Kindergarten hat mehr Raum erhalten

Kindergarten hat mehr Raum erhalten | Der Landanzeiger

Im Prinzip sieht er nicht wie ein Provisorium aus. Durch seine zeitlose Architektur wirkt er vielmehr modern, man möchte fast sagen «schön». Der neue Doppelkindergarten am Pappelweg 3 und 4 in Oberentfelden wurde im Dezember fertiggestellt und bezogen. Am 4. Januar konnten ihn die Kinder zum ersten Mal nutzen.

Ein Flur, Toiletten, zwei Kindergartenzimmer, eine Küche. Was sofort auffällt: An Licht fehlt es drinnen definitiv nicht. Die kreisrunden Deckenleuchten könnten auch an eine moderne Zahnarztpraxis erinnern. «Hier wurde bewusst ein Akzent gesetzt, um den zweckmässigen Charakter des Kindergartens etwas aufzuwerten», erklärt Marie-Theres Bobst. Als Schulleiterin Kindergarten verantwortet sie den inzwischen 14 Abteilungen umfassenden Kindergarten in Ober- und Unterentfelden mit. Das Kindergarten-Provisorium ist solide gebaut. Luxus sucht man vergebens. Zweckmässig und sicher war das Kredo. «Es lässt sich gut arbeiten hier und die Kinder fühlen sich bereits wohl», ergänzt Kindergärtnerin Maggie Müller. Die Sicherstellung einer qualitativen pädagogischen Arbeit ist oberstes Ziel der Schule Entfelden.

Masterplan bis 2040
An Schulraum fehlt es in den beiden Entfelden vom Kindergarten bis zur Oberstufe. In Zusammenhang mit dem Wachstum der Bevölkerung steigt auch die Anzahl Kinder. Die bestehenden Schulräume sind teils sanierungsbedürftig. Vor allem aber fehlt Raum in Form von Schulzimmern und Gruppenräumen. Beim Schulareal Erlenweg wird derzeit ein provisorischer «Container- Pavillon» ausgebaut (Landanzeiger- Bericht vom 21. Januar). Ein weiteres Provisorium schafft mehr Raum für die Primarschule in Unterentfelden. Hier sollen bis Sommer drei neue Schulzimmer mit zwei Gruppenräumen bezugsbereit sein. Weitere Projekte sind in Planung. Der Masterplan der Schule Entfelden steht unter dem Leitmotiv «Mehr Schule, mehr Raum, mehr Wert» und sieht bis 2040 wieder genügend Raumressourcen vor. Die heutigen Chindsgi-Schüler des Pappelwegs 3 sind dann bereits erwachsen.

Das Kindergarten-Provisorium ist solide gebaut. Luxus sucht man vergebens. Zweckmässig und sicher war das Kredo.

Aktuell sehr viele Igel, jedoch viel zu wenig Helfer

Aktuell sehr viele Igel, jedoch viel zu wenig Helfer | Der Landanzeiger

Mit fast 200 Igeln ist die Station praktisch ausgebucht. «Igel haben wir also genug, uns fehlen aber dringend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer», sagt Danielle Lenzin, die sich seit 36 Jahren um die stacheligen Tiere kümmert.

Mit einem Hilferuf hat sich die Igelstation beim Landanzeiger gemeldet. Um die rund 200 Igel zu betreuen, braucht das Team rund um Danielle Lenzin dringend zusätzliche Helfer. «Vorkenntnisse sind keine nötig», erklärt die Leiterin. Gesucht werden ehrenamtliche Helfende, die idealerweise immer am gleichen Wochentag vormittags rund drei Stunden Zeit hätten, um die Boxen der Igel zu säubern und die «Futtergschirrli» bereitzustellen. Vom Frühling bis Herbst werden dann weitere Helfende gesucht, welche die verwaisten Igelbabys bei sich zuhause mit dem «Schöppeli» aufziehen. Melden kann man sich direkt bei Danielle Lenzin (Telefon 079 740 26 31) und bei ihrer Mitarbeiterin Stefanie Tremmel (079 387 13 08). Diese Helfertätigkeit erfolgt ehrenamtlich, also ohne finanzielle Entschädigung.

Die Igelstation in Oberentfelden ist die grösste private Igelstation der Schweiz. Sie ist das Lebenswerk von Danielle Lenzin. Seit 1984 kümmert sie sich 365 Jahrestage um hilfebedürftige Igel; erst bei ihr zuhause und seit 2004 mit deutlich mehr Platz in der Igelstation. Die Entfelderin ist über die Jahre zu einer Igelexpertin geworden. «Das meiste Wissen habe ich mir selber angeeignet, vor allem auch, was die medizinischen Behandlungen von Krankheiten und Verletzungen anbelangt», erklärt die Leiterin, die täglich sehr früh aufsteht, um sich mit viel Herzblut um die Igel zu kümmern und um das Tagessoll zu schaffen.

Mehr Raum für die Kreisschule

Mehr Raum für die Kreisschule | Der Landanzeiger

Die Schule Entfelden hat ein Platzproblem. Mit dem Bevölkerungswachstum in Ober- und Unterentfelden steigt auch die Zahl der jährlich neu eintretenden Schülerinnen und Schüler seit 2018 kontinuierlich an. Die bestehenden Gebäude kommen an ihre Grenzen. Zudem sind einige der Schulhäuser und Kindergärten sanierungsbedürftig. Unter anderem mit Container-Provisorien wird mehr Schulraum geschaffen. Vorerst.

Ein riesiger Kran platzierte in Oberentfelden dieser Tage 16 Container beim Schulareal Erlenweg. Mit ihnen erhält die Mittelstufe mehr Raum. Zwei Klassenzimmer, drei Fachzimmer, Gruppenräume und ein Nebenraum für die Lehrpersonen werden geschaffen. Einsatzbereit sind sie ab Mai. «Wir platzen langsam aus allen Nähten», gibt Gesamtschulleiter Darius Scheuzger zu verstehen. Dennoch freue er sich über die provisorische Lösung. Denn zusätzlicher Raumbedarf ist an der Schule Entfelden ein Dauerthema. Entfelden zählt zu den grossen Kreisschulen des Kantons. Mit ihren 21 Schulgebäuden in Ober- und Unterentfelden beherbergt sie aktuell 1513 Schülerinnen und Schüler – vom Kindergarten bis zur Oberstufe. Die wachsende Schülerschaft, zum Teil sanierungsbedürftige Gebäude und der Lehrplan 21 bedingen mehr Raum für die Schule Entfelden.

Masterplan bis 2040
In Unterentfelden entsteht bis Sommer ein weiterer «Container-Pavillon». Hier fehlen der Primarschule zwei Schulzimmer und ein Gruppenraum. Dieses Provisorium wird neu errichtet und soll zehn Jahre im Einsatz sein. Das Budget wurde vom Kreisschulrat bereits einstimmig genehmigt. Anfang Januar nahm zudem der neue Kindergarten am Pappelweg 3 in Oberentfelden den Betrieb auf. Es ist bereits die 14. Kindergartenabteilung. Auch hier: ein provisorischer Bau. Darius Scheuzger: «Wir sind kosteneffizient unterwegs. Gleichzeitig ist es wichtig, nachhaltig zu denken und zu handeln. Natürlich sind diese Provisorien keine langfristige Lösung. Die Sanierung und Aufstockung des blauen Oberstufenschulhauses in Oberentfelden und der Anbau an das Primarschulhaus Feld in Unterentfelden bleiben daher wichtige Meilensteine unserer Arbeitsgruppe Schulische Immobilien».

