«Chutzerüedu» denkt ans Aufhören

Ruedi Baumann «Chutzerüedu» | Der Landanzeiger

Es gibt Pferdeflüsterer, Hundeversteher und Schlangenbändiger. Und dann gibt es noch es Rudolf «Chutzerüedu» Baumann. Der 75-Jährige hegt und pflegt seit über 40 Jahren verschiedene Tiere. Seine grosse Liebe gehört den Greifvögeln. Zu Spitzenzeiten waren über 20 Vögel in seinen Gehegen zu Hause. Jetzt sucht er jemanden, der sein Lebenswerk weiterführt.

Kaum trat Ruedi Baumann vor seinem Haus im Bühl Staffelbach, da kreisten auch schon zwei Milane über seinem Kopf. Ihre Rufe waren nicht zu überhören. Es schien, als kenne man sich. «Chutzerüedu», wie ihn seine Kollegen nennen, lacht und sagt. «Ja, zumindest der eine von ihnen war auch schon bei mir in der Pflege.» Ruedi Baumann holt etwas Futter, winkt damit gegen den Himmel und schon geht der Milan in den Angriffssturzflug über. Schnell wirft der Vogelliebhaber das Futterstück in die Luft, der Milan fängt es mit halsbrecherischen Flugmanövern und mit 100-prozentiger Präzision, fliegt mit der Beute weg, setzt sich auf einen nahen Baum und geniesst sein Fressen.

Schon als Schulbub, noch zu Hause in Attelwil, hatte Ruedi Baumann die Liebe zu Tieren entdeckt. Angefangen hatte er mit Taubenzucht, wo er auch schon bald erste Erfolge an Ausstellungen verbuchen konnte. Kaninchen und Zwerghühner kamen dazu. «Zum Glück,» so Baumann, «fand ich später mit meiner Frau Vreni eine Partnerin, die mein Hobby teilt und die auch jetzt noch nach über 40 Jahren Ehe immer fleissig mithilft.»

Noch heute wollen gut 100 Kaninchen, einige Hühner und die sechs Eulen täglich gepflegt und umsorgt werden. Genau wegen diesen Eulen bekam Ruedi Baumann später seinen Übernamen «Chutzerüedu».

Greifvögel sind etwas ganz Besonderes Es hatte sich schnell weit über die Grenzen von Staffelbauch hinaus herumgesprochen, dass Ruedi Baumann Greifvögel in seinen Volieren beherbergt. «Dafür benötigt man eine Haltebewilligung vom Veterinäramt, die alle zwei Jahre erneuert werden muss», erzählt Baumann. So war es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass immer mehr Leute im Bühl in Staffelbach vorbeikamen. In Kartonschachteln brachten sie verletzte Sperber, Milane, Bussarde, Eulen, Käuze und dergleichen. «Chutzerüedu» konnte damals nicht Nein sagen, pflegte die Tiere gesund und freute sich immer, wenn er wieder einen dieser beeindruckenden Greifvögel in die Freiheit entlassen konnte. Zusammengezählt dürften es in den vergangenen Jahren über 50 Greifvögel gewesen sein, die er gesundpflegte.

Waren die Verletzungen zu heftig, brachte Baumann die Vögel zum Tierarzt. Diesen bezahlte er aus der eigenen Tasche. So etwas geht nur, wenn man sich wie das Ehepaar Baumann ganz für die Tiere lebt. «In den vergangenen 40 Jahren waren wir genau zwei Tage nicht zu Hause», blickt Baumann zurück.

Nachfolger gesucht Nun möchte der Tierliebhaber gerne kürzer treten. «Für uns wird es immer schwieriger die anfallenden Arbeiten zu bewältigen», sagt Ruedi Baumann, der mit seinen 75 Jahren auch noch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. «Wenn jemand Interesse, das nötige Gespür, die Zeit und den Willen hat, sich ganz und gar dieser Aufgabe rund um die Tiere zu widmen, kann er sich gerne bei mir melden.» 

Ruedi Bolliger schaut zu den Fingerhüten

Mit viel Engagement sorgt Ruedi Bolliger seit 40 Jahren für blühende Fingerhüte | Der Landanzeiger

Es gibt bekanntlich viele verschiedene Freizeitbeschäftigungen. Der in Staffelbach lebende Ruedi Bolliger ist vor bald 40 Jahren mehr durch Zufall in ein sehr arbeitsintensives Hobby hineingerutscht.

