Der Rueder-Taler ist getauft

Der Rueder-Taler ist getauft | Der Landanzeiger

Ab sofort gibt es im Ruedertal eine neue Währung. Goldig glänzend, massiv und hübsch anzusehen wird der Ruedertaler als neues Zahlungsmittel in den Portemonnaies und in den Kassen des Ruedertales zu finden sein. Darauf hofft der Gewerbeverein Inorued und die Gemeinden Schlossrued und Schmiedrued, die am vergangenen Sonntagnachmittag in der Badi Walde zur Taufe des Talers eingeladen hatten. 20 Kinder waren eingeladen, nach denen im Schwimmbad verteilten Talern zu tauchen. War das ein Fest, wenn wieder einer der Taler in der Tiefe des Beckens gefunden wurde.

Der Rueder-Taler ist getauft | Der Landanzeiger
Erwartungsfroh warteten die Kinder darauf, nach den Talern tauchen zu dürfen

Deshalb gibt es den Rueder-Taler
Der Gewerbeverein Inorued informierte auf der Webseite und vor Ort, vertreten durch Matthias Müller, Präsident von Inorued, und dem Vizeammann von Schmiedrued, Heinz Sommerhalder, über Sinn und Zweck des Ruedertalers und was er bewirken soll: «Wussten Sie, dass es über hundert gewerbliche Betriebe im Tal gibt? Dieses vielfältige Gewerbe vor Ort ist wichtig. Es stellt die Nahversorgung sicher, bietet Arbeits- und Ausbildungsplätze, generiert Steuerertrag und unterstützt unzählige Vereinsanlässe mit Sponsoring.» Der Gewerbeverein Inorued will die Arbeitsund Ausbildungsplätze im Tal erhalten. Die Gemeinderäte von Schmiedrued und Schlossrued teilen dieses Interesse vollends. Darum haben Inorued und die beiden Gemeinden den Rueder-Taler ins Leben gerufen. Diese Währung soll den Umsatz im Tal steigern.

Ein Taler entspricht einem Schweizerfranken. Die dekorativen Geldbeutel, gefüllt mit Talern, können ab sofort auf den Gemeindeverwaltungen, im Detailhandel sowie in den Restaurants gekauft werden, die aktuellen Abgabeorte für die Taler findet man auf (www.inorued. ch/Rueder Taler Verkaufsstellen. Einlösbar sind die Taler in allen Betrieben des Gewerbevereins Inorued (www. inorued.ch/firmen). Neue Firmen im Verein sind herzlich willkommen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil waren alle Badegäste zu einem Apéro eingeladen und für die Kinder gab es eine der feinen Ruedertaler Hofglacen.

Der Rueder-Taler ist getauft | Der Landanzeiger
Auch Viviane war beim Tauchen erfolgreich

Hochbetrieb in der «Fürobe-Bar»

Hannes Roth, Linda Bolliger und Rico Peter | Der Landanzeiger

Wie die meisten Betriebe hatte auch Linda Bolligers Fürobe-Bar in diesem Jahr keinen guten Start. Covid-19 lässt grüssen. Am vergangenen Donnerstag herrschte allerdings Hochbetrieb. Gegen 19 Uhr, die Gartenwirtschaft war schon zu diesem Zeitpunkt gut besetzt, fuhren plötzlich noch über 20 Töfflibuebe aus den Suhren-, Uerken-, Rueder- und Seetal kommend vor. Dazu gesellte sich auch noch Rico Peter, der ehemalige Spitzen-Bobpilot. «Das ist so richtig cool hier», sagte Peter. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht studierte er die perfekt zurechtgemachten Töffli. «So mögen wir das», sagte Linda Bolliger lachend. Vor zwölf Jahren hatte sie und Roger Klaus, der ehemalige Pinte-Wirt, die Fürobe-Bar auf die Beine gestellt. Seit vier Jahren ist die Pinte als Restaurant geschlossen und Linda Bolliger führt die Bar in Eigenregie.

