Ein Familienbetrieb wird 80 Jahre alt

Ein Familienbetrieb wird 80 Jahre alt | Der Landanzeiger

Die Uerkner Metzgerei Klauser, weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt, feiert ihr 80-jähriges Bestehen!

Den Grundstein für den Familienbetrieb legten Ernst und Rosa Klauser im Jahr 1941, als sie die Liegenschaft an der Metzgergasse erwarben. Ernst Klauser widmete sich der Metzgerei und der Fleischverarbeitung, Rosa Klauser bediente im Laden die Kundschaft und erledigte den Haushalt. Zusammen erzogen sie ihre fünf Kinder. Schon früh halfen die Kinder im elterlichen Betrieb mit.

Nach dem frühen Tod von Ernst Klauser im Jahr 1970 stand die ganze Familie zusammen und führte das Geschäft gemeinsam weiter. Entsprechend gross war Rosa Klausers Freude, als sie die Metzgerei in die Hände von Ernst und Edgar geben konnte. Sie war stolz zu wissen, dass ihr Lebenswerk weitergeführt wurde. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1996 unterstützte sie ihre Söhne.

Dunkle Wolken über der Metzgerei
Das prägendste Ereignis der Firmengeschichte war das verheerende Unwetter vom 8. Juli 2017. Der Schaden war immens! Im Tiefkühlraum stand das Wasser einen Meter hoch, selbst grosse Maschinen wurden umgekippt, die Verkaufstheke stand quer, nur wenige Gerätschaften überstanden die Flut. Nach zwei Monaten waren die Produktionsräume wiederhergestellt und in einem benachbarten Gebäude entstand ein provisorischer Laden. In einem wahren Kraftakt wurde die Metzgerei Klauser am alten Standort wiederaufgebaut und gleichzeitig modernisiert. Schon am 6. Dezember 2017 konnte man im neuen Geschäft den Betrieb aufnehmen.

Beliebter Party-Service
Sehr viel Wert wird bei der Metzgerei Klauser auf die gute Qualität des aromatischen Schweizer Fleisches gelegt. Die Wurstwaren und die übrigen Spezialitäten werden mit Sorgfalt und Liebe nach eigenen Hausrezepten und nur mit Reingewürzen hergestellt. Stolz ist man auf die Produkte aus der hauseigenen Räucherei und Trocknerei. Dort entstehen die bekannten Salami «Egaroni», der Bauernspeck, Rohschinken, Mostbröckli, Landrauchschinken und vieles mehr. Äusserst beliebt bei der Kundschaft ist die Cheminée-Wurst (Grillbratwurst). Und man freut sich über die Curry-Bratwurst, die wahrscheinlich von der Metzgerei Klauser «erfunden» wurde! Saisonal werden verschiedene Spezialitäten für den Grill oder die Pfanne angeboten, nicht zu vergessen verschiedene Spezialitäten zum kalt Geniessen. Eine sehr geschätzte Dienstleistung der Metzgerei Klauser ist der Hauslieferdienst mit geregelten Touren an drei Tagen pro Woche. Und dies ohne Aufpreis! Gerne gebucht wird auch der Party-Service. Es besteht die Möglichkeit, fixfertig zubereitete Menüs abzuholen oder an sein Fest liefern zu lassen. Auf Wunsch werden bei Grillfesten die eigenen Fleischund Wurstspezialitäten gleich persönlich grilliert.

Zu jedem Einkauf ein Los
Insgesamt beschäftigt die Metzgerei Klauser sieben Angestellte in Volloder Teilzeit. Man ist sehr dankbar, dass das Personal auch in der schwierigen Corona-Zeit stets sein Bestes gab. Lukas, der Sohn von Christina und Edgar Klauser, ist seit 2010 ebenfalls im Betrieb tätig. Eine seiner vielen Stärken ist die Herstellung des fast schon legendären Kartoffelsalates. Auf Vorbestellung sind auch die von Christina Klauser zusammengestellten Geschenkartikel erhältlich, beispielsweise Holzbrettli mit hauseigenen Spezialitäten.

Anlässlich des 80-jährigen Bestehen ihres Geschäftes möchte die Metzgerei Klauser ihrer treuen Kundschaft danke sagen: Im Monat September wird bei jedem Einkauf ein Los abgegeben. Dabei können viele schöne Preise gewonnen werden, unter anderem Einkaufsvergünstigungen, Salami, Speck oder Schweinshalsbraten.


