Wunderbarer Duft nach Leder, Holz und Benzin

Wunderbarer Duft nach Leder, Holz und Benzin | Der Landanzeiger

Es duftet herrlich nach echtem Leder und Walnussholz. Die Armaturen sehen aus wie bei einem Cockpit eines alten Flugzeugs, die liebevollen Details und das Gesamtbild lassen nicht nur nostalgische Gefühle aufleben. Im Jaguar MK2 aus dem Jahr 1963 fühlt sich der Passagier fast wie im Wohnzimmer mit Cheminée-Atmosphäre. Der Oldtimer gehört Jean-François Raoult. Er ist der Guide für die Sternfahrt «Entdeckung Mittelalter Zofingen» und führt den Corso an, der vom Classic Car Center in Safenwil via Wittwil, Reitnau und Bottenwil nach Zofingen führt. Unterwegs erzählt Raoult, dass er den Wagen bereits seit 30 Jahren besitzt. Der Jaguar war damals weltweit die schnellste viertürige Limousine mit 210 PS. «Die Aargauer Autobahnpolizei hatte fünf Stück davon», erzählt Raoult, während er im Rückspiegel kontrolliert, ob die 15 Fahrer des Corsos noch folgen. Der 6-Zylinder-Motor läuft gleichmässig wie ein Uhrwerk und beruhigt Besitzer wie Beifahrerin. In Zofingen angekommen, sorgen die parkenden Oldtimer bei vielen Passanten für Aufsehen. Die liessen es sich nicht nehmen, den einen oder anderen genaueren Blick auf die Veteranen zu werfen. Zeit dafür blieb ihnen genug. Denn die Teilnehmer der Sternfahrt kamen in den Genuss einer Stadtführung mit anschliessendem Apéro, bevor der Weg zurück nach Safenwil unter die Räder genommen wurde.

Wunderbarer Duft nach Leder, Holz und Benzin | Der Landanzeiger
Viel Handarbeit steckt im Innern des Jaguar MK II.
Wunderbarer Duft nach Leder, Holz und Benzin | Der Landanzeiger
Kurz vor dem Start gab es ein kurzes Briefing vor dem Classic Car Center in Safenwil.
Wunderbarer Duft nach Leder, Holz und Benzin | Der Landanzeiger
Ein Döschwo «Sahara» aus dem Jahr 1963.
Wunderbarer Duft nach Leder, Holz und Benzin | Der Landanzeiger
Die Gruppe «Mittelalter» erhielt in Zofingen eine Stadtführung, geleitet von Andreas Kaderli (2. von links).

Bei der Emil Frey AG trafen am Nachmittag alle Teilnehmer der drei Sternfahrten plus der Fuchsschwanztrophy wieder aufeinander. Auf dem Gelände wurden die beliebten Rundfahrten auf dem Parcours durchgeführt. Der Oldtimer Grandprix Safenwil ist seit Jahren ein beliebter Treffpunkt für die Fans und Besitzer von Classic Cars. Das bunte Rahmenprogramm bot für jeden etwas. Der Londonbus brachte die Besucher und Fahrer vom Classic Car Center zur Emil Frey und retour. Die derzeitige Sonderausstellung «James Bond, die Schweiz und die Autolust der 60er-Jahre» sorgte zusätzlich noch für viele Highlights.

Die Hunde im Feriengepäck

Die Hunde im Feriengepäck | Der Landanzeiger

Es regnet gerade auf dem Campingplatz im Tessin, von dem sich Beatrice und Jürg Huber via Telefon melden. Mit dabei sind ihre beiden Hunde Murphy und Snoopy. Bald neun Jahre hat das Safenwiler Ehepaar die beiden Havaneser-Mischlinge und seit fast ebenso langer Zeit verreist es mit ihnen in die Ferien.

Als die beiden sich ihre Hunde zutaten, wären sie eigentlich gerade ferientechnisch etwas freier geworden. Die zwei Kinder waren im Teenageralter, es mussten nicht mehr kindertaugliche Ferienziele oder -unterkünfte gebucht werden. Doch in Beatrice Huber schlummerte der Wunsch, sich Hunde zuzulegen. Seither beeinflussen die beiden Vierbeiner die Feriendestinationen der Familie Huber. «Einmal haben wir die Hunde in den Ferien in ein Tierhotel gegeben», sagt Beatrice Huber, «sonst aber nehmen wir sie immer mit.» Das Kompliziertheits-Niveau hänge sicher auch von der Grösse des Hundes ab: «Eine Dänische Dogge könnten wir bestimmt nicht so unproblematisch überallhin mitnehmen, wo wir unsere Hunde bereits dabeihatten.»

Mit Hunden Ferien zu planen, sei gar nicht so anders als mit Kindern, sagt Jürg Huber: «Wir müssen sehr viel einpacken und hoffen, wir vergessen nichts.» Denn auch wenn Hunde nicht täglich ihre Wäsche wechseln, ist ihre Reisetasche im Kofferraum von stolzer Grösse. Darin müssen Futter, Fress- und Wassernäpfe, Frottiertücher, Regenmänteli, Hundeleinen, Körbchen und eine Hundeapotheke Platz haben.

Der Campingplatz, das Hundeparadies
Camping sei ideal, um mit Hunden Ferien zu machen, sagt das Frauchen. Bis der ideale Platz für dieses Jahr gefunden wurde, lief die Suchmaschine heiss. Sie suchte erst am Zugersee, dann am Aegerisee und telefonierte sich dann durch die See-Campings nach dem Süden, doch entweder war die gewünschte Dauer nicht verfügbar oder Hunde waren nicht erlaubt. Erst am Luganersee wurden sie fündig. Man sei etwas freier in Campingferien, sagt Beatrice Huber. Buche man ein Hotel oder eine Ferienwohnung, sei es oft nicht erlaubt, die Hunde alleine in der Unterkunft zu lassen. Oft zu Recht, denn in einer fremden Unterkunft könnten Hunde auf die Idee kommen, den Boden oder Gegenstände zu markieren. «Wir nehmen deshalb immer die Hundekörbe mit, denn was ihnen gehört, markieren sie nicht.» Im Wohnwagen können die Hunde auch einmal alleine gelassen werden und das Paar kann kurze Besorgungen ohne die Vierbeiner machen, was praktisch ist.

Im Tessin sei man übrigens sehr hundefreundlich und in den meisten Restaurants seien Hunde erlaubt.

Hundeguetzli als Geste des Hotels
In Sachen Hotelbuchung mit Hunden sind Hubers bereits Experten. «Auf der Buchungsplattform klicke ich das Kriterium ‹mit Hunden› an, dann erscheinen schon mal nur hundefreundliche Hotels», sagt Beatrice Huber. Einst waren sie in einem Hotel in Bad Ragaz, «dort wurden uns extra ein Fressnapf, Hundeguetzli und Hundedecken bereitgestellt», sagt sie. Auch ins Ausland durften Murphy und Snoopy schon mitreisen. Dafür sind sie gegen Tollwut geimpft und haben eigene Haustierausweise. So stand den Deutschlandferien nichts im Weg.

