachzimmer, Gruppenräume und ein Nebenraum für die Lehrpersonen werden geschaffen. Einsatzbereit sind sie ab Mai. «Wir platzen langsam aus allen Nähten», gibt Gesamtschulleiter Darius Scheuzger zu verstehen. Dennoch freue er sich über die provisorische Lösung. Denn zusätzlicher Raumbedarf ist an der Schule Entfelden ein Dauerthema. Entfelden zählt zu den grossen Kreisschulen des Kantons. Mit ihren 21 Schulgebäuden in Ober- und Unterentfelden beherbergt sie aktuell 1513 Schülerinnen und Schüler – vom Kindergarten bis zur Oberstufe. Die wachsende Schülerschaft, zum Teil sanierungsbedürftige Gebäude und der Lehrplan 21 bedingen mehr Raum für die Schule Entfelden.

Masterplan bis 2040
In Unterentfelden entsteht bis Sommer ein weiterer «Container-Pavillon». Hier fehlen der Primarschule zwei Schulzimmer und ein Gruppenraum. Dieses Provisorium wird neu errichtet und soll zehn Jahre im Einsatz sein. Das Budget wurde vom Kreisschulrat bereits einstimmig genehmigt. Anfang Januar nahm zudem der neue Kindergarten am Pappelweg 3 in Oberentfelden den Betrieb auf. Es ist bereits die 14. Kindergartenabteilung. Auch hier: ein provisorischer Bau. Darius Scheuzger: «Wir sind kosteneffizient unterwegs. Gleichzeitig ist es wichtig, nachhaltig zu denken und zu handeln. Natürlich sind diese Provisorien keine langfristige Lösung. Die Sanierung und Aufstockung des blauen Oberstufenschulhauses in Oberentfelden und der Anbau an das Primarschulhaus Feld in Unterentfelden bleiben daher wichtige Meilensteine unserer Arbeitsgruppe Schulische Immobilien».

Die Abstimmung an der Urne für diese beiden Projekte wird im laufenden Jahr erwartet. Auch ein mögliches Schulprovisorium bei GE/Dreier befindet sich in Abklärung. «Aktuell prüfen wir die Machbarkeit. Es geht vorerst um eine Evaluation, ob dieser Standort in Betracht gezogen werden kann und welche Kosten auf die Schule zukämen», erklärt Scheuzger.

Der Masterplan der Schule Entfelden sieht vor, dass bis 2040 wieder genug Schulraum vorhanden ist. Schulraum für die nächsten Generationen in Ober- und Unterentfelden. Der Masterplan steht unter dem Leitmotiv «Mehr Schule, mehr Raum, mehr Wert».

Mehr Raum für die Kreisschule | Der Landanzeiger
Die Pavillons werden auf Fundamenten aneinandergereiht.

Kreativität und Neugierde als Erfolgsformel

Werner Vogel Argotec AG Oberentfelden | Der Landanzeiger

Das Ausführen von hochpräzisen Drahterodier-Arbeiten, perfekt bis ins kleinste Detail, ist die Spezialität der Argotec AG. Das Unternehmen erodiert, was man nicht fräsen, drehen, stanzen oder lasern kann.

Die Argotec AG hat ihren Sitz in einem modernen Industriegebäude in Oberentfelden. Beim Empfang und im Bürobereich fühlt man sich als Besucher sofort wohl. Die Produktionsräume mit den Maschinen für die Drahterosion befinden sich in den Nebenräumen.

Werner Vogel ist gut gelaunt und offeriert dem Besucher einen Kaffee. Beim Gespräch erzählt er, wie seine Kreativität schon vor vielen Jahren im Lehrbetrieb gefördert wurde. Bereits dort musste er oft nach aussergewöhnlichen Lösungen suchen. Die Neugierde war immer seine Triebfeder. Egal in welcher Tätigkeit. Besonders hilfreich war diese Eigenschaft in Saudi-Arabien, wo er als Manager eine Zementfabrik leitete: «Probleme musste man dort selber lösen. Man konnte nicht einfach jemanden anrufen und Hilfe anfordern. Man war ja mitten in der Wüste!»

Jungunternehmer erkannte neue Möglichkeiten
In den Achtzigerjahren kam eine neue Generation von Erodiermaschinen auf den Markt. Sie waren fünfmal schneller als ihre Vorgängermodelle und erst noch schön in der Farbe. Dies weckte das Interesse von Werner Vogel und er wurde zum Jungunternehmer.

Die Argotec AG produziert Zahnräder für die Uhrenindustrie | Der Landanzeiger
Die Argotec AG produziert Zahnräder für die Uhrenindustrie.