«Zusammen mit meiner Frau bin ich gerne im Wald unterwegs» so Bolliger. Eines seiner beliebtesten Orte im Staffelbacher Wald ist der Ankenberg, der von seinem Zuhause aus schnell zu erreichen ist. Er hatte in der Vergangenheit immer dazu geschaut, dass das kleine Weglein durch den Wald, dass Richtung Ankenberg führt, frei bleibt. Ganz zu Beginn hatten Bolliger einen Kampf mit den Brombeersträuchen. Als diese weg waren, kam der nackte Waldboden zum Vorschein und schon ein Jahr später wuchsen und blühten die ersten Fingerhüte. Jahrelang hatten die Samen der schönen Fingerhüte unter den Brombeersträuchen gelegen und keine Chance zum Keimen gehabt. Erst als das Licht den Waldboden erreichte konnte sie wieder wachsen und blühen.

Der Kampf dauert an
Vom nun einfallenden Licht profitieren neben den Fingerhüten aber auch die Birken, das Gras und der Adlerfarn. Die wollten schnell das Szepter übernehmen. Ruedi Bolliger wehrt sich seit 40 Jahren mit viel freiwilliger Arbeit gegen dieses Vorhaben. Den Lohn seiner Bemühungen kann man im Gebiet Ankenberg sehen. Herrlich sieht das Waldstück aus mit den zum Teil bis zu 150 Zentimeter hohen Fingerhüten. Nachdenklich sagte Bolliger: «Ich bin jetzt 76. Wenn ich diese Arbeit einmal nicht mehr machen kann, wird man zwei Jahre später keine Fingerhüte mehr finden.» Ohne die Arbeit, die der Natur liebende Rentner mit seiner Sichel leistet, wird das wohl so sein.

Die Rhätische Bahn fährt durch seinen Garten

Andreas Herzig mit seiner Gartenbahn in Staffelbach | Der Landanzeiger

Wer den Bernina-Express, die Rhätische Bahn oder den Glacier-Express sehen will, kann ins Bündnerland reisen oder viel einfacher, den Eisenbahnfan Andreas Herzig in Staffelbach besuchen. Er hat um sein Haus eine Gartenbahn von über 300 Metern Länge.

Bei Andreas Herzig dreht sich täglich alles um die Bahn: Beruflich um die Autobahn, in seiner Freizeit um die Modelleisenbahn. Genauer gesagt um seine Gartenbahn. Der 63-jährige Strassenmeister auf den Aargauer Autobahnen mag es zu Hause etwas gemächlicher. Obwohl auch hier viel Verkehr herrscht.

Schon als kleiner Bub wurde Andreas Herzig von seinem Vater mit dem Modelleisenbahn- Virus infiziert. Es folgten erste Bauten von Märklin-Anlagen und weiteren. Doch so richtig glücklich wurde Andreas Herzig erst viel später, nämlich 2003. Mit dem Einverständnis der Familie gings an die Realisierung einer eigenen Gartenbahn. Pläne wurden gezeichnet, Kosten berechnet und dann die grossen Geräte aufgefahren. Er riss den schönen Rasen auf, kippte 110 Kubik Strassenkies und 10 Tonnen Felsgestein in den Garten. Gwundrig verfolgten Anwohner und Zaungäste seine nie enden wollenden Arbeiten.

Lange war für Aussenstehende nicht ersichtlich, was daraus dereinst werden soll. Erst als Andreas Herzig mit einem Schnurgerüst die erste grobe Streckenführung aussteckte, kam Licht ins Dunkel.

Der Glacier-Express (oben) wird von einer HCD-Lok gezogen

Rhätische Bahn als Vorbild
Es war viel Arbeit, die sich Andreas Herzig aufgebürdet hatte, denn er hatte genaue Vorstellungen von seiner Bahn. Hier sollte dereinst die Rhätischen Bahn ihre Runden drehen.

Warum sich Herzig gerade für die RhB entschieden hat, erklärt er so: «Zum einen gefällt es mir in Graubünden ganz besonders gut und zum andern hatte der ehemalige Bahnhersteller LGB vor allem sehr attraktive Modelle der RhB in seinem Programm. So viel mir die Entscheidung leicht.» Es wurden Bogenbrücken gebaut, Tunnels betoniert, Geleise verlegt und die passende Flora gesät und gepflanzt. Für den Modelleisenbahner Herzig war es nicht wichtig, einen bestimmten Streckenabschnitt der RhB nachzubauen. Lachend meinte er, dazu habe einfach der Platz gefehlt.