Nehmen die beiden Vierbeiner ebenfalls wahr, dass sie in den Ferien sind? «Natürlich ist ihnen bewusst, dass sie woanders sind», sagt Jürg Huber, «denn an jedem anderen Ort verhalten sie sich wieder anders.» Wer bisher gezögert hat, mit seinem Wauwau zu verreisen, dem raten sie einstimmig: «Geh!» Es sei weniger problematisch, als man sich das vorstelle. Das Wichtigste sei, den Hund gut zu kennen, zu wissen, wie er in verschiedenen Situationen reagiere. So merke man auch, wann ihm auf Reisen etwas nicht passt. «Für die erste Reise mit dem Hund sollte man nicht gerade drei Wochen Ferien buchen, um sich selber nicht zu überfordern», sagt Beatrice Huber. Ein Kurztrip sei für den Anfang besser.

Auto und Bond-Lust in Safenwil

Auto und Bond-Lust in Safenwil | Der Landanzeiger

Mit einer Vernissage hat die Emil Frey Classics am Freitagabend die erste Sonderausstellung nach der Pandemie eröffnet: James Bond, die Schweiz und die Autolust der 60er-Jahre.

«In der Hochkonjunktur der 60er-Jahre herrschte eine ungeheure Autobegeisterung», meinte Museumskurator Simon Bundi zur Einführung. Das sieht man auch in den James Bond-Filmen «Goldfinger» und «Im Geheimdienst Ihrer Majestät». Beide wurden zum Teil in der Schweiz gedreht, und in beiden spielen Autos eine spektakuläre Rolle. «Die Ausstellung erzählt darum die Geschichte dieser Dreharbeiten, zeigt die wichtigsten Autos aus den Filmen und spannt den Bogen in die reale Welt der 60er», so Bundi. Zu sehen gibt es Bilder, Wochenschau-Beiträge, Spielzeugautos, aber auch private Fotos und Zeitzeugenberichte.

Unter den 80 Gästen begrüsste Geschäftsführer Hannes Gautschi auch die beiden Zeitzeugen Josef Ritler und Heinrich Stäbler. Beide berichteten in einem Podiumsgespräch von Ihren Erfahrungen während der Dreharbeiten für Goldfinger im Furkapassgebiet vor 58 Jahren. Mit dabei war auch Steffen Appel, Co-Autor des Buches «The Goldfinger Files» und wichtigster Leihgeber der Ausstellung.

Die Sonderausstellung bietet zusätzlich ein vollumfängliches Rahmenprogramm an Events. Informationen unter: www.emilfreyclassics.ch/jamesbond/.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10 bis 17 Uhr, Samstag: 10 bis 16 Uhr, Sonntag: 10 bis 17 Uhr (an folgenden Sonntagen jeweils geöffnet: 31.7.22 / 28.8.22 / 25.9.22 / 30.10.22 / 27.11.22).

Live-Präsentation des Mazda CX-60

Live-Präsentation des Mazda CX-60 | Der Landanzeiger

Derzeit gibt es einen einzigen Mazda CX-60, der auf einer exklusiven Tournee in der Schweiz live gezeigt wird. Und an nur einem Tag – am 5. Juli 2022 – kann er bei der Aerni AG Automobile in Safenwil kennengelernt werden. Der CX-60 besticht durch sein elegantes und gleichzeitig ausdrucksstarkes Design. Er ist Mazdas erster Plug-in-Hybrid (PHEV) und ist mit einem neuen 8-Gang-Automatikgetriebe ausgestattet – für noch geringere Emissionen. Die Präsentation findet im Ablieferungsraum statt. Das Fahrzeug kann probegesessen werden. Eine Probefahrt ist am Präsentationstag nicht möglich. Alle Besucherinnen und Besucher erwartet ein köstlicher Apéro.

Nur mit Anmeldung
Die Anmeldung kann telefonisch unter 062 788 40 20, per E-Mail info@aerni-automobile. ch oder online erfolgen. Melden Sie sich gleich an, Anmeldefrist ist der 3. Juli. Das Aerni-Team freut sich auf Ihren Besuch.

Hier geht es direkt zur Anmeldung.

Wann: Dienstag, 5. Juli 2022, 17.00 bis 20.00 Uhr
Wo: Aerni AG Automobile, Köllikerstrasse 30, 5745 Safenwil
Telefon: 062 788 40 20
Info: www.aerni-automobile.ch

Herausforderungen steigen in der Autobranche wie die Preise

Herausforderungen steigen in der Autobranche wie die Preise | Der Landanzeiger

«Jeder Hersteller beansprucht für sich, dass er das beste Auto in seiner Klasse baut, und erwartet einen dementsprechenden Präsentationsrahmen», sagt Emil-Frey-Geschäftsführer André Steiner an einer Pressekonferenz am Freitagmorgen. Ein Showroom müsse der Philosophie und den Wünschen des jeweiligen Autobauers entsprechen. «Wer nicht mitzieht, verliert», so Steiner. «Für kleinere Garagen ist das oft der Untergang. Nicht jeder kann Hunderttausende von Franken investieren, damit er die Fahrzeuge entsprechend präsentieren kann.»

Die Rechnung geht für die Hersteller nicht mehr auf
Am besten liesse sich das in Zahlen zum Ausdruck bringen, so Steiner – und setzt die Schweiz mit Deutschland in den Vergleich. «Deutschland hat 80 Millionen Einwohner. Die Schweiz 8,5. In Deutschland werden jährlich zwei Millionen neue Autos verkauft. In der Schweiz 280’000. In Deutschland gebe es insgesamt 9000 Autohändler. Wenn man das auf die Schweiz transferiert, wären das 900. «Tatsächlich gibt es aber rund 3000», konstatiert Steiner. Eine Rechnung, die mittlerweile für die Hersteller nicht mehr aufgeht. Der Druck auf die kleineren Garagen steigt.

Die Emil Frey AG aber habe die Corona- Zeit genutzt und den Standort in Safenwil für die Zukunft gerüstet. «Wir glauben an die Mobilität und daran, dass wir weiterhin ein wichtiger Player sein werden», sagt Steiner. Die Zukunft bleibe herausfordernd. Die Lieferzeiten für Halbleiter seien nach wie vor katastrophal. «Das betrifft alle Branchen. Die weltweiten Logistikketten sind nach wie vor unterbrochen.» In der Automobilbranche treffe es die Fahrzeuge mit Assistenzsystemen. Experten rechnen damit, dass sich die Lage erst 2024 entspannen wird.
Die Autohersteller nutzten die Pandemiezeit ebenfalls für komplette Umstrukturierungen. Die Produktion wurde im zweistelligen Millionenbereich reduziert, entsprechend sind weniger Fahrzeuge verfügbar. «Früher ist einem das Auto abgelegen, dann hat man seinen Garagisten angerufen und am nächsten Tag hatte man wieder eins. Jetzt dauert es zwölf Monate», so Steiner.