Die Drahterosion lässt unendlich viel zu
Die Technologie der Drahterosion ist grundsätzlich simpel und einfach. Die Teile lassen sich ohne grosse Probleme zuverlässig bearbeiten. Das Erkennen der Möglichkeiten der Bearbeitung von anspruchsvollen Metallteilen ist die Passion von Werner Vogel. Dank seiner Kreativität ist er mit seinem Team immer wieder in der Lage, komplexe Prototypen bis zu Grossserien zu erodieren. «Eine unserer Spezialitäten ist es, Dinge zu machen, die andere nicht umsetzen.»

Bestehende Denkmuster infrage stellen
Wer mit Werner Vogel spricht, realisiert rasch, dass es ihn reizt, immer wieder innovative und spezielle Lösungen zu finden, damit er auch ganz schwierige und scheinbar unmögliche Werkstücke erodieren kann. Im ersten Moment denkt man oft, dass die langjährige Erfahrung hilft. Aber das stimmt in den Augen des Argotec- Patrons nicht: «Die Erfahrung kann das Denken limitieren. Erfahrung ist Vergangenheit.» Aber wie lautet denn die richtige Denkweise? Werner Vogel schmunzelt: «Man muss Bestehendes infrage stellen, in Lösungen und nicht in Problemen denken.»

Der nächste Schritt: Übergabe
Zurzeit strebt Werner Vogel eine Lösung für den Generationenwechsel an und er sucht aktiv nach einem Kompagnon, mit dem er das nächste Kapitel der Argotec AG aufschlagen und einleiten will.

Infos: www.argotec.ch

«Zusammen sind wir Profis»

Ferroflex Oberentfelden | Der Landanzeiger

Die Ferroflex-Gruppe hat am vergangenen Freitag in Oberentfelden ihr neustes Handwerk-Center eröffnet. Auf 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche finden Handwerker – Private und Profis – alles was ihr Herz begehrt. Das Unternehmen hat nicht nur ein neues Gebäude gebaut, sondern auch neue Arbeitsplätze geschaffen.

Ferroflex: 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche | Der Landanzeiger
Grosszügig eingerichtet: Auf 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche finden Handwerker alles für ihre Arbeit.

Schon von Weitem ist der markante, lange Bau an seiner roten Umrahmung zu erkennen. Die auskragende, tiefrote Pforte umrahmt geschosshohe Glasflächen. Hier ist das neue Zuhause des Handwerk-Centers der Firma Ferroflex in Oberentfelden. «Wir sind ein innovatives, modernes Handwerk-Center und beliefern Bau, Industrie und Handwerker sowie den Heimwerker mit einem breiten Sortiment und umfangreichen Dienstleistungen», sagt CEO Thomas Busenhart bei der Eröffnung am vergangenen Freitag. Oberentfeldens Gemeindeammann Markus Bircher durchschnitt im Beisein von Konstantinos Kokonas, dem Leiter des Handwerk-Centers, und Daniele Bernagozzi, dem Verkaufsleiter, das Eröffnungsband. «Es ist ein schöner Moment, bei der Eröffnung eines neuen Unternehmens dabei sein zu dürfen, das zudem auch noch neue Arbeitsplätze schafft», sagt Markus Bircher.

Erfahrene Fachberater
«Unser oberstes Ziel ist es, die Kunde stehst zur vollen Zufriedenheit zu bedienen», sagt Verkaufsleiter Daniele Bernagozzi. Ein ganz grosses Plus sei dabei die professionelle Beratung. «Viele unserer Fachberater kommen aus handwerklichen Berufen und kennen somit die Anliegen und Wünsche der Kunden – egal ob Profi oder Heimwerker – bestens.»

Ferroflex MitarbeiterInnen | Der Landanzeiger
Stehen für Professionalität und Qualität: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ferroflex, an der Feldstrasse 1 in Oberentfelden.

Nach dem Umzug von Suhr (ehemals Henz AG) nach Oberentfelden in die neue Liegenschaft, wurde auch das Angebot in verschiedenen Bereichen ausgebaut. Nebst einem umfangreichen Warenlager mit rund 200’000 bewirtschafteten Artikelpositionen und über 3 Millionen Schrauben, besticht das neue Handwerk-Center auch mit 25’000 Artikel vor Ort und 350’000 Artikel im Onlineshop. Nebst vielen Elektro- und Handwerkzeugen, bietet die Ferroflex in Oberentfelden auch eine Reparaturwerkstatt für Reparaturen und Service von Elektrowerkzeugen und Benzingeräten an. Gewisse Werkzeuge und Maschinen können auch gemietet werden. Zudem gibt es ein grosses Sortiment an Berufsbekleidung und alles für Haus und Garten.