Nun, viele Jahre nach der aufwendigen Arbeit, freut sich Andreas Herzig über sein gelungenes Projekt. Auf 155 Quadratmetern fahren schwer beladene Güter- und Personenzüge auf einem Schienennetz von rund 310 Metern Länge. In den mit Plastikfiguren besetzten Panoramawagen des Glacier-Express erfreuen sich die Fahrgäste an der nachgebauten Bergwelt. Und am Rand von Herzigs Garten stehen Kinder und Erwachsene gleichermassen mit staunenden Augen.

Auch ein «Krokodil» hat Andreas Herzig in seinem Garten | Der Landanzeiger
Auch ein «Krokodil» hat Andreas Herzig in seinem Garten

Anlage ist noch nicht fertig
«In jedem steckt ein kleiner Bähnler», hat Andreas Herzig schon oft festgestellt. Ihn selber zog es beruflich aber nie in die Welt der realen Eisenbahnen. Auch nach weit über 1000 Arbeitsstunden sei die Anlage noch nicht fertig. «Das wird sie wohl auch nie», gibt der Staffelbacher zu. Immer habe er wieder neue Ideen, die er noch umsetzen möchte. «Das ist ja bei allen Modelleisenbähnlern so.» Die Bahn hat er zwar für sich gebaut, gibt den Fahrtregler aber auch gerne Mal an kleine und grosse Modellbaufreunde weiter, die mit leuchtenden Augen bei ihm am Gartenzaun stehen.

Auf seine Ausgaben angesprochen meinte Herzig nur: «Für ein schönes Auto der oberen Mittelklasse würde es schon reichen.» Seine Frau Käthi ergänzte schmunzelnd aus dem Hintergrund: «Ja, es hätte sicher auch für ein paar sehr schöne Ferienwochen gereicht.»

Mehr Bilder der Gartenbahnanlage gibt es in der Landanzeiger-Galerie

Bernadette Lüthi ist neues Ehrenmitglied

Sechs fleissige Turnerinnen des STV Staffelbach wurden mit einem Früchtekorb beschenkt | Der Landanzeiger

An der 47. Generalversammlung des FTV Staffelbach konnte die Präsidentin Petra Hunziker total 23 Turnerinnen begrüssen.

Erfreulicherweise konnte mit Magdalena Ruf wieder ein neues Mitglied aufgenommen werden. Die demissionierte Rechnungsrevisorin Corina Morgenthaler konnte mit Nicole Felder ersetzt werden. Nach 20 Jahren Vorstandsarbeit als Kassierin, Präsidentin oder Vizepräsidentin hatte Bernadette Lüthi ihre Demission eingereicht. Sie wurde von der Präsidentin mit einer Laudatio und der Überreichung der Ehrenmitgliedsurkunde gebührend gefeiert.

Neu in den Vorstand gewählt wurde Jacqueline Confalonieri. Als Vizepräsidentin amtet neu Monica Lüscher. Die Leitung des Frauenturnvereins besteht neu aus einer technischen Kommission mit Christine Schönbächler, Beatrice De Faveri und Barbara Hediger.

Das neue Ehrenmitglied Bernadette Lüthi | Der Landanzeiger
Das neue Ehrenmitglied Bernadette Lüthi

Sechs besonders fleissige Turnerinnen
Die Präsidentin konnte neun Turnerinnen für jahrzehntelange Arbeit im Vorstand, bzw. Rechnungsrevisorin oder Mitgliedschaft ehren. Die Leiterin Christine Schönbächler beschenkte sechs Turnerinnen mit einem Früchtekorb als Dank für fleissiges Turnen. Die Highlights, im vorgestellten Jahresprogramm 2020/2021, sind sicher die 800-Jahrfeier von Staffelbach und die Teilnahme mit einer Gymnastik am Turnfest in Zofingen.

Leider sind «virusbedingt» alle turnerischen Anlässe vorderhand abgesagt oder verschoben worden. Der Vorstand und die technische Kommission freuen sich aber, dass bald wieder alle Mitglieder und eventuell auch neue Gesichter gesund zum Turnen begrüsst werden können. Turnzeiten sind immer noch am Mittwoch, neu aber von 20.00 bis 21.45 Uhr.