Herausforderungen steigen in der Autobranche wie die Preise | Der Landanzeiger
Verkaufsleiter Alex Catroppa betreut den jüngsten Zugang – Peugeot.

Autos sind 15 bis 20 Prozent teurer geworden
Eine der Folgen der Engpässe: Der Preis richtet sich nach der Nachfrage, die nicht gestillt werden kann. Autos sind in den letzten zwölf Monaten zwischen 15 und 20 Prozent teurer geworden. Still und heimlich, ohne grosses Aufsehen, haben sich die Preise immer weiter in die Höhe geschraubt. Die Anzahl Antriebstechniken steigt ebenfalls. Bald sind es neun verschiedene. Und die Hersteller erwarten von den Händlern, dass sie mitziehen. Schon allein Toyota wird ab 2025 sieben alternative Antriebe abbilden, die es zu präsentieren gilt. Gleichzeitig sollen Erlebniswelten erschaffen werden, bei dem selbst ein Autokauf nicht mehr so ist, wie er einmal war. Steiner hofft, dass das Konzept der Frühlingsausstellung «Blauer Salon» auch in Zukunft die ganzen Transformationen überstehen wird.

Blauer Salon: Zeit sich neu zu verlieben – Auto-Emotion pur!

Blauer Salon: Zeit sich neu zu verlieben – Auto-Emotion pur! | Der Landanzeiger

Erleben Sie an unserer Frühlingsaustellung viele spannende Neuheiten und Emotionen, die das Herz höherschlagen lassen. Zeit, sich neu zu verlieben. Nach einer langen Pause lassen wir die Korken knallen! Dabei präsentieren wir Ihnen neue Marken-Shop und die Automobilen-Neuheiten unserer 19 Weltmarken in einem bunten Blumenstrauss. Dabei stehen die Alternativantriebe im Zentrum des Geschehens.

70. Jubiläum Emil Frey Autocenter Safenwil
Feiern Sie mit uns unser Jubiläum und bekommen Sie einen Rundumblick in die innovative und moderne Welt der Mobilität.

Zu den attraktiven Neuheiten zählen unsere Elektro und Plug-In Fahrzeuge wie zum Beispiel das Auto des Jahres 2022 der EV6, das erste rein elektrisch betriebene Fahrzeug von Kia, mit innovativen Technologien und nachhaltigen Materialien. Auch der neue PEUGEOT 308 PHEV zieht Sie mit seiner Charakterstärke und seiner Dynamik in den Bann. Der RAV4 Plug-in-Hybrid kombiniert leistungsstärkste Hybridtechnik mit einmaligen EV-Fähigkeiten. Dabei ist er kraftvoll, dynamisch und polyvalent – und in Sachen Leistung eine Klasse für sich.

Suzuki glänzt gleich mit zwei neuen Modellen: Mit dem Suzuki S-CROSS Hybrid erleben Sie noch mehr Leistung mit weniger Verbrauch und der Trendsetter Vitara besticht durch neue umfangreiche Sicherheits-lnnovationen in vielerlei Hinsicht. Diese und viele weitere Neuheiten erwarten Sie. Kommen Sie vorbei für eine unverbindliche Probefahrt oder eine persönliche Beratung.

Buntes Rahmenprogramm und Verpflegung
So vielfältig unsere Marken, so International ist auch unser diesjähriges Verpflegungsangebot. Von italienischer, amerikanischer bis hin zu asiatischer oder gut bürgerlicher Küche — für jeden Geschmack ist garantiert etwas dabei. Lieben Sie es rasant? Dann empfehlen wir Ihnen die Besichtigung von unserem SIM Racing Event. Erleben Sie, wie sich Amateure und Profis an den professionellen RennSimulatoren auf den berühmtesten Rennstrecken der Welt, ein spannendes Rennen liefern. Auch für unsere Kleinsten ist wiederum gesorgt: So bringt Peter Löhmann mit seinem Kinderparadies die Augen der Kleinen zum Strahlen. Zudem bieten wir den Besuchenden einen einmaligen Einblick in unser Reparatur- und Servicecenter inklusive einer fachmännischen Erklärung unserer Spezialisten vor Ort. Lassen Sie sich von den topmodernen Arbeitsplätzen und den neusten Technologien begeistern!

19 Weltmarken unter einem Dach
Alfa Romeo, Fiat, Abarth, Aston Martin, DFSK, Fiat Professional, Ford, Jaguar, Jeep, Kia, Land Rover, Lexus, Mitsubishi, Peugeot, Piaggio, Subaru, Suzuki, Toyota und Volvo — die Markenvielfalt im Autocenter Safenwil hat für jeden Besucher und jedes Budget das passende Produkt im Angebot. Neben den Neuwagen zeigt sich auch die Emil Frey Select mit einem breiten Angebot an Qualitäts-Occasionen auf dem Ausstellungsgelände. Passend zum Zeitpunkt der Ferienplanung stehen zudem all unsere Wohnmobile zur freien Besichtigung bereit.

Lassen Sie sich von der Faszination Auto anstecken und besuchen Sie den Blauen Salon vom 13. bis 15. Mai 2022 im Autocenter Safenwil.

Neuer Anlauf zu Tempo 30

Neuer Anlauf zu Tempo 30 | Der Landanzeiger

Sieben Jahre ist es her, dass das Thema Tempo 30 in Safenwil einen Todesstoss erlitten hatte. Nachdem die Gemeindeversammlung den grossflächigen Tempo-30-Plan noch mit 99 gegen 52 Stimmen angenommen hatte, wurde dagegen das Referendum ergriffen. An der Urne, an die im Oktober 2015 über 50 Prozent der Stimmberechtigten strömten, wurde Tempo 30 mit 669 gegen 567 Stimmen versenkt. Es war dies nicht der erste Versuch von Tempo 30. 2008 und 2009 scheiterten Anträge an der Gemeindeversammlung für die Umsetzung im Gebiet Chriesigasse.