Ferroflex: Testcenter | Der Landanzeiger
Im neuen Testcenter können ProfiFes und Heimwerker die Maschinen testen, bevor sie sie kaufen.
Ferroflex: Geschenke | Der Landanzeiger
Im neuen Handwerk-Center findet man auch kurz vor Weihnachten noch das passende Geschenk.

Weiterer Ausbau möglich
«Wir wollen in den Standort Oberentfelden investieren und sind bereit, hier weitere Arbeitsplätze zu schaffen», sagt Spartenleiter Walter Schlegel von der Ferroflex-Gruppe. Das Unternehmen beschäftigt an neun Standorten rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 30 davon sind Lehrlinge. Am neuen Standort in Oberentfelden gibt es 30 Arbeitsplätze. Die Ferroflexgruppe setzt auf die drei Standbeine Stahl, Bautechnik und Handwerkszentren.

«Ob für Privat- oder Geschäftskunden: Zusammen sind wir Profis», sagt CEO Thomas Busenhart an der Eröffnung abschliessend. Kurz darauf strömten schon erste Handwerker ins Center und machten sich ein Bild vom neuen Angebot an der Feldstrasse 1.

Kontakt

Ferroflex

Feldstrasse 1
5036 Oberentfelden
Telefon 062 855 85 85
oberentfelden@ferroflex.ch
www.ferroflex.ch

«Bei einem Zusammenschluss sind die Wege viel kürzer»

Markus Bircher (FDP) | Der Landanzeiger

Der Oberentfelder Gemeindeammann Markus Bircher (58) hofft, dass sich das Ja anlässlich der Gmeind vom 2. September, auch am Sonntag an der Urne wiederholt. Er sieht in einem Zusammenschluss mit Aarau und Unterentfelden viele Vorteile. 

Markus Bircher, mit welchem Gefühl blicken Sie der Abstimmung über den Zukunftsraum Aarau in Ihrer Gemeinde entgegen? 
Markus Bircher: Ich bin sehr zuversichtlich. Dank dem guten Ergebnis an der Gemeindeversammlung mit dem Verhältnis 2:1. Trotz den auch vielen Unterschriften für die Referendumsab-stimmung glaube ich, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger einfach wollten, dass möglichst alle an der Urne darüber abstimmen können.

Was sind aus Ihrer Sicht die Pluspunkte des Zukunftsraums Aarau für Oberentfelden?
Der Zusammenschluss zu einer neuen Kantonshauptstadt schafft für alle Beteiligten einen Mehrwert. Es werden die vorhandenen Ressourcen wie Personal, Immobilien, Finanzen, usw. besser genutzt. Die bereits heute intensiv verflochtene und baulich stark zusammengewachsene Region bildet eine lebenswerte und wettbewerbsfähige Stadt mit mehr Ausstrahlungskraft. Man setzt ein positives Zeichen für eine gemeinsame Entwicklung für einen attraktiven Wohn- und Arbeitsraum.

Und was die Minuspunkte?
Von den Gegnern wird immer wieder der Verlust der direkten Demokratie wegen der Abschaffung der Gemeindeversammlung erwähnt. Das mag zum einen auch so sein. Allerdings ist  zu bezweifeln, ob das wirklich noch der richtige Weg ist, wenn an der Gmeind jeweils knapp 2 Prozent der Stimmberechtigten teilnehmen und dabei über Kredite von mehreren huntertausend, ja millionen Franken abstimmen. Da ist der künftige Einwohnerrat doch demokratisch viel breiter abgestützt.

Welche grossen Herausforderungen stehen in und um Oberentfelden an, die Sie lieber im Verbund mit Aarau, als alleine lösen würden? 
Gemeinsam können wir die unterschiedlichsten Bedürfnisse bezüglich Mobilität, Arbeit, Wohn- und Freizeit besser befriedigen. Da gehören altersgerechte Wohnformen, Betreuung im Alter, Pflege, Begegnungsmöglichkeiten für Jung und Alt und selbstverständlich auch gut erreichbare Einrichtungen wie z.B öffentlicher Verkehr.

Sie arbeiten in vielen Bereichen bereits eng mit den Nachbargemeinden (auch Suhr und Muhen) zusammen. Was wird einfacher im Zukunftsraum?  
Sie sagen es richtig; man arbeitet in vielen Bereichen zusammen, aber befruchtend oder zielführend ist es eher selten. Zudem wird viel an verschiedene Gemeindeverbände delegiert. Die Mitsprache ist auch dort jeweils sehr stark eingeschränkt. Schlussendlich geht’s immer ums eigene Portmonnaie. Da werden viele zeitliche Ressourcen verbraucht, zustande kommt aber eher selten etwas Grosses. Bei einem Zusammenschluss sind die Wege viel kürzer und es ziehen alle am gleichen Strick, weils alle gleichermassen betrifft.