Die Abstimmung an der Urne für diese beiden Projekte wird im laufenden Jahr erwartet. Auch ein mögliches Schulprovisorium bei GE/Dreier befindet sich in Abklärung. «Aktuell prüfen wir die Machbarkeit. Es geht vorerst um eine Evaluation, ob dieser Standort in Betracht gezogen werden kann und welche Kosten auf die Schule zukämen», erklärt Scheuzger.

Der Masterplan der Schule Entfelden sieht vor, dass bis 2040 wieder genug Schulraum vorhanden ist. Schulraum für die nächsten Generationen in Ober- und Unterentfelden. Der Masterplan steht unter dem Leitmotiv «Mehr Schule, mehr Raum, mehr Wert».

Mehr Raum für die Kreisschule | Der Landanzeiger
Die Pavillons werden auf Fundamenten aneinandergereiht.

Kreativität und Neugierde als Erfolgsformel

Werner Vogel Argotec AG Oberentfelden | Der Landanzeiger

Das Ausführen von hochpräzisen Drahterodier-Arbeiten, perfekt bis ins kleinste Detail, ist die Spezialität der Argotec AG. Das Unternehmen erodiert, was man nicht fräsen, drehen, stanzen oder lasern kann.

Die Argotec AG hat ihren Sitz in einem modernen Industriegebäude in Oberentfelden. Beim Empfang und im Bürobereich fühlt man sich als Besucher sofort wohl. Die Produktionsräume mit den Maschinen für die Drahterosion befinden sich in den Nebenräumen.

Werner Vogel ist gut gelaunt und offeriert dem Besucher einen Kaffee. Beim Gespräch erzählt er, wie seine Kreativität schon vor vielen Jahren im Lehrbetrieb gefördert wurde. Bereits dort musste er oft nach aussergewöhnlichen Lösungen suchen. Die Neugierde war immer seine Triebfeder. Egal in welcher Tätigkeit. Besonders hilfreich war diese Eigenschaft in Saudi-Arabien, wo er als Manager eine Zementfabrik leitete: «Probleme musste man dort selber lösen. Man konnte nicht einfach jemanden anrufen und Hilfe anfordern. Man war ja mitten in der Wüste!»

Jungunternehmer erkannte neue Möglichkeiten
In den Achtzigerjahren kam eine neue Generation von Erodiermaschinen auf den Markt. Sie waren fünfmal schneller als ihre Vorgängermodelle und erst noch schön in der Farbe. Dies weckte das Interesse von Werner Vogel und er wurde zum Jungunternehmer.

Die Argotec AG produziert Zahnräder für die Uhrenindustrie | Der Landanzeiger
Die Argotec AG produziert Zahnräder für die Uhrenindustrie.

Die Drahterosion lässt unendlich viel zu
Die Technologie der Drahterosion ist grundsätzlich simpel und einfach. Die Teile lassen sich ohne grosse Probleme zuverlässig bearbeiten. Das Erkennen der Möglichkeiten der Bearbeitung von anspruchsvollen Metallteilen ist die Passion von Werner Vogel. Dank seiner Kreativität ist er mit seinem Team immer wieder in der Lage, komplexe Prototypen bis zu Grossserien zu erodieren. «Eine unserer Spezialitäten ist es, Dinge zu machen, die andere nicht umsetzen.»

Bestehende Denkmuster infrage stellen
Wer mit Werner Vogel spricht, realisiert rasch, dass es ihn reizt, immer wieder innovative und spezielle Lösungen zu finden, damit er auch ganz schwierige und scheinbar unmögliche Werkstücke erodieren kann. Im ersten Moment denkt man oft, dass die langjährige Erfahrung hilft. Aber das stimmt in den Augen des Argotec- Patrons nicht: «Die Erfahrung kann das Denken limitieren. Erfahrung ist Vergangenheit.» Aber wie lautet denn die richtige Denkweise? Werner Vogel schmunzelt: «Man muss Bestehendes infrage stellen, in Lösungen und nicht in Problemen denken.»

Der nächste Schritt: Übergabe
Zurzeit strebt Werner Vogel eine Lösung für den Generationenwechsel an und er sucht aktiv nach einem Kompagnon, mit dem er das nächste Kapitel der Argotec AG aufschlagen und einleiten will.

Infos: www.argotec.ch

«Zusammen sind wir Profis»

Ferroflex Oberentfelden | Der Landanzeiger

Die Ferroflex-Gruppe hat am vergangenen Freitag in Oberentfelden ihr neustes Handwerk-Center eröffnet. Auf 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche finden Handwerker – Private und Profis – alles was ihr Herz begehrt. Das Unternehmen hat nicht nur ein neues Gebäude gebaut, sondern auch neue Arbeitsplätze geschaffen.

Ferroflex: 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche | Der Landanzeiger
Grosszügig eingerichtet: Auf 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche finden Handwerker alles für ihre Arbeit.

Schon von Weitem ist der markante, lange Bau an seiner roten Umrahmung zu erkennen. Die auskragende, tiefrote Pforte umrahmt geschosshohe Glasflächen. Hier ist das neue Zuhause des Handwerk-Centers der Firma Ferroflex in Oberentfelden. «Wir sind ein innovatives, modernes Handwerk-Center und beliefern Bau, Industrie und Handwerker sowie den Heimwerker mit einem breiten Sortiment und umfangreichen Dienstleistungen», sagt CEO Thomas Busenhart bei der Eröffnung am vergangenen Freitag. Oberentfeldens Gemeindeammann Markus Bircher durchschnitt im Beisein von Konstantinos Kokonas, dem Leiter des Handwerk-Centers, und Daniele Bernagozzi, dem Verkaufsleiter, das Eröffnungsband. «Es ist ein schöner Moment, bei der Eröffnung eines neuen Unternehmens dabei sein zu dürfen, das zudem auch noch neue Arbeitsplätze schafft», sagt Markus Bircher.

Erfahrene Fachberater
«Unser oberstes Ziel ist es, die Kunde stehst zur vollen Zufriedenheit zu bedienen», sagt Verkaufsleiter Daniele Bernagozzi. Ein ganz grosses Plus sei dabei die professionelle Beratung. «Viele unserer Fachberater kommen aus handwerklichen Berufen und kennen somit die Anliegen und Wünsche der Kunden – egal ob Profi oder Heimwerker – bestens.»

Ferroflex MitarbeiterInnen | Der Landanzeiger
Stehen für Professionalität und Qualität: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ferroflex, an der Feldstrasse 1 in Oberentfelden.

Nach dem Umzug von Suhr (ehemals Henz AG) nach Oberentfelden in die neue Liegenschaft, wurde auch das Angebot in verschiedenen Bereichen ausgebaut. Nebst einem umfangreichen Warenlager mit rund 200’000 bewirtschafteten Artikelpositionen und über 3 Millionen Schrauben, besticht das neue Handwerk-Center auch mit 25’000 Artikel vor Ort und 350’000 Artikel im Onlineshop. Nebst vielen Elektro- und Handwerkzeugen, bietet die Ferroflex in Oberentfelden auch eine Reparaturwerkstatt für Reparaturen und Service von Elektrowerkzeugen und Benzingeräten an. Gewisse Werkzeuge und Maschinen können auch gemietet werden. Zudem gibt es ein grosses Sortiment an Berufsbekleidung und alles für Haus und Garten.

Ferroflex: Testcenter | Der Landanzeiger
Im neuen Testcenter können ProfiFes und Heimwerker die Maschinen testen, bevor sie sie kaufen.
Ferroflex: Geschenke | Der Landanzeiger
Im neuen Handwerk-Center findet man auch kurz vor Weihnachten noch das passende Geschenk.

