Vertraute und neue Töne in der Kirche

25. Sep­tem­ber 2018 | News

Wenige Konz­erte sind es, welche die Ober­ent­felder Kirche so sehr zu füllen ver­mö­gen, wie die jährlich stat­tfind­en­den Drehorgel-Konz­erte unter der Leitung von Ernst Suter. Der früheren Lei­t­erin und Gründerin, Hei­di Steiger, wurde ein Blu­men­strauss überreicht. Heuer war es beson­ders erfreulich, wie viele jüngere und ältere Per­so­n­en kamen. Lorenz Math­ys stellte sowohl die einzel­nen Stücke wie die Instru­mente klar und ver­ständlich vor. Da war etwa Hans Rudolf Schmid, der als ver­siert­er Schrein­er sein Instru­ment selb­st gebaut hat­te. Die Melo­di­en waren zum grossen Teil ver­traut: die Klas­sik war mit Mozarts «Allelu­ja» und Beethovens «Ode an die Freude» eben­so vertreten wie Walz­er, Pol­ka und natürlich Volk­slieder und alte Hitparadenstürmer. «Non,je ne regrette rien» oder «Morn­ing has bro­ken» wech­sel­ten ab mit dem «Gug­gerzytli» und «Aber dich gibt’s nur ein­mal für mich». Wen wundert’s, dass einzelne Konz­ertbe­such­er leise mit­san­gen.

Die Spie­len­den waren meist in mit­tlerem bis fort­geschrit­ten­em Alter, aber dass die Jugend sich auch für dieses Instru­ment inter­essiert, zeigte der Auftritt der jun­gen Mir­jam Schu­mach­er: es gibt länger­fristig bes­timmt eine Zukun­ft für diese Konz­erte.

Eine Neuerung hat­te let­ztes Jahr die Organ­istin Franziska Kauf­mann eingeführt. Sie hat­te zum 10jährigen Jubiläum der Konz­erte die «Schan­fig­ger Bure­hochzyt» im Duett mit der Drehorgel gespielt, in diesem Jahr begleit­ete Rita Laube auf der Pan­flöte ihre Schwägerin Gertrud Laube und André Stoffn­er unterstützte auf dem Flügelhorn seine Gat­tin Lot­ti. Vor der Kirche spielte Peter Som­mer­halder und als Zugabe bot Paul Gysin «Orfeus in der Unter­welt» an, was zu spon­tanem Mitk­latschen des Pub­likums führte. Nach dem durch und durch gelun­genen Konz­ert kon­nten die Gäste noch lange draussen Drehorgel­dar­bi­etun­gen bei­wohnen.

PH