Vor­sicht ist beim Kauf von Tieren im Aus­land angezeigt

Tiere und Urlaub: das gilt es zu beachten

25. Juli 2018 | News

Immer wieder ist der Kan­tonale Vet­er­inär­di­enst mit den Fol­gen von spon­ta­nen Entschei­den, ein Tier aus den Ferien mitzubrin­gen, kon­fron­tiert. Bei der Ein­fuhr von Tieren aus dem Aus­land sowie bei der Aus­reise mit Haustieren aus der Schweiz gilt es, einige Bes­tim­mungen zu beacht­en, damit es an der Gren­ze nicht zu unan­genehmen Über­raschun­gen kommt.

Der Gedanke, ein Tier nach Hause mitzunehmen, das einem in den Ferien begeg­net, mag oft gut gemeint sein, tat­säch­lich kann er aber unge­wollte Prob­leme und Tier­leid nach sich ziehen. «Der Kan­tonale Vet­er­inär­di­enst ist immer wieder mit Tier­schutzfällen kon­fron­tiert, weil sich Per­so­n­en ins­beson­dere die Anschaf­fung von Hun­den nicht aus­re­ichend über­legen. Aus Zeit-, Geld- oder Platz­man­gel wer­den die Tiere später nicht angemessen gehal­ten», sagt Kan­ton­stierärztin Bar­bara Thür.

Bei der Ein­fuhr von Tieren

aus dem Aus­land müssen zudem auch die Tierseuchenbes­tim­mungen einge­hal­ten wer­den. Ille­gal importierte Tiere kön­nten son­st beschlagnahmt wer­den, warnt die Kan­ton­stierärztin. Für Tiere, die aus dem Aus­land importiert wer­den, muss min­destens der Nach­weis ein­er kor­rek­ten Toll­wutimp­fung erbracht wer­den, ein Heimtier­ausweis vor­liegen sowie eine Kennze­ich­nung (Mikrochip) vorhan­den sein. Ein beson­ders hohes Risiko sind Tiere, die aus Län­dern mit hohem Toll­wutrisiko einge­führt wur­den. Bar­bara Thür: «Die Krankheit ist vom Tier auf den Men­schen über­trag­bar und ver­läuft -ohne Behand­lung unmit­tel­bar nach der Infek­tion immer tödlich. Wenn erste Krankheit­sze­ichen auftreten, ist es für eine Behand­lung bere­its zu spät.» Für Toll­wut ist bis dato kein Lebend­nach­weis möglich. Tiere aus Risikolän­dern, die entsprechende Anze­ichen aufweisen, müssen deshalb in jedem Fall eingeschläfert wer­den.

Bei Tieren aus einem Toll­wutrisikoland sind zusät­zliche Abklärun­gen erforder­lich. Tiere, die diese Anforderun­gen nicht erfüllen, wer­den an der Gren­ze zurück­ge­hal­ten, weil die Gefahr beste­ht, dass sie eine Tierseuche in die Schweiz ein­schlep­pen kön­nten. Importierte Tiere kön­nen mit Erregern befall­en sein, die hierzu­lande unbekan­nt oder fast ver­schwun­den sind. Darunter fall­en beispiel­sweise die Herz- und Hautwürmer oder Blut­par­a­siten.

Vor­sicht bei Tieren aus Inser­at­en

Vor­sicht ist nicht nur bei zuge­laufe­nen Tieren, son­dern auch bei Inser­at­en von aus­ländis­chen Tier­hil­fe­or­gan­i­sa­tio­nen und Auf­fangsta­tio­nen geboten. Die Kan­ton­stierärztin erk­lärt: «Die ver­mit­tel­ten Tiere haben oft eine unbekan­nte Ver­gan­gen­heit und Herkun­ft. Tiere kön­nen starke Wesen­sän­derun­gen zei-gen, wenn sie von ihrem anges­tammten Ort ent­fer­nt und in eine neue, unge­wohnte Umge­bung gebracht wer­den.» Wie bei der Anschaf­fung jedes Haus-tieres, gilt es auch bei Tieren, die im Aus­land gekauft wer­den, sich die Entschei­dung gut zu über­legen. Die Auf­nahme eines Tieres sollte nie spon­tan oder aus reinem Mitleid erfol­gen.

Wichtige Infor­ma­tio­nen zum The­ma hält die Broschüre «Augen auf beim Hun­dekauf» des Bun­de­samts für Lebens­mit­tel­sicher­heit und Vet­er­inär-wesen BLV bere­it. Sie kann unter www.blv.admin.ch > Tiere > Pub­lika­tio­nen und Forschung > Broschüren bestellt oder herun­terge­laden wer­den.

Das eigene Hausti­er in die Ferien mit­nehmen – gute Vor­bere­itung ist unab­d­ing­bar

Wer den eige­nen Hund oder seine Katze mit in die Ferien nimmt, soll sich gut vor­bere­it­en. Nicht nur kön­nen lange Aut­o­fahrten oder Flu­greisen für die Tiere belas­tend sein, ger­ade in wärmeren Län­dern kom­men ver­schiedene Par­a­siten und Erreger vor, die dem Tier schw­er zuset­zen kön­nen. Damit es an der Gren­ze zu keinen Über­raschun­gen kommt, sind sowohl bei der Aus­reise mit Schweiz­er Tieren ins Aus­land, als auch bei der Ein­fuhr von aus­ländis­chen Tieren in die Schweiz die jew­eili­gen Bes­tim­mungen zu beacht­en.

Fra­gen zu Aus­lan­dreisen mit Tieren kann die Tierärztin oder der Tier­arzt beant­worten. Wichtige Infor­ma­tio­nen zu den län­der­spez­i­fis­chen Ein­fuhr- und Reisebes­tim­mungen für Hunde und Katzen find­en Sie zudem unter www.tierischreisen.ch.

AG