Weiterer Ausbau möglich
«Wir wollen in den Standort Oberentfelden investieren und sind bereit, hier weitere Arbeitsplätze zu schaffen», sagt Spartenleiter Walter Schlegel von der Ferroflex-Gruppe. Das Unternehmen beschäftigt an neun Standorten rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 30 davon sind Lehrlinge. Am neuen Standort in Oberentfelden gibt es 30 Arbeitsplätze. Die Ferroflexgruppe setzt auf die drei Standbeine Stahl, Bautechnik und Handwerkszentren.

«Ob für Privat- oder Geschäftskunden: Zusammen sind wir Profis», sagt CEO Thomas Busenhart an der Eröffnung abschliessend. Kurz darauf strömten schon erste Handwerker ins Center und machten sich ein Bild vom neuen Angebot an der Feldstrasse 1.

Kontakt

Ferroflex

Feldstrasse 1
5036 Oberentfelden
Telefon 062 855 85 85
oberentfelden@ferroflex.ch
www.ferroflex.ch

«Bei einem Zusammenschluss sind die Wege viel kürzer»

Markus Bircher (FDP) | Der Landanzeiger

Der Oberentfelder Gemeindeammann Markus Bircher (58) hofft, dass sich das Ja anlässlich der Gmeind vom 2. September, auch am Sonntag an der Urne wiederholt. Er sieht in einem Zusammenschluss mit Aarau und Unterentfelden viele Vorteile. 

Markus Bircher, mit welchem Gefühl blicken Sie der Abstimmung über den Zukunftsraum Aarau in Ihrer Gemeinde entgegen? 
Markus Bircher: Ich bin sehr zuversichtlich. Dank dem guten Ergebnis an der Gemeindeversammlung mit dem Verhältnis 2:1. Trotz den auch vielen Unterschriften für die Referendumsab-stimmung glaube ich, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger einfach wollten, dass möglichst alle an der Urne darüber abstimmen können.

Was sind aus Ihrer Sicht die Pluspunkte des Zukunftsraums Aarau für Oberentfelden?
Der Zusammenschluss zu einer neuen Kantonshauptstadt schafft für alle Beteiligten einen Mehrwert. Es werden die vorhandenen Ressourcen wie Personal, Immobilien, Finanzen, usw. besser genutzt. Die bereits heute intensiv verflochtene und baulich stark zusammengewachsene Region bildet eine lebenswerte und wettbewerbsfähige Stadt mit mehr Ausstrahlungskraft. Man setzt ein positives Zeichen für eine gemeinsame Entwicklung für einen attraktiven Wohn- und Arbeitsraum.

Und was die Minuspunkte?
Von den Gegnern wird immer wieder der Verlust der direkten Demokratie wegen der Abschaffung der Gemeindeversammlung erwähnt. Das mag zum einen auch so sein. Allerdings ist  zu bezweifeln, ob das wirklich noch der richtige Weg ist, wenn an der Gmeind jeweils knapp 2 Prozent der Stimmberechtigten teilnehmen und dabei über Kredite von mehreren huntertausend, ja millionen Franken abstimmen. Da ist der künftige Einwohnerrat doch demokratisch viel breiter abgestützt.

Welche grossen Herausforderungen stehen in und um Oberentfelden an, die Sie lieber im Verbund mit Aarau, als alleine lösen würden? 
Gemeinsam können wir die unterschiedlichsten Bedürfnisse bezüglich Mobilität, Arbeit, Wohn- und Freizeit besser befriedigen. Da gehören altersgerechte Wohnformen, Betreuung im Alter, Pflege, Begegnungsmöglichkeiten für Jung und Alt und selbstverständlich auch gut erreichbare Einrichtungen wie z.B öffentlicher Verkehr.

Sie arbeiten in vielen Bereichen bereits eng mit den Nachbargemeinden (auch Suhr und Muhen) zusammen. Was wird einfacher im Zukunftsraum?  
Sie sagen es richtig; man arbeitet in vielen Bereichen zusammen, aber befruchtend oder zielführend ist es eher selten. Zudem wird viel an verschiedene Gemeindeverbände delegiert. Die Mitsprache ist auch dort jeweils sehr stark eingeschränkt. Schlussendlich geht’s immer ums eigene Portmonnaie. Da werden viele zeitliche Ressourcen verbraucht, zustande kommt aber eher selten etwas Grosses. Bei einem Zusammenschluss sind die Wege viel kürzer und es ziehen alle am gleichen Strick, weils alle gleichermassen betrifft.

Das liebe Geld wird von beiden Seiten immer wieder ins Spiel gebracht. Die Befürworter sagen, es könne gespart werden, die Gegner sagen, die Bürger müssen viel mehr Gebühren und mehr Steuern bezahlen. Wer hat nun Recht? 
Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, weil es sich nicht direkt vergleichen lässt. Zudem sind es zwei verschiedene paar Schuhe. Wie ich bereits erwähnt habe, spart man, indem die bestehenden Ressourcen besser genutzt werden. Da liegen fundierte Erkenntnisse vor, die auch von externen Fachleuten plausibilisiert wurden. Aber das spürt der einzelne Stimmbürger ja nicht direkt. Bei den Gebühren hinkt der Vergleich mit den Steuern ebenfalls gewaltig. Es gibt Gebühren, die sind in Aarau sogar günstiger. Es wird auch immer wieder behauptet, dass wir keine Grüngutabgabe hätten. Das stimmt einfach nicht, diese werden bei uns mit der Grundgebühr verrechnet. Die Gegner wollen dies einfach nicht wahrhaben.

Die Vereine befürchten, dass Aarau künftig diktiert, wer wo spielen, üben und auftreten darf und dass alles viel teurer wird.
Das ist aus heutiger Sicht sehr schwer zu beurteilen. Was ist in fünf bis zehn Jahren? Ich verstehe die Ängste, wobei es auch immer wieder Chancen gibt. Da gibt es Vereine, die um’s Überleben kämpfen, wieso kann man da nicht gleich auch zusammenschliessen. Man hört ja immer wieder die Rivalität mit Unterentfelden. Dennoch haben bereits verschiedene Vereine einmal fusioniert. Ich kenne keinen, der es rückgängig machen würde.

Die Gegner von Gemeindefusionen behaupten (siehe LA 3. Dez., Seite 5), dass bei einer Fusion nicht gespart werden könne. Wie sehen Sie das? 
Da gibt es ganz andere Zahlen. Im Gemeindestrukturbericht 2017 sind die Auswirkungen der Gemeindezusammenschlüsse klar ersichtlich. Die Erfahrung zeigt, dass bei praktisch allen Gemeindezusammenschlüssen eine Reduktion des Steuerfusses stattgefunden hat. Die längerfristige Entwicklung bei den Steuerfüssen von zusammengeschlossenen Gemeinden bestätigt zudem, dass diese Steuerfusssenkungen in den meisten Fällen nachhaltig sind. Übrigens orientierten sich sämtliche Steuerfüsse bei den Fusionsgemeinden jeweils am günstigsten Steuerfuss.

Sagt Oberentfelden Ja, aber Aarau Nein, könnten Sie sich dann einen Zusammenschluss von Ober- und
Unterentfelden vorstellen?

Das könnte durchaus ein Thema werden. Verschiedentlich wurde dies ja auch immer wieder diskutiert. Selbst an einer Umfrage zu Beginn des Fusionsprojekts gab es diesbezüglich einige Befürworter. Die Erfahrung aus diesem Fusionsprojekt würden uns auch bei einem solchen Vorhaben etwas bringen. Auch aus etwas Kleinem kann später etwas Grosses entstehen.