Das liebe Geld wird von beiden Seiten immer wieder ins Spiel gebracht. Die Befürworter sagen, es könne gespart werden, die Gegner sagen, die Bürger müssen viel mehr Gebühren und mehr Steuern bezahlen. Wer hat nun Recht? 
Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, weil es sich nicht direkt vergleichen lässt. Zudem sind es zwei verschiedene paar Schuhe. Wie ich bereits erwähnt habe, spart man, indem die bestehenden Ressourcen besser genutzt werden. Da liegen fundierte Erkenntnisse vor, die auch von externen Fachleuten plausibilisiert wurden. Aber das spürt der einzelne Stimmbürger ja nicht direkt. Bei den Gebühren hinkt der Vergleich mit den Steuern ebenfalls gewaltig. Es gibt Gebühren, die sind in Aarau sogar günstiger. Es wird auch immer wieder behauptet, dass wir keine Grüngutabgabe hätten. Das stimmt einfach nicht, diese werden bei uns mit der Grundgebühr verrechnet. Die Gegner wollen dies einfach nicht wahrhaben.

Die Vereine befürchten, dass Aarau künftig diktiert, wer wo spielen, üben und auftreten darf und dass alles viel teurer wird.
Das ist aus heutiger Sicht sehr schwer zu beurteilen. Was ist in fünf bis zehn Jahren? Ich verstehe die Ängste, wobei es auch immer wieder Chancen gibt. Da gibt es Vereine, die um’s Überleben kämpfen, wieso kann man da nicht gleich auch zusammenschliessen. Man hört ja immer wieder die Rivalität mit Unterentfelden. Dennoch haben bereits verschiedene Vereine einmal fusioniert. Ich kenne keinen, der es rückgängig machen würde.

Die Gegner von Gemeindefusionen behaupten (siehe LA 3. Dez., Seite 5), dass bei einer Fusion nicht gespart werden könne. Wie sehen Sie das? 
Da gibt es ganz andere Zahlen. Im Gemeindestrukturbericht 2017 sind die Auswirkungen der Gemeindezusammenschlüsse klar ersichtlich. Die Erfahrung zeigt, dass bei praktisch allen Gemeindezusammenschlüssen eine Reduktion des Steuerfusses stattgefunden hat. Die längerfristige Entwicklung bei den Steuerfüssen von zusammengeschlossenen Gemeinden bestätigt zudem, dass diese Steuerfusssenkungen in den meisten Fällen nachhaltig sind. Übrigens orientierten sich sämtliche Steuerfüsse bei den Fusionsgemeinden jeweils am günstigsten Steuerfuss.

Sagt Oberentfelden Ja, aber Aarau Nein, könnten Sie sich dann einen Zusammenschluss von Ober- und
Unterentfelden vorstellen?

Das könnte durchaus ein Thema werden. Verschiedentlich wurde dies ja auch immer wieder diskutiert. Selbst an einer Umfrage zu Beginn des Fusionsprojekts gab es diesbezüglich einige Befürworter. Die Erfahrung aus diesem Fusionsprojekt würden uns auch bei einem solchen Vorhaben etwas bringen. Auch aus etwas Kleinem kann später etwas Grosses entstehen.

So nah an einem Zusammenschluss wie jetzt standen sich die beiden Gemeinden aber noch nie zuvor.
Ja, da gebe ich Ihnen recht. Auch diese Fusion würde auf jeden Fall Sinn machen. Im Grundsatz gilt hier das gleiche wie beim Zukunftsraum. Synergien nutzen, zusammenführen, was zusammen gehört.

Hand aufs Herz, was tun Sie, wenn es ein Ja zum Zukunftsraum gibt?
Dann werde ich mich natürlich sehr freuen und sicher auch darauf anstos-sen. Die Arbeit ist aber damit noch nicht getan. Sie geht weiter, indem wir die
Fusionsverträge ausarbeiten und genau analysieren, da die Rahmenbedingungen ja leicht verändert sind, da Suhr nicht mehr dabei ist. Wir setzen alles daran, dass wir auch diese Abstimmung über die Fusionsverträge gewinnen können. 

Entfelder Gewerbe unterstützen

Röbi Räss (links) und Chris Regez | Der Landanzeiger

«In Entfelden verfügbar, alles für die Festtage von deinem Gewerbe in Ober- und Unterentfelden», steht in grossen Buchstaben auf Plakaten, die seit einigen Tagen in Entfelden stehen und hängen.