Umfragebögen verteilt
Jetzt startet der Gemeinderat einen neuen Versuch, das Dorf verkehrstechnisch sicherer zu machen. Denn auch wenn die Temporeduktion nicht durchkam, wollen Bewohner und Bewohnerinnen gewisser Quartiere die Geschwindigkeit auf ihren Strassen drosseln lassen. In diesen Tagen erhalten Einwohner ab 18 Jahren einen Umfragebogen zu Tempo 30, mit dem der Gemeinderat den aktuellen Puls zum Thema fühlen will. Darauf kann angegeben werden, wie man grundsätzlich zu Tempo-30-Zonen steht und ob man eine solche Zone in Safenwils Wohnquartieren oder konkret im eigenen Quartier möchte.

Die Diskussion zur Verkehrssicherheit ist im Rahmen der Sanierung von Hardstrasse/Hüttenrain wieder entbrannt, wie Gemeinderat Marc Stettler, verantwortlich für Verkehr, sagt. Auch an den Workshops zum Regionalen Entwicklungsleitbild sei die Diskussion regelmässig wieder neu entfacht. So hat der Gemeinderat an der Wintergmeind 2021 angekündigt, das Bedürfnis nach Tempo 30 erneut abzuklären. «Wir wollen herausfinden, in welchen Quartieren Tempo 30 befürwortet wird und in welchen nicht», sagt Stettler. Ohne Grund tauche das Thema nicht regelmässig wieder auf: «Wenn jeder Autofahrer sich anpassen würde, bräuchten wir keine 30er-Zone.»

Im Sommer werden die Ergebnisse der Umfrage präsentiert und der Gemeinderat überlegt sich weitere Schritte. Es gehe, so Stettler, nicht darum, die Autofahrer zu schikanieren oder die Gemeindekasse mit Bussengeldern zu füllen. Auch würde aufgrund dieser Umfrage noch kein Entscheid gefällt.

Diskussion ist bereits entfacht
In den sozialen Medien hat sich bereits eine emotionale Diskussion zum jüngsten Tempo-30-Anlauf entfacht. In der Facebook-Gruppe «Du besch vo Safewil …» kommentieren die Mitglieder über Sinn und Unsinn von 30er-Zonen. Es sei schon lange Zeit für solche Zonen, doch diese müssten dann auch kontrolliert werden, schreibt ein Nutzer. Solche Zonen seien nicht nötig, man solle einfach generell langsam durch ein Wohnquartier fahren, meint eine andere Nutzerin. Wieder andere finden Tempo 30 unnötig, weil es ohnehin nicht eingehalten werde. Nochmals andere schreiben, Kinder auf dem Schulweg sollten sich eben mit dem Velo oder Trottinett weniger riskant verhalten, dann gäbe es auch weniger Unfälle.

Die beiden Söhne übernehmen

Die beiden Söhne übernehmen | Der Landanzeiger

Bei der Neueröffnung der Plüss AG am Grenzsteinweg 3 in Safenwil stand Alfred Plüss am Samstag gut gelaunt am Grill. Ein paar Schritte weiter waren die Festbänke in der Autowerkstatt gut besetzt. Dort kümmerten sich seine beiden Söhne Oliver und Dominik um die Gäste. Wer herzhaft in die Bratwurst biss, konnte sehen, was die beiden Söhne von Alfred Plüss neu anbieten: Reparaturen von Unfallautos, Carosserieund Lackierarbeiten, sowie das Ersetzen von Frontscheiben. Neben den Festbänken waren die ersten Aufträge der beiden Geschwister Oliver und Dominik ausgestellt: ein frisch restaurierter Oldtimer-Buick; daneben ein alter, wunderschöner Ford, der noch auf die Vollendung wartet; sowie ein Unfallauto, dessen «Hinterteil» praktisch fehlt und die Geschwister Plüss wohl noch viele Arbeitsstunden lang beschäftigen wird.
Zwanzig Jahre und mehr arbeiteten Oliver und Dominik Plüss bei der Emil Frey gleich neben der Plüss AG. Oliver als Spengler, Dominik als Lackierer. Nun arbeiten sie zusammen im selben Betrieb, den ihr Vater 1984 gegründet hat, damals als Transportunternehmen. Von dieser Zeit noch geblieben sind die Betriebszweige Logistik und das Pneuhaus.

Firma ist spezialisiert auf Unfallreparaturen
«Idealerweise bringen die Kunden ihr Unfallauto direkt zu uns, ohne den teureren Umweg über ihre Hausgarage», erklären Oliver und Dominik Plüss. Auf Unfallreparaturen sind sie spezialisiert, die Restaurierung von Oldtimern beherrschen sie mindestens so gut, wie schon ihr Vater. Dieser will nun, mit rund 70 Jahren, «nur noch ab und zu an einem Oldtimer herumschrauben, aber sonst viel Ferien machen und den Ruhestand geniessen, es wurde ja auch langsam Zeit», erklärt Alfred Plüss, der sichtlich froh ist auf seine innerfamiliäre Nachfolgeregelung.

Emil Frey AG: Der Löwe ist in Safenwil eingezogen

Emil Frey AG: Der Löwe ist in Safenwil eingezogen | Der Landanzeiger

Bonjour et bienvenue à Safenwil, Peugeot! Seit dem 1. Januar ist die im Jahr 1810 gegründete und somit älteste noch bestehende Automarke der Welt im Autocenter Safenwil eingezogen. Das Portfolio überzeugt dank ihrer breiten Produktpalette mit modernsten Designs, Innovationen und Technologien. Freuen Sie sich auf ein intensives und hochwertiges Fahrerlebnis im Autocenter in Safenwil.

Die Emil Frey AG ist seit 1. November 2019 der Schweizer Generalimporteur für Peugeot, welche Teil des im Januar 2021 gegründeten Stellantis Konzern ist. Als zentrale Automarke der Group PSA – Peugeot Société Anonymes – ist Peugeot, an den Absatzzahlen gemessen, heute Teil des zweitgrössten Autobauers in Europa. Seit Beginn der Autoproduktion sind mehr als 50 Millionen Peugeots verkauft worden.

Ab sofort können Sie die französischen Löwen im Autocenter Safenwil bestaunen, testen und lieben lernen.

Im Autocenter Safenwil finden Sie 19 Weltmarken unter einem Dach und ein Occasions-Angebot von permanent über 250 Fahrzeugen mit Garantie – die Emil Frey bietet eine unbegrenzte Auswahl für Jedermann und lässt Ihr Auto- Herz höherschlagen.

Emil Frey AG, Autocenter Safenwil

Emil-Frey-Strasse 4
5745 Safenwil
Telefon 062 788 88 88
www.emilfrey.ch/safenwil

Emil Frey AG: Damals, heute und bestimmt auch morgen

Emil Frey AG: Damals, heute und bestimmt auch morgen | Der Landanzeiger

Wir schlagen hier und heute ein Stück Schweizer Wirtschaftsgeschichte auf. Nicht ohne den Schritt zur Gegenwart und in Richtung Zukunft. Willkommen beim Autocenter Safenwil, das auf ein 70-jähriges Bestehen zurückblicken kann.