So nah an einem Zusammenschluss wie jetzt standen sich die beiden Gemeinden aber noch nie zuvor.
Ja, da gebe ich Ihnen recht. Auch diese Fusion würde auf jeden Fall Sinn machen. Im Grundsatz gilt hier das gleiche wie beim Zukunftsraum. Synergien nutzen, zusammenführen, was zusammen gehört.

Hand aufs Herz, was tun Sie, wenn es ein Ja zum Zukunftsraum gibt?
Dann werde ich mich natürlich sehr freuen und sicher auch darauf anstos-sen. Die Arbeit ist aber damit noch nicht getan. Sie geht weiter, indem wir die
Fusionsverträge ausarbeiten und genau analysieren, da die Rahmenbedingungen ja leicht verändert sind, da Suhr nicht mehr dabei ist. Wir setzen alles daran, dass wir auch diese Abstimmung über die Fusionsverträge gewinnen können. 

Entfelder Gewerbe unterstützen

Röbi Räss (links) und Chris Regez | Der Landanzeiger

«In Entfelden verfügbar, alles für die Festtage von deinem Gewerbe in Ober- und Unterentfelden», steht in grossen Buchstaben auf Plakaten, die seit einigen Tagen in Entfelden stehen und hängen.

«Wir möchten die Bevölkerung motivieren, sich mit dem regionalen Gewerbe zu solidarisieren und dieses in der momentan schwierigen Zeit zu unterstützen», sagt Röbi Räss, Präsident des Gewerbevereins Entfelden. Zur Unterstützung der lokalen Unternehmen in der aktuellen Krise, haben die Gewerbevereine des Bezirks Aarau eine gemeinsame regionale Sensibilisierungskampagne lanciert. Durch die einheitliche Werbung soll das Gewerbe im ganzen Bezirk mehr Beachtung erhalten.

Der Gewerbeverein Entfelden ist mit seinen 180 Mitgliedern der zweitgrösste Gewerbeverein im Bezirk. «Onlinefirmen zahlen hier keine Steuern, schaffen keine regionalen Arbeitsplätze, machen keine Inserate und unterstützen auch die Ortsvereine nicht», wird Röbi Räss deutlich. Das Gewerbe sei sehr wichtig für jede Gemeinde und die Region und benötige jetzt die Unterstützung. «Bei den Mitgliedern des Gewerbevereins Entfelden findet jeder ein passendes Weihnachtsgeschenk oder eine Dienstleistung, die Freude bereitet» ist Röbi Räss überzeugt. Das Entfelder Gewerbe bedankt sich herzlich im Voraus.

www.gewerbeverein-entfelden.ch

«Im Tal der Tränen»

«Im Tal der Tränen» | Der Landanzeiger

«Im Tal der Tränen» Diese Schlagzeile könnte auf vielerlei hinweisen. Beispielsweise auf einen Wildwest-Klassiker oder ganz einfach auf Menschen, welche in dieser unglaublichen Zeit arg zu leiden haben.

«Im Tal der Tränen und das Leben geht weiter» hat jedoch einen ganz anderen Hintergrund. Es handelt sich dabei um das neuste Buch des Oberentfelder Autoren-Duos Christina und Christian Boss. Die zwanzig Kapitel erzählen zwanzig Geschichten über Persönlichkeiten, welche das Schicksal aus ganz unterschiedlichen Gründen tief ins Tal der Tränen abtauchen liess. Ein unbändiger Wille, viel Einsatz, eine ordentliche Portion Glück und Gottes reichen Segen liessen sie wieder in eine weit bessere Lebensphase zurückkehren.

Ob die populäre Politikerin Jacqueline Badran, welche einen Flugzeugabsturz und zwei Lawinenunglücke überlebte oder der bekannte Komiker und Schauspieler Beat Schlatter, welcher mit dem Sänger Stephan Eicher sein Glück als Strassenmusikant versuchte – diese Geschichten werden die Leserschaft garantiert in den Bann ziehen.

Wussten Sie, dass auch das Ikonepaar der Unterhaltungsbranche, Kliby und seine Caroline, nicht nur einmal alle Hilfe von Oben benötigten, um zu überleben und wieder auf die Bühne zurückzukehren? Schliesslich ist Caroline ohne ihren Kliby seelenlos und Kliby ohne seine Caroline schlicht undenkbar!

Kurz: Ein Buch, welches sich als Weihnachtsgeschenk bestens eignet und für den Eigengebrauch Mut und Lebensfreude auslöst.

«Im Tal der Tränen», 379 Seiten, erschienen im
Friedrich-Reinhardt-Verlag in Basel;
ISBN 978-3-7245-2435-9

«Im Tal der Tränen» | Der Landanzeiger
«Im Tal der Tränen»: Ein Buch mit 20 Schicksals-Geschichten von Persönlichkeiten.

«Die Vorteile überwiegen die Nachteile bei weitem»

Zukunftsraum Aarau: Pro Komitee Oberentfelden | Der Landanzeiger

Am 13. Dezember stimmt Oberentfelden darüber ab, ob die Gemeinde weiterhin beim Zukunftsraum Aarau dabei sein will. Harry Knaus und Pius Meyer vom Pro Komitee Oberentfelden stehen Red und Antwort. Für Sie ist klar: Der Zukunftsraum ist eine einmalige Chance für Entfelden.

Sie setzen sich in Oberentfelden für ein Ja zum Zukunftsraum Aarau ein. Was sind Ihre wichtigsten drei Trümpfe im Abstimmungskampf?
Pro Komitee: Der Zukunftsraum ist ein Projekt, das aus der Gegenwart heraus die Zukunft im Blickfeld hat und Antworten auf die künftigen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gibt. Es ist generationenübergreifend angelegt und bietet für die jüngeren und älteren Einwohner nachhaltige Entwicklungsperspektiven.

Erklären Sie unserer Leserschaft, wie die Identität von Ober- und Unterentfelden gestärkt werden soll, wenn beide Gemeinden mit der viel grösseren Stadt Aarau fusionieren?
Das Vereins- und Kulturleben bleibt weiterhin in den verschiedenen Stadtteilen bestehen (z. B. Äntefescht). Dadurch ist die Zugehörigkeit wie auch die Identität zur heutigen Gemeinde und zum zukünftigen Stadtteil gewährleistet. Auch kann mit einer Motion oder über die eigenen Einwohnerräte Einfluss auf die politischen Entscheidungen genommen werden. Ebenfalls gibt es in Ober- und Unterentfelden eine Anlaufstelle für persönliche Belange.

Statt einer Gemeindeversammlung gibt es künftig einen Einwohnerrat, der die wichtigen politischen Entscheidungen trifft. Die Fusionsgegner fürchten, nicht mehr mitreden zu können und alles diktiert zu bekommen. Teilen Sie diese Befürchtungen?
Nein, denn in den letzten Jahren haben nur zirka 1 – 2 Prozent der Gesamtbevölkerung an der Gemeindeversammlung teilgenommen, was nicht repräsentativ ist. Neu erhält jeder Stadtteil im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine Anzahl Sitze im Einwohnerrat. Für Ober- und Unterentfelden bedeutet das 18 Sitze bei total 50 Sitzen, also 36 Prozent. Somit haben wir ein beachtliches Gewicht im Rat.