Ende Juni kam die Erlösung
«Normalerweise sind wir zu dritt im Einsatz. Pascal Hofmann in der Küche, hinter dem Tresen steht Lisa Roth und ich und wenn ich zusätzlich Hilfe benötige, kann ich auf meine Schwester Pia zählen», so Bolliger. «Jetzt können wirs umsetzen!» – «Ich war wirklich froh, als wir diesen Hinweis auf unserer Webseite veröffentlichen konnten.» Dank dem grossen Platzangebot können die Vorschriften des BAG problemlos umgesetzt werden.

Einmal im Monat gibt es einen speziellen Event, der im Landanzeiger und auf der Webseite www.pinte-event.jimdo.com publiziert wird. Die Events laufen jeweils Freitag und Samstag unter den Namen Schnetzu-Plausch, Metzgete, Risotto und so weiter. Wer sich informieren möchte, findet alles auf der Webseite. Auch die Telefonnummer für Platzreservierungen. 

Absage schmerzt im Herz

Absage schmerzt im Herz | Der Landanzeiger

Viele hatten es schon lange befürchtet, jetzt ist es Tatsache. Auch das beliebte Motocross auf der Nütziweid wurde abgesagt. Erst zum zweiten Mal in der 35-jährigen Geschichte.

Das nasse Wetter der letzten Tage wiederspiegelte die Gemütslage der Organisatoren des beliebten Motocross auf der Nütziweid oberhalb Schmiedrued-Walde. Tief hingen die Wolken über dem Ruedertal und verbreiteten das Gefühl von Tristesse. «Diese Absage wird unseren Club nicht in Schieflage bringen, wir sind sehr gut aufgestellt», sagt André Merz, der das Rennen 1985 ins Leben gerufen hatte. «Im Herzen tut so eine Absage allerdings richtig weh.»

In gewohnter Manier hatten die Verantwortlichen die Vorbereitungen für das Motocross in Angriff genommen. Jeder weiss was zu tun ist, wer was organisiert oder macht und wenn am Tag X mit dem Aufbau der Strecke und der Infrastruktur begonnen wird, stehen 90 Prozent der Clubmitglieder und viele zusätzliche freiwillige Helfer in den Startlöchern.

Alle Beteiligten sofort informiert
Alle erforderlichen Bewilligungen waren eingeholt, das grosse Festzelt organisiert, die Zusage der Samariter stand und die Sanität hatte ebenfalls bereits zugesagt. Kurz, alle wichtigen Sachen hatte OK-Präsident Martin Bolliger und sein Team organisiert. André Merz hatte aber schon früher befürchtet, dass es alles anders kommen könnte. Bolliger sagte: «Schon Anfang April haben André und ich mit der Beschaffung von Beschaffung von Werbung und dergleichen aufgehört.» Damit konnten die Organisatoren den Aufwand minimieren.

Als am 29. April der Entscheid des Bundesrats kam, dass Anlässe mit über 1000 Personen bis Ende August verboten sind, wurden alle Beteiligten bis am Abend über die erfolgte Absage informiert. «Ich bin der Meinung, dies sind wir allen, die uns über all die Jahre gefördert und unterstützt haben, ganz einfach schuldig», sagt OK-Präsident Bolliger. «Nun können alle Beteiligten den Rest des Jahres neu planen.»

Rennen im 2021
Der Motoclub Ruedertal wurde 1981 von 28 Ruedertaler Motorradfahrern ins Leben gerufen. Heute hat der Verein 76 Aktiv-Mitglieder.

2020 hätte das 35. Motocross auf der Nütziweid stattgefunden. Zweimal musste es bisher abgesagt werden. Vor zwei Jahren wegen der damals herrschenden Trockenheit und aktuell wegen Corona. «Wir sind bereits jetzt schon wieder voll motiviert, im nächsten Jahre wieder ein Motocross organisieren zu können», sagen OK-Präsident Martin Bolliger und Renngründer André Merz. «Nicht aufgeben gewinnt. »

Gemeinderat komplett angetreten

Neujahrsapéro in Schmiedrued | Der Landanzeiger

In ihrer Ansprache thematisierte Gemeindeammann Marliese Loosli «Zeit» und das Schweizer Milizsystem am Neujahrsapéro im Schulhausfoyer in Schmiedrued.

