Über 1100 Liter Most wur­den gepresst (Bild: Thomas Her­sche)

Unterentfelder Mosttag mit Rekordzahlen

12. Okto­ber 2018 | News

Die Frage vor dem Most­tag war: Kom­men so viele Leute zum Mosten wie noch nie oder ist Ende Sep­tem­ber der grösste Teil des Obstes bere­its von den Bäu­men gefall­en und irgend­wie ver­ar­beit­et? So viel vor­weg: Ersteres ist einge­treten.

Nach dem let­ztjähri­gen Unter­ent­felder Most­tag, für den eine halbe Tonne Obst zugekauft wer­den musste, trat dieses Jahr das pure Gegen­teil ein: Die bei­den organ­isieren­den Unter­ent­felder Vere­ine, näm­lich der Natur- und Vogelschutzvere­in und der Bio­lo-gis­che Garten­bau­vere­in, wur­den regel­recht über­ran­nt von Mostkun­den. Die Schlange von mit Mosto­b­st wartenden Per­so­n­en wollte nicht abreis­sen, so dass bis gegen 18 Uhr gemostet wer­den musste. In den ver­gan­genen Jahren kon­nte der Stör­moster Nuss­baum aus Bir­rwil so um 17 Uhr seine mobile Most­presse reini­gen und ver­laden.

So zeich­nete sich bald ein­mal ab, dass der Most­tag 2018 zu einem Reko­rdergeb­nis führen würde. Es wur­den über 1100 Liter Most gepresst, was ein­er Obst­menge von fast 1600 kg oder ca. 64 Harassen entspricht. Ein­mal mehr zeigte sich, dass es für die Bevölkerung ein Bedürf­nis ist, eine Möglichkeit für die Ver­w­er­tung des anfal­l­en­den Obstes zu haben. Der grosse Vorteil in Unter­ent­felden ist, dass man am Ende tat­säch­lich den Most des eige­nen Obstes mit nach Hause nehmen kann und nicht ein Gemisch mit dem Most des Nach­barn.

Weil frisch gepresster Apfel­saft etwas vom Fein­sten ist, wur­den knapp 200 Liter Most von der Laufkund­schaft
gekauft. Die beliebten Öpfelchüech­li waren eben­falls wieder ein Ren­ner: Das Chüech­li-Team kon­nte knapp 170 Por­tio­nen frit­tieren. Das Kuchen­büf­fet lud wiederum zum Ver­weilen ein und bot Gele­gen­heit, die Zeit des Anste­hens für das Mosten etwas zu verkürzen. Musikalisch umrahmt wurde der Anlass vom Alphorn­trio Kuse­ma (Kurt, Sepp und Max). An dieser Stelle ein her­zlich­es Dankeschön an alle, die sehr geduldig gewartet haben, bis ihr Obst gepresst wer­den kon­nte.

Wie alle Jahre hat die Fam­i­lie Bol­liger-Fierz auch wieder Apfel­sorten aus Ent­felden und Suhr zusam­menge­tra­gen und aus­gestellt; über 70 waren es dieses Mal. Eine wahre Augen­wei­de nur schon die Vielfalt an Far­ben und For­men. Aus Platz­grün­den mussten die Bir­nen übri­gens zu Hause bleiben. Damit die Bestäubungsleis­tung des Obstes nicht abn­immt, wur­den an einem weit­eren Stand Nahrungspflanzen für Wild­bi­enen verkauft. Und die Kinder durften Blu­men­töpfe verzieren, mit Erde füllen und ein­säen.

TH