Sie werben damit, dass die Entfelder bei einem Ja künftig weniger Steuern bezahlen – es wird von 97 Prozent statt 110 und mehr Prozent gesprochen. Wer bezahlt dann die wichtigen Investitionen und Sanierungen wie z. B. Schulhäuser oder Freizeitanlagen?
Die kleineren Steuereinnahmen von den natürlichen Personen im Umfang von 3,9 Millionen werden (als Folge des Zusammenschlusses) durch jährliche Einsparungen von 5 Millionen Franken kompensiert. Der neue Zukunftsraum ist finanzkräftiger als es Ober- und Unterentfelden sind. Daher kann besser in wichtige Projekte investiert werden.

Die Ortsnamen, die Adressen, die Postleitzahlen und die Verwaltung sollen bleiben. Trotzdem sprechen alle davon, Synergien nutzen zu können. Wo sehen Sie diese?
Das grösste Einsparungspotential ergibt sich durch die Zusammenführung der Verwaltungen, womit Synergien im Umfang von zirka 13 Vollzeitstellen realisiert werden können. Auch sollen ausgelagerte Leistungen neu übernommen werden. Weitere Synergien zeigen sich in der günstigeren Beschaffung wie auch beim Mietaufwand.

Das Gewerbe erhofft sich durch den Zusammenschluss bessere Rahmenbedingungen. Gibt es diese?
Ein umfassendes Gemeindegebiet oder eben neu Stadtgebiet bietet höheren Gestaltungsspielraum und grössere Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen. Die Standortattraktivität als grössere Stadt mit guter Anbindung an Bahn- und Strasseninfrastruktur zieht auch neue Unternehmen an. Dadurch erhöht sich die Sichtbarkeit und Attraktivität bestehender Unternehmen. Bei Ansiedlungen von neuen Unternehmen werden auch Arbeitsplätze geschaffen. Attraktiver Wohnraum in der neuen Stadt Aarau würde somit für diese Arbeitnehmer ebenfalls zur Verfügung stehen. Dies wiederum hätte neue Steuereinnahmen zur Folge. Davon würden letztendlich in Form eines attraktiven Steuerfusses die Allgemeinheit wieder profitieren.

Die Entfelder Vereine befürchten, dass sie künftig Sportplätze, Übungslokale und Turnhallen mit Aarauer Vereinen teilen müssen. Wie realistisch ist dieses Szenario?
Grundsätzlich wird die Förderung der Vereine beibehalten. Die Benützung der Sporthallen ist in allen Gemeinden kostenlos. In der ersten Legislatur (also ab 2026) setzen sich die Kulturförderkommission und die Sportkommission, in denen jede Gemeinde vertreten ist, zusammen und erarbeiten entsprechende Richtlinien. Dabei können in einzelnen Stadtteilen schwerpunktmässige Angebote für die ganze Stadt geschaffen werden. Wir Entfelder benützen ja bereits jetzt viele Angebote von Aarau im Bereich Kultur und Sport.

Wie profitieren die Schulen und die Schüler von einem Ja zum Zusammenschluss?
Im Moment haben die Entfelder eine Schulleitung, eine Schulpflege und einen Kreisschulrat. Das ist eine wenig effiziente und gleichzeitig teure Struktur. Künftig untersteht die Schulleitung direkt dem Stadtrat, damit wird der Instanzenweg schlanker und die Kompetenzen der Schulleitung erweitert. Entfelden baut ständig neue Schulpavillons, weil für Grossprojekte sowohl die Finanzen wie auch der Platz fehlt. Mit dem Zukunftsraum können Schule und Schüler von neuen Investitionen und Möglichkeiten profitieren.

Wo steht Oberentfelden aus Ihrer Sicht in 20 bis 25 Jahren?
Oberentfelden hat sich zu einem attraktiven Stadtteil von Aarau entwickelt, mit einer guten Infrastruktur und Zugang zu zeitgemässen Bildungsinstitutionen. Er verfügt über einen lebenswerten Wohnraum mit kurzen Wegen zu Naherholungszonen, pflegt ein aktives Vereins- und Kulturleben und ist Teil einer Stadt mit Ausstrahlung über die Kantonsgrenzen hinweg.

Warum sollen Entfelderinnen und Entfelder am 13. Dezember ein Ja zum Zukunftsraum in die Urne legen?
Das Projekt ist sorgfältig erarbeitet und trägt den vielen unterschiedlichen Interessen der einzelnen Gemeinden Rechnung. Es ist basisdemokratisch abgestützt, schafft Möglichkeiten zur Gestaltung und ist ein Generationenprojekt. Die Vorteile überwiegen die Nachteile bei weitem. Es gibt zukunftsgerichtete Antworten auf die Fragen und Herausforderungen der Gegenwart.

Engelscheune wird im Jahr 2021 saniert

Engelscheune wird im Jahr 2021 saniert | Der Landanzeiger

Die Einwohnergemeinde Oberentfelden rechnet im Jahr 2021 mit einem Defizit von 645’000 Franken, was vier Steuerprozenten entspricht.

Der Gesamtumsatz der Erfolgsrechnung beläuft sich auf mehr als 40,5 Millionen Franken. 31 Millionen Franken davon entfallen auf den steuerfinanzierten Bereich. Die restlichen knapp 10 Millionen Franken sind die Umsätze der Eigenwirtschaftsbetriebe Wasserwerk, Abwasserbeseitigung, Abfallwirtschaft, Elektrizitätsversorgung und Holzschnitzelheizung.

Die zu erwartenden Einkommens- und Vermögenssteuern liegen rund 350’000 Franken unter dem Ertrag des Jahres 2019 sowie 134’000 Franken unter dem Budget 2020. Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Steuerertrag sind schwierig einzuschätzen, schreibt die Gemeinde in ihrer Mitteilung. Das Kantonale Steueramt geht von einem Einbruch von 2,5 Prozent aus. Die budgetierten Gewinn- und Kapitalsteuern juristischer Personen (Aktiensteuern) liegen 100’000 Franken unter dem Budget 2020. Der gesamte budgetierte Fiskalertrag beläuft sich auf gut 18,6 Millionen Franken. Im Jahr 2019 betrug dieser fast 19,1 Millionen Franken. Der betriebliche Aufwand beträgt 29,8 Millionen Franken, davon entfallen 16,1 Prozent auf den Personalaufwand. Dieser fällt höher aus, da für die Sozialen Dienste zusätzliche 160 Stellenprozente und für das Regionale Betreibungsamt zusätzliche 100 Stellenprozente beantragt werden.

Fast 500’000 Franken mehr Finanzausgleich
Im Jahr 2021 erhält Oberentfelden einen Finanzausgleichsbeitrag von mehr als 3 Millionen Franken. Dieser Betrag liegt fast eine halbe Million Franken über dem Beitrag des Jahres 2020. Der zu erwartende Betrag setzt sich zusammen aus dem Bildungslastenausgleich, dem Soziallastenausgleich und dem Steuerkraftausgleich. Letzterer fällt 261’000 Franken höher aus als im Vorjahr. Erstmals erhält Oberentfelden zusätzlich einen Mindestausstattungsbeitrag. Solche Beiträge erhalten Gemeinden, deren Normsteuerertrag pro Kopf einen Durchschnittswert der Aargauer Gemeinden unterschreitet.

2,2 Millionen Franken für die Schule Oberentfelden
Das Investitionsbudget der Einwohnergemeinde – ohne Eigenwirtschaftsbetriebe – beläuft sich auf 3,8 Millionen Franken. 2,2 Millionen Franken beträgt der Anteil von Oberentfelden an den Investitionen der Schule Entfelden. Davon entfallen 1,2 Millionen Franken auf die Gesamterneuerung der schulinternen IT-Anlage. Dieser Kredit unterliegt der Urnenabstimmung in den beiden Verbandsgemeinden. Rund 1,5 Millionen Franken entfallen auf diverse Strassensanierungen.