Nicht umsonst wünschte Marliese Loosli den zahlreich am Neujahrsapéro erschienenen Schmied-ruedern gleich zu Beginn ihrer Ansprache Gesundheit, Zufriedenheit und vor allem «Zeit». Sich Zeit zu gönnen sei heutzutage bei einem hektischen Tagesrhythmus eher ungewöhnlich. «Zeit» als Thema inspirierte sie in der faszinierenden Bergwelt des Berner Oberlands, wo diese scheinbar langsamer verstreicht. «Es wäre schön, wenn man an 366 Tagen in diesem Jahr – 2020 ist bekanntlich ein Schaltjahr – mehr Zeit füreinander hätte, zu einem Plausch im Dorfladen oder einem Gespräch beim Kaffeetrinken» ermunterte sie die Anwesenden. Neben der Flut zu bewältigender WhatsApp- und E-Mail-Nachrichten solle man überlegen, sich in seiner Freizeit in Institutionen, als Behördenmitglied oder in Vereinen engagieren. Es müsse nicht gleich ein politisches Amt sein, schränkte Loosli ein. Die Freiwilligenarbeit entspräche dem Milizsystem der Schweiz. Jeder volljährige Bürger könne ehrenamtlich öffentliche Ämter ausüben und deren Aufgaben übernehmen. «Wer’s nicht glaubt, könne im Online-Lexikon Wikipedia nachschlagen» fügte sie hinzu. Eines konnten die Schmiedrueder mitnehmen, Frau Gemeindeammann ist mit der digitalen Welt und deren sozialen Netzen vertraut. Nichtsdestotrotz appellierte sie, sich Zeit zum Innehalten und Träumen einzuräumen. «Zeit nehmen sei dagegen wie stehlen, denn Zeit sei immer da» gab sie zu bedenken – das klang wiederum philosophisch. Dass der Gemeinderat komplett in Begleitung des Gemeindeschreibers dem Neujahrsapéro beiwohnte, ist eine spezielle Erwähnung wert. Spontan erklärte sich Peter Altherr bereit, mit seiner Drehorgel und deren Klängen dem Neujahrsanlass eine noch festlichere Stimmung zu verleihen. 

Lange Geschichte der Lego-Bausteine

Tomas Müller zeigt seine Lego-Sammlung | Der Landanzeiger

Anlässlich der 41. Generalversammlung des Vereins Weberei- und Heimatmuseum Ruedertal in Schmiedrued fand die Vernissage zur neuen Jahresausstellung statt. Der Einheimische Thomas Müller holte seine beachtliche Lego-Sammlung vom Estrich, ergänzte sie durch Leihgaben und präsentiert dies alles nun in mehreren Vitrinen.

Da dürften viele Augen einen leuchtenden Glanz erhalten, angesichts der Ausstellung von Lego-Bausteinen und -Erzeugnissen einer ganzen Generation.

Waren es letztes Jahr Instrumente, ist es auch dieses Jahr etwas zum Spielen, das ebenso Fingerspitzengefühl erfordert. Thomas Müller wünschte sich schon als Kind Legobausteine, aber weder Gotte, Götti noch Eltern hatten dafür ein offenes Ohr. So schenkte er sich 2005 zu Weihnachten selber «öppis von Lego», und damit hatte ihn das Thema völlig gepackt.

Von der Lego-Bäbistube, der Küche, dem Lego-haus über Schönheitsutensilien für Mädchen bis hin zu den hochtechnisierten Maschinen und Geräten ist alles zur Besichtigung freigegeben – wohlverwahrt in abgeschlossenen Glasvitrinen.