Die heutige Emil Frey AG könnte wahrlich angeben, tut sie aber nicht und zollt damit sympathisch jener Zeit Tribut, als Firmengründer Emil Frey mit seinem Sohn Walter auf der Treppe der «Austini» in Safenwil stand, wie der neue Arbeitgeber Überlieferungen zufolge damals in der regionalen Bevölkerung fast liebevoll genannt wurde, und von seinen Visionen erzählte.

Blick zurück
Der Begriff «Austini» kommt selbstverständlich von Austin, der allerersten britischen Automarke, die damals in den Anfangstagen von Safenwil aus vertrieben wurde. Heute sitzen wir Geschäftsführer André Steiner gegenüber, der im Gespräch mit viel Respekt und auch Stolz die Firmengeschichte kurz Revue passieren und sie sehr schön aufleben lässt.

Das dicke, grosse Buch aus 1988 mit den historisch belegten Annalen dieser Firma mag etwas Patina angesetzt haben in all den Jahren, aber der Spirit vor Ort hat nichts an Vitalität eingebüsst. Im Gegenteil. Besucherinnen und Besucher im heutigen Autocenter direkt an der A1 spüren unmittelbar, dass sie hier an einem ganz besonderen, geschichtsträchtigen Ort sind. «Damals», erzählt André Steiner, «war ja hier bloss ein Feldweg, als Emil angefangen hat – mit einem Vertriebsvertrag von Austin Motors UK in der Tasche». Anmerkung am Rande: Emil Frey eröffnete 1924 seine erste Werkstatt in Zürich und kam erst Jahre später ins Mittelland, um an seiner Vision des nationalen Autovertriebes für die Zukunft zu arbeiten.

Von sechs auf über 800
Ziel von Emil Frey war, ein schweizerisches Logistikzentrum für Fahrzeugimport aufzubauen. Den nationalen Knotenpunkt ermittelte er mit einem Massstab in dem er vom Bodensee zum Genfersee und Basel bis Chiasso je eine Gerade zog, der Schnittpunkt war in Olten. Somit war der Grossraum im Mittelland gesetzt, in welchem dereinst dieses Autocenter entstehen sollte. André Steiner: «Emil Frey war ein Visionär, schwärmte seinem Sohn Walter schon vor der Entstehung der National 1 vor, was in seinem Kopf vorging.»

1951 nahm die Vision schliesslich Formen an, mit dem Kauf eines Industriegebäudes und 11’500 m2 Bauland startet die Emil Frey AG mit den ersten Mitarbeitenden in Safenwil. Nach Überlieferung, hat die Gemeinde Safenwil nach dem Eintrag im Grundbuch die Bitte vorgetragen, man möge doch mindesten 6 Leute aus dem Dorf beschäftigen. Diese Zusage an die Gemeinde bereitete Emil Frey keine Mühe, denn die individuelle Mobilität war im Wachstum begriffen. Heute, nur um den Unterschied zu damals zu verdeutlichen, sind über 800 Arbeitnehmer beschäftigt. Über 50 Lernende werden in elf Berufsbildern bei der Emil Frey AG in Safenwil ausgebildet. Langjährige und sehr, sehr treue Mitarbeitende bilden das eigentliche Kapital und Rückgrat der Firma.

Wichtige soziale Funktion
«Wir beschäftigen Nationalitäten aus aller Herren Ländern und sind in der Region auch bekannt dafür, dass wir Geflüchteten eine Chance geben, hier beruflich Fuss zu fassen», erzählt André Steiner und unterstreicht damit die Tatsache, dass gerade das handwerkliche Gewerbe oft für die Integration von Menschen aus anderen Ländern mitverantwortlich zeichnet. So können heute viele ehemalige Geflüchtete, die bei der Emil Frey als Reifenpraktiker oder Schlosser begonnen haben, in der Zwischenzeit den Lebensunterhalt selber bestreiten. «Eine gute und solide Ausbildung von jungen Leuten liegt uns ganz generell sehr am Herzen», betont der seit 2003 amtierende Geschäftsführer. «Das zeichnet uns auch regional aus».

Am Anfang war ein Feldweg
Und einmalig ist beziehungsweise war sie schon immer, die Faszination für Autos, die auch heute noch so wunderbar spürbar ist in Safenwil. Und spürbar ist nach wie vor auch ein familiärer Groove, der trotz des imposanten Wachstums immer erhalten werden konnte. Der Spirit des Firmengründers ist ebenso allgegenwärtig wie das Wissen um dessen Verdienste. Man halte sich folgendes Bild vor Augen: Ganz am Anfang, vor über 70 Jahren, sinnierte Emil Frey an einem Feldweg über die dannzumal in den Köpfen im Entstehen begriffene neue Nationalstrasse, die heutige A1. Und heute befindet sich direkt an dieser A1 in Safenwil eine nach ihm benannte Emil-Frey-Strasse. Dies allein unterstreicht den schier unermesslichen Wert, den die Mobilitätsideen von damals bis in die heutige Zeit prägen und noch lange prägen werden, wenn auch diese Zeilen hier von Patina gezeichnet sind. Das Autocenter der Emil Frey in Safenwil, steht für Kompetenz, Vielseitigkeit und Faszination, auch in der neuen Welt der Elektrifizierung – das spürt man vor Ort mit jeder Faser.

Emil Frey AG: «Wir sind noch nicht in alter Frische zurück»

Emil Frey AG: «Wir sind noch nicht in alter Frische zurück» | Der Landanzeiger

Die Emil Frey AG in Safenwil feiert ihr 70-jähriges Bestehen – und zieht Vergleiche zwischen damals und heute.

Bis 6. November findet die Herbstexpo statt. Bewusst wird die Durchführung aufgrund der Pandemie im gleichen Rahmen durchgeführt wie im letzten Jahr. Im Rahmen der Pressekonferenz zieht Geschäftsführer André Steiner einen Vergleich zwischen damals, als Emil Frey mit Weitsicht den Standort Safenwil gründete, und heute. «1951 wurde der Bedarf an Mobilität zwar grösser. Aber aufgrund der Einschränkungen nach dem Zweiten Weltkrieg war die Situation nicht einfach», so André Steiner. «Heute kämpfen wir mit den Folgen der Pandemie und müssen uns auch neu erfinden.» Weiter betont der Geschäftsführer, dass die Folgen alle Branchen hart treffen würde. Doch Aufgeben sei keine Option. «Der Standort Safenwil feiert sein 70-Jahr-Jubiläum. Die Emil Frey AG ihren 97. Geburtstag. Es gab zahlreiche Krisen und Schwierigkeiten in den letzten Jahrzehnten. Die gilt es mit Weitsicht und Anpassungen zu meistern.»