«Wir möchten die Bevölkerung motivieren, sich mit dem regionalen Gewerbe zu solidarisieren und dieses in der momentan schwierigen Zeit zu unterstützen», sagt Röbi Räss, Präsident des Gewerbevereins Entfelden. Zur Unterstützung der lokalen Unternehmen in der aktuellen Krise, haben die Gewerbevereine des Bezirks Aarau eine gemeinsame regionale Sensibilisierungskampagne lanciert. Durch die einheitliche Werbung soll das Gewerbe im ganzen Bezirk mehr Beachtung erhalten.

Der Gewerbeverein Entfelden ist mit seinen 180 Mitgliedern der zweitgrösste Gewerbeverein im Bezirk. «Onlinefirmen zahlen hier keine Steuern, schaffen keine regionalen Arbeitsplätze, machen keine Inserate und unterstützen auch die Ortsvereine nicht», wird Röbi Räss deutlich. Das Gewerbe sei sehr wichtig für jede Gemeinde und die Region und benötige jetzt die Unterstützung. «Bei den Mitgliedern des Gewerbevereins Entfelden findet jeder ein passendes Weihnachtsgeschenk oder eine Dienstleistung, die Freude bereitet» ist Röbi Räss überzeugt. Das Entfelder Gewerbe bedankt sich herzlich im Voraus.

www.gewerbeverein-entfelden.ch

«Im Tal der Tränen»

«Im Tal der Tränen» | Der Landanzeiger

«Im Tal der Tränen» Diese Schlagzeile könnte auf vielerlei hinweisen. Beispielsweise auf einen Wildwest-Klassiker oder ganz einfach auf Menschen, welche in dieser unglaublichen Zeit arg zu leiden haben.

«Im Tal der Tränen und das Leben geht weiter» hat jedoch einen ganz anderen Hintergrund. Es handelt sich dabei um das neuste Buch des Oberentfelder Autoren-Duos Christina und Christian Boss. Die zwanzig Kapitel erzählen zwanzig Geschichten über Persönlichkeiten, welche das Schicksal aus ganz unterschiedlichen Gründen tief ins Tal der Tränen abtauchen liess. Ein unbändiger Wille, viel Einsatz, eine ordentliche Portion Glück und Gottes reichen Segen liessen sie wieder in eine weit bessere Lebensphase zurückkehren.

Ob die populäre Politikerin Jacqueline Badran, welche einen Flugzeugabsturz und zwei Lawinenunglücke überlebte oder der bekannte Komiker und Schauspieler Beat Schlatter, welcher mit dem Sänger Stephan Eicher sein Glück als Strassenmusikant versuchte – diese Geschichten werden die Leserschaft garantiert in den Bann ziehen.

Wussten Sie, dass auch das Ikonepaar der Unterhaltungsbranche, Kliby und seine Caroline, nicht nur einmal alle Hilfe von Oben benötigten, um zu überleben und wieder auf die Bühne zurückzukehren? Schliesslich ist Caroline ohne ihren Kliby seelenlos und Kliby ohne seine Caroline schlicht undenkbar!

Kurz: Ein Buch, welches sich als Weihnachtsgeschenk bestens eignet und für den Eigengebrauch Mut und Lebensfreude auslöst.

«Im Tal der Tränen», 379 Seiten, erschienen im
Friedrich-Reinhardt-Verlag in Basel;
ISBN 978-3-7245-2435-9

«Im Tal der Tränen» | Der Landanzeiger
«Im Tal der Tränen»: Ein Buch mit 20 Schicksals-Geschichten von Persönlichkeiten.

«Die Vorteile überwiegen die Nachteile bei weitem»

Zukunftsraum Aarau: Pro Komitee Oberentfelden | Der Landanzeiger

Am 13. Dezember stimmt Oberentfelden darüber ab, ob die Gemeinde weiterhin beim Zukunftsraum Aarau dabei sein will. Harry Knaus und Pius Meyer vom Pro Komitee Oberentfelden stehen Red und Antwort. Für Sie ist klar: Der Zukunftsraum ist eine einmalige Chance für Entfelden.

Sie setzen sich in Oberentfelden für ein Ja zum Zukunftsraum Aarau ein. Was sind Ihre wichtigsten drei Trümpfe im Abstimmungskampf?
Pro Komitee: Der Zukunftsraum ist ein Projekt, das aus der Gegenwart heraus die Zukunft im Blickfeld hat und Antworten auf die künftigen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gibt. Es ist generationenübergreifend angelegt und bietet für die jüngeren und älteren Einwohner nachhaltige Entwicklungsperspektiven.