Öffnungszeiten

Montag geschlossen

Dienstag bis Freitag:
7.30 bis 12.00 Uhr,
15.00 bis 18.30 Uhr

Samstag: 7.30 bis 15.00 Uhr


Ein Familienbetrieb wird 80 Jahre alt | Der Landanzeiger

Metzgerei Ernst und Edgar Klauser

Vorderhubelstrasse 3
4813 Uerkheim
Telefon 062 721 13 01
Fax 062 721 24 26
E-Mail: info@metzgerei-klauser.ch
www.metzgerei-klauser.ch

Spektakel vor 1000 Zuschauern

Spektakel vor 1000 Zuschauern | Der Landanzeiger

Der Uerkner Patrick Räbmatter verliert den Schlussgang des gut besuchten 54. Homberg-Schwinget ob Reinach gegen Joel Strebel.

«Ich bin stolz auf euch, das war ein begeisternder Schwinget»: So würdigte OK-Präsident André Bergmann am Rangverlesen die Sägemehlshow der 39 Schwinger auf der Wiese beim Berggasthof. 1000 Zuschauer spendeten oft Szenenapplaus bei den angriffig geführten Zweikämpfen. Ohne Coronabeschränkung wäre die Kulisse noch grösser gewesen. Der Schwingklub Kreis Kulm musste zahlreichen Schwingerfreunden den Zutritt verwehren, weil die erlaubte Besucherzahl erreicht war.

Sportlich drückten die vier eidgenössischen Kranzschwinger dem Hosenlupf den Stempel auf. Patrick Räbmatter vom Schwingklub Zofingen lancierte den Kampf um Siegerpreis «Caluna», einem trächtigen Holsteiner Rind. Der Uerkner Brocken besiegte in einem von fünf «Eidgenossenduellen» den Sarmenstorfer Andreas Döbeli mit Kreuzgriff. Nach drei Gängen führte «Räbi» die Rangliste mit 30 Punkten an. Die Konkurrenz lag mit 1,25 Zählern und mehr zurück. Doch der zweite Freiämter Eidgenosse, Joel Strebel, verlieh dem Siegeskampf wieder Spannung. Er bodigte Räbmatter im vierten Gang mit innerem Haken.

Das Einteilungsgericht wies dem Uerkner noch einen «Eidgenossen» zu, Nick Alpiger, der gestern sein Comeback gab. Alpiger hatte zu Beginn gegen Strebel gestellt. Entsprechend musste er im Kampf um den Schlussgang gegen seinen Trainingskollegen etwas riskieren. Das Duell wogte hin und her, als «Räbi» nach drei Minuten einen Schlungg wagte. Dabei lag er beinahe selber auf dem Rücken, begrub aber mit dem daraus entstehenden Schwung den favorisierten Staufener unter sich.

Beide wollten den Sieg
In der Endausmarchung stand ihm zum vierten Mal an diesem Nachmittag ein «Böser» gegenüber. Wie im vierten Gang traf Räbmatter auf Joel Strebel. Auch der auf maximal zehn Minuten angesetzte Schlussgang begeisterte das Publikum, weil beide Schwinger den Sieg suchten. Räbmatter wehrte Strebels dynamischen Kurzversuche ab, ehe das Duell abflachte. Gegen Ende der fünften Minute hatte Strebel seine Kräfte wieder gesammelt und beförderte mit einem Kurzangriff samt ganzer Drehung seinen Kontrahenten auf den Rücken. Rang 2 erreichte Andreas Döbeli, der den letzten Homberg-Schwinget vor zwei Jahren gewonnen hatte, und «Räbi» auf Platz 3 verwies. 4. wurde Markus Meyer aus Aarau, 5b. Pirmin Reinhard (Attelwil), 7d. Adrian Reinhard (Attelwil), 8a. Lukas Hermann (Muhen) und 20. wurde Roman Reinhard (Attelwil).

Kaj Hügli aus Attelwil schwang am Berner Kantonalschwingfest in Aarberg, wo er Rang 7b belegte. Gewonnen hat dort Kilian Wenger.

«Montreal 1976 war ein grossartiges Erlebnis»

Montreal 1976 war ein grossartiges Erlebnis | Der Landanzeiger

Der ehemalige Uerkner Bahnrennfahrer Walter Bäni (64) blickt für den «Landanzeiger» zurück auf seine Olympia-Teilnahme im Jahr 1976 in Montreal. Was er damals alles erleben durfte, davon können viele Sportlerinnen und Sportler in Tokio zurzeit nur träumen.