Der Situation anpassen
Auf dem Occasions-Markt schrumpft die Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge stetig. Die Nachfrage hingegen bleibt bestehen. Durch grosse Verzögerungen bei der Lieferung von Neuwagen bleiben Gebrauchtwagen länger im Besitz – und kommen dementsprechend später als Occasionen auf den Markt zurück. Deswegen rechnet André Steiner ab nächstem Jahr mit einer Verteuerung von sechs bis zehn Prozent.

Emil Frey AG: «Wir sind noch nicht in alter Frische zurück» | Der Landanzeiger
Mit diesem Gebäude begann vor 70 Jahren die Erfolgsgeschichte in Safenwil.

Damals in den Anfängen Emil Freys, verdiente er in Zürich seinen Unterhalt mit dem Handel und dem Bau von Fahrrädern. Das sei vergleichbar mit der heutigen Situation. André Steiner erklärt die Metapher: «Natürlich verkaufen wir heute keine Fahrräder. Aber wir müssen uns der Situation anpassen. Neue Ideen, wie ‹Emil Frey Move› helfen uns dabei, den Wunsch nach Mobilität erfüllen zu können.» Mit «Emil Frey Move» haben die Kunden die Möglichkeit, die Wartefristen auf ihr Neufahrzeug mit einer Occasion zu überbrücken. Die Laufzeit kann flexibel angepasst werden und kostet dem Kunden nicht mehr, als er ohnehin monatlich für ein Fahrzeug ausgeben müsste. Die Dauer beträgt zwischen vier und maximal zehn Monate – bis der Neuwagen eintrifft.

Es gilt, Arbeitsplätze auch in der Zukunft zu erhalten
Der Unterbruch der Versorgungsketten sorge in allen Branchen weltweit für schwierige Situationen. Doch die Emil Frey habe sich noch nie unterkriegen lassen. Dieses Prinzip gelte immer noch, wenn nicht sogar mehr als zuvor. «Die Emil Frey AG hat zahlreiche Krisen überstanden. Den Zweiten Weltkrieg und der Rationierung vom Benzin, die Ölkrise und die Eurokrise im Jahr 2011. Diese Krisen gilt es zu bewältigen. Das macht auch einen Wandel in den Köpfen notwendig.» Es gelte vor allem auch, die Arbeitsplätze zu erhalten. Der Umsatz liegt immer noch rund 20 Prozent unter dem Referenzjahr 2019. Die Zukunft werde schwieriger, nicht leichter, betont der Geschäftsführer. «China hat sich eine Menge Rohstoffe gesichert, auch hier wird es eng werden.»

Toyota als Anker und Vorreiter
Der Hersteller zeigt sich seit Jahrzehnten innovativ und umweltbewusst. Auch hier wurde 1967 Weitsicht bewiesen, als sich Emil und Walter Frey dazu entschieden, Toyota zu importieren. «Ohne Toyota wären wir heute nicht da, wo wir sind», betont André Steiner. Toyota gilt als Vorreiter bei den alternativen Antrieben, die Umweltcharta ist mehr als 30 Jahre alt. «Derzeit gibt es von Toyota 29 Modelle mit acht verschiedenen Antriebsarten. Durch Weitsicht und Innovation können die Japaner die Krise meistern.»

André Steiner: «Die Nachfrage an Autos ist momentan höher als unser Angebot»

André Steiner: «Die Nachfrage an Autos ist momentan höher als unser Angebot» | Der Landanzeiger

Beim Autogrosshändler Emil Frey widerspiegeln sich gleich mehrere Pandemie-Effekte. Wir zeigen die Covid-Krise aus der Autosicht.

In guten Zeiten ist jeder verfügbare Platz in und um die Emil Frey AG in Safenwil mit Autos belegt. Ob Fiat oder Land Rover, ob Jaguar oder Volvo – aus Modellen von 18 Marken können Kundinnen und Kunden hier auswählen. In den aktuell weniger guten Zeiten ist der eine oder andere freie Platz sichtbar im Autocenter. Der Schuldige – Covid – ist schnell genannt. Etwas länger dauert es, bis Geschäftsführer André Steiner die komplexe Kausalkette vom Virus bis zu den leeren Parkplätzen erklärt hat. Denn der derzeit enger geschnallte Gürtel einiger potenzieller Autokäufer ist nur einer von mehreren von der Pandemie ausgelösten Gründen.

Längere Lieferfristen
«Die Nachfrage an Autos ist momentan höher als unser Angebot», sagt Steiner. Der Grund: Lieferengpässe. Normalerweise beträgt die Lieferfrist für einen Neuwagen zwei bis drei Monate, momentan sind dies vier bis sechs Monate. Das Problem beginnt bereits bei der Produktion, genauer gesagt, am Mangel der Halbleiter, welche vor allem in Kameras, Sensoren und Steuergeräten eingebaut sind. Seit Wochen herrscht deshalb weltweit auch Mangel an Nachschub von anderen Elektrogeräten wie Waschmaschinen oder Drucker. Und moderne Autos verfügen über ein Vielfaches an Elektronik als Modelle von vor 20 Jahren. Das Problem sei, dass nur gerade eine Handvoll Firmen weltweit solche Halbleiter herstellten, so Steiner. Nach Erkennung des Problems sind nun weitere Produktionsstätten im Aufbau, doch dauert es Monate, bis diese den ersten Mikrochip fertigen.

Jeder kriegt seine Portion Halbleiter
Die Halbleiter-Produzenten würden nun jedem Abnehmer entsprechend weniger liefern, wie Steiner sagt: «Jeder kriegt ein bisschen.» Autoproduzenten könnten also nur immer stückchenweise produzieren. Deshalb hätten die Toyota-Werke in Japan etwa zwischenzeitlich ihren ganzen Betrieb für einen Monat stillgelegt. Da die tiefere Produktion wegen Halbleitermangels das aktuell grösste Problem sei, mache es keinen grossen Unterschied, ob der Wagen in Asien oder Produktionsstätten in Süd- oder Osteuropa gefertigt werde.

Trotzdem, auch der Lieferweg ist ein Problem. So geriet durch die Pandemie die ganze Schiffslogistik durcheinander. Wird wegen Covid in manchen Ländern gerade wenig produziert, füllen sich die Schiffscontainer am entsprechenden Hafen nicht. Aktuell stauen sich leere Container in Häfen von Südamerika, der von der Pandemie am schwersten getroffene Kontinent. «Diese Container würden zwar in anderen Häfen gebraucht, um Waren zu transportieren, aber weil kein Schiff leere Container aufladen will, bleiben sie dort liegen», so Steiner.