Erklären Sie unserer Leserschaft, wie die Identität von Ober- und Unterentfelden gestärkt werden soll, wenn beide Gemeinden mit der viel grösseren Stadt Aarau fusionieren?
Das Vereins- und Kulturleben bleibt weiterhin in den verschiedenen Stadtteilen bestehen (z. B. Äntefescht). Dadurch ist die Zugehörigkeit wie auch die Identität zur heutigen Gemeinde und zum zukünftigen Stadtteil gewährleistet. Auch kann mit einer Motion oder über die eigenen Einwohnerräte Einfluss auf die politischen Entscheidungen genommen werden. Ebenfalls gibt es in Ober- und Unterentfelden eine Anlaufstelle für persönliche Belange.

Statt einer Gemeindeversammlung gibt es künftig einen Einwohnerrat, der die wichtigen politischen Entscheidungen trifft. Die Fusionsgegner fürchten, nicht mehr mitreden zu können und alles diktiert zu bekommen. Teilen Sie diese Befürchtungen?
Nein, denn in den letzten Jahren haben nur zirka 1 – 2 Prozent der Gesamtbevölkerung an der Gemeindeversammlung teilgenommen, was nicht repräsentativ ist. Neu erhält jeder Stadtteil im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine Anzahl Sitze im Einwohnerrat. Für Ober- und Unterentfelden bedeutet das 18 Sitze bei total 50 Sitzen, also 36 Prozent. Somit haben wir ein beachtliches Gewicht im Rat.

Sie werben damit, dass die Entfelder bei einem Ja künftig weniger Steuern bezahlen – es wird von 97 Prozent statt 110 und mehr Prozent gesprochen. Wer bezahlt dann die wichtigen Investitionen und Sanierungen wie z. B. Schulhäuser oder Freizeitanlagen?
Die kleineren Steuereinnahmen von den natürlichen Personen im Umfang von 3,9 Millionen werden (als Folge des Zusammenschlusses) durch jährliche Einsparungen von 5 Millionen Franken kompensiert. Der neue Zukunftsraum ist finanzkräftiger als es Ober- und Unterentfelden sind. Daher kann besser in wichtige Projekte investiert werden.

Die Ortsnamen, die Adressen, die Postleitzahlen und die Verwaltung sollen bleiben. Trotzdem sprechen alle davon, Synergien nutzen zu können. Wo sehen Sie diese?
Das grösste Einsparungspotential ergibt sich durch die Zusammenführung der Verwaltungen, womit Synergien im Umfang von zirka 13 Vollzeitstellen realisiert werden können. Auch sollen ausgelagerte Leistungen neu übernommen werden. Weitere Synergien zeigen sich in der günstigeren Beschaffung wie auch beim Mietaufwand.

Das Gewerbe erhofft sich durch den Zusammenschluss bessere Rahmenbedingungen. Gibt es diese?
Ein umfassendes Gemeindegebiet oder eben neu Stadtgebiet bietet höheren Gestaltungsspielraum und grössere Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen. Die Standortattraktivität als grössere Stadt mit guter Anbindung an Bahn- und Strasseninfrastruktur zieht auch neue Unternehmen an. Dadurch erhöht sich die Sichtbarkeit und Attraktivität bestehender Unternehmen. Bei Ansiedlungen von neuen Unternehmen werden auch Arbeitsplätze geschaffen. Attraktiver Wohnraum in der neuen Stadt Aarau würde somit für diese Arbeitnehmer ebenfalls zur Verfügung stehen. Dies wiederum hätte neue Steuereinnahmen zur Folge. Davon würden letztendlich in Form eines attraktiven Steuerfusses die Allgemeinheit wieder profitieren.

Die Entfelder Vereine befürchten, dass sie künftig Sportplätze, Übungslokale und Turnhallen mit Aarauer Vereinen teilen müssen. Wie realistisch ist dieses Szenario?
Grundsätzlich wird die Förderung der Vereine beibehalten. Die Benützung der Sporthallen ist in allen Gemeinden kostenlos. In der ersten Legislatur (also ab 2026) setzen sich die Kulturförderkommission und die Sportkommission, in denen jede Gemeinde vertreten ist, zusammen und erarbeiten entsprechende Richtlinien. Dabei können in einzelnen Stadtteilen schwerpunktmässige Angebote für die ganze Stadt geschaffen werden. Wir Entfelder benützen ja bereits jetzt viele Angebote von Aarau im Bereich Kultur und Sport.

Wie profitieren die Schulen und die Schüler von einem Ja zum Zusammenschluss?
Im Moment haben die Entfelder eine Schulleitung, eine Schulpflege und einen Kreisschulrat. Das ist eine wenig effiziente und gleichzeitig teure Struktur. Künftig untersteht die Schulleitung direkt dem Stadtrat, damit wird der Instanzenweg schlanker und die Kompetenzen der Schulleitung erweitert. Entfelden baut ständig neue Schulpavillons, weil für Grossprojekte sowohl die Finanzen wie auch der Platz fehlt. Mit dem Zukunftsraum können Schule und Schüler von neuen Investitionen und Möglichkeiten profitieren.