Die Olympischen Spiele in Tokio wurden vor einigen Tagen eröffnet. Dabei werden viele schöne Erinnerungen an mein eigenes Olympia-Abenteuer wach. 45Jahre ist es her, aber ich weiss noch so viele kleine Details. Es war ein grossartiges Erlebnis!

Immer schon war Olympia für Sportler eine Art «Ritterschlag». Wer es nie an die Olympischen Spiele schafft, der hat etwas verpasst. Und doch tun mir die heutigen Athleten etwas leid. Olympia ohne Zuschauer, da fehlt die Stimmung, es ist einfach nicht dasselbe. Ich hoffe, die Athleten können sich dennoch freuen. So wie ich damals: Die 57 Schweizer Teilnehmerinnen und Teilnehmer, all die Sportgrössen der damaligen Zeit, versammelten sich in Kloten, um gemeinsam nach Kanada zu fliegen. Von ihnen hatte ich wenige Jahre zuvor noch Autogramme gesammelt, nun gehörte ich selber zu dieser Elite.

Andere Schweizer gesiezt
Ich war 19 und konnte es kaum glauben. Vor lauter Ehrfurcht sagte ich zunächst zu allen Sie! Für die Dauer der Spiele (drei Wochen lang) wohnten wir gemeinsam im Olympischen Dorf, und nach der Schlussfeier flogen alle zusammen wieder nach Hause. Wir sechs Radrennfahrer teilten uns ein winziges Appartement mit Etagenbetten mit den zwei Judokas. Ich hatte das Glück, bereits am fünften Tag im Einsatz zu sein. Danach konnte ich mehr als zwei Wochen lang den Geist der Spielegeniessen. Ich besuchte andere Wettkämpfe, ging im Olympischen Dorf ins Restaurant, ins Kino oder in die Disco und lernte Sportler und Sportlerinnen aus der ganzen Welt kennen. Auch bei den glanzvollen Eröffnungs- und Schlussfeiern durfte ich dabei sein. Ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Heute reisen die Athleten so kurz wie möglich vor ihrem Einsatz an und müssen Tokio, nach Beendigung ihres Wettkampfs, nach maximal 36 Stunden wieder verlassen. Wie schade, sie verpassen einiges.

Nie mehr vergesse ich den Tagmeines Wettkampfs. Ich wartete auf das Startkommando, und mir wurde bewusst: Dies war der Moment, von dem ich jahrelang geträumt hatte. Gleich würde ich im voll besetzten Stadion ganz alleinmeine Runden drehen. Ichwusste, dass praktisch alle Einwohner von Uerkheim jetzt vor dem Fernseher sassen und mir die Daumen drückten. Und ich wollte ja eine Medaille gewinnen. So viel Druck! Am liebsten wäre ich davongerannt, möglichst weit weg, auf eine einsame Insel in der Südsee.

Ich tat es dann nicht, sondern trat im Velodrome mit voller Energie in die Pedalen und «strampelte» die 1000 Meter ab. Am Ende wurde ich Achter, heute gibt es dafür ein Olympisches Diplom, damals bekamen das nur die ersten sechs. Ich weiss nicht, ob sich mein Leben verändert hätte, wenn ich eine Medaille gewonnen hätte. Aber zu erleben, wie man sich als kleiner Star fühlt, das war auch mir gegönnt.

Unvergesslicher Empfang
Der Empfang, den mir mein Heimatdorf Uerkheim bereitete, gehört zu den schönsten Erinnerungen meines Lebens. Per Oldtimer wurde ich durchs Dorf gefahren und durfte den Leuten am Strassenrand zuwinken. Auf dem Schulhausplatz gab es eine grosse Feier mit der Musikgesellschaft, dem Jodlerchörli, dem Männerchor und vielen Festrednern. So manches Autogramm durfte ich schreiben, und meine Beliebtheit bei den Mädchen stieg schlagartig an. Später wurden wir auch im Bundeshaus in Bern von Bundespräsident Rudolf Gnägi empfangen. Lange stand beim Dorfeingang in Uerkheim eine grosse Tafel «Herzlich willkommen Walter Bäni». Ich habe all das genossen. Aber ich war auch froh, als nach ein paar Wochen wieder Normalität einkehrte. Viele Spitzensportler möchten auf dem Höhepunkt der Karriere zurücktreten. Hätte ich danach gehandelt, hätte ich mit 19 aufhören müssen. Im selben Jahr Zweiter der Weltrangliste, zwei Schweizer-Meister- Titel, fünf Schweizer Rekorde, einen Beinahe-Weltrekord und einen 8. Platz bei Olympia, das erreichte ich nie mehr.

