Korb im Visier: Daria Gross­mann bei einem  unbe­drängten Abschluss­ver­such (Bild: Wolf­gang Rytz)

Erster Natio­nal­liga-B-Spieltag in Urtenen mit drei Siegen

Unter­kulmer Korb­bal­le­rinnen an der Spitze

17. Mai 2018 | Sport

Besser hätte die fünfte Natio­nal­liga-B-Saison für die Unter­kulmer Korb­bal­le­rinnen nicht beginnen können. Mit drei hart erar­bei­teten Siegen am ersten Spieltag in Urtenen liegt das Team von Trainer Stefan Wasser erst­mals an der Spitze der zweit­höchsten Spiel­klasse des Landes.

«Das war ein Stei­ge­rungs­lauf ab der ersten Minute», kom­men­tierte Wasser den über­ra­schend guten Sai­son­ein­stieg. «Eine tolle Team­leis­tung bei som­mer­lich heissen Tem­pe­ra­turen.» Die drei Siege gegen nam­hafte Gegner kommen umso uner­war­teter, weil das Team nicht in Best­be­set­zung antrat. So fehlte bei­spiels­weise Team­lea­derin Katja Wasser. Diese Absenz machte jedoch Neu­ling Manuela Keller mit ihrer NLA-Erfah­rung gut wett.

Kon­zen­triertes Start­spiel

Zum Auf­takt war­tete Absteiger Pie­terlen. Da gings beid­seits ab Anpfiff rasant zur Sache. Bei diesem offenen Schlag­ab­tausch fielen auf beiden Seiten einige Körbe. Die Berner See­län­de­rinnen wirkten ob der harten Gegen­wehr irri­tiert und ver­loren durch eine rote Karte sogar eine Spie­lerin. «Das war wohl der Knack­punkt für den Gegner», kom­men­tierte Trainer Wasser den Spiel­ver­lauf. Pie­terlen ver­brauchte in dieser Phase zu viel Sub­stanz. Gegen Ende der 40 Spiel­mi­nuten zogen die Unter­kul­me­rinnen davon und siegten schliess­lich unge­fährdet 10:6. «Wir hatten die nötige Geduld und liessen den Gegner ins Leere laufen», beschrieb Wasser das Sie­ges­re­zept.

Die kalte Dusche folgte gegen Urtenen II. Die Ber­ne­rinnen hatten im Vor­jahr Rang 2 belegt und ent­blössten die Wynen­taler Ver­tei­di­gung in der Start­phase jäh. Nach einem 0:3-Rückstand innert zehn Minuten fing sich Unter­kulm auf. Den­noch lau­tete der Stand beim Sei­ten­wechsel 2:4. Wasser fand die rich­tigen Worte zur Pause und lan­cierte die Auf­hol­jagd. Wie­derum gelangen in der Schluss­phase wich­tige Körbe, so dass mit 10:8 der zweite Sieg des Tages her­aus­schaute.

Wei­terer unbe­quemer Gegner

Gegen Madiswil-Aarwangen tut sich die Wasser-Equipe seit Jahren schwer. Das war auch am Sonntag wieder so. Die Ber­ne­rinnen zeigten sich bes­tens ein­ge­stellt. 

Auch die Umstel­lung von Trainer Wasser auf eine 1:1-Verteidigung zei­tigte nicht die erhoffte Wir­kung. Wieder lag Unter­kulm nach 20 Minuten 2:4 hinten. In der zweiten Hälfte kämpften sich die Wynen­ta­le­rinnen aber heran. Nach spätem Aus­gleich glückte der 8:7-Führungstreffer in der Schluss­mi­nute.

Mit einer Wil­lens­leis­tung gelang es dann, auch den letzten Madis­wiler Angriff abzu­wehren und den mit einer Fleiss­leis­tung erar­bei­teten dritten Voll­erfolg ins tro­ckene zu bringen.

«Wir konnten die gelun­gene Vor­be­rei­tungs­phase bestä­tigen. Aber jetzt dürfen wir nicht abheben. Die Kon­kur­renz schläft nicht», will «Chosé» Wasser noch nichts hören von einer ver­än­derten Situa­tion mit Auf­stiegs­am­bi­tionen.

Nächster Spieltag in Wil­lisau

Weiter geht’s für die Unter­kulmer NLB-Korb­bal­le­rinnen am Sonntag, 27. Mai, in Wil­lisau. Die Gegner heissen dann Grindel-Erschwil (12 Uhr), Wol­fen­schiessen (13.30 Uhr) und Moos­see­dorf (15 Uhr). Erst nach diesem zweiten Spieltag wird sich zeigen, ob sich Unter­kulm an der Spitze eta­blieren kann. Wol­fen­schiessen und Moos­see­dorf sind zwei wei­tere Knack­nüsse auf dem Weg zur ersten Natio­nal­liga-B-Medaille. Dazu ist der Sieg gegen Abstiegs­kan­didat Grindel-Erschwil schon fast Pflicht. Aber mit Pflicht­auf­gaben tat sich Unter­kulm letzte Saison schwer.

Unter­kulm spielte mit: Alex­andra Berner, Andrina Eichen­berger, Mar­tina Gloor, Daria Gross­mann, Salome Hirt, Manuela Keller, Andrea Maurer und Bea­trice Wirz.

WR