Feine Gerstensuppe gekocht

Gerstensuppe in Staffelbach | Der Landanzeiger

Wie die Zeit doch vergeht. Dora Keist sagte das nicht ohne Stolz. Das ganze Staffelbacher Suppenkochteam freut sich bereits zum 22. Mal über die Gäste, die sich die feine Gerstensuppe, das selbstgebackene «Buurebrot» und die vielen «gluschtig» machenden Desserts etwas kosten lassen. Auffallend war in diesem Jahr, dass doch einige bisher noch nie gesehenen Gäste den Weg in den Gemeindesaal fanden. Dies freut das Suppenkochteam ganz besonders. «So können wir auch in diesem Jahr einen schönen Betrag an die Mission am Nil überweisen», so Dora Keist.

Zwei neue Gemeindeschreiber für die Region

Die beiden Gemeinden Staffelbach und Moosleerau haben neue Gemeindeschreiber gewählt. Am 1. April startet Katharina Wilhelm in Staffelbach, am 1. Mai Peter Neukomm in Moosleerau.

Katharina Wilhelm (54) wird neue Gemeindeschreiberin in Staffelbach. Sie war zuletzt in Eiken und zuvor über zehn Jahre in Zetzwil tätig. Katharina Wilhelm ersetzt Nicole Baumann, die im Dezember des letzten Jahres überraschend verstorben ist. Seither und noch bis Ende März leiteten Hansjörg Baumberger aus Hirschthal und Bettina Marinelli aus Zofingen zusammen mit den bisherigen Angestellten die Kanzlei.

Herzlicher Empfang Katharina Wilhelm wohnt in Gontenschwil und freut sich sehr auf die neue Aufgabe in Staffelbach. «Ich wurde vom Gemeinderat herzlich empfangen», sagt sie. In ihrer Freizeit liest, kocht, töpfert und walkt Wilhelm gerne. In Staffelbach startet sie ab 1. April mit einem 100-Prozent-Pensum. Der Gemeinderat von Staffelbach freut sich, mit Katharina Wilhelm eine erfahrene und kompetente Gemeindeschreiberin gewonnen zu haben.

Der neue Gemeindeschreiber von Moosleerau heisst Peter Neukomm (28). Anlässlich seiner Sitzung vom 20. Januar hat ihn der Gemeinderat aus einer Gruppe von Bewerbern ausgewählt. Peter Neukomm tritt sein Amt am 1. Mai an und ersetzt Stephan Gehrig, der seine Tätigkeit in Moosleerau nach knapp drei Jahren Ende März beendet.

Peter Neukomm wohnt in Olten und arbeitet seit mehr als acht Jahren als Sachbearbeiter der Amtsschreiberei Thal-Gäu in Balsthal, im Kanton Solothurn. Seine Lehre hat er auf der Gemeindeverwaltung in Balsthal absolviert. Neukomm beginnt am 13. März berufsbegleitend die Ausbildung zum Gemeindeschreiber.

Spiel in einer «Gugge» In seiner Freizeit spielt Peter Neukomm aktiv in einer «Guggemusig». Ebenfalls geht er gerne ins Kino oder geniesst ein gutes Essen mit der Familie und Freunden.

Sein beruflicher Weg führt ihn nach Moosleerau, da er die Bodenständigkeit der kleinen Gemeinde schätzt. Neukomm, der im ländlichen Thal aufgewachsen und dort noch immer verwurzelt ist, kann sich mit der Ortschaft im Grünen identifizieren. Er freut sich bereits, die Bevölkerung von Moosleerau kennenlernen zu dürfen.

Gemeinderat und Personal heissen Peter Neukomm schon heute herzlich willkommen und freuen sich auf die Zusammenarbeit.

Sandsteinmuseum: Renovierungsarbeiten am Taglöhnerhaus in vollem Gang

Sandsteinmuseum: Renovierungsarbeiten | Der Landanzeiger

Wer in diesen Tagen am ehemaligen Taglöhnerhaus im Bühl in Staffelbach vorbeifährt, kann die Fortschritte bei der Renovierung schon auf den ersten Blick sehen. Der neue, weisse Verputz strahlt einem entgegen. Auch im Inneren des Hauses gibt es Fortschritte bei den Arbeiten. Während das vergangene Jahr ganz im Zeichen der grundlegenden Renovierung stand, sind für 2020 die Feinarbeiten im zukünftigen Sandsteinmuseum an der Reihe.