Für mich war mit 22 die Zeit des Abschieds gekommen. Weil ich etwas anderes machen wollte: eine Rucksack- Weltreise! Natürlich kamen mir auch Zweifel an meinem Entschluss. Endgültige Klarheit erhielt ich im Südseeparadies Bora-Bora. Dort dachte ich an meine Kollegen der Nationalmannschaft, die nun in der härtesten Trainingsphase für die Olympischen Spiele von Moskau 1980steckten. Ich nahm einen weiteren Schluck meines gekühlten Drinks, streckte mich auf dem Liegestuhl, blinzelte in die Sonne und wusste: Mein Entscheid war richtig: der, für den Traum einer Olympiateilnahme auf vieles zu verzichten, und der, vom Velo zu steigen und im Leben auch noch andere Projekte anzupacken.


Eindrücke aus Walter Bänis Fotoalbum



Zur Person
Walter Bäni (17. Februar 1957) ist in Uerkheim geboren und aufgewachsen. Er hat als Radrennfahrer in der Disziplin Kilometerzeitfahren an den Olympischen Spielen von Montreal 1976 den8. Rangbelegt. Fast 30 Jahre lang lebte er in Davos, wo er bei der «Davoser Zeitung» als Sportredaktor tätig war, ehe er sich 2007 selbständig machte. 2017 zog er ins Zürcher Oberland. Nun kommt er zurück in seine Heimat. Ab Ende Oktober wohnt Walter Bäni in Schöftland.


Wilfried Fischer ist ein Macher

Wilfried Fischer ist ein Macher | Der Landanzeiger

Nicht nur im Uerkental, wo Wilfried Fischer seine Wurzeln hat, ist sein Name ein Begriff. Wenn es etwas zu tun gibt, ist der 51-Jährige schnell zur Stelle. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Mann der Tat. Der gelernte Maurer hatte sich 2004 dazu entschlossen, in Bottenwil sein eigenes Geschäft aufzubauen. Schnell hat sich Fischer als Kundenmaurer etabliert. Gartenmauern, Stützmauern, Verbundsteinplätze und ähnliches sind Fischers Spezialgebiet. «Die grossen Bauvorhaben überlassen wir den grossen Baufirmen. Wir arbeiten gerne für Privatkunden und wir sind durch unsere überschaubare Grösse schnell und flexibel», so Fischer.

Sein Motto: «Liefere ned lafere»
Fischers wachsender Bekanntheitsgrad und das immer dicker werdende Auftragsbuch verlangte nach Änderungen. 2014 konnte er in Uerkheim ein Stück Land kaufen, auf dem dereinst sein neues Geschäftshaus entstehen sollte. Planungsschwierigkeiten und das grosse Hochwasser bremsten Fischers Bauvorhaben. Anfangs 2018 konnte endlich gebaut werden und Ende 2018 konnte Fischer einrichten und einziehen. «Wir sind heute zu dritt im Geschäft und zusätzlich hat meine Frau Daniela ein Teilpensum im Büro und in der Buchhaltung», so Fischer. Mittlerweile bietet «Wilfu», wie er von seinen Kollegen genannt wird, zusätzlich zum Grundgeschäft als Kundenmaurer auch Baggerarbeiten, Entsorgungen, Hausräumungen und einiges mehr an. In seiner knapp bemessenen Freizeit restauriert er alte Autos und als bekennender Töfflibueb werden auch längst totgesagte Mofas und Töfflis wieder aufgehübscht und auf die Strasse gebracht.

W. Fischer GmbH

Bau / Dienstleistungen
Dorfstrasse 79
4813 Uerkheim
Telefon 079 667 82 26
E-Mail w.fischergmbh@bluewin.ch

Gemeinde kauft das «Milchhüüsli»

Gemeinde kauft das «Milchhüüsli» | Der Landanzeiger

Die Brücke beim Milchhaus will die Gemeinde Uerkheim für eine kostengünstige Fussgängerverbindung nutzen.