Wo steht Oberentfelden aus Ihrer Sicht in 20 bis 25 Jahren?
Oberentfelden hat sich zu einem attraktiven Stadtteil von Aarau entwickelt, mit einer guten Infrastruktur und Zugang zu zeitgemässen Bildungsinstitutionen. Er verfügt über einen lebenswerten Wohnraum mit kurzen Wegen zu Naherholungszonen, pflegt ein aktives Vereins- und Kulturleben und ist Teil einer Stadt mit Ausstrahlung über die Kantonsgrenzen hinweg.

Warum sollen Entfelderinnen und Entfelder am 13. Dezember ein Ja zum Zukunftsraum in die Urne legen?
Das Projekt ist sorgfältig erarbeitet und trägt den vielen unterschiedlichen Interessen der einzelnen Gemeinden Rechnung. Es ist basisdemokratisch abgestützt, schafft Möglichkeiten zur Gestaltung und ist ein Generationenprojekt. Die Vorteile überwiegen die Nachteile bei weitem. Es gibt zukunftsgerichtete Antworten auf die Fragen und Herausforderungen der Gegenwart.

Engelscheune wird im Jahr 2021 saniert

Engelscheune wird im Jahr 2021 saniert | Der Landanzeiger

Die Einwohnergemeinde Oberentfelden rechnet im Jahr 2021 mit einem Defizit von 645’000 Franken, was vier Steuerprozenten entspricht.

Der Gesamtumsatz der Erfolgsrechnung beläuft sich auf mehr als 40,5 Millionen Franken. 31 Millionen Franken davon entfallen auf den steuerfinanzierten Bereich. Die restlichen knapp 10 Millionen Franken sind die Umsätze der Eigenwirtschaftsbetriebe Wasserwerk, Abwasserbeseitigung, Abfallwirtschaft, Elektrizitätsversorgung und Holzschnitzelheizung.

Die zu erwartenden Einkommens- und Vermögenssteuern liegen rund 350’000 Franken unter dem Ertrag des Jahres 2019 sowie 134’000 Franken unter dem Budget 2020. Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Steuerertrag sind schwierig einzuschätzen, schreibt die Gemeinde in ihrer Mitteilung. Das Kantonale Steueramt geht von einem Einbruch von 2,5 Prozent aus. Die budgetierten Gewinn- und Kapitalsteuern juristischer Personen (Aktiensteuern) liegen 100’000 Franken unter dem Budget 2020. Der gesamte budgetierte Fiskalertrag beläuft sich auf gut 18,6 Millionen Franken. Im Jahr 2019 betrug dieser fast 19,1 Millionen Franken. Der betriebliche Aufwand beträgt 29,8 Millionen Franken, davon entfallen 16,1 Prozent auf den Personalaufwand. Dieser fällt höher aus, da für die Sozialen Dienste zusätzliche 160 Stellenprozente und für das Regionale Betreibungsamt zusätzliche 100 Stellenprozente beantragt werden.

Fast 500’000 Franken mehr Finanzausgleich
Im Jahr 2021 erhält Oberentfelden einen Finanzausgleichsbeitrag von mehr als 3 Millionen Franken. Dieser Betrag liegt fast eine halbe Million Franken über dem Beitrag des Jahres 2020. Der zu erwartende Betrag setzt sich zusammen aus dem Bildungslastenausgleich, dem Soziallastenausgleich und dem Steuerkraftausgleich. Letzterer fällt 261’000 Franken höher aus als im Vorjahr. Erstmals erhält Oberentfelden zusätzlich einen Mindestausstattungsbeitrag. Solche Beiträge erhalten Gemeinden, deren Normsteuerertrag pro Kopf einen Durchschnittswert der Aargauer Gemeinden unterschreitet.

2,2 Millionen Franken für die Schule Oberentfelden
Das Investitionsbudget der Einwohnergemeinde – ohne Eigenwirtschaftsbetriebe – beläuft sich auf 3,8 Millionen Franken. 2,2 Millionen Franken beträgt der Anteil von Oberentfelden an den Investitionen der Schule Entfelden. Davon entfallen 1,2 Millionen Franken auf die Gesamterneuerung der schulinternen IT-Anlage. Dieser Kredit unterliegt der Urnenabstimmung in den beiden Verbandsgemeinden. Rund 1,5 Millionen Franken entfallen auf diverse Strassensanierungen.

