Tiere bei hohen Tem­pe­ra­turen nicht im Auto ein­sperren

25. April 2018 | Mobil

Sobald die Tem­pe­ra­turen 15 Grad erreicht haben, wird alle Jahre wieder das gleiche trau­rige Thema aktuell: In par­kierten Autos ein­ge­sperrte Hunde laufen Gefahr, einen töd­li­chen Hitz­schlag zu erleiden. Die Susy Utzinger Stif­tung für Tier­schutz macht auf die Pro­ble­matik auf­merksam – und jeder kann mit­helfen.

Es ist eine töd­liche Gefahr, die oft unter­schätzt wird: Bereits bei milden 15 Grad Aus­sen­tem­pe­ratur heizt sich der Innen­raum eines unge­schützt par­kierten Autos auf 50 Grad und mehr auf. Auch Autos, die gerade noch im Schatten standen, können nach einiger Zeit von der Sonne erfasst und so zur Todes­falle für den darin ein­ge­sperrten Hund werden. Ein spalt­breit geöff­netes Fenster leistet kei­nerlei Abküh­lung. Inner­halb kür­zester Zeit erleidet der Vier­beiner einen Hitz­schlag, der leider oft töd­lich endet.

Dagegen kämpft die Susy Utzinger Stif­tung für Tier­schutz mit einer Infor­ma­ti­ons­kam­pagne. «Leider geschieht es jedes Jahr bereits im Früh­ling wieder, dass Hunde in par­kierten Autos zurück­ge­lassen werden, weil Ihre Halter die Gefahr unter­schätzen. Im schlimmsten Fall für meh­rere Stunden, es reicht aber schon ein kurzer Ein­kauf oder Restau­rant­be­such, um das par­kierte Auto zu einer töd­li­chen Falle werden zu lassen», erklärt Susy Utzinger, Geschäfts­füh­rerin der Stif­tung.

Jeder kann helfen, Leben zu retten

Die Tier­schutz­stif­tung macht regel­mässig auf die Pro­ble­matik auf­merksam und infor­miert Hun­de­halter mit Pla­katen und Flyern. Dieser Kam­pagne haben sich unzäh­lige Betriebe wie Restau­rants, Ein­kaufs­zen­tren, Schwimm­bäder und Sport­an­lagen mit offenen Park­plätzen ange­schlossen.

Und sie plat­zieren die SUST-Pla­kate in ihren Schau­fens­tern oder am schwarzen Brett und über­nehmen sogar die Ver­tei­lung an die eigene Kund­schaft. Jeder kann mit­helfen. Ab sofort können bei der Susy Utzinger Stif­tung kos­tenlos Poster und Flyer bestellt werden. Um das Thema den Men­schen vor Ort unmit­telbar näher­zu­bringen, können die Pla­kate von jedem dort ver­teilt und plat­ziert werden, wo diese Gefahr drohen könnte und der Betreiber das Auf­hängen bewil­ligt hat.

Auch bei einem akuten Fall kann jeder von uns aktiv werden. Wer sein Tier im Auto in der Sonne alleine lässt, macht sich wegen Tier­quä­lerei strafbar. «Hunde in solch einer lebens­be­droh­li­chen Situa­tion sind auf die Hilfe von cou­ra­gierten Pas­santen ange­wiesen. Melden Sie eine ent­spre­chende Beob­ach­tung sofort der Polizei. Im Not­fall ist es nötig und berech­tigt, die Scheibe ein­zu­schlagen oder die Tür auf­zu­bre­chen. Damit ver­hin­dern Sie den qual­vollen Tod eines Tieres», so Susy Utzinger.

Bei der Stif­tung können aus­serdem die kos­ten­losen Bro­schüren «Erste Hilfe für Hund & Katze» und «Tiere haben Rechte» bezogen werden. Sie geben wert­volle Tipps und Anlei­tungen für rich­tiges Han­deln im Ernst­fall.

ZVG

Hitzetabelle | Der Landanzeiger

Hit­ze­ta­belle (Bild: zVg)