Sandstein verwittert schnell
Frank Hauri, Vorstandsmitglied des Vereins Sandsteinmuseum Staffelbach, kümmert sich in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten Adrian Kiener um die Koordination der Bauarbeiten. Zufrieden blickt er auf das frisch verputzte Haus. «Es war wichtig, dass das Mauerwerk, gerade jetzt vor dem Winter, wieder geschützt ist», sagt er. Das kleine Haus war immer verputzt und das Mauerwerk aus weichen Sandsteinen von Anfang an darauf angelegt, einen Verputz zu erhalten. Sandstein verwittert schnell. Doch im Inneren des Hauses werden zwei Wände roh bleiben und die Bauweise des Hauses zeigen. Die restlichen Wände werden in den nächsten Wochen verputzt. Doch zunächst müssen noch Elektroleitungen gezogen und Steckdosen eingebaut werden. Und nicht zuletzt hängt es auch vom Wetter und den Aussentemperaturen ab, wie schnell es weitergehen kann, erklärt Hauri. Genauso abhängig vom Wetter ist auch der Einbau der neuen Fenster. «Wir hoffen, dass wir sie noch bevor der Winter richtig kommt, einbauen können», sagt er. Die Fenster stehen schon parat und müssen nur noch einen letzten, schützenden Anstrich erhalten. Typische Holz-Sprossenfenster, nach historischem Vorbild mit einfacher Verglasung, werden in Absprache mit der Kantonalen Denkmalpflege eingebaut. «Wir dürfen das Haus nicht zu sehr abdichten, sonst bekommen wir unter Umständen ein Feuchtigkeitsproblem», weiss Hauri.

Details
Neu am Haus und gut sichtbar ist auch, dass am Balkon und am Giebel über der Eingangstür viel gearbeitet wurde. Morsches Holzwerk wurde entfernt und nicht mehr tragfähige Balken ersetzt. In diesem Zuge wurden auch die Dachunterseiten neu verkleidet. Jetzt wird der kleine Balkon mit dem weiten Blick in Richtung der Sandsteinbrüche sorgsam wieder aufgebaut. Ein schönes Detail ist dabei die alte Tür, die fachgerecht aufgearbeitet wurde. Sie bleibt als Schutz vor einer neu einzubauenden Glastür erhalten. Sogar den alten Türknauf im Inneren hat man aufbewahrt und wieder angebracht. Auch im Bereich der ehemaligen Küche und Stube wurde viel Zeit und Sorgfalt auf die Restaurierung der Ofenanlage verwandt. Nach Möglichkeit blieben hier auch die originalen Bauteile erhalten und die ein oder andere Scharte in den Ofenklappen offenbart den ganzen Charme des alten Hauses.

Steinhauerhütte wird nachgebaut
Erst im kommenden Frühjahr kann es dann an die Herstellung der Aussenanlagen gehen, erklärt Hauri. Bisher wurde vorgängig die Kanalisation und der Anschluss an das Wasser- und Abwassernetz gelegt und eine alte Gartenmauer abgebrochen. Ein grösseres Projekt im Garten ist noch der Bau einer Stützmauer zum darüberliegenden Hang, sobald es die Temperaturen im nächsten Jahr zulassen. Die Mauer dient zugleich als Rückwand einer Steinhauerhütte, die nach altem Vorbild gebaut werden soll. Später, im Museumsbetrieb werden dort die Besucher das alte Steinhauerhandwerk hautnah erleben und in Workshops auch selbst ausprobieren können. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

Das Sandsteinmuseum
Interessierte Besucherinnen und Besucher sind jederzeit herzlich eingeladen, sich auf www.sandsteinmuseum. ch zu informieren oder am ehemaligen Taglöhnerhaus vorbeizuschauen. Dort liegt auch Info-Material aus, das über den Baufortschritt Auskunft gibt. Und natürlich freut sich der Verein jederzeit über neue Mitglieder.

Mysteriöser «Schlosshübel» gibt den Archäologen Rätsel auf

Auf dem «Schlosshübel» in Staffelbach haben Archäologen der Kantonsarchäologie Sondierungen gemacht. Bereits wenige Zentimeter unter der Humusschicht trafen sie auf einen Graben, der dicht mit Steinen verfüllt war. Nun wird der Fund analysiert.