Occasionswagen sind sehr gefragt
Das Zögern der Kunden vor grossen Ausgaben in der Krise sei auch ein Faktor, sagt der Geschäftsführer. Jedoch einer, der nur schwer messbar sei. Denn auch andere Gründe als Covid würden das Kaufverhalten beeinflussen. So seien moderne Autos von besserer Qualität und würden länger funktionieren als ältere Modelle, man brauche nicht mehr so oft wie früher ein neues Auto. Sicher ist: Die Menge an bestellten Autos ist doppelt so hoch wie im September letzten Jahres.

Momentan sei das Interesse an Occasionswagen sehr hoch, was ebenfalls mehrere Gründe habe. Einer davon ist gemäss Steiner die Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Energieform: «Noch ist für den Konsumenten nicht ganz klar, ob er auf Elektro, Hybrid oder Wasserstoff setzen oder doch nochmals ein Benzinauto kaufen soll. So entscheiden sich viele vorübergehend für einen Gebrauchtwagen.»

Den grössten Boom erlebt André Steiner bei einem Eigenprodukt: Als einziger Standort der Emil-Frey-Gruppe stellt Safenwil selber Camper her. Seit Familien covidbedingt Sommerferien in der Schweiz wiederentdeckt haben, sind die Camper begehrt wie warme Semmeln. Und der Run reisst nicht ab, wie der Chef sagt: «Wir planen bereits für das nächste Jahr.»

Es fehlen «Gwärbler» in der Politik

Es fehlen «Gwärbler» in der Politik | Der Landanzeiger

Der Handwerker- und Gewerbeverein Safenwil gedachte an seiner Generalversammlung Werner Aeschlimanns.

Der pandemiebedingte Rückzug ins Schneckenhaus trifft die Gwärbler gleich in mehreren Punkten. Nicht nur sehen sie ihre Kunden viel seltener oder haben an Kunden verloren – sie können sich auch untereinander weniger treffen. Dabei ist der gegenseitige Austausch wichtig fürs Geschäft. Für Gabi Fischer, Präsidentin des Safenwiler Handwerker- und Gewerbevereins, bringt Covid noch einen weiteren Nachteil, wie sie anlässlich der Generalversammlung sagte: «Mir hat der Kontakt gefehlt zur Safenwiler Bevölkerung. Man sah sich nicht mehr, man wusste nichts voneinander.»

Es überraschte nicht, dass 52 der insgesamt 67 Mitglieder die Gelegenheit zur Zusammenkunft nutzten. Auch Urs Widmer, der neue Geschäftsleiter des Aargauischen Gewerbeverbands beehrte die GV und berichtete über die politische Lobbyarbeit, die der AGV betreibt. «Nur 38 von 200 Grossräten sind Gwärbler», deshalb müsse der AGV durch Lobbying dazu beitragen, Interessen einzubringen.

Es fehlen «Gwärbler» in der Politik | Der Landanzeiger
Zu Besuch war auch Urs Widmer, Präsident des Aargauischen Gewerbeverbands.

Die Anwesenden gedachten auch eines prominenten Ehrenmitglieds, das nicht mehr unter ihnen weilt. Gabi Fischer las einen Nachruf auf Werner Aeschlimann vor, der lange Jahre Direktor des Autocenters Emil Frey AG war. Verfasst hatte ihn ihr Vorgänger Bernhard Liechti, der anlässlich der ersten Gewerbeausstellung 1976 auf Aeschlimann zugegangen war mit der Bitte, dem Gewerbeverein unter die Arme zu greifen. «Gutes Handwerk hat goldenen Boden», habe der Autocenter-Chef zu sagen gepflegt. Sieben Mal hat er für die Gwärbi Presse- und Kommunikationsarbeit gemacht. 1997 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Der bestehende Vorstand mit Präsidentin Gabi Fischer, Vize Marco Rulli, Aktuar Andreas Maier, Kassier Thomas Wälti und Protokollführer Jürg Huber wurde einstimmig wiedergewählt. Trotzdem werden bereits jetzt Vorstandsnachfolger gesucht.

Schlagerstars und Classic Cars

Schlagerstars und Classic Cars | Der Landanzeiger

Das Museum im Emil Frey Classic Center wird zum Schauplatz einer TV-Serie. Gesendet wird sie ab sofort vom Sender «musig24».

Kaum ein Land hat so viele interessante Museen wie die Schweiz. Dazu gehört auch das Museum im Emil Frey Classic Center in Safenwil. Das Museum stellt einzigartige «Oldies» aus. Jetzt wird es zum Schauplatz einer TV-Serie, die vom Sender «musig24» wöchentlich neu gesendet wird. Die 60-minütige Sendung präsentiert einen Mix aus Informationen über die seltenen Autos und einem Gast aus der Welt der Musik. Für die ersten Folgen haben Stars wie Marc Pircher, Leonard, Andrea Wirth und Wally Schneider den Weg vor die Kameras nach Safenwil gefunden.

Neben Moderator Marcello Alexander informiert vor allem Hannes Gautschi vor den Kameras. Der Geschäftsführer des Emil Frey Classic Centers präsentiert in jeder Sendung einen Classic Car, der auch oft eng mit der Geschichte des Hauses Emil Frey und seinem Gründer verbunden ist.

Sendedaten sind jede Woche unter anderem zu folgenden Zeiten: Sonntag 21.45 Uhr; Montag 12.25 Uhr; Dienstag 6.25, 13.25 und 21 Uhr; Mittwoch 7.25 Uhr; Donnerstag 9.05 und 17.05 Uhr; Freitag 11.25 und 18.05 Uhr sowie am Samstag um 15.25 und 19.05 Uhr.

Die alte «Färbi» wird plattgemacht

Die alte «Färbi» wird plattgemacht | Der Landanzeiger

In Safenwil sind die Abreissbagger aufgefahren. Die Liegenschaften auf dem alten Färbi-Areal werden in den nächsten Wochen dem Erdboden gleichgemacht. Der Besitzer hat auch noch kein Projekt in der Schublade. Vorerst soll eine grüne Wiese das Dorfbild verschönern.

Dass die alte «Färbi» in Safenwil dem Erdboden gleichgemacht wird, steht schon seit längerem fest. Genau gesagt, seit März 2018. Damals erhielten die Besitzer die erste Baubewilligung für einen Teilrückbau. Passiert ist aber nichts. Jedenfalls optisch nicht. Hinter den Kulissen hingegen schon, wie Lars Egger, CEO der Espace Real Estate AG aus Solothurn und Besitzer der Liegenschaft gegenüber dem Landanzeiger sagt: «Es liefen viele Verhandlungen, auch mit dem Denkmalschutz, dem Kanton und der Gemeinde.» So planten die Besitzer der Liegenschaft anfänglich, den Haupttrakt zu sanieren, darin Miet- und Loftwohnungen einzubauen und die restlichen Bauten abzureissen.