Der Fussgängerverbindung vom Gebiet Breitäcker-Gärtnerstrasse ins Dorfzentrum von Uerkheim steht nichts mehr im Weg. Die Fussgängerverbindung ist Bestandteil der Erschliessungsplanung «Bodenäcker-Breitäcker-Dorfmatte Süd», welche im Jahr 2011 beschlossen wurde. Möglich macht es der Kauf des Milchhauses, das bis Anfang Woche noch in Händen der Käsereigenossenschaft war.
Wie Präsident Beat Baumann erklärt, kam die Anfrage der Gemeinde zu einem guten Zeitpunkt: «Das Milchhaus findet seit mehreren Jahren keine aktive Verwendung mehr.» Als Abstellmöglichkeit nützte es beispielsweise noch der Dorfverein oder die Organisatoren des Dorfmarktes. Über die vereinbarte Summe haben die Gemeinde und die Käsereigenossenschaft Stillschweigen vereinbart. «Das Geld fliesst in unser Vereinskapital», so Baumann.

Warten auf die Baugesuche
Gemeindeschreiber Hans Stadler erklärt, weshalb die Gemeinde jetzt das Milchhaus kaufen wollte: «Wir haben schon immer gewusst, dass eine Fussgängerverbindung in diesem Bereich erstellt werden muss. Als die Baugesuche für zwei Einfamilienhäuser auf dem Gebiet Gärtnerstrasse eingingen, nahmen wir mit der Bauherrschaft Kontakt auf.» Solange nicht klar war, wie die Baugesuche aussehen, hätte eine Realisierung der Fussgängerverbindung noch keinen Sinn gemacht. Mit der heute bereits bestehenden Brücke beim Milchhaus über die Uerke könne die Gemeinde eine Verbindung kostengünstig realisieren. «Die Brücke ist genügend breit und eignet sich gut für einen Fussgängerübergang», so Stadler. Er schätzt den Baubeginn auf Sommer oder Herbst, weil die Arbeiten gleichzeitig wie diejenigen rund um die Einfamilienhäuser stattfinden sollen. Kosten wird der Fussweg laut Hans Stadler rund 20’000 Franken.

«Das Extremste, das ich je gemacht habe»

850 PS starke Swiss Formula | Der Landanzeiger

Seit 20 Jahren fährt Andy Kuhn Trial-Meisterschaften, 2016 und 2018 wurde er Schweizermeister, in der Offroad-Szene gehört er bereits zu den «alten Hasen». Wenn einer wie er sagt: «Das ist das Extremste, das ich je gemacht habe», dann heisst das etwas.

Mit dem Fahrzeug über einen See oder 40 Meter hohe Steilwände hinauf, ohne dabei die ausgesteckten Gassen zu verlassen, das ist Formula Offroad. Und genau an so einem Rennen nahm der 42-Jährige im September 2019 teil – und zwar nicht nur als erstes Schweizer-Team, sondern auch als erster «Südländer». Denn Formula Offroad stammt ursprünglich aus Island. Mittlerweile hat sich der Wettbewerb auch in Norwegen, Finnland, Schweden, Dänemark und in den USA etabliert. In Europa ging es aber nie südlicher als Dänemark. Zumindest bis Andy Kuhn kam.

Mit keinem anderen Motorsport vergleichbar
2015 reiste Andy Kuhn zum ersten Mal nach Norwegen, um sich ein solches Rennen anzusehen. «Du stehst da unten und siehst wie diese Fahrzeuge mit einem gewaltigen Donnern diese steilen Sandwände hinauffahren», erzählt Andy Kuhn völlig fasziniert. Nicht selten schaffen die Fahrzeuge den Aufstieg nicht, überschlagen sich und purzeln den ganzen Hang wieder hinunter. «Mit offenem Mund denkst du dir, das kann doch physikalisch gar nicht möglich sein. Formula Offroad ist einfach mit keinem anderen Motorsport zu vergleichen.»

Auch die Fahrzeuge selbst faszinierten Andy Kuhn auf Anhieb. Sie sind über 2,5 Meter breit, haben einen riesigen V8-Motor, haben bis zu 2000 PS und riesige Paddlereifen mit Schaufeln, die man sonst nur bei extremen Wüstenbuggys sieht. Für Andy Kuhn war klar, er musste so ein Fahrzeug haben. 2016 verwirklichte er sich diesen Traum.

«Helm auf, Hirn aus»
Beim nächsten Besuch in Norwegen 2018 konnte er sich nicht mehr dagegen wehren. Er meldete sich für das nächste Jahr an. Mit einer Menge Material und der Unterstützung seiner Schweizer Offroad-Kollegen ging es nach Skien (Norwegen). «Wir wurden unglaublich herzlich von den Organisatoren empfangen. Sie freuten sich so sehr über unsere Teilnahme», erzählt Andy Kuhn. Ohne auch nur einmal mit seinem 850 PS starken Fahrzeug gefahren zu sein, stand er dann zur Testfahrt bereit, vor ihm der 40 Meter Hohe Sandberg. «Helm auf, Hirn aus und einfach Gas geben», sagt Andy Kuhn. Und tatsächlich, er und seine Swiss Formula kamen oben an. Sein erstes Formula Offroad Rennen konnte beginnen.