Vor wenigen Tagen fuhr auf dem «Schlosshübel», ausserhalb von Staffelbach, ein Bagger auf. Dieser machte an vier verschiedenen Stellen auf der Erhebung Sondierschnitte von bis zu zwei Metern Tiefe. Diese sollen den Archäologen Gewissheit geben, ob es sich bei den im Juni festgestellten Mauerresten tatsächlich um eine ehemalige Burg handelt. Bei den Recherchen rund um den Kulturerbe-Tag der Kantonsarchäologie vom 18. August erhielten die Archäologen einen Hinweis aus der Bevölkerung: In der Sage vom «Lochluegenjäger» sei von einer Burg auf dem «Schlosshübel» die Rede. Die Archäologen nahmen die Spur auf und begannen zu forschen. Im Juli führten sie eine Geoprospektion mit Radar, Elektrik und Magnetik auf dem «Schlosshübel» durch. Diese Methoden gaben – ähnlich dem Röntgen – einen Blick ins Innere des «Schlosshübels. Tatsächlich stiessen die Archäologen auf eine Struktur, die vorerst als Ringmauer und Überreste eines Turms gedeutet wurden.

Kulturerbe-Tag der Kantonsarchäologie markierten die Archäologen mit Trassierbändern und Stangen den Standort einer möglichen Schutzmauer und eines Burgturms

«Wir werden keine grossflächigen Ausgrabungen vornehmen», sagte Georg Matter, Leiter der Kantonsarchäologie damals, «sondern uns auf Sondierungen beschränken.» Diese haben am 28. Oktober auf dem «Schlosshübel» begonnen und dauern voraussichtlich noch bis zum 8. November. «Es ist erfreulich, dass wir die vermutete Struktur angetroffen haben», sagt Manuela Weber, Leiterin Ressort Öffentlichkeitsarbeit der Kantonsarchäologie Aargau, «jedoch ist die Struktur noch rätselhaft ». Nun gehe es darum, weitere Infos wie zum Beispiel das Alter des Grabens herauszufinden. Es dürfte laut Manuela Weber noch eine gewisse Zeit dauern, bis definitiv feststeht, ob es sich bei den gefundenen Strukturen tatsächlich um die Burg von Staffelbach handelt.

Schopf brennt nieder – Feuerwehr rettet Tiere

Schopf brennt in Staffelbach | Der Landanzeiger

Am Samstag geriet in Staffelbach ein Schopf in Brand. Dank schnellem Eingreifen der Feuerwehr konnte ein noch grösserer Sachschaden verhindert werden. Die Brandursache ist noch unbekannt.

Anwohner bemerkten am Samstag, 27. Juli, kurz nach 13.30 Uhr, dass ein Schopf am Stammrain in Staffelbach lichterloh brennt. Die Feuerwehr rückte mit einem Grossaufgebot an und hatte den Brand schnell unter Kontrolle und gelöscht. Nebst den Löscharbeiten musste sie auch die benachbarten Häuser und einen angrenzenden Stall mit Nutztieren schützen. Weil das Gebäude voll Rauch war, setzte die Feuerwehr einen speziellen Lüfter ein, damit die Tiere vor einer Rauchvergiftung verschont blieben.

Schopf in Vollbrand in Staffelbach | Der Landanzeiger
Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindern

Der Schopf wurde weitgehend zerstört. Verletzt wurde niemand. Es entstand ein Sachschaden in der Höhe von 400’000 Franken. Die Brandursache ist noch unklar. Die Kantonspolizei Aargau hat ihre Ermittlungen aufgenommen.

FTV Staffelbach auf dem 3. Platz

Das Siegerpodest mit FTV Staffelbach | Der Landanzeiger

In der Suhrenmatt-Turnhalle in Buchs trafen sich am Wochenende des 4./5. Mai 25 Mannschaften zur Aargauer Meisterschaft im Schnurball. Organisiert wurde dieser Anlass vom Damenturnverein Buchs in Zusammenarbeit mit dem Aargauer Turnverband.

Die Zuschauer konnten spannende Wettkämpfe um den Meistertitel verfolgen. Schnelligkeit, Beweglichkeit, Ausdauer und ein guter Blick für die Spieltaktik des Gegners sind gefragt, will eine Mannschaft im Schnurball erfolgreich sein. Die Aufgabe der Schiedsrichterinnen verlangt viel Konzentration, um die engagierten Spielzüge der Spielerinnen zu verfolgen.

15 Mannschaften kämpften am Sonntag um den Meistertitel. Nach spannenden und hart umkämpften Spielen sicherte sich die Mannschaft des STV Büttikon den Meistertitel 2019. 

Die Mannschaft des STV Turgi schaffte es auf Platz 2 und die Mannschaft des FTV Staffelbach durften auf Platz 3 mitfeiern.

Der DTV Buchs gratuliert den Gewinnermannschaften und ist froh, dass trotz des engagierten Einsatzes aller Spielerinnen an beiden Spieltagen keine grösseren Verletzungen den Spass an Spiel und Wettkampf trübten.