Die Eigenwirtschaftsbetriebe rechnen mit Investitionsausgaben von 4,3 Millionen Franken. Die Selbstfinanzierung der Einwohnergemeinde liegt bei 810’000 Franken. Damit können die geplanten und die bereits beschlossenen Investitionen nur zu rund 21 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert werden. Der Finanzierungsfehlbetrag beträgt mehr als drei Millionen Franken.

Mehrkosten für die Engelscheune
Die für das Jahr 2020 geplante Sanierung der sich im Besitz der Einwohnergemeinde befindenden Engelscheune findet erst im Jahr 2021 statt. Zusätzlich zu den bereits bekannten Massnahmen im Umfang von aktuell 440’000 Franken ist geplant, eine Wärmedämmung des Dachs vorzunehmen. Dies verursacht Mehrausgaben von 130’000 Franken. Diese Kosten werden direkt der Bilanz belastet. Sie erscheinen weder in der Erfolgsrechnung, noch in der Investitionsrechnung und werden deshalb den Stimmberechtigten separat zur Abstimmung unterbreitet. Weil die Herbstgemeindeversammlung wie bereits die Sommergemeinde wegen Corona abgesagt wurde, wird dieses Traktandum wie auch das Budget 2021 am 13. Dezember an der Urne zur Abstimmung kommen.

Die Detailzahlen zum Budget inklusive der Erfolgs- und Finanzierungsausweise sowie die Erläuterungen samt Kennzahlen sind auf der Homepage der Gemeinde Oberentfelden abrufbar. Ebenso ist der Aufgaben- und Finanzplan 2021 bis 2025 aufgeschaltet.

Was für ein Schweineleben

Denis Häfliger und Partnerin Vanessa Plüss | Der Landanzeiger

Es grunzt und schmazt im Gehege, die einen genehmigen sich gerade noch einen kleinen Imbiss, die anderen liegen lieber im Schlamm herum. Dann öffnet Landwirt Denis Häfliger die Türe des Offenstalls. Total unelegant, aber voller Freude rennen sie auf die Weide, wo das grosse Wühlen im Dreck beginnt. «Was für ein Schweineleben!», sagt Denis Häfliger glücklich. Die zehn Schweine auf dem Zelgenhof sind aber nicht irgendwelche Schweine, es sind Aargauer Eichelschweine, genauer reinrassige Duroc Mastschweine aus der Schweiz. «Das spezielle an dieser Rasse ist der hohe Anteil an intramuskulärem Fett. Durch den hohen Fettanteil ist das Fleisch saftiger», erklärt Denis Häfliger.

So geht regional
Die Idee, sich Eichelschweine zuzutun, kam Denis Häfliger Anfang der Corona-Zeit: «Die Corona-Hamsterkäufe haben mich als Schweizer Landwirt zum Nachdenken gebracht. Unser Eigenversorgungsgrad an Lebensmittel ist in solchen Situationen bedenklich. Daraus ist die Idee entstanden, unsere jährlich anfallenden Eicheln, anstelle sie verfaulen zu lassen, zu verwerten, und daraus ein hochwertiges, regionales Produkt für den Menschen herzustellen.» Eine halbe Kiste voller Eicheln schüttet er ins Gehege hinein. Zurück von der Weide beginnen die Schweine genüsslich zu Schmatzen. «Morgen früh werden nur noch die Schalen der Eicheln hier liegen», erzählt Denis Häfliger. Regionales Futter vom eigenen Betrieb, regionale Ver-arbeitung durch die Metzgerei Sandmeier in Kölliken und der Direktverkauf vom Zelgenhof an Kunden in der Re–gion ist das Ziel dieser Eichelschweine. «So geht regional, so muss es sein», sagt Denis Häfliger. Der Hinterschinken wird an einen Spezialisten in der Schweiz geliefert, um ihn dort rund 18 Monate lang Luftzutrocknen.

Fleischproduktion nach höchsten Tierwohlstandart
Wie auch schon bei den Kühen auf dem Zelgenhof, steht auch bei den Eichelschweinen das -Tierwohl an oberster Stelle. Die zehn Schweine geniessen 24 Stunden Auslauf, haben viel Platz, ein warmes Strohbett und ein Iglu, das gerade so gross ist, dass die Schweine nicht frieren.

Für Denis Häfliger sind die Aargauer Eichelschweine ein Pilotprojekt. Läuft der Vertrieb gut, kann er sich vorstellen, das Projekt weiterzuziehen und sich Muttersäue zuzutun. Weil es aber ein Pilotprojekt ist, hat es, solange es hat. Ab dem 20. November werden erste Produkte über den Zelgenhof erhältlich sein, der Trockenschinken je nach Reifeverlauf ab Mitte 2022. Bestellen kann man aber schon jetzt.

Weitere Infos gibt es auf der Homepage www.hzo.ch.

Lama-Besuch im Alterszentrum

Tierischer Besuch im Alterszentrum im Zopf | Der Landanzeiger

Gerade in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie ist es für viele Menschen schwieriger geworden, die Abwechslungen des Alltags zu geniessen, da diese situationsbedingt weniger geworden sind. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums im Zopf, haben die Verantwortlichen etwas neues gewagt. 

Aus Aetigkofen im Kanton Solothurn wurden Lamas zu Besuch eingeladen. Mit einem Anhänger wurden zwei Tiere nach Oberentfelden gebracht. Diese blieben aber nicht einfach vor dem Haus stehen, sondern wurden in die Cafeteria zu den anwesenden Gästen geführt, wo sie gestreichelt oder auch mal richtig geherzt werden durften. Mit dem Lift wurden die Tiere auch in jedes Stübli gebracht, wo auch jene Bewohnerinnen und Bewohner die Tiere berühren und streicheln konnten, welche nicht mehr in die Cafeteria gehen können.

Die glücklichen Gesichter und die herzlichen Emotionen waren überwältigend und ermutigen die Zentrumsleitung, solche Experimente zu wiederholen.

Dreifaches Jubiläum im Ammann Center

Freuen sich vor dem Ammann Center mit corona-konformem Abstand, von links: Martin Wernli (Wernli AG Küche Bad), Gastgeber Marc Ammann (Ammann & Co. AG Schuhfabrik) und Bruno Huwiler (Spar Supermarkt) | Der Landanzeiger

Gleich drei Firmen im Ammann Center feiern in diesem Jahr Jubiläum: 50 Jahre Nuovo Style, 25 Jahre Wernli AG Küchen/Bäder und 20 Jahre Spar Supermarkt. Gefeiert wird dies mit zahlreichen Herbst-Aktionen am Freitag und Samstag, 30. und 31. Oktober mit allen 21 Geschäften, die im Ammann Center zu Hause sind.

20% Rabatt am Freitag und Samstag bei Nuovo Style
Wenn eine Firma die letzten 50 Jahre in einer turbulenten Branche überlebt hat, dann ist das ein gutes Zeichen. Alle Stürme der letzten 50 Jahre überstanden hat das Entfelder Modefachgeschäft Nuovo Style, das kürzlich mit seinen Kunden das 50jährige Bestehen gefeiert hat. Seit 25 Jahren ist Nuovo Style im Ammann Center. Die wichtigen «Must-haves» der Saison sind die stylischen Woll- und Daunenmäntel mit den dazu passenden Sneakers und Bottinen. Bei Nuovo Style gibt es bekannte Modelabels wie Cinque, Closed, Parajumpers, Oui, Alberto, Napapijri und natürlich: Ammann Schuhe!

