Grü­ne Aar­au zu Ände­rung des Gestal­tungs­plans Tor­feld Süd

Unbehagen trotz vielen Verbesserungen

3. Okto­ber 2018 | News

Die vor­lie­gen­de Ver­si­on des Gestal­tungs­plans ist laut Grü­ne Aar­au eine deut­li­che Ver­bes­se­rung gegen­über der rechts­kräf­ti­gen Fas­sung. Abge­se­hen von den Ver­bes­se­run­gen bleibt aber immer noch Unbe­ha­gen bei gewis­sen Punk­ten.

Der Bau von Hoch­häu­sern und die damit ver­bun­de­ne Ver­dich­tung fin­det die Grü­ne Aar­au an die­ser zen­tra­len Lage rich­tig.

«Wir begrüs­sen ins­be­son­de­re die neu hin­zu­ge­kom­me­nen 2000-Watt-Vor­ga­ben, die Siche­rung von Flä­chen für Kin­der­gar­ten, aus­ser­schu­li­sche Kin­der­be­treu­ung und Gemein­schafts­räu­me und den fest­ge­leg­ten Anteil gemein­nüt­zi­ger Woh­nun­gen», schreibt die Grü­ne Aar­au in ihrer Medi­en­mit­tei­lung.

Abge­se­hen von die­sen Ver­bes­se­run­gen bleibt für die Grü­ne Aar­au das gene­rel­le Unbe­ha­gen, dass die gesam­te Areal­ent­wick­lung auf das Sta­di­on abge­stimmt und die­sem unter­ge­ord­net ist (auch wenn die­ses von öffent­li­chem Inter­es­se ist).

«Unbe­frie­di­gend am vor­lie­gen­den Ent­wurf sind aus unse­rer Sicht fol­gen­de The­men: Die Anord­nung der Hoch­häu­ser, die nicht auf­grund eines städ­te­bau­li­chen Gesamt­kon­zep­tes ent­stan­den ist, son­dern auf­grund der wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen des Inve­stors und den Vor­ga­ben des Sta­di­ons. Die (zu) knapp bemes­se­nen, all­ge­mein zugäng­li­chen Frei­räu­me und Gemein­schafts­flä­chen für die Anwoh­ner der Hoch­häu­ser oder aus dem Quar­tier.

Das Sta­di­on nimmt zwar viel Flä­che ein, ist aber nur äus­serst beschränkt nutz­bar. Zwar wur­de ange­sichts der engen Platz­ver­hält­nis­se wohl viel opti­miert, aber die Frei­räu­me blei­ben Rest­flä­chen. Die nicht oder nur auf einem nied­ri­gen Niveau ein­ge­for­der­te öko­lo­gi­sche Qua­li­tät der Frei- und Grün­räu­me.

Ziel muss die gene­rel­le Aus­rich­tung der Grün­räu­me an sied­lungs­öko­lo­gi­schen Grund­sät­zen sein. Dazu gehö­ren nicht nur eine hohe Bio­di­ver­si­tät, son­dern auch die För­de­rung einer guten Durch­lüf­tung, eines ange­neh­men Mikro­kli­mas (u. a. Bäu­me, hel­le Boden­be­lä­ge) und einer hohen Auf­ent­halts­qua­li­tät.»

Bezüg­lich Mobi­li­tät könn­ten die Bedin­gun­gen für den Velover­kehr laut Grü­ne Aar­au noch bes­ser aus­ge­stal­tet wer­den: «Bei­spiels­wei­se ist die Fuss­gän­ger- und Velo­pas­se­rel­le ins Tor­feld Nord süd­lich und nörd­lich der SBB-Gelei­se durch eine Fuss­gän­ger- und Vel­or­am­pe zu erschlies­sen. Aus­ser­dem müs­sen die Vor­ga­ben zum Park­platz­an­ge­bot ver­schärft wer­den (auto­frei­es Woh­nen).»

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