Gefahren werden während zwei Tagen täglich sechs Sektionen. Die Geschwindigkeit ist bis auf eine spezielle Geschwindigkeits-Sektion nebensächlich, es geht um Geschicklichkeit. «Mein Ziel war es, einfach nicht Letzter zu werden und mein Fahrzeug heil wieder nach Hause zu bringen», sagt der Uerkner. Seine Ziele hat er erreicht. «Und ich habe mich natürlich schon wieder für das nächste Rennen angemeldet», sagt Andy Kuhn lachend. Im Mai geht es mit seinem Team und der Swiss Formula ein weiteres Mal auf Norwegen, diesmal nach Honefoss. 

Anonyme bedrohen den Gemeindeammann

Uerkheim Gemeindeammann Herbert Räbmatter präsentiert die Drohung | Der Landanzeiger

Im Kampf um die geplante neue Mo-bilfunkantenne auf dem Schulhaus in Uerkheim wurde die rote Linie über-schritten: Gegner drohten dem Ge-meindeammann in einem anonymen Schreiben mit dem Tod.

Die Stimmberechtigten von Uerkheim hatten mit der geplanten Mobilfunkantenne auf dem Schulhaus über ein brisantes Traktandum zu befinden. Bereits im Vorfeld wurde mit harten Bandagen gekämpft. Am vergangenen Freitag, gingen beim Gemeindeammann eine anonyme schriftliche Drohung ein, die man auch als Morddrohung verstehen kann. Der Ammann reichte eine Anzeige ein und erhielt an der Gmeind Polizeischutz. Die Versammlung verlief zwar engagiert, aber gesittet.

Antenne abgelehnt
Der neue Standort der Mobilfunkantenne auf dem Schulhaus Hübeli wurde in der geheim durchgeführten Abstimmung mit 99 zu 66 angelehnt. Das Budget 2020 mit einem reduzierten Steuerfuss von 122 Prozent wurde nach einer Erläuterung durch den Gemeindeammann und einer kurzen Diskussion mit grossem Mehr genehmigt. Ein Ja gab es auch für den Kredit zur Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung sowie den Bau einer Trockensteigleitung von der Säge auf den Heizenberg.

Nur ein Biber statt Kaiman – dafür existiert er aber tatsächlich

Biber in Uerkheim | Der Landanzeiger

Der Hallwilersee hat seinen Kaiman, Uerkheim «nur» einen Biber – allerdings einen, der tatsächlich existiert, wie das Video des Uerkner Gemeindeschreibers Hans Stadler beweist.

Bei der Hinterhubelstrasse fliesst das Stickelbächli in die Uerke. Hans Stadler konnte den Biber beobachten und sogar filmen, als er in der Röhre verschwand. Über Nachwuchs oder sonstiges ist noch nichts bekannt, soweit der Gemeindeschreiber weiss. Wie lange er schon in der Röhre haust, aus der immer noch Wasser fliesst, ist ihm nicht bekannt. Auch über Angehörige oder Nachwuchs gibt es noch nichts Genaues.

Biber haust in Röhre | Der Landanzeiger
Aussergewöhnlicher Wohnort in Uerkheim: In der Röhre des Stickelbächlis haust ein Biber |
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Eine Aufenthaltsbewilligung konnte der ungemeldete Badegast nach der ersten Kontaktaufnahme nicht vorweisen, gesprächig war er ebenfalls nicht. Über fehlenden sprudelnden Frischwasserbezug kann sich der Biber jedenfalls nicht beklagen. Auch die Kanalisation scheint ihm zu gefallen.

Interessant in diesem Zusammenhang wäre zu wissen, wie sein Speiseplan aussieht und wie lange er die Gastfreundschaft der Gemeinde Uerkheim in Anspruch nehmen möchte. Der Uerkner Biber scheint jedenfalls friedlicher zu sein, als sein Kollege im Nidau-Büren-Kanal, der laut dem «Bieler Tagblatt» am vergangenen Wochenende einen Aareschwimmer attackiert und in den Rücken gebissen hat.