Die Eigenwirtschaftsbetriebe rechnen mit Investitionsausgaben von 4,3 Millionen Franken. Die Selbstfinanzierung der Einwohnergemeinde liegt bei 810’000 Franken. Damit können die geplanten und die bereits beschlossenen Investitionen nur zu rund 21 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert werden. Der Finanzierungsfehlbetrag beträgt mehr als drei Millionen Franken.

Mehrkosten für die Engelscheune
Die für das Jahr 2020 geplante Sanierung der sich im Besitz der Einwohnergemeinde befindenden Engelscheune findet erst im Jahr 2021 statt. Zusätzlich zu den bereits bekannten Massnahmen im Umfang von aktuell 440’000 Franken ist geplant, eine Wärmedämmung des Dachs vorzunehmen. Dies verursacht Mehrausgaben von 130’000 Franken. Diese Kosten werden direkt der Bilanz belastet. Sie erscheinen weder in der Erfolgsrechnung, noch in der Investitionsrechnung und werden deshalb den Stimmberechtigten separat zur Abstimmung unterbreitet. Weil die Herbstgemeindeversammlung wie bereits die Sommergemeinde wegen Corona abgesagt wurde, wird dieses Traktandum wie auch das Budget 2021 am 13. Dezember an der Urne zur Abstimmung kommen.

Die Detailzahlen zum Budget inklusive der Erfolgs- und Finanzierungsausweise sowie die Erläuterungen samt Kennzahlen sind auf der Homepage der Gemeinde Oberentfelden abrufbar. Ebenso ist der Aufgaben- und Finanzplan 2021 bis 2025 aufgeschaltet.

Was für ein Schweineleben

Denis Häfliger und Partnerin Vanessa Plüss | Der Landanzeiger

Es grunzt und schmazt im Gehege, die einen genehmigen sich gerade noch einen kleinen Imbiss, die anderen liegen lieber im Schlamm herum. Dann öffnet Landwirt Denis Häfliger die Türe des Offenstalls. Total unelegant, aber voller Freude rennen sie auf die Weide, wo das grosse Wühlen im Dreck beginnt. «Was für ein Schweineleben!», sagt Denis Häfliger glücklich. Die zehn Schweine auf dem Zelgenhof sind aber nicht irgendwelche Schweine, es sind Aargauer Eichelschweine, genauer reinrassige Duroc Mastschweine aus der Schweiz. «Das spezielle an dieser Rasse ist der hohe Anteil an intramuskulärem Fett. Durch den hohen Fettanteil ist das Fleisch saftiger», erklärt Denis Häfliger.

So geht regional
Die Idee, sich Eichelschweine zuzutun, kam Denis Häfliger Anfang der Corona-Zeit: «Die Corona-Hamsterkäufe haben mich als Schweizer Landwirt zum Nachdenken gebracht. Unser Eigenversorgungsgrad an Lebensmittel ist in solchen Situationen bedenklich. Daraus ist die Idee entstanden, unsere jährlich anfallenden Eicheln, anstelle sie verfaulen zu lassen, zu verwerten, und daraus ein hochwertiges, regionales Produkt für den Menschen herzustellen.» Eine halbe Kiste voller Eicheln schüttet er ins Gehege hinein. Zurück von der Weide beginnen die Schweine genüsslich zu Schmatzen. «Morgen früh werden nur noch die Schalen der Eicheln hier liegen», erzählt Denis Häfliger. Regionales Futter vom eigenen Betrieb, regionale Ver-arbeitung durch die Metzgerei Sandmeier in Kölliken und der Direktverkauf vom Zelgenhof an Kunden in der Re–gion ist das Ziel dieser Eichelschweine. «So geht regional, so muss es sein», sagt Denis Häfliger. Der Hinterschinken wird an einen Spezialisten in der Schweiz geliefert, um ihn dort rund 18 Monate lang Luftzutrocknen.

Fleischproduktion nach höchsten Tierwohlstandart
Wie auch schon bei den Kühen auf dem Zelgenhof, steht auch bei den Eichelschweinen das -Tierwohl an oberster Stelle. Die zehn Schweine geniessen 24 Stunden Auslauf, haben viel Platz, ein warmes Strohbett und ein Iglu, das gerade so gross ist, dass die Schweine nicht frieren.

Für Denis Häfliger sind die Aargauer Eichelschweine ein Pilotprojekt. Läuft der Vertrieb gut, kann er sich vorstellen, das Projekt weiterzuziehen und sich Muttersäue zuzutun. Weil es aber ein Pilotprojekt ist, hat es, solange es hat. Ab dem 20. November werden erste Produkte über den Zelgenhof erhältlich sein, der Trockenschinken je nach Reifeverlauf ab Mitte 2022. Bestellen kann man aber schon jetzt.

Weitere Infos gibt es auf der Homepage www.hzo.ch.