Spar – ein beliebter Einkaufsort
Seit 20 Jahren erfüllt der Spar Supermarkt im Ammann Center eine wichtige Funktion als kompetenter Nahversorger. Er bietet der Bevölkerung von Oberentfelden und Umgebung Gelegenheit, Lebensmittel des täglichen Bedarfs ohne lange Anfahrtswege schnell und günstig einzukaufen.

Seit 10 Jahren führt Bruno Huwiler sehr erfolgreich den Spar Supermarkt. Zusammen mit seinem aufgestellten Team sorgt er dafür, dass man wirklich hier alles findet: frisches Obst und Gemüse, frische gesunde Lebensmittel und ein grosses Weinsortiment. Für Kontakt Ammann Center Muhenstrasse 11 5036 Oberentfelden www.ammanncenter.ch stressfreies Einkaufen sorgen die langen Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 7.00 bis 20.00 Uhr kann man hier bequem die Einkäufe tätigen.

Wernli AG – Räume, die unter die Haut gehen
Bei der Wernli AG findet der Kunde die ideale und auf ihn zugeschnittene Lösung, wenn es um Küchen, Bäder und Hauswirtschaftsräume geht. Martin Wernli weiss, wovon er spricht, wenn es um Projekte rund um Küchen und Bäder geht. Seit 1981 bewegt er sich in der Branche. 1998 gründete er die Wernli AG. Als Inhaber, Geschäftsführer und passionierter Planer engagiert sich Martin Wernli persönlich und steht für seine Projekte gerade. «Die Dienstleistung für unsere Kunden steht im Vordergrund », erklärt er. Ihm ist das Zwischenmenschliche wichtig. Ob für Private oder für Generalunternehmer, Eigentumsoder Mietwohnungsbereich: Die Wernli AG ist der richtige Partner, wenn es um Küchen, Bäder und Hauswirtschaftsräume geht. Von preiswert bis luxuriös.

Ammann Center begrüsst zum Jubiläum neue Mieterin
Die pflegeprivat gmbh, die krankenkassenanerkannte Spitexorganisation von Branka Wernli zieht ins Ammann Center ein und erbringt professionelle Dienstleistungen in Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft. Psychiatrie-Pflege und Palliative-Care ergänzen das Angebot.

Kontakt

Ammann Center

Muhenstrasse 11
5036 Oberentfelden
www.ammancenter.ch

Schule und Corona stoppen das Theater

Theatergesellschaft Oberentfelden sagt Spielzeit 2021 ab | Der Landanzeiger

Viele treue Gäste freuten sich schon auf die Aufführungen der Theatergesellschaft Oberentfelden, die seit August das Stück «Es fährt kein Zug nach Irgendwo» einübte. Nun ziehen die Verantwortlichen die Reissleine, nicht nur Corona-bedingt, wie Präsident Dieter Lüscher sagt.

Die Theatergesellschaft Oberentfelden probte schon seit Monaten für das neue Stück. Nun kommt das Aus, weshalb?
Dieter Lüscher: Bis vor drei Wochen hatten wir die feste Absicht, im Januar 2021 elf Aufführungen zu spielen. Am 7. Oktober entschieden wir uns aber schweren Herzens, die Saison 2021 abzusagen und alle Vorbereitungen abzubrechen.

War das Zweckoptimismus oder glaubten Sie wirklich daran, dass die Aufführungen stattfinden können?
Wir waren uns bewusst, dass wir die Aufführungen nur mit grösseren Einschränkungen hätten durchführen können. Die Anzahl an Sitzplätzen hätte verringert werden und auch das Restaurant hätte aufgeteilt werden müssen, weil im Foyer schutzbedingt nur etwa die Hälfte der gewohnten Plätze zur Verfügung stand. Es hätte einiges an Mehraufwand gegeben, aber wir glaubten wirklich daran, dass im Januar 2021 in Oberentfelden Theater gespielt wird.

Wie weit waren die Vorbereitungen schon vorangeschritten?
Mitte August hatten wir mit dem Probebetrieb begonnen und übten wie gewohnt zweimal pro Woche. Aufgrund der Schutzmassnahmen aber nicht in unserem eigenen – nicht sonderlich gut belüfteten – Vereinslokal, sondern oft im Freien oder im Schützenhaus, welches uns von der Schützengesellschaft verdankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurde. Auch mit dem Bühnenbau hatten wir bereits begonnen.

Aus dem Umfeld des Vereins ist zu hören, dass Corona aber nicht der einzige Grund für die Absage der Spielzeit 2021. Was hat noch gegen die Auftritte gesprochen?
Nein, Corona ist tatsächlich nicht der einzige Grund. Diese Situation wäre zwar sehr erschwerend gewesen, aber wir wollten etwas Normalität zurückgewinnen. Das erwartete Defizit aufgrund der verringerten Platzzahl hätten wir zum Teil mit unserer bewährten Restauration verringern können. Mitte September wurde uns dann aber durch die Schule definitiv mitgeteilt, dass uns das Foyer nicht zur Verfügung steht, weil dort bis im nächsten Sommer aus Platzmangel ein Schulzimmer eingerichtet wurde. Zwar hat man uns Alternativen angeboten, welche für uns aber nicht umsetzbar waren. Wir standen somit vor der Tatsache, dass wir nicht nur mit einem vermutlich eingeschränkten Spielbetrieb rechnen mussten, sondern auch kein Restaurant und keine Bar anbieten können. Die Kombination dieser beiden Erschwernisse führte dazu, dass wir die Saison absagten.

Welche Auswirkungen hat die Absage für den Verein und die Kasse?
Der Verein lebt weiter; wir haben auch bereits Ideen, wie wir zusammen mit dem Regisseur den Mitgliedern ab ungefähr nächstem Frühling – wenn Corona es zulässt – Kurse und freie Proben anbieten können. Was die Kasse betrifft: Seit Probebeginn fallen die Honorarkosten für den Regisseur an. Der Bühnenbau hat ebenfalls bereits Kosten verursacht, welche aber grösstenteils nicht verloren gehen. Und mit dem Regisseur Nic Russi konnten wir uns einigen, dass wir ihm nächstes Jahr, wenn wir mit dem gleichen Stück dort weiterfahren, wo wir jetzt abgebrochen haben, nicht ein zweites Mal das volle Honorar entrichten müssen. Wir sind dem Regisseur sehr dankbar dafür. Das Loch in der Kasse werden wir verkraften können. Ein bisschen schmerzlicher ist der fehlende Saisongewinn.

Sie wollen 2022 wieder spielen. Erzählen Sie uns kurz, was erwartet die Zuschauer im neuen Stück «Es fährt kein Zug nach Irgendwo».
Es handelt sich um ein Bahnabenteuer der deutschen Autorin Winnie Abel. Der Zuschauer reist am Anfang in einem Wagen eines Interregios mit. Dieser Zug wird einen ausserplanmässigen Halt einlegen müssen und die Fahrgäste an einem trostlosen Provinzbahnhof zurücklassen. Ohne Handyempfang, ohne Taxis, ohne eine Aussicht auf Weiterfahrt. Ein witziges Nervenchaos nimmt seinen Lauf. Regie führt wieder Nic Russi, der bei unseren Mitgliedern sehr beliebt ist. Er hat das Stück leicht anpassen und in Mundart übersetzt.