Sanierung lohnt sich nicht
«Eine Aufwand- und Kostenanalyse hat aber gezeigt, dass sich eine Sanierung nicht lohnt», sagt Egger weiter. Nachdem die Denkmalpflege einem Totalabriss ebenfalls nicht im Weg stand, wurde ein neues Gesuch für den Abriss aller Gebäude gestellt. Dieses wurde den Besitzern im Herbst 2020 erneut erteilt.

Seit dem 17. Mai sind die Abbrucharbeiten nun im Gang. «Wir liegen trotz einigen Überraschungen und Herausforderungen gut im Zeitplan», sagt Andreas Reichmuth, Polier des Rückbauunternehmens. So musste für den Rückbau des Welleternit-Daches ein spezielles Schutzkonzept erarbeitet und der SUVA vorgelegt werden. Weitere Herausforderungen warten. So zum Beispiel der Abriss der Häuserfronten an der Strasse. Dort muss mit grossem Aufwand ein grosser Stahlvorhang aufgebaut werden, dass beim Abriss keine Hausteile auf die Strasse stürzen und den Verkehr beeinträchtigen.

Die alte «Färbi» wird plattgemacht | Der Landanzeiger
Seit mehreren Jahren standen die Liegenschaften auf dem alten Färbi-Areal in Safenwil leer, nun werden sie Stück für Stück rückgebaut.

Nicht alles wird entsorgt
Bei vielen Materialien, unter anderem auch bei den schönen, noch immer gut erhaltenen Bruchsteinen, schaut das Abbruchteam darauf, dass sie vorsichtig zurückgebaut werden, um sie später wieder verwenden zu können. «Wenn alles so läuft, wie geplant, dann sind wir Ende Juli mit den Rückbauarbeiten fertig», sagt Polier Andreas Reichmuth. Ein Überbauungsprojekt liegt zurzeit noch nicht vor. «Wir wollen den Wohnungsmarkt in der Region nicht zusätzlich strapazieren», nennt Lars Egger von der Espace Real Estate AG aus Solothurn einen der Gründe dafür, weshalb auf dem Areal vorerst eine grüne Wiese entstehen wird. Mit dem Rückbau der Gebäude kommen die Verantwortlichen den Wünschen der Anwohner und der Gemeinde Safenwil entgegen. Ihnen waren die verlotterten und unbewohnten Bauten schon seit vielen Jahren ein Dorn im Auge.


Zur Geschichte

1937 wurde die Firma Scholl Switzerland AG gegründet. Das Unternehmen stellte in Safenwil Textilfärbemaschinen her. 2003 fusionierte die Firma mit der deutschen Then GmbH aus Schwäbisch Hall. Im Juni 2004 ging das Unternehmen Konkurs. 65 Angestellte verloren ihre Stelle. Kurze Zeit später kaufte die Espace Real Estate AG aus Solothurn das 53’000 Quadratmeter grosse Färbi-Areal mit den Gebäuden. Anfänglich waren noch der «Färbi-Laden», der Bingo-Schuh-Discount und ein Buchantiquariat dort eingemietet. Nun sind die Tage der Gebäude gezählt.


Viel Handarbeit und Wissen gefragt

Viel Handarbeit und Wissen gefragt | Der Landanzeiger

Oldtimer und Raritäten zu restaurieren, ist keine Arbeit, die schnell erledigt werden kann. Oft müssen die Carosserie von Grund auf neu gebaut, Teile selbst gefertigt und die Motoren revidiert und neu eingestellt werden. Ein Blick in die Werkstatt der Emil Frey Classics AG in Safenwil.

Vorsichtig klopft Spengler Michael Hauri mit einem Hammer die Umrandung «um die Ecke». Derzeit arbeitet er unter anderem an einem Aston Martin DB4 convertible aus dem Jahr 1962. Viele Teile müssen neu gefertigt werden, was reine Handarbeit bedeutet. Daneben steht wortwörtlich der Bruder. Beide Fahrzeuge waren Jahrzehnte lang auf der Welt unterwegs und haben nun wieder zusammengefunden. Seriennummer 66 steht in der Werkstatt nun neben Nummer 67.

Viel Handarbeit und Wissen gefragt | Der Landanzeiger
Matthias Hunziker gilt als «Motoren-Guru», der jeden Oldtimermotor zu neuem Leben erweckt.
Viel Handarbeit und Wissen gefragt | Der Landanzeiger
Michael Hauri liebt die Spenglerarbeit, die viel Fingerspitzengefühl und Präzision erfordert.

Viel Handbarbeit
«Es gibt kaum Teile, die man bestellen und einfach verbauen kann», sagt Hauri. «Also werden sie von Hand gefertigt.» Sind die Autos noch älter als der Aston Martin, gibt es oft sogar nur noch Bilder und Dokumentationen. Augenmass, gesunder Menschenverstand und Millimeterarbeit sind dann gefragt. Wie bei einem Aston Martin Lagonda aus den 30er Jahren. Der Besitzer fuhr in einen Baum. Anhand von Bildmaterial wurde millimetergenau der wertvolle Oldtimer restauriert. Michael Hauri absolvierte die vierjährige Spengler-Lehre und landete zwar eher durch Zufall in der Oldtimer-Werkstatt, aber mittlerweile seit zehn Jahren mit Herzblut und Leidenschaft dabei. «Mich faszinieren alle alten Autos. Vor allem braucht man sein Hirn viel mehr.»

Fortschrittliche Technik
Der Grundaufbau eines Motors basiert schlichtweg auf Logik und Physik. In den Grundzügen ist er bis heute relativ gleich geblieben. Das Faszinierende für Matthias Hunziker, Motorenbauer bei der Emil Frey Classics AG ist die Tatsache, dass die damalige Technik bereits so fortgeschritten war.

Hunziker ist zuständig für das Revidieren und Reparieren von Oldtimer-Motoren. Die Arbeit, so wie er sie leistet, findet man in der Schweiz selten. Genau wie bei seinem Kollegen in der Spenglerei, ist viel Fingerspitzengefühl, Handarbeit und Leidenschaft gefragt. Als gelernter Maschinenmechaniker kann er vom Antriebsstrang bis zum Motor alles reparieren. «Man sieht einfach, was kaputt ist. Die alten Teile müssen aufgearbeitet werden, sie können nicht bestellt werden.» Vieles sei noch mechanisch gesteuert und muss von Hand eingestellt werden. Die Fehlersuche basiert auf Fachwissen und Logik. Auf dem Motorenprüfstand wird alles perfekt abgestimmt, damit das Schätzchen wieder läuft und schnurrt wie ein Kätzchen. Die Besitzer der Oldtimer warten geduldig auf ihre Fahrzeuge. Denn so eine komplette Restauration dauert gut und gerne zwischen eineinhalb und drei Jahren.