Zu den Prunkstücken zählen ein funktionstüchtiger pneumatischer Kran sowie ein Fahrzeug, ausgestattet mit Computertechnik der ersten Generation. Es funktioniert ähnlich wie die heutigen Rasenroboter. Wenn die Fahrstrecke einmal eingegeben ist, bewegt sich das Fahrzeug selbstständig.

Thomas Müller offenbarte anlässlich der Generalversammlung die interessante Erfolgsgeschichte der dänischen Firma, die mit 14’000 Mitarbeitenden einen Jahresumsatz von 3,4 Mia. Euro erarbeitet. An den Öffnungstagen des Museums besteht für kleine und grosse Kinder die Möglichkeit, mit Legosteinen zu spielen.

Museum nach wie vor beliebt

Der Präsident des Vereins Weberei- und Heimatmuseum Ruedertal, Kuno Matter, führte zügig durch die Traktandenliste, angefangen mit einem Rückblick auf das Wäbi-Jahr, wobei Hanni Lüscher mit ihrer Zithermusik eine wichtige Rolle spielte.

Bauliche Massnahmen wurden in Angriff genommen und das Projekt «Webstuhlrattern» zusammen mit Häusern aus dem Baselbiet lanciert mit dem Ziel, dass Webereimuseen weiterhin betrieben werden können. Rolf Burri präsentierte die Jahresrechnung mit den Worten: «Mer händ nochli Gäld». Die Rechnung ist aufgegangen, wurde geprüft und resultiert am Schluss ein erfreuliches Plus.

Im laufenden Jahr muss das Depot vom alten Gemeindehaus ins neue Gemeindehaus gezügelt werden. Mit der Stanzerei Michel und der Hemdenfabrik Walde werden zwei neue Ausstellungsbereiche geschaffen. Die Beschriftung wird einem Facelifting unterzogen. Und bei alledem soll der Museumsbetrieb im gewohnten Rahmen weiterlaufen.

Wichtige Termine

Am Wochenende ist Museumstag, und da macht das Weberei- und Heimatmuseum Ruedertal auch wieder mit. Ein Bus führt die Besucher gratis nach Muhen und Gontenschwil, eine kleine Festwirtschaft wird geführt. Die Ausstellung ist offen, ebenso können die Bilder von Paul Müller besichtigt und gekauft werden.

Im Herbst folgt die traditionelle Ausstellung, dieses Jahr mit Safenwiler Kunstschaffenden: Yvonne Eschmann mit Speckstein-Kreationen, Vater Kurt und Sohn Michael Suter mit Malereien, vorwiegend Naturobjekte. Vernissage ist am Samstag, 6. September, um 19.30 Uhr.

Mal wieder das Tanzbein geschwungen

Oldie-Disco im Mattenhof | Der Landanzeiger

Bereits zum 12. Mal organisierte das Kulturforum Schmiedrued die Oldie-Disco im Mattenhof.

Maya Hunziker sagte dazu: «Wir vom Forum möchten zeigen, dass wir aktiv sind. Die Oldie-Disco ist für uns ein wichtiger Anlass im Jahr und wie man sieht, ist er höchst beliebt.»

In der Tat, die DJs Susanne Hunziker und -Peter Baumann legten die Musik aus den 70er- und 80er-Jahren auf. Deep Purple, Rolling Stones, Beatles, Jetro Tull, AC/DC und wie sie alle hiessen, liessen die Oldie-Fans in längst vergangenen Zeiten schwelgen.

Mit dem Töffli in die Disco, der erste scheue Kuss, die ersten Fahrstunden mit dem Auto. All das und vieles mehr ist mit dieser Musik verbunden.

Die einen der Gäste zeigten, dass sie auch heute noch tanzen können, andere wiederum genossen die Musik bei einem Bierchen und Gesprächen, die meistens mit den Worten «Weisch no?» begannen. Sie alle werden sicher auch im kommenden Jahr wieder im Partyraum des Mattenhofs anzutreffen sein.

Susanne Hunziker & Peter Baumann Oldie-Disco | Der Landanzeiger
Susanne Hunziker und Peter Baumann fanden die richtigen Titel im Archiv