Die Theatergesellschaft Oberentfelden wurde 1909 gegründet. Gab es in der Vereinsgeschichte schon einmal einen Ausfall einer Spielzeit und was war damals der Grund?
Ja, das gab es tatsächlich schon. Während des zweiten Weltkrieges und in den Nachkriegsjahren konnte während insgesamt acht Saisons nicht gespielt werden. Und dann war da noch das Jahr 1966, als in der Gemeinde die Maul- und Klauenseuche wütete und deswegen nicht gespielt werden durfte.

Sie sind ein positiv denkender Mensch. Was plant der Präsident der Theatergesellschaft Oberentfelden für die Zukunft?
Wir wollten als Theatergesellschaft am «Aentefescht» mitmachen. Das fand aber dieses und wie wir schon jetzt wissen, auch nächstes Jahr leider nicht statt. Wir werden für die Mitglieder spezielle Kurs- und Probeabende ins Leben rufen. Und aller Unbill zum Trotz, werden wir die Mitglieder, die Helfer und unsere treuen Sponsoren in der zweiten Januarwoche, vermutlich am Donnerstagabend, 7. Januar 2021, zu einem Neujahrsapèro einladen. Und natürlich denken wir alle positiv und gehen davon aus, dass wir im übernächsten Jahr unseren treuen Zuschauern wieder ein unbeschwertes Theater-erlebnis bieten können. Es fährt dann halt im Januar 2022 kein Zug nach Irgendwo. 

Oberentfelden stimmt am 13. Dezember an der Urne ab

Referendum «Zukunftsraum Aarau» | Der Landanzeiger

Das Referendum zum Zukunftsraum Aarau kam in Oberentfelden zustande. Vergangenen Montag übergab das Referendumskommitee um Dieter Ammann, Marianne Fuchs, Udo Fuchs, Roland Haldimann, Hermann Rüfenacht, Brigitte Siegenthaler und Michael Wiesendanger Gemeindeammann Markus Bircher und Gemeindeschreiber Dario Steinmann die restlichen Unterschriften. Damit wurden insgesamt 1018 Unterschriften gesammelt, das benötigte Quorum von 480 wurde bei weitem übertroffen.

«Die Sammlung von über 1000 Unterschriften zeigt, dass viele Einwohner von Oberentfelden mit dem Entscheid der Gemeindeversammlung nicht einverstanden sind», so das Referendumskomitee. Sie bedanken sich herzlich bei allen Unterstützern und Helfern. Durch das erfolgreiche Referendum wurde das Ziel des Komitees erreicht, dass alle Stimmberechtigten von Oberentfelden die Möglichkeit haben, über den Zukunftsraum an der Urne abzustimmen. Vor allem erhofft sich das Komitee, dass sich die Bevölkerung besser über die Vor- aber auch die Nachteile eines Zukunftsraums für Oberentfelden informieren können. Die Unrenabstimmung wird am 13. Dezember stattfinden.

«Über 1000 Unterschriften ist natürlich ein gutes Resultat. Jetzt warten wir die Abstimmung ab und schauen, wie das endgültige Resultat ausfällt. Wichtiger Punkt für Oberentfelden ist sicherlich, was Unterentfelden am 18. Oktober an der Urne entscheidet», sagt Markus Bircher.

Ein Stück Geschichte zum Schmunzeln

Gogo Frei | Der Landanzeiger

In 50 Jahren über eintausend Auftritte, an die fünfhundert geschriebene Songs und eine Eigenproduktion von weit über 50 Tonträgern – Gogo Frei ist zweifelsfrei ein musikalischer Macher. Trotzdem schaffte es Gogo Frei nicht über den Status eines Provinzmusikers hinaus, was ihn jedoch nie störte. «Wir spielten alle Waldhütten im Umkreis von 20 Kilometer tot», schreibt er selbst in seinem Buch. «Erfolglos erfolgreich» betitelte ihn einst Journalist Peter Weingartner. «Diese Aussage stimmt absolut», sagt Gogo Frei lachend. «Und ich bin glücklich damit». Gogo Frei erzählt: «Eine Frage hörte ich mein Leben lang immer wieder: Kannst du von der Musik leben? Natürlich konnte ich nicht. Das war mir aber egal. Musik war für mich einfach immer die wichtigste Tätigkeit. Ich verschwendete keinen Gedanken daran, ob ich davon leben konnte oder nicht. Ich tat einfach, was ich am liebsten mochte: Musik.»

Selbst ist der Gogo
Gogo Frei ist gerne sein eigener Chef. Er lässt sich nicht verbiegen, Abhängigkeit treibt ihn in die Flucht. Er ist einer, der seine Musik auf seine eigene Art und Weise komponiert, produziert und vertreibt. Warum sollte es dann bei seinem eigenen Buch anders sein? Auch hier hat er, mit Hilfe seiner Frau Melanie, sein Ding durchgezogen. Er vertreibt sein Buch selbst, hat es selbst gestaltet und in Kapitel eingegliedert und natürlich alles selbst recherchiert und nicht zuletzt aufgeschrieben – in Kleinbuchstaben. «Ich habe schon in der Schule die Gross- und Kleinschreibung in der Grammatik nie begriffen, das war für mich immer reine Schikane», begründet er. Das erste Manuskript zum Buch entstand Anfang der 80er Jahre als er mit der Schreibmaschine ca. 20 Seiten zu seinen musikalischen Anfängen tippte, bereits damals mit dem Titel «Die Karriere eines Provinzmusikers». «Ich dachte damals nie daran, dass daraus jemals ein Buch entstehen würde», so der heute 65-Jährige.

Ein Stück Geschichte
«Die Karriere eines Provinzmusikers – eine biographische Dokumentation 1970 – 2020» erzählt auf 308 Seiten die musikalische Geschichte von Gogo. Angefangen mit der Schülerband «Hot Water Pipes» beziehungsweise später «Asp» weiter bis zu seiner Zeit mit Kniri Knaus (Pfuri, Gorps und Kniri) und nocheinmal weiter über die «Schwalbenkönige» ins Heute. Und eins soll an dieser Stelle schon verraten werden: Gogo Frei hat so einiges erlebt. Gespickt ist Gogos Werdegang mit lustigen Anekdoten und grandiosen Fotos, Albumcovers und Zeitungsartikeln. Doch es geht nicht nur um Gogo und seine Musik. Gogo Frei ist vor allem auch Kenner der regionalen Musikgeschichte seiner Generation und nimmt die Leser mit auf eine Reise zu ehemaligen lokalen Künstlern wie Mental Disorder, Herodes, The Dragons und vielen mehr. Aber auch ein Abstecher zu den «Linken» und natürlich ins Brügglifeld darf nicht fehlen. Gogo Freis Buch ist ein Stück Geschichte, es bringt einem den Menschen «Gogo» näher, es ist spannend und bringt gleichzeitig zum Schmunzeln.

Musikalische Buchpräsentation im Böröm
Die Präsentation des Buches findet am 22. und 23. Oktober im Böröm in Oberentfelden statt. Begleitet wird die Buchpräsentation natürlich von Musik. Das Trio Open Book wurde speziell für die Buchlesungen zusammengestellt. Mit dabei sind neben Gogo die beiden Altstars Franz Kneubühler und Rainer Suter. Türöffnung ist jeweils um 20 Uhr, ab 20.30 Uhr geht es los. Der Eintritt ist frei, es stehen nur noch wenige Plätze zur Verfügung, Reservationen unter: info@partysounds.ch/ 062 723 56 39.

Weitere Informationen zu Gogo und zu seinem Buch gibt es auf den Webseiten www.gogobuch.ch und auf www.partysounds.ch